Syrische Armee rückt weiter auf Sukhnah vor

Die syrische Armee und ihre Partner rücken östlich der zentralsyrischen Stadt Palmyra weiter auf die noch von ISIS-Terroristen gehaltene Stadt Sukhnah vor.

Am Morgen wurde gemeldet, dass die Armee die südlich von Sukhnah gelegene Anhöhe Rajm Sabboun eingenommen hat:

Die genaue Lage der Front scheint dabei jedoch nicht ganz klar zu sein. Das Militärmedienzentrum veröffentliche heute eine Karte, derzufolge die syrische Armee bereits direkt vor Sukhnah steht:

Aktuelles Filmmaterial aus der Gegend zeigt Kämpfe mit schwerem Gerät:

Wie gefährlich die Situation trotz des allmählichen Untergangs von ISIS noch ist, zeigt die Meldung vom heutigen Mittag, dass der RT-Journalist Khaled Alkhateb zusammen mit einem syrischen Soldaten auf dem Weg zur Front in Sukhnah durch Artielleriefeuer von ISIS-Terroristen ums Leben gekommen ist.

Advertisements

13 Gedanken zu “Syrische Armee rückt weiter auf Sukhnah vor

  1. Fernseh Tipp

    Aktuelle ARTE-Reportage von den Kämpfen in Mossul, Rakka und Umland.

    http://www.arte.tv/de/videos/030273-623-A/arte-reportage

    Vorsicht, nichts für schwache Nerven. Selbst wenn Kinder von Helfern gerettet werden (ca. Minute 22) belegen die ISIS-Terroristen die Gruppe mit Maschinengewehrenfeuer.

    Und keiner der verantwortlichen Politikerim Westen geht dafür in den Knast.

    1. Michel

      Dieser Sputnik-Artikel riecht meiner Meinung nach danach, dass ein oder mehrere russische Soldaten in ISIS-Gefangenschaft geraten sind, und nun Verhandlungen geführt werden.

      1. Hallo @PB, Hallo @deutscher Michel,

        so wie ich das in Erinnerung habe ist eine Grundsatz der Russen keine russische Luftwaffe in bewohnten Gebieten d.h. wo nicht ausdrücklich zivile Opfer ausgeschlossen sind.
        Alle Luftangriffe in Städten sind nach meiner Meinung durch die Syrer geflogen worden. (????)

        Die Stadt liegt in einem Talkessel bewacht durch hohe Bergen im Wüstenklima. Sandstürme jederzeit möglich. Taktisch war klar das wer nach De Ezzur will muß dran vorbei einige Autobahnbrücken in der Nähe die man sprengen kann. Boden scheint für Tunnel gut.

        Was die Frage aufwirft wie viel Zivilisten gibt es dort.
        Ich würde die Stadt einfach liegen lassen auch der M20 würde ich nicht folgen sondern der Weg am Euphrat durch die Tiger direkt nach de Ezzur. Die Belagerung der Stadt aufheben.

        Es scheint man sollte zur beweglichen Gefechtsführung übergehen. Kommandotaktik, keine Flächenbesetzung mehr. Dörfer befreien und örtlich Kräfte bewaffnen und ihnen die Verantwortung übergehen. (Ist auch gut für die Nationen-Bildung)

        Es gilt immer noch eine gesicherte leistungsfähige Straßenverbindung in den Irak zu etablieren!

        So kann man den Artikel von Sputnik auch lesen oder?

        Gruß PAule

    1. sg

      Wir haben hier im Parteibuch auf den da bei Zero Hedge im Mai 2015 thematisierten DIA-Bericht schon oft hingewiesen.

      Die besondere Brisanz dieses DIA-Berichts ergibt sich nicht nur aus seinem Inhalt, sondern auch daraus, dass der zum Zeitpunkt der Berichterstellung zuständige DIA-Chef später öffentlich erklärt hat, dass er dafür Sorge getragen hat, dass jeder in der US-Regierung diesen Bericht kannte, und seiner Meinung nach deshalb nicht Unwissenheit in der US-Regierung, sondern eine bewusste Entscheidung der US-Regierung die Erschaffung von ISIS herbeigeführt hat.

      Der damals verantwortliche DIA-Chef ist natürlich niemand anders als Michael Flynn, Trumps erster Nationaler Sicherheitsberater, gewesen.

      Und noch etwas ist an dem DIA-Bericht interesssant: nämlich dass er an Judicial Watch – mit nur wenigen Schwärzungen – herausgegeben wurde. Ich glaube, das konnte nur Obama anordnen. Das ist meiner Meinung nach ein Anzeichen dafür, dass Obama persönlich den Aufstand des US-Militärs gegen die Israel-Lobby unterstützte. Obama persönlich war es schließlich auch, der den von der Israel-Lobby gehassten Ex-Senator Chuck Hagel nach seinem Wahlsieg 2012 gegen alle Widerstände als Verteidigungsminister durchgedrückt hat.

      1. Zum Glück hat Trump den designierten Pressesprecher Scarramucci schnell
        wieder entlassen. Der hätte es in kurzer Zeit geschafft, Trumps Stammwähler
        zu verunsichern und gegen Trump aufzubringen.
        Dass Michael Flynn gehen mußte, war ein schlimmer Verlust, aber es kann doch nicht sein, dass Trumps Personaldecke so dünn ist, dass er auf einen Scarramucci angewiesen ist.

  2. ISIS soll nur noch 11.000 Kämpfer haben, davon 7.000 in Sukhnah?

    Möglich, um ihr letztes Kerngebiet zu verteidigen; aber das geht nur, so lange sie sicher sein können, die Truppen bei Bedarf Richtung Euphrat zurückziehen zu können.
    Insofern wäre Druck auf die Straße nach Deir ez Zur hilfreich also einfach südlich an der Stadt vorbei und weitere Dörfer einnehmen.

    Andererseits würde ich so eine Experteneinschätzung auch nicht zu für die absolute Wahrheit nehmen; kann alles Teil des Info-Krieges sein.

    Relevanter für Deir ez Zur dürfte ohnehin die Euphrat-Front sein; auch der werden wohl Taschen gebildet, die erste soll stehen, die nächste wäre dann um Ma’adan und dann um At Tibni.

    Irgendwann muss eine massive Verteidigungslinie von ISIS stehen, sonst laufen sie ja einfach durch bis zur belagerten Enklave.

    1. Die letzte angekündigte große Offensive auf Deir Ezor des IS dürfte wohl aus Ermangelung an Waffen und Personal nicht mehr stattfinden.

      Der IS scheint an den derzeitigen Fronten gut eingegraben zu sein da in der letzten Woche kaum Fortschritte gemacht wurden, aber irgendwann wird sich der Mangel an Nachschub und die überlegene Feuerkraft , Luftüberlegenheit… etc. der SAA bemerkbar machen.

      1. „…. da in der letzten Woche kaum Fortschritte gemacht wurden“

        Seit Anfang Juli bis zum 1 Sept. sind in den meisten GUS Staaten + Russland Ferien. Da dürften mind. die Militärberater fehlen. Denke paar Spezialeinheiten könnte dadurch auch eine dünnere Personaldecke haben ( ?? auch aus dem 5 Corp ?? )

        Ist einfach eine Vermutung von mir.
        Werden sehen ob es Ende August wieder besser läuft.

      2. Ein paar Gründe, wieso es bei Raqqa nicht so schnell weitergehen könnte:
        Die Urlaubszeit wurde angesprochen
        Es ist Hochsommer und fast alle Kämpfe finden in der Wüste statt.
        Der Dash könnte aus Raqqa ausbrechen, deshalb werden da Truppen gebunden.
        Man arbeitet mit regionalen Gruppen zusammen, die früher Nahe an Daesh waren. Da die SAA+ auch schon schlechte Erfahrungen gemacht.
        In Deier Ezzor ist im Augenblick mit keinem Angriff zu rechnen, da man dazu wohl keine Kapazitäten hat (Überraschungen nicht ausgeschlossen).
        In der direkt Euphratzone gibt es noch eingeschlossene IS-Gebiete, das wird man wohl beräumen wollen.
        Es spielt immer mehr Politik eine Rolle und das kostet Zeit…

        Was vergessen?

  3. „Was vergessen?“

    Ja.

    Es gibt Fortschritte, und sie werden erst nach Tagen offiziell gemeldet. :–)

    Geht doch voran.

    Außerdem die Verhandlungen mit lokalen Stämmen, die sich ISIS angeschlossen hatten (oder zumindest neutral verhalten).

    Sieht man sich die Euphrat-Operation an, folgt sie einem Muster; man geht durch weitgehend wüstes Gelände parallel der dichbesiedelten Gebiete, bildet Kessel, die dann relativ bald fallen.

    Durchaus wahrscheinlich, dass es so weiter läuft; die nächste Tasche wäre dann um Ma’adan, danach At Tibni, dann ist Deir ez Zur nicht mehr weit.

    Was da in der Wüste vorgeht, wissen wir nicht, seit Beginn der Vorstöße von Resefah aus; sie müssen relativ breit neben dem Fluss aufgestellt sein, um bei Gegenangriffen nicht gleich mit dem Rücken zur Wand, bzw. anderen ISIS-Stellungen zu stehen.

    Noch ein Punkt: mit den Blitzoffensiven in Ost-ualamoun und in der südlichen Wüstenregion (T2 und Grenze) wurden die Beobachter nun wirklich verwöhnt.

  4. Heute auf Twitter Meldungen von Nimr Tiger und Wael, dass die USA al-Tanf aufgeben und sich die dortigen Rebellen der SAA ergeben haben. Gibt es da noch mehr zu?

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.