Syrische Armee nimmt Ölfeld Safiyeh im Westen von Raqqa ein

Nach den großen Geländegewinnen der vergangenen Tage im Westen der Provinz Raqqa haben die syrische Armee und ihre Partner dort nun auch das Ölfeld Safiyeh eingenommen.

@PetoLucem hat dazu folgende Karte veröffentlicht:

Gut zu sehen ist darauf, dass die noch von ISIS-Terroristen gehaltene Tasche östlich der Verbindungsstraße von Ithria nach Aleppo wohl demnächst unausweichlich an die syrische Armee gehen wird. Gut zu sehen ist auf der Karte auch, dass die syrische Armee die zahlreichen Ölfelder der Gegend gerade eines nach dem anderen sichert.

Was auf der Karte hingegen nicht zu sehen ist, ist, dass die syrische Armee über die in den letzten Tagen eingenommenen Gebiete westlich von Raqqa möglicherweise eine weitere realistische Option bekommen hat, bis zu den von ISIS-Terroristen umzingelten Enklaven der Regierung in Deir Ezzor vorzustoßen. Vom heute eingenommenen Safiyeh-Ölfeld sind es knapp 150 Kilometer durch die Wüste bis nach Deir Ezzor, was nicht weiter ist als von Palmyra bis Deir Ezzor, und es durchaus wahrscheinlich ist, dass die Terrorgruppe ISIS die Wüstenstraßen aus dem Westen der Provinz Raqqa nach Deir Ezzor weit weniger stark befestigt und vermint hat als die Straße von Palmyra, wo ISIS seit langem einen Vorstoß der Armee nach Deir Ezzor erwartet.

Advertisements

20 Gedanken zu “Syrische Armee nimmt Ölfeld Safiyeh im Westen von Raqqa ein

  1. Gute News.
    Beide Optionen sind in wenigen Wochen bis DeirEzzor realisierbar.
    Ich würde dennoch die direkte von östlich von Palmyra bis DeirEzzor bevorzugen, da dort nur noch rd. 120Km Strecke zu meistern ist.
    Sicher hat Daesh dort viel vermint, viele IEDs und sich gut befestigt.
    Aber es ist alles fast nur flache Wüste mit wenigen und kaum bewohnten Dörfern und SAA & Alliierte können hier voll ihre überlegene Waffentechnik und Feuerkraft entfalten incl. SAA und RUS Luftwaffe.
    Mit Vakuum und thermobarischen Waffensystemen ist es auch relativ egal wie stark befestigt und wie gut eingegraben man ist, man erstickt oder verbrennt.
    Da es kaum Zivilisten dort gibt, sollte man auch die großen Kaliber voll einsetzen wie TOS1, Iskander und dutzende Scuds mit Sprengköpfen bis zu 1 Tonne hat die SAA nach wie vor im Arsenal.
    Wird Zeit die Handbremse ganz zu lösen und alles einzusetzen was da ist.
    Dann ist ein großer Sieg für Syrien und das Syrische Volk bis Jahresende machbar.
    Minenräumroboter, Scouts, Pioniere und Minenräumprofis haben die Russen ebenfalls schon einiges vor Ort.

    1. Aus meiner Sicht drängt sich noch eine 3. Variante auf, sofern man sich mit den Irakis einig würde. Die wäre, aus den Irak Richtung Deir Ezzor anzugehen.
      Auf dieser Seite dürften die Frontverstärkungen des IS am geringsten sein. Gleichzeitig würde man damit auch noch einen allfälligen SDF-Anspruch auf diesen Teil rechtzeitig ausbremsen.
      Ist allerdings eine logistische Herausforderung für den Anfang und von den Irakis abhängig.

      1. MAK

        Aus meiner Sicht spräche nichts dagegen, alle drei Varianten gleichzeitig anzugehen.

  2. Ich stimme dem PB in seiner Analyse voll zu. Darüber hinaus sehe ich in der Vereinigung von Tiger-Einheiten und Hizbollah (irgendwo in der Mitte von Palmyra und Raqqa) eine Riesenchance. Wer oder was soll sie dann noch stoppen? Die Erfolge führen in immer kürzeren Abständen zu Frontbegradigungen, was zur Freisetzung von Kräften führt – ein nicht ganz unerheblicher Effekt. Weihnachten sollte der Spuk zu Ende sein.

  3. Liebe Parteibuch
    Wahrscheinlichkeit, dass Tiger Einheiten zu Deir ez Zoir durchmarschieren finde ich unwahrscheinlich. Tiger Einheiten sind sehr knap mit Soldaten und sind nicht in Lage Seite auf 150km langen Weg zu sichern. Ihre jetzige Lage ist jetzt schon sehr gefährlich, weil mit eine starke IS Ofensive könnte man sie sehr schnell einkesseln zwischen SDF und IS. SDF und Kurden in letzte Tagen loben Sau Arabien für ihre Beitrag um Lösung Syriens Krieges und ihre Funktionere fotographiren sich gerne unter Israel oder USA Flage. Einzige Ziel Tiger sollte sein bis Rasafa oder sogar zu Raqqa vorzustossen um Kurden und SDF zu hindern noch mehr Land unter Euphrat zu erobern. Tiger Einheiten täglich beitragen zu Sieg über Islamisten und wäre Zeit, das auch andere einheiten ihre Beitrag leisten. An Irakisch-syrische grenze wäre Zeit nach Norden entlang Grenze vorzustossen. Es ist Wüste und Vorstoss wird weniger militärisch zu lösen als logistisch. Aber jetzt haben genug Journaliste sich dort blicken gelassen und wäre Zeit endlich loszugehen. In Daraa geht langsam voran. Angeblich etwas nördlicher sammeln Islamisten Kräfte um Versorgungs Route von SAA bei Daraa zu gefährden. In Suweida haben Islamisten mehrere Ladungen GRAD Raketen an Flughaffen abgefeuert und 6 Hubschrauber zestört. Bei Palmira geht alles langsam voran. Egal was, SAA langsam sieht an eine Armee aus. Moral ist gut und es gibt wieder genug gute Einheiten.

    1. zgvaca
      Tiger Einheiten sind sehr knap mit Soldaten und sind nicht in Lage Seite auf 150km langen Weg zu
      sichern.

      Genau deshalb schreibe ich mir ja schon seit Wochen die Finger wund: Die wichtigste Tasche für die SAA ist die östlich von Homs (südlich der Lebensader nach Aleppo). So lange diese Tasche nicht weg ist oder Raqqa in den Händen der Kurden, ist der Weg von Norden (Tapqa) und Osten (Palmyra) nach Deier Azor dicht. Bleibt nur der Weg mit den Iraqis entlang der Grenze bis zum Euphrat und von da nach Norden. Aber die Truppen sind in politischen Winkelzügen der Amis gebunden (Wer bekämpft die Rest-IS nach dem Fall Raqqas, das das die „Assad-Armee“ sein wwird, kann man schlecht in Washington verkaufen…)

  4. Wichtigste Nachricht des Tages kommt aus Jordanien. Jordanien und Syrien verhandeln Grenzübergang Nasib wieder zu offnen. Damit wären Islamisten gezwungen ein schöne Stück ihres Gebiets zu verlassen.

    1. Die Antwort detr Amis:

      „16.06.17 – Неподтверждённые сообщения, что США и YPG подписали соглашение о партнерстве и военной поддержке на 10 лет.“
      (16.06.17 – Unbestätigte Berichte, dass die USA und YPG unterzeichneten ein Abkommen über die Partnerschaft und die militärische Unterstützung für 10 Jahre.) Übers. yandex

      https://t.co/1T9zGy61oa

      Heute morgen von Miitarymaps.info

      Im Übrigen war auf miitarymaps.ino Anfang Juni mal ein Eintrag über vergiften der Brunnen südlich von Rakka auf IS-Gebiet – mit Hepatitis-A-Viren. Amerikanische Flagge – deren Spezialkräfte (Amis) haben dies „vorsorglich“ gemacht – um den IS zu schaden?? Um dem IS zu schaden – wers glaubt, wird selig.

      Aus der Erinnerung heraus etwa dieses Gebiet (mittelpunkt): http://militaryMaps.info?lat=35.67294308555916&lng=39.053023324707056&z=11&t=2

      Dreckig, dreckig, dreckig…

      1. „Dreckig, dreckig, dreckig.“

        …aber wird es Zion gross helfen?

        Je billiger die korrupten Kurdenführer ihr Volk und Land an die Nihilisten verkaufen, umso schwieriger wird es für ‚Kurdistan‘ werden, in den unausweichlich kommenden Autonomie-Verhandlungen mit der Syrischen Regierung einen guten Deal zu machen.

  5. ElCommandante

    Meine beste Vermutung ist, dass die SAA beide Varianten, um nach Deir Ezzor zu kommen gleichzeitig verfolgen wird. Die syrische Armee hat zwar nach wie vor eine stets für Alles gleichzeitig zu dünne Personaldecke, doch bei ISIS dürfte die Personaldecke inzwischen noch viel dünner sein.

    Sprich: ISIS kann zwar an der einen oder anderen Front immer noch einen harten Kampf hinlegen, kann das aber immer weniger an allen Fronten gleichzeitig. Mehr heiße Fronten gegen ISIS zu haben, könnte meiner Meinung nach deshalb nun für die syrische Armee vorteilhaft sein.

    1. durchaus, umso mehr Varianten umso besser und der Gegner kann sich weniger darauf einstellen und vorbereiten.
      Im Optimalfall geht es aus allen Richtungen konstant weiter Richtung DeirEzzor.
      Wenn wie schon von Mitkommentatoren angemerkt haben auch noch mehr Druck aus dem Irak in Richtung DeirEzzor kommt, dann wäre das perfekt, denn dann mus Daesh seine immer dünnere Personaldecke immer weiter überdehnen und würde richtig in einen Mehrfrontenkrieg und in die Zange geraten.

      1. Laut Canthama von SyrianPerspective arbeiten SAA und die irakischen PMU engst zusammen. Gemäss Canthama könnten zu einem gewissen Zeitpunkt gar Syrische Truppen Irakisches Gelände durchqueren, falls dies taktisch und strategisch angezeigt erscheint.

  6. Deir Ezzor ist sehr wichtig, und die Entsetzung logischerweise ein wichtiges Ziel; aber es gibt auch andere.

    ISIS ist offenbar sehr geschwächt, auch wenn sie mit Gegenangriffen in Raqqa gerade gezeigt haben, dass sie lokal immer noch sehr kampfstark sind.

    Am wichtigsten ist es jetzt zu verhindern, dass sich „Grüne“ und diverse „Gelbgrüne“, also Araber ungewisser Loyalität unter SDF-Flagge, größere Gebiete von ISIS einverleiben können.

    Dafür muss man von T3 aus südwärts und auch südostwärts gehen, umd einen Vorstoß der Ami-Proxys plus diverse Spezialkräfte Richtung Euphrat zu verunmöglichen.
    (bzw. man muss T3 erst mal einnehmen, da gibt es anscheinend zwei Karten des MoD, eine mit eine ohne T3).

    Und das Südufer des Euphrat bei Raqqa erreichen, um die SDF bzw. arabische Ausgründungen mit Ami-Unterstützung auszubremsen.

    Die heutige Bewegung ist bestens für letzteres geeignet; nicht zu schmal um das SDF-Gebiet herum, um bei Gegenangriffen flexibel sein zu können, Richtung Osten.

    Richtig ist, dass die Tiger nicht riesige gebiete sichern sollten, oder auch könnten.
    Müssen sie allerdings auch nicht.

    Langsam wird es Zeit, die Straße bis nach Itria einzunehmen; dann können die Truppen, die bisher die lebenswichtige Straße Itria-Khanasser gesichert haben, die Verbindung von Itria bis hoffentlich bald Resafah absichern.

    Und die Tiger gehen weiter nach Osten.

    1. Richtig.
      Das Momentum ist aber ganz klar auf Seiten der SAA & Alliierter und muss weiter fortgestzt werden.
      Die Terrorbanden dürfen keine Pausen und keine Zeit zum Regruppieren, Nachschub nachziehen oder Aufbau neuer Verteidigungslinien bekommen.
      Aktuell gibt es immer noch viele Terrortaschen und U-förmige Einkesselungen von Daesh wie östlich von Aleppo.
      Dies muss baldmöglichst ausgeräumt und die Front begradigt werden, dann werden tausende SAA Soldaten frei für die Vorstosskeile Richtung DeirEzzor.
      Zur Sicherung im Hinterland genügen dann NDF, lokale Stämme, ältere SAA Reservisten oder die Frauenbrigaden, während Tiger, Hawks, Rep. Garden u.a. schlagkräftige Brigaden weiter die Speerspitze in der Offensive bilden.
      Wenn das so weiter geht ist bis Jahresende die Sache in Syrien zugunsten SAA & Alliierter endgültig entschieden.
      Bedeutet aber sehr gefährliche kommende Wochen und Monate, denn die ziotransatlantisch-wahabitische Mafia und Terrorachse wird sicher nicht tatenlos zusehen, wie sie nach 7 Jahren Krieg, hunderttausenden Tonnen an Waffen/Munition Lieferungen und zig Milliarden USD an die Terroristen, trotzdem den ganzen Krieg und alle strategisch wichtigen Städte, Rohstoffelder und Routen verlieren.
      Und wenn die SAA & Alliierte bald alle nennenswerten Öl- und Gasfelder von Daesh zurückerobert, haben die Terrorproxys um Idlib, Reste von Daesh im Südosten und auch die Kurden im Norden fast nur noch Wüste und Berge, aber fast nichts von nennenswertem ökonomischem oder strategischem Wert.

      1. @andreas und ElCommmandate

        Es mag als Zuschauer unerträglich sein und noch viel schwieriger mitanzusehen, aber dieser Konflikt wird schon längst nicht mehr auf dem „Schlaftfeld“ allein ausgetragen. Die geopolitischen und diplomatischen Kriegspiele im Hintergrund sind mindestens so bedeutend, wenn nicht sogar bedeutender. Solange im Hintergrund an den Verhandlungstischen der internationalen Politik noch um Positionen und Einflussbereiche gefeilscht wird, wird der Krieg draussen auch nicht zu beenden sein.

        Jubelten Teile der USA nach den Krige gegen den Terror im Irak noch: “ niemand stelle sich den USA mehr in den Weg“, hat sich seither einiges getan. Da war der Kaukasuskrieg, als die Russen mit raschem Handeln einem Bürgerkrieg verhinderten. Weiter gings mit der Ukraine, in der Russland trotz der verliehenen Deklaration „Regionalmacht“( TM by Obama) ganz klar die Grenzen der westlichen geopolitischen Expansionsstrategie (böse Zungen sagen auch NEO-Kolonialisierung) aufzeigten, nachdem man zwischendurch bei Lybien von russischer Seite noch den Versuch unternahm die UN zu beleben.

        Momentan ist im Hintergrund einiges in Bewegung punkto geopolitischer Positionierung und damit einiges Unklar „wer mit wem und Wann gegen wenn“.
        Für Syrien ist nur wichtig, dass die SAA und ihre Verbündeten kontinuierlich Fortschritte erzielen und diese auch langfrsitig sichern und halten können. Da geht Gründlichkeit vor Tempo! Damit hält sich Syrien in den Verhandlungen/Gesprächen und dieser „Wahrnehmungsdruck“ muss noch ein Weilchen aufrechterhalten werden.
        Die Unterstützungs Russlands (und auch des Irans) ist aufgrund deren Erfahrungen , wie man die Binnenwirtschaft aufrechterhält trotz westlichen Sanktionen ein wichtiger Teil neben der militärischen Unterstützung. Aber diese Unterstützung ist keine Einbahnstrasse, den diesen beiden Länder sichert ihr Beistand zu Syrien ihrerseits wieder einen Einfluss zu im Poker um die Veränderungen in der Weltordnung.

Bitte kurzfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s