Syrische Armee rückt im Westen von Raqqa weiter vor

Die syrische Armee und ihre Partner sind nach den großen Erfolgen der vergangenen Tage auch am heutigen Sonntag im Westen der Provinz Raqqa weiter in Richtung der Ortschaft Resafa vorgerückt.

Zunächst wurde am Sonntag gemeldet, dass die syrische Armee westlich von Resafa die Dörfer Karradi und Issawi eingenommen hat, womit die syrische Armee nur noch wenige Hundert Meter von Resafa entfernt ist.

Einige Stunden später wurde mitgeteilt, dass die syrische Armee auch das nordwestlich von Resafa gelegene Dorf Jadin eingenommen hat.

Die historische Ortschaft Resafa liegt in einem Dreieck von Gebieten unter Kontrolle der syrischen Armee, US-gestützten SDF-Kräften und ISIS-Terroristen und ist für sich genommen militärisch völlig bedeutungslos. Doch wichtig ist für die syrische Armee, den Abzweig und die Straße, die von Resafa aus nach Süden in Richtung Deir Ezzor führt, wo noch über Hunderttausend Menschen von ISIS-Terroristen umzingelt sind, unter Kontrolle zu bekommen.

Die USA versuchen indes offenbar, den Kampf der syrischen Armee gegen die Terrorgruppe ISIS zu behindern. Anders lässt es sich kaum erklären, dass US-Streitkräfte am Sonntag Abend im Westen von Raqqa die Terrorgruppe ISIS durch den Abschuss eines im Kampf gegen die Terrorgruppe ISIS eingesetzten syrischen Kampffliegers unterstützt haben. Der Iran hat unterdessen an die Terrorgruppe ISIS und ihre Unterstützer durch einige Mittelstreckenraketen die Botschaft nach Deir Ezzor geschickt, dass Iran nicht gewillt ist, dem Terror tatenlos zuzusehen.

Nachtrag Montag Nachmittag: die syrische Armee hat den historischen Ort Resafa und die zugehörige Kreuzung mit dem Abzweig der Straße nach Süden eingenommen.

In Reaktion auf den US-Abschuss der syrischen SU-22 hat das russische Verteidigungsministerium inzwischen erklärt, beginnend ab heute alle Interaktionen mit den USA im Rahmen des Dekonfliktierungskanals zu stoppen und sämtliche Flugobjekte westlich des Euphrats einschließlich bemannter US-Jets mit russischer Luft- und Bodenabwehr als Luftziele anzuvisieren.

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36 Gedanken zu “Syrische Armee rückt im Westen von Raqqa weiter vor

    1. Hello F***ing Russkies, We have one of your lousy Soviet jet blown from the sky.
      Remains in the area assigned to you, Otherwise death

      1. @Felix Klinkenberg

        Russland wird dieser Abschuß nicht sonderlich beeindrucken. sondern sich bestätigt fühlen, die US geführte (Anti)terrorkoalition reagiert in Panik und sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht.
        Ich schließe mich hier der Meinung vom PB an „..die syrische Armee ist exzellent darin, sich von Störmanövern von Terroristen und ihren Unterstützern nicht von ihren wichtigen Dingen ablenken zu lassen.“

        Ich vermute Russland wird vielleicht den Vorfall nutzen um die Vereinbarung „.. Wirkungsradius des S-400-System in Hmeimim sei auf Vereinbarung mit der Koalition auf 60 Kilometer begrenzt, obwohl es Luftziele in einer Distanz von 400 Kilometern orten und bekämpfen kann.“ wieder offiziell erweitern?

        https://de.sputniknews.com/politik/20170616316191635-zwischenfaelle-mit-us-koalition-russischer-militaerbasis/

  1. Die Überschrift finde ich jetzt etwas überraschend.

    Aber trotz des Abschusses, es läuft wirklich gut; langsam aber sicher bei Arak, im Süden die Überraschungsbewegungen durch die Wüste zur Grenze, und am Euphrat geht es vorwärts, falls es jetzt keinen massiven Stopp der Ost-Bewegung der Saa durch die SDF mit ihrer Luftwaffe geben sollte.

    Das ist aber quasi nicht vermittelbar, schon die Erklärung zum Abschuss ist Unsinn, da das reklamierte Dorf nicht von der SDF genommen worden war.

    Um so etwas wie eine Begründung liefern zu können, müsste die SDF jetzt in einem Wettlauf Richtung Osten vorangehen.

    Ob sie die Mittel haben, neben der Raqqa-offensive?

    Aber auch so eine „Begründung“ wäre ja ganz offenbar Unsinn, weiß nicht, wer diesen Spin ernsthaft verbreiten will: da greift die Armee der Regierung des Landes den IS an, und wird dabei von den Amis beschossen, das kann einfach keine guten Punkte geben.

  2. andreas

    Was die Überschrift angeht: die syrische Armee ist exzellent darin, sich von Störmanövern von Terroristen und ihren Unterstützern nicht von ihren wichtigen Dingen ablenken zu lassen. Ich versuche, dem guten Beispiel ein Stück zu folgen.

    In der Gegend Resafa ist das wichtige Ziel der Armee zweifellos, die Straße von dort nach Deir Ezzor zu bekommen. Und da ist die Armee am Sonntag vorwärts gekommen. Das ist für mich die wichtige Nachricht des Tages.

  3. Wie beurteilt das PB eigentlich den Raketenangriff auf IS-Stützpunkte nahe des syrischen Deir Ez-Zor durch den Iran?

    All die kolportierten Begründungen wie Vergeltungsschlag für IS „Antwort für Teheran“ klingen doch eher vorgeschoben.
    Eher würde ich da schon eine bewusste herbeigeführte Unberechenbarkeit bezüglich Reaktion seitens Syrien und Partner vermuten, denn die hohe Reizschwelle seitens Russland ist ja inzwischen den Gegenspielern bekannt und dadurch wird Russland jetzt wohl weiter gebeten die Deeskalationspolitik kontinuielich fortzuführen (?)
    Die Gegener Syriens wissen es und können eigentlich nichts sinnvolles dagegen unternehmen und jeder weitere Provokation schwächt mittelfristig ihre eigene Position (!)

    1. Günther

      Ich würde sagen: Der Iran hat damit an die Terrorgruppe ISIS und ihre Unterstützer die Botschaft geschickt, dass Iran nicht gewillt ist, dem Terror tatenlos zuzusehen.

      Die Botschaft an die Achse des Terrors ist da für mich glasklar: ihr seid in Reichweite unserer Raketen, also benehmt euch, oder ihr bekommt mehr davon. Dass die Zielkoordonaten iranischer Raketen oder Antwortmaßnahmen beim Kampf gegen ISIS und die Achse des Terrors nicht zwangsläufig in der Gegend von Deir Ezzor oder Syrien überhaupt liegen müssen, muss dabei nicht ausdrücklich erklärt werden.

      1. @PB

        Ja ich denke diese unerwartet glasklare Botschaft seitens Iran wird auch genau so verstanden und durch die Mainstream Presse derzeit so bestätigt und stärkt zudem auch die Vermittlungsrolle Russlands.
        Russland und Iran werden mit verschiedenen Maßstäben bewertet und diese Botschaft war genau jetzt notwendig um die Glaubwürdigkeit der Unterstützer Syriens zu unterstreichen.

  4. Bisher keine andere Bestätigung, auch nicht bei den Hardcore-Terroristen-Freunden.

    Sollte dies dennoch stimmen, wäre es eine krasse Eskalation.

    1. Abwarten, denn wenn es so einen massiven Angriff mit so vielen Opfern gegeben hätte, wären langsam Informationen dazu von seiten SA & Alliierter durchgesickert, denn sowas kann man nicht lange verheimlichen.
      Falls da nicht bald was kommt, war es wie so oft nur Djihadipropaganda.
      Abgesehen davon stellt sich die Frage warum nicht sehr viel mehr Flak und FlaRak die Konvois und Brigaden schützend begleiten, denn die SAA hat dutzende BUK, Tunguska, Shilka, Pantsir-S1, SA-6, SA-8 u.ä. mobile Luftabwehrsysteme im Arsenal.
      Und solche „Vorfälle“ werden sich wohl häufen, da die ziotransatlantisch-wahabitische Mafia und Terrorachse immer nervöser werden bei Zusehen wie SAA & Alliierte immer weiter Richtung Osten und Südosten rollen.

  5. http://m.spiegel.de/politik/ausland/a-1152812.html

    SPIEGEL ONLINE POLITIK
    Bei Rakka
    US-Luftwaffe schießt erstmals syrischen Kampfjet ab

    Bei den Kämpfen um die IS-Hochburg Rakka hat eine „Super Hornet“ der USA einen syrischen Kampfjet abgeschossen. Laut US-Angaben wurden zuvor verbündete Truppen angegriffen, das Regime widerspricht.

    Und natürlich ist beim Spargel das Forum zum Bericht geöffnet, um den Beifall der Guten einzusammeln…

    1. Es war eine altersschwache 40 Jahre alte SU-22.
      Kein großer Verlust, nur hoffentlich wird der Pilot noch lebend gefunden.
      Dennoch sollte SAA & Alliierte FlaRak in die Region nachziehen um ihre Truppen und Luftkräfte auch vor solchen Überfällen besser zu schützen.
      Die russichen S300 und vor allem S400 reichen ohnehin locker auch bis Raqqa, halten aber bisher noch die Füsse still.
      Mal sehen wir lange, falls sich solche „Vorfälle“ häufen.

  6. Statt Russland antwortet direkt der Iran mit Raketen auf den „Osten“ Syriens. Wo diese nun genau eingeschlagen haben ist nicht ganz klar! Es könnte doch wohl aber direkt in der Gegend um al-Tanf sein um den lieben Freunden aus dem Westen etwas nachdrücklicher zu antworten?
    Wenn ja wäre der Rückzug oder eine weitere Eskalation angesagt! Bei letzterem ist eine delikate Propaganda Situation gegeben!

  7. hoffentlich pfeift trump seine leute zurück, sonst kommts zum offenen krieg sobald noch mehr fluggerät und militär versehentlich eliminiert wird. die situation sieht sehr brenzlig aus in diesen stellvertreterkrieg. die us war sich durch der letzten waffenlieferung bewusst, dass es zur eskalation sdf und konsorten mit syrien kommt. erinnert stark an den spanischen bürgerkrieg. entweder die syrische allianz entgegnet gekonnt den us waffenlieferungen und stützpunkteausbau, sonst gehts bergab.

  8. Offenbar hat Hemze Hamza da Mist erzählt; so wie diverse kurdische Quellen gerne mal sehr optimistische Geländegewinne vermelden.

    Resafah erreicht, sehr gut! wobei das veröffentlichte Foto überall sein könnte)

    Und es gibt Bewegung von Itria nach Osten. Wahrscheinlich ist ISIS aus der Fläche dort schon weitgehend verschwunden, nur die Dörfer beim Salzsee mit wahrscheinlich auch lokalen Unterstützern müssten dann noch erkämpft werden, ansonsten sollte die Tasche weitgehend geräuschlos an die SAA gehen.

    Ich sagte ja gestern es läuft derzeit fast zu gut, da muss man sich auf einen Rückschlag einstellen. Der Abschuss einer uralten Maschine ist letztlich belanglos für den Fortgang am Boden, zeigt aber, wie sehr manche ihre Felle davon schwimmen sehen.

    Detail am Rande: die berüchtigte SOHR erklärt, dass der abgeschossene Jet NICHT die SDF-Gruppen attackierte .
    Soll man sowas verlinken? Hab ein paar Leerzeichen eingefügt
    http://www. syriahr.com/en/?p=68314

  9. Hassan Ridha‏ @sayed_ridha 18 Min.Vor 18 Minuten

    Raqqa: Syrian Arab Army & allied tribes assert their control over Rusafa town and continue advance north towards Shuwayhan village

    Gleich direkt nach Norden abbiegen, auch ein Zeichen gegen die SDF.

    Die „B6“ ist dann relativ dicht in der Hand der SDF, da kommt man also nicht wirklich nahe an Raqqa und den Euphrat heran, sondern muss dafür weiter ostwärts nach Norden gehen, knapp 10 km ist die nächste Straße.

    Für die Sicherung gegen desperate ISIS-Aktionen werden sie wohl auch sehr schnell die nächste Kreuzung im Süden einnehmen wollen.

    Und wenn dann recht bald die ganze Straße von Itria aus eingenommen ist, gibt es fünf Möglichkeiten;
    drei Routen nach Süden, zwei davon Richtung Sukhnah, eine noch weiter westlich Richtung östlich von Palmyra, die südliche Route nach Deir Ezzor, oder die Route am Euphrat entlang.

    Wie mehrfach gesagt, und gestern wieder deutlich vorgeführt: es geht jetzt vor allem darum, schnell die Randgebiete zu sichern; auch wenn es da lokale Risiken für Gegenangriffe gibt, damit muss man umgehen, besser, als wenn sich grüne oder grüngelbe oder türkise oder hellblaue oder sonstwas für Farben festsetzen.

    Mehrere Fronten brauchen mehr Mann und Material; fordern aber auch bei ISIS entsprechende Verteidigung, also auch mehrere Fronten sind nicht ausgeschlossen.

    Die Route am Euphrat hat den Charme, dass es nur eine Flanke gibt.

  10. Erklärung aus Moskau

    https://de.sputniknews.com/politik/20170619316222302-russland-flugzeuge-begleitung-syrien/

    Da sind also noch diverse Stufen der Eskalation, erst mal sollen die Flugzeuge nur „begleitet“ werden.

    Wobei es sein kann, dass Sputnik da sehr milde übersetzt?
    Andernorts steht, dass russisches MoD erklärt hat, Bedrohungen abzuschießen, bspw.

    Aldin Abazović

    Any flying objects in the areas and zones of our operations in #Syria will be treated as targets. –
    #Russia MoD

    Ansonsten weiter gute Nachrichten:

    NDF‏ @NatDefFor 5 Min.Vor 5 Minuten

    The pilot of the jet has been rescued by a team of Tiger Forces

    Und T3 soll jetzt wirklich eingenommen sein.

  11. Ausser das was man im Sputnik lesen konnte
    https://de.sputniknews.com/politik/20170619316222302-russland-flugzeuge-begleitung-syrien/
    https://de.sputniknews.com/politik/20170619316220021-kampfjet-abschuss-memorandum/

    erhält der Tiger jetzt die neuesten inländischen IGLA Manpads ( nicht die Exportvariante) .
    Also damit ist jetzt die „sichere“ Flughöhe über bzw um den Tiger mind.4000m

    Klingt nicht so besonders,
    ABER ABER
    bei dieser Flughöhe sind sie selbst „am Südpol“ von stationären Radars erfassbar 😉

    Diese Russen mal wieder,
    machen den „Demokraten“ das Falschspielen extrem schwer.

    S A N K T I O N E N

    1. Andreas

      Was dabei auch interessant ist, ist, dass die US F/A-18, die die syrische SU-22 abgeschossen haben soll, vom US-Flugzeugträger George H.W. Bush gestartet sein soll. Dieser US-Flugzeugträger befindet sich gerade im Mittelmeer!

      Die Flugroute der F/A-18 ist mir nicht bekannt (falls dazu jemand Details gefunden hat, bitte posten), aber das müsste bedeuten, dass die F/A-18 praktisch direkt über die russische Flugabwehr in Latakia geflogen ist, um die syrische SU-22 westlich von Raqqa abzuschießen. Da wäre es sehr interessant, zu wissen, ob und wenn ja, wie, sich die US-Maschine beim Hin- und Rückflug durch den von der russischen Luftabwehr kontrollierten westsyrischen Luftraum vorgestellt hat. Ich kann mir sehr schwer vorstellen, dass die USA da vor dem Überflug nichts gemeldet haben und da als nicht-identifizierter Eindringling durchgeflogen sind. Da wäre die Chance zu groß gewesen, von der russischen Luftabwehr abgeschossen zu werden.

      Aber dass die USA beim zweimaligen Durchflug die Wahrheit gesagt haben, halte ich auch für kaum glaubhaft. Glaubt jemand ernsthaft, dass die USA gesagt haben: „wir fliegen jetzt mal vom Mittelmeer nach Raqqa, um da ein syrisches Flugzeug abzuschießen, bitte lasst uns dazu ungehindert durch“ oder „wir kommen gerade aus Raqqa zurück, wo wir ein syrisches Flugzeug abgeschossen haben, danke für den freien Durchflug.“

      Meine Schlussfolgerung ist, dass das US-Militär entweder Russland für den freien Durchflug grob angelogen hat, oder dass die ganze Geschichte vom US-Abschuss der syrischen SU-22 eine gemeinsame russisch-amerikanische Inszenierung ist.

      1. interessante Überlegung,

        aber die George Bush wird wohl vor Israel liegen. Denke ich zumindest, denn gestern hatten die Russen eine Raketenübung

        Wenn das Bild so stimmt

        Aber stimmt schon, alles ist sehr eigenartig. Wollen die uns, dass gemeine Volk erschrecken ( Stichwort AKrieg ) Eine russisch-amerikanische Inszenierung ist wirklich nicht unwahrscheinlich.

        Ich habe schon lange den Eindruck, dass die Europäer den Krieg mehr wollen als die US Friedens-Tauben.

      2. sg

        Ich glaube, die Kriegstreiber sitzen in den Amerika genauso wie in Europa.

        Die Seilschaften der Kriegstreiber gehen quer durch die Kontinente, quer durch die Nationen und oft genug auch quer durch die Parteien und anderen wichtigen Institutionen.

      3. PB

        Offen gesagt kann ich dir nicht ganz folgen; ich verstehe nicht, weshalb das eine russisch-amerikanische Inszenierung sein könnte, vielleicht hilfst du mir ein wenig auf die Sprünge?

        Meine Anmerkung ‚Wer einmal lügt dem glaubt man nicht…‘ bezieht sich ganz einfach übergeordnet ’nur‘ auf den sich selbst ‚einzig unverzichtbar‘ wähnenden tiefen Staat der USA, auf dessen inhärente Über-Arroganz, Heimtücke, Niederträchtigkeit, Abscheulichkeit und Feigheit, sowie Hochmut im Allgemeinen, von der gesamten restlichen Menschheit zuhöchst verachtet.

        Ich denke nicht, dass das eine russisch-amerikanische Inszenierung ist, ich denke es passt da auch ganz gut, dass die Tornados gerade ‚zufällig‘ (es existiert kein Zufall) ‚Pause‘ haben; das Ende naht endlich; ich vermute, das ist auch dem tiefen Staat der BRD inzwischen aufgegangen: es naht das Ende des imperialistischen Krieges gegen die polyzentrische (Kulturen, Nationen und deren Territorien wahrende) UNO, deren Grundlage das Streben nach global-weit international praktizierter Reziprozität ist, somit die Auflösung des (Welt)Imperialismus; auch durch die Kathar-Sache werden sich auch die islamischen Nationen nicht irritieren lassen, im Gegenteil; auch die schnallen sehr gut – den Völkerrecht wahrenden Einfluss der Russischen Föderation, der VR China, der Republik Indien und auch der Islamischen Republik Iran und der SOZ berücksichtigend – dass das der nächste große Kriegs-Coup der Zionisten werden sollte…

      4. Andreas Johannes Albertus Berchtold
        ich verstehe nicht, weshalb das eine russisch-amerikanische Inszenierung sein könnte

        Dann musst Du Dir einmal die Gesamtlage anschauen. Trump hat erklärt; sein Gegner ist der IS in Syrien und der ist mit ziemlicher Sicherheit in seinen Letzten Züge. Aus den Problemen Daraa und Idlib halten sich die Amerikaner schon lange raus.
        Damit ist der Krieg für die USA im Irak und Syrien praktisch vorbei. Die politischen Schachzüge beginnen oder sind im vollen Gange.
        Die wichtigste Auseinandersetzung findet dabei in Washington statt, zwischen den Leute um Trump und die der Falken. Während die einen raus aus den nahen Osten wollen (Dank Fraking ist das Öl nicht mehr wichtig), weil sie die hohen Kosten scheuen. Und die anderen wollen weiter Weltpolizist spielen und sind so daran interessiert den Konflikt am Kochen zu halten.
        Trump hat ja bei seinem etwas eigenwilligen Auftritt bei der NATO die Verantwortung an die NATO abgegeben. Nur haben die Hauptkriegstreiber in der NATO gerade andere Probleme: GB den Brexit mit einer Minderheitsregierung und der neue französische Präsident muss die Wirtschaft neu organisieren.
        Damit dürften die Westkriegstreibern die Freude an Syrien vergangen sein und man fängt an, den Sieg Assads zu akzeptieren, nur kann man das formell nicht zugeben. Also versucht man eine Lösung zu finden, die allen Seiten gerecht wird. Und Russland und Assad spielen mit, weil es am Ende besser ist, als wenn die Falken sich durchsetzen.
        Übrigens sind wohl die Amis das kleiner Problem für die Gegend, sondern die Machtkämpfe der Kurden.

    2. Lutz

      Nun, ich denke, wenn der tiefe Staat der USA je ne Chance hinsichtlich Syrien gesehen haben würde, würde er längst voll zugeschlagen haben.

      In dieser Hinsicht betrachte ich die nun auftretenden Mini-Angriffe des US deep state gegen Syrien einerseits als kindische Trotzreaktion, andererseits als Demonstration seiner üblichen Kack-Frechheit, um nach außen nicht ganz das Gesicht zu verlieren, so denken diese Irren jedenfalls.

      Von ‚mitspielen‘ Russlands und Syriens kann meiner Auffassung nach keine Rede sein: Ist ein gigantisches Gemetzel notwendig um US zurück zu drängen? Natürlich nicht, denn das könnte unter Umständen zum Atomkrieg ausarten der auf jeden Fall die Vernichtung der USA zur Folge haben würde.

  12. Im Westen von Raqqa heute noch keine Nachrichten.

    Aber von anderen Orten.
    Die Jobar-Offensive hat offenbar begonnen. 200 Meter Fortschritt klingt wenig; allerdings sind es auch nur rund 900 Meter, die abzuschneiden sind, dann wäre Jobar ein Kessel und wartet auf die grünen Busse.

    Und diese Meldung ist eigentlich zu gut, um sie glauben zu können.

    Das wäre drei Kilometer von der Frontlinie entfernt, und bisher war jeder Block in Daraa hart umkämpft.

    Ganz unmöglich ist es natürlich nicht; es gab mehrere große Konvois nach Daraa, wenn die jetzt relativ überraschend nicht im Stadtgebiet, sondern westlich davon über Felder zur Luftawehrbasis gefahren sind, kann das schon funktioniert haben.

  13. watanisy‏ @watanisy 3 Min.Vor 3 Minuten

    reports say also road between jordan and daraa is fire control and army separate east and west daraa cs , waiting mod confirmation

    Das wäre logisch, wenn sie das air defense bataillon eingenommen haben, dann wohl auch den direkt davor liegenden Hügel, und dann ist es auf der Straße zur Grenze recht ungemütlich für Feinde.

    Eine komplette Trennung der „Rebellen“gebiete wäre das noch nicht, aber die wäre dann wohl nicht mehr weit entfernt.

    Aber abwarten; bis jetzt haben es noch nicht viele aufgenommen.

    Aber es gibt schon mal eine provisorische Karte.

    Sicher sind starke Luftangriffe heute Morgen, nach dem der 48-stündige Waffenstillstand abgelaufen war, und die „Moderaten“ und ihre Terrorfreunde offenbar kein Abkommen erzielen wollten.

  14. Hier ein Terroristenunterstützer zur Lage in Daraa.

    Keine Gebietsveränderungen vermeldet, aber er bestätigt starke Kämpfe in und außerhalb von Daraa-Stadt, also offenbar kann man von einer größeren Offensive ausgehen, deren Ziel wohl u.a. die Luftabwehrbasis ist.

    Gestern gab es diese Meldung, müsste direkt nach Ablauf des Waffenstillstandes gewesen sein.

    Ideale Ablenkung, Aktivität an einer bekannten Front, und dann der Überraschungsangriff.

    Jetzt warten wir mal auf die Bestätigung.

  15. Ein Abschuss eines syrischen Flugzeuges unter den Augen der Schutzmacht Russland ist eine derartig grobe Demütigung, das Russland reagieren muss. Wer würde auf ihren Beistand künftig noch bauen? So oder so muss jetzt zumindest mal eine amerikanische Drohne abgeschossen werden – es muss sein!

  16. Nun melden die Terroristenfreunde, der Angriff auf die Luftabwehrbasis im Südwesten Daraas wurde abgewehrt bzw. die Basis zurückerobert, und auch im Südosten wurde der Angriff auf Silos abgewehrt.

    Beide Orte 3 km von den bisherigen Fronten entfernt.

    Was war denn das für eine Aktion?
    Angriff auf breiter Front, starke Bombardierung vorher, und dann geht man einfach wieder?

    Oder nur Argumente für die laufenden Verhandlungen zur Übergabe des Grenzübergangs?

    1. Es könnte auch das beliebte Spiel der SAA sein: Angreifen, zurück ziehen, Terroristen bombardieren, neu angreifen und alles von vorn, auf so einer Mililitärbasis sollte ja keine Zivilisten sein…

      1. Eine Karte der Ereignisse aus „FSA“-Sicht.

        Vier Gefangene, etliche Tote (zumindest von fünf haben sie Bilder gezeigt), diverses Gerät verloren.

        Ein Erfolg des Vorstoßes auf die Basis, die ja schon als eingenommen gemeldet wurde, wäre ein riesiger Schritt gewesen beim Kampf um ganz Daraa.

        Am plausibelsten erscheint mir, dass sie nicht wirklich die Basis eingenommen hatten, sondern nur einen Teil davon, und auch nicht den beherrschenden Hügel davor, und sie deshalb in schwieriger Position waren.

        Vielleicht wäre es mit nachrückenden Truppen machbar gewesen, wer weiß; so eine Hügelstellung sollte man mit entsprechend großen Bomben doch weitgehend ausschalten können.

        Noch einmal geht dieser Plan jedenfalls nicht, das Überraschungsmoment ist weg.

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