Al Kaida kapituliert in West-Qalamoun

Das ging schnell. Keine Woche ist es her, dass Hisbollah sowie die syrische und libanesische Armee eine Anti-Terror-Operation im libanesisch-syrischen Grenzgebiet gestartet haben und schon kapituliert Al Kaida.

Drei Tage Waffenstillstand gibt es da deshalb nun, während dem der dort noch auf einem Gebiet von knapp sieben Quadratkilometer verbliebene Rest der Al-Kaida-Terroristen Zeit hat, die Waffen abzugeben und sich nach Idlib evakuieren zu lassen. Angesichts der Überlegenheit von Hisbollah blieb den Terroristen auch kaum etwas anderes übrig.

In Idlib können die aus West-Qalamoun evakuierten Al-Kaida-Terroristen dann ihre Kameraden verstärken, die dort gerade dabei sind, die rivalisierende Terrorgruppe Ahrar Al Sham zu eliminieren.

Advertisements

11 Gedanken zu “Al Kaida kapituliert in West-Qalamoun

    1. Es gibt Rohöl unterschiedlicher Qualitäten. Der Artikel spricht von „Leichtöl“ – das ist Öl mit überwiegend kurzkettigen Alkanen. Dieses wird bevorzugt verwendet, um Benzin daraus zu raffinieren. Aus „Schweröl“ (besteht vorwiegend aus langkettigen Molekülen) kann man einfach Heizöl, Schmieröl oder Öl für Schiffsdiesel erzeugen, aber nicht so einfach leichte Produkte wie Benzin, oder nur mit erhöhtem Aufwand (sogenannten Cracken, dabei werden Moleküle aufgebrochen, um langkettige Moleküle zu kurzkettigen Molekülen zu machen.) Das bedeutet aber zusätzliche Prozessschritte, die auch Energie kosten.
      Der Artikel könnte also Sinn machen, wenn die VAE selbst kein leichtes Rohöl mehr fördern können, sondern nur noch schweres, und daher leichtes Rohöl importieren.

    2. Wenn man Elbwasser in die Donau trägt, kann es für einzelne ein ganz gutes Geschäft sein. Aber für die Sachsen(Sachsenanhalter Niedersachsen) wäre es ein Bomben-Geschäft.

      OK wer die Rechnung zahlt ist ein anderes bekanntes Thema.
      Eins ist sicher der der das angestiftet hat , muss bei diesem Geschäft nicht zahlen.

    3. Gast

      Was die UAE importieren, ist Kondensat.

      https://www.wintershall.com/de/erdoel-erdgas/kondensat.html

      Es muss nur wenig raffiniert werden, sodass die Kondensat-Raffinerie in den UAE vermutlich kein schwereres Erdöl verarbeiten kann.

      Kondensat ist meist ein Nebenprodukt der Gasförderung.

      http://www.gazprominfo.de/articles/condenced-gas/

      In der Region wird Gasförderung von Katar und Iran betrieben. Diese beiden Staaten verfügen deshalb über reichlich Kondensat. Aber da die UAE das von denen aus politischen Gründen nicht kaufen wollen, schippern sie es aus den USA heran. Gut möglich ist, dass die USA sich im Gegenzug von Katar mit Kondensat beliefern lassen, um ihren Kondensat-Bedarf zu decken, womit der Schildbürgerstreich der UAE, sinnlos Kondensat-Transporte zu verursachen, dann perfekt wäre.

      1. „dass die USA sich im Gegenzug von Katar mit Kondensat beliefern lassen“

        Ich denke die Katarer habe massive „Lagerprobleme“. Weil sie ja das geförderte soo schlechter los werden. Also ein kleiner Preisablass im Einkauf und ein kleiner Preisaufschlag beim Verkauf ist doch angemessen.

        Da ist das eigentlich total Super was die Amis da für ihre „Verbündeten“ machen.
        Das ist Globalismus in seiner „positiven“ Form

        :- )

  1. Wo liegt eigentlich der strategische Plan von Al Quaida/Al Nusra in Idlib? Sollten sie den Kampf gegen die Türkei-Proxys gewinnen wird es keine politische schützende Hand über das Gebiet geben und auch der Waffennachschub wird eingestellt. Dann werden sie zermahlen wie derzeit ISIS. Ihr Modell funktioniert doch nur, so lange sie die nützliche Idioten sind, welche sich an der Front opfern und die strategische Interessen von anderen duchsetzen. Zudem sind sie gleichzeitig der Sündenbock für alle Kriesverbrechen.
    Mit Idlib könnte die Zukunft ja folgende sein. Bei den Innenkämpfen in der Region Idlib setzt sich Al Nusra zuerst mal durch. Sie kann alle andere militärischen Kräfte zwingen, dass sie sich zu einem gemeinsamen Kampfbündnis gegen „das Asad-Regime“ verbinden. Im zweiten Schritt wird die SAA & friends gegen Al Nusra und seinem Kampfbündnis vorgehen. Parallel gibt es die Verhandlungen, wo die Schutzzone in Idlib sein soll. Es werden da nur wenige Gebiete übrig bleiben, welche auch militärisch in der Hand von vorzeigbaren „moderaten Rebellen“ sich befinden. Am Ende wird die Schutzzone nur letztere Gebiete umfassen. Dank der klugen Diplomatie von Russland könnte Al Nusra der Grund werden sind, warum trotz Friedensgesprächen große Teile von Idlib doch noch in die Hände der SAA fallen werden.

    1. “ Dank der klugen Diplomatie von Russland könnte Al Nusra der Grund werden sind, warum trotz Friedensgesprächen große Teile von Idlib doch noch in die Hände der SAA fallen werden.“

      Das ist das Szenario für die Zeit nach der Besiegung von ISIS.

      Russland hat immer gesagt, seit Putins UN-Auftritt Herbst 2015, dass die Terroristen bekämpft erden müssen, das steht in jedem Papier, an dem sie beteiligt waren.
      Und diesem Ziel kann ja auch niemand bei Verstand widersprechen, zumindest offen auf internationaler Bühne.

      Da es so gut wie keine „Moderaten“ Kräfte (mehr) gibt*, sondern nur verschiedene Label, um die Ziele zu erreichen (Geld aus dem Ausland zu beschaffen, Waffenlieferungen bekommen, etc.pp.), gab es bei allen Verhandlungen keine wirklichen Fortschritte.

      Sobald militärisch gegen AL Quaida vorgegangen wird, und da wird passieren, müssen sich einige entscheiden, ob sie doch noch ihr Mäntelchen dauerhaft auf moderat drehen wollen.

      Das ist allerdings auch keine einfache Entscheidung; in dem Moment wird es für alle Teile dieser Gruppe sehr heiß in Gebieten, wo sie neben härteren Fraktionen existieren.

      Die Erklärung der Amis, die geheimen Waffenlieferungen des CIA zu beenden, das Abrücken von At Tanf-Truppen (ist das schon offiziell eigentlich) sind gute Bausteine dabei, dass am Ende sehr viele bei Al Qaida landen, oder auch einfach nach Hause gehen.

      Dann bleiben als „Opposition“ irgendwelche ausländischen einflusslosen Gruppierungen übrig.

    2. Es geht da auch um Geld und Pfründe. Die Mittel aus dem Ausland werden knapper, so dass die Räuberbanden sehen müssen, wo sie bleiben. Jetzt wird noch gescheffelt was geht und wenn dann später die SAA kommt, geht man halt als betuchter „Flüchtling“ ins Exil oder an den nächsten Einsatzort. Gibt bestimmt noch Verwendung für willige Kopfabschneider irgendwo.

      1. Sehr geehrte/r De profundis, bis auf reine Territorial Verteidiger, wie zB. Russische Armee, Chinesische Armee, Schweizer Armee, sind ALLE anderen, nur Landsknecht Haufen, die für Bezahlung MORDEN.

  2. Liebes Parteibuch.

    Der Las-Vegas-Milliardär und Netanjahu-Unterstützer, Sheldon Adelson, hat den israelischen Premier kürzlich relativ unverblümt als Schwächling bezeichnet. Und natürlich muss diese Spitze gegen Netanjahu mit dessen Kneifen vor Putin und Trump bezüglich Syrien gedeutet werden.

    Mister Adelson, welcher gerne eine Atombombe auf den Iran werfen wollte, habe vielleicht dem Netanjahu nun die Gunst entzogen, so wird gemutmaßt…

    Was glaubt das Parteibuch: haben die Israelis noch ein gefälschtes Ass im Ärmel, um den Krieg in Syrien dauerhaft am Glimmen zu erhalten?

    Die Ersatzaggression am Tempelberg gegen die Palestinänser zumindest spricht eine andere Sprache. Denn immer, wenn Israel irgendwo eine Niederlage einstreicht, läßt es seinen blutdürstigen Frust an den Palästinensern aus!

    1. Hans

      ich glaube, Netanjahu setzt gerade seine ganze Kraft daran, eine erfolgreiche Amtsenthebung gegen Trump im Kongress zu organisieren und die Öffentlichkeit durch pausenlose Hasbara darauf vorzubereiten. Das betrachte ich auch als Grund dafür, dass er der Öffentlichkeit mitgeteilt hat, dass er mit dem von Trump und Putin ausgehandelten Waffenstillstand in Südwestsyrien nicht einverstanden ist. Es ist sein Weg, seine Lakaien in den USA zum Sturm auf die Festung Trump aufzurufen. Ich glaube, wenn es ihm hilfreich erscheint, um Druck auf Trump zu machen, wird Netanjahu jederzeit den Krieg in Syrien weiter anheizen und noch mehr Palästinenser massakrieren. Wenn er glaubt, es schadet dem Projekt Amtsenthebung von Trump, dann lässt er es.

      Was Adelson angeht, so glaube ich, dass er das Ziel Amtsenthebung von Trump teilt, er von Natenjahu aber will, dass er dabei noch mehr Risiko geht. Adelson ist kein guter Stratege, wie man etwa an seiner Forderung nach einem Atombombenabwurf auf Iran erkennt, womit er dem israelischen Ziel, Iran als verrückt darzustellen und die Welt gegen Iran zu vereinigen, stark geschadet haben dürfte. Er kommt offenbar aus seiner Haut nicht raus und benimmt sich wie ein Mafia-Boss, selbst wenn das schlechte PR mit sich bringt und damit kontraproduktiv ist. Andersherum kann es auch sein, dass Adelson mit Netanjahu bricht, weil er ein Schmiergeld-Verfahren an der Backe hat, und er damit seine Casino-Lizenz, sprich seine Lizenz zum Gelddrucken, verlieren könnte.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.