Syrische Armee rückt im Nordwesten von Deir Ezzor weiter vor

Am heutigen Mittwoch Vormittag teilte die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA mit, dass die syrische Armee Gelände in der Umgebung der rund 40 Kilometer nordwestlich der Stadt Deir Ezzor liegenden Ortschaft Tabni eingenommen hat.

Im weiteren Verlauf des Tages meldeten inoffizielle Quellen, dass die syrische Armee sowohl Tabni als auch alle am westlichen Ufer des Euphrat gelegenen Ortschaften auf dem Weg dorthin einschließlich des diese Ortschaften dominierenden Hügels Salim eingenommen habe.

Aus dem Gebiet im Südosten der Stadt Deir Ezzor, wo die syrische Armee vorgestern einen Brückenkopf über den Euphrat geschaffen hat, kamen, obwohl es Gerüchte über eine US-Luftlandeoperation etwas weiter östlich des Brückenkopfes gibt, von Seiten der syrischen Armee heute keine entscheidenden Nachrichten. Denkbar ist, dass bezüglich der angrenzenden Gebiete gegenwärtig Verhandlungen über eine Kapitulation von ISIS oder die Aufteilung der Verantwortlichkeiten zwischen der syrischen Armee und US-gestützten SDF-Kräften im Kampf gegen die Terrorgruppe ISIS stattfinden.

Nachtrag 22:55h: 24 Resistance Axis meldet bezüglich der Gegend um den Brückenkopf der syrischen Armee östlich des Euphrats folgendes:

– die SDF rücken von ihrer Stellung auf der Landstraße 7 nach Osten Richtung Suwar vor
– die syrische Armee versucht, Khusham einzunehmen, hat Feuerkontrolle über Muhassan und rückt westlich des Euphrat weiter stromabwärts vor

Obige Karte ist insofern etwas irreführund als dass die wirklich großen Ölfelder südöstlich von Busayrah sind. Nördlich von Busayrah sind nur Ausläufer davon.

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16 Gedanken zu “Syrische Armee rückt im Nordwesten von Deir Ezzor weiter vor

  1. Liebe Parteibuch
    Es gibt keine Verhandlungen über Kapitulation oder Aufteilung von Oel Felder. SDF hat gestern Tabqa Dämme geoffnet und damit erschwert überquerung und teilweise sie verunmöglicht weil jetzt Wasser 2 mal schneller fliesst als gestern. Dann hat IS eine Gegenofensive gestartet und SAA zurückgedràngt. Und gleichzeitig landen SDF Einheiten in Mitte von einen riesigen Oel feld. Gleichzeitig starten Kurden von Norden eine neue Ofensive gegen IS und werden wahrscheinlich auch andere Oel felder in nächsten Tagen annehmen.
    Ein Sieg für USA an allen ebenen. IS wird jetzt SDF werden, Kurden bekommen zuerst Autonomie und dann eigene Staat, Türkei bekommt Idlib und Israel und Jordanien Süden.

    Jetzt können alle sagen, ich sehe schwarz, aber ich bin vielleicht einzige hier in Forum welche ein mal bei eine Verhandlung mit USA dabei war. Sie haben so viel möglichkeiten jemandem weh zu tun und ist fast unmöglich sie an Wand zu stellen.
    Wieso hat heute Tiger so schnell vorangekommen? Weil IS hat Fluss überquert und SDF Uniforme angezogen. Ich weiss nicht welche Rolle Kurden in diesen Uniform Change Komedien spielen aber es ist traurig für SAA diese entwicklung.

    1. „SDF hat gestern Tabqa Dämme geoffnet und damit erschwert überquerung und teilweise sie verunmöglicht weil jetzt Wasser 2 mal schneller fliesst als gestern.“

      Das macht sich sehr sehr gut wenn der Damm leerläuft und die Bauern in dem Gebiet wegen Wassermangel nichts mehr anpflanzen könne.

      Das müssten die staatl.Stellen nur schön dokumentieren und bei der nächsten Dürre immer wieder über den Äther schicken.

      Selbst nach Jahre macht das viel Eindruck bei den Bauern, nicht nur in der Region

    2. Sie haben schon mitbekommen das die Türken mittlerweile auf Seite der Russen stehen? Nachdem man der Türkei den Nato bündnisschutz für ihre eigenen Zwecke Verweigert hatte?
      Und das Rußland die Türkei Wirtschaftlich in der Hand hat?

      Es wird wohl so aussehen das die Türkei in Naher Zukunft in Idlib von der Kette gelassen wird. Zur Zeit räumen sie dort ihre alten Spießgessellen aus dem Weg. Dann wird es in Afrin zu ein paar „Unfällen“ kommen und wenn die Kurden dumm genug sind darauf militärisch zu antworten…die Türkei würde mit Afrin und Mandjib aufräumen wie in wild gewordener wütender Wolf mit einem Kaninchen. Nur weil die Kurden mit ein paar wannabe Jihadisten zurechtkommt und aus dem Hinterhalt Anschläge gegen Polizei Einheiten ausführen kann, heißt das nicht das sie mit einem echten Militärischen Angriff fertig werden. Zumal noch gegen die zweitgrößte Nato armee.

    3. @zgvaca: Wieder balkanesische Panik?
      Syrien kann in der jetzigen Situation nicht mehr so einfach zerlegt werden. Wer auch immer in dem gelben Gebiet nordöstlich von Deir Ez Zor sitzt, das werden sie nicht halten können. Zumal es wahrscheinlich eh keine Kurden sind. Die US-Boys werden schnell verschwinden, falls es heiß wird. Haben die u.a. nun wieder in At Tanf gemacht. Auch die Türkei wird Idlib wieder räumen.

      Die Kurden machen sich gerade in Syrien unbeliebt:
      – kungeln mit Amis
      – mehr oder versteckte Nadelstiche gegen die SAA
      – der SU-22 Pilot ist immer noch in deren Händen!
      – …

      Es wird keinen Kurdenstaat geben, weder mit noch ohne amerikanische Protektion!
      Die USA hat im Grunde gar kein Interesse an stabilen Verhältnissen in Nahost. Also weder die USA noch Irak, Iran, Syrien und die Türkei wollen ein Kurdistan. Ich bin mir sicher auch einige Kurden wollen das auch nicht, sie handeln jedenfalls so. Wer auf Freunde schei*t und mit Feinden geht, hat es auch nicht verdient. Einige Kurden träumen auch schon von Großkurdistan, das braucht niemand auf diesen Planeten.

    4. DAS könnte die passende Antwort sein – schon lange überfällig…

      https://southfront.org/russia-to-strike-immediately-us-backed-forces-if-they-try-to-attack-government-forces-near-deir-ezzor-russian-mod/?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter

      Wenn mei n Yandex das richtig übersetzt, dann heißt das, daß nach Gen.Maj. Rudskoi jeder Angrif/Behinderung seitens von US/SDS sofort beantwortet wird mit Gegenschlägen. Eine weitere wie auch überhaupt eine generelle Behinderung der Syrischan Armee samt Alliierten oder gar der Russen wird weder toleriert noch hingenommen, also gar nicht mehr zugelassen, egal wo.

      – Konrad Fitz –

      1. @Fitz: Nicht lange überfällig. Eher langsam einsteigend für einen fließenden Übergang. Wie epb schon sagte: Die Russen lassen alles zu _was_Syrien_nützt_. Einen Streit mit einem Neutralen Kriegsteilnehmer vom Zaun zu brechen wenn der eigenen Verbündete gerade mal über die Runden kommt ist…strategisch unklug.
        Wenn da also eine SDF rum krebst mit Stammes Bewohnern Syriens die den IS bekämpft wird sie solange geduldet wie sie Syrischen Interessen dient. Jetzt aber wo diese SDF anfängt Gebiet zu okkupieren das quasi keinen IS enthält aber wichtige Syrische Ressourcen, wird Rußland zickig. Mit dem baldigen Auflösen der Zentralsyrischen IS Tasche und Aktivierung der Deeskalationszone werden gewaltige Personelle Ressourcen frei. Mit wohl bald anstehenden Rückzug der US Kräfte im Süden wird diese Tasche auch kollabieren. Wenn das so weitergeht wird Bis Ende nächsten Jahres Ganz Syrien befriedet sein.

    1. Ja, im Krieg passiert so etwas. 2016 hatte die SAA große Probleme. T-90 waren damals auch erst ganz kurze in Syrien. Vielleicht zu zeitig mit instabilen Leute zu exponiert eingesetzt. Vom Sofasessel sollte man nicht vorschnell Steine werfen.

      1. Ja na klar passiert im Krieg so etwas – wie man sieht. Die Anzahl der T-90 die Anfang 2016 nach Syrien kamen, war sehr limitiert (ich glaube so um die 20). Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass irgendwelche Standard-Einheiten diese Dinger gefahren haben. Und deshalb bin ich erstaunt über den Verlust. Wo Sie hier „geworfene Steine“ sehen, ist mir ein Rätsel.

        Beste Grüße, ped43z

      2. Es sind sogar 3 Stück „wegg“ gekommen
        ( 2 in Palmira bei dieser Gegenoffensive und 1er bei dieser Mallah Farmen )

        Hatte Ein Bild von einem gesehen, der war Schrott ausgebrannt

        hier der Link – mit Text und Bild
        https://colonelcassad.livejournal.com/3691776.html
        https://translate.yandex.ru/translate – hier ein brauchbarer Übersetzer

        Die „Freunde Syriens“ und der Handlanger IS, sollen die 3 Stück für richtig viel Geld aufgemöbelt haben und für Propagandazwecke genutzt haben .

        Naja diese Strategie kennen wir ja, 20:00 bis 20:15

  2. Zum Thema „Verhandlungen mit USA“ ist der aktuelle Analitik-Text („Bannon in diplomatischer Mission unterwegs“) interessant:
    http://analitik.de

    Was die „Unbesiegbarkeit“ und „Allmacht“ der USA betrifft, fand ich auch dieses Zitat vom Parteibuch (in einer Antwort im thread „Donald Trump macht bei der UNO eine gute Figur“) sehr passend (und erheiternd): „…Von Mattis geht das Thema dann vermutlich weiter zu Shoigu, und von da zu Putin und Trump.“

    Von daher nochmal: Panik ist immer noch/schon wieder unnötig.

  3. @ Zgvaca

    Syrien ist nicht Jugoslawien bzw. Serbien.
    Syrien ist stark, und hat mit Russland und dem Iran starke Partner.
    Die „Wertegemeinschaft“ ist deutlich schwächer aufgestellt als in Jugoslawien, vor allem, da ihre bis vor kurzem schlagkräftigsten Truppen Dschihadisten und nicht wirklich als „Wertevertreter“ vorzeigbar waren.

    Obamas switch zu den SDF hat dieses Problem gelöst; und mittlerweile mischt sich n das saubere Gelb jede menge dunkelgrün, also es besteht eine reale Gefahr.

    Nach deiner Darstellung ist es schon gelaufen; und das ist nicht richtig.

    „Wieso hat heute Tiger so schnell vorangekommen? Weil IS hat Fluss überquert und SDF Uniforme angezogen. “

    Hier das Video vom Vormarsch.
    https://www.almasdarnews.com/article/video-masses-syrian-army-tanks-drive-isis-northwest-deir-ezzor/

    Das sieht nach massiver Offensive aus, um dort die Front zu verkürzen und dann mit freiem Rücken nach Süden gehen zu können.
    Dass ISIS dort nicht mehr sehr stark vertreten ist, war zu erwarten (hab ich vor Wochen geschrieben).
    Es wird womöglich noch eine größere Schlacht um Ma`’adan geben, aber für die große Fläche sind sicher keine großen Waffensysteme und Truppen vorhanden, die Einkesselung war ja absehbar.

    Noch wurde keine gemeinsame Front zwischen SAA und „SDF“ gemeldet; ISIS ist auf dem Ostufer also noch nicht abgeschnitten und muss nicht die Uniform wechseln, um raus zu kommen (das kann natürlich trotzdem der Fall sein).

    Die Dammöffnung ist eher ein Spielchen; es ist Ende des Sommers, auch ein „doppelt so schneller“ Euphrat ist keineswegs unpassierbar.

    Die Luftoperation, so es sie gibt, ist auch kein Beweis für den Sieg der Amis; aber ein starkes Zeichen, dass es dort Kräfte gibt, die auch ein Risiko eingehen.

    Vor wenigen Monaten sah es keineswegs so aus, als ob die SAA so schnell im Süden die Grenze und im in der Mitte alles bis auf Tabqa südlich des Euphrat sichern kann, also die Lage ist noch ernst, aber keineswegs hoffnungslos.

  4. Das sieht aus nach einem Vorstoß Richtung As Suwar, dann die A7 hoch das dahinterliegende Gebiet einnehmen.
    Am Khabur gibt es auch fruchtbares Land, aber sonst ist dieses Gebiet nicht so wichtig.

    Komisch ist, dass keine Bewegung in Richtung der behaupteten Luftlandeoperation stattfindet.

    Egal wer da gelandet sein soll, so alleine im Nichts ist es sehr gefährlich; und unlogisch, nicht sofort die Verbindung mit den nur wenige Kilometer entfernten eigenen Truppen zu suchen.

  5. Deir Ezor wird innerhalb 1 Woche vom IS befreit sein, und zwar ohne größeren Städtekampf.

    http://theduran.com/syria-soon-control-100-deir-ez-zor-spite-attacks-us-proxies-russian-defence-ministry/

    https://www.almasdarnews.com/article/deir-ezzor-city-liberated-completely-within-1-week-despite-kurdish-cooperation-isis-russian-mod/

    Die dadurch freiwerdenden SAA-Kräfte werden mit einer vielfachen militärischen Übermacht westlich vom Euphrat, egal ob IS oder SDF-Proxies alles total überrollen….

    Die Gringos werden aufgrund der Kräfteverhältnisse vor Ort jede Konfrontation mit Russland vzrmeiden.

    Der IS und indirekt die SDF-Proxies sind ja nicht einmal mehr in der Lage den kleinen Brückenkopf westlich des Euphrat wirkungsvoll zu bekämpfen….

    Zu @Zgvaca: Das ist schon mehr als nur Schwarzmalerei was du da schreibst……

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