Syrische Armee kommt in Deir Ezzor weiter voran

Wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA berichtete, ist es der syrischen Armee und ihren Partnern am gestrigen Freitag gelungen, den rund 20 Kilometer westlich der Stadt Deir Ezzor liegenden Ort Sholah sowie umgebende Hügel und den Hügel Aloush, der das noch von ISIS-Terroristen beherrschte Gelände des Friedhofs, das den Flughafen vom Rest der gerade befreiten Stadt trennt, überblickt, einzunehmen.

Auf einer Karte sieht die Lage in Deir Ezzor damit gegenwärtig etwa wie folgt aus:

Für die nächsten Tage ist damit zu rechnen, dass die syrische Armee und ihre Partner die Belagerung des Flughafens von Deir Ezzor durch ISIS-Terroristen beenden, die Sicherheitszone um den befreiten Teil der Stadt und ihre Zugangswege Stück für Stück erweitern und dann weiter in der Provinz Deir Ezzor aufräumen. Da das russische Militär mit dem US-Militär in der Provinz Deir Ezzor vor zehn Tagen „Linien vereinbart“ hat, sind dabei keine großen Überraschungen mehr zu erwarten, wenn man davon absieht, dass erst durch die Fortschritte der syrischen Armee und der US-gestützten Kräfte in der Provinz öffentlich klar werden wird, was die vereinbarten Linien sind.

Weiterhin berichtete SANA, dass die Armee weitere Fortschritte bei der Eliminierung der zentralsyrischen ISIS-Tasche östlich von Salamiyah gemacht und dabei auch zahlreiche Waffen der dortigen ISIS-Terroristen beschlagnahmt hat. Einer Karte von @EmmanuelGMay zufolge sieht die Lage da nun wie folgt aus:

Auch an dieser Front ist im Grunde so ziemlich alles geklärt. Offen ist da nur noch die Frage, ob die dortigen ISIS-Terroristen in den nächsten Tagen kapitulieren oder ob sie es vorziehen, sich eliminieren zu lassen.

Spannender ist die Frage, wie es mit der Terroristentasche in der Provinz Idlib weitergehen wird. Bekannt ist, dass die Astana-Garantiemächte Russland, Türkei und Iran beabsichtigen, am 15. September in Astana weitere Dokumente zur Einrichtung einer Deeskalationszone dort zu unterzeichnen. Die Umsetzung dürfte jedoch nicht einfach werden, weil die von Al Kaida geführte Terroristenallianz „Hayat Tahrir Al Sham“ (HTS) inzwischen weite Teile der Tasche beherrscht.

Bei dem Vorhaben der Einrichtung einer Deeskalationszone Idlib mag es hilfreich sein, dass die wahhabitischen Terrorsponsorstaaten Saudi Arabien und Katar sich im Frühjahr schwer verkracht haben und Katar sich seitdem Iran wirtschaftlich und politisch annähert. Als ermutigendes Zeichen darf es da gesehen werden, dass am Donnerstag das erste Mal seit Monaten wieder LKWs mit Hilfsgütern die seit Jahren von Terroristen umzingelte regierungstreue Enklave Fuah und Kafriya nordöstlich der Stadt Idlib erreicht haben. Ansonsten bestimmen nach wie vor Morde unter den Terroristen und Explosionen das Bild in der Provinz Idlib. Gestern sollen bei einer Explosion von Munition neun HTS-Terroristen in Idlib getötet und weitere verletzt worden sein.

Weiterhin berichteten inoffizielle Quellen am Freitag, dass offenbar von „Israel“ unterstützte Terroristen der von Al Kaida geführten HTS-Allianz in der Provinz Quneitra eine Offensive gegen Positionen der syrischen Armee gestartet und dabei anfänglich Geländegewinne erzielt haben, bevor der syrischen Armee es gelang, die Terroristen zurückzuschlagen und ihre Positionen zurückzuerobern.

Nicht zuletzt deshalb darf gegenwärtig mit Spannung beobachtet werden, ob, und wenn ja, welche Konsequenzen der am Donnerstag Morgen von israelischen Kampfflugzeugen aus dem Libanon ausgeführte Raketenangriff auf eine Einrichtung des syrischen Militärs in der Provinz Hama haben wird, der syrischen Angaben zu zwei Toten und Sachschaden geführt hat. Stand der Dinge scheint da im Moment zu sein, dass die israelische Regierung offiziell keine Stellung zu dem israelischen Angriff bezieht, sie jedoch Übereinstimmung mit der Meinung regierungsnaher inoffizieller Stellen signalisiert, die das israelische Aggressionsverbrechen als richtige Handlung zum Unterstreichen israelischer roter Linien und berechtigte israelische Warnung an den amerikanischen Präsidenten Trump und den russischen Präsidenten Putin öffentlich einhellig loben. Syrien hat noch am Donnerstag den UNO-Sicherheitsrat offiziell aufgefordert, „entschlossene Maßnahmen“ gegen die fortgesetzten israelischen Aggressionen gegen Syrien zu ergreifen, die die Verbrechen der Terrorgruppe ISIS ergänzen, die Mora der Terrorgruppen stärken und das Feuer des Terrorismus in der Region weiter anfachen. Am Freitag hat der Libanon nach einer Sitzung des obersten libanesischen Sicherheitsrates, an der Staatspräsident Aoun und Regierungschef Hariri teilgenommen haben, bekannt gegeben, ebenfalls eine offizielle Beschwerde beim UNO-Sicherheitsrat wegen der israelischen Verletzung des libanesischen Luftraumes und des vom Libanon aus erfolgten libanesischen Angriffes auf Syrien einzureichen. Die Präsidenten der USA und Russlands, Trump und Putin, die israelischen Medienberichten zufolge das eigentliche Ziel des Angriffes gewesen sein sollen, haben es bislang hingegen vorgezogen, zu diesem israelischen Angriff auf Syrien zu schweigen. Der Israel nahestehende ehemalige stellvertretende US-Außenminister Elliot Abrams zeigte sich daraufhin am Freitag enttäuscht, dass US-Präsident Trump auf die von Israel mit dem Angriff auf Syrien ausgedrückte Warnung an die USA, den US-geführten Anti-Terror-Kampf in Syrien nach eigenem Ermessen sabotieren zu können, bislang nicht mit öffentlichen und praktischen Solidaritätsbekundungen für Israel wie einer Generalerlaubnis zur israelischen Nutzung von in Israel gelagerten US-Waffen reagiert hat.

Es darf gerätselt werden, was jetzt im UNO-Sicherheitsrat passieren wird. Üblicherweise wurden die zahlreichen Beschwerden Syriens über die ebenso zahlreichen israelischen Angriffen auf Syrien in den letzten Jahren, die zwischenzeitlich vom früheren israelischen Luftwaffenchef Amir Eshel öffentlich zugegeben wurden, vom UNO-Sicherheitsrat schlicht ignoriert und nicht einmal auf die Tagesordnung gesetzt. Nun ist es aber so, dass die US-amerikanische Botschafterin bei der UNO dringend die russische Zustimmung dazu benötigt, die DVR Korea übermorgen wie geplant für die Verletzung des Völkerrechts durch einen UNO-Sicherheitsratsresolutionen gegen die DVR Korea zuwiderlaufenden Atomtest mit schärferen Sanktionen zu bestrafen, was Russland bislang ablehnt. Während die USA, eben nicht zuletzt weil die DVR Korea über Atomwaffen und dazu passende ballistische Raketen verfügt, über keine realistische Möglichkeit verfügen, militärisch gegen die DVR Korea vorzugehen, hat die DVR Korea die USA am Freitag vorgeführt, indem sie die US-UNO-Botschafterin Nikki Haley öffentlich als „politische Prostituierte“ beleidigte und erklärte, die USA würden für ihre „hysterischen“ Drohungen einen hohen Preis bezahlen.

Um jetzt nicht das Gesicht zu verlieren und vor der Weltöffentlichkeit als völlig impotent dazustehen, brauchen die USA nun also unbedingt die Zustimmung des russischen Präsidenten Putin zu schärferen Sanktionen gegen die DVR Korea. Doch Putin scheint sich jedoch am Mittwoch mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon darauf verständigt zu haben, die Situation auf der koreanischen Halbinsel dadurch zu verbessern, dass sie zusammen mit der DVR Korea gemeinsame Projekte auf den Weg bringen. Nun steht Putin der Zug offen, den USA, der diplomatischen Gepflogenheit des beim Botschaftspersonal bereits praktizierten Tit-for-Tat folgend, zu erklären, dass Russland grundsätzlich bereit sei, schärfere Sanktionen wegen Völkerrechtsbrüchen gegen die DVR Korea im UNO-Sicherheitsrat mitzutragen, aber Russland dafür auch von den USA erwarte, Sanktionen wegen Völkerrechtsbrüchen – wie den jüngsten israelischen Angriff auf Syrien – gegen Israel im UNO-Sicherheitsrat mitzutragen.

Für Israel könnte so aus dem israelischen Angriff eine Lose-Lose-Situation entstehen. Sollte Trump machen, was die USA bisher immer gemacht haben, nämlich Sanktionen gegen Israel prinzipiell ablehnen, könnte Israel vorgeworfen werden, mit seinem zur Unzeit erfolgenden und auf US-Interessen keine Rücksicht nehmenden Angriff auf Syrien nicht nur – wie von Israel geplant – nur den US-geführten Anti-Terror-Kampf in Syrien behindert zu haben, sondern auch die diplomatischen Möglichkeiten der USA zur Beseitigung der angeblichen Bedrohung der USA durch Atomraketen der DVR Korea sabotiert zu haben. Sollten die USA hingegen Sanktionen des UNO-Sicherheitsrates gegen Israel überraschenderweise zustimmen, so wäre die durch den Angriff auf Syrien beabsichtigte israelische Machtdemonstration hingegen völlig nach hinten losgegangen.

Denkbar ist es dabei sogar, dass Putin und Trump dabei hinter den Kulissen zusammenarbeiten und die entstandene Situation öffentlichkeitswirksam melken, um Israel einen Denkzettel zu verpassen, dass es – große Macht der Israel-Lobby in den USA hin oder her – mit negativen Konsequenzen zu rechnen hat, wenn Israel es sich nochmal wagen sollte, sich tätlich gegen von den Präsidenten der USA und Russland getroffene Vereinbarungen zu stellen. Trumps zentrales Wahlversprechen war schließlich nicht „Make Israel Great Again.“ Die nächste Woche stattfindende UNO-Generalversammlung würde jedenfalls eine hervorragende Kulisse für so einen amerikanisch-russischen Showdown mit maximaler Theatralik bieten.

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23 Gedanken zu “Syrische Armee kommt in Deir Ezzor weiter voran

  1. Kampf um Oel Felder in Norden von DEZ ist damit verloren. Kurden und SDF werden es nehmen. USA bekommt immer das Oel.
    In Zentral Syrien werden sich Islamisten noch lange währen. Es bleibt noch 40 Dörfer welche mühsam zu befreien sind.
    Israel ist Israel und trotz allen Möglichkeiten in Sichercheitsrat, es wird nichts passieren. Nordkorea wird bestraft und syrische Vorschlag wird nichts diskutiert.
    Einzige Frage bleibt, ob Islamisten auf syrische Seite von DEZ ihre Oel Felder verteidigen und Verstärkung nach Norden schicken oder lassen sich abschlachten jeder in seinen Dorf.

    1. Zgvaca

      Ich finde deine Stimmung viel zu missmutig. Ich glaube, neben den Optionen, sich auf den Ölfeldern oder in ihren Dörfern abschlachten zu lassen, haben sie noch eine dritte Wahl.

      Wenn die „Islamisten“ nur ein paar Kilometer weiter nach Süden ziehen würden, etwa Richtung Riad, um da mal ein paar Leuten ihre Meinung zu sagen, dann könnten sie dabei ziemlich viel internationale Unterstützung bekommen.

    2. Ja, schon erstaunlich, wie leicht die Kurden vorangehen und wie mühsam die SAA. Haben anscheinend ganz plötzlich mal 20 Kilometer Richtung DeZ gemacht. Oder erscheint es nur Pessimisten wie mir so? Die unsichtbare Hand scheint den IS stets der SAA den größten Widerstand entgegensetzen zu lassen.

      Einen israelischen Jet schießt man nicht ab bei einem immer noch vollständig israelisch dominierten US-Kongreß und halben Weltpresse. Zumindest nicht wegen zwei Soldaten und etwas Sachschaden. Ist einfach so, leider. Und möglicherweise verlangt und bekommt Israel auch einen kurdischen Puffer, der die direkte Verbindung zu Iran verhindert.

      Würde zum großen Plan Rußlands passen, die Kräfteverhältnisse zu ändern, aber eben behutsam, ohne die bisherigen alleinigen Spieler zu sehr zu demütigen – Recht hin oder her. Und ganz ehrlich, der Machtverlust für den NATO- und Terrorblock in den letzten zwei Jahren ist bereits gewaltig. Bisher ging doch immer alles automatisch: Machthaber xxx dämonisieren, zunehmend unfriedliche Proteste schüren, Menschenrechte einfordern, Rebellen bewaffnen, hetzen hetzen hetzen und irgendwann die Beute einsammeln. Diese Zeiten sind vorbei und die gewaltigen Summen, die in diesen Umsturz gesteckt wurden, sind verloren!

      Meiner Meinung nach gehörte die Situation schon noch etwas besser ausgenutzt, denn der Betriebsunfall Trump wird sicher irgendwann korrigiert und dann werden die Zeiten wieder schwerer. Aber Putin & Co können sicher besser beurteilen, was geopolitisch zur Zeit möglich ist. Dauerhaft werden sich etwa die Kurden nicht so weit ausbreiten können, sonst geht die Türkei unwiederbringlich der NATO verloren.

    3. Zgvaca
      Kampf um Oel Felder in Norden von DEZ ist damit verloren. Kurden und SDF werden es nehmen. USA bekommt immer das Oel.

      Nun atme erst mal durch: Wenn die USA (nach dem Krieg) Ihren derzeitigen Einfluss behalten will, geht das wohl nur mit einem eigenen Kurdenstaat. Das wird aber die Türkei nicht zulassen. Aber die USA aber vor allem Europa wird die Türkei nicht aus der NATO lassen wollen (hat sich gerade bei den Treffen der Verteidigungsminister gezeigt).
      Und ich weiß nicht, ob das sogar von Dir kam: Kurden werden Probleme bekommen, wenn Sie das Gebiet um Raqqa verwalten wollen, von wegen der Mentalität
      Mit Windkraftwerken, E-Autos verliert Öl ja auch an strategischer Bedeutung. Nicht umsonst hatte Obama ja versucht, sich unabhängig vom Öl zu machen.
      Strategisch dürfte es wichtiger sein, die gut ausgebildeten syrischen Arbeitskräfte aus D zurück zu holen, die hier nur rumsitzen, da das dt. Management Qualifikationen sei es dt. als auch ausländischer Arbeitskräfte zu verstehen.

    4. Was mir auffält, bei militarymaps.info z.b. sichtbar war es gestern noch nicht,ist, das seltsamerweise IS stets überal heftigst sich der SAA und Alliierten entgegenstellt, sei es bei Maadan, sei es – https://www.facebook.com/Deir.alzour.now/posts/1988834231363848
      2017-09-08 19:40:00 – durch Anzünden von Bohrlöchern, wodurch die SAA nur langsam vorwärtskommt.

      Aber die SDS-Ami-Koalition macht mal eben so ratzbatz 25 km auf der Straße nach Süden vor – gibts da keinen IS? Sind da die Straßen nicht vermint?

      Das stinkt derart nach „Befehl an den IS: stillhalten und zurückziehen/Strecke freihalten“ durch die US – fällt dies niemandem auf? Das Gebiet ist doch nicht blanke Wüste wie bei der SAA, und verteidigungswürdige Objekte gibt es da auch, z.B. die riesigen Ölfelder NW von DeZ.

      Das muß doch auch alles den Russen ebenfalls bekannt sein??!!

      Solange kratzte sich kein Mensch daran, SAA waren 100km entfernt von DeZ, SDS nur 45 km, NIX PASSIERTE. Und nun drohen die Felle wegzuschwimmen und man agiert; Ausrede „Rakka“ zieht nicht, da die Kämpfe in Rakka un verändert weiter gehen und die Lage sich von den Gebietswechseln her kaum bzw. nur sehr minimal unterscheidet.
      Wären die Ami/SDS in Rakka fertig, sähe es anders aus, aber so schätze ich es ein, daß man kei Interesse an den Menschen hat, nur an den Rohstoffen – siehe „Wie kommt unser Öl eigentlich unter deren Sand?“ als Ami-Äußerung.

      – Konrad Fitz –

      1. Konrad Fitz

        Nicht ärgern, sondern einfach mit denselben hinterfotzigen Tricks zurückschlagen. Ein paar Bohrtürme 2-3 Kilometer östlich vom Euphrat aufstellen, und dann da „neue“ Ölfelder finden und ausbeuten. 😉

      2. „Das stinkt derart nach `Befehl an den IS: stillhalten und zurückziehen/Strecke freihalten` durch die US – fällt dies niemandem auf?“

        Washington samt mit allen Mitteln gegen den sozialen Fortschritt der Menschheit gerichtet imperialistisch rechtsextremistischen Komplizen und Gefolge hat sich ja gerade wieder verraten, als aus Deir Ezzor die Helikopter das Terror-Führungspersonal zur weiteren Verwendung in Sicherheit gebracht haben: IS ist US.

        Die damals zu Spaltungs- und Herrschaftszwecken vom britischen Kolonialismus aufgebrachte, heute in Eurasien bis in Russlands Nordkaukasus und China verbreitete islam- und allgemein menschenfeindlich imperialistische Sektenirrlehre des Wahhabismus sowie ähnliches von Pakistan aus eingeschleppt nach Afghanistan, ist CIA-„Islam“ mit saudisch-arabischer Tarnung für die Naiven und ständig verbreitet durch alle kapitalistischen Konzern- und Staatsmedien, weil da Mekka und Medina liegen, „muss das doch Islam sein, sogar DER Islam“.

      3. Denke ich mir auch längst, alles kein Zufall: Alles schwere Material und beste Daesh Einheiten gg. SAA. Während die SDF offenbar 20km Tagesausflug durch die Wüste machen kann.

        Dazu steht seit 2 Tagen russisches Brückenmaterial vor Ort und die gehen nicht über den Euphrat. Nicht zu vergessen, die tollen S-400, während 50 km neben russischer Basis israelische Raketen einschlagen. Und Israelis überlegen weitere Angriffe (laufend Drohnen-Berichte im Libanon). Wofür gibt´s Su-35, die sollten (halt auch im Libanon) israel. Einflüge abfangen. Würde vermeiden, daß die Russen sich weiter auf der Nase herum tanzen lassen.

    5. In Syrien ist noch lange nicht das letzte Wort gesprochen wie ich imho gestern oder Vorgestern dargelegt habe. Die Türken sind mom an der russischen kurzen Leine und haben ein massives Problem mit den Kurden. Ich bezweifele weiterhin das Assad und damit auch Russland die USA auf Syrischem Gebiet dulden werden. Wenn die von epb dargelegte diplomatische Entwicklung (btw. großartig) tatsächlich so ablaufen wird kann man damit sogar die wahnsinninge in Tel Aviv einhegen…mal sehen.

      1. Sheeple

        Bei der diplomatischen Entwicklung nach dem israelischen Angriff bin ich mir nicht sicher. Da gibt es eine Menge Möglichkeiten, wie das gespielt werden kann, und eine davon wäre es, den israelischen Angriff einfach zu ignorieren.

        Aber was ich auffällig finde, ist, dass sowohl Trump und Putin dazu schweigen, kein noch so klitzekleines Wort darüber verlieren. Das riecht für mich nach russisch-amerikanischer Koordination.

  2. Ich könnte mir vorstellen, das vor allen Putin und der Iran großes Interesse daran haben den Libanon ins Boot zu holen. Klar durfte sein, wenn der Libanon weiter destabilisiert wird, wird man in der Region keine Ruhe bekommen. Es könnte also durchaus sein, das man den Antrag aus Syrien ignoriert aber den vom Libanon nutzt um Israel einiges klar zu machen.
    Es gab ja nun schon die Zusammenarbeit Beirut/Damaskus/Hizbolla an der Grenze. Wenn die USA den Israelies (Entschuldigung das muss wohl heißen, der Israelischen Regierung) klar macht, das man das gut gefunden hat und ausgebaut werden soll, wäre das schon heftig für die Herren in Israel.

    1. Lutz

      Ich glaube auch, es gibt viele Möglichkeiten, „Israel“ im Sicherheitsrat unter Druck zu setzen. Lassen wir uns mal genau beobachten, ob da, und wenn ja, was passieren wird.

  3. So langsam wird Israel tatsächlich einfach das „Nord Korea“ der USA.
    Nord Korea testet eine Rakete und baut Atombomben.
    Israel hat seit Jahrzehnten Atombomben und testet ständig Waffen und
    – besetzt Gebiete von Nachbarstaaten
    – gibt einer sehr großen Minderheit kein Wahlrecht in der von ihnen beherrschten Gebieten
    – schränkt die Freizügigkeit ein und läßt keinen Familiennachzug von einer systematisch ausgegrenzten Minderheit ihrer Bevölkerung zu.
    – verhindert die ökonomische Entwicklung dieser Minderheit in dem der Staat die freien Warenaustausch militärisch verhindert.
    – betreibt systematisch Landraub, enteignet Privatbesitz und von Gemeinschaftsgütern und wendet die Sippenhaftung an.

    Beim direkten Vergleich von Israel und Nord Korea kann ich keine objektiven Maßstäbe erkennen, warum der eine Staat von der BRD mit U-Booten zum subventionierten Vorzugspreis beliefert wird und der andere Staat das verpachten von seinem Eigentum verboten wird.

  4. Konrad

    „Was mir auffält, bei militarymaps.info z.b. sichtbar war es gestern noch nicht,ist, das seltsamerweise IS stets überal heftigst sich der SAA und Alliierten entgegenstellt … Aber die SDS-Ami-Koalition macht mal eben so ratzbatz 25 km auf der Straße nach Süden vor – gibts da keinen IS? Sind da die Straßen nicht vermint? Das stinkt derart nach „Befehl an den IS: stillhalten und zurückziehen/Strecke freihalten“ durch die US – fällt dies niemandem auf?“

    Schaut man sich mal eine Karte von vor drei Monaten an und vergleicht dann die Fortschritte der SAA mit den Fortschritten der US-geführten Kräfte, dann sieht das nach dem Gegenteil aus. Man schaue etwa hier, eine Karte von Anfang Juni 2017:

    Die SAA hat seitdem Zigtausende Quadratkilometer Land von ISIS eingenommen, während die SDF immer noch auf der Stadt Raqqa rumkaut. Dass die SDF – das dürften die jüngst zur SDF umdeklarierten Jarba-FSA-Terroristen sein – nun mal ein paar Kilometer in der Provinz Deir Ezzor eingenommen haben, fällt da kaum ins Gewicht.

    Dass die SDF schlecht vorankommt ist auch logisch, denn sie sind wenig motiviert, weiter voranzukommen, weil, wenn sie fertig sind, die USA verschwinden will, und sie dann allein mit all den Kräften sind, mit denen sie Streitigkeiten haben.

  5. Ihr seht das viel zu negativ. Lasst doch die syrische Armee erst einmal alles bis auf die Kurdengebiete zurückerobern. Dann wird es schon eine passende politische Lösung geben. Wie die aussieht steht in den Sternen. Von unabhängiger Kurdenstaat bis Türkei tritt aus der NATO aus und rollt gemeinsam mit Syrien die Kurdengebiete auf halte ich alles für möglich.

    1. Das Problem ist, dass es bei den jetzt erobert werdenden Gebieten keineswegs um „Kurdengebiete“ handeln muss; da sind arabische Proxys der Amis am Werk.

      Und de offizielle Erklärung lautet ja, dass man die Gebiete „lokalen Gruppen übergeben wird, also irgendeinem „Operationsraum“.

      Man muss sich nur die kriegslüsterne Nikki Haley anschauen; für mich sieht das ganze stark danach aus, dass da bei weitem nicht alle handelnden Personen auch auf Linie des Oberbefehlshabers sind.

  6. https://southfront.org/wp-content/uploads/2017/09/1-140.jpg?x38890

    Southfront berichtet, dass gesagt wird von Teilnehmern, dass Jones gesagt habe, SAA bleibt westlich vom Euphrat, und wird andernfalls angegriffen.

    Nun ist das dritte Hand von unautorisierten Sprüchen auf einem lokalen Treffen, auf dem die Truppenführer genau das hören wollen; womöglich eine Andeutung, die sich auf bestimmte Gebiete bezog, wer weiß.

    Aber das Kabur River Tal soll vom „SAC“ eingenommen werden.

  7. „Alles schwere Material und beste Daesh Einheiten gg. SAA. “

    Also Raqqa sieht bisher nicht wie ein Spaziergang aus, auch viele Verluste für die SDF, trotz der massiven Luftangriffe der „Koalition“.

    Die Grenze zur Türkei wurde nicht einfach aufgegeben, Manbic, Al Bab.

    „Während die SDF offenbar 20km Tagesausflug durch die Wüste machen kann.“

    Erinnere dich an den 100-Km-Ritt der SAA zur Grnze, um At Tanf herum.

    Wenn sie wirklich durchgehen können bis zum Euphrat, also auch durch die besiedelten Gebiete, ohne Gegenwehr, dann wäre es militärisch unverständlich
    In relativ offenem Gelände auf einen massiven Agriff erst mal mit einem Rückzug zu reagieren ist nicht unplausibel.

    „Dazu steht seit 2 Tagen russisches Brückenmaterial vor Ort und die gehen nicht über den Euphrat. “

    Wie einfach findest du so eine Flußüberquerung, auf feindliches Gebiet?

    „Wofür gibt´s Su-35, die sollten (halt auch im Libanon) israel. Einflüge abfangen. Würde vermeiden, daß die Russen sich weiter auf der Nase herum tanzen lassen.“

    Würde bedeuten, dass sich die Russen genau so gegen das Völkerrecht wenden wie Israel; denn im libanesischen Luftraum haben sie ohne Einladung nichts zu suchen.

    Solange sie nicht selber angegriffen werden, natürlich.

    Jedenfalls wären jegliche diplomatische Aktionen mit solchem Vorgehen ausgeschlossen.

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