Syrische Armee rückt östlich von Sukhnah vor

Inoffiziellen Berichten zufolge ist es Einheiten der syrischen Armee am heutigen Freitag im Kampf gegen die Terrorgruppe ISIS gelungen, von der zentralsyrischen Stadt Sukhnah aus etwa zehn bis 15 Kilometer nach Osten in Richtung Deir Ezzor vorzurücken.

Fotos von Einheiten der syrischen Armee an der etwa sieben Kilometer östlich von Sukhnah gelegenen Gasstation Najib wurden veröffentlicht.

24 Resistance Axis hat zu dem heutigen Vorstoß der Armee östlich von Sukhnah eine Karte veröffentlicht.

Die Fortschritte der Armee und ihrer Partner in dem Raum summieren sich mit der Zeit, aber bis nach Deir Ezzor sind es von dieser Front aus immer noch mehr als 100 Kilometer. In Deir Ezzor ist eine vermutlich sechsstellige Anzahl von Zivilisten und Soldaten seit Jahren von ISIS-Terroristen umzingelt. Nach drei Jahren extrem schwieriger Bedinungen scheint die Kampfkraft der ISIS-Terroristen in Deir zuletzt glücklicherweise etwas nachzulassen, sodass der syrischen Armee dort zunehmend erfolgreiche Gegenangriffe gelingen, doch ist die humanitäre Situation in Deir Ezzor nach wie vor alles andere als einfach.

Das World Food Programme der UNO hilft in Zusammenarbeit mit dem syrischen roten Halbmond dabei, den von ISIS umzingelten Menschen aus der Luft Nahrungsmittel abzuwerfen und sie so vor dem Hungertod zu bewahren.

Der erfolgreiche Kampf der syrischen Armee und verbündeter iran-freundlicher Kräfte gegen die Terrorgruppe ISIS ist dem israelischen Apartheidregime ein Dorn im Auge. Schon Anfang 2012 hatte Ex-Mossad-Chef Efraim Halevy in der New York Times erklärt, dass ein Frieden in Syrien, der die iranisch-syrische Freundschaft intakt lässt, für Israel inakzeptabel ist, weil dann die ganzen Bemühungen zum Regime Change in Syrien nutzlos gewesen wären. Während hochrangige israelische Geheimdienstler gegenwärtig beim Nationalen Sicherheitsberater HR McMaster zu Besuch in Washington sind, um da ihre Forderung nach einer Ausweitung des US-Krieges gegen ISIS und Al Kaida auf pro-iranische Kräfte in Syrien vorzutragen, setzt gleichzeitig eine von Israels Regierungschef Netanjahus Großsponsor Sheldon Adelson finanzierte Gruppe der Israel-Lobby US-Präsident Trump wegen seines aus Netanjahus Sicht zu freundlichen Umganges mit Iran unter politischen Druck.

Nachtrag 22:45h: Von Miladvisor gibt es eine aktuelle Übersichtskarte zur Lage in Sukhnah und Umgebung. Interessant ist dabei, dass die Tiger westlich der Oase Kom schon sehr viel Gebiet eingenommen haben sollen, sodass das ISIS-Gebiet nördlich von Palmyra schon fast schlauchförmig erscheint.

Newsweek zufolge besteht das von Israel gewünschte Auskommen in Syrien in einer faktischen Zerstückelung – oder Balkanisierung – des Landes, sodass die unterschiedlichen (Ex-)Landesteile anschließend untereinander zerstritten und im Vergleich zu Israel noch viel schwächer als bisher schon sind. Das israelische „Alptraum-Szenario“ ist hingegen ein Sieg Assads.

Nachtrag 23:15h: Die „liberalzionistische“ Internet-Postille Huffington Post hat zum Abgang des „nationalzionistischen“ Nichtjuden Bannon aus dem Weißen Haus die Schlagzeile GOY, BYE! gebracht:

Viele Kommentare zum Titel der HuffPo waren deutlich ablehnend:

Jüdische Macht in den USA zu thematisieren, soll tabu bleiben.

Steve Bannon seinerseits hatte, wie zwischenzeitlich bekannt wurde, bereits am Mittwoch mit dem Breitbart finanzierenden Milliardär und Pokerspieler Robert Mercer das weitere Vorgehen besprochen.

13 Gedanken zu “Syrische Armee rückt östlich von Sukhnah vor

  1. Deeskalationszone Ost-Ghouta: Abkommen mit Faylaq Al-Rahman.

    AMN:
    “ Faylaq Al-Rahman has accepted terms to join the de-escalation agreement in the eastern suburbs of Damascus, Friday, after successful negotiations with the Russian reconciliation committee.

    The de-escalation agreement will include all areas of the East Ghouta region that have a Faylaq Al-Rahman presence; however, it will not include any site that the Al-Qaeda linked Hay’at Tahrir Al-Sham militants are occupying.

    This is an important part of the agreement because Faylaq Al-Rahman is embedded with Hay’at Tahrir Al-Sham in the East Ghouta; specifically, they share trenches in the strategic suburb of Jobar.“

    Das heißt ja nun eigentlich Butter bei die Fisch!

    Wollen FAR nun „moderat“ sein, oder nicht?

    In Idlib gab es ja kürzlich eine weitgehende räumliche Neuordnung und auch Trennung, wobei es noch genug Orte geben dürfte, wo diverse Terrorgruppen und moderate Terroristen quer durcheinander existieren.

    Die russische Ansage dazu: es kann ja keine Terroristen geben, wenn es Deeskalationszone ist, wenn es welche gibt, müsst ihr selber damit fertig werden.

    Ist Ghouta jetzt die nächste Stufe?
    Also mit angriffen auf HTS, und jeder, der nicht deutlich abrückt, ist automatisch Terrorist.

    1. andreas

      Dass das Rahman-Korps im Osten von Damaskus sich nun auch an den Waffenstillstand halten will, ist eine hervorragende Nachricht. Das dürfte damit zusammenhängen, dass die syrische Armee in den letzten Tagen und Wochen in Jobar und Ain Tarma Fortschritte gemacht hat. Heute zum Beispiel dieser hier:

      Obwohl es dabei auch beträchtliche Verluste auf der Seite der Armee gibt, darf man davon ausgehen, dass die Verluste auf Seiten der Terroristen nochmal deutlich größer sind:

      Offenbar ist also auch dem Rahman-Korps eine irdische Existenz lieber als der Übertritt in die Hölle. Dass da nun noch viele Al-Kaida-Kämpfer verbleiben, glaube ich nicht. Ich glaube vielmehr, die werden sich nun fast alle mit Fahnen vom Rahman-Korps schmücken und feierlich erklären, schon immer beim Rahman-Korps gewesen zu sein. Ich glaube, wo Islam-Armee und Rahman-Korps nun in Ost-Damaskus Waffenstillstand mit der Armee haben, ist es für Al Kaida in dem Gebiet völlig aussichtslos, da allein auf weiter Flur weiterzukämpfen.

      1. Sollte so kommen; vielleicht gibt es ja auch noch ein paar Busse.

        Interessant ist dieses Vorgehen als Blaupause für die Gebiete, in denen Al Kaida stärker vertreten ist.

        Sputnik hat auch noch etwas zum Thema Deeskalationszone:
        ***
        Hauptthema des bevorstehenden Dreier-Treffens [Russland, USA, Türkei] sei die Einrichtung von fünf Deeskalationszonen in Syrien, berichtet Haberturk unter Berufung auf diplomatische und militärische Quellen. Es sei geplant, türkische Militärs in Idlib, russische in der Nähe von Damaskus, iranische um Hama und amerikanische und jordanische in den südlichen Provinzen Syriens einzusetzen.***

        Fünf Zonen, wolle die Amis doch noch at Tanf retten?

        Auf die Ausgestaltung kann man gespannt sein; HTS wird teilweise bekämpft werden, teilweise umflaggen oder auch nach Hause gehen, in Idlib dürfte das ein hartes Stück Arbeit werden.

        Die Russen wollen einerseits Ruhe haben und auch absehbar eine „politische“ Lösung mit Einbindung von divergierenden Interessen.
        Andererseits die territoriale Integrität Syriens erhalten und verhindern, dass es lokale Fürstentümer von ausländischen Gnaden gibt.

        Gar nicht mal so leicht, da den Weg zu finden.
        Aber wenn es einer schafft, dann wohl die Russen

      2. andreas

        Ja, ich glaube, du hast recht, die fünfte Deeskalationszone könnte wohl Tanf werden. Für Syrien wäre das gar nicht schlecht, weil die Einrichtung einer Deeskalationszone dort außer weniger Krieg auch bedeuten dürfte, dass der Warenverkehr zwischen Syrien und Irak via Tanf ins Rollen kommt.

        Und dann gibt es noch eine wichtige Nachricht: Bannon ist raus aus dem weißen Haus.

        http://www.zerohedge.com/news/2017-08-18/one-hell-run-matt-drudge-tweets-bannons-last-rites

        Für mich sieht das so aus, dass die Militärs der USA weiter auf Kooperation mit den Militärs von Russland, der Türkei und Iran ihre Kräfte bündeln, um die Beendigung des Krieges in Syrien durchzusetzen und alles und alle aus dem Weg räumen, die das verhindern wollen.

        Bannon wurde zuletzt vor allem von Caroline Glick unterstützt und hat im weißen Haus Netanjahus Agenda der Konfrontation mit Iran vorangetrieben. Von einem Ergebnis des Besuches der israelischen Geheimdienstler bei McMaster ist noch nichts bekannt. Ich vermute, dass McMaster den Israelis gesagt hat, er verstehe, dass es das israelische Interesse ist, dass Iran weg aus Syrien soll, aber das US-Interesse ist ein Sieg im Krieg gegen ISIS und Al Kaida, und dann nichts wie weg.

  2. ***The Syrian Endeavour‏ @SyrianEndeavour 3 Std.Vor 3 Stunden

    The checkpoints of the SAA, around the motorway of as-Sa’an – Ithriya, in the countryside of east Hama, has been targeted by mortars by HTS.
    ***

    Ach, wenn die neun Verbindungen sicher stehen, wäre es direkt eine Überlegung wert, die ISIS-Reste nach Idlib zu lassen; gibt bestimmt neue Infights.

    1. andreas

      Ich stimme dem zu. Anstatt die ISIS-Terroristen aus Uqayribat und Umgebung mit grünen Bussen nach Idlib zu verfrachten, könnte die Armee sie einfach durchbrechen lassen. Die Strecke Saan-Ithriya, die die Terroristen kreuzen müssen, um von Uqayribat nach Idlib zu kommen, ist teilweise nicht mal zehn Kilometer breit.

      Vorher sollte aber die neue Verbindung über die Straße Homs-Palmyra nach Aleppo stehen. Wenn der Verkehr nach Aleppo tagelang komplett unterbrochen würde, wäre das ganz schlecht für die langsam Früchte tragenden Bemühungen, die Industrie in Aleppo wieder in Gang zu bekommen.

    1. Netzpolitik

      Youtube löscht schon seit sechs Jahren ziemlich systematisch so ziemlich alle Videos, mit denen sich die Verbrechen der von der Israel-West-GCC-Achse unterstützten Terroristen dokumentieren und nachweisen lassen.

      Das verwundert auch wenig, da Youtube schon seit 2008 mit der als CoP-Mitglied eindeutig der Israel-Lobby zuzuordnenden ADL bei der Video-Zensur zusammenarbeitet und Israel einer der führenden Antreiber des Terrorkrieges gegen Syrien ist.

  3. Ein schönes Beispiel, wie westliche Volksverdummung funktioniert:

    Es wird ein Krieg veranstaltet, riesige Waffenmengen werden nach Syrien geschickt, die auch eingesetzt werden und vieles zerstören.
    Dann gibt es ein Embargo, das der Aufbau allein durch das zerstörte Land alles allein aufbauen muss, während die angebliche Aufbauhilfe in den Aufbau von Flüchtlingslager fließt, die dann ideale Kommandozentralen der Regierungsgegner sind.
    Und dann beschwert man sich, das der Aufbau nicht vorwärts geht.

    Und um das man u.a. solche Kampanien weiter machen kann, hat man in paar Tagen gleich 3 Möglichkeiten dies zu akzeptieren:
    Nicht zur Wahl gehen, dann bleibt es wie es ist,
    Auch beim ungültig machen des Stimmzettels ändert sich nichts, nur müssen sich die Parteien Geld über andere Ideen holen,
    oder irgendwo ein Kreuz zu machen, dann ändert sich der Anstrich.

  4. Es scheint eine US-russische Vereinbarung zu geben, dass in der Provinz Deir Ezzor der Euphrat die russisch-amerikanische Dekonfliktierungslinie bildet:

  5. „Brigadier General Suheil ‘The Tiger’ al-Hassan, Commander of the Syrian Arab Army Tiger Forces, has received an award weapon from Head of the Russian General Staff, Valery Gerasimov, at the Hmeymim air base.

    The Tiger Forces commander has also received a grateful letter from Russian Defense Minister, Sergey Shoygu.“

    https://southfront.org/suheil-the-tiger-al-hassan-receives-award-weapon-from-russian-head-of-general-staff-video/

    “For the successful offensive along the Euphrates river, for participation in the liberation of the strategically important settlement Sukhna, as well as for command of the landing and the liberation of El-Kder, the Russian Defense Minister, Army General Sergei Shoigu awards you for the courage,” the Russian Defense Ministry quoted Gerasimov in a statement.

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