Syrische Armee rückt im Osten der Provinz Aleppo weiter vor

Nach der Einnahme der ISIS-Hochburg Maskanah vor drei Tagen rücken die syrische Armee und ihre Partner im Osten der Provinz Aleppo stetig weiter gegen die Terrorgruppe ISIS vor.

Inzwischen ist die syrische Armee im Osten von Aleppo auf breiter Front an der imaginären Grenze zur Provinz Raqqa angelangt und nahm gestern entlang dieser Linie weiteres Gelände ein. Auf einer aktuellen Karte schaut die Lage da nun wie folgt aus:

Aufschlussreich dürfte in den nächsten Tagen die Beobachtung werden, wie die syrische Armee mit den von den USA und anderen NATO-Staaten unterstützten kurdisch geprägten Kräften der SDF zurechtkommt. Im Norden der Provinz Aleppo scheint die Zusammenarbeit der Armee mit den SDF schon seit Monaten recht gut zu klappen, so gut sogar, dass die syrische Armee da streckenweise von den SDF eingeladen wurde, als Puffer zwischen US-gestützten Kurden und dem NATO-Staat Türkei und ihren Jihadi-Proxies zu agieren.

Problematischer als im Norden der Provinz Aleppo gestaltet sich die Zusammenarbeit, sofern man das so überhaupt nennen kann, mit den USA und US-gestützten Kräften indes im Südosten der Provinz Homs. Dort haben die USA gestern Berichten zufolge erneut syrisches Militär bombardiert und dabei zwei syrische Soldaten ermordet und 15 weitere verletzt, um ihre dortigen Jihadi-Proxies, und darin eingebettete NATO-Spezialkräfte, bei dem Versuch zu unterstützen, die Herstellung einer sicheren Landverbindung zwischen Syrien und Irak durch die syrische Armee und ihre Partner zu sabotieren.

Vor diesem Hintergrund bleibt es abzuwarten, wie die syrische Armee mit den US-gestützten SDF in der Provinz Raqqa zurechtkommen wird, zumal sie da schon jetzt weniger als 15 Kilometer von den SDF-Kräften und den eingebetteten NATP-Spezialkräften entfernt ist, während die USA im Südosten der Provinz Homs behaupten, sie würden sich von syrischen Soldaten bedroht fühlen, die über 50 Kilometer weit weg von ihren Proxies und den darin eingebetteten NATO-Spezialkräften agieren. Denkbar ist auch, dass es eine Absprache zwischen US-Präsident Trump und dem saudischen Terrorregime gibt, dass die USA sich konfrontativer gegenüber der syrischen Armee verhalten und die Saudis sich dafür im Gegenzug den konkurrierenden Terrorismus unterstützenden Zwergstaat Katar zur Brust nehmen.

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16 Gedanken zu “Syrische Armee rückt im Osten der Provinz Aleppo weiter vor

  1. Btw ( … wie nicht anders zu erwarten waren es wieder einmal die Russen!)

    „US-Medienbericht: Russische Hacker hinter Krise mit Katar“

    „Katars Außenminister Scheich Mohammed Bin Abdulrahman al-Thani sagte CNN, das FBI habe den Hackerangriff und die „Fake News“-Geschichte bestätigt. „Was auch immer an Vorwürfen laut geworden ist, alles basiert auf Fehlinformationen“, sagte er dem US-Sender.“

    „Sollten sich die Vorwürfe gegen Russland bestätigen, würde dies auf russische Bemühungen zur Untergrabung der US-Außenpolitik hinweisen. Den US-Ermittlern zufolge wollte Russland mit dem Hackerangriff Spannungen zwischen den USA und ihren Verbündeten schüren….“

    http://www.stern.de/news/us-medienbericht–russische-hacker-hinter-krise-mit-katar-7484322.html?utm_campaign=alle-nachrichten&utm_medium=rss-feed&utm_source=standard

  2. Syrien, Russland und der Iran sollten der Türkei erlauben gegen die Kurden vorzugehen, somit würde der Plan der USA ins Wasser fallen. Nato Staat gegen Nato Staat wäre mal eine Beobachtung wert.

    1. Dann Würden sich die Türken und ihre islamisten sich in diesen Gebieten breit machen wie in Al bab, das wiederum wäre auch wieder ein Problem, die lösung ist da muss die SAA ran, auch gegen die YPG wenn sein muss.

      1. Ich schrieb weder von Proxys oder Terroristen. Die Türkei sollte ran, mit der regulären Armee. Um den Norden mache ich mir keine Sorgen. Diese Terroristen können jederzeit geopfert werden.

  3. Die SAA steht zur Zeit direkt an einer leicht zu schützenden natürlichen Grenze, da könnte man sich lange einrichten (hoffentlich nicht) Geht man diese Linie weiter kommt man am Stausee Brücke der Autobahn Tabqa-Aleppo ist wohl nicht nutzbar. Es wird spekuliert, das die SAA über die Eisenbahnbrücke gehen könnte. Ist man da rüber wird es wirklich interessant. Ich gehe davon aus, das wir am (deutschen) Wochenende mehr wissen.
    Und ich hoffe, das dann die SAA auch von Khanaser aus die Front begradigt.

  4. KATAR KRISE.

    Der sich abzeichnende Sieg Syrien gegen die Zionistischen Invasoren, stresst nicht nur USA, NATO und Israel sondern bringt auch Katar in eine ungemütliche Lage.

    Gerüchten zufolge (etwa Ziad Fadel, Syrian Perspective) soll nun Iran Katar eine lukrative Zusammenarbeit im LNG-Gasbereich vorgeschlagen haben, was das Gejammer von Zions islamischen Brückenkopf Saudi Arabien und den GCC vollkommen erklären würde.

    1. „Gerüchten zufolge…“ usw.

      Was ist daran Gerücht? Katar IST seit jahren größter LNG Produzent weltweit. Und das Gasfeld dafür teilen sie sich seit Jahren mit Iran. (North- Gas- Field, so die bezeichnung in katar, besser bekannt als South- Pars Field aus iranischer Sicht)

      1. Vielleicht schätzt Katar daß es eher die IIS-Pipeline geben wird als die durch die Türkei und will jetzt seine Pipeline über den Persischen Golf bauen und sie an die Iran-Irak-Syrien Pipeline anschließen.

      2. So könnte es gewesen sein : Der Pate (Trump) hat alles eingestielt, 350 Milla. $ Deal mit den Saudis, vermute die selbst haben auch dicke Aktienpakete in diversen US-Rüstungsschmieden. Die sind aber schon längerem knapp, also wie soll’s über die Bühne gehen ? Da hat der Pate eine Idee, nebenann gibt es Geld zu Hauf, dazu noch den Zugang zum welweit grössten Ölfeld, zu dem aber auch der Iran Zugang hat. Katar wollte ohne Ärger mit dem Iran zu haben im Einvernehmen teilen. Da man einerseits scharf auf dieses Gas ist kann man das fast unbewaffnete Katar im Handstreich nehmen, da laufen wohl die psychologischen Vorbereitungen Terrorvorwurf etc. pp, wie gehabt, nix neues. Weil es über kurz oder lang -weil Mafiosi immer alles wollen- Stunk mit dem Iran gibt, dem man schon seit langem eins auswischen will, weil er sich nicht dem $-Diktat und der Obermafiosi Wall-Street unterwerfen will, die immer und überall ihren Anteil wollen. Und da schliesst sich der Kreis mit dem Waffendeal, denn da werden einige speziell für den Iran gebaute Dinger dabei sein. Besiegelt wurde das Mafiakomplott mit einem vor aller Öffentlichkeit aufgeführten Kriegstanz mit dem Paten und seinem Säbel in der Mitte. Ist doch letztendlich gar nicht so kompliziert wie man uns zur Augenwischerei vorgaukeln will.

      3. SA wird so enden wie Saddam mit Kuweit und RU/ TR werden für den sicheren Ablauf der Fussball-WM sorgen.😊

  5. Passt da nicht die Verlegung der deutschen Tornados nach Jordanien irgendwie ganz gut …

      1. Assad sollen sie ganz bestimmt nicht helfen.
        Wenn man aber auf eine Karte sieht erkennt man, dass die nato damit einige hundert Kilometer näher an die Verbindungsstrasse zwischen Baghdad und Damaskus heran rückt.
        Diese soll ja wohl, zumindest auf irakischer Seite, in Zukunft privatisiert und durch die allseits beliebten ehemaligen Blackrock Söldner „beschützt“ werden.
        DABEI können unsere Helden ganz sicher wertvolle Spitzeltätigkeit leisten.

      2. die Truppenbewegungen in den „befiedeten zonen“ sowie den Großraum Damaskus beobachten, verwarnen, informieren und tolle Statistiken erstellen. Das geht aber genauso gut auch von zu Hause aus mittels Satelitten, nur das ist viel zu billig.
        Vieleicht schafft es die SA bis dahin die Terroristen im Damaskerraum zu vertreiben, dann kann die BRD/DDR Truppen abziehen, wenn nicht wird die Flugstaffel aufgestockt und der neue FDP-Kriegsminister stellt gleich nen Scheck der USA-Waffenindustrie aus

  6. @_smr Nunja, der Syrien-Konflikt ging die
    letzten Jahre schon oft hin und her, ich wünschte,
    es wäre nun mal etwas Dauerhaftes und ein für die
    Menschen gutes Ergebnis realisierbar – das schliesst
    eigentlich eine Lösung im westlichen Sinn aus.

    „Sieg“ würde ich das noch nicht nennen, aber
    einem „potentieller Sieger“ dienen sich schon mal
    geschäftstüchtige Leute an. Auch Minister Gabriel
    hat ja bereits den Iran besucht, weniger aus politischer
    Sympathie.
    Entscheidend dürfte jetzt sein, ob Russland auch mal
    mit Nachdruck die Flugabwehr Syriens stärkt, sonst
    muss das der Iran machen !! Dabei wäre es hoch
    interessant zu beobachten, was die iranische Flugabwehr
    so in der Praxis leisten kann.
    Was die USA bei ihrem Besuch in Saudi-A. gemacht haben
    sieht sehr nach „teile und herrsche“ aus. Wenn es um
    einen bevorstehenden Angriff auf Iran ginge wäre das
    eher kontraproduktiv, es sei denn, ein Regime-Change in
    Katar ist bereits so gut wie eingepreist.
    Gleiche Geschäfts-Interessen Iran-Katar ? Ok, das könnte
    die religiösen Differenzen überragen, aber ich halte das
    für unwahrscheinlich. Ich denke, man sollte abwarten, was
    die Türkei dazu sagt und was sie nun tut.
    Alles nur ein Hacker-Spass ? Dann hätte man die Situation
    längst wieder eingerenkt – es wäre gar nicht so hochgekocht.
    Da spielt jemand sehr falsch und viele sind nervös .

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