SPD behauptet Platz 2

Der von Eurokrat Martin Schulz in den Wahlkampf geführten deutschen Regierungspartei SPD ist es am heutigen Sonntag gelungen, ihre Position als zweitstärkste Partei Deutschlands zu behaupten.

Der ARD-Hochrechnung von 18:35h zufolge hat die CDU/CSU 32,9% der Stimmen geholt, was im Vergleich zur letzten Bundestagswahl nur ein Minus von 8,6% ist. Die SPD schaffte demnach mit 20,2% wieder den Sprung über die 20% und behauptete sich mit Verlusten von nur 5,5% als zweitstärkste Partei. Drittstärkste Kraft wurde die vergleichsweise russland-freundliche Partei AFD, die mit 13,3% erstmalig den Einzug in den Bundestag geschafft hat. Weiterhin werden der Hochrechnung zufolge die FDP mit 10,5%, die Grünen mit 9,3% und die Linken mit 9,0% im nächsten Bundestag vertreten sein.

Während die SPD den Gang in die Opposition ankündigte, wird von den transatlantischen Parteien FDP und Grünen nun erwartet, dass sie Angela Merkel die Steigbügel für eine Fortsetzung ihrer Kanzlerschaft halten. Sollte das nicht gelingen, ist zu erwarten, dass die SPD umfällt und Merkel weiterhin die Steigbügel hält.

Übrigens, angesichts der Serie von Wahlerfolgen, die die SPD in der Ägide des beliebten Vorsitzenden Martin Schulz im Saarland, in Schleswig-Holstein und in NRW errungen hat und die nun durch die Behauptung von Platz 2 im Bund gekrönt wurde, ist es nur allzu verständlich, dass der US-freundliche Eurokrat Martin Schulz Vorsitzender der SPD bleiben will, und der eher russland-freundliche Flügel zurückstecken muss. Oder wollte etwa irgendjemand die großartigen Erfolge von Schulz und dem atlantischen Flügel der SPD in Zweifel ziehen?

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105 Gedanken zu “SPD behauptet Platz 2

  1. Die roten Schwätzer von der SPD haben noch zuviel bekommen.
    Die haben die Altersarmut und Lohnabbau eingeführt obwohl die seid über 100 Jahren von , wie hießt der Mist? – achso ,,soziale Gerechtigkeit“ labern.

    1. Ich war Wahlbeobachter

      Das lief völlig ohne Schmu!!!
      Die Wahlbeteiligung lag in meinem Wahlkreis bei ca. 50% – bei der letzten BTW war es 30% – also diesmal verhältnismäßig hoch.

      708 Stimmen wurden abgegeben. Hier die Zweitstimme:
      sortiert nach Häufigkeit
      SPD: 249
      Die Linkspartei: 107
      AfD: 83
      CDU: 82
      Grüne: 73
      FDP: 63
      Die Partei: 23
      BGE: 15
      Freie Wähler: 8
      MLPD: 0
      ÖDP: 0

      Erstaunlich ist das Ergebnis von SPD und CDU. Wenn ichs nicht mit eigenen Augen gesehen hätte, würd ichs nicht glauben! Komisch ist das, wie die Leute alle SPD gewählt haben…. Und das Ergebnis ist echt! Das habe ich mit eigenen Augen gesehen.

      Bei der Erststimme hat die SPD (301) auch deutlich abgeräumt vor der CDU (207). Gefolgt auch wieder von der Linkspartei (95) und dann erst die AfD (78).

      Ungültig: nur 11

    2. Nur rot lackiert.
      Und nun keine Koalitionsgespräche mehr mit Banken-Muttis Wahlverein? Die Seeheimer Kreis Partei Deutschlands hat doch schon ein ganzes Stück geschafft auf dem antidemokratischen Kriegspfad des sozialen Rückschritts abwärts in die verdiente Bedeutungslosigkeit.

  2. Nicht nur der zweite Platz, sondern wohl auch wieder oberhalb von 20 %! Ein großartiges Ergebnis wie ich meine bei diesem Kandidaten. Und bei dieser Partei. Ich bin überzeugt, Scholz ist der richtige Mann an der Spitze der SPD um diese Platzierung auch bis zur Bekanntgabe des entgültigen Wahlergebnisses zu behaupten!

    Mehr Opposition scheint es im neuen Bundestag zu geben. Das ist erstmal gut. Doch ob es Opposition zum Mitfiebern wird oder zum Sichmitgrausenabwenden muss sich erst noch zeigen…

  3. Merkel könnte auch den Erdogan machen und Neuwahlen ansetzen in der Hoffnung das CDU mehr gewinnt. Nur könnte es in die Hose gehen und die AfD noch mehr stärken. Könnte mir vorstellen das dann noch mehr CDU Wähler die AfD wählen. Aber ich sehe das als unwahrscheinlich an.

  4. Es erfüllt einen mit Stolz, das es 13.3 % Deutsche gibt, die über einen Nationalstolz verfügen. Wann wacht der Rest auf? Diese Wahl ist eine Schande für jeden ehrlichen Bürger.

    1. „Wenn sie dich dazu bringen können, die falschen Fragen zu stellen, müssen sie sich keine Sorgen um die Antworten machen.“

      – Thomas Pynchon

      Warum ist die Frage nach dem „Nationalstolz“ eine solcher falschen?

      Warum hat auch die AfD zu Fluchtgründen wie den nur die Bevölkerung treffenden Sanktionen, den endlosen Nato-Kriegen und der sich globalisierenden kapitalistischen Ausbeutung geschwiegen? Was sollte ein Rechtsausleger von Banken-Muttis Wahlverein denn sonst tun?

      Wer ahnt überhaupt, dass die wegen der im Moment noch im Hintergrund wieder hochgekochten kapitalistischen Krise geplante „marktkonforme Demokratie„ gar keine Demokratie ist, sondern bei Duldungsstarre im Volk, möglicherweise wie nach dem blutigen Putsch vom 11. September 1973 in Chile, mit einem faschistischen Regime durchgesetzt werden muss?

      In Frankreich ist schon jetzt Demokratie nur noch Kulisse, durch offenbar auf ewig verlängerten Ausnahmezustand – früher und bezogen auf andere Länder, in den Nachrichten wertewestlicher Konzern- und Staatsmedien als sicheres Kennzeichen einer Diktatur genannt. Und wenn’s wirklich hässlich wird, haben immer die Unschuldigen spielende „etablierte Parteien“, die vielleicht danach und unter anderen Namen wieder übernehmen sollen, sich bei sowas doch noch nie die Hände schmutzig gemacht.

      Glaubt jemand, mit Flüchtlingen und Terror in den Medien, sind den Marktextremisten umsonst die Argumente frei Haus geliefert worden?

      In den Medien wurde die AfD nur angefeindet und schlecht gemacht?

      Mit Angst wurden die Emotionen angesprochen, statt mit Informationen den Verstand anzuregen. Durch auch noch in falschen Zusammenhängen aufgebrachte Themen wie Flüchtlinge und Terror und Begriffe wie „Islamisierung“, „Abendland“, oder „Wutbürger“, ist die Zahl sogenannter „Trotzwähler“ vervielfacht worden. Und wie werden Trotzwähler dazu gebracht, zu wählen, was sie wählen sollen? Etwa nicht, indem den Trotzwählern jeden Tag gesagt wird, was sie keinesfalls wählen dürfen?

      Bevor in den Krieg gehetzt werden kann, muss die Gesellschaft nach rechts in den Menschenhass gekippt werden, das kennt das Großkapital samt Gefolge noch vom letzten Mal.

      „Hauptsache jemand ist einfach ein Mensch.“

      – Aus Syrien

      1. @clearly

        „Warum hat auch die AfD zu Fluchtgründen wie den nur die Bevölkerung treffenden Sanktionen, den endlosen Nato-Kriegen und der sich globalisierenden kapitalistischen Ausbeutung geschwiegen?“

        Oder dazu: Das neue Syrien kommt aus Wilmersdorf, wie die ZEIT vor langem titelte. Oder zur Streichung der UNHCR-Mittel für Flüchtlinge in Syrien und für Syrer in den aufnehmenden Nachbarländern. Oder was innenpolitische Angst vor dem IS-Terror und Sterben auf dem berliner Weihnachtsmarkt und syrische Flüchtlingskrise und außenpolitische Untätigkeit gegen IS&Co miteinander zu tun haben …

        Es gibt vieles, wozu auch die (noch) AfD schweigt. Wohlgemerkt: auch! Es scheint da einen parteiübergreifenden Konsens zu geben, die Dinge nicht anzusprechen. Deshalb sprechen Linke auch nur und allgemein von Waffenlieferungen und mieden die Themen Syrienkrieg und IS-Terror wie alle anderen Parteien im Wahlkampf auch – und singen jetzt das Lied von den Menschenfeinden und Rassisten der AfD. Natürlich nur, damit wir Bürger nicht beunruhigt sind. Natürlich nur, weil wir das alles nicht verstehen würden. Natürlich nur, damit die öffentliche Sicherheit und Ordnung in diesem Lande nicht gefährdet ist.

        Ich bin wirklich gespannt, wie lange die Schweiger das durchhalten wollen – gegen Anfragen aus dem Inland und eben auch sehr stark aus dem Ausland.

  5. Habe ich richtig gehört? Dieser Gauland redet von „Jagen“. Das fängt ja richtig gut an. Was für Töne sind das denn bitte? Ich kann es einfach nicht fassen, dass die AFD 13% bekommen hat. Das ist der pure Wahnsinn. Sorry, meine Lieben Truther. Soll das die Wahrheit sein? Oder soll das die Alternative für Deutschland sein? Außerdem warum ist Deutschland die Alternative? Allein das Argument „Alternative für Deutschland“. Was ist das für ein Argument?
    Nein, Deutschland ist nicht die Alternative, sondern Deutschland ist alternativlos. Es ist für sich und nicht eine Alternative.

    „Wir werden Sie jagen“ .. wow.. Man o Man.. Solche Töne geben Faschisten von sich und davon haben wir Türken genug. Sprich MHP. Die haben auch solche radikale Töne, deswegen lieben Sie auch die Bücher von Hitler. Wusstet Ihr das? Dass die MHP(Graue Wölfe) am meisten das Hitler-Buch lesen?

    Deutschland macht einen guten Schritt Richtung Faschismus. Wer das nicht wahrnimmt, dem ist echt nicht mehr zu helfen.

    Hochachtungsvoll
    Der Patrio

    1. Nur ruhig Blut…

      Die AfD muss nun zeigen wie sie im Bundestag Politik machen möchte. Wenn sie das so angeht wie all die Spacko-Rechten die in der Vergangenheit ab und an mal in unterschiedlichen Landtagen aufgetaucht sind, dann werden die Wähler das beim nächsten Mal schon wieder korrigieren. Und wenn sie tatsächlich die Interessen von Bevölkerungsgruppen vertritt, die sich von den Regierungsparteien der letzten zehn oder fünfzehn Jahren nicht vertreten fühlen, dann wird sie denke ich eine Bereicherung im Bundestag.

      Wir werden sehen…

    2. Patriot

      Ich glaube, die aggressive Außenpolitik der sogenannten gemäßigten Parteien der Mitte – Union, SPD, FDP und Grüne – ist die große Treibkraft hinter dem Erfolg der AfD. Außenpolitische Entscheidungen wie die Unterstützung für Freunde von Al Kaida in Syrien, die Unterstützung für einen blutigen Regime Change mit Nazis in der Spitze in der Ukraine und fortgesetzte Sanktionen und pausenloses Säbelrasseln gegen Russland, und das alles auf Geheiß des großen Bruders in Übersee und eines rassistischen Zwergstaates in Westasien, haben die sogenannten gemäßigten Parteien der Mitte als wahre Extremisten entlarvt. Ihre radikale und aggressive Außenpolitik im Dienst fremder Mächte hat ein Desaster mitverursacht, mit Hunderttausenden von Toten, Millionen von Flüchtlingen und noch mehr körperlich und geistig verletzten. Darum geht’s.

      Dagegen nehmen sich Äußerungen wie die von Gauland, der die Regierung mit Anträgen im Parlament „jagen“ will, geradezu harmlos aus, und seine Forderung nach besseren Beziehungen mit Russland lässt die AfD im Vergleich zu den transatlantischen Kriegsparteien als geradezu moderat erscheinen. und was die Nazi-Vergleiche angeht, finde ich die hier unpassend, denn die sogenannten gemäßigten Parteien der Mitte verfolgen eine aggressive Politik gegen Russland und betreiben gerade einen Weltkrieg an der Seite von Al Kaida und richtigen Nazis. Da würde sich ein Nazi-Vergleich viel eher anbieten, nur führt eine Diskussion zu nichts, wo zwei Seiten sich gegenseitig vorwerfen, Nazis zu sein. Das läuft dann lediglich auf Trollerei und Diskussionszerstörung hinaus.

      1. einparteibuch:
        Da gebe ich Dir recht, aber zu behaupten, dass es mit der AFD besser sein wird, der wird sich richtig täuschen. Man o Man.. kaum wurde diese AFD gewählt und schon geht die Jagt los. Da will ich doch gar nicht wissen, wenn die AFD richtig an die Macht kommt. Sorry, einparteibuch. Das ist eine Sackgasse. Ein totaler Reinfall. Eine totale Wiederholung der Geschichte und nichts Anderes. Denkt Ihr etwa, dass die AFD Deutschland stärken wird? Deutschland ist doch schon stark genug. Es ist doch Exportweltmeister. Wie noch stärken? Der Vorsitzender sagt: „In bestimmten Städten sind die Deutschen eine Minderheit“. JA und? Was will er dagegen machen? Auch die Migranten aus Deutschland verjagen? Was sind das für unterirdische Argumente? Wenn die jetzt schon die Parteien jagen wollen, dann werden Sie auch irgendwann die Migranten jagen. Oder etwa ist das nicht die Folge? Lebe wohl Deutschland.

        Hochachtungsvoll
        Der Patriot

      2. Richtig, liebes Parteibuch!

        Die völkische, nationalistische, rechtsextremistische, rechtspopulistische, islamfeindliche, antisemitische, … – oder wie immer betitelte – AfD ist nicht (!) dafür verantwortlich, dass wir Hunderttausende (IS-Anschlags-)Tote und Millionen Heimatvertriebene (Stichwort Flüchtlingskrise) des Weltkrieges um Syrien zu beklagen haben, denn das sind andere und zwar die, die jetzt mit allerhand nur der AfD zugeschriebenen Adjektiven von ihrer eigenen Schuld ablenken wollen – aber die AfD ist dafür verantwortlich, endlich einmal tiefer nach der außenpolitischen Ätiologie von IS-Terror und Flüchtlingskrise in einem zukünftigen PUA oder vor Gericht zu fragen und damit in den Kreis der weltweit zivilisierten Kräfte einzutreten – im Hier und Jetzt. Anhänger aller Parteien sind aufgefordert, das von ihren Parteiführungen einzufordern. Es geht eben nicht nur um Digitalisierung, Altersarmut, mehr Pflegekräfte und Waffenlieferungen an die Saudis, sondern gerade auch um eine Außenpolitik, deren vorherrschendes Ziel sich gerade in der von der Bundesregierung gebilligten neuen völkischen und nationalistischen „Antisemitismus-Definition“ manifestiert hat.

      3. Patriot

        Ich würde es als typische Aufgabe einer Opposition sehen, danach zu streben, die Regierung aus dem Amt zu jagen. Und genau darum ging es in der Aussage von Gauland, der übrigens plötzlich als „Extremist“ gelten soll, obwohl er als CDU-Größe schon genauso geredet hat und dabei als prima „Demokrat“ galt.

        Was die Straßengewalt angeht, da gab es heute schon wieder einen gewalttätigen Mob in Berlin. Hier ist ein Bild davon – AfD-Demo steht im URL:

        Nur, das, was da zu sehen ist, sind eben nicht Anhänger der AfD, sondern ach so moderate Linke, die sich da mal wieder obszön, aggressiv und gewalttätig gezeigt haben.

      4. einparteibuch:
        Und es ist nur Gauland oder wie? Es ist die ganze Partei. Da wimmelt es nur an rechtslastige Menschen. Ich habe es doch in meiner Stadt die AFD erleben dürfen. Ich habe mich neugierig zu den AFD-Ständen gesellt. Ob Du glaubst oder nicht. Ich sah in deren Gesichter nur Hass. Die Parteispitze ist nur die Spitze des Berges. Sorry, einparteibuch. Du kannst die AFD so schön reden wie Du willst. Diese Partei ist im Inneren absolut ausländerfeindlich. Warum haben die sich nicht NPD genannt? Wollten die sich tarnen oder wie? Weißt du einparteibuch. Der Mensch hat im Inneren eine Seele oder Gefühl, wie man es auch nennt. Nicht nur der Mensch, sondern auch ein Volk oder Völker. Wenn ein Mensch wie ich das Gefühl habe, dass die AFD absolut unterirdisch ausländerfeindlich ist, dann ist das ein Unrecht. Wenn Unrecht nicht wahrgenommen wird, dann ist der Mensch eine verlorene Seele. Und wenn die 13% es nicht fühlen, dass Sie in eine Sackgasse laufen, dann sind sie gefühlslose Mitläufer.

      5. Beim Mob-Happening in Berlin am Alex gab’s übrigens ein kleines interessantes Detail: Sputniknews hatte die Proteste in einem Live-Stream übertragen. Um ca. 21:10 Uhr baute sich ein junger Mann vor der Kamera auf, der das Sputnik-Team in astreinem Englisch beschimpfte („russische Presse sei Teil der Propaganda, Putin ein Verbrecher“ usw.) und anschließend – mit zwei weiteren Typen – mehrere Minuten lang eine große NATO-Flagge vor die Kamera hielt (der Kameramann schwenke mehrmals weg, die Typen mit der Flagge liefen nach).

        Mir kam’s merkwürdig vor, dass Leute zu einem Anti-AFD-Protest eine NATO-Flagge mitführen. Die kamen mir irgendwie wie bestellt vor. Oder ist das heutzutage üblich, auf Protestaktionen mit Flaggen der NATO im Rucksack rumzulaufen? Mit U$rael-Flaggen: klar, aber mit NATO-Flaggen? Für Kriegsveteranen waren die deutlich zu jung. 🙂

      6. R1D2

        Ich würde mal vermuten, dass die Leute, die da mit NATO-Fahnen gekommen sind, sonst mit Israel und USA-Fahnen unterwegs sind. NATO ist eine zionistische Hochburg. Die USA sind wegen dem Wahlsieg von Trump und dem Waffenstillstandsdeal von Trump und Putin zu Südwestsyrien gerade dabei, bei diesen Leuten in Ungnade zu fallen. Außer israelischen Fahnen bleiben ihnen da nicht mehr viele, und NATO ist eine davon. Ich glaube auch, die sind davon überzeugt, dass das, was sie tun, gut für das Empire ist, und das Empire gut für die Menschheit. Blinder Fanatismus ist keineswegs ein Problem, dass sich nur auf ISIS und Al Kaida beschränkt.

        Man denke nur an Leute wie #JihadiJulian.

      7. Klingt plausibel, ePB. Definitiv kam kurz zuvor ein Schwung Fanatiker zur (erst kleineren) Protestversammlung, es war unüberhörbar und die Polizisten setzen daraufhin erst ihre Helme auf.

      8. Genau so ist es:
        Wer in D hat aufgeschrieen, als in Kiew die ärgsten Faschisten die Macht übernahmen? Die Grünen? Steinmeier? Martin Schulz? Westerwelle? Cem Özdemir? Rebecca Harms?
        NEIN! Ganz im Gegenteil!

        Kann mich noch erinnern, wie euphorisch Harms da mitgefeiert hat mit den Faschisten.

    3. Du darfst nicht so viel Bild lesen.
      Nazis haben nach dem Krieg die CDU, SPD und die FDP aufgebaut.
      Heute unterstützen diese Parteien mit den olivgrünen Kriegstreibern schlimmste Nazis in Kiew und in den baltischen Dörfern.
      Die Veteranen der lettischen Waffen SS bekommen von unseren ,,Antinazis“ jeden Monat reichlich Pensionen und marschieren jedes Jahr mehrfach durch ihre Städte mit Nazisymbolen.
      Hast Du schon mal gehört, das irgendein Vorzeige-Demokrat im Westen auch nur EINMAL das verurteilt haben????
      Nein . Die bekommen sogar deutsche Panzer geliefert.
      Ist wahrscheinlich eine Art Wiedervereinigung um schon wieder gegen Leningrad zu marschieren.
      Nicht die AfD sind die Nazis. Das sind DIE, die Nazis finanzieren und mit Waffen beliefern um schon wieder Russen zu töten. Also CDU,SPD,FDP, Grüne.

      1. Pawel:
        Das ist mir alles klar. Weil ich kein Bild lese, gehe ich persönlich vor Ort zu den AFD-Ständen und höre zu was Sie genau sagen und lese was so schreiben. Ein gutes Gefühl hatte ich vor Ort nicht. Diese Partei hetzt nicht nur an der Parteispitze, sondern auch in der Basis. Das sind keine Einzelfälle.

      2. Danke, Parteibuch und Pawel, für diese sachlichen Erwiderungen. Meine würde heute wohl weniger sachlich ausfallen. Bin immer noch geschockt, daß so viele das Globalisten-Projekt Die „Grünen“ gewählt haben. Andererseits ist es kein Wunder, wenn man (quasi „gezwungenermaßen“) hin und wieder ZDF guckt und sich dann mit Schaudern vorstellt, daß solche „Informations“quellen die einzigen sind, an denen sich ein immer noch viel zu großer Anteil der Bevölkerung orientiert…

        À propos „Graue Wölfe“: Die hatten schon in der Nachkriegszeit allerbeste Beziehungen zur CDU, wie ich als Augen- und Ohrenzeuge bestätigen kann. Ist ja auch kein Wunder, da beide denselben Herren dienen.

      3. Die Parteien, die Medien und auch Gewerkschaften wurden von den USA unter Leitung des damals noch jungen CIA aufgebaut.
        Politiker wurden bezahlt.
        Ja sogar Parteiflügel wurden geschaffen um die Kontrolle zu behalten.
        Wir wurden gezielt mit US Kultur versorgt.
        US Agenten haben das Deutschland geschaffen in dem wir heute noch leben.
        Natürlich war die Zielrichtung als Schaufenster zum Osten klar.
        Das hat ja auch prima geklappt.
        Wir sollten nicht vergessen das wir in diesem Punkt unsere Aufgabe im Sinne der USA erledigt haben und das sie uns jederzeit „abbauen“ können.
        Im Grunde ist ja bereits absehbar wofür wir als letzte Aufgabe vorgesehen sind (siehe Hetzkampagne gegen Russland).
        Der Kriegsschauplatz Europa hat den USA immer gedient und er wird ihnen weiter dienen.

        Wer wissen will welche Fäden die USA seit dem ersten Weltkrieg in Europa und besonders in D ziehen (über die Weltkriege sollte neu nachgedacht werden) der sollte sich auf You Tube die Doku „Germany Made in USA“ anschauen und die Aussagen des Strafor Chefs George Friedman (Chicago 2015) zur Kenntnis nehmen.
        Er sagte nämlich das die USA seit 100 Jahren erfolgreich verhindern dass sich D/Mitteleuropa mit Russland verbündet denn die gebündelten geistigen und materiellen Ressourcen eines solchen Europas seien eine Gefahr für das Imperium USA und nicht etwa China oder der IS u.s.w..
        Um aktuell zu verhindern das Russland und Europa eine Eionheit werden habe man mit der Ukraine einen Keil durch Europa getrieben.
        u.s.w.
        Friedman ist der Chef eines zuzuordnenden privaten Think Tanks (Stratfor) der auch als privater Geheimdienst bezeichnet wird.
        Der Mann weiß also was Sache ist.
        Die USA können ein starkes und friedliches Europa nicht gebrauchen.
        Fazit wir sind ein US Produkt und unsere Aufgabe im Sinne der USA ist klar.

        Kurz zur Wahl.
        Fakt ist dass wir gerade einen Umbruch in der deutschen Politik erleben denn nun 6 (mit CSU 7) Parteien im Bundestag wird es einen Umschwung geben (ob Merkel am Ende überlebt sei dahingestellt).
        Dazu im Sinne meiner Ausführungen betreffs „Germany Made in USA“ noch eine kleine Anmerkung zur AfD.
        Vor ein paar Tagen stieß ich im Netz auf eine Seite Namens „Jewiki.net“.
        Diese Seite scheint eine Art Mini Wikipedia für die jüdischen Bürger in D zu sein.
        Laut dieser Seite sind viele AfD Mitglieder und Kandidaten jüdische Mitbürger.
        Auch behauptet diese Seite das ein Drittel der Juden in D die AfD wählt.
        Das gilt auch für die Russlanddeutschen unter denen es auch etliche jüdisch gläubige Bürger gibt.
        Ich bin da echt erstaunt denn in unseren Medien gibt es kein Wort über diese offensichtliche Tatsache.
        Man sollte also darüber nachdenken welche Rolle die AfD tatsächlich spielt und warum man eine Partei in der es offensichtlich auch etliche jüdische Mitbürger gibt so auffällig in die rechte Ecke stellt obwohl sie letztlich nur ein Abspaltung der CDU ist weil die Erzkonservativen in der CDU mit Merkels Einheitspartei Deutschland (CDU/CSU/SPD/Grüne) nicht mehr zufrieden waren.
        Man könnte also meinen das da Jemand nach bewährtem Muster eine Zeitbombe gelegt hat die nun ganz im geplanten Sinne tickt.

    4. wenn man Deutschland nicht mag, kann man das nicht verstehen.

      Erdogan hat da viel schlimmere Sprüche drauf.
      Der Mann Gauland ist Nationalist aber kein Faschischt.
      Nach seiner Meinung verrät die Regierung Merkel und auch die anderen Parteien das
      Deutschland und das Deutsche Volk. Und das wird ihr jetzt schwerer gemacht, weil
      jetzt die AFD da ist. Man mag das gut finden oder nicht, aber das ist mal eine starke Ansage.

      1. Was interessiert mich Erdogan? Ich kann den Namen nicht mehr hören.
        Verstehst Du nicht? Ob Gauland oder nicht. Die Geschichte wiederholt sich. Oder merkst Du es nicht?
        Das ist doch so gewollt. Damit Deutschland irgendwann wie z.B. Syrien auseinander dividiert wird.

        Hochachtungsvoll
        Der Patriot

      2. @Patriot, Du beobachtest das schon richtig, dass die Leute in Deutschland gespalten wurden (nicht erst werden!), aber Du verkennst den Urheber meiner Meinung nach. Es ist den Blockparteien zu verdanken mit ihrer täglichen Hetze in den MSM gegen die Ex-Kollegen der CDU/FDP, die sich in der AFD organisiert haben, und der penetranten Diffamierung dieser Partei als Nazis, Populisten und Hetzer, die genau diese Spaltung unter der Bevölkerung bewirkt haben. Meine Sympathie für die AFD hält sich zwar in engen Grenzen, aber die gefährlichen Hetzer (und auch die echten Nazis) sehe ich eher in den Einheitsparteien, die übrigens schon Aggressionskriege führen und diese auch gerne noch ausweiten würden, wenn sie es könnten.

      3. R1D2:

        Die die gegen Migranten regelmäßig hetzen, wo waren die, als die Alt-Parteien gegen den Nahe Osten Kriege verzettelt haben? Wo waren die angebliche Patrioten vor ca. 7 Jahren als der Krieg gegen Syrien stattfand? Warum haben Sie damals nicht die Alt-Parteien abgewählt? Warum aber jetzt? Ach so, diese angebliche Patrioten(AFD-Anhänger) spüren jetzt, dass es Ihnen an den Kragen wa? Was für ein abgekapertes Spiel? Erst vorher gegen Moslems(z.B. Syrien) Krieg führen und dann, wenn die Syrier(Moslems) hier im Lande(D) sind, werden diese wieder von den angeblichen Patrioten bekriegt. Erst im Äußeren bekriegen, dann im Inneren. wow.. Echt richtig intelligent geplant. Für so ein Spiel muss man echt einen IQ von 150 haben. Da ja Moslems unterentwickelt sind, sind Sie nur Spielbälle. Die können ja nichts dafür, weil ja laut Aussage Sarrazin, die Moslems unterdurchschnittlichen IQ haben. Klar doch. Wenn man ganze bekriegt wird, dann kann man sich auch schlecht entwickeln. Logisch oder?

      4. *** Entfernt. Unzufriedene zum Nichtwählen anzustiften ist hier im Parteibuch nicht erwünscht. Gelbe Karte ***

    5. Jagen ist exakt der richtige Begriff. Etwas verkürzt, aber korrekt. Jagen bedeutet, nicht zur Ruhe kommen zu lassen, immer wieder aufzuscheuchen und zur Flucht zu drängen, jeden kleinen Fehler zu finden und auszunützen. Jagen bedeutet auch, mit dem Ziel in den Bundestag zu gehen, diese unsägliche Merkel-Oligarchie zur Strecke zu bringen, d.h. sie zu beenden und ihr Innerstes, ihre Verbrechen, für jeden sichtbar zu machen.

      Und bitte… lass die Faschismuskeule mal gelegentlich stecken. Wenn irgendetwas den Leuten so auf den S*ck geht, dass sie aus reinem Protest AfD wählen, dann wenn ihnen jeder hergelaufene Millenial ohne jede Lebenserfahrung erzählen will, dass sie gar fürchterliche Nazis sind, wenn sie nicht seine Meinung teilen.

      1. Hallo @De profundis,

        und die wilde, verwegene Jagd der Lützower hat doch heute schon begonnen.

        20:15 in der ARD Meuthen, und im ZDF mit Gauland, und wie sie sich im ZDf bei Illner gespreizt haben das doch jetzt die Zahlungen für die Franzosen so schwierig wird…

        Ich kann da nur sagen Hallali die Jagd hat gut begonnen dabei haben die Hörner erst die ersten Töne geblasen. Solo Meuthen: Untersuchungsausschuß Grenzöffnung.
        Das Gesicht der größten Kanzlers aller Zeiten:Schockstarre. „Die EU hat aber gesagt ich darf das!“ Blattschuss und Holldrio!

        MfG
        PAule
        Gehe weiterfeiern.

    6. *** sprechen davon Andersdenkende anzugreifen und zu schlagen wo man sie antrifft. Jagen ist ein beliebtes Synonym … fühlen Sie sich auch angegriffen und bedroht, wenn Sie auf der Autobahn von einem Sportwagen „gejagt“ werden..?

      Der Faschismus ist schon längst da in Form des Antifaschismus, der Vorfeldbewegung von SPD, Grünen, Linke, Kirche und Gewerkschaften… lupenreine Demokraten

      Ignacio Silone: «Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‹Ich bin der Faschismus›. Nein, er wird sagen: ‹Ich bin der Antifaschismus›.»

    1. @ der patriot,
      hallo
      jetzt habe ich deine anderen Beiträge auch gelesen und verstehe was Du meinst.

      Die aggressive Ausländerfeindlichkeit bei der Basis der AFD gefällt mir auch nicht und deswegen
      möchte ich mit den Leuten auch nicht viel zu tun haben.
      Man sollte diese Partei die nächsten vier Jahre schon genau beobachten.

      Die vier verlogenen Regierungsparteien der letzten Jahre sind aber mit dem was sie wirklich tun,
      viel schlimmer, auch wenn sie am Wahlstand zu Dir freundlicher sind.

      Und die hätten noch einen viel größeren Denkzettel verdient.
      Und entspann Dich, der Faschismus bricht hier nicht aus, auch wenn die AFD 20 % bekommt

      Das ist eine bewußte Lüge der vier Systemparteien,
      und damit haben sie den ganzen Wahlkampf gegen die AFD gehetzt.

      1. ulrich

        „Die aggressive Ausländerfeindlichkeit bei der Basis der AFD gefällt mir auch nicht und deswegen möchte ich mit den Leuten auch nicht viel zu tun haben.“

        Das kann ich nachvollziehen. Und damit macht die AfD es sich selbst viel schwerer als nötig. Vielleicht können Schulungen da etwas bewirken. Mit dem guten Wahlergebnis müsste die AfD ja nun eigentlich auch genug Geld für so etwas haben. Und ich glaube, für die AfD könnte es sich auch in mehr Stimmen auszahlen, wenn etwa ihre Standmitarbeiter etwas mehr Schulung bekämen.

        Bei manchen ist natürlich jede Schulung vergeblich, und da müsste es sich noch zeigen, wie viele das sind.

      2. Ausländerfeindlichkeit ist kein Vorrecht der AfD sondern ist in D überall anzutreffen. Glaubt hier ernsthaft jemand, in der CSU wären alle ausländerfreundlich? Außerdem denke ich nicht, daß der AfD Wähler was gegen Ausländer hat die sich in D eingelebt haben und gerne hier leben. Man muß da schon differenzieren und nicht der Medienhetze glauben.

        Die weitaus schlimmsten Verbrecher sind die Systemparteien CDUCSUSPDGRÜNE. Die unterstützen jeden Krieg der Yankees und sind mitverantwortlich für unzählige Tote und zerstörte Erde weltweit.

      3. Ulrich Meier:

        Wenn ein moslemischer Versager auf der Straße mit einem Messer einen Tötet, dann sind die angeblichen Patrioten auch nicht entspannt. Entspannt bin ich erst, wenn eine wahrhaftige Partei an die Spitze käme, aber die gibt es nicht. Wo soll Sie sein? Wir hätten schon längst die Grenzen absolut dicht machen müssen. Ulrich Meier, es ist jetzt viel zu spät. Ich komme gerade aus der Stadt zurück. Ich sah nur schwarzhaarige Menschen. Die Minderheit war Deutsch. Du(Ulrich) und ich können nichts machen, als zu sehen, wie dieses Land auseinander dividiert wird. Die AFD wird Dir(mir) auch nicht mehr helfen können. Es gibt nur noch eine Möglichkeit. Die Migranten(Moslems) als das eigene Volk zu betrachten, ansonsten werden wir verlieren. Wenn wir Sie als Fremdlinge betrachten und Sie nicht aus der Steinzeit-Religion rausholen, dann ist dieses Land verloren. Die Migranten dürfen wir nicht als Migraten betrachten, sonder als unser Volk. Wusstest Du, dass es in der Türkischen Sprache das Wort „Ausländer“ so nicht existiert? Es gibt das Wort „yabanci = fremder“. Für die Türken kann auch ein Fremder sein, der von Ankara nach Istanbul umzieht, aber auch derjenige der von China nach Istanbul umzieht. Bei uns hier Deutschland aber gibt es für jede Gruppe eine Bezeichnung, so sorgt schon die Deutsche Sprache für die Ausgrenzung.

        Hochachtungsvoll
        Der Patriot

  6. Kann es sein, dass Mutti damit abgewählt ist? Wenn die (von mir wenig geschätzten) gelben und grünen begreifen, welche Macht ihnen die ehemaligen Sozialdemokraten heute Abend gegeben heben, dann gibt es keine Regierung mit Mutti als Kanzlerin. Träume ich?

    1. Wer soll denn den Königinmörder geben?

      Das ist psychologisch hier noch viel schwieriger; ist es doch auch noch die „Mutti“.

      Die Union war immer schon ein Kanzlerwahlverein, Macht über alles.

      Ohne Bildung einer neuen Regierung macht Merkel einfach weiter, also alles ok.

      Wenn die gelben und grünen zu frech werden, und die laut der Medienmacht ach so sehr beliebte Mutti weg haben wollen, kann es bei einer Neuwahl auch stark nach hinten losgehen.

      Es ist doch auch nie ein Ziel von gelb oder grün gewesen, Merkel wegzubekommen.

      Also nein, da wird keiner aufstehen.

      Innerhalb der Union, das wäre logisch, nach der Performance; aber da sind nur Loyale oder Schleimer, die anderen weitgehend unbedeutend.

  7. „Die Regierung vor uns her treiben“

    oder auch

    „Die Regierung jagen“

    sind öfter gehörte Sprüche von Oppositionsführern, die sich in starker Opposition zur Regierung sehen.
    Daran braucht man sich nicht aufzuhängen.

    —————————————————————————

    Die AfD wurde weitestgehend deshalb gewählt, weil die Menschen unzufrieden sind mit der Politik der anderen Parteien.

    Das sind sie völlig zu Recht.

    Es wird sich zeigen, ob sich wieder eine konservative Partei etabliert (CDU oder AfD), ob die SPD einen Corbyn findet oder ihn überhaupt sucht, ob die Linke ihre Vorschläge für Politikalternativen nicht weiter durch groteske Aussagen zur Einwanderung (no Border) konterkariert.

    Die Grünen haben überlebt, offenbar haben diverse Merkel-Wähler, die ihre Flüchtlingspolitik liebten, dann erkannt, dass sie dort besser aufgehoben sind; ansonsten sind ja schwarzgrün in vielen Feldern einig.

    „Liberale“ Politik ist in Medien und der „Wissenschaft“ von Soziologie bis Ökonomie gut vertreten, bisher in den Standardparteien so tonangebend vertreten, dass die entsprechende Partei auch verzichtbar war, oder wieder stärker wird.

    Die Wahl in Hamburg, als Olaf Scholz den „Mutti-Faktor“ auf seiner Seite hatte, hat gezeigt, wie hoch die Kernwählerschaft der CDU in Großstädten ist:deutlich unter 20 Prozent.

    Die SPD hat das schon fast für das gesamte Land geschafft.

    Zukünftige Wahlen könnten also noch ganz anders aussehen.

    1. andreas

      Die meisten Wähler, die die Grünen dazugewonnen haben, sollen von der SPD gekommen sein:

      Das könnte meiner Meinung nach der Teil bisheriger SPD-Wähler sein, der sich wie Hillary Clinton sozial und ökologisch progressiv sieht, aber gleichzeitig eine revanchistische und kriegslüsterne Außenpolitik, wie sie die Grünen vertreten, explizit möchte oder zumindest toleriert.

      Ich glaube, die Chance bei der und für die SPD ist, dass die SPD nach dieser Wahl russland-freundlicher werden könnte. Von Sigmar Gabriel kamen da ja bereits einige Ansätze, so etwa ein Interview mit RT, und bei der UNO hat er sich auf Willy Brand berufen und für Entspannungspolitik geworben. Und Schwesig war gerade mit einer großen Delegation in Russland. Dass die SPD sich so zum Positiven ändert, setzt aber voraus, dass sich der russland-freundliche Flügel der SPD auch wirklich gegen den atlantischen Flügel durchsetzt. Obwohl die Atlantiker in der SPD die SPD in dieser Wahl geführt und die Wahl vergeigt haben, wollen sie natürlich nicht weichen.

      Für die AfD sehe ich gute Chancen, weiter zu wachsen. Eine Koalition mit den Grünen wird die CDU/CSU weiter auf einen sozial und ökologisch progressiven Kurs zwingen, was konservative CDU/CSU-Wähler verärgern dürfte. Diesen Wählern kann die AfD eine neue Heimat geben, wenn sie ihren Akt als russland-freundliche konservative Partei einigermaßen zusammenbekommt und sich nicht von grotesken Extremisten und V-Leuten zersetzen lässt. Gauland hat auch politische Erfahrung, dürfte Spielchen der „Etablierten“ wie das Einschleusen von zersetzenden V-Leuten gut kennen und wissen, wie sich so etwas bekämpfen lässt.

      In Ostdeutschland ist die AfD übrigens insgesamt vor der Linken und der SPD zweite Kraft geworden:

      In Sachsen ist die AfD vor der CDU stärkste Kraft geworden. Sollte sich der für die AfD positive Trend fortsetzen, womit meiner Meinung nach, wie gesagt, unter schwarz-gelb-grün zu rechnen ist, könnte die AfD demnächst bei Landtagswahlen in Ostdeutschland absolute Mehrheiten holen.

      1. @ EPB
        „könnte die AfD demnächst bei Landtagswahlen in Ostdeutschland absolute Mehrheiten holen.“

        Davor kommt noch der Punkt, an dem Schwarzrotgrüngelb sowie Rotrotgrün nicht mehr regieren können.

        Mit einer lustigen Regierungsbildung, Union und Linke in einer Koalition,mal sehen ob da einer springt.

        Oder ob es dann gleich zu einer Union/FDP Minderheitsregierung, toleriert von der AfD, kommt.

      2. andreas

        Dass die AfD in nicht allzu ferner Zukunft mal eine Union/FDP-Regierung tolerieren wird, glaube ich nicht. Die von der AfD wollen Union und FDP weg von der Macht haben, nicht an der Macht halten.

        Wenn die SPD sich jetzt in den nächsten Jahren erneuert und ihre Russland-feindliche Haltung ablegt, was ich für denkbar, aber nicht zwingend halte, dann würde ich die AfD eher auf dem Weg Richtung SPD als Richtung CDU sehen. Die geopolitische Ausrichtung von Parteien ist ein ungemein wichtiger Faktor in der Politik, da können sonstige inhaltliche Differenzen oft leichter überbrückt werden.

      3. @Karsten Laurisch

        „In Ostdeutschland ist die AfD übrigens insgesamt vor der Linken und der SPD zweite Kraft geworden:

        .

        Traurig aber wahr.“

        Selber schuld. Wer nur platt Stimmung gegen rechts machen will, der hat es auch nicht besser verdient.

  8. Interessanter Aspekt.

    Es gibt 598 Standardsitze im Bundestag, beim letzten mal gab es mit Überhangs- und Ausgleichsmandaten 631.

    Jetzt wird diese Zahl wohl auf 700 hochschnellen.
    Damit verlieren Union und SPD „nur“ rund 70 bzw. 40 Mandate, etwas weniger schlimm als nach den Prozenten zu befürchten war aus ihrer Sicht.

    Aber damit auch die Verlustängste noch größer, fürs nächste Mal.

    1. Sarah Wagenknecht hat von ihrer neuen Heimatstadt Düsseldorf aus in NRW 7,3 % geholt.
      (RP-Online )

      Das klingt erstmal nicht so viel, aber es ist eine Steigerung von fast 50% gegenüber der Landtagswahl bei 4,9 % . Und es sind nach der Anzahl viele Stimmen.
      Sie ist hier wirklich sehr beliebt, und sie hat jetzt die Chance, den Landesverband hinter sich zu bringen und von hier aus mit einer starken Hausmacht den Sumpf in Berlin anzugehen und dann
      ihre Postionen in der Partei durchzusetzen.
      Ich hoffe nur sie nutzt die Chance und bleibt in Düsseldorf.

      1. ulrich

        Klasse Nachricht. Es wäre ganz wichtig, dass der NRW-Landesverband der Linken eigenständig gegen die 5%-Hürde stehen kann. Der Westen ist zwar größer als der Osten, und deshalb stellen West-Linke trotz mauer Wahlergebnisse viele Abgeordnete, wenn die West-Linke unter 5% ist, werden die sich nie gegen die von der zionistischen Lobby dominierten Ost-Linken durchsetzen können.

        Und so wie es aussieht, hat Sahra Wagenknecht das nicht nur in Düsseldorf geschafft, sondern im gesamten Westen. Die ARD hat die Westlinke gerade bei 7,2%. Bei der Wahl 2013 waren das nur 5,6%. Das sieht ein bisschen danach aus, als könnte es Sahra Wagenknecht gelingen, dass die Westlinke bald wieder in mehr Landesparlamenten vertreten ist. Das wäre eine gute Position, um gegen die in der Linken meist im Osten anzutreffenden Neocon-Uboote besser vorgehen zu können.

        Dass Sahra Wagenknecht aus der Wahl gestärkt hervorgegangen ist, ist auf jeden Fall eine sehr erfreuliche Entwicklung. Das dürfte den Kriegsmafia gar nicht gefallen. Und ich glaube, Sahra Wagenknecht kann noch weiter kommen, viel weiter.

  9. https://meta.tagesschau.de/id/127293/grafiken-mit-welchen-themen-die-linkspartei-punktete#comment-3156603

    Neu
    Am 24. September 2017 um 23:47 von laurisch._karsten
    „Grafiken: Mit welchen Themen die Linkspartei punktete “
    Das Ergebnis der Linken ist nicht berauschend, obwohl sie zu gelegt hat. Ich habe mir mehr erhofft. Allerdings muss man zugestehen dass die Linkspartei bei den Stimmen generell zugewonnen hat. Sie hat bei einer erhöhten Wahlbeteiligung ihr Wählerpotential erhöht. Anders als CDU/CSU und SPD.

  10. Der erste Schritt in die richtige Richtung ist ja nun getan, auch wenn ich mir bei der AfD noch ein wenig mehr erhofft hatte und man dem Ergebnis denn glauben darf. Das Abschneiden der Grünen hat mich überrascht und was meine Befürchtung was die FDP anbelangt hatte ich leider recht. Ist mir jedenfalls schleierhaft was sich die Wähler von denen versprechen. Warum ich ua. die Linke einfach nicht wählen kann: Siehe Kipping Berliner Runde. Ansonsten teile ich die Ansichten vom PB hier in den Kommentaren voll und ganz. Ich denke auch, dass die AfD eher wachsen als schrumpfen wird. Aus der Position kann man schon mal vernünftig angreifen und die Zustände in und um Deutschland werden sich mit Sicherheit weiter verschlechtern, da die Mafia ihr Programm zur Weltherrschaftsdiktatur weiter verfolgen wird. Interessant auch wie aggressiv die AfD nach dieser Wahl weiterhin angegangen wird in den Talkrunden.

    Hier wurde auch Gabriel angesprochen. Mich stört zwar dieses ewige Nazi- und Pack-Gerede aber mMn ist mit dem durchaus was anzufangen da ich es ihm schon abkaufe das er es ernst meint mit einer halbwegs vernünftigen (Außen)Politik. Vgl. „Gabriel sagte, es gebe Kräfte in Europa und in den USA, die kein Interesse hätten an der Beilegung des blutigen Konflikts. „Denen wollen wir keine Chance geben.“ https://www.morgenpost.de/politik/article206342563/Gabriel-fordert-von-Putin-Anstrengungen-in-der-Ukrainekrise.html Und so äußerte er sich schon öfter wobei er natürlich weiß das wir absoluter Vasall sind.

  11. Hoffen wir, dass sie Präsenz der AfD zu wirklichen politischen Veränderungen führt – dann wäre viel erreicht. Glauben kann ich es nicht, aber dann liegen sie in 4 Jahren eben bei 20 Prozent. Zu Schulz: Dieser Zuge endet hier – bitte alle aussteigen…:)

  12. Neoliberal bleibt neoliberal, ob nun CDU, SPD, FDP, Grün oder AfD draufsteht. Die Wahl zeigt nur eines, die Masse bleibt kurzsichtig und lässt sich mit den einfachsten Parolen fangen. Ein gutes Feindbild, wo auch immer stehend: links, in Russland, islamisch, H4 und schon grenz man sich ab und springt auf den Karren.
    Wie man die AfD als echte ALternative begreifen kann, ist mir schleierhaft. Bis auf Verschärfungen beim Asylrecht und Polizeigesetzen, ist es derselbe neoliberale Agenda 2010 Müll, der uns diese Zustände überhaupt beschert hat. Keine Ansätze zur Vermögensumverteilung (sprich sozialer Verantwortung) von den 0,01% nach unten, keine Regulierung des Finanzsektors, kein Aufbau von Binneninfrastruktur und nachhaltigem Wohlstand der Masse. Nur weitere Spaltung und Militarisierung.
    Klasse. Armes Deutschland.

    1. „…aber die gefährlichen Hetzer (und auch die echten Nazis) sehe ich eher in den Einheitsparteien, die übrigens schon Aggressionskriege führen und diese auch gerne noch ausweiten würden, wenn sie es könnten.“ – Richtig.

      Ergänzung zum Thema „Graue Wölfe – CDU – Nachkriegszeit“: Diesbezüglich bin ich als Kind in den Sechzigern Zeuge einiger Gespräche geworden. Gesagt wurde von einem CDU-Funktionär beispielsweise: „Das sind unsere Leute, mit denen haben wir schon im Reich zusammengearbeitet“.

      Dark, was die wirtschaftlichen und sozialen Aspekte betrifft, haben ja viele lange darauf gehöfft (bzw. auch entsprechende Anregungen dazu gegeben), Die Linke würde ihre irreale Haltung in der Migrationspolitik ändern, um sie weiter wählen zu können. Die ist aber irreal geblieben. „Irreal“ deshalb, weil offene Grenzen und Sozialsysteme absolut unvereinbar sind. Von den gesellschaftlichen Auswirkungen ganz zu schweigen. Eins der Motive der Globalisten für die Beförderung der Massenmigration ist m. E. ganz klar die Zerstörung der Sozialsysteme um die Eingliederung Deutschlands in eine neoliberale „Reform“-EU unter Führung von Macron zu erleichtern: Wenn hier erstmal nur noch Faustrecht herrscht werden die Überlebenden froh sein über JEDE Art von neuer „Ordnung“.
      Die – für jeden, der auch nur ein bißchen rechnen kann – absehbare Auflösung der Sozialsysteme mit voranzutreiben ist NICHT „links“.

      ***

    2. Naja, dem Tonfall Ihrer Mail nach zu urteilen, vermute ich, dass Sie schnellstens nach Griechenland auswandern. Dort ist schließlich die griechische „Linkspartei“ an der Macht, keine Spur von Neoliberalismus, und den Menschen dort geht es scheinbar blendend…
      – Sarkasmus aus –

      Aber mal im Ernst: Für viele AfD-Wähler gab es hauptsächlich ein „Feindbild“, und das war Merkel mit ihrer desaströsen Flüchtlingspolitik.
      Ich bin der festen Überzeugung, dass man die Milliarden, die hierzuland für die Flüchtlinge locker macht, zehnmal besser für die Unterstützung dieser Menschen in deren Heimatländern nützlich verwenden könnte. Hilfe zur Selbsthilfe, wie man so schön sagt.
      Dann die jahrelange, plumpe Hetze gegen Russland, mit allem, was dann folgte, Stichwort Rüstungswahnsinn. Habe große Hoffnungen, dass die AfD ihre „russlandfreundliche“ Linie beibehält, so wie ich das eigentlich von jedem Politiker hierzulande erwarten würde.
      Und mal ein prinzipielles Beispiel:
      Merkel wurde gefragt zum Thema Obergrenze bei Flüchtlingen. Darauf antwortete sie:
      „Ich möchte sie nicht. Garantiert.“
      Kommt es nur mir in den Sinn, dass die regierenden Politiker mal einen Amtseid geschworen haben, so mit „… dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden… werde“?
      Da würde ich mir wünschen, dass man vor Beantwortung einer Frage bitteschön sich den Inhalt des Amteides vergegenwärtigt, und daher nicht sagt, ich möchte dies und jenes nicht, sondern sagt, ich befolge meinen Amtseid und entscheide mich deshalb so und nicht anders!
      Dass viele gut integrierte Einwanderer scheinbar AfD gewählt haben, entkräftet meiner Meinung nach den hier im Forum immer wieder geäußerten Verdacht des „Ausländerhasses“ völlig.

    3. dark
      „Wie man die AfD als echte ALternative begreifen kann, ist mir schleierhaft. Bis auf Verschärfungen beim Asylrecht und Polizeigesetzen, ist es derselbe neoliberale Agenda 2010 Müll, der uns diese Zustände überhaupt beschert hat.“

      Du solltest aber eines nicht übersehen: besonders auf der Basis des „neoliberalen Mülls“, also niedrige Löhne und prekäre Arbeitsbedingungen für sehr viele, deutliche Spaltung der Einkommen (und in der Folge die Vermögen), Abbau öffentlicher Leistungen, Steuersystemumgestaltung (Verbrauchssteuern hoch, hohe Einkommen runter), „Liberalisierung“ im Wohnungsmarkt mit krassen Mietsteigerungen etc.pp, wirkt eine massive Einwanderung in die unteren Schichten zur massiven Verschärfung der Problemlage.

      Ein Beispiel
      Merkel musste den Mindestlohn als Thema abräumen, da gäbe es eine Möglichkeit, dass die unteren löhne in der Breite steigen (in Dänemark arbeitet keiner unter 15 Euro die Stunde, und das Land steht auch voll im internationalen Wettbewerb).

      Aber je mehr Druck durch illegale, halblegale oder auch legale Migranten ohne große Möglichkeiten es auf dem Arbeitsmarkt ist, um so mehr Macht haben die Arbeitgeber, die Löhne niedrig halten zu können.

      Anderes Beispiel
      Es gab massiven Abbau des sozialen Wohnungsbaus; mittlerweile gibt es absurde Preisvorstellungen für Schrottwohnungen, da in der Flüchtlingsversorgung teils Mondpreise bezahlt werden und natürlich mit Millionen mehr Menschen der Markt (durch politisches Handeln eh schon verengt) ohnehin schwieriger für die Nachfrager wird.

      Du kannst sagen, das ist aber engstirnig, man soll doch auf den anderen Politikfeldern etwas verbessern, also links wählen.

      Aber so lange man ernsthaft von No Border träumt, ist ja mit Grundschulmathematik klar, dass bei Zuwanderung in Höhe X die sonstigen Fortschritte für die „unteren 80 Prozent“ wieder aufgezehrt werden.

    4. Eine etwas undifferenzierte Betrachtung? Vielleicht mal im Wahlprogramm lesen, dann wäre das Urteil wohl anders ausgefallen.

  13. https://www.bundeswahlleiter.de/bundestagswahlen/2017/ergebnisse/bund-99.html

    709 Sitze – absolute Mehrheit 355

    CDU 200 + SPD 153 reicht nicht 🙂

    CDU 200 + Grüne 67 + FDP 80 reicht auch nicht :))

    Sowohl für Groko als auch für Jamaika braucht es zwingend die CSU. Und ob sich Drehhofer nach all der heißen Luft DAS noch erlauben kann?

    Oder kann da noch gedreht werden an diesem Ergebnis? Die AfD hat ja im Laufe des Abends einen ganzen Prozentpunkt eingebüßt.

    1. Auf alle Fälle wird der CSU-Wahlkampf 2018 wohl das Thema AFD hochhalten. Auch wenn gewarnt wird, das es grundsätzlich falsch ist, weiter nach rechts zu rücken, wird wohl die CSU dieses Schema zu bedienen (rechte Flanke geöffnet).
      Wahrscheinlich lähmt das D bis zum Ende dieser Wahl.

  14. Ich hatte es ja vor der Wahl schon geschrieben: Es kann gut für D sein, wenn die FDP wieder (zusammen mit den neoliberalen Grünen) regiert. Das Thema neoliberale Wirtschaftspolitik ist inzwischen so weit überreizt, das eine weitere Verschärfung eine Verschärfung der Probleme verursacht. Die Idee: wichtig sind Arbeitsplätze greift nur solange, wenn damit auch Kaufkraft geschaffen wird. Und wenn Frankreich jetzt auch an der Lohnschraube dreht, verpufft jeder neoliberaler Gedanke.
    Die wichtigste Triebkraft sind soziale Spannungen und die werden entstehen. Es kommt nicht von ungefähr, das die Linke im Osten deutlich verliert, aber im Westen zu legt, weil man im Osten doch schon im neoliberalen Mist angekommen ist. Hier wird jetzt die weitere Umverteilung ala FDP (Wir wollen wieder die Mitte sprich den Besserverdiener stärken) auch das Linke Lager aus den Winterschlaf holen, was auch der Erfolg der AFD bewirken kann, wobei ich befürchte, das da eher die antifaschistische Karte eine Rolle spielt (leider).
    Mit D wird es weiter bergab gehen (vielleicht nicht mit Dividenden und Unternehmensscheingewinnen.), aber sozial und wenn ich jemanden was weg nehme, dann wird der munter…
    Jetzt, wo ich in einem Wahlkreis wohne, wo die AFD stärkste Partei sowie im Bundesland ebenfalls stärkste Partei geworden ist, hoffe ich doch, das einige Kräfte begreifen, wie wichtig wirkliche Alternativen sind.

  15. @ EPB

    „Dass die AfD in nicht allzu ferner Zukunft mal eine Union/FDP-Regierung tolerieren wird, glaube ich nicht. Die von der AfD wollen Union und FDP weg von der Macht haben, nicht an der Macht halten.“

    Ja, das heißt dann, bei sehr starker AfD muss es eine Koalition von Union und Linker (+ diverse andere Parteien) geben, bzw. eine Tolerierung.
    Lustige Vorstellung.

    „Wenn die SPD sich jetzt in den nächsten Jahren erneuert und ihre Russland-feindliche Haltung ablegt, was ich für denkbar, aber nicht zwingend halte, dann würde ich die AfD eher auf dem Weg Richtung SPD als Richtung CDU sehen.“

    Allerdings ist die AfD nicht wie der FN oder Wilders in sozialen Fragen relativ weit links, sondern ziemlich stramm neoliberal.
    Die Behauptung von „Chancengerechtigkeit“ ist eine reine Blubberblase, angesichts stark zuungunsten der „common people“ vermachteter Märkte.

    Die in Fragen sozialer Gerechtigkeit nach links rückende SPD wird sich also auch in Sachfragen nicht mit der AfD einigen können.

    Ganz abgesehen vom Grundproblem: sind Menschen „gleich“, oder nicht, da sieht eine Einigung sehr schwer aus.

    “ Die geopolitische Ausrichtung von Parteien ist ein ungemein wichtiger Faktor in der Politik, da können sonstige inhaltliche Differenzen oft leichter überbrückt werden.“

    Naja, für einen Wahlkampf müsste diese aber erst mal ausführlich thematisiert werden, um eine starke Wirkung zu entfalten.
    Die Medien haben daran kein Interesse, welche Partei soll das Fass öffnen? Birgt große Risiken, wenn es nicht um so eine relativ einfache Frage geht wie Beteiligung am Irakkrieg, ja/nein.

    1. andreas

      Ich glaube, geopolitische Faktoren wirken in der Politik so, dass hinter den Kulissen geschaut wird, mit welchen Änderungen in Parteien und Programmen die geopolitisch zueinander passenden Parteien näher zu bringen sind, und dann sehr starke Kräfte wirken, die häufig dafür sorgen, dass das auch geschieht.

      Man denke etwa an die CDU und die Grünen in Deutschland, da passt eigentlich auch kaum mehr als die aggressive atlantische geopolitische Ausrichtung zusammen. Oder man denke an Griechenland, wo sich „rechten“ Unabhängigen Griechen plötzlich mit der „linken“ Syriza eine Regierung gebildet haben.

      Und was die AfD angeht, ist mir auch klar, dass das Programm dieser eigentlich mal als FDP-Ersatz zur Bestrafung von Westerwelles Enthaltung beim Libyen-Krieg aufgebauten Partei ausgesprochen neoliberal ist. Aber wenn ich mich mit dem Fußvolk und Wählern dieser Partei unterhalte, dann höre ich häufig, dass zuviel Migration nach Deutschland (z.B. durch Kriegsflüchtlinge und EU-Erweiterung nach Bulgarien, Rumänien und Ukraine) schlecht ist, weil sie eine leistungsfähige Sozialpolitik schwer macht und tendenziell Löhne drückt und Mieten steigen lässt.

      Da würde ich durchaus Potential für gemeinsame Aussagen mit von der AfD- und SPD-Basis tragbaren Aussagen sehen, wie: „Wir sind uns einig, dass wir vernünftige Löhne und bezahlbare Mieten wollen und dass es durch Immigration schwieriger wird, dafür zu sorgen. Nicht zuletzt aus diesem Gründen lehnen wir weitere EU-Erweiterungen ab, insbesondere eine Aufnahme der Türkei in die EU. Und natürlich lehnen wir auch Kriege und andere Destabilisierungen in unserer Nachbarschaft ab, durch die Millionen weiterer Menschen zu heimatlosen Flüchtlingen werden können. Stattdessen wollen wir mit Russland politisch zusammenarbeiten, um gemeinsam zu Stabilität in unserer Nachbarschaft beizutragen. Und natürlich wollen wir auch, dass die deutsche Wirtschaft wächst und so Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen und gesichert werden, und dabei kann wirtschaftliche Kooperation mit Russland hilfreich sein.“

      Schwupsdiwups, so weit weg voneinander wäre das gar nicht. Mit geopolitisch weit auseinanderliegenden Parteien wie einer russophoben CDU ginge sowas hingegen nicht.

      1. @ EPB

        Zu deinen beiden Beispielen.

        Die Grünen entstanden als Gegenentwurf zur konservativen Politikkaste der alten Bundesrepublik;
        aber das waren schon immer die Kinder der Bürgerlichen, die da ganz werteorientiert die Republik aufmischen wollten.

        Was bedeutete damals Konservativismus?
        „Werte“ aus den Fünfzigern (mit Anklang an die tausendjährigen), vollständig illiberal in jeder Richtung, Frau am Herd (und da durfte sie nicht weg ohne Erlaubnis des Mannes), Vergewaltigung in der Ehe straffrei, Kinder in der Ständeschule zur Reproduzierung er Machtpositionen im Land, mit harter Hand geführt, Produktion ohne Rücksicht auf Menschen und Umwelt, etc.pp.

        Die Grünen setzten von Anfang an nicht auf generelle Freiheit, sondern auf Freiheit vor diesem Muff; und ersetzten ihn durch einen eigenen Wertekanon.

        Mit zunehmendem Alter lässt der Geist zur Revolte nach, bleibt man Obdachlosenanwalt oder übernimmt doch die Wirtschaftskanzlei vom Ollen?

        Macht man Politikvorschläge für eine Mehrheit, wenn man doch mehrheitlich unter den 10 Prozent Funktionselite ist (Partei wie Wähler), die von der Neoliberalen Wende persönlich oft ordentlich profitierten (zumindest in der Abgrenzung nach unten).

        Die Union hat diverse Alt“werte“ abgeräumt, die einfach nicht mehr mehrheitsfähig waren, und so nähert sich der strukturelle Wertkonservativismus der Grünen, Erhaltung der Schöpfung als Oberziel dem sich alle unterzuordnen haben, dem modernisierten Konservativismus der Union an.

        Und in der Außenpolitik eben auch; der Friedensbewegte mag mehrheitlich Pazifist gewesen sein, aber sein Ansatz war werteorientiert, nicht liberal oder multipolar im Sinne ‚lass die machen, unsere Einmischung macht es nur schlimmer‘.

        Die Kriegstreiberei der Becks und Co entstammt ideologischer Verblendung statt der Realisierung wirtschaftlicher/nationaler Interessen.
        Ho-Ho-Ho-Chi-Min war gleich strukturiert, nur unter anderen Vorzeichen.

        Insofern: da wächst zusammen, was zusammen gehört.

        Und in Griechenland brauche ich keine geostrategische Ausrichtung als Begründung.
        Es gab zwei Parteien, die gegen Troika-Diktat aufgetreten sind, (fast) alle anderen haben Treueschwüre zum Zwangsdiktat abgegeben, die Koalition war da nahezu zwangsläufig. (unabhängig davon, was sie dann gemacht haben, darum geht es ja nicht hier)

        Mir scheint, dass du aus dem Ansatz, den zweifellos oft unterschätzten bzw. absichtlich verschleiertem Einfluss der Geostrategie ans Licht zu bringen, dabei auch gelegentlich andere Erklärungsmuster zu gering schätzt.

  16. WWE Smackdown …

    Wie im politischen Schaukampf-Sport. Der Sieger steht schon vor dem Match fest!

    Oder nur die CDU ist in der Lage die von der CDU geschaffenen Probleme zu lösen … eine altbekannte Grundregel aller Psychopathen.

  17. Zur Planung bei der SPD.

    Jamaika wird kommen, damit diverse neoliberale Projekte mit sozialen Mäntelchen für die Medien und Teile der Union und der Grünen.

    Die FDP wird ein paar sozialpolitische Zugeständnisse den Grünen mit entgegenkommen bei „Umweltfragen“ abkaufen; also auch wenn es gegen ihre Behauptungen sind, am naheliegendsten sind weitere Vorschriften zum „Klimaschutz“, der das Leben für Ottonormalverbraucher und Klein Erna noch teurer macht, im gelb-grünen Klientel darf man sich dafür als Klimaretter fühlen.

    Ansonsten weiter so, läuft doch super, Deutschland ist das tollste Land der Welt, weil so viel malocht wird und wir einen Großteil des Krempels nicht mal konsumieren oder investieren müssen (Exportüberschuss). Ein Einwanderungsgesetz wird kommen, weil es ja so großen Fachkräftemangel gäbe und überhaupt.

    Die SPD wird versuchen, einen „Corbyn light“ hinzulegen.
    Es ist viel Platz auf allen Gerechtigkeitsfeldern, Löhne, Einkommen, Sozialabgaben, Sozialleistungen, Steuerstruktur, öffentlichen Leistungen, öffentliche „Gebühren“.
    Sie werden sich wohl nur Teile davon rauspicken, aber das versuchen, knackig zu formulieren, statt endlos zu zerlabern.

    Wenn sie klug sind (ok, SPD, aber wer weiß), dann lassen sie das Flüchtlingsthema Flüchtlingsthema sein, beim Einwanderungsgesetz etwas mitdiskutieren, ansonsten auf ihre Themen gehen, und die „linke“ Kritik an Zuwanderungsfragen der Linken überlassen.

    Corbyn hat gezeigt, was geht, gegen eine massive Medienkampagne, gegen einen Großteil der Abgeordneten der eigenen Partei.

    Sollten sich internationale Verwicklungen mit konkreten Ja/Nein Fragen ergeben, dann könnte auch hier eine vorsichtige Absetzung vom Kanon der Transatlantiker geben.

  18. Petry verlässt die Bundespressekonforenz, kraft ihrer Wassersuppe (Direktmandat in Sachsen, AfD Sachsen stärkste Partei).

    Mal sehen, ob sie letztlich einen „Lucke“ machen wird; oder ob es eine ernsthafte Spaltung der AfD in eine stark rechtspopuliste Partei auf der einen und eine Nationalkonservative Partei (angelegt an die frühere Union) geben könnte.

    Das Potential für beide Parteien ist da; denn die Union ist ein Haufen, der nach Abgang von Mutti sehr stark ins Wanken geraten könnte.

    Die Petry-AfD wäre sehr schnell regierungsfähig in den ostdeutschen Bundesländern und könnte dadurch Relevanz erlangen; der Platz für Populisten bleibt erhalten, da sich die Grundausrichtung der Politik ja absehbar nicht ändern wird, und der Flüchtlingsschwung wird auf lange Zeit dafür sorgen, dass ein großer Teil des Protests eher nach rechts geht.

    Sollte Mutti irgendwie gekippt werden (oder krank werden oder so), dann könnte unter bestimmten Umständen (Linder kriegt Pickel und sieht dann aus wie Westerwelle bspw.) die nächste Wahl so aussehen.

    Union 20 +
    SPD 25 +
    Petry 8
    AfD 10
    Grüne 10
    Linke 10
    FDP 5 +/-

    1. Die Art wie Petry ihren Abgang inszeniert hat, war so daneben, dass sie zwar einen Lucke machen kann, aber mit dem gleichen Ergebnis völliger Bedeutungslosigkeit. Sie wird kaum jemanden finden, der sich an ihr die Finger verbrennen will. Außer ihrem Ehemann vielleicht.

      Gauland hat Potential. Er scheint als einziger die Kommunikationsstrategie von Trump einigermaßen studiert und seine Schlüsse daraus gezogen zu haben. Ich rechne mit Aufregern 2-3 mal die Woche. Er wird, wenn die Medien nichts dazulernen (und danach sieht es nicht aus) auf lange Zeit die Berichterstattung dominieren und auch grob kontrollieren. Gauland ist bei weitem nicht so hemdsärmelig, wie er sich im Moment gibt. 40 Jahre Intrigenschulung in der CDU gehen nicht spurlos an einem Menschen vorbei.

      Von Weidel würde ich mir mehr wünschen. Ihre Reaktion in der E-Mail-Affäre war etwas unbeholfen, aber gegen Ende richtig. Es ist grundfalsch, sich von den Medien irgendetwas und sei es eine „Klarstellung“ oder ein „Dementi“ aufzwingen zu lassen. Gauland hat da den Ball gut übernommen und mit den Wehrmachtssprüchen die E-Mail aus den Medien getilgt.

      Noch lange nicht auf Trump Niveau, aber immerhin ein Anfang.

      P.S. Dass die AfD sich Leute aus der NPD etc. holt ist übrigens falsch. Hier die ziemlich lange Unvereinbarkeitsliste zum Mitgliedsantrag: https://afdkompakt.de/2017/02/22/unvereinbarkeitsliste-der-alternative-fuer-deutschland-afd/unvereinbarkeitsliste-mitgliedschaft-afd-2017-02-22/

  19. Ich als Türke freu mich das es die AFD geschafft hat. Je mehr die Medien hetzen, desto mehr bedeutet dies das sie Angst haben. Selbiges Szenario gabs bei den US-Wahlen. Die transatlantischen Speichellecker bekommen immer mehr Angst das sie nicht mehr wie die Made im Speck leben können.

    Bezahlt von den USRael Mächten, haben sie ein Leben in Saus und Braus geführt. Das Volk hat genug davon. Es muss sich was tun. In den letzten 16 Jahren wurden durch den Westen Millionen unschuldige Leben ausgelöscht. Alles unter der Tarnkappe der Demokratie. Tolle Demokratie herrscht in Libyen, Syrien, Afghanistan, Irak, Ägypten und Co.

    Seit Monaten lese ich die Titelzeilen (iPhone zeigt die leider in den News an) in den US-Medien Spiegel, Welt, Bild, FAZ und Co. und sehe wie gegen die AFD gehetzt wird. Da sollte doch jeder Bürger mit Verstand erkennen, dass nur gehetzt wird, weil die AFD offener gegenüber Russland ist. Um nichts anderes geht es hier. Von wegen, es schert sich mal einer um den Rassismus. Es geht nur darum die wegschwimmenden Felle zu retten.

    Das US-Imperium kollabiert und die Journalisten machen sich ins Hemd woher sie nun ihre Bestechungsgelder bekommen sollen.

  20. Das war vorherzusehen. Der tiefe Staat hats wieder mal geschafft. Nach den Piraten die neue Sau erfolgreich durchs Dorf getrieben.
    In konzertierter Aktion von BDI und derer Stiftungen bis in die Medien und Seeheimern wurden mal wieder die Stimmen von der PDL abgezogen. Die eingebaute Rußlandfreundlichkeit tat sein Übriges.
    Der ignorante Mob, und der ist nicht zu unterschätzen, würde auch massenhaft zu öffentlichen Hinrichtungen rennen.
    Wie hat Ossietzky in ähnlicher Zeit schon gesagt, steht als Denkmal vor meiner Tür,: Wenn Wahlen was verändern würden, wären sie verboten.

    1. Uhm nein. Die PdL ist für viele Leute einfach unwählbar. Für mich persönlich nicht nur wegen der Gender- und Einwanderungsunpolitik, sondern wegen ALLER Programmpunkte. Wenn das einzige Argument sie zu wählen darin besteht, dass man dann gemeinsam „die Reichen“ ausrauben kann, finde ich das etwas dünn. Das wird dann auch durch Pazifismus oder RUS-Freundlichkeit nicht mehr gerettet.

      1. „die Reichen ausrauben“

        Gerne wird erklärt, dass es doch schon sooo viel Umverteilung von oben nach unten gibt, damit muss doch mal Schluss sein.

        Das ist natürlich Verschleierung der tatsächlichen Umstände.

        Es gibt keine „natürliche Verteilung“ die sich an einem „freien Markt“ herausbildet, und dann nehmen die armen Schlucker, faul ungebildet und unflexibel, den reicheren etwas weg.

        Die Einkommensverteilung bildet sich durch vielfältige Eingriffe des Staates heraus.
        Wenn du libertär sein solltest und jeden Eingriff ablehnst, sollte dir klar sein, was das bedeutet: gigantischer Reichtum für die Kapitalklasse, eine kleine Funktionselite die den Laden am Laufen hält, Armutslöhne auf Subsistenzniveau für den Rest (Polanyi lesen, der erklärt es ganz gut).

        Insgesamt bleibt das Land dann weit unter den Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten zurück.

        „Leistungsgerechtigkeit“, „Chancengerechtigkeit“ sind Verdummungsbegriffe.

        Der Anteil der Bullsh*t-Jobs (Graeber) steigt immer weiter; viele sind gut entlohnt, auch wenn sie nichts zur Wertschöpfung beitragen.

        Aber der Verkäufer in der Bäckerei an der Ecke kriegt 8 fuffzig´ch (vor einiger Zeit noch 5 fuffzigch, immerhin), der Gärtner, der Paketfahrer, die Kindergärtnerin, etc.

        Hätten doch „etwas ordentliches lernen können“.

        Unsinn, das ist keine „Chancengerechtigkeit“; diese Tätigkeiten müssen gemacht werden, sie sind produktiv, egal wer sie macht, die Behauptung, dass sie eine „niedrige Produktivität“ haben, ist reine Behauptung und gerade auf die schlechte Bezahlung gestützt.

        Du musst natürlich nicht die PdL wählen; aber solltes mal deine Begründung genauer ansehen,

  21. Als alter Ost-Linker möchte ich mich als 1. bei den vielen neuen Links-Wählern aus dem Westen bedanken !
    Wie sehnsüchtig haben wir in den neunziger Jahren auf sie gewartet…aber, jetzt sind sie da !
    Das zeugt von , wenn auch noch recht kleinen, aber stabilen und engagierten Organisationen der Linken vor Ort . Das ist Zukunft !
    Ja, die AfD….hat hier in den Hungerleider-Regionen besonders gepunktet und das gerade in den abgelegeneren Orten, in denen es überhaupt keine Flüchtlinge gibt !….
    Sachsen ist natürlich besonders schlimm…da hat die 27 jährige Alleinherrscherin CDU perfekte Vorarbeit geleistet !
    Bei den Pegida und Legida Demos grad in Sachsen waren auch eine Menge Leute dabei, die schon 1989 lärmend durch die Straßen gezogen sind und unbedingt glauben wollten, Kohl, Schröder oder Merkel würden das halten, was Honecker versprochen hatte .
    Besonders wichtiger Indikator zur Bewertung des gesamtdeutschen Wahl-Ausgangs : Der Dax ist gestiegen !
    Ein Schweizer Feuerwehrmann hat mir mal gesagt (auf Marx/Engels/Lenin ist der Mann übrigens nicht orientiert !) , die Börsenkurse würden steigen, wenn die Löhne und Beschäftigten-Zahlen sinken ……

    na ja, das Sozial-ökonomische Programm der AfD ist offensichtlich von Polen abgeschrieben, was aber mir persönlich bekannte Mitglieder oder Sympathisanten dieser Partei entweder nicht wissen, oder nicht glauben wollen !
    Davon wissen die Medien übrigens sehr auffällig auch nichts !

    In Sachsen-Anhalt hat die AfD übrigens mit Konterfeis von Ernst Thälmann für ihre Positionen geworben und behauptet, er würde sie heute wählen….noch mehr Demagogie geht gar nicht .

    Der Verein hat doch bei dieser Wahl nur der Prokuristin ans Bein gep*sst , an die Geschäftsführung in den Konzern-Zentralen trauen sie sich nicht heran !

    Ja, und es fällt auch auf, das die Medien überproportional über AfD und FDP berichtet haben, wobei sich das bei der FDP auf die Person Lindner konzentrierte….offensichtlich auf den neuen deutschen Marcron !

    Summa summarum , Deutschland ist durch diese Wahl nicht gestärkt , nur irrationaler geworden .

    1. Hallo @NVA-Major a.D.

      ich habe hier mal eine andere Sichtweise auf die Dinge.
      Der Aufsatz trägt den sehr treffenden Titel:
      „Sozialstaat nur im Nationalstaat – Wahlverlierer SPD – Vaterlandslose Gesellen?“
      Autor: Roland Springer

      Und waren letztendlich die SED nicht genau das selbe?

      Kurzzitat daraus:
      „Im Ergebnis hat diese Sichtweise laut Goodhart dazu geführt, dass in Großbritannien seitens der Labour Party über viele Jahre eine Politik der weitgehend grenzenlosen Einwanderung betrieben oder toleriert worden ist, die den Interessen eines Großteils der eigenen, traditionellen Wählerschaft zuwiderläuft. Diese sah und sieht in den Immigranten nicht nur neue Wettbewerber an den teils knappen Arbeits- und Wohnungsmärkten, sondern beobachtet auch mit zunehmendem Unbehagen die kulturelle Überfremdung ihres gesellschaftlichen Umfelds. Sie sind ganz anders als die meist aus akademisch qualifizierten, sozialen Aufsteigern bestehende Führungselite ihrer Partei keineswegs der Meinung, dass die moralische Gleichwertigkeit aller Menschen dieser Welt bedeute, „dass wir allen Menschen gegenüber die gleichen Verpflichtungen haben.“ Vielmehr räumten die meisten Wähler der Labour Party Verwandten, Freunden und Kollegen Vorrang vor Fremden und Bürgern Vorrang vor Nicht-Bürgern ein. Dies müssten sie auch tun, da sie sonst Gefahr liefen, die Errungenschaften des Sozialstaats aufs Spiel zu setzen, der nun einmal nationalstaatlich und nicht international oder gar global verfasst ist.“

      Quelle: https://www.tichyseinblick.de/meinungen/wahlverlierer-spd-vaterlandslose-gesellen/

      Im übrigen empfiehlt der Autor:
      „Ob die SPD daraus die richtigen Schlußfolgerungen ziehen und sich wieder den Interessenlagen ihrer eigenen Wähler zuwenden wird, ist zu bezweifeln. Den auf Protestmärschen in den neuen Bundesländern zu hörenden Ruf „Wir sind das Volk“ und den Wahlerfolg der AfD mißversteht die Berliner Parteiführung – jedenfalls bis heute – als Ausdruck eines aufkeimenden Rassismus oder gar Nazismus in weiten Teilen der (ost-)deutschen Bevölkerung und nicht als Appell an die eigene Adresse, sich nicht im Sinne ihrer kosmopolitisch orientierten Parteiführung weiterhin vorrangig für die verbesserte „Teilhabe“ einer zunehmenden Zahl von Asylbewerbern und Arbeitsmigranten einzusetzen. Dass diese Haltung den Niedergang der SPD nicht aufhalten, sondern weiter beschleunigen wird, zeigen mehrere der Beiträge aus dem höchst verdienstvollen Sammelband der parteieigenen Friedrich Ebert Stiftung. Sie zu lesen, wäre daher auch der Parteiführung zu empfehlen.“
      Quelle: ebenda.

      Ich empfehle allen die am „Wohl des Volkes“ und nicht nur am eigen Wohl interessierten der Empfehlung des Autor zu folgen.

      Dieses ist das das Werk auf das sich der Autor bezieht:
      Quellenangabe: Bröning, Michael, Mohr, Christoph P. (Hg.): Flucht, Migration und die Linke in Europa. Bonn 2017 .
      Ein von der Friedrich Ebert Stiftung herausgegebenen Sammelband.

      Mit freundlichen Grüßen
      PAule
      Ps: Das gerade ostdeutsche Männer zwischen 25 und 60 Jahren (27% AfD) das genauso sehen wundert mich nicht wirklich.
      P.

  22. Noch ein kurzer Gesamtausblick auf die nächsten vier Jahre.

    Sollte Trump entmachtet werden, direkt oder auch nur faktisch, sieht es anders aus; aber am wahrscheinlichsten ist es, dass er im Amt bleibt und auch Chancen auf eine Wiederwahl hat, in den nächsten Jahren zwar laute und dümmliche Sprüche außenpolitisch zu hören sein werden, aber praktisch der Interventionismus im großen Stil zumindest eine Pause einlegt (Europa versucht Mali zu befrieden, na viel Glück dabei).

    Die weitere „harte Kante“ gegen Russland kann als Ersatzhandlung der Interventionisten die Folge sein; muss sich aber nicht zwingend durchsetzen, rational ist das nicht und je besser es für BRICs-Projekte (Dollarmachtaufbrechung, Seidenstraße, ökonomische und soziale positive Entwicklung in diversen Weltgegenden) läuft, um so eher möchte die Wirtschaft dabei sein, statt zu sanktionieren.

    Generell könnte es einfach sein, dass durch Schwächung der Oberinterventionisten in den USA es gar kein hartes Thema mehr im Vordergrund geben wird.

    Aber an anderer Front könnten völlig neue bzw. schon überstanden geglaubte Themen in den Fokus rücken.
    Macron zieht seine Agenda 20xx durch, es gibt Proteste, aber letztlich wird es wohl so kommen.

    Das hat nach der erwartbaren weiteren Euroaufwertung zweierlei Konsequenzen: die Probleme für die Schwachwährungsländer werden wieder größer, und im Hauptlohndumpings (Währungsmanipulations-)land Deutschland geht der preisliche Wettbewerbsvorteil verloren.

    Macrons Idee eines Euro-Länder-Finanzausgleiches wird es nicht geben in nennenswerter Form, also kommt es wieder zu heftigen Friktionen in den Südländern.

    Und der deutsche Exportüberschuss sinkt, daran hängen aber Millionen Überschusseportarbeitsplätze, die Jamaika-Koalition wird es kaum schaffen, schnell auf Binnenmarktorientierung umzustellen (hohe Staatsinvestitionen, Umverteilung der Einkommen nach unten, Umschichtung im Steuersystem), außer ein paar kleineren Ausgabeprogrammen.

    Dann ist Schluss mit lustig
    Innenpolitisch: „Deutschland und damit allen Deutschen geht es doch so gut wie nie“
    und
    Außenpolitisch: direkte Not in den Südländern, neue Eurorettungsprogramme werden notwendig, spätestens bei Italien ist Ende Gelände.

    Die neoliberale Mainstreampolitik ist nicht in der Lage, die Probleme zu lösen; sehr viel Raum für populistische und Protestparteien.

    1. andreas
      „Deutschland und damit allen Deutschen geht es doch so gut wie nie“

      Diesen Satz hat die Wahl wohl 100% als falsch enttarnt. Mag sein, das es der Wirtschaft gut geht. Es zeigt sich aber auch, man arbeitet hart an der Kante und der Schritt in die Insolvenz ist kurz.
      Die Menschen sehe kaputte Straßen, hohe Gebühren, wo sich die Städte das Geld holen, was sie von der Wirtschaft nicht bekommen, Billiglohn und damit Renten auf Sozialhilfeniveau. Da man den Menschen einprügelt durch die Medien, das es doch trotz Billiglohn gut geht, glaubt man es und tritt gegen die Schwachen die Ausländer.

      „Macron zieht seine Agenda 20xx durch, es gibt Proteste, aber letztlich wird es wohl so kommen.“

      Genau das ist das deutsche Problem und es wird Jamaika zum scheitern verurteilen.

      NVA-Major a.D
      Als alter Ost-Linker möchte ich mich als 1. bei den vielen neuen Links-Wählern aus dem Westen bedanken !
      Wie sehnsüchtig haben wir in den neunziger Jahren auf sie gewartet…aber, jetzt sind sie da !

      Sie kommen wohl zu spät. Im Osten kommt da schon lange zu schwarz/dunkelrot, wo gibt es da noch linke.
      Außerdem glaube ich, wir sind jetzt an einem Punkt des no-return. Wenn nicht schon in den nächsten Wochen, so doch langfristig wird es zum Ende des Neoliberalismus kommen, wobei die AfD ein Teil des Weges aber nicht die Lösung ist. Jamaika wird keine Probleme lösen können und die SPD wirklich Oppositionspolitik, was passiert sieht man gerade beim Thema Tegel. Nur zur Erinnerung: Im Mai 1989 wurden die Blockparteien noch mit etwa 90% gewählt, im November gab es die DDR nicht mehr…

  23. Das einzig Gute an dieser „Jamaica“-Geschichte ist, daß die neoliberale FDP und die Kriegstreiber- „Grünen“ dadurch in die verdiente Bedeutungslosigkeit geschreddert werden: Die FDP kann es sich nämlich nicht leisten, schon wieder alle Wahlversprechen zu kippen und die „Grünen“ kostet so eine Koalition die Reste ihres ehemaligen Markenkerns. Auch die CDU/CSU wird dadurch weiter geschwächt, weil die CSU sich mit „grüner“ Migrationspolitik vollends unglaubwürdig macht und ihre bayrische Machtbasis verliert.
    Es knirscht im Gebälk des Parteientheaters, mögen die Holzwürmer es baldmöglichst zernagen damit es Fortschritte in Richtung echter Demokratie geben kann.

    1. Von wegen. Lindner hat wohl kürzlich brav im Einklang mit den Grünen verkündet, dass er gegen eine Obergrenze ist.
      Die passen doch super zusammen, die FDP und die Grünen. Werden, wie man weiß, beide sehr gerne von Besserverdienenden gewählt.
      So sieht das aus.

      1. „…Lindner hat wohl kürzlich brav im Einklang mit den Grünen verkündet, dass er gegen eine Obergrenze ist.“ – Eben. Vor der Wahl hat er dagegen eher auf AfD-Linie argumentiert („seltsamerweise“ ohne dafür von den Globalistenmedien als „Nazi“ diffamiert zu werden: Der darf das.) und genau damit viele Stimmen derer eingesammelt, die sich nicht getraut haben, die bööööse AfD zu wählen. Die FDP bringt es diesmal fertig noch vor den Koalitionsverhandlungen umzufallen. Eine dritte Chance wird sie nicht mehr bekommen und das ist sehr gut.

  24. Gibt es auch noch deutschsprachige Menschen, die sich daran erinnern, das die NSDAP auf demokratischem Wege – durch Wahlen – stärkste Kraft im Reichstag geworden ist?
    … und, die haben auch mit mal mit 6,55 % angefangen – was danach kam!?!
    Nur das Ermächtigungsgesetzt ist den meisten in Erinnerung geblieben! 😦 vG Ralf

    1. Ralle

      Solche Artikel gibt es in der Hasbara zuhauf.

      Aber praktisch nie wird dann nachgeschoben, dass Wähler im ach so aufgeklärten Westen auch heutzutage noch häufig kriegslüsterne Parteien zur stärksten Kraft in den Parlamenten machen. Nazis sind bei denen nämlich immer die anderen, gleich wieviel Millionen Tote sie selbst mit ihrer aggressiven Politik verursacht haben.

      Und höchst selten wird auch erwähnt, in welchen deutschen Parteien Ex-NSDAP-Mitglieder später zuhauf anzutreffen waren:

      https://archive.org/details/braunbuchBRD

    2. @Ralle: Die NSDAP ist erst „demokratisch“ stärkste Kraft geworden als sie die Kommunisten schon aus dem Reichstag in die KZs geschickt hatte. Da gibt´s (weitere) interessante Parallelen zur „demokratischen“ Machtergreifung in der Ukraine.

  25. @ EPB

    Bei aller Schwierigkeit von Prognosen, wenn sie die Zukunft betreffen, haben sie doch ein gutes: man wird es sehen. ;–)

    Womöglich lassen sich Petrys Volten schon damit erklären, dass sie gerne nächsten Sommer Vizekönigin in Sachsen werden will; und wen sie das gut macht, wäre ja eine Amtsübernahme 2022 durchaus denkbar.

    Denn die SItuation ist bei genügend starker AfD und Linkspartei wie beschrieben: entweder CDU-AfD oder CDU + X,Y,Z plus Linke; für SPD + AfD müssten in den meisten Ostländern noch diverse andere Partner beispringen.

    Also ich sage: Es gibt zuerst eine Zusammenarbeit (Koalition, Tolerierung) der AfD mit der Union, nicht mit der SPD.

  26. @andreas: Vermutlich spekuliert Frau Petry auf weitere AfD-Aussteiger um dann mit denen zusammen der CDU ein Koalitionsangebot zu unterbreiten. Sowas in der Art. In Sachsen dürfte sie über keine Basis mehr verfügen (was ich richtig finde).

  27. Die treffsicherste Wahlanalyse kommt von der f***en Jutta:

    IMHO ist das kurz vor Volksver****ung, aber das gibt es bei Salonlinken ja gar nicht!
    Merkt dieses Wesen nicht, dass es seit Monaten Wahlhilfe für die AfD macht?
    Ist JD ein Geheimdienst-U-Boot?
    Die ist in etwa so links, wie meine Füße geruchsfrei sind!

    1. Wolle
      Wäre die AfD in der Tasche der Israel-Lobby, so wie manche ihr das andichten wollen, hätte der Kommentar von JD sicher anders ausgesehen.

      1. Ich nehme das „Geheimdienst-U-Boot“ eventuell zurück, man sollte nicht Boshaftigkeit unterstellen ***

  28. Petry und Pretzell treten aus der AfD aus.

    Der Plan dürfte sein, in vier Jahren mit einer stramm konservativen aber nicht extremen Kraft über 5% zu kommen.

    Es gibt im Parteienspektrum Platz für eine solche Kraft, die CSU kann das für Bayern abdecken, aber kaum für den Rest des Landes, und die Union bleibt erst mal unter „Mutti“.

    Ob das Vorgehen der beiden nun wirklich erfolgversprechend ist, wird sich zeigen.

    1. Für eine Gruppe im Bundestag bracht es nicht viele Abgeordnete; die können dann gemeinsam auftreten und haben diverse Rechte.

      Sie müssen allerdings einer Partei angehören, also wird es wohl bald eine Parteigründung geben.
      Vermutlich haben Petri und Pretzell genug Abgeordnete beisammen, um eine Gruppe bilden zu können.

      Womöglich deshalb auch der Zeitpunkt: erst nach der Wahl war klar, wer alles im neuen Bundestag sitzt.

    2. andreas

      Ich glaube, Petry hat mit der Bekanntgabe ihres AfD-Austritts bis nach der Wahl gewartet, um sich das Direktmandat nicht zu verbauen. Hätte Petry vor der Wahl erklärt, dass sie der AfD-Fraktion nicht angehören wird, wäre sie nimmer und nimmer in den Bundestag gekommen.

      Dass zwischen AfD und CDU noch Platz für eine weitere erfolgreiche Partei ist, kann ich mir nicht vorstellen. Man denke nur an die unterirdische Popularität der Lucke-Partei. Mir sieht das eher so aus, dass Petry sich als schlechte Verliererin zeigt: sie hat einen Machtkampf um Höcke verloren, und anstatt sich unterzuordnen, macht sie auf beleidigte Verräterin – und das bezeichnenderweise nicht, ohne auch nochmal kräftig Abgeordnetenbezüge (und womöglich auch noch Extra-Geld für eine neue Partei-Gruppe) abzugreifen, die sie ohne die Popularität der AfD hinter ihr nie bekommen würde.

      Persönlich ist das finanziell sicher nicht schlecht, politisch ist sie damit jedoch klar auf dem Weg in die Wüste.

      1. Hallo PB,
        100% Zustimmung.

        Mit ihrer Erklärung zum Alleingang war aus meiner Sicht die Sache erledigt.
        Das ihr Ehemann auch aus der Partei austritt zeigt sein (ihr) Scheitern.
        Das ihr zum jetzigen Zeitpunkt niemand folgt liegt aber auch daran das Neuwahlen (noch) nicht ausgeschlossen sind und es zeigt das die Truppe schnelle lernt. Schlechtes Beispiel (Lucke) prägt…

        Allen war eigentlich bewusst das es diese Klärung nach der Wahl geben wird, nach meiner Auffassung ist so schnell und schmerzlos am Besten.

        Gruß PAule

      2. Den Weg nach Israel hat sie ja bereits hinter sich ( http://juedischerundschau.de/interviewreihe-parteien-vor-der-bundestagswahl-teil-2-frauke-petry-zu-ihrem-besuch-in-israel%E2%80%A8ein-gespraech-der-juedischen-rundschau-mit-der-afd-parteivorsitzenden-135910819/ ). War da nicht auch mal was mit Schulden? Überhaupt kam mir diese Israel-Lobhudelei seitens Pretzell/Petry immer schon spanisch vor. Ähnlich wie bei Wilders und LePen ( http://www.n-tv.de/der_tag/Marine-Le-Pen-unterstuetzt-nach-AfD-Eklat-Frauke-Petry-article20052689.html ). Deswegen traue ich denen auch nicht so recht über den Weg. Bei Petry hatte man immer mehr das Gefühl, dass sie an einer starken AfD kein sonderlich großes Interesse mehr hat. Im Gegenteil. Und jetzt, ausgerechnet nach diesem AfD-Erfolg eine solche Nummer? Kaum ist die AfD im Bundestag und der Petry-Abgang vollzogen meldet sich dann auch der liebe Bibi zu Wort ( https://www.welt.de/politik/deutschland/article169047537/Netanjahu-besorgt-ueber-wachsenden-Antisemitismus-in-Deutschland.html ). Naja, morgen Abend kann sich Frau Petry ja dann erst mal bei Maischberger über die AfD auslassen. Da ist sie nun doch herzlich wilkommen. Aber auch das wird nichts mehr bringen. Die Partei kann froh sein, dass sie sie los sind.

      3. Vorher konnte der Austritt nicht kommen für sie, klar; aber wenn weniger potenzielle Mitstreiter bei einer kleineren AfD-Fraktion dabei wären, hätte sie vielleicht noch gewartet und sondiert. Spekulation, klar.

        Die Position der CDU ist jetzt, nach Mindestlohn und Grenzöffnung, soweit in der Mitte, dass rechts daneben jede Menge Platz ist.
        In Nachbarländern gibt es durchaus häufiger neben einer recht großen stramm konservativen Partei noch eine rechtspopulistische Partei (die dann in sozialen Fragen oft eher links steht).

        Wenn eine richtig knackige Euro-Krise kommt, könnte Merkels Union geradezu zerfallen.

        Aber klar, eine Abspaltung hat es sehr schwer; eine Bundestagsgruppe wäre die Voraussetzung, dass es konstante Medienöffentlichkeit gibt, mit Anträgen im Parlament, die ein Großteil der Unions-Wähler eigentlich gerne hätten beispielsweise.

      4. Hier ein erhellender Artikel von April 2017, der damals schon davon von dem Plan sprach, die AfD nach der Bundestagswahl zu spalten. Das ist richtig guter investigativer Journalismus:

        https://correctiv.org/blog/ruhr/artikel/2017/04/20/afd-spaltung-nach-der-bundestagswahl/

        Aufgrund dieses Artikels, habe ich mir dann den Göttergatten unter die Lupe genommen. Der Schnelle wegen via Wikipedia:

        https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Pretzell

        Dieser Herr erinnert mich verdammt an die Gattung dubioser Jurist, die unter Abmahnanwälten gehäuft auftreten, also gesegnet mit einer ordentlichen Portion Unrechtbewußtsein und Größenwahn. Mit Pretzell und Petri hat sich wahrlich ein Dreamteam gefunden, die wohl eher im Knast landen statt auf einer Regierungsbank. Keine Partei hat solche Mitglieder verdient und der feuchte Traum von einer eigenen Fraktion wird gewiss auch nur ein feuchter Traum bleiben – obwohl – im Bundestag scheint der Anteil an Juristen ohne sonderliche Berufserfahrung doch recht hoch zu sein.

      5. andreas

        Ich glaube, wenn Frauke Petry und ihr Mann überhaupt noch eine politische Zukunft haben wollten, müssten sie in die CDU oder FDP eintreten. Dazwischen gibt es keinen Raum für eine neue Partei. Nur glaube ich eben auch, dass CDU und FDP die bis auf weiteres gar nicht wollen.

        Was bei Petry und Göttergattem dann rauskommt, dürfte eine Splitterpartei a la Alfa sein, die ziemlich genau dann untergeht, wenn die Staatsknete dafür zu Ende geht.

  29. „…Die Partei kann froh sein, dass sie sie los sind.“
    Seh ich auch so. Gegenüber dem, was die Globalisten bezüglich des Superstaats EU planen ist Frau Petry aber nur ein sehr unbedeutendes Trojanisches Pferd. Herr Macron hat den Zeitpunkt der Verkündigung seiner „Reform“pläne dazu sehr gut geplant: Die BTW ist ja grade vorbei…So ein Zufall aber auch.
    Das Schlimme ist, daß sie u. a. auch deshalb damit durchkommen werden, weil viele Verblendete in diesem Land sie für „gerecht“ und „links“ halten (werden) statt zu realisieren, daß die geplanten Transfers nicht armen Griechen, Rumänen, Bulgaren u. a. zugute kommen werden sondern Sklaverei für ALLE bedeuten, die nicht zur „Elite“ gehören (siehe u. a. Griechenland“rettung“ die keinem griechischen Bürger irgendwas gebracht hat sondern Banken und Hedgefonds).

    Ne klar: Die Rentner, die nach 30, 40 Jahren Malocherei jetzt Flaschen sammeln und/oder Zeitungen austragen müssen, die Arbeitslosen, Kinder und prekär Lebenden müssen ihren „Wohlstand“ „teilen“, damit die NWO doch noch durchgesetzt werden kann. Wer dagegen ist, ist (bestenfalls) ein egoistischer, kleingeistiger Nationalist, der zurück zu „kleinstaatlicher Barbarei“ will…

    Für die Bürger der jetzigen EU-Staaten war die EWG eindeutig das bessere Modell. Die EU in ihrer jetzigen Form ist jetzt schon ein anti-demokratisches und imperialistisches Globalistenprojekt, das abgewickelt gehört. Die nach Macron/Rothschild (und höchstwahrscheinlich Merkel: U. a. deshalb wird sie geschäftsführend im Amt bleiben)“reformierte“ EU wird in einer Eliten-Militärdiktatur enden. Sie sollte von „links“ UND von „rechts“ gestoppt werden (von der Mitte sowieso).

  30. 80 von 93 Stimmen für Gauland und Weidel.

    Nun wird es drauf ankommen, ob die potenziellen Dissidenten (13 reicht ja locker für eine eigene Gruppe) eingebunden (mit Posten versorgt) werden sollen, oder ob sie sie möglicherweise sogar gerne ziehen lassen.

    Die Union scheint mit Mutti und Kauder weitermachen zu wollen wie bisher; wie gesagt, noch ein starker Euroanstieg (Frankreichs Lohnsenkung) mit teilweisem Wegfall der Überschussexportarbeitsplätze, dann eine fette Eurokrise (die Südländer sind bei einem Euroanstieg schnell im Eimer), und die die gute Mutti wird für noch mehr zur fiesen Stiefmutter, und bei der nächsten Wahl zieht sie ja auch nicht mehr bei ihren Fans, denn d ist sie ja ohnehin weg.

    1. Hallo @andreas,
      gute Recherche!

      Danke!
      Gruß Paul

      Ps: die 13 Stimmen die nicht das Spitzenteam gewählt haben halte ich nicht für problematisch.
      Ich hätte 100% für problematisch gehalten.
      Entscheidendes könnte noch mal im Dezember im Vorfeld des Parteitages stattfinden wenn es dann schon eine neue Merkelregierung gibt.
      P.

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