Syrische Armee macht Fortschritte im Osten der Provinzen Hama, Homs und Rif Dimashq

Wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA am heutigen Samstag mitteilte, hat die syrische Armee im Osten der Provinz Hama die nahe des Ortes Sheikh Hilal gelegenen strategischen Punkte 9 und 10 eingenommen, nachdem die Präsenz der Terrorgruppe ISIS dort eliminiert wurde.

Ein Blick auf die Karte zeigt, dass die syrische Armee damit die Straße von Salamiyah nach Aleppo an einer ihrer engsten Stellen breiter gesichert hat.

Aus dem fernen Südosten der Provinz Homs meldete SANA am heutigen Samstag, dass die syrische Armee und ihre Partner dort von der Gegend Dulayiat Punkte und Hügel eingenommen haben, von denen aus die Gegend Humaymeh übersehen werden kann.

Die syrische Armee hat also weitere Fortschritte bei ihren Bemühungen gemacht, die Pumpstation T2 aus der Hand von ISIS-Terroristen einzunehmen und darauf aufbauend die ostsyrische Provinz Provinz Deir Ezzor und ein breites Stück der syrisch-irakischen Grenze wieder unter ihre Kontrolle zu bringen.

Und schließlich wurde am heutigen Samstag noch gemeldet, dass die syrische Armee südöstlich der Hauptstadt Damaskus in der Provinz Rif Dimashq den Hügel Tel Huwaymil unter ihre Kontrolle gebracht hat. Auch dazu hat 24 Resistance Axis eine Karte.

Hierdurch werden US-gestützte Jihadi-Proxies weiter zurückgedrängt, die versuchen, eine neue Nachschublinie von Jordanien zu Terroristen in und nahe der syrischen Hauptstadt aufzubauen.

Von „Israel“ und anderen Staatssponsoren des Terrors unterstützten Terroristen „gelang“ es unterdessen in Syrien, mit Terroranschlägen in den Provinzen Rif Dimashq, Quneitra, Homs und Daraa vier Menschen zu ermorden und 35 weitere zu verletzen.

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35 Gedanken zu “Syrische Armee macht Fortschritte im Osten der Provinzen Hama, Homs und Rif Dimashq

  1. Könnte ja alles so relativ fein sein, wenn da nicht das folgende wäre:

    compact-online.de/washingtons-neue-rote-linie-fuer-syrien-ist-freifahrtschein-fuer-false-flag-terror/

    Gefällt mir gar nicht das Ganze. Befürchte stark, dass es noch diesen Sommer zunehmend rund gehen könnte…)

    1. Mark

      Ich glaube eher, dass die USA es mit ihrer jüngsten Vorab-Ankündigung, zukünftige False-Flag-Attacken ihrer Terrorschützlinge wie gewohnt der syrischen Regierung, Iran und Russland in die Schuhe zu schieben, überzogen haben und deshalb eher wenig dergleichen passieren wird. Ihre False-Flag-Märchen glauben ihnen nicht einmal mehr ihre Parteigänger.

      Aber es könnte natürlich auch anders kommen. Schauen wir mal. Das letzte halbe Jahr lief für Syrien und die Achse des Widerstandes jedenfalls nicht schlecht.

      1. „(…)Aber es könnte natürlich auch anders kommen. Schauen wir mal.(…)“

        @NPB

        Genau. -;)

        „(…)Das letzte halbe Jahr lief für Syrien und die Achse des Widerstandes jedenfalls nicht schlecht.“

        Genau deshalb traue ich dem Braten aber nicht so recht. Es läuft irgendwie zu rund bzgl IS-Vertreibung. Vielleicht werden die ja auch in erster Linie woanders gebraucht. In der EU zum Beispiel. Und deshalb das ganze…Wer weiß es schon so genau.

        Danke für die umgehende Antwort und Einschätzung jedenfalls!

        P.S. Kennst Du den YT-Kanal „russland ungefiltert“? Lohnt sich dieser Herr Pjakin…

      2. Mark

        „Kennst Du den YT-Kanal „russland ungefiltert“? Lohnt sich dieser Herr Pjakin“

        An den Kanal erinnere ich mich nur dunkel.

      3. Zu einem Teil von dem, was ich 17:20 Uhr am 1.7. schrieb, passt folgender Vortrag ganz gut:
        Europa soll umgepflügt werden – IS-Kämpfer in Europa warten auf Signal (W.Pjakin)
        youtube.com/watch?v=lefNp8uyP_Y

        Aber alle Verlinkungen freilich ohne Gewähr. 😉

        Freundliche Grüße

    1. Die westliche Wertegesellschaft hat nicht überzogen.
      Die westliche Wertegesellschaft ist mittlerweilen so schwach und hat sich einfach auf einen Partisanenkrieg zurückgezogen. Alle Mittel sind Recht um den „Feind“ irgendwie zu schwächen bzw. zu schädigen. Die können nicht anders als das Chaos was wir momentan so sehen

      * saubere Luft durch VW Chips
      * höhere Ernten durch Monsanto
      * Wahlen die keine Wahlen sind

      Game Over Werte Westen.

      Bsp.

      Die EU hat die Sanktionen bis Ende des Jahres ( 2017 ) verlängert, die Russen haben prompt geantwortet und bis Ende 2018 sanktioniert

      Game Over

  2. Ich bin gespannt, wo die Tigers wieder auftauchen werden. Meine These: Sie werden den Wüstenfalken zuerst mal helfen diesen Haufen von schwarzen Punkten in der Mitte von Syrien zu befreien.

    1. Reisender

      Meine These ist, dass die Tiger demnächst die Straße von Resafa über Jabal Al Bishri nach Deir Ezzor freikämpfen werden.

      Lassen wir uns überraschen.

      1. DieEinkreisung der Djihadisten ist schon voll imgange.
        Nachdem nun die Svchmuggelwege aus Saudi abgeschnitten sind, geht es rascher, Beispiel Aleppo.

      2. PB ich sehe 3 Möglichkeiten:
        Östlich von Homs, um das nach dem Euphrat dichtbesiedeltes Gebiet des IS aus zu räumen. (Beginn an der Straße nach Palmyra, Richtung Nordost)
        Bei Afrin oder Al Bab um den türkischen Proxys klar zu machen, wer der Herr im Haus.
        In Dara die Lage klären

        Es gab die Nacht auch Gerüchte, das die SAA eine Luftlandeoperation in Ostsyrien beginne, halte ich derzeit für Fake News, würde es aber auch nicht ausschließen.

  3. @mark2323
    „P.S. Kennst Du den YT-Kanal „russland ungefiltert“? Lohnt sich dieser Herr Pjakin…“

    .

    Erst ein mal mit Vorsicht zu genießen. Beobachten lohnt sich trotzdem.

    1. Dann nehmen wir doch mal – kurz entscheiden – den:

      youtu.be/uaPapOPOJ3k

      Danke für die Antwort und freundliche Grüße

  4. Hallo PB,

    bitte nicht den Boten erschlagen.

    Die Pläne nehmen Gestalt an:

    https://nsnbc.me/2017/07/01/us-presidential-envoy-brett-mcgurk-visited-coalition-forces-in-syria/

    daraus, Google-Übersetzung:

    „Die US-geführte Koalition sagte am Freitag [30.062017] , dass „McGurk und seine Mitarbeiter intensiv mit einer Vielzahl von lokalen Einheiten arbeiten, um sich auf diesen Übergang vorzubereiten, obwohl der Kampf um Raqqa gerade erst begonnen hatte“.

    Mit „diesem Übergang“ verwies McGurk nicht nur auf die Befreiung von Raqqa, sondern auf das von den syrischen Demokratischen Kräften erklärte Ziel, die lokale Regierungsführung in der Stadt zu etablieren, sobald ISIS vertrieben wurde.

    Nach vielen unabhängigen Analytikern schlägt eine solche „lokal – überwiegend syrische kurdische Verwaltung“ einen äußerst umstrittenen Vorläufer für ein Gebiet vor, das die Souveränität der Regierung in Damaskus herausfordern wird, und ein Vorläufer für einen kurdischen Korridor, der von der Nördlichen Syrien übergehen kann Östlichen Mittelmeer nach Raqqa.“

    Und an anderer Stelle der Quelle:
    „In der Zwischenzeit hat die US-geführte Koalition angekündigt, dass sie ihre humanitären Bemühungen verdoppeln und die Tausende von Binnenvertriebenen, die in die SDF-Kantone flohen, von Raqqa und anderen Gebieten unter ISIS, Regime und Rebellenkontrolle unterstützen.

    Die Koalition priorisiert die Wiederherstellung der grundlegenden Sicherheit und der wesentlichen Dienstleistungen. „Während wir unsere Kampagne beschleunigen und das Territorium von ISIS befreit ist, unterstützen die USA und andere Koalitionspartner die UNO und die NGOs, die arbeiten, um humanitäre Hilfe für anfällige Bevölkerungsgruppen zu leisten“, erklärte die Koalition. “
    -Ende Zitat-

    Das heißt n.m.M. Besiedelung der dann Menschenleer mit, naja, Hilfskurden(?) also verdienten (US)-Söldner und ihren Familien(?) und „endlich“ Aufbau einer Gegenregierung zu Assad, mit den Gebieten um al-Tanf könnte man (wissentlich falsch) behaupten das halb Syrien nichts von Assad wissen will…

    Also nicht zu früh freuen, wo die Amis einmal sind gehen sie nicht wieder, außer man schmeißt sie raus….

    Hier kommen die Brazzani/Irakische Kurden ins Spiel, der Nachschub für die SDF lief bisher über sie, war der Preis die US Zustimmung zur Unabhängigkeit?

    Auch die Türken haben, laut Erdogan, Raqqa als Osmanisches Herrschaftsgebiet noch nicht aufgegeben teilte er anlässlich der Beschießung der Kurden in Nord Aleppo mit …

    Taktische Schlussfolgerung: die Grenzen ganz Syriens müssen wieder in syrische Hand (oder irakische?), das hat nach wie vor Priorität.

    Grüße PAule
    PS: Die Organisation und Ausrüstung der SAA und Alliierte scheint sich deutlich verbessert zu haben, ich hoffe das sich der Trend fortsetzt.
    PAule
    Naja, bis auf die wilden Wüstenkrieger die überraschenderweise die syrisch-irakische Grenze im Süden erreichten da ist wohl noch ein wenig russische (oder Kasachische) Nachhilfe notwendig.
    P.

    1. PAule

      Nein, ich habe keineswegs vor, den Boten zu erschlagen.

      Ich bezweifle auch nicht, dass McGurk wirklich angekündigt hat, Syrien über den kurdischen Hebel zerschlagen zu wollen. Ich bezweifle jedoch, dass das klug von der Achse des Terrors ist.

      Ich vermute, das Ergebnis dieses Versuches könnte darauf hinauslaufen, dass die Türkei die NATO verlässt. Die US-geführte Achse stünde dann mit einem Binnengebiet da, dass sie nicht versorgen kann, und hätte als Preis dafür den NATO-Verbündeten mit der zweitgrößten Armee verloren.

      Anders gesagt: die Sterne stehen auch da wieder mal strategisch günstig für Syrien und die Achse des Widerstandes. Jammern über das zu erwartende Ergebnis dieser strategischen Dummheit wird letztlich vermutlich die notorisch kurzsichtige zionistische Achse des Terrors.

      1. Liebes Parteibuch:

        Was, wenn das auch nur eine Falle ist und die Türkei bisher ein falsches Spiel getrieben hat und nun ihr Ziel erreicht, nämlich sich das Recht herausnimmt, die Kurden in Syrien zu bekämpfen und sich selbst dort festzusetzen?

        Das war ja auch das ursprüngliche Ziel, eine erweiterte Pufferzone an der syrisch-türkischen Grenze unter türkischer Kontrolle. Im Süden Syriens wollte sich der Zionistenstaat ein Scheibchen einverleiben.

        Israel hat allerdings immer die Schaffung eines Kurdenstaats unterstützt und da ist mir die Nähe der Türkei zu Israel auch völlig unverständlich. Es sei denn, alles läuft auf Syrien hinaus und genau dort trafen sich die Interessenpunkte. Türkei kontrolliert die Kurdengebiete, Qatar finanziert die Terroristen und baut eine pipeline und Israel baut weiter an seinem Eretz Israel und verleibt sich die Golanhöhen endgültig ein.

        Erdogan hat bereits angekündigt, dass er eine Kurdenautonomie an der Grenze nicht dulden wird. Also provozieren die USA einen direkten Konflikt mit der Türkei. Wie wird sich Syrien und Russland in dem Fall verhalten? Ein einflussreiches Kurdengebiet ist natürlich auch nicht im Interesse Syriens oder Russlands und vielleicht gibt es bereits (hoffentlich) heimliche Absprachen zwischen Türkei, Russland und Syrien, dass nach Beendigung des Konflikts die Türkei sich wieder zurückziehen wird. Das hiesse aber auch, dass von Seiten Syriens die Kurden nicht einmal mehr erweiterte Autonomie bekommen, da dies gegen die Interessen der Türkei wäre. Momentan sieht es auch so aus, als ob die Interessen der Türkei denen Russlands wesentlich näher sind als denen der Nato. Tillerson hat vor kurzem eine Unterstützung der USA für einen Kurdenstaat im Irak abgelehnt.

        Könnte es sein, dass mit der Attacke gegen Katar und der Krise mit der Türkei das eigentliche Ziel Israel ist? Denn es sieht so aus, als ob zwei ganz enge Verbündete der Zionisten abtrünnig werden und damit wird Israel geschwächt. Das würde auch bedeuten, dass Saudiarabien in die gleiche Falle getappt ist, wie einst Saddam Hussein. Nach dem Motto: Schnappt Euch Katar, wir haben nichts dagegen.

        Was hat Saudiarabien vor, wenn Katar alle Bedingungen ablehnt (hat es bereits)? Gibt es ein: Wenn nicht, dann werden wir………?

        Fragen über Fragen.

      2. Demeter

        Gehen wir einen Moment mal davon aus, dass die Haltung der Türkei eine Finte sei. Wenn das so sei, was wurde damit erreicht?

        Ursprüngliches Ziel war Regime Change in Damaskus. Davon redet im Moment keiner mehr, weil es inzwischen aufgrund der Serien an syrischen Siegen auf den Schlachtfeldern Syriens völlig unerreichbar ist. Auch das Kappen der Verbindung Teheran – Damaskus ist mit dem Treffen der syrischen und irakischen Streitkräfte an der Grenze gescheitert. Damit sind sämtliche zionistisch-wahhabitischen Träume von einer ihnen genehmen Pipeline durch Syrien ebenfalls gescheitert, denn die müsste zwangläufig die Verbindung Teheran – Damaskus kreuzen. Die zionistisch-wahhabitische Achse ist also mit sämtlichen Hauptkriegszielen in Syrien total gescheitert.

        Was der zionistisch-wahhabitischen Achse damit noch bleibt, ist zu versuchen, als Trostpreis an der grenznahen Peripherie Syriens etwas Gebiet abzuzwacken. Darum wird nun gestritten und zumindest im Falle „Israels“ vermutlich auch gekämpft werden.

        Dass Katar bislang gute Beziehungen zum Iran hatte, ist ein Märchen aus 1001 Nacht. Beim South-Pars-/Nord-Gasfeld gab es praktisch keine Kooperation, sondern ein Hauen und Stechen, wo Katar Iran mit Unterstützung durch US-Sanktionen von der Ausbeutung weitgehend ferngehalten hat, um das auch dem Iran gehörende Gas selbst zu verkaufen. Der GCC-Staat Oman hat viel bessere Beziehungen zum Iran und selbst die Beziehungen Dubais zum Iran waren bislang besser als die katarischen. Mit der saudischen Embargo-Attacke auf Katar könnte sich das allerdings ändern, denn gute Beziehungen zum Iran sind Katar nun sehr hilfreich, angefangen bei der Nutzung des iranischen Luftraums für Qatar Airways bis hin zu schnellen Warenlieferungen aller Art per Schiff aus dem Iran.

        Was das weitere saudische Vorgehen nach der katarischen Ablehnung des Ultimatums angeht, so wäre der logische nächste Schritt ein saudischer Angriffskrieg gegen Katar, vermutlich gepaart mit einem saudisch gesponsorten Putschversuch. Die große Frage ist bloß, ob die durch ihr Desaster im Jemen schon gebeutelten Saudis sich das wirklich trauen, denn es ist keineswegs klar, wer der Sieger bei einem saudisch-katarischen Krieg sein wird.

    2. Nachtrag:
      Nach längeren Nachdenken ist der US-Plan vielleicht der folgende:

      1. Installation örtlich Regierung Raqqa
      2. Anschluss/Zusammenschluss mit Kurden und der anderen US-Gebiete (al-Tanf und östlich Euphrat?)
      3. Anerkennung der USA und Westen Einladung nach Amerika ist bereits erfolgt für Juli (!) (humanitäre und militärische Hilfe gegen den „Giftgas-Assad“, Zeitpunkt etwa Weihnachten?)
      4. Türkengebiete und Provinz Idlib schließt sich an (damit sind die Kurden endgültig in der Minderheit und werden entmachtet, Türkei und USA wieder vereint, Türkei wird Aufseher und Schutzmacht, der Iran ist gerade mit Saudi beschäftigt)
      5. die grünen (israelischen) Golan-Gebiete und die Deeskalationszonen erklärt den Anschluss an das neu Syrien
      6. Teilung vollständig oder Krieg mit USA, Kurden keinen eigenen Staat, Trennung Iran-Irak-Syrien gelungen?

      Naja oder so ähnlich
      Gruß PAule

      1. @ PAule

        Das mag ein Plan sein; aber Pläne gibt es viele, sie müssen auch umsetzbar sein.

        Die Kurden und das Gebiet der Türkenproxys und Idlib in einer Föderation? Das ist derzeit schwer vorstellbar.

        Das Gebiet um At Tanf wird relativ bald deutlich verkleinert; die Amis haben ja die 55 km selber posaunt, das wird dann auch so einen Halbkreis Wüste hinauslaufen; weitgehend irrelevant (wenn auch lästig, da die Autobahn nach Bagdad durchgeht).

        Zur „Anerkennung“;
        in Moskau gibt es ein Büro der SDF, mit einer Karte von Rojave an der Wand.

        Ja, es gibt Pläne, und auch eine gewisse Gefahr; aber deswegen ergibt sich da kein Ablauf von selber.

  5. Hallo mal noch ein Thema,

    das wir in diesem wie in allen Kriegen nicht aus den Augen lassen dürfen, die Heimatfront.
    An der, der Heimatfront, und nicht an der Kriegsfront werden die Kriege verloren. (Frei nach General Erich Friedrich Wilhelm Ludendorff (* 9. April 1865 in Kruszewnia bei Schwersenz, Provinz Posen; † 20. Dezember 1937 in München)

    Wie es aussieht weis das auch Präsident Assad.

    „Vor fünf Tagen kam es zu einem wenig beachteten Treffen zwischen dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad und dem Kabinett in Damaskus, wo Assad auf direkte Weise administrative Reformen ankündigte und den Despotismus ranghoher Staatsangestellter kritisierte.

    „Jeder Beamter der auf offener Straße sich und seine Bodyguards zur Schau trägt, ist ein Feigling und besitzt einen Minderwertigkeitskomplex. Jeder Sohn eines Beamten der die Straße mit seinem Auto und dem seiner Bodyguards blockiert ist ein Psychopath. Sein Vater ist für eine solche Tat zu verantworten und ich werde jede Beschwerde persönlich untersuchen. Es ist absolut unverantwortlich sich auf den Straßen wie eine Autorität aufzuspielen, nur weil man mal in der Armee gedient hatte. Das wird bestraft, weil die die das Land an der Front verteidigen, es auch im Inneren verteidigen. Ich persönlich habe immer vor und während des Krieges an roten Ampeln angehalten.“ …“

    https://flutterbareer.wordpress.com/2017/06/25/assads-kampf-gegen-die-korruption/

    Ich hoffe er hat schnell Erfolg!

    Gruß und gute Nacht
    PAule

    1. Das ist wirklich eindrucksvoll, wie Assad durch die Straßen, über den Basar geht, mit ganz normalen Menschen ganz normal spricht.
      Leider auch gefährlich, hoffen wir das nichts passiert.

  6. Es gab 1999 in Kosova ein Vorfall welche mir in errinerung geblieben ist. Ein Serbe fragte ein Us Soldat, wie lange wollt ihr bleiben?Soldat stellt Gegenfrage, wie lange sind Türke geblieben? Etwa 500 Jahre antwortete Serbe. Ja genau so lange werden wir auch bleiben, sagte US Soldat. So viel über US Presenz in Syrien.
    Hauptproblem in Nordsyrien ist, Image welche Regierung dort bei Bewölkerung hat. Lange Zeit hat Regierung korrupte Beamte aus gewisse Stämme geduldet. Diese Beamte haben während dem Krieg Schmüggel organisiert und überwacht. Bewölkerung hat Jahrelang ihnen Schuld gegeben an überteuerten Preisen. Da würden Hubschrauber gemietet um Waren in Städte zu bringen, welche sich kaum jemand leisten könnte.
    Mein einzige Hoffnung an Integration diese Gebiete in Syrien ist Tatsache, dass diese Menschen haben ein nationale Gefühl und fühlen sich wie Syrer an. Sie werden nicht bereit sein in Kurdistan zu leben. Wenn Assad ihnen entgegen kommt, dann könnten sie Seite wechseln?

  7. Bitte keine weiteren Illusionen, das US Protektorat Kurdistan, auf der östlichen Seit des Euphrat ist FAKT. Das ist schon aus der Verlautbarung, der Russischen Regierung zu entnehmen, die nur Flugzeuge auf der westlichen Seite beobachten wollen.Und aus ihrem Protektorat Irak, mit der größten Zwingburg / US Botschaft, gehen sie auch nicht mehr Freiwillig raus.

    https://de.sputniknews.com/politik/20170630316399835-irak-us-militaerprsenz-mossul/

    Einzig um die endgültige Gestalt, von Sunnistan, wird noch Gestorben, wahrscheinlich als Puffer, zwischen dem Israelischen Golan ( Wasser ) und Syrien, mit dem Durchgang, zum Waffenbruder und US Protektorat Sau Arabien und dem US Protektorat Irak.

    1. „Das ist schon aus der Verlautbarung, der Russischen Regierung zu entnehmen, die nur Flugzeuge auf der westlichen Seite beobachten wollen.“

      Aus dieser Verlautbarung geht nur hervor, dass keine Abschüsse mehr geduldet werden; auf dem relevanten Gebiet.
      Östlich vom Euphrat gibt es derzeit keine syrischen (Regierungs-) oder russischen Kampfverbände.

      Sollten sie den Euphrat erreichen und übersetzen, wird es eine andere Verlautbarung geben.

      Fakt ist, dass die Amis im Kurdengebiet sitzen, Basen ausbauen, richtig.

      Aber Fakt ist ebenso, dass nach dem endgültigen Sieg über ISIS eine andere Lage entsteht.
      Mit drei Varianten für die Amis:

      a) sie einigen sich mit den legitimen Regierungen in Damaskus und Bagdad über weitere Stationierungen und Einflussnahme

      b) sie bleiben gegen den erklärten Willen im Land; völkerrechtswidrig ohnehin, aber auch ohne jede Begründung!
      so lange Terrororganisationen gebiete beherrschen, hat man einen Vorwand; den Vorwand, das böse „Schlimmer-als-Hitler-Regime Assad“ muss eingedämmt werden, zieht kaum noch, zu durchsichtig und auch nicht auf der Linie von Trump und Macron, May hat andere Sorgen

      c) sie forcieren die Unabhängigkeit kurdischer und sonstiger Gebiete, und holen sich somit eine „Legitimität“ der Stationierung
      Das ist natürlich gegen die territoriale Integrität, und auch Referenden kriegt man wohl nur in den Kurdengebieten hin.
      Sunnitische Wüstenentitäten können nach keinen sinnvollen Kriterien eigene Staatsgebiete bekommen.

      Ein Kurdenstaat wiederum vor allem in Syrien, dürfte kaum ohne ernstes Zerwürfnis mit der Türkei hinzukriegen sein,; auch gut.

  8. PB
    „Was das weitere saudische Vorgehen nach der katarischen Ablehnung des Ultimatums angeht, so wäre der logische nächste Schritt ein saudischer Angriffskrieg gegen Katar, vermutlich gepaart mit einem saudisch gesponsorten Putschversuch.“

    Die ganze Grenzregion ist als militärisches Sperrgebiet ausgewiesen, dahinter gibt es noch eine große Militärbasis.
    Weiß jemand, wie stark der katarische „Südwall“ ausgebaut ist?

    Sehr breit ist die Grenze zu Saudi-Arabien nicht, das könnten sie prinzipiell schon haltn mit genug Mecenarios.

    Dann spielte sich der Krieg vor allem in der Luft ab; wie sieht es mit Luftabwehrsystemen aus?

    Versenkte Hochhausglaspaläste statt zerbombte „Mittelaltermärkte“, das wären doch mal andere Bilder.

    Und bei Lockheed Martin und Boing (MDD) knallen die Korken.

    1. andreas

      Ich würde bezüglich eines offenen militärischen Eroberungskrieges gegen Katar neben 5. Kolonnen innerhalb des Landes vor allem auf die Seestreitkräfte und die Küsten schauen. Ich glaube, wenn die Saudis Katar erobern wollen, müssen sie über die See kommen.

    2. Wenn Saudi-Arabien tatsächlich dem Freifahrtschein Trumps ernsthaft glaubt und einen echten Krieg gegen Katar anzettelt, dann wird das der Genickbruch für die Saudis. Ich wiederhole mich da gern:
      https://peds-ansichten.de/2017/01/saudi-arabien-im-geostrategischen-spiel-1/

      The Greater Middle East sieht keine Großmacht SA vor; ganz im Gegenteil. Das Land wird in Kriege gezogen, um es zu destabilisieren und teilen zu können. Saddam Husseins Irak lässt grüßen. Man schaue sich nur mal die saudischen Ölquellen an, die liegen fast alle in Sichtweite von Katar. Und was ist noch in Katar? Neben Öl und Gas:
      http://www.globalsecurity.org/military/facility/udeid.htm

      Richtig, die Al Udeid Air Base. Dort sind inzwischen 10.000 britische – und US-Soldaten stationiert. Und es ist die Kommandobasis des United States Central Command (CENTCOM). Alle militärischen Operationen laufen von Katar aus. Was wird wohl passieren, wenn die Saudis hyperventilieren und Katar angreifen?

      SA würde geteilt in drei oder mehr Teile. Der IS würde eingehegt und als ständige Drohung eines dieser Teilstaatsgebilde beherrschen, gewollt und geduldet. Ein Staat am Golf würde unter den direkten „Schutz“ der westlichen Miltärmacht geraten und damit auch das Öl dort.
      Die Geostrategen denken bereits an die Zukunft nach dem Syrien-Irak-Krieg …

      Herzliche Grüße an alle, ped43z

      1. ped43z

        Nicht nur die US-Basis in Katar ist in der Nähe der größten saudischen Ölfelder.

        Direkt auf den größten saudischen Ölfeldern bei und in Qatif leben überwiegend Schiiten, die sich gut mit den Schiiten im Südirak und auch gut mit Teheran verstehen. Versinkt die Zentralmacht in Riad im selbstgemachten Kriegschaos, kann es durchaus passieren, dass die Menschen, die auf den Ölquellen leben, sie für sich reklamieren, und das – wie im Südirak nach 2003 geschehen – mit iranischer Unterstützung auch durchsetzen. Sollte das so kommen, würde damit, während die Wahhabiten sich untereinander um Medina, Mekka und Riad streiten, die von Teheran geführte Schiitische Achse (Iran, Südirak, Ost-Exsaudi-Arabien) die mit Abstand größte Ölmacht der Erde werden.

        Das könnte einen heftigen Krieg geben, denn die zionistisch-wahhabitische Achse des Terrors wird natürlich alles daran setzen, dass das nicht passiert, aber es wäre nicht ausgemacht, dass die US-Achse den Krieg gewinnt, denn schon wenn die saudische Ölförderung durch Krieg auch nur etwas einbricht, treibt das den Ölpreis und stärkt damit Ölproduzenten wie Iran ungemein.

      2. @EPB

        Gut, dass Sie das noch ansprechen. Es gibt eh auch einen Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten in SA. Das wird von den meisten ja gar nicht wahrgenommen. Und die Schiiten: Wo leben die vor allem? Im Osten, dort wo das Öl und das Gas und die westliche Militärmacht zu finden sind.
        Das bedeutet, dass die Geostrategen sehr rasch die Karte ziehen können, dass sie den Konflikt als religiös klassifizieren und die unterdrückten Schiiten beschützen müssen.
        Seit Mai gibt es militärische Auseinandersetzungen im Osten SAs und wer die in Gang gebracht hat, das würde ich schon gern wissen. Denn das passt genau ins Konzept der Neugestalter des Nahen Ostens. Der Mainstream hat gelegentlich darüber berichtet, ich gestatte mir mal, den Link zu setzen:
        http://www.taz.de/!5403099/

        Und die USA verhielten sich still, wenn das wahabitische Regime „Signale“ gegenüber den Schiiten setzte, siehe die Hinrichtung des Predigers Nimr al-Nimr. Die haben ein Interesse daran, dass der Konflikt eskaliert. SA sieht sich derzeit als Verbündeten Israels; ein gewaltiger Trugschluss. Sie werden in ihrer ideologischen Überhebung und dem Glauben wirtschaftlicher und militärischer Stärke genauso ausgenutzt, wie man es vor Jahrzehnten mit Hussein tat.

        Wenn das schiitische Gebiet sich mitsamt seinem Öl und Gas „befreit“, werden wir auch ganz schnell feststellen, dass dies für die Weltenlenker überhaupt kein Problem ist. Denn sie werden die Schutzmacht der Schiiten sein.
        Der Iran auf der anderen Seite geht sehr realistisch bis pragmatisch mit dem Thema um und hat beileibe nicht die expansionistischen Ansprüche jener, die ihn als Feind sehen. Das ist übrigens – völlig im Gegensatz zum verbreiteten Narrativ – ein Merkmal dieses Staates, dass er sich seit Jahrhunderten nicht auf Kriege mit seinen Nachbarn eingelassen hat, um den Machtbereich zu erweitern.
        Ich sehe daher bei einer Zersplitterung SAs also KEINEN drohenden Konflikt des Westens mit dem Iran. Im Gegenteil bestätigt meine aktuelle Sicht, dass Trump für die Zukunft sorgt. Dafür müssen die Ressourcen des Hegemons gesichert werden.

        Die sind ja auch nicht blöd und wissen ganz genau, dass die Unterschiede zwischen dem IS und dem wahabitischen System – nun ja – eher marginal sind.
        Wie gesagt, meine bescheidene Meinung

        Seien Sie herzlich gegrüßt, ped43z

      3. ped43z

        Vorstellbar ist das schon, dass die USA sich im Falle des Falles als Schutzmacht der auf den Ölquellen lebenden Schiiten in Saudi Arabien präsentieren wollen. Ich glaube aber, das wird genausowenig wie im Südirak funktionieren. Die Leute da mögen die US-Imperialisten genauso wenig wie sie den saudischen Herrscherclan mögen. Die Leute da glauben, dass das Herrscherhaus in Riyad nur eine Art Statthalter-Diktatur der USA und Israels ist. Ich denke, das wird schwierig zu entkräften sein, weil es nämlich im Kern stimmt.

      4. @EPB

        Da bin ich völlig bei Ihnen!
        Im Falle des von den USA in ihre Planungen genommenen „Petro-Schiitistans“ kann das – wie schon so oft – völlig in die Hose gehen. Dann werden wieder die Anderen Schuld sein und der Westen sich aufregen, wie friedensunwillig doch diese Araber sind.
        In diesem Falle kann ich mir aber schon so einige Konzessionen vorstellen und nicht zu vergessen: Das Teile und Herrsche wird weitergespielt. Der IS wird nicht endgültig vernichtet. Er bekommt weiter territoriale, wirtschaftliche und militärische Ressourcen und das ist eben auch ein Bedrohungspotenzial im von mir beschriebenen Szenario, dass die Schiiten im neuen Ölstaat „einsichtig“ macht. Es ist immer das Gleiche: Erschaffe ein Problem und biete dann die Lösung an …

        HG von ped43z

      5. „Und die USA verhielten sich still, wenn das wahabitische Regime „Signale“ gegenüber den Schiiten setzte, siehe die Hinrichtung des Predigers Nimr al-Nimr. Die haben ein Interesse daran, dass der Konflikt eskaliert. SA sieht sich derzeit als Verbündeten Israels; ein gewaltiger Trugschluss. Sie werden in ihrer ideologischen Überhebung und dem Glauben wirtschaftlicher und militärischer Stärke genauso ausgenutzt, wie man es vor Jahrzehnten mit Hussein tat.“

        Ich würde noch einen Schritt weitergehen. Die USA sind daran interessiert über den Handel der Kohlenwasserstoffe in Dollar die Weltwirtschaft zu kontrollieren. Je mehr Unruhe in den Fördergebieten desto einfache geht das. Darum wird auch so gegen Russland und den Iran gehetzt, dass wären bei, saudischen Unruhen, die letzten verbliebenen stabilen Förderstaaten. Allerdings droht die Gefahr, dass die Kohelenwasserstoffe im Nahen Osten vollständig unter russisch-iranischen Einfluss gelangen.
        Darum ist die deutsche Energiewende und Nordstream2 purer „Antiamerikanismus“ (oder doch Anti zionismus?) in Reinform.

        Die Verbindung Israel –>SA sehe ich ebenso als Trugschluss, deren Endziel den Saudis wohl nicht auf dem Radar haben, bzw. nicht bemerkten, dass nach dem weitgehenden Scheitern in Syrien, Saudiarabien die Flächen für die israelische Expansion zur Verfügung stellen sollen. Aus meiner Sicht wird Israel Jordanien südwärts verdrängen wollen zulasten von SA. Es ist nicht zu vergessen, dass in SA eingewaltiger Wechsel bevorsteht, waren doch alle bisherigen Könige direkte Söhne des Staatsgründers, während der nächste aus der Enkelgenration stammen wird.
        In diesem Bereich wird wohl der nächste Konflikt losbrechen. Das At-Tanf-Gebiet könnte dazu ein „Baustein“ sein, quasie ein vorübergehendes Söldnerlager.

  9. Leider sind diese guten Nachrichten durch Meldungen überschattet, die zeigen, dass die Brandstifter sich an anderen Stellen rächen.

    Neue Autobombenanschläge in Damaskus und Bombardierung eines der größten Ölfelder Syriens.

    http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13960410001353

    Sie machen einfach weiter. Cato lässt grüßen:

    „Im übrigen bin ich der Meinung, dass Kathargo zerstört werden muss.“ Cato
    (das soll er bei jeder Sitzung des Senats wiederholt haben).

    In Abwandlung.
    „Im übrigen sind wir der Meinung, dass Syrien zerschlagen werden muss“ NATO

    Ich bewundere die Moral der syrischen Armee, die sich von diesen Tragödien nicht entmutigen lässt, und wünsche allen Syrern weiterhin Kraft und Zuversicht, dass sie aus diesem Alptraum gestärkt und vereint herauskommen.

  10. @ Parteibuch

    Danke für die Antwort.

    Zum Teil, der sich auf die Beziehungen Qatar – Iran bezieht: meine Frage zielte eher auf die Beziehungen Israel zu Türkei und Qatar und wie werden sich Russland und Syrien verhalten, wenn die Türkei sich festsetzen will.

    Der Iran hat sich Katar gegenüber sehr hilfreich gezeigt und Lebensmittel geliefert und wie in Ihrer Antwort erwähnt, den iranischen Luftraum grosszügig zur Verfügung gestellt. Das scheint mir schon seit längerem eine beispielhafte Strategie gegenüber ehemaligen Gegnern zu sein (siehe Russland Türkei nach dem Abschuss des russichen Flugzeugs). Die Hand wird ausgestreckt.

    Interessant wird die Entwicklung der Beziehung Iran Katar werden und wie sich in Zukunft der Verkauf des Erdgas zwischen den beiden Ländern regeln wird.

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