Syrische Armee nimmt Arak ein

Am heutigen Mittwoch haben die syrische Armee und ihre Partner östlich der zentralsyrischen Stadt Palmyra die Ortschaft Arak sowie die nicht weit davon liegende Pumpstation T3 eingenommen.

Die Lagekarte östlich von Palmyra sieht damit etwa wie folgt aus:

Das bedeutet wohl noch nicht, dass damit der Weg nach Suknah und weiter zur von ISIS-Terroristen umzingelten Enklave der Regierung in Deir Ezzor frei ist, aber ISIS scheint in der Gegend gerade ähnlich zu kollabieren wie westlich von Raqqa, wo die syrische Armee am heutigen Mittwoch das Ölfeld Thawrah eingenommen hat, nachdem sie in der Gegend gestern schon große Fortschritte im Gelände erzielt und die Landstraße 42 von Norden her erreicht hatte.

Strategisch sieht es damit so aus, dass es nun so gut wie unausweichlich zu sein scheint, dass mit Ausnahme der Stadt Raqqa, wo die von den USA und anderen unterstützten kurdisch geprägten SDF-Kräfte gegen ISIS kämpfen, das gesamte noch von der im Zusammenbruch befindlichen Terrorgruppe ISIS beherrschte Gebiet in Syrien bald an die syrische Armee gehen dürfte.

Die US-gestützten kurdischen Kräfte in Nordost-Syrien sind mit der Stadt Raqqa beschäftigt und alle anderen zionistisch-wahhabitischen Proxy-Kräfte sind vom syrischen ISIS-Gebiet abgeschnitten.

Und auch international scheint ein günstiger Wind für Syrien zu wehen. Nach dem Scheitern des saudischen Plots gegen Katar sind die Unterstützer von ISIS, Al Kaida und ihren Terrorkumpanen tiefer als je zuvor gespalten und Katar schickt sich offenbar an, den Versuch des Regime Changes in Syrien nach sechs Jahren blutigem Terror und False-Flag-Terror nebst pausenloser Al-Jazeera-Lügenpropaganda abzubrechen.

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21 Gedanken zu “Syrische Armee nimmt Arak ein

  1. Bei aller gebotenen Vorsicht: freu.

    Etwas negatives gleich hinterher.

    Bei etwas Skepsis, der account hat gerade zwei tweets: stimmt diese Meldung, folgt daraus zweierlei.

    Zunächst, dass ISIS die Region doch nicht mehr oder weniger weiträumig verlassen hat, sondern auch noch zu stärkerer Gegenwehr bereit und in der Lage ist.

    Und: die SDF haben sich nicht auf Raqqa beschränkt, sondern versuchen weiterhin, Gelände südlich des Euphrat einzunehmen.

    Nun ist das konkrete Dorf unwichtig, aber die Stoßrichtung liegt genau in Richtung der Straße nach Rusafah, quasi ideal geeignet, der SAA den Weg nach Osten abzuschneiden.
    Dabei geht es schlicht um das Land, weiter südlich liegen viele Rohstofffelder.
    Aber auch um leistungsfähige Straßen; die Autobahn ist ja auf mehr als 50 Km in SDF-Hand, sollte Rusafah auch noch abgeschnitten werden, bleibt über längere Strecke nur der weg durch die Wüste.

    Eigentlich sieht es danach aus, als ob wieder mal die Zeit für einen „bedauerlichen Fehler“ ist; Orte, die wichtig sind für den Weg nach Osten und jetzt von ISIS zu SDF wechseln, werden nach der Übernahme stark bombardiert.

  2. Ein paar Gedanken zur Quatar-Krise; angenommen, ich wollte die ernsthaft gegen die wahhabitischen Terrorfinazierungsscheichs vorgehen, müsste mich dabei allerdings an den realen Gegebenheiten orientieren, um keine zu großen Brüche zu riskieren oder auch geschlossenen Gegenreaktionen: wäre dann so eine Teilung der wahhabitischen Staaten nicht genau der erste logische Schritt?

    Die prominentesten Terrorgruppen sind natürlich ISIS und Al Quaida derzeit, aber da unterscheiden sich die Golfdemokratien mit westlichen Werten, äh die wahhabitischen Golfmonarchien mit mehr oder weniger archaischen „Rechts“systemen, ja nicht wirklich.

    Aber die Muslimbruderschaft ist durchaus eine wichtige Basis in diversen Ländern für stramm traditionellen Islam als Basis auch für Terrorismus, und da gibt es Unterschiede; warum diesen Punkt nicht als erstes aufwerfen?

    Das meine ich gar nicht im Sinne eines genialen Planes mit direktem Strippenziehen; aber gebotene Chancen nutzen, warum nicht?

    1. andreas

      Die Muslimbruderschaft hat einen doppelbödigen Charakter.

      Einerseits spielt sie recht e konservative islamische Widerstandsorganisation mit wohlreputierten Gruppen wie Hamas und andererseits ist sie Arm des US-zionistischen Empires. Interessant könnte da werden, ob sich nach einer Weile die wohlreputierten Kräfte in der Bruderschaft durchsetzen werden.

      Ali Khamenei hat auch zumindest mal in der Vergangenheit soviel von ihren Ideen gehalten, dass er Sayyid Qutb übersetzt hat. Es mag jeder selbst entscheiden, ob das on Vorteil für den Iran ist. Wie dem auch sei,
      Ali Khamenei kennt die Brüder gut.

      1. Heikle Geschichte, die mit den Muslimbrüdern.
        Schließlich haben sie ganz wesentlich die Zerstörung Libyens und den Krieg gegen Syrien eingeleitet.
        Und nicht umsonst in genau jener Zeit sogar eine offizielle Niederlassung in der Türkei bekommen (nach dem ihnen GB jahrzehntelang Asyl gab).
        Die Muslimbrüder sind außerdem mit al-Qaida vernetzt. al-Nusra wurde u.a. von den syrischen Muslimbrüdern gegründet.

        Beste Grüße, ped43z

      2. Richtig erkannt. Wer mit solchen Brüdern sympathisiert, holt sich den Imperialismus ins Haus.

  3. jederzeit kann die stossrichtung blockiert oder verzögert werden durch sdf fsa … das überqueren des eufrat war schon der letzte grosse bruch zwischen syrien staat und kurdischen syriern. die sa sollte ja auch an der rückgewinnung von raqqa beteiligt sein ob das noch gewollt ist und wie gross die lokale bevölkerung die terroristengruppierungen und kurden unterstützen ist fraglich, nach der daesh regentschaft und den nato bomben. taktisch klug wäre es für die kurden die staudämme der sa zu übergeben gegen den willen der nato und ex terroristen, würde einiges an pluspunkten geben für deren bundesland und sa und kurden könnten kräfte sparen.

  4. Wie steht es mit At-Tanf im Südosten Syriens? Dort haben sich doch US-Kräfte mit ihren Auszubildenden installiert, und wollen die Strasse Bagdad – Damaskus partout nicht freigeben.

    1. Paul

      Ja, die Straße von Damaskus und Bagdad ist bei Tanf nach wie vor von US-Spezialkräften und Proxy-Terroristen der USA blockiert.

      Der Verkehr zwischen Damaskus und Bagdad muss deshalb einen Umweg über Wüstenpisten nördlich von Tanf nehmen. Diese nördliche Umleitung sichern die Armee und ihre Partner gerade mit viel Verstärkung:

      https://www.almasdarnews.com/article/massive-convoy-pro-government-reinforcements-arrives-syria-iraq-border/

      Solange die Situation so bleibt, stehen die USA in Tanf zwar taktisch auf der Hauptstraße, strategisch jedoch im Abseits.

    1. Sieht nach dauerhaftes Terror Camp aus. Basislager um von dort aus Angriffe auf den Verkehr zwischen Irak und Syrien zu starten. Noch Radar und Patriots und es wird eng.

      Der Iran hatte recht. Besser jetzt das Ding klären statt später.

    2. Hallo Karsten,

      es ist eine Sandsturm unabhängige, terroristische Drohung, direkt gegen die politischen/militärischen Entscheider ALLER Seiten in einem Radius von 300 Km, so wegen Wohlverhalten und Geheimniswahrung bei Freund und Feind.
      In diesem Umkreis liegt Damaskus, aber auch Daraa, Palmyra, Homs, Deir-ezzur, Hama, Mt. Hermon, Al-Qunaitra und Al-Bukamal.

      So eine Rakete geht auch mal von ganz alleine los, wen keiner so genau hinschaut und wenn sie dann zufällig vom Himmel fällt, wer weiß schon von wo und von wem die kommt und warum, bei all den Feuerwerk in der Gegend.

      Passendes Zitat: „“Those are self-defense strikes and the commander on the ground has the authority to take whatever action necessary and I support that,“ Secretary of Defense Jim Mattis told the Senate Armed Services Committee Tuesday.“
      Quelle CNN wia https://www.local10.com/news/politics/us-deploys-longrange-artillery-system-to-southern-syria

      Flugzeuge sind ganz anders, die haben Namensschilder und dieser Dienstweg….

      und natürlich kann man die auch schön zur Platzreservierung, wie bei den Engländern und den Handtücher auf den Liegestühlen, verwenden.

      Ganz schön praktisch die Dinger, oder?

      Gruß
      PAule

    3. Es macht militärisch Sinn, falls sich die USA dauerhaft im Süden, der syrisch/jordanischen Grenze eingraben will. Es fängt ein dezentes Aufrüsten an.

      Politisch: Politisch ist die USA immer schwerer einzuschätzen. Es toben dort harte Kämpfe. Das die Demokraten alles mögliche versuchen um Trump zu blockieren ist jetzt nicht überraschend. Jedoch stehen auch die Republikanische Partei nicht voll hinter ihm. Die Geheimdienste und das FBI spielen auch ihr eigenes Spiel. Die MSM sind auch parteiisch. Um den innenpolitischen Druck los zu werden müsste Trump mal kurz den III. WK anfangen. Die Presse würde jubeln bis klar wird, dass Leichensäcke heim kommen und wenig später, wenn der Spieleinsatz mehrmals erhöht wurde, Interkontinentalraketen angeflogen kommen. Die Spinner, welche darauf bauen, das Raketenabwehrschild würde die Zweitschlagkapazität schon abfangen können, werden wieder mehr.

      Wirtschaftlich ergibt es einen Sinn, solange es ein kleiner lokaler Krieg bleibt. Die USA können ihre Waffen verkaufen und die arabischen Staaten finanzieren den ganzen Krieg.

  5. Das russische Verteidigungsministerium gibt bekannt, dass der Führer Abu Bakr al-Baghdadi am 28. Mai in Raqqa in einem Luftangriff getötet wurde.

    @Parteibuch, gibt es dazu bereits mehr infos. Wäre auf jedenfall ein erfolg für Russland.

    1. Eigentlich müssten die Amis den Russen ( russische Luftwaffe ) jetzt das Baghdadi-Kopfgeld zahlen.

      Bin mir sicher die trinken dann auch auf das Wohl von MC Cain

      Spötter sagen, die NSA brauch nicht all die vielen Telefone (Mrd) überwachen sondern nur ein einziges. Das würde die Kosten und die Daten massiv reduziern.

  6. „Das hier macht in meinen Augen weder militärisch noch politisch einen Sinn. Wir sollten darüber nachdenken.“

    Die Amis und ihre „FSA“ im Süden produzieren seit Monaten Bilder, wie toll sie da Basen aufbauen, von denen aus sie dann aber sowas von doll ISIS angreifen werden.

    praktisch sind sie in ihrer selbsterklärten „De-Confliction-Zone“ eingeschlossen, und können nur noch eines tun: Bilder produzieren.

    Wenn die SAA ihre Positionen östlich und nördlich ausbaut, und damit den Weg zum Euphrat abgeschnitten hält, hat die Truppe wenig Relevanz; ja, die Autobahn nach Damaskus ist unterbrochen und das verursacht Umwege, vielleicht auch Unsicherheiten, aber gemessen an anderen Punkten beim Krieg in Syrien ist das nun sehr nebensächlich.

    Als Symbol kann man das eine Weile verwenden; irgendwann müsste an sich entscheiden, eine richtig große Basis in einem Land aufzubauen, mit dem man nicht im Krieg ist, und schon gar nicht befreundet.
    Daf+r gibt es natürlich keine rechtliche Grundlage, aber gravierender: das hat auch wenig Auswirkungen auf das Geschehen in Syrien, so mitten in der Wüste nach allen Seiten abgeschirmt, wie soll man diesen offenen Bruch allen Rechts denn nur ansatzweise begründen oder rechtfertigen?

    Am wahrscheinlichsten ist es, dass sie einfach weiterhin ein paar dolle Bilder produzieren; wenn sie dann Raqqa als „Hauptstadt“ des IS haben, sind das die dolleren Bilder.

  7. Keine weiteren Meldungen, dass die SDF der SAA den Weg nach Osten versperren will, gutes Zeichen.

    Die Tiger rücken weiter südwärts vor; aber es kann auch sein, dass sie dort ein größeres Gebiet einnehmen, und es erst am Ende gemeldet wird.

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