Syrische Armee konsolidiert Position in Deir Ezzor weiter

Wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA am heutigen Mittwoch mitteilte, hat die syrische Armee nun auch offiziell die Kontrolle über den südlich des Flughafens gelegenen Hügelzug Thurdah gewonnen und ist gegenwärtig dabei, den Flughafen zu entminen, damit dort bald wieder gestartet und gelandet werden kann.

Die aktuelle Lage in Deir Ezzor dürfte damit etwa wie folgt aussehen:

Am heutigen Morgen hatte es Gerüchte gegeben, dass die syrische Armee bei Jafra den Euphrat überquert hat, um die ergiebigen Ölfelder auf jener Seite des Euphrat in Besitz zu nehmen. Im Laufe des Tages konnten diese Gerüchte jedoch nicht bestätigt werden.

In Zentralsyrien haben die syrische Armee und ihre Partner unterdessen von der dortigen ISIS-Tasche wieder ein paar Dörfer abgeknabbert.

Es ist zwar erstaunlich, wie hartnäckig sich diese nur noch 1000 bis 2000 qkm große ISIS-Tasche hält, aber allzu lange wird das wohl nicht mehr gehen.

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24 Gedanken zu “Syrische Armee konsolidiert Position in Deir Ezzor weiter

  1. „gegenwärtig dabei, den Flughafen zu entminen, damit dort bald wieder gestartet und gelandet werden kann.“

    Der Flughafen war doch während der Belagerung unter Kontrolle der Regierung. Wie soll der vermint worden sein? Der SANA Artikel ist grammatikalisch bzw. vom Satzbau her schlecht formuliert und uneindeutig. Ich vermute, dass es bei der Entminung und Sicherung nur um das Umland geht.

    Theoretisch müsste der Betrieb sofort wieder aufgenommen werden können, falls das Rollfeld nicht zerschossen wurde. Die Thardah Berge haben, so wie ich das verstanden hatte, lediglich eine Bedrohung für den Flugbetrieb dargestellt, weil sie Feuerkontrolle über Rollfeld und Einflugschneisen haben.

    Dürfe also eher gestern als morgen losgehen, wenn nicht noch von westlich von Jafrah/IS-Stadtgebiet nördlich des Friedhofs hinein geschossen werden kann.

    1. malkaye

      Ich würde mich wundern, wenn die SAA während der Belagerung ihre Flanken nicht mit reichlich Minen gegen Angriffe von ISIS gesichert hätte. Aber auch das Ausgraben eigener Minen kann etwas dauern. DIe wesentliche Nachricht scheint mir die zu sein, dass der Flughafen Deir Ezzor bald wieder in Betrieb genommen werden soll, was ein großer Vorteil für die SAA in der Provinz sein kann, selbst wenn es erstmal nur Hubschrauber sein sollten.

    2. Auf Twitter (Quelle nicht mehr auffindbar; ich meine eine der zuverlässigeren) war zu lesen, dass der Flughafen zwar die ganze Zeit verteidigt werden konnte, aber dennoch dutzende Mörsergranaten und andere Geschosse Flugfeld und Peripherie getroffen haben.
      Da muss wohl jetzt erst einmal ausgebessert werden, damit dort Flugzeuge ohne Gefahr starten und landen können.

  2. Invasion Ost-Syriens ist angesagt! Terroransammlungen intensiv bombardieren! Breite Front auf gesamten Gebiet! M. Expeditionschor vom Irak her die Ostgrenze besetzen. So wie das auch im Süden gemacht wurde!

    1. Was suchen die Amis dort?

      Heute früh sah ich dies bei militarymaps.info
      https://militarymaps.info/mark/id441383

      Tabka läßt grüßen?!

      Ach ja, SAA und Allies haben keine Fallschirmjäger, nehme ich an.

      Die Leuts da bekämpfen bestimmt den Schlaf des IS störenden Euphrat.

      „Wolle mer se nich auch mal ‚aus Versehen‘ beharken?? Irrtümlich für IS-Ansammlung gehalten halt…“

      1. Können wir nur hoffen das es sich dabei um eine psyOp handelt..

        Zwischendurch frage ich mich immer wieder wie lange die Nachrichten zurückgehalten werden bevor sie im Netz landen..

        Wie schon bemerkt wurde, sind die Ölfelder dort nicht die größten und der Landkorridor nach Bagdad könnte wenn durch DerEzzor verhindert weiter südlich durch die Wüste gehen.

        Ergo strategisch gewonnen

      2. Schweigen

        RT Deutsch hat da Stuss berichtet. Die großen, wichtigen Ölfelder – um die es israelischen Absichten folgend ein Rennen gegen die syrische Regierung geben soll – liegen zwar südöstlich von Deir Ezzor, aber auf der nordöstlichen Seite des Euphrat. Siehe hier Omar-Feld:

        http://www.washingtoninstitute.org/policy-analysis/view/the-race-for-deir-al-zour-province

        Auf der Wikimapia-Karte sind die Omar-Felder hier:

        http://wikimapia.org/#lang=en&lat=35.019875&lon=40.720825&z=10&m=b&show=/23241719/Omar-oil-fields

        Was die syrische Armee eingenommen hat, ist ein kleines Feld (An-Nishan-Feld) südöstlich von Deir Ezzor, aber auf der südwestlichen Seite des Euphrat.
        Auf der Wikimapia-Karte ist das An-Nishan-Feld hier:

        http://wikimapia.org/#lang=en&lat=35.243937&lon=40.198975&z=11&m=b&show=/32105639/An-Nishan-oil-field

        Die Einnahme des eher unbedeutenden An-Nishan-Feldes durch die SAA sagt natürlich überhaupt nichts dazu, wie es um das weiter flussabwärts auf der anderen Seite des Euphrat gelegene große Omar-Feld steht, das immer noch unter Kontrolle von ISIS steht. Anders gesagt: RT Deutsch hat da Stuss gemeldet.

  3. Lawrow hat gesagt:

    Washington’s military presence in Syria violates the international law, but this possibility for fighting terrorism should be used

    Das war am Montag. Da stand die SDF schon fast am Euphrat.
    Und weiterhin:

    some unwelcome guests with arms in their hands are in Syria’s territory. […] As we saw a possibility to cooperate with them in the war on terror in the interests of all Syrian citizens, such contacts were established.

    Quelle: http://tass.com/politics/964957

    Es kam also bei diesem Statement die Botschaft: „Wir arbeiten mit Euch zusammen, wenn es Syrien nutzt.“

    So und jetzt ändern wir doch mal die Sicht:

    Die SDF stieß sehr rasch nach Deir-ez-Zor vor, weil sie kaum Gegenwehr bei ihrem Vormarsch hatte. Man könnte nun meinen, Daesh hat sich (was offenbar früher oft der Fall war, nicht verteidigt und schnell zurückgezogen). Das glaube ich aber nicht!
    Mir scheint, dass Daesh von dem SDF-Vorstoß völlig überrascht war, keine Strategie, keine Leute und keine Technik hatte. Das erklärt auch das eher unkoordinierte Einsetzen von ein paar VBIEDs, die sonst als taktische Waffe für das Einleiten großräumiger Durchbrüche genutzt wurden. Aber da war nichts.
    Also kann es auch sein, dass der IS – eh schon extrem in Deir-ez-Zor gebunden, schlicht überrumpelt wurde und das Momentum seiner Schwäche nordöstlich des Euphrats in Abstimmung mit der russischen Führung (!) durch den Vorstoß ja eher auch wenig kampfstarker Verbände von US-Proxies genutzt wurde.

    Ich schaue Lawrows Stellungnahme an und das was am Euphrat gerade passiert – und versuche mir einen Reim zu machen. Lawrow sagt, „Ihr brecht Völkerrecht, aber wenn es Syrien nutzt, lasst uns zusammenarbeiten“. Aber er sagt nichts zu den aktuellen Vorgängen bei Deir-ez-Zor. Das heißt aber nicht, dass er es ausgeblendet hat. Das sieht klar nach Absprache aus!

    Wir dürfen nicht vergessen: Trump braucht einen großen Erfolg. Und Russland kann ganz offensichtlich mit Trumps Riege auf bestimmten Ebenen zusammenarbeiten (die bei den Neocons undenkbar waren). Wie aber soll Trump seinen Erfolg zeigen? In dem sich die Proxies im Kurdengebiet verstecken? Irgendwann ist der Syrien-Krieg zu Ende aber wo der (wenigstens) symbolische Triumph der USA über den IS? Die US-Bürger brauchen die Show, um an einen solchen Sieg wirklich zu glauben.
    Andererseits wird Trump zu Hause mit der absurden Russland-Connection die Hölle heiß gemacht. Russland mischt sich nicht den US-amerikanischen Wahlkampf ein aber eine Zusammenarbeit mit Trump scheint wohl eindeutig die bessere Wahl zu sein, als die mit der Clinton-Fraktion. Was also tun?

    Handeln statt reden!

    Zumal bei diesem Vorgehen, die Neocons, welche zweifellos trotzdem noch über genügend Einfluss in Geheimdienst und Militär verfügen, mit großer Sicherheit das denken, was viele Foristen hier auch denken. Dass es ein abgekartertes Spiel ist und die Kurden den Affen für US-Interessen machen. Aber ich glaube, das ist Zombie-Sch***e (wie Analitik gern mal zu sagen pflegt), die uns in das Gehirn gedrückt wird. Wir SOLLEN das glauben und die Clinton-Fraktion SOLL das auch glauben. Besser kann man deren Destruktivismus doch gar nicht aushebeln.

    Also bleiben wir doch mal entspannt und denken positiv. Es ist keine zwei Jahre her, da war Syrien fast stranguliert. Die Zeichen stehen so gut wie seit sechs Jahren nicht.

    Herzliche Grüße an alle, ped43z

    1. ped43z

      Ja, da kann ich nur zustimmen. In israelischen Medien wurde gerade behauptet, Russland hätte Syrien von Vergeltung für den jüngsten israelischen Angriff abgehalten, und dabei das Argument genutzt, Syrien möge sich „The Big Picture“ – also das große Bild – anschauen.

      Und das große Bild ist ganz klar so wie es Assad gestern gesagt hat, nämlich dass Syrien Tag für Tag vorwärts kommt und einen wichtigen Sieg nach dem anderen erzielt. Und gehandelt wird wohl trotzdem. Ich vermute, der russische Verteidigungsminister Shoigu war gestern nicht nur zum Tee trinken und Sieg genießen bei Assad. Vielmehr dürfte es darum gegangen sein, anstehende wichtige militärische Entscheidungen vertraulich besprechen zu können.

      1. […] Russland hätte Syrien von Vergeltung für den jüngsten israelischen Angriff abgehalten, und dabei das Argument genutzt, Syrien möge sich „The Big Picture“ – also das große Bild – anschauen.

        Die russische Politikspitze spielt derzeit auf einsamem Niveau. Es ist ja nur nur verstehen, dass die syrische Führung – gerade jetzt – zunehmend dünnhäutig wird ob der ständigen Opfer fordernden Provokationen. Man sieht es auch Assad an, selbst er ist gezeichnet vom Krieg. Doch Russland geht zur Hand, steuert mit Bedacht und zeigt auf das Erreichte. Ein wahrer Helfer in der Not. Dabei darf man ja nicht vergessen, dass auch Russland mit dem gleichen System lebt, wie der Westen – und damit all den inhärenten Problemen. Es ist wirklich beeindruckend und vielleicht hat es ja auch eine gewisse Vorbildwirkung für die Politik allgemein; man darf ja mal träumen …

        Viele Grüße, ped43z

  4. Nachricht aus Moskau: https://www.rt.com/news/403307-2-russian-submarines-fire-cruise-missiles/
    Bin ziemlich sicher, daß von dieser Art Kommunikationsmittel im Bedarfsfall noch mehr vorhanden sind.
    Truppenverstärkungen sind über Al Suknah unterwegs und die Moral bei Daesh steht wohl nicht mehr zum Besten. Alles andere (Ost-Euphratseite u. a.) ist mit Sicherheit ebenso gut durchdacht und vorgeplant wie die bisherigen Taktiken und Strategien. Wir werden es sehen.

    Die Zweckpessimisten sollten doch bitte auch mal über praktische Dinge wie die potentielle Finanzierung eines US-Proxy-Imperiums nachdenken und in diese Überlegungen Begriffe wie „return on investment“, „chinesische Interessen“ und (das bevorstehende Ende des) „Petro Dollar“(s) einbeziehen. Vielleicht kann der eine oder anere dann wieder etwas ruhiger schlafen.

  5. Erst Wochenlang was von Linien schreiben, vom wichtigen Gas Feld und nun genau das Gegenteil. Brauchen wir nicht, nehmt es euch..

    Klar, macht Luftlandungen, schneidet uns ab. Hauptsache der IS ist weg.

    Ähm, der IS mag extrem schlimm sein. Aber das „Gelbe“ bleibt und wird von Tag zu Tag größer. Es bietet Platz für US Truppen ganz offen. Für Flugplätze und Kampfflugzeuge ganz „legal“. Israel hat damit schön ein neuen Proxy mit dem es Arbeiten kann. Dagegen ist Syrien nun mal gleich dauerhaft 1/3 weniger und dazu schön mit US Truppen begegnet und eingekreist. Ganz Nebenbei könnte die russische Luftbrücke bald ganz zu sein. Das kleine Stück Irak wo Syrien Aktuell an der Grenze steht könnte auch ganz schnell zu riskant sein für Flugbewegungen. Ganz besonders für iranische Flieger.

    Und wer weiß, wer beim IS die Strippen zieht. Es muss nur einer sein der die Hauptkräfte stets gegen die SAA einsetzt. So Selbstmord Angriffe gegen die Gelben gibt es fast gar keine.

    Nein, Russland vertraut Zombis denen nicht Vertraut werden kann und es kann nix machen. Wo sind die russischen Faltschirmjäger welche an 10 Stellen massiv landen? In Afghanistan hat dies sofort damals geklappt. Den Rest hätte die SAA und der Iran aufgerollt. Russland zögert weiter und dies weil ja wieder so eine Falle drohen könnte. Ja, das könnte passieren. Nur diesmal gibt es die SAA und den Iran und der IS ist eine Miliz. Die YPG dagegen ist bald eine moderne Armee mit modernsten Waffen und diversen SOT Teams anderer Mächte.

    Ganz toll denen nun noch mehr Gebiete zu überlassen. Aber der SAA kannst du keinen Vorwurf machen. Sie werden ja in Stücken verkauft und das Land aufgeteilt. Idlib an die Türkei, der Norden und Osten an die neuen US Stadthalter und der Süd Westen an Israel.

    1. triangolum

      Ich glaube, du solltest mal dein Informationssystem neu justieren.

      Die Meldung, dass US-Luftlandekräfte südöstlich der Stadt Deir Ezzor – westlich des Euphrat – gelandet sind, war eine simple Ente.

      Und noch was: gelbe Karte. Deine Wut auf Russland ist hier fehl am Platz. Mäßige dich mal bitte und höre auf hier rumzutrollen.

  6. @triangolum,

    ja es es ist bitter! Ja es es ist schwer zu zu schauen, aber immer ein Schritt nach dem anderen.

    Es wird Gründe geben warum es nicht schneller geht.
    Hisbola kurzzeitig doch zur Sicherung der Heimat geschickt? (Israelischer Truppenaufmarsch)
    Unerwartete Schwierigkeiten mit der Logistik? Munition? Treibstoff?
    Geheime Verhandlungen?

    Shogoi in Damaskus? Warum? Nicht zum Feiern. Er ist anschließend nach Teheran und dann nach Sotschi.

    Vielleicht passiert aber genau das was Du dir wünscht.

    Habe Geduld.
    Ach ja Franzose, Militär und Historiker meinte heute, der Einsatz der Russen (5000 Man und 60-80 Flugzeuge in Syrien) kosten etwa 3-4 Millionen Dollar pro Tag.

    Bei den Amis ist es doppelt so teuer 6-8 Millionen Dollar. Das sind bis jetzt etwa $ 1000 Millionen Militärkosten bis jetzt dazu kommen die Kosten für Unterstützungsleisten, Wiederaufbau u.s.w. geschätzte Leistungen ca 5-6 Milliarden? Ich weis es nicht.

    Die toten Russen ich habe so um 300 gehört sollte man auch bedenken.

    Und es ist nicht ihr Land!
    Es ist das Land der Syrer.

    Was mich traurig macht sind die vielen jungen Männer die nicht in ihren Land kämpfen.

    Habe Geduld.
    Mit freundlichen Grüßen
    Paule

  7. Bei der Beurteilung der Operationen in Richtung Osten: immer erst auf die Karte von vor wenigen Monaten schauen!

    Die Vorstöße an Tabqa vorbei über Resefah zum Euphrat, und durch die Wüste bis zur Grenze und kurz vor T2, haben riesige neue Fronten eröffnet mit erheblichem Risiko.
    Aber genau aus dem strategischem Kalkül, keinen Raum für Ami-Proxys und Umflaggungen zu lassen.

    Mit der Ausräumung des Zentrums sind die Fronten jetzt wieder verkürzt, anscheinend wollen sie den zentralen Kessel doch relativ schnell ausräumen, dann werden noch mehr Kräfte frei.

    Jetzt gibt es diverse offene Straßenverbindungen, es können Truppen nach Osten verlegt werden, ohne Abschneidungsgefahr, und man kann sie bei Bedarf schnell zurück führen (Nordhama oder Westaleppo).

    Bevor man über den Euphrat geht, mit einer Landeoperation (egal ob Fallschirm, Hubschrauber oder Boot), muss die sonstige Logistik so weit sein, dass man schnell sicher Nachschub rüber bringt.

    Bis jetzt ist die Logistik auf der Westseite noch nicht weit genug vorangetrieben; es braucht einen sicheren, breiten Zugang (in der Stadt sind noch viele ISIS-Gebiete mit entsprechendem Risiko).

    Zu den Gerüchten über Luftlandeoperation der Amis; die sind von beiden Seiten dementiert, aber das alleine ist noch kein Beweis.

    Fakt aber sind die Kalibr, die in dieses Gebiet verschickt worden sind. Wer dort ist, oder hin zu gehen gedenkt, lebt also äußerst gefährlich, so viele militärisch relevante Objekte wird es ja nicht geben im lw Gebiet.

  8. „…Was mich traurig macht sind die vielen jungen Männer die nicht in ihren Land kämpfen….“

    Was mich traurig macht sind alle bisherigen, unschuldigen Opfer, unter den todesmutigen Kämpfern wie unter den Zivilisten, die dieser heimtückisch angezettelte Krieg gegen ein weiteres, souveränes Land schon gekostet hat.
    Was mich wütend macht, ist nicht nur die Tatsache, daß UNSERE Regierung diesen Krieg maßgeblich (SVP, Wilmersdorf, etc) mit entzündet hat sowie die Sanktionen und anderen, illegalen Aktivitäten gegen Syrien fortführt, sondern auch die destruktive Ignoranz gegenüber den Opfern, dem Einsatz der Kämpfer und ihren grandiosen Erfolgen, die in westlichen Foren-Kommentaren immer noch und immer wieder aufscheint.

    Reicht die destruktive Ignoranz der Globalisten (und ihrer Propagandamedien) nicht aus? Müssen westliche Sofa-Strategen den Kämpfern und den echten Strategen der Widerstandsachse zusätzliche Ver- und Mißachtung in´s Gesicht spucken? Ist das die „moralische“ (und damit auch spirituelle) „Unterstützung“, die die Kämpfer vor Ort und die klugen Strategen im Hintergrund verdienen?

    Wer selbst nicht zum Mitkämpfen in der Lage ist (nicht mal auf der politischen Ebene, wo noch genug Handlungsbedarf besteht) kann und darf (moralisch gesehen) natürlich mögliche Gefahren benennen und Besorgnisse äußern, wenn er sich als Unterstützer der Widerstandsachse gegen die Globalisten betrachtet.
    Defätistisches Gejammer und Gehetze gegen die Opferbereitschaft derer, die vor Ort kämpfen (und gekämpft haben) und gegen diejenigen, die die bisherigen Siege (für ALLE Menschen der Welt) durch ihre kluges Handeln ermöglichen, macht einen – in meinen Augen – aber zu einem realen Unterstützer der Globalisten.

    Zweckpessimismus ist ein menschlicher Selbstschutzmechanismus, konstruktiv ist er nicht. Und einiges, was (nicht nur) hier von Kommentatoren manchmal zu lesen ist, geht weit darüber hinaus, denn es richtet sich gegen die Moral der Kämpfer und ihrer tatsächlichen Unterstützer, was immer auch Ausswirkungen auf der realen, physischen Ebene hat.

    Solchen Leuten würde etwas mehr Überlegung, Selbstdisziplin, Bescheidenheit undd Dankbarkeit m. E. gut zu Gesicht stehen, wenn sie sich weiterhin als Unterstützer der unipolaren Weltordnung im Allgemeinen und der Kämpfer dafür im Besonderen betrachten möchten.

    Sorrry, aber das mußte mal raus (und „zartere“ Hinweise dringen offensichtlich bei einigen nicht durch)

  9. Ergänzung (dann geb ich auch Ruhe, versprochen):

    „Es ist alles sinnlos, die Globalisten sind die Stärksten und die Mächtigsten und sowieso unnnnnnbesiegbar!“ – Solch verinnerlichten und verbreitete Globalistenpropaganda ist m. E. zusätzlich auch ein Schlag in´s Gesicht derer, die, wie hier Nocheinparteibuch, soviel Energie und Lebenszeit in Recherchen und ECHTE Überlegungen investieren und uns Leser an ihren durchdachten, akribissch belegten und zutreffenden Analysen teilhaben lassen: Man übergießt ihre Schwerter der Wahrheit dadurch mit dem klebrigen Propagandaschleim der Globalisten. Das wird den Sieg dieser Schwerter zwar nicht aufhalten, macht ihre Handhabung aber etwas mühsamer.

    Auch in dieser Hinsicht hat jeder eine Verantwortung bezüglich seines Denkens, Redens und Handelns, derer er sich IMMER bewußt sein sollte.

  10. @ PAule

    „Ach ja Franzose, Militär und Historiker meinte heute, der Einsatz der Russen (5000 Man und 60-80 Flugzeuge in Syrien) kosten etwa 3-4 Millionen Dollar pro Tag.“

    Sind das die Vollkosten oder die Mehrkosten?
    Die Flugzeuge sind ja sonst auch da und werden bewegt, die Männer auch bezahlt, direkt für den Einsatz kommen natürlich Mehrkosten hinzu.
    Es wurde ja verkündet, Manöver zu reduzieren, das könnte die Mehrkosten reduzieren.

    Aber klar, das kostet Geld, und geht natürlich in die Milliarden am Ende.
    Und Milliarden für den Wiederaufbau sind natürlich besser, als die für Militäreinsätze; die sind notwendig, aber die Mittel sind dann weg.

    Was man kooperativ erreichen kann, sollte man nicht konfrontativ zu erreichen versuchen; kostet mehr, bietet mehr Risiken.

    Natürlich bleibt die schwierige Abschätzung, ob es sich denn kooperativ erreichen lässt.

    Die Ausgangslage ist gut, mit Trumps erklärten außenpolitischen Zielen, die auch in diversen Handlungen deutlich werden.

    Sieg in Mossul, absehbarer Sieg in Raqqa, die „Hauptstädte des Feindes sind dann erobert, al Hawija könnte wie Tall Afar recht schnell gehen.

    Bleibt das Gebiet am Euphrat, ohne sehr große Städte, aber doch relativ dicht besiedelt.

    Es zeichnet sich eine Kesselschlacht ab, aus dem Osten die PMU, vom Süden andere irakische Kräfte, vom Westen aus SAA und Verbündete; vom Norden amerikanische Proxytruppen, das wäre das perfekte Fernseh-Szenario.

    Tolle Grafiken, wie ISIS, das Böse, eingekreist und geschrumpft wird.

    Inclusive Brückenschlag kurz vor Abu Kamal.
    Russen und Amerikaner treffen sich.

    Da kommt auch NBC nicht dran vorbei.

    Dafür müsste Trump aber Garantien geben, dass die Gebiete östlich des Euphrat unter der Kontrolle von Damaskus bleiben, bei lokaler Verwaltung vor Ort.
    Will er das? Kann er das?
    Wenn ja, wäre es für Russland der beste Weg; weniger Kosten, gleiches Ergebnis, + bessere Kontakte zu den USA.

    Für Damaskus wäre das auch ok; aber ihr Risiko ist halt größer, wenn sich die Amis nicht daran halten sollten.

  11. Alloush erklärt, Al Nusra ist ein Tool vom Iran, um der syrischen „Revolution“ in den Rücken zu fallen.

    Soso. 🙄

    Aber man soll ja das positive sehen; offenbar setzen sich die „moderaten“ Terroristen deutlich von Al Nusra ab; nach der Einlassung kann ja von der Seite der „Revolution“ keine Empörung geben, wenn Nusra bekämpft wird, nach dem ISIS beendet wurde.

  12. „After a victory near Deir Ezzor city, Syrian government forces have successfully crossed the Euphrates River and gained foothold on its eastern bank, the Russian Foreign Ministry’s spokesperson, Maria Zakharova, said during a weekly press briefing.“

    southfront.

    Das kann man wohl als vertrauenswürdige Quelle bezeichnen?

    Eher ungewöhnlich; keine Ortsangabe, um keine Informationen zu liefern, aber warum dann das statement überhaupt?

    1. andreas

      In der Tat sollte Maria Zakharova eine vertrauenswürdige Quelle sein. Entsprechende Gerüchte gab es da ja letztens schon, nur keine Bestätigung.

      Und, es gab gestern noch ein bemerkenswertes Statement von U.S. Army Colonel Ryan Dillon, einem Sprecher der US-geführten Anti-ISIS-Koalition:

      “I’ll just tell you that the plan is not to go into Deir al-Zor city but there (are) plenty of ISIS fighters and resources and leaders that continue to have holdouts throughout the middle Euphrates River valley,” Dillon told reporters in Washington through a video briefing.

      (Reuters)

      Demzufolge will die US-geführte Koalition also nicht in die Stadt Deir Ezzor gehen. Das ist insofern bemerkenswert, als dass ein Teil der Stadt Deir Ezzor am östlichen Ufer des Euphrat liegt. Dementsprechend dürfte es also eine Vereinbarung geben, dass die syrische Armee den Euphrat überquert, zumindest um ISIS im Osten der Stadt Deir Ezzor zu eliminieren.

      1. Hallo PB,

        wenn die Trauben für den Fuchs zu hoch haängen sind sie ganz bestimmt sauer und er will sie auch überhaupt nicht haben 🙂

        Die Dailystar Libanon und Debka schreiben, das der Vorstoß der FSA nach DZ unbeabsichtigt kam. Es war einfach nur Leere.
        Die Truppen sind so schnell und weit vorgestoßen das sie „Die Betankung der Fahrzeuge mit dem Hubschrauber“ vornehmen mussten.
        Ob man’s glaubt?

        ——–
        Die Kurdenabstimmung im Irak scheint auch nicht ganz so Widerspruchsfrei zu laufen:
        Übersetzung mit https://www.deepl.com/translate

        „Das Parlament der irakischen autonomen Region Kurdistan versammelte sich am Freitag zum ersten Mal seit zwei Jahren, um über einen Plan zur Durchführung eines Referendums über die Unabhängigkeit am 25. September abzustimmen.

        Die Zentralregierung in Bagdad lehnt den Plan ab, der Anfang dieses Jahres von Massoud Barzanis kurdischer Regierungschef Massoud Barzani’s Kurdistan Regionalregierung (KRG) angekündigt wurde.

        Die Nachbarn des Irak, Iran und die Türkei, haben sich ebenfalls gegen den Plan ausgesprochen, da sie befürchten, dass ein unabhängiger kurdischer Staat den Separatismus in der eigenen kurdischen Bevölkerung schüren könnte.
        […]

        Barzani früh am Freitag sagte, dass die Abstimmung nicht verzögert wird, trotz der drängenden Anträge von den Vereinigten Staaten und von anderen westlichen Mächten, die gesorgt wurden, dass die Spannung zwischen Baghdad und Erbil …
        […]
        Gorran, die wichtigste Oppositionsbewegung der Kurdischen Demokratischen Partei (KDP) in Barzani, boykottierte die Parlamentssitzung in Erbil. Es war ein Streit zwischen Gorran und der KDP, der die Versammlung dazu veranlasste, ihre Sitzungen 2015 auszusetzen.“

        Quelle: http://www.dailystar.com.lb/News/Middle-East/2017/Sep-15/419471-iraqi-kurd-parliament-reconvenes-to-vote-on-independence-referendum.ashx

        Grüße PAule

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