Syrische Armee nimmt Gebiet zwischen Khanasser und der Achse Ithriya/Resafa ein

Wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA am heutigen Sonntag mitteilte, haben Einheiten der Armee im Südosten der Provinz Aleppo die Sicherheit im Gebiet zwischen Khanasser und der Achse von Ithriya bis Resafa wiederhergestellt.

SANA hat dazu folgendes Video verbreitet:

Dass die Armee der Terrorgruppe ISIS die Kontrolle über das spärlich besiedelte, aber mit über 1500 Quadratkilometer flächenmäßig recht große Wüstengebiet abnehmen würde, wenn es da denn überhaupt noch ISIS-Terroristen geben sollte, war schon klar, als die syrische Armee vorgestern die Straße von Ithriya nach Resafa eingenommen und damit in dem Gebiet noch verbliebene versprengte ISIS-Terroristen umzingelt hatte. Und tatsächlich gab es wohl auch noch einige ISIS-Terroristen in dem Gebiet, die die Einnahme des Gebietes durch die Armee mit Selbstmordanschlägen zu behindern versuchten.

Trotzdem ging die Einnahme des Gebietes durch die Armee zügig voran. Schon gestern nahm die Armee in dem Gebiet 15 Dörfer von der Terrorgruppe ISIS ein, womit freilich nicht gesagt ist, dass die alle noch besiedelt waren. Und nun ist es also offiziell, dass die Armee das gesamte Gebiet eingenommen hat.

Damit können die an der Operation zur Einnahme des Gebietes beteiligten Kräfte der Armee und ihrer Partner sich nun neuen Aufgaben im Kampf gegen den Terror widmen, etwa der Herstellung einer Verbindung zu den von ISIS umzingelten Kräften und Zivilisten in Deir Ezzor.

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14 Gedanken zu “Syrische Armee nimmt Gebiet zwischen Khanasser und der Achse Ithriya/Resafa ein

  1. Auf nach Der Ezzor! Dort wurde heute binnen kurzer Zeit der zweite Mi-8 Transporthubschrauber mit Nachschub von einer Lenkrakete nahe des Al-Assad Krankenhauses zerstört. Wie und ob überhaupt noch Nachschub in den noch kleineren Kessel am Flughafen kommt ist mir ein Rätsel. Es sollte jetzt nicht gebummelt werden…

    1. Ja.
      Der Südöstliche Sperriegel bis zur irakischen Grenze steht bereits relativ stabil.
      Im Optimalfall sollten daher jetz bei Resafa und von Plmyra aus Richtung Deir Ezzor die Stosskeile energisch vorangetrieben werden, mit vollem Einsatz der weit überlegenen Feuerkraft und Luftwaffe.
      Wenn es optimal läuft werden von irakischer Seite ebenfalls Einheiten Richtung DeirEzzor vorrücken, was zwecks Überdehnung der Front für Daesh und Eröffnung mehrere Fronten gleichzeitig dann optimal wäre und für jeden Abschnitt den Wiederstand von Daesh schwächt.
      Rücksicht muss kaum genommen werden, da kaum Siedlungen und wenige Zivilisten, dafür fast nur deckungsarme Wüste mit kilometerweiter guter Sicht.
      Vor allem die T-90 der Tiger und Hawks können hier voll ihr Potential entfalten, sowie die TOS1, die auch tief in ihre Rattenlöcher reichen.
      Daesh hat von den Terroristenfreunden am Golf offenbar neben Tows auch einige MANPADs wie Strela und Igla erhalten.
      Gefährlich für alles was unterhalb 6Km herumfliegt.
      Es wird auf DeirEzzor einiges per Fallschirm von Transportmaschinen abgeworfen, die aber relativ hoch fliegen müssen wegen der Abschussgefahr und die Fracht somit je nach Wind/Wetter ungenau landet und leider immer wieder auch bei Daesh herunterkommt.
      Auch muss man sich keiner Illusion hingeben das nich auch SDF, YPG, FSA und wohl leider auch in Teilen korrupte Verräter der SAA u.ä. alles verkaufen was sie haben, wenn das Bündel an Dollarnoten nur dick genug ist, denn leider wie im realen leben, viele sind käuflich und manche verkaufen ihre eigene Mutter, wenn der Preis stimmt.
      Das erklärt auch warum teils seit Jahren völlig umstellte Kessel der Terroristen nicht längst ausgehungert wurden.

  2. Wie beurteilt ein parteibuch die ständigen Angriffe Israels auf die syrische Armee? Mittlerweile sind es 5. Und warum macht Russland da keinen Druck, damit aufzuhören? Die müssten doch wissen, das sie keinen größeren Konflikt mehr auslösen können.
    Und, in unseren Vorbildmedien kein Sterbenswörtchen davon.

    1. Die UDSSR hat damals der Gründung Israels zugestimmt weil sie berechtigt hoffte Macht über das Lands und damit über den nahen Osten zu erlangen.
      Dummerweise orientierte Israel sich dann in den 50zigern immer mehr in Richtung USA/Westen und Israel wurde zum westlichen Stützpunkt im NO statt wie erhofft zum russischen Stützpunkt.
      Trotzdem hat Russland nie die Hoffnung aufgegeben dort Einfluß zu bekommen.
      Nach der „Wende“ sind über 1 Millionen Bürger der ehemaligen UDSSR nach Israel gegangen (das sind an die 20% der jüdisch gläubigen Bevölkerung).
      Dieses Potential gedenkt man, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, zu nutzen und nicht zu verärgern.
      Es ist quasi eine große und lange Schachpartie um Israel und den NO.
      Dazu kommt natürlich dass es in Russland selbst etliche zuzuordnende Oligarchen gibt die Macht in Russland und über die russische Regierung haben.

      Die Frage ist also wie lange der Schwanz noch mit den „Hunden“ USA und Russlands wedeln kann.

      Das dazu.
      Zur Lage in Syrien.
      Seit Jahren frage ich mich wie diese Terrorinseln East Ghouta, Rastan/Taldou u.s.w. existieren können obwohl sie seit Jahren total von rot (SAA) umschlossen sind.
      Wovon leben die?
      Wer versorgt sie?
      Wie kommen Waren und militärischer Nachschub dorthin?
      Wer lässt die Waren durch und warum?
      Warum beseitigt man diese zehntausende Soldaten bindenden Inseln nicht endlich mit aller Macht?
      In den letzten Tagen hat die syrische Armee einige auffällige Verluste erlitten (z.b. Hubschrauber bei Deir Azor mit modernen westlichen Waffen abgeschossen und Panzer mit US TOW Raketen in East Ghouta zerstört).
      Ich kann die Namen Jobar, Irbin und Co. nicht mehr hören.
      Es wird Zeit dort für de Wiederaufbau möglichst kleine Trümmer in der eh bereits existierenden Trümmerwüste zu schaffen – das erleichtert es denn Schutt für Neubauten wegzuräumen.

    2. Hansi

      Wenn ich die Situation richtig einschätze, versucht „Israel“ Syrien mit zusammen mit Al Kaida ausgeführten blutigen Provokationen im Südwesten vom erfolgreichen Anti-Terrorkampf im Osten abzulenken. Auf die Provokationen mehr als unbedingt nötig einzugehen, würde bedeuten, sich von „Israel“ die Eskalation im Südwesten aufzwingen zu lassen, obwohl es für Syrien angesichts des Zusammenbruchs von ISIS gegenwärtig erstmal wichtiger ist, den Osten zu sichern.

      Das nötigste wurde allerdings von Syrien und seinen Partnern in Quneitra doch getan: sämtliche in den letzten Tagen erzielten Geländegewinne des Teams Al Qaida und Israel wurden rückgängig gemacht.

  3. wahrscheinlich haben viele schon die Bilder und Videos gesehen, die Bascher Al Assad mit seiner Familie anlässlich Besuche bei Verwundeten gezeigt haben.
    Mich faszniert dieser Präsident (und seine Familie) immer wieder, wie er mit
    den Menschen vollkommen ungezwungen spricht und handelt.
    Ich kenne dieses Verhalten von keinem anderen Staatsführer, erst recht nicht, dass er des öfteren seine gesamte Familie zu solchen Anlässen mitnimmt.
    Dieser Präsident hat meine vollste Hochachtung.
    https://einarschlereth.blogspot.de/2017/07/prasident-assad-unf-familie-besuchen-in.html

    1. Hab Kind,

      Volle Zustimmung! Ein Patriot im besten Sinn.

      Und deshalb wird Bashar al Assad jetzt auch auf neuen Banknoten gewürdigt.

  4. Hier mal ein Bild über den zu erwartenden und mit der Truppenverlegung wahrscheinlich schon im Gange befindlichen Schritt der „Koalition“, um doch noch das Gebiet am südlichen Euphrat in Syrien „grün“ zu färben.

    Hoffen wir mal nicht, dass dies zusammen mit dieser Meldung einen Deal vermuten lassen muss.
    http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13960412000606

    Denn dieser Deal wäre blöde; das Wüstengebiet um At Tanf wird ohnehin auf eine kleine Fläche zusammengeschrumpft, und sehr wahrscheinlich später irgendwann aufgegeben von den Amis, wegen Sinn- und Anschlusslosigkeit.

    Ich interpretiere mal so:
    die Ami-Proxys werden abgezogen, SAA udn Hezbollah nutzen die Meldungen sofort um schnell in die entstehende Schwäche zu stoßen.

    Gutes Gelingen für letzteres!

    Und für den ersteren Plan gilt es, Gegenmaßnahmen zu entwickeln; also entweder mit den PMU „von hinten“, also aus Hasakah und Irak gleichzeitig zum Euphrat vorstoßen;
    oder vom Westen aus noch schneller zum Euphrat und diesen möglichst auch überqueren.
    Die Technik dürfte nicht das Problem sein, ist ja auch Hochsommer.

  5. Gemäss Canthama von SyrianPerspectice gibt es aktuell eine Nachrichtensperre und die News von den Fronten hinken den tatsächlichen Ereignissen 2, 3 Tage hinterher. Die Syrische Allianz dürfte also schon einiges weiter Richtung Euphrat unterwegs sein, als wir es wissen.

    1. Der hier sagt das auch.

      Wael Al Hussaini‏ @WaelHussaini 6 Std.Vor 6 Stunden
      Mehr
      I have no idea why the #SAA command keeps hiding the massive great news.

      eigentlich ungewöhnlich, dass niemand zumindest eine „field source“ zitiert

      Sollen wird zu spekulieren anfangen?

      Es gab gestern Bilder unterschrieben mit Tiger forces wieder zurück zu Hause oder so; vielleicht eine Ablenkung, und die sind schon heftig am Vorstoßen in der Umgebung von Resefah und weiter nach Osten.

      Oder die Hawks sind schon einen Kessel in Ost-Hama zu bilden.

      Auch ein sehr großer Vorstoß zur A 20 weit hinter Al Shukhnah wäre möglich, da ist ja nichts.

      Naja, wir werden es erfahren.

      1. Ich glaube kaum, dass befreung von grössen Gebieten kann unbemerkt bleiben. Nach Befreiung Strasse Itriya-Resafa brucht SAA und Tiger sicher ganze Woche Zeit um Truppe nach Osten zu verlegen, Umgebung zu erforschen und Aktion Plan zu machen. Wahrscheinlich hat auch ein Teil von Soldaten Urlaub bekommen. Temperaturen in Syrien sind über 45 grad und weiterkommen in Wüste ist sehr schwer. An Irakisch-syrische grenze sind logistische Wege extrem Lang und dort ist anders durch Wüste zu fahren aber ganz anders Ortschaften zu befreien. SAA steht von T2 Base aber ein Angriff hat sie noch nicht gewagt.
        Heute hat jede Soldat ein Iphone. Sie telefonieren mit Familien. Jede Vorstoss wird gefeiert. Das niemand meldet ein Erfolg ist ausgeschlossen. Deswegen unsere Wünsche entsprechen nicht den Wahrheit.

  6. Tillerson hat im Gespräch mit dem UN Generalsekretär geäussert, dass das Schicksal Syriens und seiner Führung in Russlands Hand liegt, jetzt wo Damaskus die volle Kontrolle über das Land erreicht.

    “ Was mit Assad passiert ist Russlands“ Angelegenheit und nicht das der US Regierung“ so Tillerson zu Guterres (laut Foreign Policy magazine). „Die Syrer sollen die politische Zukunft ihres Landes in einem politischen Prozess selbst bestimmen (ein offizieller Mitarbeiter des Aussenministeriums befragt von Foreign Policy magazine die Aussage von Tillerson zu kommentieren.

    http://www.presstv.ir/Detail/2017/07/03/527321/US-Syria-Russia-Tillerson-Assad

  7. dass nachrichten verzögert veröffentlicht werden ist normal, auch auf twitter, auch wenn der feind trotzdem gut informiert ist.
    zur zeit herrscht zudem eine feuerpause in daara und anderen gebieten. inwieweit es jetzt stärker richtung deir ezzor ist offen, vorher gehts sicher in den provinzen homs, hama und damaskus weiter, wenn die soldaten und material nicht ausgehen. die türken und die kurden okkupieren derweil noch mehr land. die raqqah kurden-neuisis stammesbrüder aktion geht in meinen augen verdächtig schnell, ein paar raketen und suvs machen hier sicher nicht den unterschied zu vorhergehenden langsamen kämpferischen aktivitäten der kurden, auch bei diesen wachsen die kämpfer nicht auf den bäumen und das dazugehörige marterial. daesh hat da wohl die besseren aussichten und finanzierer, auch dank meinen erdölkonsum!

  8. Verhandlungen um East Qualamoun, das zweitgrößte grüne Gebiet außerhalb der vier Deeskalationszonen.

    Wenn stimmt was er schreibt, geht es da noch nicht um den letztlichen Abzug und die endgültige Übergabe an die Regierung, eher Machtteilung mit Reduzierung der militärischen Präsenz der „Rebellen“.

    Letztlich sind die dort in einer aussichtslosen Lage; aber es gibt einige Städte und viele Berge, bräuchte also eine gut vorbereitete Offensive mit erheblichen Kräften, wenn man die wegverhandeln kann hat das seinen Wert.

    Man kann ja auch ein paar Argumente aus der Luft abwerfen.

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