Es geht um Iran

Der Kern der Streiteren, die in den letzten Wochen zu einer Reihe von Abgängen im Weißen Haus der USA geführt haben, dreht sich um den Umgang mit Iran. Das US-Militär hat sich dabei vorläufig gegen die Israel-Lobby durchgesetzt.

Mit Steve Bannon ist am Freitag der letzte prominente Kopf der „Iran-Falken“ aus dem Weißen Haus der USA verabschiedet worden. Die Israel-Lobby setzt darauf, dass Trumps nationale Anhängerschaft nicht bemerkt, dass damit ein Machtkampf zwischen US-Militär und Israel-Lobby zugunsten des Militärs entschieden wurde, sondern bemüht sich, es genau andersherum darzustellen. Dabei ist es bekannt, dass Steve Bannon sich für die sofortige Beendigung des Iran-Deals ausgesprochen hat, und ebenso ist bekannt, dass Israels Regierungschef Netanjahu diejenigen Kräfte anführt, die gegen jegliche, auch nur indirekte Kooperation mit dem Iran Sturm laufen.

Die US-Militärs kommen hingegen nicht umhin, sich in Syrien mit der Realität zu beschäftigen, dass Israel da – unterstützt von der Israel-Lobby in den USA – mit Al Kaida und ähnlichen Terroristen zusammenarbeitet und damit gegen das US-amerikanische Ziel eines Sieges im Krieg gegen den Terror handelt. Nicht Iran ist da Gegner, sondern Al Kaida. Und mit Iran klappt die Zusammenarbeit dabei vergleichsweise gut. Dass nun wesentliche Handlanger Israels raus aus Trumps Weißem Haus sind, ist sicherlich eine gute Nachricht.

Die Zurückweisung der anti-iranischer Ansinnen Israels scheint sich auch die Beziehungen Trumps zu den Milliardären Adelson, Mercer und Icahn negativ auszuwirken. Vize-Präsident Mike Pence war unterdessen unterwegs, um bei Großspendern Geld für die 2018 und 2020 anstehenden Wahlen einzusammeln. Sollte Pence bei diesen Bemühungen Erfolg gehabt haben, könnte es Trump einfacher machen, bei den nächsten Wahlen auf Pro-Israel-Geld zu verzichten.

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40 Gedanken zu “Es geht um Iran

    1. kotromanic

      Das stimmt nicht. Big Oil zum Beispiel liegt gerade mit der Israel Lobby über Kreuz.

  1. Was mir sehr auffällt ist, das die Berichterstattung hier in den grossen Schweizer Medien über den US Präsidenten nur negativ ist und /oder man macht sich über die Person und das weitere Umfeld lustig.

    Dazu noch die schiere Anzahl Artikel die täglich nur zu diesem, einen Thema publiziert werden und das eben seit der Wahl unaufhörlich jeden Tag mehrfach von morgends bis abends. Bemerkenswert auch das die Index an den Handelsplätzen seit der Wahl nur nach oben gehen…

    Wer also hat da Hoffnung oder gar gute Gründe um diese nach oben zu treiben?

    Wenn hinter diesen Nachrichten – Propaganda der Atlantic Council, die Bilderberger stehen, was passiert in diesem Kontext dann „im weissen Haus“? Dazu mehr hier https://swprs.org/trump-medien-geopolitik/

    1. Benjamin

      Ich halte die These, dass der gegenwärtig vom Zionisten Richard Nathan Haass geführte Council on Foreign Relations die Medien beherrscht und die Außenpolitik der USA bestimmt, für unzutreffend. Der CFR ist meiner Meinung nach eher ein Diskussionsclub von Ex-Regierungsmitgliedern und mächtigen Personen aus der Wirtschaft, die häufig sehr unterschiedliche Ansichten haben. Man schaue da etwa nur auf die unterschiedlichen Meinungen da zum Nukleardeal mit dem Iran.

      Ganz anders sieht das bei der 5. Kolonne Israels aus, wozu meiner Meinung nach beispielsweise AIPAC und die Conference of Presidents zu rechnen sind. Da ist die Kraft gerichtet, und zwar gerichtet auf Einflussnahme gegen den Iran-Deal und für mehr Konflikt mit Iran, ganz so wie der israelische Regierungschef Netanjahu es vorgegeben hat. Und da gibt es auch eine enge Verbindung mit den US-Massenmedien, die zumeist von Zionisten dominiert oder wenigstens stark mit Zionisten durchsetzt sind.

      Trump unternimmt jedoch nichts dagegen, dass Russland und Iran den Krieg in Syrien gewinnen. Das steckt hinter der Medienkampagne gegen Trump. Kaum hatte Trump im April mal ein paar Raketen auf eine syrische Basis abgeschossen, waren die gleichen Medien, die sonst nur negativ über Trump schreiben, begeistert von Trump, wie präsidiabel er doch sei. Das ist es, was Israel will, und deshalb machen die Medien da mit.

      ZOG ist das Problem, nicht CFR.

      1. EinParteiBuch,

        Zu Ihren Ausfuehrungen ist kaum etwas hinzuzufuegen. Man muss sich freuen, dass es Leute wie Sie gibt, die die Dinge erkennen, verstehen und in der Tiefe durchschauen.

        Danke fuer den Beitrag.

    2. @ Benjamin, danke für den interessanten Link. Das erklärt wohl einiges …

      Also Bannon ist auf jeden Fall ein Zionist, überhaupt ist Breitbart ja offen zionistisch. Deshalb ist es seltsam, dass nun trotzdem alle Westmedien über seinen Abgang hämisch jubeln. Aber Bannon ist natürlich auch strammer Anti-Globalist. Von daher könnte das schon Sinn machen…

      Auch bei Obama habe ich mich immer gefragt, der war offen im Konflikt mit Bibi, der blockierte den Iran-Krieg, der ging nie all-in in Syrien, und trotzdem wurde und wird er von den Westmedien in den Himmel gelobt?! Aber jetzt habe ich mir das File mit den CFR-Mitgliedern in der Obama-Regierung angeschaut, das ist krass. Ich schätze mal es sind über 500, egal wo, CIA, Pentagon, Kerry, Clinton, NSC, FED, alles. Und wenn die Medien auch nur CFRlern gehören, dann ist es ja eigentlich logisch, dass die nicht ihre Kollegen in die Pfanne hauen?

  2. Hat sich die Rhetorik gegenüber dem Iran denn wirklich verändert, oder ist die Zusammenarbeit einfach bequemer, weil es jetzt einfach nur „paßt“, während das Ziel Iran von Trumps Administration nur verschoben wurde? Vor Monaten hatte er ja noch sehr gegen den Iran gehetzt … wenn man den Medien denn wirklich „glauben“ kann. Auch das Heraufbeschwören einen Konflikts von den USA mit Nordkorea erscheint mir immer lächerlicher und wie einem Drehbuch entnommen, um Reaktionen bei jenen zu provozieren, welche die Macht haben einen bestimmten Knopf zu drücken.

    1. Jens

      Trump hatte im Wahlkampf zum Iran schon von Beginn an eine sehr fein justierte Agenda gefahren. Einerseits hat er im Sommer 2015 mit der ZOA und Ted Cruz gegen den Iran-Deal demonstriert, andererseits dann aber gesagt, wo der Deal nun schon abgeschlossen sei, sei es schwer davon wieder wegzukommen, und er werde den Deal deshalb strikt durchsetzen, ganz ganz strikt. Das war letztlich auch als Festhalten am Deal intepretierbar. Mit dieser Ambivalenz ist er durch den ganzen Wahlkampf gezogen. Bei einer TV-Debatte hätte er sogar fast mal aus Versehen gesagt, dass man außer mit Assad und Putin auch mit Iran auskommen müsste, den Satz dann aber in letzter Sekunde abgebrochen und stattdessen eine Litanei gegen den Iran-Deal (ganz, ganz schlecht, und als Gegenmaßnahme den Deal ganz, ganz strikt durchsetzen) angestimmt.

      Und jetzt bricht der im Wahlkampf mit Ambivalenz überkleisterte Konflikt auf, zwischen denen, die da hineininterpretieren, seine Position sei die, dass die USA den sofortigen Austritt aus dem Deal erklärt, und denen, die – zumindest erstmal – im Deal drinbleiben wollen. Netanjahu will unbedingt, dass der Deal sofort beerdigt wird, aber Trump hat nun schon zweimal im Quartalstakt, wo er sich dazu dem Kongress gegenüber festlegen muss, entschieden, „erstmal“ im Deal drinzubleiben, so wie das US-Militär es sich offensichtlich wünscht. Und auch bei den Fragen der Kriegstaktik in Syrien folgt Trump dem US-Militär anstelle von Netanjahu und seinen Leuten. Das US-Militär will Krieg nur gegen ISIS führen, während Netanjahu das US-Militär mit HIlfe seiner Loyalisten in den USA in einen Krieg gegen den Iran und iranfreundliche Kräfte in Syrien treiben will.

      Das US-Militär hat nun diejenigen, die sich im Streit um die Iran-Frage eher als Anhänger Netanjahus denn als Anhänger von US-Präsident Trump entpuppt haben, aus dem weißen Haus rausgekegelt und Trump hat da mit dem US-Militär mitgespielt.

      Netanjahu ist also bei Trump abgeblitzt, weshalb er am Mittwoch zu Putin fliegt, um es da zu versuchen. Israel setzt des weiteren alles daran, um die Zusammenarbeit der russischen und amerikanischen Militärs in Syrien zu sabotieren.

      So sieht es gerade aus.

      1. „Ambivalenz“ ist ein gutes Stichwort. Ich meine, Wahlkampf
        bedeutet (wenn man wirklich gewinnen will), dass man den
        Leuten erzählen muss, was sie hören wollen, ohne dabei
        zu offensichtlich zu lügen. Das bedeutet eine wohlüberlegte
        Wortwahl und grosse Disziplin, was nicht gerade eine Stärke
        von Trump ist.
        Nun ist die gegenwärtige Entwicklung der „Säuberungen“
        im Weissen Haus sicher kein Zufall ! Ich denke, die Militärs
        (die eine Annäherung an den Iran ermöglichen wollten bzw.
        den Terror-Jihadismus wirklich beenden wollen) mussten
        im Wahlkampf eine „breite Koalition“ (mit der Aussage
        „america first, aber auch „Entspannung mit Russland“ im
        Sinne einer gemeinsam-erfolgversprechenden Politik) eingehen,
        und auch pro-israelische Signale (= anti-iranisch) kalkuliert
        einsetzen, um die Chancen auf einen Wahlsieg zu wahren.
        Man hat die Generäle ins Team Trump hinein-zementiert, lies
        die ideologische „Anti-Establishment-Darstellung“ für den
        Wahlsieg arbeiten, um nach dem gesicherten Macht-Gewinn
        die Widersprüchlichkeiten in der personellen Besetzung
        anzugehen.
        Wenn das so geplant war – Hut ab – sehr professionell gemacht
        – obwohl man vom Militär mit seiner klaren Befehlsstruktur
        schon so etwas erwarten kann. Auch in anderen Ländern,
        wenn es drunter und drüber geht, ruht die letzte Hoffnung
        meist auf dem Militär, auch wenns eine vorübergehende
        Militär-Diktatur gibt (ich denke da gerade an Venezuela).
        Dass „Demokratien“ regelmässig versagen bzw. von fremden
        Interessen unterwandert werden kennen wir von der deutschen
        Geschichte, von Weimar bis heute – nur dass wir eben kein
        fähiges, „patriotisches“ Militär haben.

      2. k49mich

        Ich stimme dir zu. Und ich glaube, dass das Militär den Wahlkampf schon unter Obama geplant hatte – und zwar mit Zustimmung von Obama. Das von Obama zu Beginn seiner zweiten Amtszeit mit der Ernennung von Chuck Hagel zum Verteidigungsminister angeschobene Projekt zur Nutzung des US-Militärs um die Macht der Israel-Lobby zu kontern, konnte mit dem Ende der Amtszeit von Obama nicht fertig werden, und so musste ein Weg gefunden werden, jemanden zu finden, der es als Präsident fortsetzt. Und das hat wohl funktioniert.

        Wobei ich dir nicht zustimme, ist die Charakterisierung von Trump als schwach bezüglich einer wohlüberlegten Wortwahl und Disziplin. Im Gegenteil, ich glaube Trump ist ein Großmeister, was Wortwahl und Disziplin angeht – wäre das anders, hätte er nicht Präsident werden können. Er ist dabei sehr geschickt darin, mit absurden Statements den dummen August zu spielen. Und während seine Gegner über ihn lachen, gewinnt er die Wahlen. Trump weiß aus seiner Zeit als „TV-Star der Unterschicht“ sehr genau, was bei diesen Wählern gut ankommt, was ihnen egal ist und was sie gar nicht mögen.

  3. Mir scheint, dass die allgemeine Bedeutung Irans im globalen Geschehen nicht ganz klar ist, vielleicht könnte das PB ein paar erhellende Punkte dazu anführen;

    was mir bekannt ist: Iran ist ein großes Land mit der Einwohnerschaft von ungefähr Deutschlands, seine intellektuelle Kapazität dürfte groß sein, besitzt ein starkes Militär, die Iranische Revolutionsgarde ist berühmt, Iran hatte wohl großen Anteil am Ende des Irak-Krieges und immer noch großen Einfluß dort, Iran ist im Verbund mit RU und China (?), seine Außenpolitik dürfte sehr selbständig sein, und anscheinend ist seine militärische Kraft noch eine der letzten großen Gefahren für Israel im arabischen Raum (Syrien hat man wohl unterschätzt)

    1. santa

      Iran ist nicht nur ein fortschrittliches und militärisch, politisch und kulturell starkes Land, sondern auch Hauptantriebskraft im Kampf gegen Zionismus und US-Imperialismus. Iran limitiert die israelische Handlungsfreiheit bei der Unterdrückung der einheimischen arabischen Bevölkerung der Region dadurch, dass Iran es ausnutzt, dass Unterdrückung die Motivation für Gegenwehr stärkt. Jedesmal, wenn Israel und die Israel-lobby ein neues gigantisches Verbrechen in der Region begehen, gehen pro-iranische Kräfte deshalb daraus gestärkt hervor.

      Israels Besetzung des Südlibanon hat Hisbollah populär gemacht, der von der Israel-Lobby vorangetriebene Krieg gegen Irak hat den Sieg der von Iran unterstützten irakischen Volksmobilisierungseinheiten hervorgebracht, der von Israel vorangetriebene Terrorkrieg gegen Syrien hat die syrische Armee in eine gefeierte schlagkräftige Truppe verwandelt und in Jemen und Afghanistan ist mit einem ähnlichen Ausgang der von der Israel-Lobby vorangetriebenen Kriege zu rechnen. Und natürlich hat nicht zuletzt iranische Unterstützung es dem palästinensischen Widerstand in Gaza ermöglicht, den israelischen Kriegen gegen Gaza standzuhalten. Und nun gelingt es dem Iran auch noch zunehmend, in östlichen wie westlichen Staaten mit seinen Argumenten zu überzeugen, dass nicht Iran radikal ist, sondern die Allianz von Israel, Saudi Arabien und Al Kaida.

      Im Zentrum bei der Vereitelung der Bemühungen Israels und der Israel-Lobby zur Unterdrückung der arabischen Bevölkerung steht also immer wieder Iran. Deshalb will Israel die USA unbedingt wieder auf einen strikt anti-iranischen Kurs bringen. Nur, das US-Militär ist inzwischen davon überzeugt, dass ein US-Krieg gegen Iran zwar von Israel gewünscht wird, aber nicht im US-Interesse ist. Im Gegenteil betrachten weite Teile des US-Militärs die 5. Kolonne Israels in den USA, die die USA in den letzten Jahren serienweise in verheerende Nahostkriege getrieben hat, inzwischen als katastrophal für die USA.

      1. Der Iran ist aus meiner Sicht zumindest das einzige Land des Nahen Ostens das sowas wie Intelektuelle Stärke besitzt. *** entfernt ***

      2. EinParteiBuch,

        Auch dieser Kommentar von Ihnen ist korrekt und entspricht den Fakten. Habe selbst im Iran gearbeitet und etliche Freunde dort.

        Freue mich auf mehr.

        Bis spaeter

      3. Wiederholt ein Lob auf die Analysen von PB, die leider die breite Masse zwecks Meinungsbildung nicht erreichen.
        Zuerst, muss ich zugeben, war ich entsetzt über das „Gehen“ von Bannon…., nun bin ich zuversichtlich.

  4. Bannons Interview bzw. Gespräch mit Kuttner diese Woche war schon sehr interessant.

    Wie es aussieht, könnte es noch eine freundliche Trennung gegeben haben.

    Bannons „Handels“-Kurs ist geradezu der Kern von America first.
    Inwiefern die Idee, man kann China durch Verhinderung von Technologie-tranfer und Zwang zum Handelsbilanzausgleich irgendwie eindämmen, oder das sei wünschenswert, mag dahingestellt sein.

    Fakt ist, dass der „Globalisierungs“-kurs der China geradezu kampflos das Feld überlässt, nur im Interesse eines kurzfristigen Profits auf einem Absatzmarkt; das sieht Bannon vollkommen richtig.

    Gut möglich, dass er in dieser Frage immer noch einflussreicher Berater bleibt, ohne offiziellen Titel.

    Denn es gibt gar nicht viele, die das Dogma des Globalisierungs-Zwangs überhaupt in Frage stellen.

  5. Aber ist Bannons Gegenspieler und Trumps Schwiegersohn nicht ein guter Freund von Netanjiau?

    1. Bohnennase

      Ja, natürlich ist der Schwiegersohn von Trump ein ganz doller Freund von Netanjahu. Aber bisher sieht es so aus, dass Kushner es – anders als Bannon – nicht darauf anlegt, Trump zu schaden, falls er mit ihm nicht einer Meinung ist – etwa was die Nahostpolitik angeht. Das gleiche dürfte auch für Stephen Miller gelten.

  6. Die ganzen Kriege gegen den Terror haben doch nur einen Gewinner: Israel
    Die sind doch schon ganz offen als Partner von IS & Co. mit den eigenen Worten.

    Syrien ist das einzige Arabische Land was noch nicht innerlich zerstört ist. Der ganze Terrorkrieg in Syrien hat eher Syrien in Sachen Zusammenhalt der Ethnischen und Religions- Gruppen gestärkt. Wird auch der ganze Krieg gewonnen ist auch die SAA zwar personell stark geschrumpft aber von der Erfahrung und Kampfkraft deutlich stärker. Auch was die Verbündeten angeht.

    Russland wird dauerhaft in Syrien als Schutzmacht stehen. Der Iran steht nun an der Grenze zu Israel und hat mit dem Irak eine Achse bis dahin geschaffen. Israel hat alle anderen Länder nahezu klein gemacht aber nun droht denen eine echte militärische Herausforderung wenn drei große Länder zusammen an seiner Grenze stehen wovon zwei ganz sicher nicht still halten werden wenn Israel zuckt.

    Solange Syrien nicht noch geteilt wird muss es sich mit einem starken Syrien in 25 Jahren auseinander setzen. Viele Freunde und Verräter wird es in Syrien nicht mehr haben nach dem Krieg.

    1. „Solange Syrien nicht noch geteilt wird“

      Syrien wird nicht geteilt ! 90% nicht

      Ich bin mir sicher die Russen haben mit den Amis einen Deal. Dieser Deal beinhaltet den Rückzug der Amis aus Syrien und im Gegenzug halten sich die Russen aus Libyen raus.

      Denn über Libyen liest man jetzt fast nix mehr in den russ.Medien. Denke seit Februar ist dort fast 100% Ruhe in den Medien.

      Für mich ein sicheres Zeichen, die halten sich dort raus.
      Beweisen kann ich nix , ist nur so ein Gefühl

      Wir werden sehen

      Beweisen kann ich nix nur so ein Gefühl.

      1. sg

        Es gibt deutliche Anzeichen dafür, dass Russland sein Engagement in Libyen verstärken könnte. Khalifa Haftar war gerade in Moskau bei Shoigu, um russische Waffen zu bekommen.

        https://www.rt.com/news/399618-libya-haftar-visits-moscow/

        Mein Eindruck ist, dass es dem US-Militär nur allzu recht wäre, wenn Moscow den langjährigen US-Schützling Haftar ebenso unterstützen würde wie Assad in Syrien. Für Russland ist dabei allerdings schwierig, dass die Türkei Gegner von Haftar unterstützt. Das könnte erklären, warum Russland sich in Libyen militärisch sehr zurückhält, denn die Türkei ist für Russland in vielerlei Hinsicht sehr wichtig. Denkbar ist es dabei aber, dass Russland seine zurückhaltende Rolle und guten Beziehungen zur Türkei dazu nutzt, um zwischen den verschiedenen Kräften in Libyen politisch zu vermitteln.

      2. @np

        Da habe ich mich wohl geirrt mit den 100% 😉
        Ich dachte genau diese Waffenlieferungen an Haftar waren nur eine Drohung für die Amis.

        Dann haben die einen anderen Deal. Die Frage ist bei welchen Land sich die Russen dafür raushalten. Venezuela kann es nicht sein. Dort steigt ja jetzt Rostneft ein.

        Ich war mir sicher es ist Libyen

      3. sg

        Ich glaube, dem US-Militär ist es durchaus recht, wenn Russland an vielen Stellen einsteigt, wo es um Israel geht, und dabei dann auch Erfolg hat. Da braucht es keinen Deal, eher könnte es ein Angebot geben, wie das US-Militär Russland dabei diskret unterstützen kann. Das US-Militär befindet sich schließlich im Streit mit der Israel-Lobby.

    1. andreas

      Dass die USA die Tiger im Kampf gegen ISIS weit auf russischer Seite der Dekonfliktierungslinie bombardieren sollen, erscheint mir schwer vorstellbar.

      Das riecht nach einer einfachen Ente oder komplexen Psyop. Was da in der Wüste wirklich geschehen ist, weiß so genau natürlich niemand.

  7. Bannon ist weg und USA greift sofort SAA Einheiten in Süd Raqqa. Passt nicht mit Theorie hier in Forum.

  8. Sollte die Meldung etwas damit zu tun haben?

    Da versucht sich jemand aus dem schwarzen Gebiet ein „moderates“ Mäntelchen umzuhängen?

    Aber selbst wenn die jetzt supermoderat wären, in diesem Gebiet hat die „Koalition“ nichts zu bomben nicht mal zu fliegen.

    1. andreas

      Da scheint es um die FSA/Al-Kaida-Tasche in Rastan und Umgebung zu gehen, nicht um das ISIS-Gebiet, wo die Tiger sind.

      1. Nach dem Bild von 24 Resistance wäre der Luftschlag relativ nahe an AL Kawn und damit auch an Tayba.

        Aber ich habe keine Ahnung von den ganzen Untergrüppchen.

      2. andreas

        Jetzt wird mir klar, was du meinst. Aber es ist sicher nicht so. Es gibt mehrere Orte mit Namen Taiba.

        Die Brigade der Märtyrer von West-Taiba befindet sich in West-Taiba 25 km nordwestlich der Stadt Homs.

        Der angebliche US-Luftangriff soll aber nahe der Oase Kom rund 200 km östlich der Stadt Homs gewesen sein, wo es in der Nähe einen anderen Ort namens Taiba gibt.

  9. Ivan Sidorenko‏ @IvanSidorenko1 6 Min.

    This is obviously Unconfirmed. Remember just week or so ago when Iraqi’s got hit HARD by ISIS/Daesh they blamed it on Coalition air strikes

  10. Noch was interessantes:

    die zionistische Hasbara erklärt unter Berufung auf eine offizielle Email vom Sprecher der US-Koalition, das weitverbreitete Zitat von Generalmajor Jones, der gesagt haben soll, die syrische Armee dürfe den Euphrat nicht überschreiten, sei eine Fälschung und es entspreche auch nicht der US-Position. Die USA hätten in Syrien nur einen Feind und das sei ISIS.

    http://www.jpost.com/Middle-East/What-the-Syrian-regimes-assault-on-ISIS-means-for-the-region-502872

    Der aus AIPAC ausgegliederte Thinktank „Washington Institute“will unbedingt, dass SDF oder mit der SDF verbündete arabische Kräfte von Shadidi aus zum Euphrat runtergehen, dabei das große Ölfeld Omar in Besitz nehmen und die syrisch-irakische Grenze für pro-iranische Kräfte dichtmachen. Aber das US-Militär denkt überhaupt nicht daran, dafür zu sorgen, dass dieser israelische Wunsch realisiert wird. Stattdessen sei abzusehen, dass das Gebiet an die syrische Armee gehen wird und sich dadurch die Machtdynamik in der Region stark zuungunsten von Israel verändere.

    http://www.washingtoninstitute.org/policy-analysis/view/the-race-for-deir-al-zour-province

    Das zionistische Regime ist empört und entsetzt. Nachdem Netanjahu bei Trump und dem US-Militär auf Granit gebissen ist, will er nun am Mittwoch zu Putin reisen, um da wohl das gleiche anti-iranische Verlangen vorzutragen.

    https://sputniknews.com/world/201708191056614142-putin-netanyahu-sochi-meeting/

    1. Wir werden sehen ob die Worte zu Taten werden oder dann doch die „Gelben“ nach Süden zu machen. Siehe Al-Tanf. Da stehen die SAA Truppen und Verbündete ja auch strikt an der „50km“ Grenze.

      Immerhin ist die IS Offensive nach Norden gestoppt und abgeschlagen.

  11. Al-Kader.

    Aktuell gibt es immer noch keine Bestätigungen zum angeblichen Vorfall, weder von russischer noch syrischer Seite und auch nicht von den Tiger Forces. Ivan Sidorenko seinerseits hat sich inzwischen auch vorsichtiger geäussert.

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