Syrische Armee erzielt Fortschritte im Kampf um Sukhnah

Die syrische Armee und ihre Partner haben am heutigen Samstag im harten Kampf um die Einnahme der noch von ISIS-Terroristen beherrschten zentralsyrischen Stadt Sukhnah weitere Fortschritte erzielt.

Inoffiziellen Berichten zufolge hat die syrische Armee den südöstlich von Sukhah gelegenen Höhlenkomplex Dawahikiyah unter ihre Kontrolle gebracht und ist über den Berg Tuntur auch von Nordwesten in die Stadt Sukhnah eingedrungen. Die syrische Armee belagert damit die ISIS-Terroristen in Sukhnah von Nordwesten, Westen, Südwesten, Süden und Südosten.

Die Einnahme von Sukhnah durch die syrische Armee scheint damit nicht mehr weit zu sein und auch der lokale Anführer der Terrorgruppe ISIS in Sukhnah soll bereits tot sein.

Für die Zeit nach der Einnahme von Sukhnah wird damit gerechnet, dass die syrische Armee von dort die Nordsüdverbindung nach Resafa in der Provinz Raqqa herstellt und die gesamte ISIS-Tasche östlich der Linie Sukhnah-Resafa eliminiert. Dadurch würde die Armee nicht nur ihre Dominanz in Zentralsyrien deutlich ausbauen, sondern auch die Front um über 300 Kilometer verkürzen, wodurch viele Truppen für neue Aufgaben im Kampf gegen den Terror freiwürden.

Aus dem Westen von Syrien wird unterdessen gemeldet, dass die Autobahn von Homs nach Hama das erste mal seit über fünf Jahren wieder für Zivilisten passierbar ist, nachdem die bewaffneten Anti-Regierungskräfte im Raum Talbiseh-Rastan der russisch-türkisch-iranischen Vereinbarung zur Einrichtung der Deeskalationszone Nord-Homs zugestimmt haben. Im Rahmen der Einrichtung der Deeskalationszone haben sich die bewaffneten Anti-Regierungskräfte in der Deeskalationszone Nord-Homs sich verpflichtet, die Präsenz der Terrorgruppe Al Kaida, die vor allem im Osten dieser Deeskalationszone stark vertreten ist, bis Mitte September vollständig zu beenden. Mit Spannung darf nun erwartet werden, ob ihnen das gelingt, oder ob die syrische Armee und ihre Partner da unterstützend eingreifen müssen.

Die Gesamtlage in Syrien sieht gegenwärtig etwa wie folgt aus:

Auch wenn die syrische Armee zwischenzeitlich klar im Vorteil ist, bleibt im Kampf gegen den Terror also noch eine Menge zu tun.

Nachtrag Sonntag 04:00h: Der sich SOHR nennende Märchenerzähler in Britannien meldete Samstag Abend, Sukhnah sei nun komplett unter Kontrolle der Armee. Das stimmt aber – noch – nicht: die Armee hat inzwischen zwar große Teile von Sukhnah unter ihrer Kontrolle, aber noch nicht die ganze Stadt. Allerdings könnte die vollständige Einname noch am heutigen Sonntag geschehen.

Nachtrag Sonntag 11:00h: Zwischenzeitlich haben Al Manar und Maytham gemeldet, dass die syrische Armee Suhnah eingenommen hat.

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14 Gedanken zu “Syrische Armee erzielt Fortschritte im Kampf um Sukhnah

  1. Der Sturm auf die Stadt hat anscheinend begonnen. Möge er gelingen.

    Ich glaube auch, daß danach die Verbindung von Rakka- und Palmyra-Front hergestellt wird. Gemeint ist die ISIS-Tasche westlich (nicht östlich) der Linie Sukhnah-Resafa – richtig?

    Das abgeschnittene Gebiet wäre ja wirklich groß – so groß, daß ich Laie befürchte, es ist ohne Verbindung nach außen „lebensfähig“. Ist meine Sorge unbegründet?

  2. Hallo zusammen
    Ferien in Russland waren traumhaft. St. Petersburg-Archangelsk-Yaroslavl-Nizny Novogorod und Moskau. Erste Blick auf geschehen in Syrien war durchgezogen. Ich habe am 15.07 meine Einschätzungen betrefend Front verlauf abgegeben. Wenn ich jetzt Bilanz ziehe, dann sehe ich, dass Tiger viel weiter von DEZ steht als ich erwartet habe, aber Tiger hat schwerere Weg gewählt und statt mit Strasse südlich durch Wüste zu marschieren hat Tiger Euphrat gereumt und damit sich von Gegenofensive gesichert. Deswegen kann ich sagen, dass Tiger wie erwartet hervoragend gearbeitet hat.
    https://forum.krstarica.com/attachment.php?attachmentid=450294&d=1501921952
    Suknah steht vor Fall. Auch da würde erwartungen erfüllt.
    Damaskus war zu erwarten, dass wird Ofensive gestoppt, aber trotzdem enteuschung. Genau wie in Hama. Wüste bei T2 würde niergendwo erwähnt.
    Angeblich haben sich USA abgezogen von Al Tanaf und ist zu erwarten, dass auch dort Islamisten besiegt werden.
    Grenze Libanon- Syrien ist ein schöne dessert. Es geht langsam voran aber täglich. Wir hoffen, dass Kurden bis Ende September in Raqqa beschäftig sind, dass SAA Euphrat überqueren.
    Ich frohe mich wieder da zu sein und ich kann jede empfählen Russland zu besuchen.

  3. isjawu

    Teils, teils. An Nahrung, Wasser und Öl dürfte es in dem Gebiet genug geben. Grob lebensfähig könnte das Gebiet der sich bildenden Tasche also sein, aber nur, wenn kein Krieg ist. Viele schlagkräftige Waffen können sie in dem Gebiet nämlich nicht selbst produzieren. Da gehen die Vorräte über kurz oder lang zu Ende, und dann war es das.

    Die Frage ist bloß, wie lang das über „kurz oder lang“ ist. Kämpfen ISIS und die Leute da bis zum bitteren Ende, etwa, um die Armee zu binden und so unter eigener Aufopferung von anderen Fronten fernzuhalten, dann kann es schon sehr lange dauern, bis so eine Tasche fällt. Die Größe und „dünne“ bis nicht vorhandene Besiedelung des Ostens der Tasche ist dabei für ISIS und die Leute da allerdings auch ein schwerer Nachteil: die syrische Armee kann die kampfwilligen Leute dadurch in die Wüste locken, und da eliminieren.

    Von daher ist es nicht unwahrscheinlich, dass ISIS kurz vor der vollständigen Umzingelung alles an Kämpfern und Material aus der Tasche rauszieht, was geht, um die Resourcen dann anderenorts, wo ISIS noch stärker ist, etwa in Deir Ezzor, zu nutzen. In dem Fall könnte die Kampfmoral in der Tasche ziemlich schnell gegen null gehen. Wir werden es sehen.

    1. Für eine Einschätzung müsste man wissen, wie stark der Anteil an kämpfenden auswärtigen ISIS-Rekruten ist, und wie viele Ortsansässige sind, die der Ideologie zumindest teilweise nahe stehen und sich ISIS angeschlossen haben bzw. mit ihnen gemeinsam gegen die Regierung kämpfen.

      Letztere werden sich in der Mehrheit wohl kaum nach Deir ez Zur zurückziehen, gerade angesichts der strategisch aussichtslosen Lage.

      Keine (kaum eine) Belagerung ist völlig dicht, der Preis steigt natürlich enorm, gerade für größere Dinge.
      Insofern wird der Widerstand irgendwann zusammen brechen, wenn der Druck groß genug wird.
      Daneben dürft es Verhandlungen geben; es ist ja für jeden klar, dass alles „schwarz“ von der Karte genommen werden wird, ein Umflaggen auf grün wird es auch nicht mehr geben, also die realistischen örtlichen Führer werden nach Auswegen suchen.

      Das heißt nicht, dass sie leicht zu besiegen sind, gerade wenn dies schwer ist, verbessern sie ihre Verhandlungsposition.

  4. Eines der neusten Armeevideos von Sukhnah, per translator
    „Scenes of the progress of the Syrian army in the countryside of eastern Homs and reached the outskirts of the city of Sokhna“

  5. ***

    New York/Manila – Im Atomkonflikt mit Nordkorea hat der UNO-Sicherheitsrat die bislang schärfsten Sanktionen verhängt und will das kommunistisch regierte Land damit wirtschaftlich noch stärker unter Druck setzen. Das höchste UNO-Gremium stimmte am Samstag einstimmig für eine Resolution, die Ausfuhrverbote auf Kohle, Eisen, Eisenerz, Blei, Bleierz sowie Fisch und Meeresfrüchte enthält. Der von den USA eingebrachte Resolutionsentwurf wurde auch mit den Stimmen von China und Russland angenommen. Es ist die achte UNO-Resolution im Zusammenhang mit Nordkoreas Atom- und Raketentests seit dem Jahr 2006. – derstandard.at/

    ***

    Heißt das nun, inzwischen sind andere Wirtschaftszweige bedeutender für die nordkoreanischen Deviseneinnahmen?
    Denn ohne wird es nicht gehen, als das Öl ausblieb, blieb auch die Ernte auf dem Feld, und die Menschen hungerten.
    Holzvergaser fahren da wohl noch herum, aber für Autarkie müsste man das Energieproblem lösen, also Kohle zu Kraftstoff verwandeln können.

    Und selbst dann geht e nicht ohne Devisen; das neue Handy, eine Mischung aus I-Phone und Samsung, braucht Teile, die muss man beschaffen um sie nachzubauen, es braucht Produktionsanlagen etc.pp; da das nicht das neueste vom neuesten ist, ist es nicht sehr teuer, aber auch nicht umsonst.

    Wir wissen ja wenig über Nordkorea; offenbar gibt es Kooperationen, teils mit Südkorea, wobei die offiziell promotete Sonderwirtschaftszone im Zuge der verschärften Spannungen geschlossen wurde, teils mit China, welches für sehr einfach-arbeitsintensive Produktionsschritte auf andere Länder zurück greift, auch Arbeitskräfteabkommen mit Russland wurden bekannt.

    Aber wenn man Rohstoffe hat, ist es einfach, diese zu exportieren, so trifft das Embargo schon.

    Oder machen sie auch aus Kohle und Eisenerz einfach Stahl? Davon steht ja nichts drin. 🙄
    Aber auf zusätzliche Stahlproduktion wartet die Wrlt und vor allem China derzeit nicht besonders.

    1. andreas

      Ich halte die Zustimmung Russlands und Chinas zu den UN-Sanktionen gegen die DVR Korea für einen schweren Fehler.

      Ich verstehe, dass China und Russland schwer verärgert sind, weil die DVR Korea mit dem letzten Raketentest Südkorea geradezu dazu getrieben hat, das schon fast abgesagte THAAD-System zu installieren und eine engere militärische Kooperation mit den USA zu suchen. Insoweit hat die DVR Korea sich mit dem letzten Test als schlechter Team-Spieler gezeigt und kann nun von Russland und China nichts anderes erwarten. Auch daran, dass die jüngsten UN-Sanktionen gegen die DVR Korea wirklich wirtschaftlich so schwerwiegend sind, wie das gerade medial dargstellt wird, habe ich Zweifel.

      Trotzdem halte ich das falsch, weil sich der US-Kongress dadurch meiner Meinung nach in seiner aggressiven Politik gegen Russland bestätigt fühlen wird. Und weil die anti-russischen Sanktionen nun aus Sicht des Kongresses so prima dazu beigetragen haben, Russland so einzuschüchtern, dass Russland im UN-Sicherheitsrat Sanktionen gegen die mit gleichem US-Gesetz sanktionierte DVR Korea zuzustimmen, wird der US-Kongress meiner Meinung nach auf mehr Konfrontation und mehr Sanktionen gegen Russland setzen, weil die Kongress-Leute sich in ihrer Meinung bestätigt fühlen, mehr Konfrontation mit Russland führt dazu, dass Russland gehorsam und gefolgsam wird. Diese absehbare Entwicklung hat Russland sich durch seine unüberlegte Zustimmung zu US-geführten UN-Sanktionen gegen die DVR Korea selbst zuzuschreiben, ähnlich wie seinerzeit die russische Enthaltung bei der UN-Kriegsresolution gegen Libyen dafür gesorgt hat, dass der US-Kongress geglaubt habe, er könne den ganzen nahen Osten mit Krieg überziehen, weil Russland unfähig ist und sich nicht traut, dagegenzuhalten.

      1. Richtige und wichtige Argumente.

        Andererseits: Russland ist immer darauf bedacht, sich im Rahmen des Völkerrechts zu bewegen.

        Nichtverbreitung von Atomwaffen ist ein diskutierbares Prinzip, vollkommen geheuchelt, aber es ist ein Prinzip.

        Wie die innenpolitische Lage in Südkorea ist, ist schwer einzuschätzen.

        Wichtig ist, was konkret passiert.
        Die Pipeline nach Südkorea, die Anbindung der Eisenbahn an die Transsib, das wird ja nicht gleich vom Tisch sein mit der Stationierung der THAAD, hoffe ich zumindest.

        Wenn die Ölleitung stehen sollte, durch Nordkorea, dann wird dieses auch Öl kriegen; das ist wichtig.

      2. andreas

        Es gibt keinen Artikel im Völkerrecht, der einem Staat vorschreibt, im UN-Sicherheitsrat für Sanktionen gegen einen anderen Staat zu stimmen. Ein russisches Nein wäre ganz klar vom Völkerrecht gedeckt gewesen.

        Zu begründen gewesen wäre das Nein im UN-Sicherheitsrat beispielsweise damit, dass die USA gerade Sanktionen gegen die DVR Korea verhängt haben, die übrigens dem internationalen Recht widersprechen, da sie Drittstaaten in ihren Rechten aus dem WTO-Vertrag verletzen. Wo nun die USA illegale unilaterale Sanktionen verhängt haben, sei die DVR Korea schon mehr als genug bestraft und sollte nun erst einmal die Wirkung der unilateralen Sanktionen des US-Kongresses abgewartet werden, hätte Russland da nun recht überzeugend argumentieren können.

        Das wäre dann eine Ohrfeige für den US-Kongress gewesen, und keine unverdiente. Botschaft dabei wäre: wenn die USA vom Sicherheitsrat legitimierte Sanktionen wollen, dann sollte der US-Kongress auf illegale unilaterale Sanktionen, die Drittstaaten beeinträchtigen, verzichten. Verhängt der US-Kongress trotzdem solche illegalen Sanktionen, dann schießt er sich damit ins eigene Knie, weil Russland in so einem Fall breiter wirkenden UN-Sanktionen, die von den USA bevorzugt werden, nicht zustimmt. Der nicht so subtile Untertitel dabei wäre: lieber US-Kongress, ihr verhängt gegen uns illegale Sanktionen, und dann erwartet ihr, dass wir euren Sanktionswünschen im Sicherheitsrat zustimmen? Vergesst es, das hättet ihr euch vorher überlegen müssen. Ich glaube, das wäre die richtige und notwendige Botschaft gewesen.

        Die vom gestrigen russischen Verhalten ausgehende Botschaft, dass Russland im UN-Sicherheitsrat alles macht, was die USA wollen, wenn der US-Kongress Russland bloß ausreichend prügelt, halte ich hingegen für katastrophal.

        Und was die Sache noch katastrophaler macht, ist, dass in dem Text, dem Russland zugestimmt hat, eine Sunset-Klausel fehlt. Die Sanktionen können also nur mit den Stimmen des Westblocks wieder zurückgenommen werden, was dazu führen dürfte, dass Russland und China den Westblock in einigen Jahren vermutlich anbetteln werden, der Aufhebung der UN-Sanktionen gegen die DVR Korea zuzustimmen. Wenn Russland und China unbedingt der Meinung sind, dass es richtig war, den Sanktionen zuzustimmen, dann hätten sie, schon um sich ihren zukünftigen Einfluss zu sichern, darauf bestehen sollen, dass die neuen Sanktionen gegen die DVR Korea nach einiger Zeit automatisch auslaufen, wenn sie nicht durch erneuten Sicherheitsratsbeschluss verlängert werden.

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