Syrische Armee erzielt im Osten von Aleppo große Geländegewinne

Wer gedacht hatte, die syrische Armee würde es nun nach den rapiden Fortschritten in den letzten Tagen nun erstmal angehen lassen, sieht sich getäuscht. Am heutigen ersten Tag des Ramadan haben die Armee und ihre Partner der Terrorgruppe ISIS im Osten der Provinz Aleppo westlich der Stadt Maskanah die Kontrolle über schätzungsweise 350 Quadratkilometer Gelände abgenommen.

Auf der ganzen Linie der mehr als 50 Kilometer langen Front gegen ISIS westlich von Maskanah ist die Armee heute mehrere Kilometer vorgerückt. Emmanuel hat das heute Mittag wie folgt in eine Karte eingezeichnet.

Das Gelände ist zwar wüstenartig und nur spärlich besiedelt, doch passiert damit nun genau das erwartete: die Terrorgruppe ISIS wird in den besiedelten Gebieten der Stadt Maskanah und ihrer Umgebung zunehmend ausflankiert.

Die Terroristen in Maskanah und Umgebung dürften damit schon bald vor der Wahl stehen, zu flüchten und damit ihr Leben zu retten, oder zu bleiben und sich einkesseln und eliminieren zu lassen. Für die Armee bedeuten die Fortschritte demgegenüber, dass sie im Umland der Metropole Aleppo mehr strategische Tiefe gewinnt.

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19 Gedanken zu “Syrische Armee erzielt im Osten von Aleppo große Geländegewinne

  1. ARD-Tagesthemen haben gerade nahezu objektiv aus Homs berichtet. Und Sabine Adler ist im Deutschlandfunk schon lange nicht mehr für Russland zuständig. Unsere staatlichen Qualitätsmedien entschuldigen sich zwar nicht für die unglaubliche Propaganda der letzten Jahre, sie sind aber anscheinend dabei, ihre Berichterstattung etwas zu ändern.

    1. Naja, der Kommentar von Thewesen heute zu Trump war schon sehr überzeugt: wir haben die absolute Wahrheit, und in den entscheidenden Punkten darf davon auch keiner abweichen.

      Vielleicht verlagert sich die Propaganda gerade.
      Dieses irre Spiel, das Trump wegen „Russlandkontakten“ gestürzt werden muss, hat ja auch hier schon Wulffsche Ausmaße angenommen.

  2. Laut Ivan Sidorenko sollen sie jetzt schon Maskanah eingenommen haben, aber der war in den letzten Tagen schon ein paar mal voreilig.

    Aber es ist klar, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich ISIS aus der Stadt („Metropole“ finde ich jetzt ein bisschen zu groß ;–) zurückzieht, und vielleicht haben sie das ja schon getan, dann wäre es ja durchaus möglich.

    Heute gab es auch Berichte, dass sich die Truppen von Khanassir-Itria auf eine Offensive vorbereiten (dürften ja einige sein, die die Straße in der Tiefe verteidigt haben).
    Wenn von der Seite einiges kommt, wird es sehr schnell mit dem ganzen Gebiet von ISIS vorbei sein; ansonsten eben noch zwei bis drei Wochen bis zum SDF-gehaltenen Gebiet.

    Mal sehen, ob dann eine Pause kommt, oder es gleich südlich nach Palmyra oder As Shuknah geht.

    1. Unterdessen beginnt ein massiver Angriff auf Raqqa.

      Bis jetzt sind die SDF südlich des Euphrat noch nicht bis Raqqa herangerückt, soll das vielleicht generell der SAA überlassen werden?
      Vielleicht reichen auch die Kräfte nicht, um sie zu breit aufzuteilen, über den Fluss wird man wohl ohnehin nicht so einfach kommen.

      Jedenfalls wäre diese Variante die beste aus Regierungssicht, direkt am Euphrat Richtung Deir ez Zur, und kein Raum für gewendete ISIS oder aus dem Hut gezauberte „moderate Rebellen“ der Region, vom Ausland gesteuert.

      Dann müsste man im Süden nur noch relativ nahe der Grenze zum Euphrat vorstoßen, und die „Grünen“ könnten kein nennenswertes Gelände mehr gewinnen.

      1. andreas

        Wenn ich die Lage richtig interpretiere, müssen die SDF vor Raqqa erst noch den Baath-Damm einnehmen. Der hält zwar nicht annähernd soviel Wasser wie der Tabqa-Damm, doch würde eine Sprengung des Damms durch ISIS trotzdem enorme Schäden verursachen. Bis nicht auch dieser Damm unter Kontrolle ist, müssen die SDF behutsam, etwa wie in Tabqa, vorgehen. ISIS weiß das natürlich, was die Sache nicht einfacher macht.

    2. andreas
      Laut Ivan Sidorenko sollen sie jetzt schon Maskanah eingenommen haben

      Am Samstag hat man mindestens den abseits gelegenen Bahnhof geholt. Ansonsten ging es wohl darum, die Verbindung zur Lebensader her zu stellen. Inzwischen dürfte auch IS wissen, was die SAA vor hat und könnten die Stadt verlassen. Die SAA ist ja mindestens in Sichtweite der Stadt und könnte darauf reagieren.

      andreas
      Heute gab es auch Berichte, dass sich die Truppen von Khanassir-Itria auf eine Offensive vorbereiten

      Vom Gelände her (Gewässer) dürfte es einfacher sein, von da das Gebiet zu übernehmen, Natürlich muss man dafür sorgen. das man nicht von Westen überrascht wird, noch ist es die einzige Verbindung nach Aleppo.

      andreas
      Bis jetzt sind die SDF südlich des Euphrat noch nicht bis Raqqa herangerückt, soll das vielleicht generell der SAA überlassen werden?

      Immer wieder war die Taktik, eine Seite offen zu lassen, damit können die Kämpfer raus und die Kampfe schonen die Zivilbevölkerung.

      1. Gerade um den Abzug zu beschleunigen bräuchte es den Druck von der südlichen Euphrat-Seite; erst wenn der Einschluss wirklich droht, ziehen sie sich zurück, bevor das letzte Loch zu ist.

        Offiziell haben die AMis erklärt, dass ab jetzt ISIS nicht mehr verdrängt werden soll, sondern eingekesselt und vernichtet.

        War der Chief of Stuff, oder jedenfalls etwas sehr offizielles, hatte ich verlinkt vor einigen Tagen.

        Aber gut, was man erklärt ist das eine, wie man militärisch sinnvoll handelt das andere.
        Die Fluchtkorridore aus der Luft gut abzudecken, um zumindest das schwere gerät völlig zu zerlegen, ist sicher die Ressourcenschonendere Vorgehensweise bei der jeweiligen Schlacht.

        Die Frage ist aber trotzdem: geht die SDF jetzt weiter auf Raqqa vor, südlich des Euphrat, oder wird gewartet, bis die SAA dort ist, und überlässt es denen.

        Die Offensive im kürzlich eingenommenen Gebiet zwischen Palmyra und East Qulomoun scheint zu ende zu sein; vielleicht werden die Kräfte schon umgruppiert?
        Denn im Kampf um Raqqa und weiter um das südliche Euphrat-Ufer geht es auch um Geschwindigkeit, die Wüste kann da jetzt eher warten (außer der Kessel um Suweida, der noch geschlossen werden muss.

    1. Hatten wir schon vor einer Woche oder so.

      „Eingefallen“, kann man so sagen; andererseits sind das ein paar Hanseln, die nichts ernsthaftes ausrichten können.
      Und in den letzten Tagen kamen die Rückzugsmeldungen der Amis und Briten, erst mal für die Hälfte ihrer Spezialkräfte.

      Letztlich angesichts der Großwetterlage, die USA nicht in der Lage und der Präsident gar nicht willens, eine große Invasionstruppe aufzustellen, eher symbolisch.

      Es laufen wieder Kämpfe westlich von At Tanf, die „FSA“ versucht, die Bildung einer Tasche zu verhindern.
      Es gab Bilder mit zerstörten Fahrzeugen, sonst keine Meldungen mit Substanz, außer der Tatsache, dass die syrische Luftwaffe aktiv war.

      Gerade das lässt aber darauf schließen, dass da keine westlichen SK dabei sind, wäre reichlich blöde von ihnen.

    2. Mir erscheint nur interessant, dass bei Konfrontationen im Süden Syriens zwischen der SAA und den „Freunden Syriens“ angeblich immer die „Kleinen“ Nationen sind, die direkt die die SAA angreifen.
      War bei der Bombadierung von Deir-ez-Zor schon so, damals Belgien und die Niederlande wenn ich mich richtig erinnere.

  3. Liebes Parteibuch.

    Über die taktischen Finessen des Krieges in Syrien hinaus: Merkel sieht die USA nicht mehr als verlässlichen Partner! (Sputnik News)

    Trump hat mit seiner Verweigerung bei G7 zum Bekenntnis des Klimaterrors vor allem dem Vatikan einen Scheitel gezogen. Denn der Jesuitenpfaffe hat dem Präsidenten Trump doch das Klimaschutzprogramm allerwärmstens an das Herz befohlen?.

    Rockefeller und Breszinski sind tot, Kissinger, der Syrien balkanisieren wollte, keucht und pfeift noch, und Soros macht sich abseits der Realität fertig für den Sprung in die Jauchegrube: die apokalytischen Reiter der Erde hauchen also das Leben aus.

    Was kommt danach!

    1. Hallo Hans,

      ich bin zwar nicht PB aber zu Deiner Frage: Was kommt danach?

      Das selbe wie zu vor, die haben längst Neue, Junge an den Hebeln, die mögen nicht so gut sein aber zum weitermachen wird es reichen.

      Ziel ist immer noch maximales Chaos im Nahost und auf der Welt, Separation aller nicht zum Imperium Gehörender und Amerika first. Kleinhalten aller Abhängiger und Reorganisation der eigenen Moglichkeiten und natürlich Amerika first.

      Zu Merkel: Merkelsprech. (Lüge ist Wahrheit, Krieg ist Frieden …) Die Deutschen konnten sich nach WK II noch nie, nicht auf andere verlassen. 😦
      Sklaven oder besiegte Völker haben auch keine Partner, sondern Herren.
      Da nützt es auch nichts wenn man von den Sklaven der stärkste ist. Der Aufseher, das Brot und die Peitsche gehorcht den Gesetzen der Herren und alles was man besitzen könnte Geld, Arbeitskraft, Familie, Frau und Kinder, sogar das eigen Leben gehört ihm auch.
      Trump zeigt es Allen, die es sehen wollen deutlich, Amerika First!

      Merkelsprech vom Frieden und gut verstehen mit UK, USA und „manchmal“ auch RU, heißt auf gut deutsch:
      Jawohl, ich habe verstanden der Aufseher ist UK, die USA der Herr und mit Russland halte ich es so wie ihr es wollt, koste es was es wolle. Deutsche Geld, Blut, Leben, Arbeitskraft.

      Für einen Walther Rathenau der den Vertrag von Rapallo am 16. April 1922, einem Ostersonntag, im italienischen Rapallo zwischen dem Deutschen Reich und der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik (späteres Gründungsmitglied der Sowjetunion) geschlossen hat, halte ich Merkel auch nicht.

      Das wäre was: Deutschland rüste gemeinsam mit Russland zur Sicherung des Weltfriedens (gegen Amerika) auf und vereinbart dazu eine Umfassende wissenschaftlich-technische-wirtschaftliche Zusammenarbeit, mit der Meistbegünstigungsklausel mit Russland.

      Fröhlichen Montag
      PAule

  4. Afarin Mamosta‏ @Afarin_Mamosta 2 Std.Vor 2 Stunden
    Mehr
    SDF found a mass grave east of Tabqa airbase.

    ANHA agency claim its the mass grave of 270 SAA soldiers who were massacred by ISIS in 2014.

    Was behaupten die Terroristenfreunde so gerne und oft: Assads Armee kämpft gar nicht ernsthaft gegen ISIS, oder gar die sind Verbündete.
    Was für A……….

  5. Das schönste was man momentan hört und sieht ist, das „Das Merkel“ soll die EU Bürger auf „Gemeinschaft“ drimmen. sprich EU Armee , sprich christl. Osten-Kreuzzug

    ! Das Murks-Merkel !
    _ die unsympathischste Gestalt in der EU _ vor Schäuble _ soll genau das umsetzen.. Diese Lenker sind arm dran bzw von Hilfsschülern beraten. Unglaublich alles. Kein Plan B kein Plan A.

    Durchgeknallte größenwahnsinnige lernresistente Analphabethen an den Schaltern der Macht. Das kann nicht gut ausgehen für unsere Kinder.

    zum Thema Syrien
    Die „grossen weißen Krieger“ sollen sich angeblich aus Al Tanf ( Süd Syrien ) zurückziehen. Geht mit Gott, aber geht.

  6. Ich habe bei southfront.org gerade ein nur 34 sec langes Merkelzitat gehört. In etwa: Europäer müssen ihr Schicksal selber in die Hand nehmen, dabei aber gute Beziehungen zu USA, UK und wo immer das möglich ist auch zu Russland unterhalten. Das mit den guten Beziehungen zu Russland wurde weder in der 20:00 Tagesschau noch in den 19:00 ZDF-nachrichten erwähnt.

  7. SANA hat Aufnahmen, die zeigen, wie echte luftunterstützte Terrorbekämpfung von McCain und Konsortens imperialistischen scheinreligiös-faschistischen „ISIS“-Spielzeugen aussieht, also genau das, was „USIS“ nicht macht:

    http://sana.sy/en/?p=107050

  8. In jeder Beziehung massenverelendet scheinreligiös-kriminelle Menschenhasser im Dienste des Imperialismus, also Faschisten, mit ihren Fahnen: Fahne der auf Washingtons Anweisung vom scheinreligiös-faschistischen Saudi-Regime geschaffenen „ISIS“ und Fahne der französischen Kolonialdiktatur von 1932, seit 2011 US/EU-gestützte Fake-„Rebellen“. Unterschied? Keiner.

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