Irakische Armee nimmt Große Nuri-Moschee in Mossul ein

Irakischen Sicherheitskräften ist es am heutigen Donnerstag gelungen, die Große Nuri-Moschee in Mossul einzunehmen, und hat daraufhin das Ende des ISIS-Terrorkalifats verkündet.

Der Verlust der Großen Nuri-Moschee, in der ISIS-Anführer Abu Bakr Al-Baghdadi im Jahr 2014 das Terrorkalifat ausgerufen hatte, ist für ISIS sicherlich ein schwerer symbolischer Schlag, aber gänzlich besiegt ist die Terrorgruppe ISIS in Mossul, im Irak und anderswo tatsächlich noch nicht. So halten ISIS-Terroristen auch nach dem Verlust der Moschee in der Altstadt von Mossul immer noch ein rund einen Quadratkilometer großes Gebiet.

Weiterhin beherrschen ISIS-Terroristen im Irak auch nach wie vor die Gegenden Tel Afar westlich von Mossul, Hawwija südöstlich von Mossul und den irakischen Oberlauf des Euphrat, von wo aus das ISIS-Gebiet nach Syrien hinübergeht.

Dem libanesischen TV-Sender Al Mayadeen zufolge wird sich die irakische Armee nach der kompletten Einnahme von Mossul um die Befreiung von Hawijah und Tel Afar kümmern. Ob das im Umkehrschluss bedeutet, dass die irakischen Volksmobilisierungseinheiten weiter um das irakisch-syrische Grenzgebiet kümmern werden, bleibt zwar noch abzuwarten, liegt jedoch nahe.

In Syrien sind unterdessen die syrische Armee und ihre Partner weiter gegen die letzten Reste von ISIS-Terroristen im Südosten der Provinz Aleppo vorgerückt.

Die von den USA und anderen NATO-Staaten unterstützten Kräfte der kurdisch geprägten SDF haben die Terrorgruppe ISIS unterdessen in der syrischen Provinzhauptstadt Raqqa weiter eingeschnürt.

Dass die Kampfmoral der ISIS-Terrroristen nach dem Verlust der Nuri-Moschee in Mossul so geschwächt ist, dass die Terrorgruppe ISIS nun komplett zusammenklappt, ist zwar denkbar, aber nicht wahrhscheinlich, weil da jeweils lokale Faktoren eine Rolle spielen. Aber dass die Terrorgruppe ISIS sich von ihren Niederlagen noch einmal erholen kann, darf auch als sehr unwahrscheinlich gelten, zumal der wichtigste staatliche Unterstützer der Terrorgruppe ISIS, Saudi Arabien, sich mit dem wichtigsten staatlichen Unterstützer der ISIS-Ursprungsgruppe Al Kaida, Katar, schwer verkracht hat.

Das mit den wahhabitischen Extremisten von Al Kaida, ISIS, Saudi Arabien und Katar verbündete Apartheidregime von „Israel“ versuchte in den letzten Tagen zwar, die gegen ISIS und Kumpane gerichteten Kräfte durch mit Terroristen koordinierte Angriffe auf die syrische Armee von der Eliminierung von ISIS abzulenken, brachte jedoch militärisch nicht genug Gewicht auf die Waage, um die Niederlageserie der Terroristen zu beenden.

Die New York Times, das führende Sprachrohr der zionistisch-wahhabitischen Terrorachse, versucht deshalb geradezu verzweifelt, Lösungen zu finden, um den Bruch zwischen Saudi Arabien und Katar zu kitten, der das Potenzial hat, die zionistisch-wahhabitische Terrorachse in der Mitte zu spalten und sich durch den Abzug der Kataris von der Front im Jemen bereits negativ auf die Kampfkraft der zionistisch-wahhabitischen Terrorachse ausgewirkt hat. In ihrer Not scheint die New York Times dabei sogar zu erwägen, einen vom republikanischen Senator Bob Corker vorgeschlagenen Waffenlieferungsboykott gegen Saudi Arabien und Katar zu unterstützen, bis sich diese wieder geeinigt haben. Sollte es dazu kommen, könnte das eine hoffnungsvolle Nachricht für die Bevölkerung des Jemen sein, die seit über zwei Jahren fürchterlich unter einem hauptsächlich mit US-Waffen geführten Angriffskrieg unter saudischer Führung leidet. Ohne die haupsächlich mit US-Waffen geflogene massive Luftunterstützung der saudischen Koalition dürften sich die Terrorgruppe ISIS und ihre Ursprungsorganisation Al Kaida schließlich auch im Jemen nicht lange halten können.

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32 Gedanken zu “Irakische Armee nimmt Große Nuri-Moschee in Mossul ein

  1. Großes Symbol, aber noch lange nicht das Ende, richtig.

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    Man hat lange nichts von der schiitischen PMU im Irak gehört; mit der Einnahme von Al Ba’aj und Umgebung haben sie jetzt nur noch weitgehend Wüste Richtung Euphrat vor, aber keine Bewegung wurde gemeldet.
    Schon gar nicht wie vorher gerne kolportiert die gemeinsame Aktion mit der SAA im Rücken von ISIS in Syrien.

    Nun kommt diese Meldung:

    Die in der „55-km-Dekonfliktionszone“ rund um At Tanf eingeschlossenen Proxys sollen danach verlegt worden sein, um dort dem bisherigen ISIS-Gebiet jetzt doch noch eine grüne Farbe zu geben.

    Und es lässt sich derzeit nichts dagegen tun, die SAA braucht noch länger um den Euphrat von Westen aus zu erreichen, die Überquerung wäre noch mal ein ganz anderes Thema.

    Aber erst mal sehen, was an der Meldung vom Terroristenfreund überhaupt dran ist.

    1. andreas

      Schaun wir mal. Vielleicht lassen die USA auch nur gerade ihre Proxies Tanf räumen, womit die Autobahn zwischen Damaskus und Bagdad frei würde.

  2. aus Syrien gibt es auch gute Nachrichten
    Wenn ich das richtig verstanden habe, sind viele Araber zur SAA übergelaufen ( ein ganzer sunitischer Stamm ).

    Interessant daran ist, sie waren mitten im Kampf bei Raqqa. Die hatten Rache gegen den IS geschworen und jetzt beteiligen die sich nicht mehr am „Kampf“ um die EX Hauptstadt ?? komisch komisch

    Da haben die „Freunde“ wohl zuviel schwarze bärtige Söldner rausgelassen oder den IS aufmunitioniert oder was anderes …

    ODER der Einfluss von Erdo ( das wäre mal was positives )

    Mal sehen ob mehr Infos durchsickern

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    Das anleuchten der fliegenden TOP GUN Piloten zeigt wohl extreme Wirkung
    „Russlands Luftwaffe treibt US-Piloten ins Burn-out“
    https://de.sputniknews.com/politik/20170629316379095-burn-out-bei-us-piloten-wegen-russland/

    Die Armen …… vom Pilotensessel auf die rote Kautsch, dass ist ja mal eine US-untypische aber friedliche Karriere

    1. sg

      Dass mit der syrischen Armee verpartnerte Gruppen im Osten an Zulauf gewinnen, weil da nicht wenige Araber lieber die SAA und Russland als die SDF und die USA wollen, habe ich auch schon gehört. Es ist nicht unplausibel, aber definitiv bestätigen kann ich das Ausmaß dieses Trends bisher nicht. Deshalb habe ich mich dazu bislang zurückgehalten, denn unbestätigte Gerüchte gibt es schon mehr als genug.

      Definitiv läuft der geopolitische Trend aber ausgesprochen günstig für Syrien und die Achse des Widerstandes, und das nicht nur wegen dem Zwist zwischen den saudischen und katarischen Wahhabiten, der so bizarr ist, dass ich zuerst gar nicht glauben konnte, dass das wirklich ernst ist.

      Was die US-israelisch-kurdischen Teilungspläne für Syrien angeht, hat Erdogan gerade deutlich gemacht, „er werde nicht zulassen, dass im Norden Syriens ein kurdischer Staat entstehe.“ Auch das ist eine für Syrien und die Achse des Widerstandes ausgesprochen günstige Entwicklung, denn die US-zionistische Achse kommt damit in eine Zwickmühle. Lässt die US-zionistische Achse die Unterstützung für die Separationspläne sein, wird Syrien ein unitärer Staat bleiben und die US-zionistische Achse verfehlt das gegenwärtige Minimalziel ihres Krieges gegen Syrien. Versucht die US-zionistische Achse hingegen Syrien über den kurdischen Hebel zu spalten, spaltet sie damit vermutlich auch die Türkei von der NATO ab. Damit hätte die US-zionistische Achse ein Binnengebiet in der Pampa gegen den zweitgrößten NATO-Partner eingetauscht.

      Es stehen gerade so viele geopolitische Sterne so überraschend günstig für Syrien und die Achse des Widerstandes, dass ich den Verdacht habe, der günstige Zufall hat da neben der tapferen und standfesten Arbeit der Achse des Widerstandes starke Partner im unsichtbaren Hintergrund. Mein Verdacht ist, dass sowohl Obama in seiner zweiten Amtszeit als auch Trump da im Hintergrund seit geraumer Zeit mithelfen, einige Sterne für Syrien günstig anzuordnen, weil sie die Besatzung der USA durch Israel und Israels fünfte Kolonne leid sind, sie die ganze Region Middle East am liebsten vergessen würden und am liebsten auch alle US-Truppen aus der Region abziehen würden.

      1. Bei den Übeläufen bin ich auch noch sehr misstrauisch.
        Aber wenn ein ganzer Stamm übergelaufen ist wird es bald mehr + gesicherte INFOS geben. Diese Infos werden uns zeigen welcher Baustein die Seiten gewechselt hat.

        Mal sehen wo das Traumschloss der Falschspieler zusammenbricht.

        Aber die totale Niederlage der Falschspieler ist deutlich zu erkennen, wenn die nicht noch was extrem dreckiges in der Hinterhand haben.

        Denke dabei nicht an einen 3ten WK und auch nicht an einen Fake Giftgas Angriff

      2. Danke für diese Klarstellung bezüglich der Rolle der Kurden und der Türken. Die war dringend nötig.

      3. Was Trump angeht, frage ich mich im Moment, ob da nicht der confirmation bias die Oberhand gewinnt. Aus einer leicht veränderten Perspektive kann es auch ein guter Bulle/böser Bulle Spiel, oder einfach nur militärstrategische Inkompetenz in Form „Kopf durch die Wand“ sein.

      4. Trump arbeitet auch öffentlich, nicht nur im Hintergrund. Durch Trumps frühzeitige Beschuldigung, Katar würde den IS unterstützen, hat er Katar direkt in die Arme der Achse RF-Iran-China-Syrien getrieben.

        Er hat damit einen weiteren imperialistischen Arm der Achse Atlantiker-Zios-tiefenStaat abgehackt. Erst die EU dann die Nato und nun auch noch die engsten Verbündeten im Nahen Osten. Sehr gut der Mann!

      5. Habe gerade diese Meldung entdeckt bei SyriaLiveuaMap

        Demnach entsendet Russland 160 Soldaten und 10 Fahrzeuge in den Aifrin-Bezirk. Sollte dies zutreffen, wäre wohl die Idee der FSA/Euphratschild-Rebellen, ihr Gebiet mit dem Idlibgebiet zu verbinden auch gestorben. Ich glaube kaum, dass sich Erdogan dagen auflehnen würde, die russischen Sanktionen nach dem Jetabschuss dürften Lehre genug gewesen sein.
        Gleichzeitig wäre es aber auch ein Zeichen, in welche Richtung die kurdische Selbstverwaltung gelenkt wird. die Kurdischen Gebiete werden wohl Teil Syriens bleiben mit Selbstverwaltung auf kommunaler Ebene.

      6. Hallo PB,

        niemals würde ich unterstellen, dass Du die Dinge nicht richtig einzuordnen weißt – denn wer, wenn nicht Du?!

        Aber Dein letzter Absatz hier in der Antwort unter SGs Beitrag hat mich jetzt wirklich in ungläubiges Erstaunen versetzt.

        Gerade wenn man meint, in Ansätzen verstehen zu können, was das unten abgeht – wer mit wem und wer gegen wen – da haust Du hier so eine These in der Raum???

        Eigentlich war ich drauf gefasst, dass der Tag des Endes des kriegerischen Armes des IS nur der Startschuss wird zu einem Geschubse und Gerangel der „Sieger“ um Lufthoheit und Einflussgebiet, was dann fürchterlich schnell in richtig bösen Aktionen auszuarten vermag. Und da kommst Du jetzt mit der Andeutung, dass Assad vielleicht doch mehr „Freunde“ haben könnte, als man bisher ahnte?
        Selbst wenn diese „Freunde“ nicht gerade aus altruistischen Gründen handeln, wie sie handeln?!

        Ich bin jedoch nach wie vor gespannt und kann den Menschen dort nur das Allerbeste wünschen. Dass die Dinge nicht eskalieren und dass demnächst so was wie „Frieden“ dort einkehrt.

        Gruß an alle,

        Anderl

    2. sg
      Da haben die „Freunde“ wohl zuviel schwarze bärtige Söldner rausgelassen oder den IS aufmunitioniert oder was anderes …

      ich glaube das hat andere Gründe. Die Kurden in Nordwestsyrien sind eine enge Zusammenarbeit mit der Allianz um der SAA gewohnt, nur sind deren Truppen (YPG) wohl beu Afrin und bei Al Bab beschäftigt. Bei Raqqa haben somit die Truppen, die Herangekarrt wurden, das Sagen und die scheinen Rambo zu spielen und haben die SAA vor dem Kopf gestoßen. Das dürfte einiegen Truppen in der Region nicht gefallen. 2. Variante: Sie wollen Ihre amerikanischen Waffen behalten.

      Übrigens hat mich ein scheinbar belangloser UNO-Bericht nachdenklich gemacht: Seit die Flüchtlingslager nördlich von Raqqa auch von LKWs aus Aleppo versorgt werden können, hat sich die Lage verbessert.
      Zwischen Aleppo (die selbst wenig Nahrung haben) und den Flüchtlingslagern nördlch von Raqqa gibt es nur Kurden-Gebiet und SAA-Gebiet sei es südlich oder nördlich des Assadsees.
      Mag sein, das im Norden die Brücken zerstört sind, aber der Weg über den Damm sollte möglich sein und wir reden über UN-Hilfsgüter…… Wieso können erst jetzt (wohl über Tapqa) Hilfsgüter per LKW geliefert werden? Gründe wurden nicht genannt, was wohl heißt, das diese Lieferungen erst Assad ermöglicht hat.

      1. „Bei Raqqa haben somit die Truppen, die Herangekarrt wurden, das Sagen und die scheinen Rambo zu spielen und haben die SAA vor dem Kopf gestoßen“

        Auch interessant und kann möglich sein.

        Aber eigentlich muss dieser Stamm / Volks-Gruppe deswegen nicht ihren Kampf abbrechen und die „Seite“ wechseln. Die haben ja dem IS Blutrache geschworen.

        Ich sage es mal überspitzt __und ohne Kenntnisse __ um so mehr Tode IS Typen um so besser für diesen Volksstamm ( die Blutrache ist erfüllt bzw übererfüllt )

        Also ich denke es ist eher etwas anderes passiert.

        Die haben vermutlich eine Zusammenarbeit mit dem IS entdeckt oder ein höherer/geachteter Führer hat sie umgeleitet

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        Das es Probleme im Kurdengebiet gibt ist unbestritten. Meine Meinung, das grösste ist, die Kurden sind sich nur in EINER Sache einig ( 1 Kurdenstaat ) und sonst komplett unterschiedlich. Die linke Hand weiß nicht was die rechte macht

        UND ganz wichtig die von den Amis eingeführen „Zwangsassimlierung“ ist die Lunte die alles zum platzen bringt.

        Meine Meinung ich muss nicht Recht haben

      2. Prinzipiell sollte der Tischrin-Damm befa´hrbar sein, zumindest gab es große Miitärkonvois über diesen.
        Vielleicht ist er auch angeschlagen und deshalb keine großen Lasterkolonnen erlaubt?

        Dann wäre erst mit der Einnahme Maskanahs und der Erreichung des SDF-Gebietes durch die SAA überhaupt eine leistungsfähige Straßenverbindung vorhanden.

        Es gab eine Meldung über ein Abkommen, dass die Kurden von Afrin nach „Kobane“ und umgekehrt fahren dürfen, im Gegenzug die SAA zu den „roten“ Gebieten in Haskah.

        Letztens auch eine Meldung, dass die SAA Militäreinheiten in den Nordosten verlegen „darf“.
        Die könnte sogar zeitlich mit der Aussage zusammen passen, dass seit einer WOche die Straße nach Raqqa für Hilfslieferungen offen ist.

        Also auch unabhängig von der Verbindung und der Leistungsfähigkeit der Straßen ist es keineswegs so, dass rot und gelb da als homogene Einheit angesehen werden können.

        Könnte man kritisieren; aber wenn es so ist(war), dass die SAA ihre Truppen und Gebiete im Nordosten nicht besuchen darf oder keine Verstärkung hinbringen darf, dann ist die Gegenmaßnahme auch verständlich.

        Außerdem: nehmen wir mal 200.000 zu versorgende Menschen, durch die 40 Tonnen pro Flugzeug; da braucht man nun wahrlich keine „Rosinenbomber“-Dimensionen, um die Menschen mit dem notwendigsten zu versorgen. Ganz umsonst ist ja der Transport über Land über diese Strecken auch nicht, und an diversen Stellen auch noch sehr nahe am Feindgebiet vorbei.

      3. Lutz

        „Übrigens hat mich ein scheinbar belangloser UNO-Bericht nachdenklich gemacht: Seit die Flüchtlingslager nördlich von Raqqa auch von LKWs aus Aleppo versorgt werden können, hat sich die Lage verbessert.“

        Den Euphrat zu überqueren, ist kein Problem. Selbst die Kosackenbrücke östlich von Manbij wurde schon im letzten Jahr behelfsmäßig repariert und ist seitdem wieder befahrbar. Anonsten gibt es da reichlich Pontons und Floße.

        Problematisch ist was anderes: Flüchtlingslager nördlich von Raqqa meint: im YPG/SDF-Gebiet im Nordosten Syriens. Das YPG/SDF-Gebiet im Nordosten Syriens ist ein Binnengebiet ohne Seezugang und hatte bis Ende Februar 2017 genau drei Nachbarn: Erdogan, Barzani und ISIS. Alle diese Kräfte sind der YPG feindlich gesinnt, weshalb sie Hilfslieferungen, die die De-Facto-Macht der YPG in Nordost-Syrien weiter stabilisiert hätten, abgelehnt haben.

        Erst seitdem syrische Truppen Ende Februar 2017 im Osten von Aleppo eine Landverbindung durch ehemaliges ISIS-Gebiet nach Manbij ins YPG-Gebiet freigekämpft haben, können Hilfsgüter einfach per LKW von Damaskus (oder Beirut, Tartur oder Latakia) via Aleppo ins YPG-Gebiet im Nordosten Syriens gefahren werden.

        Es ist nur logisch, dass da die Versorgungslage von Flüchtlingen im YPG-Gebiet im Nordosten Syriens verbessert, die vorher nur aus der Luft oder durch Schmuggel versorgt werden konnten.

      4. PB
        Erst seitdem syrische Truppen Ende Februar 2017 im Osten von Aleppo eine Landverbindung durch ehemaliges ISIS-Gebiet nach Manbij ins YPG-Gebiet freigekämpft haben, können Hilfsgüter einfach per LKW von Damaskus (oder Beirut, Tartur oder Latakia) via Aleppo ins YPG-Gebiet im Nordosten Syriens gefahren werden.

        Ja aber der Schweizer sagt: Seit einer Woche- also Mitte Juni (also seit die SAA bei Tapqa ist, ist das möglich. Mal paar Denkanstöße: Darf die UN jetzt über SAA-Gebiet liefern; Hibz es jetzt schon Grenzen im Kurden-Gebiet???????

        sg
        Das es Probleme im Kurdengebiet gibt ist unbestritten. Meine Meinung, das grösste ist, die Kurden sind sich nur in EINER Sache einig ( 1 Kurdenstaat ) und sonst komplett unterschiedlich. Die linke Hand weiß nicht was die rechte macht

        Genau das Bezweifele ich: Nach unterschiedlichen Quellen führt die YPG eine regionale Selbstverwaltung ein, so bekomme ich keinen einheitlichen Kurdenstaat hin.

        Übrigens sehe ich die kommunale Selbstverwaltung als die Zukunft, nur Spukt man da den heutigen Mächtigen in die Suppe (einschließlich Putin) Und im Heise wurde auch Syrien erwähnt. Das ist alles sehr großer Sprengstoff

        Ach ja, alles spricht dafür. das Russen und Syrer, mit den kurdischen Truppen in Afrin anders umgehen als mit denen in Raqqa: Kurz, der Kampf der Kurden hat begonnen…

      5. Lutz

        Dass die UN-Konvois nicht schon seit Anfang März, sondern erst seit Mitte Juni in den Nordosten Syriens können, dürfte schlicht daran liegen, dass die Verhandlungen zwischen SAA/Russland und SDF/USA dazu sich solange hingezogen haben. Mit der Situation in Tabqa dürfte das eher nichts zu tun haben.

      6. @Lutz

        „Genau das Bezweifele ich: Nach unterschiedlichen Quellen führt die YPG eine regionale Selbstverwaltung ein, so bekomme ich keinen einheitlichen Kurdenstaat hin.“

        Wenn ich das recht verstehe ist das genau das was ich meine, bloß eben in Prosa. Also kurd.Zwangsassimilierung.

        Nochmal die Kurden Hochburgen sind im Nordosten ( Afrin ) und im Nordwesten. Also eher in den bergigen Regionen. Ich glaube die Türken nennen die Kurden deswegen auch Bergtürken. ( Ich will mit diesen Begriff keinen beleidigen ) …

        In Syrien, nördlich von Raqqa sind keine Berge, die kommen erst in der Türkei. Also das sind keine org.kurdischen Gebiete.

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        „Ach ja, alles spricht dafür. das Russen und Syrer, mit den kurdischen Truppen in Afrin anders umgehen als mit denen in Raqqa“

        Deswegen sage ich ja schon seit längeren __zu den Kurdenthema__ meine Meinung mit Vorbehalt__

        Denn ich lese nicht mehr die deutschen Medien ( nur PB / Voltaire und Heise -Forum ) und englische nur selten Moon of Alabama und den Saker. Aber täglich die Russen-Medien …. Aber die Russen müssen nicht immer Recht haben.

        Ich müsste die gegenchecken, aber auf andere deutsche und engl. Falschspielermedien habe ich keinen Bock, deren Lügen versauen mir MASSIV die Laune . Das ist auch ein Hauptgrund warum ich das PB lese. Den das PB liest glaube sehr viel engl.Medien

        Danke nochmal deswegen

      7. jetzt habe ich auch noch afrin in den Nordosten gesetzt 🙂
        Ich glaube ich halte mich raus aus den Kurdenproblem

        Kurz oder Lang erledigt sich das 100% von alleine

      8. sg
        Wenn ich das recht verstehe ist das genau das was ich meine, bloß eben in Prosa. Also kurd.Zwangsassimilierung.

        Also Unter Selbstverwaltung verstehe ich eher das Gegenteil von Zwang. In Deutschland kenne ich das nur von der Republik Schwarzenberg. Damals eine Notlösung, da die Amis schon weg, aber die Russen noch nicht da.

  3. Naja.

    Mit der Verlegung der MaT in die Provinz Hasaka könnte es sein, dass die Ami-Proxys die Grenze zum Irak bis nach al Quaim einnehmen und die ganzen Orte östlich des Flusses.
    Und mit einer Luftlandeoperation haben sie ja schon gezeigt, wie schnell sie auch auf der anderen Seite Boden gut machen können.

    Deir ez Zur Stadt werden sie so wahrscheinlich nicht einnehmen; aber auch das wäre noch denkbar.´, wenn viele ISIS-Leute einfach überlaufen, dass MaT auch lokale Kommandeure aufnimmt, gab es ja schon in Bildern zu sehen.

    Klar ist mit dem Vorstoß auf T2 die Situation insofern günstiger, als dass die Ami-Proxys auf keinen Fall mehr die ganze Grenze zum Irak einnehmen können.
    Aber 50% der Fläche in gelb und grün wäre auch so noch problematisch.

    Insgesamt sah es natürlich schon viel schlechter aus.

  4. Was die Situation der überlaufenden sunnitischen Stämme angeht, warne ich vor einer zu hohen Bewertung. Die Erfahrung aus Afghanistan, Syrien und dem Irak lehrt uns: Man kann die Loyalität solcher Stämme nicht kaufen – nur mieten!

  5. Jihaa!

    In den letzten Tagen angeklopft, wie viele denn noch in den Dörfern südlich des Salzsees sitzen und jetzt den Sack zugemacht.
    (andere Meldungen sagen, es fehlt noch ein Kilometer, aber das wäre nur eine Frage der Zeit)

    Dann zügig die Tiger wieder umgruppiert, die Kreuzungen um Refesah sichern und dann auf nach Osten!

    Mit der wahrscheinlichen Verlegung der MaT nach Nordosten gibt es neben dem Abschirmen der SDF und der Entsetzung von Deir ez Zor noch ein drittes Ziel,möglichst rasch über den Euphrat vorstoßen, um dort kein „grünes“ Gebiet mit direkten Amyproxys (die Kurden haben zumindest auch eine eigene Agenda), durchsetzt mit ISIS-Kämpfern entstehen zu lassen.

  6. @ Andreas (anderl)

    Das ist etwas verwirrend mit dem Namen.

    Zur These vom PB: Isolationismus ist durchaus schon immer eine Strömung in der us-amerikanischen Außenpolitik, unterschiedlich stark ausgeprägt natürlich.

    Rational betrachtet war die ganze Nahost-Politik der letzten Jahrzehnte sauteuer und wenig erfolgreich bis katastrophal.

    Also als kühler Betrachter kann man durchus das Zie haben, das einfach zu lassen; aber auch oder gerade als PotUS kann man natürlich nich teinfach gegen die Interventionisten da aussteigen.

    wer weiß; wir werden es wahrscheinlich sehen, anhand der Ereignisse.

  7. sry, ich habe die letzten Entwicklungen im Syrien-Krieg nicht mitverfolgt, deswegen eine größere Frage an das PB (falls nicht zu viel verlangt):
    1. gibt es eine größere Strategie der syrischen Armee + Allianz, den Krieg endlich zu beenden?, bzw.
    2. was sind die größten Ziele, Feinde, Orte (zB nur mehr ISIS?), die noch zu besiegen sind?
    3. findet immer noch ständiger Nachschub aus Türkei, Jordanien etc. statt, der ja Schuld daran ist, dass dieser Krieg niemals endet?
    4. wie ist die allgem. Situation der SAA, bzw. wann kann man endlich mit einem Sieg Syriens rechnen, oder ist die Situation immer noch zu chaotisch?

    Danke für allfällige Antwort

    1. santa

      Das Ziel der syrischen Regierung ist es nach wie vor die ganze Karte in Syrien wieder rot zu machen, das heißt, wieder ganz Syrien unter Kontrolle zu bekommen. Dazu werden unversöhnliche Terroristen wie ISIS und Al Kaida bekämpft und besiegt, und es wird versucht, mit anderen Gruppen Deals zu machen, die in Richtung lokale Selbstverwaltung bei gleichzeitiger Unterstellung unter die nationale Außen- und Sicherheitspolitik laufen.

      Im Moment befinden wir uns gerade in einer Phase, wo meist aus ISIS-schwarzen wieder rote Regierungsgebiete werden. Ich vermute, das wird noch rund ein halbes Jahr dauern, bis das komplett erledigt ist – aber ich kann mich, was den Zeithorizont angeht, auch stark täuschen, denn das hängt natürlich stark vom Kriegsgegner ab und könnte abhängig davon auch viel schneller gehen oder deutlich länger dauern.

      Anschließend dürfte die syrische Armee schauen, wie es mit den vier in Astana eingerichteten Deeskalationszonen in Westsyrien praktisch läuft. Wo das Horte von Al Kaida, kriegslüsternen Proxies von Drittstaaten oder Separatisten geworden oder geblieben sind, dürfte die Armee diese Gebiete nach und nach rot machen. Ähnlich dürfte es mit den gelben kurdischen YPG/SDF-Gebieten aussehen: wo und insoweit das eine lokale Selbstverwaltung im Rahmen des syrischen Staates ist, dürfte das Damaskus recht sein, wo und wenn dsa jedoch auf eine Spaltung oder Zerschlagung des syrischen Staates hinausläuft, vermute ich, dass Damaskus Maßnahmen dagegen ergreifen wird.

      Am gefährlichsten und schwierigsten bleibt für Syrien der anhaltende Krieg von Israel und Al Kaida und Co im Südwesten, da Israel sich bislang nicht damit abfinden will, durch den Terrorkrieg gegen Syrien nichts erreicht zu haben, den Konflikt in Syrien am Laufen halten will und weiteres syrisches Land unter Kontrolle bringen will. Da könnte noch die eine oder andere Schlacht anstehen, bis das sich für nahezu allmächtig haltende „Israel“ Grenzen akzeptiert.

    2. @santa

      Die saloppe Antwort wäre: Es sind alle Beiträge des PB noch nachzulesen. ;-))

      Die Kurzversion der Zusammenfassung lautete in etwa: Das Chaos ist grösser den je, sowohl auf den Schlachtfeldern als auch im diplomatisch-politischen Bereich. Israel mischt mittlerweile täglich in den Golanhöhen aktiv mit, wegen angeblichen Beschusses der SAA. Wobei hier eher der Verdacht besteht, dass „Moderaten“ damit die israelische Unterstützung anfordern.
      Die USA schiessen ab und zu mal syrische Jets und iranische Drohnen ab, worauf die Russen die Kommunkationskanäle mit den USA kappen. Worauf die westliche Allianz reihum von bevorstehenden Giftgasanschlägen durch die SAA warnt.
      Zur Abwechslung zoffen sich der Euphrat schild und die SDF/YPG im Aifrin-Bezirk miteinander. Gerüchten zufolge soll eine Verbindung Idlib—> Euphratschild geschaffen werden. Auch ansonsten herrschen einige Spannungen in der SDF, so dass ein überlaufen arabischer Kräfte zur SAA auch nicht mehr gänzlich ausgeschlossen werden kann. Und als Draufgabe tragen die SAA und die SDF rund um westlich von Rakka auch noch ab und zu ihre Scharmützel aus.
      Insgesamt mmacht die SAA und ihre Verbündeten laufend nette Geländegewinne gegen den IS. Schwerpunkte waren die Gebiete zwischen Palmyra/Deir Ezzor/irakische Grenze sowie das Gebiet zwischen Khanasar Plains (Hama-Alleppoverbindung) und Maskaneh Plains, dadurch müssen die Nachschubtransporte nicht mehr den Umweg über Aleppo nehmen.

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