Ein typisches Beispiel für Fake News in Springers Welt

Die Propaganda der Springerpresse ignorieren wir hier im Parteibuch ja eigentlich regelmäßig, weil diese Hasbarabude so viele Fake News in die Welt pumpt, dass man zu nichts anderem mehr Zeit hat, wenn man die ganzen Lügen da auseinandernehmen wollte. Doch der am Sonntag in der zionistischen Welt veröffentlichte Artikel „Neue Schmuggelroute zwischen Russland und dem Iran“ ist ein so groteskes Hasbarastück, dass dazu nun doch mal ein paar Worte gesagt werden sollen.

Gleich drei Autoren, nämlich Christina Brause, Julia Smirnova und Walter Wolowelsk, erzählen da kurz zusammengefasst folgende Geschichte: vom Iran aus sollen mehrfach militärische Güter, die nicht näher bezeichnet werden, außer dass es sich um schwere, offensive Waffensysteme handeln soll, auf den russischen Luftwaffenstützpunkt in der syrischen Provinz Latakia gebracht, der rund 1400 Kilometer von Teheran entfernt liegt und vom Iran aus nur nach dem Überflug eines Drittlandes, etwa Irak, erreichbar ist. Von dort aus seien die militärischen Güter dann auf LKW verladen worden und so über die Küstenstraße 50 Kilometer weiter nach Tartus verbracht worden, wo sich ein russischer Marinestützpunkt befindet, geht die Geschichte der Welt weiter. In Tartus sollen die militärischen Güter aus dem Iran dann auf das russische Schiff Sparta III verladen worden sein, womit sie wenige Tage später eine rund Zweieinhalb Tausend Kilomter lange Schiffsreise durch Mittelmeer, Ägäis und Bosprorus zum russischen Schwarzmeerhafen Novorossyisk angetreten haben sollen, um in Russland gewartet zu werden. Damit, so behaupten die Autoren der Welt unter Berufung auf nicht näher spezifizierte „westliche Geheimdienste,“ hätten Russland und Iran gemeinsam gegen die UN-Resolution 2231 – also den Israel verhassten Atomdeal mit dem Iran – verstoßen, welche die Lieferung und Wartung „schwerer, offensiver Waffensysteme“ in und aus dem Iran untersagt. Als Beweis für ihr Hasbaramärchen hat Zions Welt zum Artikeltext folgendes Foto veröffentlicht:

Die Bildunterschrift dazu besagt, dass das eine Satellitenaufnahme von einer iranischen Boeing auf dem Flugplatz von Khmeimim sein soll. Das mag stimmen. Aber dafür, dass die Boeing schwere, offensive Waffensysteme oder auch nur militärische Güter, die die Welt nicht näher bezeichnet, geladen hatte, gibt es nicht den Hauch eines Beweises. Ebensogut könnte die Maschine Hilfsgüter für die notleidende syrische Bevölkerung geladen haben. Und für den Rest der Geschichte, dass die Ladung, was immer es war, dann weiter über Tartus nach Novorussisk in Russland transportiert wurde, gibt es auch nicht den Hauch eines Beleges, nur die Behauptung, namentlich nicht genannte „westliche Geheimdienste“ – was vermutlich eine freundliche Umschreibung von Mossad sein soll – hätten das gesagt.

Es gibt von den drei Welt-Hasbaristen nicht mal eine Begründung dafür, warum Iran und Russland „schwere, offensive Waffensysteme“ auf solch eine lange Reise schicken. Wollte der Iran Waffen, die sich mit einem Flugzeug transportieren lassen, nach Russland schicken, könnte der Iran das Flugzeug, anstatt die Waffen eine halbe Weltreise antreten zu lassen, einfach direkt nach Russland fliegen lassen. Von Teheran bis Novorossyisk sind es im Direktflug schließlich gerade einmal 1500 Kilometer. Und dabei gibt es über das kaspische Meer auch noch eine direkte Verbindung zwischen Iran und Russland, sodass dabei kein Drittstaat überflogen werden muss. Ebenso könnte der Iran der russischen Marine ganz weit weg von jedem NATO-Land eine beliebige Fracht mitgeben, wenn sie wieder mal auf Freundschaftsbesich in einen iranischen Hafen am kaspasischen Meer einläuft. Die Idee, so eine heikle Fracht erst mit dem Flugzeug nach Syrien zu schicken, sie dann per LKW überland durch das Kriegsland zu verfrachten, um sie dann auf eine lange Seereise nahe an Israel vorbei durch Gewässer von NATO-Staaten nach Russland zu schicken, ist angesichts der simplen direkten Verbindungen zwischen Russland und Iran völlig absurd. Wer dieses Märchen glaubt, für den hätte ich noch eine Brücke in Brooklyn im Angebot.

Der russische Senator Frants Klintsevich hat auf die Fake News der Welt übrigens erklärt, dass die Geschichte nur falsch sein kann, weil Russland dem Iran in Übereinstimmung mit den UNO-Sanktionen alles nötige Know-How übertragen und ausreichend Iraner ausgebildet hat, damit Iran von Russland gelieferte militärische Ausrüstungen selbst warten kann, sodass Waffentransporte aus dem Iran zur Wartung nach Russland überflüssig sind.

Und selbstverständlich ist es natürlich so, dass Russland und Iran in Reaktion auf die gerade vom zionistisch dominierten US-Kongress verhängten Sanktionen gegen Russland und Iran beschlossen haben, ihre militärische Zusammenarbeit weiter auszubauen. Das wurde schon deshalb gemacht, um dem US-Kongress zu signalisieren, dass seine Sanktionen das Gegenteil dessen verursachen, was Israel sich davon erhofft hatte. Möglichkeiten, militärisch UNO-sanktionskonform zu kooperieren, gibt es mehr als genug für Russland und Iran. Bestimmte Waffen, etwa schwere, offensive Waffensysteme, in den Iran zu liefern oder von dort zu bekommen, fällt zwar beispielsweise unter die UNO-Sanktionen. Informationen auszutauschen fällt hingegen nicht unter die UNO-Sanktionen gegen den Iran, und das auch dann nicht, wenn es sich dabei um Baupläne und Schulungen für den Aufbau ganzer Waffenfabriken handelt, in denen vom UNO-Im- und Exportverbot betroffene Waffensysteme in Massen gebaut werden können.

Wenn Israel die Folgen der Sanktionspolitik seiner 5. Kolonne nicht gefallen, sollte Israel da mal über Änderungen nachdenken. Mit seinen absurden zionistischen Lügengeschichten wie der nun in Springers Welt veröffentlichten, wird Israel nämlich kaum noch weiterkommen.

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16 Gedanken zu “Ein typisches Beispiel für Fake News in Springers Welt

  1. Ich hab sofort erkannt das es sich dabei um die bösen Russen handelt man muß nur lange genug hinschauen und es springt einem geradezu ins Auge.

  2. Kleiner Tipp: einfach keine Nachrichten mehr lesen, dann nimmt auch die Wirksamkeit von Propaganda ab. Gleiches gilt für Werbung: Produkte die nervig beworben werden landen auf der Ignorierliste, für die Konsumzombies die ihr Geld für solchen Mist rauswerfen kann man eh nur Mitleid übrig haben.
    Zuguterletzt noch der Merksatz: Propaganda soll eh nur den dämlichsten Teil der Bevölkerung erreichen, dieser stellt die Masse und macht immer schön brav das Kreuz da wo die Meinungsinstitute es empfehlen.

  3. Die nordkoreanischen Raketen sehen laut Experten ja „irgendwie russisch“ aus.

    In der NYT jetzt ein Artikel, in dem erklärt wird, dass es am wahrscheinlichsten sei, dass eine ukrainische Firma die Teile vertickt.

    Hmm, was sagt uns das?
    Also das dieser Artikel erscheint.

  4. „Westliche Geheimdienste“. Mehr muss man eigentlich nicht wissen. Die Liste absurder Storys und dummdreister Lügen ist mittlerweile endlos.. „Unser“ BND darf doch da auch hin und wieder mal mitmischen.

  5. Erstaunlicherweise sind gerade die Lügengeschichten (z.B. auch zu MH 17) oft mit 3 oder noch mehr Autoren ausgestattet. Entweder will jeder dabei sein, wenn es gegen die „Bösen“ geht, oder keiner die Verantwortung übernehmen falls die zusammengebastelte Lüge auffliegt.

  6. FakeNews as it` s best…
    Assad hat nach Trinken von Kinderblut, Vergasen seiner eigenen Bevölkerung und Begehen hunderter Kriegsverbrechen jetzt seinem satanischen Wirken ein weiteres dazugesetzt:
    http://www.focus.de/politik/ausland/syrien-krieg-assads-regierung-plant-wiederaufbau-des-landes_id_7472575.html
    http://www.huffingtonpost.de/2017/08/14/syrien-plaene-gesellschaft_n_17750476.html?utm_hp_ref=germany&ir=Germany
    http://www.handelsblatt.com/politik/international/nach-dem-buergerkrieg-so-stellt-sich-assad-syriens-zukunft-vor/20185328.html
    … und noch viele andere

    Aufmacher im Kern ist die Behauptung, es seien ausschliesslich Sunniten von der „Deportation“ betroffen!!?
    Was meint ihr? Ist der Bodensatz journalistischer „Recherche“ und „Unabhängigkeit“ erreicht?

    Kleine Hilfestellung an Focus, Handelsblatt, Zeit, HuffP etc.: Recherchiert mal, wie viele Nichtsunniten in den Grünen Bussen sitzen… und wie viele Nichtsunniten in den Reihen der „Opposition“ kämpfen.. na, schnackelts?
    Und wundert es denn keinen einzigen dieser Pressemitarbeiter, dass die SAA, die NDF und etliche Ministerien überwiegend von Sunniten befüllt ist?
    Wo haben die denn eigentlich ihre Informationen her?

    1. „Wo haben die denn eigentlich ihre Informationen her?“

      von Bana Alabed
      also 😉 HOCHSERIÖS 😉
      past copy bei twitter

      Die Öffentlichen sind damit beschäftigt unsere GEZ Mrd auszugeben

  7. Dazu mein Beitrag in Form von zwei Links

    Lebanon receives its first 8 Bradley M2A2 ODS shipment
    Part of channel(s): Syria (current event)

    The eight armored vehicles were the first of a total batch of 32, which will be delivered in the coming months, adding that this represented a U.S. investment of over $100 million into the Lebanese army.
    In the past 12 months, the Army has received defense articles including: 40 M198 howitzers, 50 armored Humvees, 55 mortar systems, an armed Cessna aircraft with hellfire missiles, 1,100 machine guns, including 800 50-caliber machine guns, 50 Mark-19 automatic grenade launchers, 4,000 M4 rifles, over half a million rounds of ammunition, 360 secure communication radios and 320 night vision devices and thermal sights, according to the U.S. Embassy.
    Lebanon is now officialy one of only three Bradley operators along with KSA and the US

    https://www.liveleak.com/view?i=b8e_1502801569

    und weiter

    Published on Aug 14, 2017

    Russian jet shot down by NATO forces near the coast of Latvia (FICTIONAL DRAMA) – Australian version

    This is a fictional dramatization only and is not happening in fact. It is the work of a team of talented professionals and is not created or broadcast by the BBC. Our thanks to the many people who have contributed, and who have allowed their material to be used in this production.

    The purpose of this video is to highlight the terrible reality of nuclear conflict, and to illustrate how quickly it can happen and how utterly unprepared we all are for such a scenario. Our future lies in the decisions of unelected powerbrokers who have our lives, and those of our families, in their hands. We hope that global conflict can be resolved without the insanity of nuclear war ever happening.

  8. Ferner ist eine solche Boeing 707 für schweres Gerät kaum geeignet, da ihr die große Klappe fehlt. (eine 747 ist es nicht, das erkennt man an der Pfeilung der Tragflächen) Und was ist so ein Bildchen überhaupt für ein schwachsinniger ‚Beweis‘ ?

    Aber da Israel bisher beliebte Syrien zu bomben mit der Begründung, daß angeblich Waffen der angeblich terroristischen Hisbollah zugeführt werden sollten, soll dies vielleicht eine Einstimmung auf künftiges abschießen Iranischer Flugzeuge sein, das muß man ja nicht den Amis überlassen

    https://de.wikipedia.org/wiki/Iran-Air-Flug_655

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