Zwei Monate noch bis zur Eliminierung von ISIS in Syrien und Irak: Qassem Soleimani

Der legendäre iranische Generalmajor Qassem Soleimani hat Press TV zufolge bei einer Zeremonie zum Gedenken an einen in Syrien gefallenen Militärberater erklärt, dass der Kollaps von ISIS in zwei Monaten gefeiert werden kann.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA berichtete am heutigen Freitag aus dem Nordwesten der Provinz Deir Ezzor, dass die syrische Armee in der Provinz Deir Ezzor die Ortschaften Halbia, Zalbia und al-Qasabi nebst der zugehörigen archäologischen Stätten eingenommen hat und weiter auf dem Vormarsch Richtung der Stadt Maadan ist. Bemerkenswert ist dabei, dass Zalbia am östlichen Ufer des Euphrat liegt, und die syrische Armee demnach den Euphrat nun auch im Nordwesten der Provinz überquert haben muss. Inoffiziellen Berichten zufolge ist der letzte Stand beim Vormarsch auf Maadan, dass die Armee dabei zwischenzeitlich den rund fünf Kilometer östlich von Maadan gelegenen Ort Maadan Atik eingenommen hat. Auf der Karte sieht die Lage im Nordwesten von Deir Ezzor damit gegenwärtig etwa wie folgt aus:

Angesichts der Geschwindigkeit, mit der die syrische Armee in der Gegend gerade vorankommt, könnte die vollständige Eliminierung der Terrorgruppe ISIS im Nordwesten von Deir Ezzor nicht mehr fern sein.

Im Südosten von Deir Ezzor ist es der syrischen Armee inoffiziellen Berichten zufolge nach vier Tagen harter Kämpfe gelungen, die Ortschaft Khusham nebst zugehöriger Farmen einzunehmen und ihren dortigen Brückenkopf über den Euphrat damit entscheidend auszubauen.

Die syrische Armee ist damit in guter Position, vor den US-gestützten SDF-Kräften an den großen Omar-Ölfeldern ankommen zu können.

Im Irak ging die Eliminierung von ISIS heute auch zügig weiter.

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28 Gedanken zu “Zwei Monate noch bis zur Eliminierung von ISIS in Syrien und Irak: Qassem Soleimani

    1. Zalbia und Halbia sind bloß andere Latinisierungen für die auf der Wikimapia-Karte als Zalabiye und Halabiyah eingezeichneten Orte.

      Zu Zalabiye gibt es oben im Parteibuch-Artikel einen Wikimapia-Link. Bei Wikipedia gibt es einen Artikel, wo man mehr über diese bedeutende archäologische Stätte erfahren kann:

      https://en.wikipedia.org/wiki/Zalabiye

  1. Auf der östlichen Seite dürfte bis Deir ez Zour nicht mehr viel Gegenwehr erfolgen.

    Die rasche Einnahme des Gebietes kann somit leicht erfolgen, und bietet die Möglichkeit, sicher Nachschub auf die andere Seite zu bringen, ohne sehr großes Risiko eingehen zu müssen.
    nur eines könnte dazwischen kommen; wenn die Grün-Gelben versuchen, an den Euphrat zu rücken.; hier bieten sich Luftschläge in dem Gebiet an, dann kommt keiner erst auf dumme Gedanken.

    Die letzten Kilometer um Ma’adan sind nicht so wichtig (wahrscheinlich auch nicht sehr viel ISIS mehr vorhanden, Verhandlungen mit den örtlichen Stämmen), die Tiger haben ihre Arbeit westlich des Euphrat erledigt und werden jetzt wohl bald übersetzten.

    Kushman ist etwas größer, genug freie Kräfte müsste es geben, also einige Tausend aufs östliche Ufer bringen und „SDF“ zumindest westlich des Khabur dauerhaft blockieren.

  2. Danke für die gute Nachricht!

    Ich drücke die Daumen und bete für einen wunderschönen Nikolaustag im Anschluß an meinen Geburtstag!

    SIEG DES VOLKES!!!!

  3. Halabiya und Qasabi sind an westliche Seite von Euphrat. Das bedeutet, dass Tiger hat noch nicht geschwommen.

    1. zgvaca

      Aber Zalbia (Zalabiye, زلبيّة) dürfte am östlichen Ufer liegen.

      http://wikimapia.org/#lang=en&lat=35.668837&lon=39.842649&z=16&m=b&show=/10518072/Zalabiye-Fortress

      Sollte die syrische Armee da sein, und das, was SANA berichtet, hört sich ganz danach an, dann deutet das für mich daraufhin, dass die SAA sich in der Gegend sehr gut mit den SDF versteht und mit Billigung durch die SDF da einen kleinen Trupp Soldaten hingeschicht hat, die die historisch wertvollen Stätten bewachen sollen.

  4. monitoring‏ @warsmonitoring 6 Std.Vor 6 Stunden
    Mehr
    Antwort an @warsmonitoring
    SAA captured Halabiye &Zalabiye Fortress on Euphrates.
    2 photos(old) of Halabiye. Zalabiye is visible on opposite side of river(2nd photo)

  5. Berichte über ein von den „SDF“ versenktes Boot der SAA, 9 Tote.

    Den gelb-gewendeten Ex-Grünen Terroristen in dem Gebiet kann man alles zutrauen; glaub nicht, dass das SDF-Zentralkommando da vor Ort wirklich die Kontrolle hat.

    Aber bisher keine Bilder etc., hohe Gerüchtwahrscheinlichkeit.

    …………………..

    @WaelHussaini hat heute Bilder von BuK-Abschüssen gepostet, die etwas getroffen haben sollen; Drohnen wird gemutmaßt.

    1. @andreas: MoA hat das Gerücht auch aufgeschnappt aber mittlerweile revidiert. scheint Fake News gewesen zu sein.

  6. „ZWEI MONATE NOCH BIS ZUR ELIMINIERUNG VON ISIS IN SYRIEN UND IRAK: QASSEM SOLEIMANI“

    Ich habe da erhebliche Zweifel.
    Meine Vorhersage war, dass die SAA bis Ende Oktober DeZ-Stadt komplett eingenommen haben, das ganze Gebiet nordwestlich davon, bis Mayadeen vorgerückt sind und den Großteil der westeuphratischen Wüste eingenommen haben.
    Nun könnte jeder dieser Schritte auch schneller gehen, aber alles zusammen in fünf Wochen wäre nicht langsam, drei braucht es mindestens.

    Und danach soll der Rest in drei (fünf) Wochen erledigt sein?

    Das scheint sehr unwahrscheinlich, falls ISIS nicht schon weitgehend eine leere Hülle ist und nur noch wenige Kämpfer hat.

    In Syrien sind westeuphratisch mit Mayadeen und Abu Kamal noch Städte mit 50.000 Einwohnern in der Hand des IS, dazwischen recht dichte Besiedlung, da spaziert man nicht einfach durch.

    Östlich des Euphrat ist noch jede Menge Land einzunehmen, bevor sich alles direkt am Euphrat konzentriert. Auch das braucht schon etwas Zeit, es muss der Euphrat südlich des Khabur überquert werden, das birgt auch einige Tage Risiken, oder der Khabur selber, nicht so breit wie der Euphrat, muss aber auch logistisch vorbereitet werden.

    Die Geschwindigkeit, mit der Östlich des Euphrat vorgegangen wird, wird entscheidend davon bestimmt ob es verbindliche Absprachen mit der SDF gibt oder nicht.
    Wenn nicht, dann könnte bis Ende Oktober auch das ganze Land dort verteilt sein, hoffentlich größtenteils „rot“.

    Im Irak läuft die Offensive gegen Hajiwa auf Hochtouren; Tal Afar ging erstaunlich schnell, das ist hier auch zu erwarten.
    Danach gab es allerdings wieder längere Zeit der Vorbereitung auf die Hajiwa-Offensive; mal sehen wie schnell sich die Iraker nach der Sicherung der Enklave dem „Rest“ zuwenden.

    Sehr erstaunlich war der plötzliche Fall Anahs im Irak, das zeigt wohl, dass ISIS seine gesamten Fronten nicht mehr ordentlich ausstatten kann.

    Aber Zehntausend werden es doch mindestens noch sein, mit vielen Waffen die noch übrig sind, vergraben in wenigen Städten keine leichte Aufgabe.

    Und Al Qa’im ist eine Stadt mit 150.000 Einwohnern.

    Wenn im Irak in zwei Monaten nur noch Al Qa’im übrig ist, dann wäre das ziemlich schnell.

    Vor allem: Die Priorität liegt nicht in der Geschwindigkeit, weder im Irak noch in Syrien; mit einer Ausnahme: die SAA muss die Gebiete vor dem Zugriff der Ex-Grünen Terroristen im gelben Gewand sichern.

    Ansonsten geht es um möglichst geringe eigene Verluste, Schutz der Zivilbevölkerung, Abkommen mit lokalen Gruppierungen, Erhalt der Infrastruktur.

    1. andreas

      Dass eine Überquerung des Khabur logistisch vorbereitet werden muss, glaube ich nicht. Der Chabur ist ein kaum mehr als ein besserer Straßengraben. An der wichtigsten Brücke in Busayrah ganz am Unterlauf ist der Khabur gerade mal zehn Meter breit und andere Stellen sind noch deutlich schmaler. Für die Überquerung eines solchen Baches braucht es keine logistische Vorbereitung, sondern nur ein paar Bretter oder Stahlplatten, die als Brücke drüber gelegt werden – wenn man nicht aufgrund fehlenden Wassers gleich durchfahren kann.

  7. Ich finde es etwas einäugig immer nur auf das Rennen um die Oelfelder zu zentrieren.
    Mindestens so wichtig ist die Nahrungssicherheit eines Landes.
    Werden die Wüsten ausgeblendet bleibt um Dier Ezzor nur der Euphrat und seine Ufer als bewohnbares Gebiet!

    http://mapio.net/o/978157/

    Genau darum kämpft die SAA im Augenblick:
    https://muraselon.com/en/2017/09/dier-ezzor-map-update-syrian-army-6-km-enter-eastern-raqqa-countryside/

    Das Projekt zur Gründung eines unabhängigen kurdischen Staates ist nach Expertenansicht gegen den Irak und Syrien gerichtet. Der kurdische Staat würde Israel die Versorgung mit Wasser und Energie sichern, sagte der irakische Sicherheitsexperte Ahmed al Sharifi in einem Interview der Agentur Sputnik.
    Wie wichtig der Krieg um Wasser ist macht Israel vor indem sie seinen Nachbarn endlos IHR Wasser abgraben.
    Oder Libyen mit seinen riesigen Süßwasservorräten:

    http://www.youtube.com/watch?v=j-6RNEQS2DA

    1. Energie ok, wobei ein Embargo bei so vielen Anbietern sehr unwahrscheinlich ist, schenken werden die Kurden da Öl/Gas auch nicht.

      Aber Wasser? Welches denn?
      Da sind Syrien und Irak die die „hinter“ den Kurden kommen, und alle drei hängen an der Türkei.

  8. Es gab letztens eine „Berechnung“ der europäischen ISIS-Kämpfer: von 5000 sind 1000 zurück, 1500 tot und 2500 noch dabei.

    Nun könnte es sein, dass die Todesrate der Nichteuropäer höher ist; der „Austritt“ aus dem IS ist aber für jeden schwierig.

    Also ich denke nicht, dass da nur noch sehr wenige übrig sind.

    Je enger das Gebiet ist, um so stärker könnte Treibstoff ein Problem werden, haben sie Raffinerie-Kapazitäten im letzten Kernland?

  9. Der Kessel um Ma’adan wäre damit nahezu Geschichte, mit dem Fall der Stadt. Dann schnell ans andere Ufer mit den Truppen.

    Es wird sich bald zeigen, ob ISIS jetzt an den Rändern so stark bröckelt, weil nichts mehr da ist, oder weil sie den Rest aus der Peripherie und Exklaven rechtzeitig ins Kerngebiet abgezogen haben.

  10. Ich verstehe es nicht, ganz ehrlich – und inzwischen kritisieren es auch einige der Altbekannten auf Twitter: warum um Himmels Willen stößt die SAA in dieser Rekordgeschwindigkeit nördlich von Deir Ezzor vor? Die dortige IS-Tasche ist doch sowieso erledigt. Nach dem Durchbruch der Deir-Ezzor-Einkesselung hätte man einfach die Stellungen Richtung Norden verstärken sollen und Gut wäre es (für’s Erste) gewesen.

    Wieso um alles in der Welt nimmt man nicht die „Manpower“ um so schnell wie möglich in Richtung der so wichtigen Ölfelder vorzustoßen? Stattdessen kämpft man dort um jeden Meter am Brückenkopf während die Amis (SDF im eigentlichen Sinne ist es ja gar nicht) die wichtigen Ölfelder mit Luftlandeaktionen besetzen.

    Völlig und komplett unverständlich für mich…

    1. Naja, wenigstens hat man in Rekordgeschwindigkeit auch Maadan eingenommen und sich inzwischen mit den SAA-Truppen aus dem Norden vereinigt. Ob überhaupt noch eine IS-Tasche existiert ist Stand 14:30 Uhr unklar.

      1. Es geht wieder mal Schlag auf Schlag:
        Nach der Befreiung von Maadan sollen die Truppen in Richtung Omar Ölfelder verlegt werden.

    2. Im nachhinein ist es immer einfach.

      Aber schau mal auf die Karte ohne den Vorstoß nach Norden; da ist der Brückenkopf nur relativ schmal gesichert, viele Möglichkeiten für einen Angriff und Abschneidung der Front.

      Ein „fehl“geleiteter Luftschlag der Amis, vielleicht noch ein Sandsturm; und dann kann auch der geschwächte IS noch brutale Gemetzel anrichten und vielleicht den ganzen Brückenkopf vernichten.

      Der Brückenkopf ist quasi auf dem direktest möglichen Weg angelegt, um die „SDF“ abzuschneiden.
      Ich denke, man hätte auch Richtung Süden mehr Breite und Sicherheit erlangen können, sie sind nach Norden gegangen.

      Sieht etwas aus wie „Thema verfehlt“.
      Aber: jetzt haben sie im Norden einen sehr sicheren Übergang über den Euphrat, am Ostufer dürfte es bis Deir ez Zour nicht viel Widerstand geben, und sie mit guten Argumenten (am besten Luftschlägen oder Kalibr in die Uferregion) ein Reingrätschen der Grüngelben verhindern, haben sie in einigen Tagen eine sehr gute und sichere Ausgangsposition.

    3. Sehr wohl sinnvoll.
      Denn diese Tasche wäre im Rücken immer eine Bedrohung für Überraschungs- und Entlastungsangriffe.
      Aktuellen Meldungen nach ist die Tasche aber nicht nur im Norden längst komplett umschlossen, sondern wohl laut SAA und RUAF Aufklärung innen auch nahezu leer.
      Somit kann der Großteil der Kräfte von mind. einer Brigade, nun Richtung DE abgezogen werden um dort den Vorstoßkeil südöstlich von DE weiter und wieder energischer Richtung Ölfelder voranzutreiben.

  11. OT? Leicht,

    Ich habe heute beim MDR-Jubiläumsfest während der Publikumsdiskussionsrunde nach dem Zustand des Gewissens der dort referierenden Medienhuren gefragt, bei der Vorbereitung von Massenverbrechen mittels Lügen und Propaganda.

    https://streamable.com/2vs6b

    Gruß

  12. Fragender,

    ich habe mir eben Ihre Wortmeldung angehört: bravo für Ihren Mut und Ihre Klarheit! Und auch für „Sie können mich gerne zu einer Radiosendung einladen!“ als spontane Reaktion auf das im Kontext schmutzige Angebot einer gewiß auskömmlichst bezahlten MDR-Angestellten, sich im Anschluß ganz alleine mit Ihnen zu unterhalten. Diese Wendung zeigt natürlich, dass man derartige Situationen besser zusammen mit Freunden angeht, dann nämlich funktioniert die Kontrolle durch die Regie nicht mehr. Kritik habe ich daran, dass Sie die Hurensprache der tonangebenden MDR-Redakteure nicht explizit zurückgewiesen haben. Ich kann mir gut vorstellen, dass Sie selbst etwas schockiert waren. Die Verwendung solcher Ausdrücke seitens der MDR-Regie halte ich keineswegs für Zufall, sondern für eine bewußte Manipulation, mit dem Ziel, die Debatte im Wege der psychischen Kontamination auf unterstes Niveau zu drücken.

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