Syrische Armee rückt südlich von Resafa vor

Die syrische Armee ist seit gestern im Süden der Provinz Raqqa von ihrer Position in der historischen Ortschaft Resafa aus rund 20 Kilometer in Richtung Süden vorgerückt.

Am gestrigen Donnerstag wurde bereits gemeldet, dass die syrische Armee südlich von Resafa die Positionen Bir Al Zanati, Bir Al Itaw und Bir al Huran eingenommen hat. Auf einer Karte sieht der gestrige Fortschritt der Armee gegen die Terrorgruppe ISIS dort etwa wie folgt aus:

Am heutigen Freitag wurde nun gemeldet, dass die bekannten Tigereinheiten der syrischen Armee an der Front weiter nach Süden vorgerückt sind und das Ölfeld Al Kadir sowie die Siedlung Khirbat Al Halul eingenommen haben.

Auf einer Karte sieht der heutige Fortschritt der Tiger etwa wie folgt aus:

Insgesamt ist die syrische Armee damit seit gestern von Resafa aus rund 20 Kilometer gen Süden vorgerückt. Fortschritte von fünf oder zehn Kilometer an einem Tag mögen in der Wüste nicht viel erscheinen und sie sind auf der Lagekarte auch kaum erkennbar. Aber bis nach Sukhnah östlich von Palmyra sind es von der gegenwärtigen Position der Tiger nur noch rund 60 Kilometer nach Süden und bis zur seit Jahren von ISIS-Terroristen umzingelten Regierungsenklave in Deir Ezzor sind es auch bloß noch 110 Kilometer nach Südosten. Man kann sich also ausmalen, wie lange es bei dem Tempo dauert, bis die Tiger in Sukhnah und Deir Ezzor sind, auch wenn sie zwischendurch mal ein paar Tage nicht weiter vorrücken, sondern Positionen und Flanken sichern.

Dass die syrische Armeeführung ausgerechnet die Tiger mit der Offensive von Resafa nach Süden beauftragt hat, dürfte auch ein ziemlich deutliches Indiz dafür sein, dass die Befreiung von Deir Ezzor in den nächsten Wochen auf dem Programm steht, denn die Tiger stehen nicht im Ruf, ihre Missionen vor Erreichen des Ziels abzubrechen.

Advertisements

14 Gedanken zu “Syrische Armee rückt südlich von Resafa vor

    1. Da kommt bald die Abzweigung nach Deir Ezz Sour oder Sukanah, es wird interssant , in welche Richtung es dann geht. 5 bis 10 km am Tag in der Wüste, wo überall und immer wieder eingegrabene IS Kämpfer iher Stellungen bis zum Tod verteidigen ist nicht etwa wenig sondern sehr viel. Es ist ja auch nicht so, dass der IS nur eine Front hat, und dahinter ist alles leer, sondern sie verteidigen auch in der Tiefe und die Wüste ist noch ihr Gebiet. Deswegen ist jede Stellung und jedes Dorf ein großer Erfolg.

      1. https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/68/Syrian_Civil_War_map.svg

        Man sieht gut die Siedlungen; dort wo es wirklich leer ist in der Wüste, ging es bisher doch immer sehr schnell. (das war auch beim Vormarsch des IS so)

        Logistisch ist es einfach sehr schwer, Wüstenstellungen im Nichts zu halten.

        Das macht natürlich auch einen Vorstoß ins Nichts riskant, wie der erste Vormarsch auf Tabqa gezeigt hat; man sitzt in der Wüste und sie kommen von allen Seiten an und sind schnell wieder weg.

        Südlich von Resefa gibt es einige Dörfer; nach der Einnahme des Hügels vor der Kreuzung dürften jetzt auch die letzten etwas größeren Orte schnell fallen.

        Dann ist Richtung Deir Ezzor Wüste, bis Al Shulah ohne eingezeichnete Punkte.
        Das könnte man auch in einem Überraschungsritt wie Richtung T2 überwinden; wenn sie die Logistik im Griff haben, aber dafür sollten die Russen eigentlich sorgen können.

        Sie können natürlich auch langsamer Richtung As Suknah gehen; oder zum Euphrat, wir werden es bald sehen.

      2. Nicht Sukanah soll das Ziel sein (kostet Zeit, weil Schwerpunkt der Daesh), sondern Resafa-Ölgebiete sichern + östl nächste Kreuzung + Aufschließen zur SDF am Euphrat. Je nach Reaktion Daesh / SDF nächste Schritte.

  1. http://www.ustream.tv/recorded/105764238

    Rebellen weisen Waffenstillstand zurück, im Februar gegründeter gemeinsamer Operation Room von HTS und FSA will lieber tot sein als erniedrigt.

    Schöner Vorschlag,finde ich.

    Damit ist der Waffenstillstand natürlich sehr wacklig, mal sehen, ob sich der OR wieder auflöst und einige doch noch auf „moderat“ machen.

    1. Man sieht, Versprechungen (süsse Worte) der Falschspieler sind nur Schall und Rauch. Die Türken haben da die Banditen aus Idlib viel besser im Griff.

      Wer hätte genau das gedacht ?
      Naja – Wer solche NSA – „Freunde“ hat …

    2. Der Waffenstillstand ist das Problem, und damit die russisch-amerikanische Übereinkunft. Es ist zu hoffen, dass er hält, mit denen, die lieber eher nicht tot sein wollen. Den anderen kann man ihren Wunsch ja erfüllen.

  2. geht schon los

    Salaar Ali‏ @Elly_Ammar 37 Min.Vor 37 Minuten

    Breaking : Intense RuAF bombings now on Waheb,Ammala,Al Hussein,Fahdeh & Dubaysan Oil fields , Tigers will gear for a broad front offensive

  3. Endlich! Tiger und die Republikanische Garde aus Der Ezzor zusammen vereint werden den Rest Syriens im Handumdrehen zurückerobern…

    1. @Reinhard

      Die Truppenteile aus dem besetzten Deir Ezzor werden nach ihrer Befreiung für mindestens 2-4 Wochen nicht wirklich einsetzbar sein. Die brauchen zuerst eine Erholungszeit nach dieser monatelangen Anspannung und Fokussierung auf das Verteidigen und Halten von Deir Ezzor unter schwierigsten/widrigsten Bedingungen. Da werden nahezu alle mit ihrem Leben abgeschlossen haben. Allein die Tatsache unter diesen Umständen aus oppostunistischen Überlebensgründen nicht zum IS übergelaufen zu sein ist eine Gewaltsleistung.

      Mit der Befreiung löst sich diese Anspannung und dann ist die „Luft“ für ein Weilchen raus. Die brauchen Erholungszeit und die „Heldenverehrung“, um wieder auf die Beine zu kommen.

  4. Fünf Kilometer bis zum Euphrat?

    Ich denke, da geht der Optimismus etwas durch beim Berichtenden. Das passt auch nicht zu den 12 km ostwärts auf 22 km breiter Front.

    Aber egal, offensichtlich geht es sowohl ostwärts als auch südwärts.

    Noch kann man das unter Sicherung vor möglichen Attacken von ISIS auf Nachschubwege verbuchen.

    Bald wird man sehen, wohin die nächste Stoßrichtung geht.

    Aber wie gesagt, wen man einmal durch ist durch die besiedelten Gebiete kann es auch sehr breit sehr schnell gehen.
    Am Euphrat gibt es dann sehr viele Ortschaften; einerseits schwerer einzunehmen, andererseits dann auch besser zu verteidigen gegen Gegenangriffe.

  5. „Syrien sollte so sein wie Libyen, da ist ja kein Krieg“

    behaupten doch manche Interventionisten.

    Schöne Karte dazu; dagegen ist Syrien fast einfarbig (wenn schwarz jetzt weggewischt wird bleiben drei bis fünf, je wie man rechnet)

Bitte kurzfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s