Syrische Armee nimmt Straße von Ithriya nach Resafa ein

Nachdem am Montag noch rund 15 Kilometer fehlten, berichtete die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA am gestrigen Freitag, dass die syrische Armee und ihre Partner nach schweren Gefechtem mit ISIS-Terroristen das ganze Gebiet von Ithriya im Osten der Provinz Hama bis Resafa im Westen der Provinz Raqqa unter ihre Kontrolle gebracht haben.

Dargestellt auf einer Karte sieht das wie folgt aus:

Nördlich der Straßenverbindung von Ithriya nach Resafa befindet sich im Südosten der Provinz Aleppo ein rund 1500 Quadratkilometer großes, aber nur spärlich besiedeltes Wüstengebiet, das bislang als ISIS-Gebiet ausgewiesen wurde.

Ob sich in diesem Wüstengebiet im Südosten der Provinz Aleppo noch versprengte ISIS-Terroristen befinden oder ob ISIS sich rechtzeitig vor der Einkesselung aus dem Südosten der Provinz Aleppo zuürckgezogen hat, ist zwar noch nicht ganz klar, dürfte aber praktisch auch kaum noch eine Rolle spielen. Das ganze Gebiet wird nämlich so oder so komplett an die syrische Armee fallen. Sollten dort noch einige versprengte und von jeglichem Nachschub abgeschnittene ISIS-Terroristen angetroffen werden, dann wird die syrische Armee da eben noch etwas nacharbeiten müssen.

Man kann also schon jetzt getrost davon ausgehen, dass die Lage in Syrien und Irak insgesamt etwa wie folgt aussieht:

Spannender dürfte die Frage sein, worauf die syrische Armee sich als nächstes konkret konzentrieren wird. Dabei darf man vermutlich davon ausgehen, dass die syrische Armee beabsichtigt, mit Ausnahme der Stadt Raqqa, wo von den USA unterstützte kurdisch geprägte SDF-Kräfte in der Offensive sind, in nächster Zeit das gesamte noch von ISIS beherrschte Territorium in Syrien einzunehmen, während gleichzeitig befreundete irakische Kräfte das im Irak noch von ISIS-Terroristen gehaltene Territorium unter ihre Kontrolle bringen. Durchaus denkbar ist, dass die syrische Armee an allen Fronten gleichzeitig gegen die im Zusammenbruch befindliche Terrorgruppe ISIS in Richtung Deir Ezzor vorgehen wird.

Advertisements

10 Gedanken zu “Syrische Armee nimmt Straße von Ithriya nach Resafa ein

  1. Einkesseln und vernichten, ist die richtige Methode.
    Sobald der Nachschub aus den Terrorunterstützer Ländern abgeschnitten isr, dauert es nur mehr einige Wochen bis deren Lust am Käpfen endet. SIehe Aleppo.

    1. ISIS ist schon eingekesselt. Es gibt kein Gebiet mehr, über welches sie Handel betreiben können. In der Vergangenheit konnte jedoch im großen Maßstab aus dem Gebiet von ISIS Lebensmittel und Erdölprodukte exportiert werden und im Gegenzug Waffen und Ausgangsstoffe für Waffen/Munition eingekauft werden. ISIS hatte die Fähigkeiten und hat sie sicherlich heute noch, selbst Munition und Sprengstoff herzustellen. Auch erbeuteten sie sehr große Mengen an Waffen bei ihren blitzartigen Angriffen. ISIS hat sich von Anfang an darauf eingestellt, dass sie früher oder später vom Nachschub abgeschnitten werden. Sie hofften, gegen Bodentruppen von NATO-Staaten zu kämpfen.

      ISIS sind keine Proxy-Krieger wie in Ost-Aleppo, welche auf ihren Lohnzettel warten. Im Gebiet von ISIS gibt es immer noch Erdölquellen und es gibt große landwirtschaftliche Nutzflächen. Noch funktioniert weder aushungern noch darauf hoffen, dass das Benzin ausgeht. Auch ist die Munition noch mehrere Jahre nutzbar.

  2. Mit diesem geglückten Raid der syrischen Armee dürfte die Hoffnung der Globalisten auf die Unterbindung der Neuen Seidenstraße ein gehöriges weiteres Stück geschmolzen sein.

    Und außer dem perfiden Albion, welches heimlich agiert, versucht nur noch Israel durch offene Bombardierungen der syrischen Golanhöhen eine große Eskalation zu provozieren; und die erste Begegnung zwischen den Präsidenten Putin und Trump soweit als möglich zu vergiften.

    Sogar der blutdürstige Kissinger ist unter Vorwand schnell noch nach Moskau geeilt worden, ob er nicht aus dem Putin doch eine klitzekleine Information herauskitzeln könnte, welche dazu dienen könnte, das Treffen zwischen Trump und Putin im Vorwege zu stören. Und wahrscheinlich ist der Putin auf diesen „charmanten“ Gnom mit der selbstverräterisch zu tiefen Stimme auch herein gefallen?-

    Ein schönes Foto von Putin, Trump und Xi -vielleicht vor der wunderschönen Kulisse des alten Elbtunnels, auf der Rickmer Rickmers oder in dem gutbürgerlichen Lokal „Old Commercial Room“ an der Michaeliskirche? Das würde die schlimmsten Alpträume der Globalisten zum Leben erwecken.

    Hamburg übrigens gleicht schon heute am 01.07.17 dem angestrebten Polizeistaat der Globalisten. Auf der Hauptverbindungsachse zwischen Flughafen und Kongresszentrum sind mehr Polizeiautos zu zählen als Taxis > welche die einfliegenden Gäste zu den Hotels der Innenstadt fahren. Allerdings sind diese blau-weißen Straßen- und Taxikonkurrenten nicht bereit, den geneigten Fahrgast für € 10.- in einen anliegenden Stadtteil zur Kneipe zu chauffieren 🙂

    (Und die Damen dieser uniformierten und überarbeiteten Garde schauen besonders grimmig drein; sie üben aus Angst allezeit den „Bösen Blick“ zur Abschreckung.)

    Wer also am 06./07./08. Juli 2017 die alterwürdige Hansestadt besucht, sollte nicht mit einem 100 Millimeter Ablflussrohr durch die Straßen rennen…

    Was bleibt noch übrig? Ach ja, Siggi Außenminister Gabriel gibt den Ost-West- Entspannungspolitiker mit Egon Bahr im linken Ohr. Und das alternativlose Merkel von vorgestern wird auch immer erbärmlicher. Die kann nicht einmal intelligent lügen, die lügt nur doof. Deshalb hält sie auch meißtens die Klappe; dank ihrer schlauen Berater (siehe Henry Makow).

    Und wer weiß, vielleicht werden diese Gespenster einer untergehenden Welt in fünf oder sechs Tagen ihre wahre Gestalt annehmen müssen?

    Denn eines ist klar. Die Lüge ist (R)Evolution, die Wahrheit hingegen ist Schöpfung.

    1. Der menschlichen Vorstellung entsprechend, hätten weder an Raum noch an Zeit gebundene Wesenheiten alle Möglichkeiten der Schöpfung [OT entfernt]

  3. Hier eine Vergleichskarte zum Januar.

    Eindrucksvoll; wenn man sich damals eine Wunschkarte für den 1. Juli gemalt hätte, wären wohl nur wenige optimistischer gewesen.

    Im Süden die MaT und andere Ami-Proxys ausgebremst.

    Gerne hätte man die SAA in Taqba und an der A4 bis südlich von Raqqa; aber auch so ist es ok, nach Süden wurde die SDF erst mal eingedämmt, das heißt es entlang des Euphrats fortzusetzen.

    Ich erwarte einen rachen Vorstoß nach Osten von Resefah, nachdem die umliegenden Kreuzungen gesichert wurden.

    Gut ist auch der Umgang mit Waffenstillstandsgebieten; die SAA hält sie weitgehend ein, aber wenn es ANgriffe der „Rebellen“ gibt, gibt es auch Gegenangriffe.

    Und die grünen Gebiete, die nicht in den vier Deeskalationszonen liegen, werden auch nach und nach eingenommen/ reconsiliert.
    Derzeit Jobar, dann ist noch Dumayr und Ost-Qualamoun, Bayt Jinn und Umgebung.

    Das könnte parallel zum ISIS-Gebiet erledigt werden; und dann wird Al Quaida angegriffen, die werden gegenangriffe starten, wahrscheinlich mit ihren „moderaten“ Waffenbrüdern, und es wird weiter gehen.

  4. Moon of Alabama hat in diesem Artikel…

    http://www.moonofalabama.org/2017/07/syria-these-maps-show-a-year-of-progress.html#more

    zwei hoch aufgelöste Karten verlinkt, die sehr schön die Fortschritte der SAA seit Januar 2017 zeigen, wobei auch die enormen Geländegewinne der kurdischen US-Proxys gut sichtbar werden…

    Der Autor des Artikels, b, geht davon aus, dass, wenn es keine weitere feindliche Einmischung von Außen gibt, die syrische Regierungsarmee bis Ende des Jahres alle wichtigen syrischen Gebiete wieder unter ihre Kontrolle bringen wird.

    Meiner Meinung nach, ist das eine recht optimistische Annahme. Schließlich hängt das doch sehr davon ab, was die US-Koalition sich da noch vorgenommen hat, bzw. in wie weit es Trump gelingt, sich gegen die Zionisten im eigenen Land durchzusetzen.

  5. Liebes Parteibuch.

    Die Evolutionstheorie des Charles Darwin … [OT entfernt]

  6. Frage: wie erklärt sich der verschobene Frontverlauf von Irakischer Armee und SAA östlich von Al Tanf ggü. IS-Gebieten? Die Grenze dort hat ja keine geomorphologische Ausprägung, sodass ich mich frage, warum man nicht „im Gleichschritt“ entlang der Grenze nach Osten vorstößt.

  7. Pragmatisch

    Ich würde östlich von Tanf nicht zuviel in die Details der Karte hineininterpretieren. Da ist auf syrischer Seite im Großen und Ganzen Wüste und auf irakischer Seite gibt es eine große irakische Militärbasis im Ort Akashat und von da eine Straße entlang der Grenze nach Al Qaim.

    Wie die Situation auf der Straße genau aussieht, ist öffentlich reichlich unbekannt. Ich würde es sogar für durchaus möglich halten, dass die syrische Armee die Straße für ihren Vormarsch entlang der Grenze nach Osten benutzt hat oder auch für Nachschub noch immer benutzt.

    Auf einer Karte auf Wikipedia gehen die von irakischer und syrischer Armee kontrollierten Gebiete an der Grenze östlich von Tanf übrigens durchaus synchron:

    commons.wikimedia.org/wiki/File:Syrian,_Iraqi,_and_Lebanese_insurgencies.png

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.