Pakistans Oberster Gerichtshof setzt unehrenhaften Regierungschef Nawaz Sharif ab

Der saudische Lakai Nawaz Sharif ist über die Panama-Leaks gestolpert. Nach der heutigen Entscheidung des Obersten Gerichtshofes, mit der ihm fehlende Ehre und damit Amtsunfähigkeit attestiert wurde, ist Nawaz Sharif zurückgetreten.

Durch die Panama-Leaks war bekannt geworden, dass enge Familienmitglieder von Nawaz Sharif, darunter seine Tochter Maryam, die seinen Wahlkampf gemanagt hat und als seine potentielle Nachfolgerin galt, heimlich Geld und Vermögen im Ausland geparkt hatten. Auf Druck von Oppositionsführer Imran Khan unternahm der Oberste Gerichtshof eine Untersuchung, ob Nawaz Sharif bei seiner Zulassung zur letzten Wahl widerrechtlich Auslandsvermögen verschwiegen hat. Die Richter ließen von Anfang an wenig Zweifel daran, dass, wenn das so sein sollte, Nawaz Sharif keine Ehre habe und damit der pakistanischen Verfassung entsprechend kein Amt ausüben darf.

Nawaz Sharif und seine Tochter Maryam verteidigten sich gegen die Vorwürfe vor dem Gericht und der Öffentlichkeit durch das Einreichen und Veröffentlichen eines im Jahr 2006 unterschriebenen und in London anwaltlich bestätigten Dokumentes, aus dem hervorging, dass Maryam das ihr in den Panama-Leaks zugehörte Vermögen gar nicht gehöre, sondern sie es nur treuhänderisch für ein anderes Familienmitglied verwalte. Mithin fehlten also keine Vermögensangaben bei der Wahlzulassung und es gebe auch keinen Grund an der Ehre von Nawaz Sharif zu zweifeln.

Dumm war dabei jedoch, dass das Dokument 2006 unterschrieben worden sein soll, aber der zur Erstellung des Dokumentes verwendete Font Calibri erst 2007 von Microsoft breit eingeführt wurde und bis dahin nur von sehr wenigen Computer-Freaks extra heruntergeladen und installiert worden war. Und obendrein teilte die Anwaltskanzlei, die das Dokument angeblich am Samstag, dem 4. Februar 2006, beglaubigt haben soll, mit, dass sie am Wochenende nicht arbeite. Kurzum, das zentrale Dokument, dass Nawaz Sharif und seine Tochter dem Gericht und der Öffentlichkeit zur Verteidigung ihrer Ehre vorgelegt haben, war eine plumpe Fälschung.

So hat Pakistans Oberster Gerichtshof nun heute folgerichtig festgestellt, dass Nawaz Sharif keine Ehre hat, er deshalb kein Amt bekleiden darf und die Strafgerichtsbarkeit sich um die Verfolgung der bei der Untersuchung erkannten Straftaten der Familie Sharif zu kümmern hat. Sharifs Regierungspartei, die „Pakistanische Mulim Liga – Nawaz,“ muss sich nun einen anderen Abgeordneten als Regierungschef suchen. Während die wahhabitisch-zionistische Achse damit in Pakistan nach dem Beitritt Pakistans zur SCO einen weiteren Rückschlag erlitten hat und das zionistische Hasbarablatt New York Times sich über die Absetzung von Nawaz Sharif verärgert zeigt, frohlockt Imran Khan.

Seine Chancen, die Mitte nächsten Jahres in Pakistan anstehenden Wahlen zu gewinnen sind gestiegen, was dazu beitragen dürfte, die Einbindung Pakistans in die SCO weiter zu festigen.

Advertisements

6 Gedanken zu “Pakistans Oberster Gerichtshof setzt unehrenhaften Regierungschef Nawaz Sharif ab

  1. Das in Pakistan muss wieder so ein Fall von Gerichtswillkühr sein, richtige freie Gerichte gibt es nur in D:
    https://de.sputniknews.com/kommentare/20170726316757271-geschichte-vom-twitter-maedchen-von-aleppo/
    oder anders auagedrückt. um Ihre Fakenews durch zu bringen, müssen die Fakenewsmacher schon Gerichte einspannen. Zum Glück habe ich nicht die Zeitschrift mit den Hitlertagebüchern genannt, sonst hätte ich mich ja am Land der Meinungsfreiheit strafbar gemacht.

    1. Hier hat das oberste Gericht ja richtig entschieden und gerade keine Willkürentscheidung getroffen. Die Regierungschefs, die sich schamlos bereichern und dann noch ihr Geld ins Ausland schaffen, die haben in der Tat keine Ehre.

  2. Datum mit Samstag ist ja ein Anfänger Fehler und warum nimmt man nicht eine Allerwelts Schrift, die es seit Jahrzehnten gibt?

  3. balkansurfer

    Was die Schrift angeht, so scheint sich der Fälscher darum schlicht keine Gedanken gemacht zu haben und die Voreinstellung der Textverarbeitung Microsoft Word benutzt zu haben. Dass die Schrift von Microsoft Word sich mit fortschreitender IT-Technik geändert hat, wusste der Fälscher offenbar nicht.

    Was kriminalistisch noch interessant wäre, ist der Drucker. Soweit hier bekannt, hinterlassen moderne Drucker auf jeder Seite eine sehr unauffällige „Pünktchen-Signatur“ mit wichtigen Angaben, die der Polizei in Kooperation mit dem Druckerhersteller dabei helfen soll, Erpressern auf die Spur zu kommen. Dazu war aber in Bezug auf Sharifs „Fontgate“ in den Medien nichts zu lesen.

    1. Freace – Trau keinem… Drucker
      http://www.freace.de/artikel/200507/230705b.html

      Laserdrucker Farblaserdrucker – geheime Wasserzeichen | eBay
      http://www.ebay.de/gds/Laserdrucker-Farblaserdrucker-geheime-Wasserzeichen-/10000000007890039/g.html

      tracking dots
      Machine Identification Code
      https://de.wikipedia.org/wiki/Machine_Identification_Code

      Aber das war doch nur eine Abschrift, oder sind unsere Psychopathen nicht auf diese übliche Ausrede beim Lügen gekommen?

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.