Syrische Armee verkleinert Uqayribat-Tasche weiter

Der syrischen Armee ist es am heutigen Freitag gelungen, die zentralsyrische ISIS-Tasche um Uqayribat weiter zu verkleinern.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA berichtete, die syrische Armee habe nördlich des Ortes Manoukh auf einem zwölf Kilometer langen Frontabschnitt vier Kilometer Tiefe gewonnen. 24 Resistance Axis hat das auf einer Karte wie folgt dargestellt:

Die Uqayribat-Tasche dürfte damit etwa wie folgt aussehen:

Es ist auffällig, dass die Terrorgruppe ISIS in der Uqayribat-Tasche über keinerlei Tiefe mehr verfügt. Das noch von ISIS beherrschte Gebiet um Uqayribat gleicht einer Ansammlung von langen und dünnen Würsten, die zur vollständigen Eliminierung der Tasche bloß noch zerstückelt werden brauchen.

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25 Gedanken zu “Syrische Armee verkleinert Uqayribat-Tasche weiter

  1. „According to some pro-government pages, the Syrian Army and ISIL are negotiating a deal that would let the latter’s terrorists depart from ‘Uqayrbat and the Jubb Al-Jarrah District through the eastern corridor of Hama.“

    sagt AMN

    Mit einem Abkommen bräuchte man weitgehend nur noch relativ wenige NDF und Spezialkräfte zur Entminung, die Offensivtruppen würden frei.

    Verständlich, dass ISIS am Euphrat davon nicht begeistert ist, wie berichtet wurde.

  2. Diese Tasche ist so genau richtig, um deren Verteidiger zu eliminieren. Es wird keine Woche mehr dazu benötigen. Um danach mit dem wichtigsten, Deir Ezzor zu beginnen. Es ist keine besondere Eile geboten und es kann nebstbei noch am Euphrat weiter gekämpft werden.

    1. Yusha Yuseef 🇸🇾‏Verifizierter Account @MIG29_ 9 Min.Vor 9 Minuten

      Military Source to me || Syrian Army haven’t liberate Auqairibba yet .

  3. Gott zum Gruße,

    Uqayribat ist eingenommen, die allgemeine Situation ist positiv. Nur die Entwicklung am Euphrat macht mir Sorgen. Laut Southfront erzielen die Terroristen dort große Geländegewinne, andere Quellen schweigen dazu schon seit Tagen. Hat Jemand zuverlässige Information zu diesem Frontabschnitt?

    1. Habe hier mehrfach gelesen, dass am Euphrat nur Stammeskrieger und Kadetten der Luftwaffe sind, und die können den Elitekämpfern von Daesch nicht standhalten.
      Kadetten sind meines Wissens junge Rekruten die Offiziersanwärter werden sollen.
      Ist das ein Übersetzungsfehler, oder werden am Euphrat tatsächlich die jungen Offiersanwärter
      verheizt ?
      Ich kann es nicht wirklich glauben.
      Denn so verspielt die überalterte SAA ihre Zukunft in einer Zeit, wo hundertausende junger Männer lieber nach Europa flüchten, als für ihr Land zu kämpfen.

      1. ulrich

        Ich stimme zu: das kann ein Übersetzungsfehler sein oder Desinformation, möglicherweise unabsichtlich nach der Methode „Stille Post.“

      2. Das Military Intelligence – und das Air Force Intelligence Directorate haben paramilitärische Verbände (u.a. für spätere Special Forces) und kontrollieren dort (aus Ortsansässigen aufgestellte) Tribal Forces.
        Anbei Verbandsliste – linke Spalte ca. Mitte
        http://tinyurl.com/ml46p93
        Syr. Einheiten an der Front sind oft durchmischt. Südl. Raqqa waren´s Tribal Forces mit rein gemischten Luftwaffen-Absolventen – als Hinterland-Sicherung der Tiger Forces (wird auch stimmen, weil deren Chef Suheil Hassan war ja selber im Air Force Intelligence Directorate, die früheren Tiger Forces waren ja eig. Fallschirmjäger).
        https://en.wikipedia.org/wiki/Suheil_al-Hassan
        Als die Tiger Forces gingen (2.Kessel räumen), kam Daesh und zerstreute die Sicherungskräfte in alle Winde (da wichen welche sogar in die Wüste aus, die tauchten Tage später wieder auf. Positiv daran: die ursprünglich gemeldeten schweren Saa-Verluste dürften nicht stimmen)

  4. De Mistura in der BBC

    http://www.bbc.co.uk/programmes/p05dwjjt

    Der alte Militärexperte weiß dass Raqqa und Deir ez Zor im Oktober fallen werden, und das sind neben Idlib, voll von Al Qaida, die instabilen Zonen in Syrien.

    Als ob hinter Deir ez Zor schon der Irak wäre, aber egal.

    Nach der „Assad muss weg“ – These, den „Analysen“, dass nur so der IS gesiegt werden kann, gibt es jetzt neue Ansagen:
    es muss echte Verhandlungen mit richtig freien Wahlen geben, sonst kommt der IS bald zurück, so wie al Qaida im Irak.

    Mit der Situation im Irak hat er ja nicht ganz Unrecht; die inländischen ISIS-Anhänger kamen aus Gruppen, die nach der US-Invasion in der Luft hingen.
    Allerdings wird es hier so gedreht:

    Assad muss Macht abgeben, sonst ist er verantwortlich, wenn ISIS zurückkommt (nicht etwa die, die da Milliarden Anschubfinanzierung hineinstecken).

    Anderer Punkt: es muss die „freien“ Wahlen geben, damit doch alle viel für den Wiederaufbau bezahlen.

    Naja.

    Anderswo hat er wohl diese Woche gesagt, dass die Moskau-Opposition und das „Hohe Komitee“ gemeinsam Assad gegenübertreten sollen; wie soll das denn ablaufen?

    1. „es muss echte Verhandlungen mit richtig freien Wahlen geben, sonst kommt der IS bald zurück, so wie al Qaida im Irak.“

      Wenn dieser glattrasierter Experte wirklich ein Experte ist, dann sehe ich ganz ganz SCHWARZ. Aber erstmal nicht für Syrien.

      Also hier wo ich lebe gibt es eine Einheitspartei wo sich bestimmte Teile dieser Einheitspartei unterschiedlich benennen und den Volk was vorgaugeln das sie unterschiedliche Ziele haben. Also von „Wahl“ keine Rede. Naja zumindest darf ich einen Flügel dieser glattrasierterten Partei frei meine Stimme geben.

      Deswegen hoffe mal ganz dolle, dieser glattrasierter „Experte“ hat unrecht mit seiner Prognose, bei unfreien Wahlen kommt der IS ….

      PS.
      Das der IS dieses Jahr fallen wird, war vielen schon nach Aleppo klar. Dazu muss man kein glattrasierter Experte sein.

      „Mit der Situation im Irak hat er ja nicht ganz Unrecht; “

      * im Irak gibt es eine Regierung die nicht ganz frei entscheiden kann
      * im Irak gibt es die grösste Botschaft der Welt ( grösser wie eine Kleinstadt )
      * im Irak gibt es keine deeskalations Zonen ( deswegen kämpft das bärtige Fussvolk bis zum bitteren Ende )
      * im Irak gibt es keine grünen Busse ( siehe Punkt oben drüber )
      * im Irak haben nur Glattrasierte die Lufthoheit

      ich wüsst noch paar Punkte, aber das geht zu weit. Will diesen glattrasierten Experten nicht seine brit.königlichen Erkenntnisse absprechen

      1. Deine Punkte sind ja richtig.
        Aber damit wird die Aussage, dass man durch falsches Handeln den IS letztlich empor gebracht hat, nicht falsch.

        Das Widerliche ist eben nur, das falsche Handeln der „Wertegemeinschaft“ im Irak jetzt quasi Assad anhängen zu wollen, bzw. als „Grund“ für eine Beteiligung der „Opposition“ anzuführen.

      2. „Das Widerliche ist eben nur, das falsche Handeln der „Wertegemeinschaft“ im Irak jetzt quasi Assad anhängen zu wollen, bzw. als „Grund“ für eine Beteiligung der „Opposition“ anzuführen.“

        Ja , 100% richtig. Es ging auch nicht gegen dich !

        diese sogenannten Experten haben das Chaos dort in der Region angerichtet und geben jetzt auch noch Expertentips. Haltet den Dieb.

        Nicht der IS ist das Problem, sondern die Hintermänner sind das Problem.

    2. Wenn Neoliberale von „freien Wahlen“ reden, meinen sie damit ein Marionettenregime ihrer imperialistischen Diktatur der Kandidatenvorauswahl.

  5. Die ISIS-Hunter sahen ganz gut gerüstet aus, also auch nachts unterwegs mit russischen Nachtsichtgeräten gegen den weitgehend „blinden“ Gegner?
    Oder kommen die Meldungen eher spät rein?

    Na egal, so lange es vorwärts geht, mit möglichst geringen Verlusten.

    1. „While several conflicting reports about ‘Uqayrbat’s liberation have
      been released, Al-Masdar was told by a source that the almost all
      terrorists in this region have fled through the eastern corridor of
      Hama.

      The Syrian Army opened this corridor on Thursday night to
      encourage the terrorists to flee from ‘Uqayribat in order to avoid a
      long siege.“

      Das Theater diese Woche sah genau danach aus, die die nach „Idlib“ (auf der anderen Seite der Straße ist ja auch Hama) wollen, sollen halt gehen; damit nimmt man den Uqayrbat-Kessel leichter ein, und in Idlibstan gibt es eine neue Gang im Kampf um knapper werdende Ressourcen, gute Chancen für neuen Infight.

      Außerdem kann man mit aller Legitimität gegen diese Truppe später vorgehen

      Es gibt Gerüchte über eine anstehende Offensive, auch vermehrten Beschuss bei Aleppo; möglicherweise soll doch noch mal ein Entlastungsangriff für ISIS erfolgen, oder mit einem Angriff der innere Zusammenhalt wieder hergestellt werden.

      Dieser Logik entgegen steht das Problem, dass in der jetzigen Phase zumindest die „offiziellen“ Unterstützer wie die Türkei da nicht einverstanden sein können.

      winwinwin-Situation.
      Wobei ein paar Wochen später noch besser wäre.

      1. andreas
        Es gibt Gerüchte über eine anstehende Offensive, auch vermehrten Beschuss bei Aleppo; möglicherweise soll doch noch mal ein Entlastungsangriff für ISIS erfolgen, oder mit einem Angriff der innere Zusammenhalt wieder hergestellt werden.

        Bis jetzt beherrscht man (mit Unterbrechung der Straße des Lebens für Aleppo) ein G sindebiet von Idlib bis zur Irakischen Grenze. Jetzt ist an der Straße Schluss. (ich schmeiße bewusst FSA und IS in einen Topf.)
        Die Gelder fließen zäher, d.h. man braucht endlich Erfolge. In letzter Zeit gab es doch innere Kämpfe.
        Wenn man erneut versucht, die türkischen besetzten Gebiete mit der Idlib-Tasche zu verbinden, dürfte das auch nicht auf großen Wiederstand der Türken stoßen.
        Das heißt, wenn was kommt, dann sicher ein Versuch westlich von Aleppo nach Norden vor zu stoßen und das jetzt, wo die SAA+ noch mit IS beschäftigt ist. Vielleicht auch erst, wenn die Truppen weiter im Osten sind. Den Idlib-Truppen wird nichts anderes übrig bleiben

  6. Eine kleine Hommage über den Überfall auf Syrien und das syrische Volk von Aidan O‘Brien,
    lesenswert und hebt die Stimmung.

    https://einarschlereth.blogspot.de/2017/09/hommage-syrien.html#more
    „… Die westlichen „Menschenfreunde“ machen Syrien für den syrischen Holocaust verantwortlich. Die Berichte von Amnesty International und Human Rights Watch (beide intim mit dem US-Außenministerium verbunden) schütten nur Hohn über die Syrische Arabische Republik aus. Noam Chomsky wollte zu Beginn den Regimewechsel. Und andere Linke beehrten tausendfach die Kurden in Nordsyrien und hegten sonstige revolutionäre Illusionen, statt einmal was Gutes über die Syrische Republik zu sagen.

    In der grotesk verdrehten westlichen Darstellung des Krieges in Syrien fehlten und fehlen die vielen Formen des westlichen Imperialismus. Die CIA und ihr modus operandi wurde und wird nicht zur Rechenschaft gezogen: das Kaufen von Informanten, Verrätern, Journalisten, Söldnern, Filmen, Oscars etc. …“

  7. https://www.bloomberg.com/news/articles/2017-09-01/france-s-le-drian-says-can-t-build-peace-with-assad-in-syria

    Mancher lernt es wohl nie, es gibt da einen Fluch.

    Wie lange hält er sich im Amt, dieser Le Drian? ;-)

    Davon abgesehen; diese Haltung, wir entscheiden wer wo wie regiert, fällt den Vertretern der „Wertegemeinschaft“ wahrscheinlich nicht mal selber auf?

    Naja, er kann ja nach dem Sieg über ISIS erklären, warum genau man jetzt Al Qaida wieder unterstützen muss.

    1. andreas

      Wohl noch nicht ganz, aber fast. Andererseits gibt es Meldungen von russischen Luftangriffen beim Mount Bishri.

      Da scheint es also noch ISIS zu geben, und solange es noch ISIS im Hügelland Mount Bishri gibt, läuft die Armee Gefahr, sich auf der Straße Sukhna-Deir Ezzor zu überdehnen, wenn sie da zu schnell vorwärts geht. Es könnte also wohl, je nach Schwere der IS-Aktivität im Jabal Bishri, doch noch etwas dauern, bis die Armee in der Stadt Deir Ezzor ankommt.

  8. Wenn die anderen islamistischen Terroristengruppen jetzt nicht in den nächsten Wochen an mehreren Fronten massiert angreifen, dann kann man davon ausgehen, dass sie kaum noch Kampfeswillen haben. Denn wenn der IS erst einmal besiegt ist, dann dürfte es für die syrische Armee und ihre Verbündeten ein Leichtes sein, den Sack zuzumachen.

    1. Kampfeswillen ist nicht gleich bedeutend mit der Fähigkeit zum Kampf. Die Taktik des Frontalangriffes an mehreren Fronten ist sehr verlustreich mit unterlegenen Waffen und ohne Luftdeckung. Die Hoffnung, die feindliche Luftwaffe könne nicht fliegen, hat schon bei der Ardennenoffensive nicht funktioniert.
      Ohne einen Game-Changer macht ein Frontalangriff aus meiner Sicht für die islamistischen Terroristen keinen Sinn. Viel mehr werden sie versuchen, einen Kleinkrieg zu führen und z. B. Selbstmordanschläge tief im Hinterland des Feindes durchzuführen.

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