Syrische Armee nimmt westlich von Raqqa mehr als ein Dutzend Dörfer ein

Die syrische Armee und ihre Partner sind am gestrigen Donnerstag vom Osten der Provinz Aleppo in den Westen der Provinz Raqqa vorgerückt und haben dort mehr als ein Dutzend Dörfer eingenommen.

Al Masdar News berichtete, dass die syrische Armee im Westen der provinz Raqqa gleich 20 Dörfer eingenommen hat, nachdem die dort bislang herrschenden ISIS-Terroristen geflüchtet sind, um nicht zwischen den Fronten der syrischen Armee und kurdisch geprägten und von den USA unterstützten SDF-Kräften zerrieben zu werden. Auf Karten sieht es so aus, dass das gestern im Westen der Provinz Raqqa von der syrischen Armee und ihren Partnern eingenommene Gebiet am Ufer des Euphrat schätzungsweise 250 Quadratkilometer groß ist.

Kräfte der SDF sollen am Donnerstag Abend unterdessen die bislang von ISIS-Terroristen besetzte Basis der Division 17 der syrischen Armee im Norden der Stadt Raqqa eingenommen haben. Die Basis gilt als letztes wichtiges Hindernis vor der Einnahme der Stadt Raqqa selbst.

Mit der Herrschaft der Terrorgruppe ISIS scheint es damit nun schnell zu Ende zu gehen. Zunehmend interessanter als der Kampf gegen ISIS wird nun die Frage werden, wie die Sieger über die Terrorgruppe ISIS die Zukunft Syriens gestalten werden.

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35 Gedanken zu “Syrische Armee nimmt westlich von Raqqa mehr als ein Dutzend Dörfer ein

  1. Wurde dann doch schnell offiziell bestätigt.

    Jetzt gibt es drei Möglichkeiten:

    a) Konsolidierung des Gebietes, Ausräumung der ISIS-Stellungen zwischen Khanasser, Itria und Lake Assad; dazu muss man wahrscheinlich nur noch recht wenig tun, bei Gefahr der EInkesselung haben sie sich ja aus den Maskanah-Plains auch sehr schnell zurückgezogen.

    b) Vorstoß nach Süden, um sich mit den Truppen nordostlich bzw. nordwestlich von Palmyra zu treffen, um auf breiterer Front Richtung Deir ez Zor vorstoßen zu können

    c) direkt vorbei am SDF-Gebiet weiter nach Osten entlang des Euphrats gehen, um einerseits ISIS-Kräfte aus Raqqa abzuschneiden, und andererseits Richtung Deir ez Zor zugehen, mit nur einer Flanke.

    Die dritte Variante wäre meine Wahl; es geht jetzt um die Grenzen des ISIS-Gebietes, was noch an Taschen übrigbleibt fällt später ohnehin irgendwann.
    Dafür braucht man gute Nachschubwege; möglicherweise kriegt man schnell ein Abkommen mit den SDF hin, die Autobahn nutzen zu können.

    Bei solchen Verhandlungen ist die bisher aufscheinende Schwäche von ISIS in Raqqa nicht hilfreich; sollte dort um die ALtstadt doch noch massiver Widerstand gegen die SDF kommen, könnten die froh sein, wenn die SAA und Allies den südlichen Bereich übernehmen.

    ———–

    Fast alle Sitze gezählt, Mehrheit für Tories nahezu ausgeschlossen, freu.

    1. Offizieller Plan = a.) Front begradigen zw. Tabqa – Palmyra. (Gab Karte dazu). Dort (+ in Deir Ezzor) kämpft Daesh verbissen (nicht so schwach wie in Raqqa).

      Aber SAA Milizen erreichten östl. von Al-Tanf die Irak. Grenze + ziehen mehrfach durch die Wüste, d.h. US-Proxi-Rebellen isoliert und Daesh südlich umgangen. Genialer Schachzug:-)

    2. andreas
      Die dritte Variante wäre meine Wahl;
      er über eine
      Meine auch, nur mit einem Einwand: Ich weiß, die Amis wollen alle in Raqqa vernichten, es soll keiner raus und Russland soll alle, die raus kommen angreifen. Nur dürfte es besser sein, das IS den endgültigen KO in der Wüste und nicht in der bewohnten Stadt. Deshalb kann die SAA erst den Euphrat runter, wenn Raqqa gefallen ist.
      Es macht also Sinn entlang der YPG Richtung Raqqa zu gehen (oder auch wie diskutiert durch Übernahme von Tapqa). Dann sollte man aber an einer Frontbegradigung arbeiten. Mal sehen, ob die Truppen in Khanasser die Tasche selbst ausräumen können, wenn nicht, müssen wohl die Tiger ran.
      Richtung Palmyra zu gehen bringt wenig, da man nicht den schmalen Korridor halten kann.

  2. „Zunehmend interessanter als der Kampf gegen ISIS wird nun die Frage werden, wie die Sieger über die Terrorgruppe ISIS die Zukunft Syriens gestalten werden.“

    Sollte da man nicht die Hintermänner im Auge behalten?
    Was wären denn YPG, FSA und Co ohne die NATO?

    Das Ziel war die Zerstörung Syriens und der Einsatz eigener Proxys.
    Ob Syrien jemals die Golan-Höhen wieder bekommt, steht damit wahrlich in den Sternen.

    In dem Land sind dermaßen viele Bewaffnette unterwegs, das wird nochmals schwierig.

    Die Entwicklungen an den Grenzen zur Türkei, Israel und Jordanien sind äußerst fragwürdig.

  3. Nach solchen Erfolgen gab es in der Vergangenheit häufig Pausen. Ich bin gespannt, wie es jetzt weiter geht.
    a) Kooperieren der SDF und die SAA in Raqqa?
    b) Gibt es zumindestens grobe Absprachen, wer welches Gebiet sich holen soll?
    c) Oder findet ein Wettlauf statt zwischen den Gruppen, wer sich welchen Teil vom Kuchen sichert?
    d) Entbrannt der Streit um das Fell schon bevor der Bär zur Strecke gebracht wurde?

    Im Süden sieht es nach Variante d. aus. Im Osten gibt es auch Anzeichen für d. Mit dem Schwinden von ISIS werden aber Spannungen innerhalb von SDF augenfällig. Ein innerkurdischer Bürgerkrieg ist nach wie vor möglich. Die militärische Auseinandersetzungen werden nach der Zerschlagung von ISIS nach allen Anzeichen weitergehen. Verhandlungslösungen am Tisch sind immer noch nicht sichtbar. Aus Sicht der Türkei hat sich die Situation seit 2011 verschlechtert, da sie jetzt autonome kurdische Gebiete im Süden haben. Israel hat am Ende des Krieges wohl iranische Milizen an seiner Grenze und ist auch unzufrieden.
    [Die Kriegsziele von Jordanien habe ich bis heute noch nicht verstanden].
    Zudem wird es ja Zeit um klar zu stellen, wer im „sunitischen Lager“ die Führungsrolle inne hat. Die Achse Katar-Türkei mit den Muslimbrüder oder doch SA mit den gekauften Versallen und der whahabtistischen Auslegung. Die einen könnten sich wohl mit einer multipolaren Weltordnung anfreunden. Die anderen setzten voll auf uno-polare Weltherrschaft der USA. Ägypten ist ökonomisch zu schwach um einen unabhängigen dritten Standpunkt zu vertreten.

  4. Welche Gründe gibt es eigentlich für die angeblichen Kämpfe zwischen der SAA und der SDF an ihrem neuen Punkt des Zusammentreffens wenn sie doch ein Stück weiter nördlich offenbar problemlos zusammen arbeiten?

  5. Na Moment liebes PB,

    ich finde die jetzige Situation im Kampf gg. den IS schon höchst interessant.

    Wie geht es weiter? Wird sich die SAA auf SDF-Gebiet bewegen dürfen? Wird sie sogar im Kampf um Raqqa von SDF & Co. gebraucht?

    Das wäre ja letztlich der ultimative Schachzug von Assad: eine Unterstützung der SDF durch SAA aushandeln um am Ende zu ziegen: Wir haben Raqqa Seite an Seite zurückerobert….

    1. So wie es aussieht, ist für die SAA am Euphrat Schluss. Also auch nix mit Rakka.

      Auch nix mit Staudamm, Kontrolle Stromerzeugung und so. Die US- Proxis haben sich zeitig genug gut positioniert. Nicht nur dort. Und sie scheinen weitgehend Handlungsfreiheit zu geniessen, ohne das mehr als Worte von den Russen kommen.
      Das Heft des Handelns im Syrienkonflikt geht wieder mehr und mehr an die USA über, Russland nimmt es anscheinend hin. Evtl. haben die Russen Zusagen für soetwas wie eine föderale, von Autonomiegebieten geprägte Struktur Syriens… aber selbst wenn, wer weiss, wie lange die halten…

      Die Neuordnung des Nahen Ostens ist schon lange ein Thema in den Think-Thanks Amerikas und auch der EU, ist hier wohl kein Geheimnis.
      z. B.

      1. New York Times 🙂 Gut das man diesen Blatt nichts glauben sollte. Jetzt hat man die Grenze zum Irak auch erreicht, wieso sollte für die SAA irgendwo Schluss sein? Die USA leben in IHRER eigenen Blase und die entspricht nicht der Realität.

    2. Sehr geehrter Pragmatisch,leider liegt Raqqa, für die Syrische Armee, auf der anderen Seite, des Euphrats, da ist das US Protektorat Kurdistan. Da dürfen sie nicht hin, sonst werden sie genauso Bombardiert, wie an der Israelischen und an der Jordanischen Grenze.

    3. Strategisch viel wichtiger wäre ein Abdrehen nach Südost um sich mit den Truppen östlich von Palmyra zu vereinigen um dann dynamischer Richtung DeirEzzor voranzukommen, um sie endlich zu deblockieren.
      Dann Herstellung Landverbindung Damaskus-Bagdad und Sicherung der Syrisch-Irakischen-Jordanischen Grenze, soweit wie möglich.
      Damit wird der Nachschub für Daesh weiter deutlich reduziert und somit auch der Klarstand und dessen Kampfkraft, was viele Leben auf Seiten der Wiederstandsachse sparen würde und die Siegesaussichten weiter masdiv verbessert.
      In Rakka sollen solange ruhig Daesh, SDF und YPG sich gegenseitig ausbluten.

      1. ElCommandante
        Dann Herstellung Landverbindung Damaskus-Bagdad

        da kannst Du wohl einen Haken dahinter machen. Seit letzter Nacht ist die SAA an der Irakischen Grenze. Um die schmale Zunge halten zu können, hilft nur ein schneller Vormarsch zum Euphrat.

  6. Die Kurden werden früher oder später einsehen das nur Syr/Ir/Russland zuverlässige Verbünde sind.

    It’s over guys..

    Sollte sich die Nachricht bestätigen (wovon ich fest ausgehe) dann ist eines der Hauptziele im Krieg gegen Syrien gescheitert. Es wird definitiv eine Straßenverbindung vom Iran bis zum Libanon reichen, nur noch eine Frage von Monaten.

  7. Während wir uns seit einigen Tagen überlegen, wie gegen die US Allianz und ihren
    Angriffen gegen die SAA und ihren Verbündeten vorgegangen werden
    könnte, macht die SAA klammheimlich vollendete Tatsachen: die erste Landverbindung von
    Theran über Bagdad durch Damaskus nach Beirut. Alle Achtung.

    Die 4 Waffenstillstandszonen scheinen tatsächlich ein gut durchdacht gewesen zu sein.
    Ich habe sie anfänglich – muss ich zugeben – für eine Niederlage gehalten. Wie die früheren Waffenstillstandsvereinbarungen, die immer zum Vorteil der Terroristen gereicht haben. Diesmal anscheinend nicht. Die Erfolge der SAA seit der Einführung der Waffenstillstandszonen sind doch erheblich.
    Inzwischen solwohl von den Russen als auch von dem syrischen MOD bestätigt.

  8. Raqqa ist (derzeit!) nicht strategisch wichtig für die SAA – finde ich. Wichtig ist es, die Verbindungswege und Nachschublinien für den IS zu durchtrennen. Deir-er-Zor muss dringend entlastet werden. Deshalb finde ich den gestern abend erfolgreich durchgeführten Vorstoß zur irakischen Grenze fast noch wichtiger.
    Die verschiedenen Gruppen der Kurden und „Moderaten“ werden doch alle vom gleichen Dirigenten orchestriert und der hat bis heute dafür gesorgt, dass der Nachschub für den IS halbwegs weiterlaufen konnte. Gerade die SDF sind für mich äußerst unsichere Kantonisten, deren Deals mit dem IS haben die SAA mehrfach in Bedrängnis gebracht. Ich würde mich nicht wundern, wenn dort nicht sogar Umflaggen stattgefunden hat.

    Wird die „Landbrücke“ zur irakischen Grenze stabil, dann ist es mit dem Proxy-geschützten Nachschub für den IS vorbei. Und ebenso ist es dann auch hier mit dem Umflaggen vorbei. Nicht zu vergessen: Bis jetzt hat der IS auch immer noch Geld mit Öl und Gas verdient. Wo fuhren die Tanklaster eigentlich in den letzten Monaten ihre Ladung hin?…

    Herzliche Grüße, ped43z

    1. Nachgetragen:

      „Wird die „Landbrücke“ zur irakischen Grenze stabil, dann ist es mit dem Proxy-geschützten Nachschub für den IS vorbei.“

      Weil die Versorgungslinien aus Jordanien damit unterbrochen sind.

      HG, ped43z

    2. ped43z
      Deir-er-Zor muss dringend entlastet werden.

      Ja diese Meinung hatte ich auch vor etwa einem Jahr, aber es stand bei der SAA nie hoch im Kurs.
      Deir-er-Zor war wohl und ist die ideale IS-Vernichtungsmaschine.

      Es ist damit zu rechnen, das die Allianz parallel zur Irakischen zum Euphrat geht und vielleicht (wenn nicht die Gebiete auf der anderen Seite des Euphrats wichtiger sind) am Fluss entlang nach Norden

      1. @lutz

        Es ist doch viel wahrscheinlicher, dass die SAA südlich durch die Wüste die stark ausgebauten Stellungen des IS östlich von Palmyra umgeht und von dort nach Deir Ezzor vordringt.

        In der Wüste hat der IS der SAA militärisch nichts entgegenzusetzen.

        Falls genug Resourcen dafür vorhanden sind als Voraussetzung….

      2. kaeptngarfield
        Es ist doch viel wahrscheinlicher, dass die SAA südlich durch die Wüste die stark ausgebauten Stellungen des IS östlich von Palmyra umgeht und von dort nach Deir Ezzor vordringt.

        Würde ich auch sagen, nur halt im etwas weiteren Bogen.
        Was spricht gegen Deine Theorie?
        Die Geschichte: Die SAA hat nie versucht Deir Ezzor ernsthaft zu holen.
        Seit dem versuchten Vormarsch auf Tabqa nie wieder versucht so eine Spitze zu bilden, man kann sie nicht halten.
        Die Fortschritte der Kurden in Raqqa zeigen, IS ist Militärisch am Ende, die Stadt somit nicht in akuter Gefahr und selbst wenn IS zu einem allerallerletzten Angriff ausholen, dürften die Kräfte zur Verteidigung reichen.
        Ich glaube nicht, das die SAA das IS-Gebiet teilen will.
        Als belagerte Stadt hat man Anspruch auf Nahrungsmittel von der UN.

        Die Stadt ist so lange belagert, da kommt es auf 2 Monate nicht an.

        Die größten Problem dürfte die SAA östlich von Homs haben. Hat man die Dörfer(wohl mit eher IS-naher Bevölkerung, nimmt die Bevölkerungsdichte bis Tabqa immer weiter ab.

  9. Keinerlei sonst so lautstarke Kritik an Trump – wie in Mossul/Irak setzt das imperialistische Kriegsverbrecherregime nun auch in Raqqa/Syrien Chemiewaffen gegen die Zivilbevölkerung ein (auf „Anzeigen” klicken): https://twitter.com/maytham956/status/872928419226497027

    „Das Ziel von SDF-Söldnern und US besteht darin, für die ISIS-Terroristen einen sicheren Korridor zu öffnen, um sie zu benutzen, in Palmyra, DeirEzZor usw. gegen die Syrische Arabische Armee zu kämpfen. Das Ziel der Syrischen Arabischen Armee besteht darin, ISIS zu vernichten. Bevor Maskana befreit wurde, hatten die ISIS-Terroristen um sichere Korridore gebeten, um ohne Kampf abzuziehen, die Syrische Arabische Armee hat abgelehnt.“ – von maytham auf Twitter

    Tel Avivs Agent McCain, 2014: Wir müssen mehr Araber töten.

    youtube.com/watch?v=lu5wBvEKTPE

  10. Was für ein cleverer Schachzug, die US Spezialkräfte mit Briten und Norwegern(?) einfach östlich von Al-Tanf zu umgehen und sie einfach in der Wüste schmoren lassen und die Grenze zum Irak zu erreichen. Das im Irak PMU Kräfte nur darauf gewartet haben die SAA zu unterstützen ist dem
    außenpolitischen Tölpel USA nicht bewußt gewesen.
    Und dabei hat Zgvarca noch behauptet:“Syrien wird keine Grenze zum Irak haben…Ganze Gebiet auf anderer Seite von Euphrat ist verloren…kein SAA Soldat kommt da drin..USA hat klar gezeigt.. wer hat an diese Kugel sagen.“
    Ich bin mal gespannt , was sein Balkan-Forum zu sagen hat.

    1. *** Ich bin Serbe und wir haben etliche Manöver mit den Russen gehabt während meiner Dienstzeit. Auf die ist verlass, hervorragende Soldaten und Planer. Hier sind viele Pessimisten am Werk die immer irgendwelche Sachen behaupten 🙂

  11. Eine Frage: Wenn das russische MOD den syrischen Vorstoss zur irakischen Grenze auf einer PK bekanntgibt, dann ist dies ja wohl auch ein politisches Signal. Oder? Die Botschaft aus Moskau lautet: Wir wünschen, dass Syrien seine Grenzen selbst kontrolliert. Oder sehe ich dies falsch?

    1. Natürlich ist das ein politisches Signal, wie praktisch in letzter Zeit alles immer mehr Politik wird.
      Fällt es nur mir auf, das einen Tag nach dem die SAA das Kurdengebiet bei Tapqa erreicht und so im Zweifelsfall die Kurden bei Raqqa unterstützen kann, rutschen die Allianz-Truppen ohne große Gegenwehr zur Irakischen Grenze durch, wo rein zufällig auch die Irakischen Kräfte in der Nähe sind.

      Nur das Signal sehe ich anders: Was wollt Ihr jetzt noch in dem umzingelten Gebiet; Was ihr habt ist nur Sand und das Gebiet ist von SAA umgeben. Geht lieber.

      Und das gehen lässt sich wohl in Washington leichter verkaufen.

      Was mir aufgefallen ist: Die Propaganda hat sich geändert; Redete man von den Loyalisten, also die Allianz um die SAA, waren es die Regimetruppen, in abgemilderter Form Assad-Truppen. Jetzt sind es die Iranischen Truppen….

  12. In Der-Ezzor hat sich die Lage rund um den Panorama-Checkpoint leicht entspannt. Dennoch ist die Gefahr nicht gebannt. Täglich kommen neue IS Kämpfer aus allen Provinzen des Kalifats an. Man hört, dass die Truppen dringend Verstärkung benötigen. Es gab auch viele Ausfälle und einen hohen Materialverschleiss auf Seiten der Republikanischen Garde. Der Endkampf wird nicht in Mossul oder Rakka stattfinden – nein in Der-Ezzor.

  13. @ Tobi „dem außenpolitischen Tölpel USA nicht
    bewußt gewesen“ und „Syrien wird keine Grenze
    zum Irak haben…“
    Es ist zweifellos richtig, dass oft „Fakten geschaffen“
    wurden in der Annahme, daran würde sich nichts mehr
    ändern.
    Aber ich bitte doch um etwas mehr Realismus :
    Wenn es weitreichende Absprachen zwischen den
    USA und Russland gibt, die „geheim“ sind, so
    werden sie nicht nur Syrien betreffen sondern
    ebenso andere Konflikt-Region und es werden
    „nationale Interessen“ definiert sein und so etwas
    wie „Schnittmenge“ der verschiedenen Interessen.
    Wenn man schaut, wie viel in letzter Zeit passiert ist,
    wie kann man dann annehmen, dass der jetzige
    Zustand (Sicherung eines Grenzübergangs Syrien-
    Irak) nicht mehr veränderbar wäre ??
    Ob die USA aussenpolitisch ein Tölpel sind, das
    hängt davon ab, welches aktuell ihre wahren
    Interessen sind und wieviel es ihnen an Aufwand
    Wert ist . Schon vergessen ? Viele hier im PB
    haben angenommen, dass mit D. Trump eine
    Abkopplung der US-Interessen von den dominanten
    Interessen Israels stattfinden könnte.
    Ein umfassender Friede mit einer Neuordnung
    der Grenzen vieler Länder wird einen grossen
    äusseren Druck benötigen – da sind USA, Russland
    Iran, Saudi-A. und die Türkei gefragt, natürlich
    auch Israel. Wenn die sich einigen können – dann
    werden sie mal sehen, wie viel ein kürzlich eroberter
    Grenzübergang wert ist. Nur wenn keine grosse
    Einigung zustande kommt, statt dessen nur kleine
    lokale Bündnisse, dann ist alles bisher Erreichte
    bedeuted, schon allein psychologisch !!
    Die USA mögen sich wie ein Tölpel darstellen, aber
    ich denke diese Rolle spielt D. Trump hervorragend.
    Dass die USA auch hervorragende Strategen und
    Militärs haben sollte man nie vergessen !!

    1. k49mich
      Aber ich bitte doch um etwas mehr Realismus :
      Wenn es weitreichende Absprachen zwischen den
      USA und Russland gibt, die „geheim“ sind.

      Was heißt geheim. Seit langem gibt es das Koordinationszentrum in Bagdad. Am Anfang war die USA wohl nicht direkt beteiligt, aber die Koordination großer Angriffe scheint immer noch darüber zu laufen, wie man wohl jetzt wieder an Syrisch- Irakischen Grenze gesehen hat.

      Spätestens seit Al Bab ist klar, das es auch Kontakte zwischen Russen und Amerikanern gibt. Geheim wird es nur deshalb, weil man den Amerikanern diese Zusammenarbeit nicht klar machen kann. Und auch, das man den Iran unterstützt, dürfte für viele Amerikaner ein rotes Tuch sein.

  14. @ k49mich

    Du glaubst doch nicht im ernst, dass RF einer Neuordnung des Nahen Ostens im Sinne der Amerikaner (Sunnitistan/Shiitistan/Alawitistan usw.) in irgend einer Weise zustimmen würde?!?
    Lächerlich!

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