Irakische Volksmobilisierungseinheiten erreichen westlich von Mossul syrische Grenze

Das ging ja nun schnell. Gestern noch wurde berichtet, dass die irakischen Volksmobilisierungseinheiten westlich von Mossul Richtung syrische Grenze vorrücken, und heute haben sie die verbliebenen 33 Kilometer bis zur Grenze schon geschafft.

Der Trick, der das möglich machte, war, dass die Volksmobilisierungseinheiten direkt südlich der Front zwischen jesidischen Kräften und ISIS zur Grenze vorgerückt sind.

Die jesidischen Kräfte der YBS werden zwar inzwischen manchmal als kurdische Peshmerga geführt, doch halten sie Apo in Ehren, haben sie mit dem zionistischen US-Lakaien Barzani wenig zu schaffen und verstehen sich ausgesprochen gut mit den Kräften der Achse des Widerstandes.

Durch das gute Verhältnis mit den YBS haben die Volksmobilisierungseinheiten beim Vorrücken gegen die Terrorgruppe ISIS an der syrischen Grenze im Norden den Rücken frei und das könnte durchaus so bleiben, auch wenn sie demnächst südlich des YPG-Gebietes weiter über die Grenze nach Syrien gehen, denn in der Gegend stehen die dortigen YPG-Kräfte denen der YBS auch auf der syrischen Seite der Grenze sehr nahe. Um südlich des YPG-Gebietes in Syrien gegen ISIS vorrücken zu können, müssen die Volksmobilisierungseinheiten allerdings zunächst auf der irakischen Seite der Grenze einige Kilometer nach Süden vorrücken und die Ortschaft Baaj einnehmen.

Das wird nochmal ein Stück harte Arbeit, aber dann kann es für die Kräfte der Achse des Widerstandes im Grunde genommen direkt weiter nach Südwesten in Richtung Deir Ezzor gehen, und es dürfte wenig geben, was die Achse des Terrors dagegen ausrichten kann.

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29 Gedanken zu “Irakische Volksmobilisierungseinheiten erreichen westlich von Mossul syrische Grenze

  1. Die Überschrift enthält ein Wort zu viel.

    Was sind jetzt eigentlich die konkretesten Berichte, oder Gerüchte, dass syrische Einheiten im Irak oder auf dem Weg sind, um mit den PMU zusammen eine Front gegen ISIS aufzubauen?

    1. andreas

      „Die Überschrift enthält ein Wort zu viel.“

      Danke für den Hinweis.

      „Was sind jetzt eigentlich die konkretesten Berichte, oder Gerüchte, dass syrische Einheiten im Irak oder auf dem Weg sind, um mit den PMU zusammen eine Front gegen ISIS aufzubauen?“

      Konkrete öffentliche Absichtserklärungen gibt es noch nicht. Was ich bisher gesehen habe, sind lediglich Aussagen wie die oben verlinkte von PMU-Sprecher Karim Nuri, dass die PMU, wenn nötig, ISIS in Koordination mit der syrischen Regierung auch auf der syrischen Seite der Grenze bekämpfen werden. Oder die von „PMU-Sprecher“ Hadi Al-Amiri ( https://en.wikipedia.org/wiki/Hadi_Al-Amiri ), der heute betont hat, dass die PMU die ganze syrisch-irakische Grenze sichern werden und es keine Sicherheit im Irak ohne Sicherheit in Syrien gibt.

      Hadi Al-Amiri hat – genau wie die irakische Regierung kürzlich auch – weiterhin keinen Zweifel daran gelassen, dass die PMU es nicht zulassen werden, dass die USA einen Sperrgürtel zwischen Irak und Syrien errichten.

      Dass, wenn die PMU über die Grenze gehen, da zumindest pro forma einige syrische Soldaten – wie viele oder wenige auch immer – eingebettet würden, um sagen zu können, die irakischen PMU agieren in Syrien nicht auf eigene Faust, sondern sie unterstützen in Syrien eine Offensive der Armee gegen ISIS, würde ich schon aus PR-Gründen einfach für logisch halten.

      Aber ich kann mich natürlich auch irren.

      1. einparteibuch
        dass die PMU die ganze syrisch-irakische Grenze sichern werden

        Ist Dir klar, was dieser Teilsatz für die Kurden bedeutet: Kein einheitliches Kurdengebiet, die Kurdengebiete bleiben bei den jeweiligen Staaten Syrien und Irak……

        Da ist das US-Proxy Problem doch ein Kinderspiel

  2. Da es auch kein Vorrücken auf At Tanf mehr gab, scheint es doch eine Absprache zu geben.

    Die abgeworfenen Flugblätter, sich nicht mehr als 55 km At Tanf zu nähern, ließen auch den gegenteiligen Schluss zu, es gibt keine Einigung. Oder das ist Teil des Spiels.

    Jedenfalls wäre das Gebiet bei einem massiven Angriff der Loyalisten nicht zu halten; aber schon vorher abziehen, es gab ja nicht mal eine Ankündigung eines Angriffs oder so, ist schon ungewöhnlich.

    Aber gut, mehr Platz für einen Vorstoß nach Südosten

    1. „scheint es doch eine Absprache zu geben.“

      Interessant ist wie kommt es zu solchen Absprachen.
      Ich stelle mir das wie auf einen orient.Basar vor.
      Also
      „Ich gebe dir dies und du bekommst jenes“
      „Nein ich will dies und du bekommst das“

      Was haben die Falschspieler bekommen, damit sie sich jetzt zurückziehen ?

      ————————-
      PS.
      Noch ist nicht sicher was die da zurück ziehen, Varianten gehen von ?? halbe Truppe?? bis nur die Amis ( kP ob die EU Tauben auch abfliegen )

      ————-

      also was haben die Geier bekommen um zu verschwinden?

      Was ich nur in __einen__ Artikel gelesen habe ( bei riafan.ru ) war, die syr.Luftabwehr hat den angreifenden A10 paar Raketengrüße hinter hergeschickt. Könnte sein diese Luftabwehrraketen waren extrem unangenehm für die „High Tech“ Krieger.

      Wenn das kein Fake war, würde das bedeuten die Syrer schiessen jetzt zurück. Die schießen jetzt also auf die „STÄRKSTE“ Armee. Ungünstig wenn paar Teile runter kommen, kurz vor bzw. nach den größten Waffendeal aller Zeiten mit den KSA.

      könnte das das Angebot der Syrer gewesen sein ?
      kP ob es was anderes gewesen ist was die westl.“Demokraten“ bekommen haben, aber ich sehe nix anderes.
      .
      Wenn ja, sieht die Lage besser aus für Syrien

      1. sgr
        Was haben die Falschspieler bekommen, damit sie sich jetzt zurückziehen ?

        Vielleicht gar nichts, nur Kosten gespart.

        Was istan dieser Wüstenregion interessant? Nichts -nicht mal Rohstoffe. Behält Die USA dieses Gebiet, muss sie Truppen stationieren, die Kosten aber nichts bringen. Also ist es logisch, das man den Proxys nichts mehr bezahlen will, aber was wollen die Söldner ohne Bezahlung in der Wüste

        Die Grünen (FSA u.u.) haben schon lange die Lieferwege aus dem Irak verloren, der Nachschub kommt über die Jordanische, Türkische und Israelische Grenze.

        Die einzigen die Interesse an der Gegend haben ist die syrische Regierung (Verbindung zum Irak, weniger feindliche Grenzen), nur kann die USA Assad das Gebiet nicht schenken, also veranstaltet man etwas Zirkus.

        Sicher brauchen die USA Ihre Proxys jetzt in anderen Gegenden (Lybien, Afganistan).

        Das heißt am Ende sparen die Amis, wenn sie es der SAA überlassen, ware dann auch ein Kuhhandel.

      2. „Sicher brauchen die USA Ihre Proxys jetzt in anderen Gegenden (Lybien, Afganistan).
        Das heißt am Ende sparen die Amis, wenn sie es der SAA überlassen, ware dann auch ein Kuhhandel.“

        Das ist auch meine Meinung, die Amis wollen sich abwenden von Syien mit ihren „moderaten Kopfabschneidern“. Meine Meinung Richtung Iran / Zentral Asien

        Aber sicher ist auch, die gehen nicht bevor sie etwas in der Hand haben bzw. Syrien am Neuaufbau blockiert haben. Die Amis sind wie Bulldoggen die beissen zu und lassen nicht mehr los bis sie etwas haben. Also ihr arab.Kosovo

        Das arab.Sunnistan wird gerade in AL Tanf bedroht und deswegen ist es auch gerade so spannend dort. Ich denke es gibt noch keine Absprache und deswegen flogen gestern die russ.Raketen und als Antwort die Gradraketen auf Zaza ( wenn die wirklich geflogen sind )

        Die Flugblätter waren 1000% Fake.
        6 Flugblätter auf 0,25 m² ist Käse hoch 5

        Es ist verdächtig ruhig gerade,
        also irgendwo sitzen sie und feilschen sie …

  3. Am Ende wird es immer anders kommen wie es von irgend einer Seite vorgeplant wurde. Es ist ja das Spiel von mehreren Kräften. ISIS selbst kann an der einen Front erbitterten Widerstand leisten und an der anderen Front kampflos abziehen. Mit Selbstmordkommandos und Sprengfallen kann ISIS das Vorrücken von Gegnern sehr verlangsamen.
    Eine Strategie von ISIS könnte es sein, seine Gegner zu teilen. Sie untereinander in Konflikte zu verheddern. Sollte sich etwa der SDF mit der Türkei beschäftigt und die SAA mit Jordanien und die irakische Armee gegen die Kurden kämpft dann könnte dazwischen ISIS wieder in Ruhe ihre eigene Suppe kochen.

      1. MAK

        Danke. Prima Link.

        Der Artikel von NRT TV ist meiner Meinung nach sehr hilfreich für das Verständnis der Region Sinjar.

      2. @PB, Bitte gern geschehen.

        Ich habe nach einer Erklärung gesucht wieso die PMU genau an dieser Stellegegen den IS kämpfte. Auf die Spur brachte mich, dass sich derzeit al-Maliki (ehemaliger irakischer Premierminister und dem Iran nahestehend) sowie Barzahni und seine Verteter derzeit gegenseitig per Medienduell aufs übelste Beschimpfen. Al-Maliki ist das inoffizielle, politische Sprachrohr der PMU.
        Mit diesem Artikel wird die Sache klarer. Die PMU hat mit dieser Eroberung den Weg geöffnet für die in Bagdad festsitzenden Verstärkungskräfte der YBS-Yeziden. Damit ist aber auch der Einfluss der „Peschmerga-Yeziden“ unter der Führung von Barzahni (KRG) eingedämmt und gleichzeitig ein Keil in ein syrisch- irakische Kurdistan getrieben.
        Das die meistgehypten Proxies der westlichen Wertegemeinschaft, die SDF, auch noch rumheulen, „man werde keine Landverbindung Iran-Irak/PMU-Syrien/SAA zulassen“, passt da ganz gut ins Bild. Man schaue sich nur mal die Flaggen an mit denen diese Meldung untermauert wurde.

        Das falsche Spiel der westlichen Wertegemeinschaft, Teile und Herrsche, geht mit den Waffenlieferungen über diverse, unterschiedliche Kanäle an alle verfeindeten Gruppen mal wieder voll und ganz auf.

  4. Heute scheint wieder was zu gehen im Südosten Syriens.
    Angeblich sollen 4 Kaliber Raketen (2x Uboot Krasnodar und 2x Fregatte Admiral Essen) vom Mittelmeer in die Region des T-3 Airport östlich von Palmyra abgeschossen worden sein.

    Zusammenstösse beiderseitiger Bodentruppen werden aus dieser Region ebenso gemeldet wie ein möglicher Rebellenangriff auf das Autobahnkreuz „Zaza“ weiter südlich an der Damaskus-At Tanf- Autobahn.

    Mal sehen wie sich die Lage entwickelt. Es scheint einiges darauf hinzudeuten, dass die SAA und ihre verbündeten über T-3 Airport weiter östlich Richtung Irak vorstossen wollen. Gehts gleich bis zum T-2 Airport oder schwenkt man die Front dann wieder plötzlich südwärts (At-Tanf) oder nordwärts (Deir ez-Zor)?

    1. Das Video stammt von einem offiziellen Kanal, wobei ich den Titel nicht lesen kann.

  5. Noch ergibt sich kein klares Bild im Gebiet um At Tanf.

    Nach den vorgestrigen/gestrigen Meldungen haben sich die „Rebellen“ aus dem Osten des Gebietes zurückgezogen, also dem Bereich relativ nahe an Palmyra und mit ISIS als Gegner.

    Dafür gibt es Meldungen über ein Vorrücken entlang der Straße nach Damaskus gegen Loyalisten, garniert mit absurden Erfolgsmeldungen , nach Grad-Beschuss viele Tote Iraner und so.

    Das spricht nun gegen eine Absprache zwischen Russen und Amis; zumindest halten sich die Grünen anscheinend nicht daran, wenn es eine geben sollte.

    Denn logisch wäre es andersherum: Trumps erste Priorität ist der Kampf gegen ISIS mit raschen Erfolgen, also sollten die Ami-Proxys gegen ISIS, und nicht Scharmützel mit Assad-treuen Truppen.

    Es gibt natürlich weiterhin starke andere Interessen in den USA, die sich bei der Umsetzung vor Ort zeigen können.
    Andererseits ist es fraglich, wie groß der Einfluss überhaupt ist; wenn die Waffen geliefert sind, und der Sold-Scheck eingelöst, spuckt man große Töne und macht was man will; es gibt ja genügend McCain-treue, die das auch unterstützen dürften innerhalb der Kontakte.
    (die Dara-„Rebellen“ sollen ja angeblich schon keinen Scheck mehr vom MOC in Jordanien bekommen, und greifen trotzdem die Grenze der Deeskalationszone an)

    ————-

    Nach einer leichten Ruhepause an den anderen Fronten gab es heute vier Marschflugkörper aus dem Mittelmeer auf T3. (Waffensystemtest, eine Produktpräsentation zu Verkaufszwecken, Haltbarkeitsdatum abgelaufen? Oder ging das wirklich nicht per Flugzeug? Macht natürlich vor Ort noch mal psychologisch einen anderen Eindruck.)

    Zusammen mit dieser Meldung:
    NDF‏ @NatDefFor 1 Std.Vor 1 Stunde
    Clashes have broken out between Syrian Army and ISIS around Bir al Abbasiyah #Palmyra http://wikimapia.org/#lang=tr&lat=34.400394&lon=38.429146&z=12&m=b&show=/36527524/tr/Bi-r-al-Abbasiyah&search=palmyra

    Sieht das stark danach aus, dass jetzt tatsächlich die Offensive auf T§ auch vom Süden aus kommen könnte.

    Daneben wurde in den letzten Tagen Truppenkonzentration östlich von Salamiyah gemeldet; heute ein erstes Dorf eingenommen, und Hassan Rhida schreibt

    **Hassan Ridha‏ @sayed_ridha 36 Min.Vor 36 Minuten

    Syrian Arab Army and allies backed by RuAF begin large scale offensive against IS towards Uqayrabat east of Salamiyah in Hama countryside**

    Das hieße frontal auf die Tasche, gegen die ISIS-Hochburgen, statt sie zum Kessel zu machen.

  6. https://deutsch.rt.com/meinung/51463-terrorgruppe-statt-einsamer-wolf-mysterien-manchester/

    Was weiß der Konsument der Mainstreammedien von der libysch-britischen Terrorgruppe, die als Freiheitskämpfer bejubelt wurden, obwohl sie offenbar einer Terrororganisation angehören, munter nach Libyen und Syrien und zurück reisen dürfen?

    Mal sehen, ob das doch noch die Wahlen in UK drehen kann; die Zahlen schwanken derzeit sehr stark, + 14 für May bis +6, Tendenz jedenfalls sinkend.

  7. Also bis Ramadan-Ende die Grenze herunterarbeiten, derzeit steht ja direkt östlich in Syrien noch die SDF un ddie Truppen konzentrieren; und dann los.

  8. http://www.reuters.com/article/uk-britain-election-poll-yougov-idUKKBN18Q2JW

    Das ist doch einen kurzen Artikel wert, die sehr fundierte Analyse von Wählerbefragungen für die Times (50.000) ergibt einen Verlust an Sitzen für May, womit die Mehrheit weg wäre.

    Insgesamt Labour nur noch 4% dahinter, aber an Sitzen deutlicher.

    Allerdings könnte das noch kippen; und May als politisch Verantwortliche für die Aufzucht britischer Terrororganisationen für den Kampf in anderen Ländern, die dann auch zu Hause zuschlagen, könnte hier noch sehr unter Druck geraten.

    Ein wenig Hoffnung.

  9. Ohne Arabischkenntnisse nicht zu beurteilen, wer da was genau gesagt hat.

    Mit dem „Erlauben“ ist es allerdings so eine Sache.
    Wenn die PMU von Irak aus ISIS in Syrien angreifen, werden sie sich wohl kaum dazwischenwerfen,um die zu verteidigen.

    Einzige relevante Option: selber die ganze Grenze einnehmen, um die PMU nicht durchzulassen.
    Die hätten dann ja auch keine richtige Begründung, gegen SDF zu kämpfen.

    Mal sehen, ob es zu so einer Situation kommt: die PMU gehen auf irakischer Seite südwärts, und im Gleichschritt die SDF auf syrischer; es klingt doch sehr unwahrscheinlich, die werden jetzt kaum den Raqqa-Angriff abblasen.

    Es sei denn: „geläuterte“ sunnitische Extremisten, ob ISIS oder sonstwas, dürfen Teil der SDF werden.

    Das ist ja im Süden mit MaT geschehen; allerdings halten die Kurden die Mehrheit der SDF, so ein Szenario ist auch eher unwahrscheinlich derzeit.

    1. @andreas

      „Es sei denn: „geläuterte“ sunnitische Extremisten, ob ISIS oder sonstwas, dürfen Teil der SDF werden.“

      Das ist doch schon längst geschehen. Als im Zuge der türkischen Offensive „Euphratschild“ die syrischen Kurden von den USA als SDF propagiert wurden. Kurz darauf wurde das grüne Gebiet „moderater Rebellen“ östlich des Euphrats. zwischen Kurden (gelb) und IS-Gebiet (schwarz) gelegen auf allen Karten im Netz klammheimlich voll auf Gelb umgefärbt.
      Würde mich auch nicht wundern, wenn IS-ler aus den kürzlich eroberten Gebieten rund um Rakka, unter Schirmherrschaft der USA, zur SDF umgeflaggt haben. Dies insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass aktuell massive Wafffenlieferungen der USA an die SDF erfolgen mit der Begründung der Rakka-Eroberung. Mit was hat man vorher das Umland erobert?

      1. @ MAK

        Wobei die Aufnahme von arabischen Fraktionen, die bisher nicht gegen die Regierung gekämpft haben, nicht unbedingt etwas schlechtes.

        Und das waren am Anfang die Vorgaben.

        In der letzten Zeit wurde der Anteil der Araber stark ausgebaut, und immer mehr Fraktionen eingegliedert.
        Wie sehr sich im Zuge dessen die Anforderungen auf aufgenommene Gruppen/Kämpfer verändert haben, ist scher zu sagen; aber die Kurden haben zumindest formal die Führungspositionen, und wohl ein Interesse, keine Kopfabschneider aufzunehmen.

  10. Damit also kein Drohpotential mehr für ISIS, auch der kleine Damm nicht mehr in ihrer Hand.
    Ging ja auch schon bis an die Stadtgrenze von Raqqa heran, in den letzten Tagen.

    Sie sind auch deutlich südlich der Luftbasis Tabqa vorgerückt, mal sehen wie das aussieht, wenn die S an Maskanah vorbei ist.

    1. Wobei dieser Konvoi jetzt nicht nach der Sturmgruppe aussieht. ;–)

      Mal abwarten, was aus den Berichten über starke Verstärkung und eine Offensive in Daraa wird; auch wenn die „Rebellen“ sich brüsten, Gelände gewonnen zu haben, hebt das ja die erklärte Deeskalationszone nicht auf, ein massiver Angriff also durchaus schwierig ist.

      Auch wenn es vielen wohl stark in den Fingern jucken dürfte, angesichts der dauernden Angriffe.

      ——————-

      Noch ein Link zur UK-Wahl, mit prognostizierter Sitzverteilung; Mehrheit für May weg.

      https://yougov.co.uk/uk-general-election-2017/

      Das ist keine einfache Telefonbefragung, bei der man durch Gestaltung des Interviews massiv beeinflussen kann, sondern sieht sehr fundiert aus (sozioökonomisches Panel, dauernde Befragungen)

      Insgesamt nur noch drei Pünktchen Rückstand für Labour.

  11. „Field source“, das kann noch alles bedeuten, absichtlich gestreutes Gerücht, Ankündigung, Wunschdenken, oder auch Tatsache.

    Aber diese Bewegung hat sich ja länger angedeutet und ergibt Sinn, sie wird wohl kommen, jetzt oder auch etwas später.

  12. Klasse ist, die Russen wollen land.Produkte aus Syrien importieren. Ok – ist eine Probe – die erste Lieferung ist eine kleinere Charge. Aber wenn alles gut läuft ist die zweite und dritte Charge jeweils zehnmal so gross wie die erste Charge. ( man sieht wieder, auch in RU herrscht der Kapitalismus )

    Aber kein Mensch brauch noch UNSERE EU und ihre/unsere Sanktionen

    riafan.ru/799106-rossiya-gotova-nachat-eksport-zerna-i-myasa-v-siriyu-tkachev

    PS
    vorallem Tomaten die noch gegenüber der Türkei beschränkt werden. Dafür liefert RU Getreide / Weizen, Fleisch ( Syrien hat früher Weizen exportiert , jetzt ist es Importeur – syr. Dankesgrüsse an die „Freude“ von Nobel und Syrien )

    Aber wird schon wieder

    PS2
    Ein syr.Student ( aus Aleppo ) soll einen revolutionären Minenräum Detektor entworfen haben. Ich frage mich was Nobel zu dieser Erfindung gesagt hätte. Egal, Der Preis in seinem Namen ging ja an die andere „weiße“ Fraktion …

  13. Die SDF wird von kurdischen Kräften dominiert und ist ist deshalb ein Dorn im Auge der Türkei.
    Diese haben in leztzer Zeit eine ausgezeichnete Beziehungen zur SAA entwickelt( siehe Befreiung Aleppos) , Schutz der Kurdengebiete in Afrin und Manbin etc j..man hat im Prinzip die gleichen gemeinsamen Feinde
    Nun soll die SDF auf einmal fordern , dass die PMU mit der SAA keine syrische irakische Landverbindung haben darf?
    Nun , es ist nun nicht wahrlich schwer darauf zu kommen , wer ein Interesse daran hätte, solche Meinungen zu lancieren.. Die SDF macht natürlich Männchen , um schwere Waffen von den
    „nützlichen Idioten“ zu erhalten, aber im grunde genommen wissen die kurdischen Kräfte ganz genau , wer ihre Feinde sind : und das ist nicht die SAA oder die PMU

    1. @Tobi und andreas

      Aus meiner Sicht ist die SDF nicht DIE HOMOGENE GRUPPE wie sie derzeit dargestellt wird. Die internen Konflikte werden derzeit noch vom gmeinsamen Ziel der IS-Bekämpfung sowie dem Support und „sanftem Druck“ der USA/Freunde Syriens zusammengehalten. Die Differenzen und Gräben gehen mehrfach mitten durch, selbst die jeweiligen Ethnien sind sich nicht vollkommen einig.
      Ich habe bisher folgende Strömungen ausgemacht:
      A) Assad/Syrien- freundliche Kurden
      B) Die Anhänger des freien Kurdistans, wobei diese Gruppen auch noch 2 Flügel kennt ein Syrienkurdistan und die Barzahni- freundlichen
      C) Araber und andere Ethnien, die schon länger mit/unter den Kurden leben, diese mit gutem Einvernehmen mit Gruppe A
      D) Araber die in klarer Opposition zu Assad/Syrien stehen, aber für ihre eigene Autonomie kämpfen
      E) Araber die als Saudi-Proxi fungieren

      Die Frage ist nicht OB es zu internen Konflikten kommt, sondern nur WANN. Das grosse gelbe Gebiet östlich des Euphrates wird sich kleinere Einheiten zerlegen.

      Im Grunde genommen dreht sich der Bürgerkrieg in Syrien und teilweise Irak nur darum, welche Landverbindung am Schluss zustandekommt. Ob die Achse Iran-Irak-SAA/Syrien-Libanon oder diejenige Türkei-FSA/Syrien-Nordirak-Saudiarabien.
      Der IS, der diese Landverbindung sicherstellen sollte, ist leider ausser Kontrolle geraten. Der Kettenhund Türkei (und USA) ist/sind mit ihrem Versuch, via FSA und deren Unterstützung als IS-Ersatz, den durchgehenden Euphratschild zu erstellen grandios gescheitert.

      1. Sag doch mal, wie viele zu den Kategorien D und E gehören.

        Wer kriegt die schweren Waffen, wer führt den Angriff auf Raqqa und die Euphrat-Gebiete, wer hat also die Verluste zu tragen.

        Mit solchen Daten könnte man Aussagen treffen.

      2. @andreas

        Wenn ich das wüsste. Momentan haben die die krudischen Kräfte sicher noch die Oberhand und er wird durch die US-Stützung gestärkt. Aber ich sehe nicht, dass sie das auf Dauer können, in dem grossen gelben Gebiet, bzw. komplett östlich des Euphrats.
        Die Kurden haben die letzten Jahre enorm und zurecht Selbstvertauen „Getankt“. Die werden eher auf gewisse Geitsteile verzichten als ihre Eigenständigkeit aufgeben.
        Wenn das ganze eskaliert werden die Kurden eher zu Assad/Syrien halten als zur kurdisch-arabischen (Sunniten) SDF.

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