Syrischer Armee gelingt rapider Fortschritt in der Provinz Homs

SANA berichtete am gestrigen Donnerstag, dass die syrische Armee östlich der Stadt Qaryatayn die Gegend Bardeh vollständig eingenommen hat, den östlich von al-Bardeh gelegenen Berg Zaqaqiyeh Khalil auch und weiterhin Feuerkontrolle über den südlich von Bardeh gelegenen Ort Busairi erlangt hat. Das scheint aber längst noch nicht alles zu sein, was der syrischen Armee gestern im Osten der Provinz Homs im Kampf gegen die Terrorgruppe ISIS gelungen ist.

Busairi ist ein Ort, der an einer wichtigen Straßenkreuzung liegt. Später im Laufe des Tages sind die in Busairi noch verbliebenen Terroristen von dort geflüchtet und die Armee und ihre Partner haben ihnen nachgesetzt.

Die Straße von Busairi nach Osten Richtung Palmyra hat die Armee komplett unter Kontrolle gebracht als sich die aus Ost und West vorrückenden Armeeeinheiten bei der Phosphatmine Khnaifis vereinigt hatten. Damit konnte gestern auch die direkte Straßenverbindung von Damaskus nach Palmyra erstmals seit Jahren wieder in Betrieb genommen werden, womit Umwege über Qaryatayn oder Homs entfallen.

Doch auch das war gestern noch nicht alles in der Gegend. Von Busairi aus ist die Armee wohl auch gleich noch 50 Kilometer weiter nach Süden vorgestoßen, bis zur Kreuzung mit der Straße von Damaskus über den von den USA und ihren Proxy-Kräften besetzten Grenzübergang Tanf in den Irak.

Damit übt die syrische Armee nun Dominanz im weitläufigen, bisher von US-Proxy-Kräften für sich reklamierten Grenzgebiet zu Jordanien und zum Irak aus. Und als Nebeneffekt dieses Vorstoßes hat die Armee damit, wie auf obriger Karte zu sehen ist, auch gleich sämtliche sogenannten moderaten Terroristen nordöstlich von Damaskus eingekesselt.

Von der Größe des Gebietes her hat die Armee der Terrorgruppe ISIS in der Gegend binnen drei Tagen insgesamt rund 2700 Quadratkilometer abgenommen.

Natürlich sollten solche riesigen Geländegewinne in einer weitgehend menschenleeren wüstenartigen Gegend nicht überbewertet werden. So schnell wie man da 50 Kilometer vorwärts kommen kann, kann es auch wieder rückwärts gehen. Aber der gestrige Fortschritt der Armee im Osten der Provinz Homs könnte dafür sorgen, dass der Absicht der anti-syrischen Kriegskoalition, einen Sperrgürtel zwischen Syrien und Irak zu errichten, ein Riegel vorgeschoben wurde. Reuters zitiert angesichts des Vorrückens der Armee etwa einen jammernden Kommandeur der in Tanf stationierten US-Proxykräfte, dass die Offensive der Armee die syrische Hauptstadt Damaskus im Osten weiträumig absichert und ihre Absicht durchkreuzt, die ostsyrische Provinzhauptstadt Deir Ezzor einzunehmen.

Und ohne dass sie Deir Ezzor haben wird das eben nichts mit einem Sperrgürtel der Kriegstreiber zwischen Syrien und Irak.

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22 Gedanken zu “Syrischer Armee gelingt rapider Fortschritt in der Provinz Homs

  1. https://www.jungewelt.de/artikel/311312.kontrollierte-destabilisierung.html

    Karin Leukefeld schreibt über die Al-Tanf Ereignisse. In einem Punkt bin ich verwundert: Diese Strecke ist in den letzten 2 Jahren wohl kaum als Nachschubweg genutzt worden für irakisch/iranische Einheiten in Syrien?! Sie würde den Nachschub aber sicherlich erleichtern und Handel wieder ermöglichen.
    Doch zu Al-Tanf ist es in den Nachrichten sehr ruhig geworden. Die Strecke ist vermutlich noch immer in der Hand von jordanischen Proxys und NATO-Spezialkräften.

  2. Der Ezzor muss das nächste Ziel sein. Der IS wird Sich dem abgetrennten Flughafen mit Tunneln und Selbstmordattentätern nähern. Ewig geht das. Ich gut und ein Entsatz scheint auch nicht zu klappen. Wenn von Palmyra weiter vorgegangen wird geht es jetzt möglicherweise schneller als bisher und so könnte zumindest Entlastung verschafft werden. Kann das PB bitte etwas zur Lage in Der Ezzor melden? Zwischenzeitlich sah es ja mal ganz gut aus…

    1. Reisender
      Doch zu Al-Tanf ist es in den Nachrichten sehr ruhig geworden.

      Da gestern durch den Zusammenbruch vom ISIS im Raum südwestlich von Palmyra die Allianz sehr zügig voran geschritten ist und die Gegend praktisch Wüste ist, ist die aktuelle Situation sehr unübersichtlich. Die vielen Karten die es gab zeigen alle etwas anderes.
      Was feststeht: die Truppen von Palmyra haben die Truppen von der Tanf-Front erreicht, damit stehen nördlich von Tanf starke Allianz-Kräfte. Dazu gab es Meldungen, die man unser äußerste Vorsicht betrachten muss: Danach sollen die SAA nach Einnahme der Phosphat-Mine ziemlich schnell parallel und westlich der Autobahn nach Bagdad nach Süden in Richtung Irakische Grenze voran gekommen sein soll. Es gab sogar Karten, wo die Grenze schon auf Höhe Tanf und damit südlicher als die Truppen auf der Autobahn sein sollen.
      Einfach mal abwarten.

    2. Reinhard
      Der Ezzor muss das nächste Ziel sein.

      Das war wohl die beste Fake-News, die die SAA verbreitet hat. Während IS jetzt östlich von Palmyra wartet, ist der deren Verteidigung westlich von Palmyra und Ostaleppo zusammengebrochen.

  3. Hallo Lutz,

    ich glaube nicht dass es FakeNews waren. Der IS hatte keine andere Wahl als sich zurückzuziehen. Sie taten es bestimmt nicht um Der Ezzor gegen anstürmende SAA Einheiten zu verteidigen. Fakt ist, es konzentriert sich jetzt alles an IS Einheiten um Der Ezzor – das macht mir halt Sorge, vor allem wenn man bedenkt, wie eng der Schlauch um den Flughafen zu sein scheint. Der etwas größere Kesselteil wird sich schon halten können – zumindest sehe ich das so. Hoffen wir, dass es auch da bald bessere Nachrichten gibt. Ein Zusammenschluss der beiden SAA Kessel wäre schon mal beruhigend.

    1. Man muss sich einmal ansehen, was gerade passiert ist. Die SAA hat an einem Tag ein riesiges Gebiet erobert. Dabei auch Gebiete, die sicher nicht einfach waren. An der Straße von Palmyra nach Damaskus hat sich die SAA lange die Zähne ausgebissen. Noch früh kamen in Internet die Fragen, wie gelingt es den Bergdurchbruch der Eisenbahn nach Palmyra zu holen, dann war es kein Problem.
      Ein sicheres Zeihen, das ISIS nicht mehr das ganze Reich schützen kann. Auch zwischen Aleppo und Tabqa ist der Widerstand nicht mehr groß, wie zum Beispiel in Nordaleppo. Für mich ein Zeichen, das die Kraft des ISIS stark nachgelassen hat.
      Deier Azzor hat wohl die Aufgabe viele Kämpfer zu binden und selbst wenn es jetzt in die Hände von ISIS gelangen würde (was ich definitiv nicht glaube), außer das ISIS ein Massaker anrichten würde, welche militärische Folgen hätte es den?

      Über die US-Proxys mache ich mir keinen Kopf. Was will Trump mit einer Kolonie in der syrischen Wüste, wenn man Aktionen entweder von Jordanien oder Israel starten kann. Das wären unnötige Kosten.

      Die Probleme, die SAA jetzt hat, ist wohl, das man die eroberten Gebiete schlecht schützen kann. Es würde deshalb Sinn machen, parallel zu den Irakischen Kräften zum Euphrat zu marschieren.

      Höchste militärische Notwendigkeit hätte mich das Gebiet östlich von Homs, nur müsste dann die SAA riesige Truppen über 200km transportieren?

      Schauen wir doch, womit die SAA uns am Sonntag überrascht.

      1. Die Karte steht auf dem Kopf. (der Euphrat ist links oben, die US-Flacke Tanf) die SAA dürfte wohl etwas zu gut weggekommen sein, also ist die aktuelle Situation nicht ernst zu nehmen, sie verdeutlicht aber gut, was die SAA vorhaben könnte (Pfeile)

  4. Deir Ez-zor wird vermutlich auch noch eine Weile die perfekte Ablenkung der SAA sein, wenn es darum geht dem Feind falsche Signale zu kredenzen.
    Im Norden und Süden der Wüste gibt es für jedermann ersichtlich, riesige angedeutete Taschen, deren Schließung und Neutralisierung erhebliche Frontverkürzungen und damit weitere freie Truppen bedeuten würden. Ferner lockt die Einnahme der Damaskus-Bagdad-Road. Es gibt derzeit also wichtigeres als Deir Ez-zor, denn jede noch so erfolgreich verlaufende Offensive bedingt immer auch, dass die Befehlshaber plötzliche und günstig auftauchende Veränderungen gnadenlos zum Nachteil des Feindes ausnutzen. Und genau das tut die SAA aktuell sehr anschaulich. Denn Deir-Ez-Zor wird von Elite-Truppen der RG seit drei Jahren gehalten und genau dieser Aspekt gibt der SAA derzeit den temporären Raum, die sich konkret bietenden Vorteile auf dem Feld beliebig zu realisieren. Innerhalb von ein paar Tagen hat die SAA inkl. den Geländegewinnen der Tigers fast 3500 Quadratkilometer an Gebiet gewonnen und die Offensiven laufen derzeit ja noch weiter…
    Es scheint also, als würden wir uns gerade in einer lokalen, militärischen Erntezeit befinden 🙂

  5. Deutschlands heißgeliebte Blöd-Zeitung berichtet gar nichts über diese fantastischen Vorgänge.

    Ab wann ist Syrien denn ein sicheres Herkunftsland , ähnlich wie Afghanistan, wo auch Dreiviertel des Landes in Regierungshand sind?

    Vor allem zählt die allwissende westliche Presse ja die moderaten Kopfabschneider zu den „demokratischen Kräften“.

    Kann dann von Asylsuchenden aus Syrien bald keine Rede mehr sein?

    Wenn die Bundesregierung Terroristen unterstützen möchte, sollte sie das in den Räumlichkeiten tun, wo deutsches und internationales Recht gebrochen wurde, nämlich im Bundestag.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Großteil der nicht vom Staat alimentierten deutschen Bevölkerung mit den islamistischen Terrorbanden und ihren Familienangehörigen zusammenleben möchte.

    Terror darf nicht zur Selbstverständlichkeit erklärt werden, mit der man Leben müsse und Deutschland darf nicht zur neuen Heimat von Kriminellen und Kriegsverbrechern erklärt werden, wie das die Bundesregierung momentan versucht.

  6. das sind ja gute Nachrichten.
    Gibt es jetzt einen Wettlauf nach Deir Ezzour?
    ich denke es ist für die SAA leichter, südlich an Palmyra vorbei
    nach Deir Ezzour zu gelangen, der direkte Weg von Palmyra über Sukhnah
    scheint doch sehr stark verteidigt zu werden.
    Nach der zweiten Befreiung von Palmyra gab es einen
    Bericht von Lizzy Phelam, auch hier im Parteibuch verlinkt.
    Darin beschreibt sie, wie schwer es war, die Hügel um Palmyra einzunehmen. Es ging nur in Kämpfen Mann gegen Mann “ Hand in Hand “ Viele IS Kämpfer hatten sich mit schweren Waffen eingegraben und waren nur durch genaue
    Treffer aus der Luft zu vertreiben. Wenn es da immer noch so ist, dann kann es nur sehr langsam vorangehen.
    Daher wäre es für die SAA besser von Südwesten, also von der
    Strasse Bagdad/ Damaskus nach Deir Ezzour vorzugehen, wie die Proxies es gemacht haben oder machen wollen.

  7. Diese Vielzahl der Karten ist verwirrend. Auf einigen gibt es einen roten Ausläufer Richtung Tanf, auf anderen nicht. Auf manchen Karten steht Grün kurz vor dem Euphrat. Wie ich schon vor einigen Tagen befürchtete, ist die Teilung Syriens noch nicht vom Tisch. Auch wenn die SAA und Verbündete große Geländegewinne machen, der Weg bis Deir Ezzor ist noch weit. Weiter als für Kurden und US-Rebellen. Was passiert, wenn Grün oder Gelb den Riegel dicht machen? Grün den Fluss bei Bucamal überquert und Richtung Norden schwenkt? Oder sehe ich zu schwarz und der rote Auswuchs nach Tanf ist Realität und damit ein Unterbinden der grünen Expansion nach Osten in greifbarer Nähe ?

    1. Andreas

      Du siehst zu schwarz – oder zu grün, wie man es nimmt. Das Land zwischen Tanf und Bukamal ist zwar auf den meisten Karten grün eingezeichnet, ist aber de facto Wüste, da ist so gut wie nichts und niemand. Grün sind ein paar Hundert von den USA ausgebildete und unterstützte Hanseln, die für sich reklamieren, von Tanf aus Zigtausende Quadratkilometer Land zu beherrschen.

      Wenn die bei Bukamal den Euphrat überqueren wollen, müssten sie zuerst mal in Bukamal gegen ISIS gewinnen. Schon das ist sehr unwahrscheinlich, denn könnten sie das, hätten sie das längst getan. Aber mal angenommen, es gelänge, dann hätten die paar grünen Hanseln da von Jordanien bis über den Euphrat eine rund 300 Kilometer lange Nachschublinie durch die Wüste zu halten. Dazu sind diese Kräfte viel zu schwach.

      Andersherum würde aber ein Schuh draus: wenn die syrische Armee östlich von Tanf zur irakischen Grenze geht, und von da aus weiter nach Deir Ezzor, dann könnte sie den Sack zumachen. Die Armee hätte dann zwar auch eine lange Nachschublinie, aber die Armee hat die Kapazität, um so etwas zu bewerkstelligen. Und obendrein hat die Armee im Unterschied zu den grünen Hanseln da auf der anderen Seite der Grenze im Irak die Unterstützung der dort herrschenden PMU-Kräfte.

      Siehe auch:

      https://southfront.org/iraqi-government-confirms-cooperation-with-syria-iran-and-russia-to-secure-syrian-iraqi-border-video/

      1. „Die Teilung Syriens ist noch nicht vom Tisch“ Nein ist sie leider gar nicht. Im Gegenteil. Vor ein paar Wochen war auf Debka File eine Meldung von Truppen Stationierung in Jordanien durch US truppen zu lesen. Es gibt Gerüchte das diese auf ein Israelisches ok warten und dann mit IL gemeinsam einen Frontalangriff gegen Damaskus aus dem Süden fahren. Aus der derselben Meldungslage kam auch, dass die SAA deswegen Truppen gen Süden verlegt hat. Kurz danach kamen die „Sicherheitszonen“ der Russen.

        Ich weiß nicht genau was ich davon halten soll da Debka das einzige Portal war das von der Stationierung sprach. Allerdings gibt es aktuelle Bilder eines US Frachters der hauptsächlich im Dienste des Pentagon fährt wie er in Jordanien angelandet hatte. [1]

        Da die Sicherheitszonen eine Forderung der Amis waren kam es mir so vor das Russland dem aus Schutz vor Invasion nachkam.
        Auch der IL Air Raid konnte man als Warnung verstehen.

        Es hat den Anschein das die Nato um jeden Preis eine Rückeroberung und Konsolidierung Syriens verhindern will. Das Treiben der Kurden gen Raqqa und Nötigung der Staudamm Eroberung deutet ebenfalls darauf hin. Die Kurden sind aufgrund der Spannungen zw Türkei und US und besonders Türkei und KRG aber mom nicht wirklich willens. Was für die SAA nur von Vorteil sein kann.
        Zur Zeit scheint Russland Die Türken an der kurzen Leine zu haben. So das die Kurden ruhig sind und die USA ihre „vermeintliche“ Kolonie ausbauen kann.

        Die SAA nutzt die Zeit den restlichen Teil des Landes zu konsolidieren.

        Ich kann mir gut vorstellen das es in Zukunft so aussieht:
        Deir ez-Zor wurde schon seit Drei Jahren gehalten und wird wahrscheinlich noch ein wenig weiter Standhalten. Es dient als Amboss für die IS und als Ablenkung für die US Strategen, die den Kessel um jeden Preis fallen sehen wollen. Es werdenm also erkleckerliche Ressourcen bereitgestellt dafür.
        In der zwischenzeit wird des Rest des Landes befriedet. Alles was will darf in die „Sicherheitszonen“ unter RUS Protektorat. Dort hat man sie unter Kontrolle und kann sie notfalls dezimieren. Ab einem gewissen Punkt wird dann Erdogan wieder von der Leine gelassen und Darf weiter Druck auf Rojava machen. Die Kurden jammern dann „Amis schützt und oder wir gehen.“
        Die USA haben hier die Wahl zwischen Pest oder Cholera: Den Türken Paroli bieten und damit einen Nato austritt immer wahrscheinlicher machen. Oder riskieren das die Kurden sich zurückziehen und der Ami entblöß der SAA gegenübersteht. Beides ein geopolitisches Debakel.

        Die Russen treiben die USA immer mehr in die Enge. Bis diese nicht mehr in der Lage sind weitere Winkelzüge zu moachen ohne offen zu sagen „Wir greifen Syrien jetzt militärisch an um einen Regiemwechsel zu erzwingen.“

        Die einzige Möglichkeit die ich hier für die USA sehe Gesichtswahrend aus der Sache raus zukommen ist, das die USA Syrien vollständig und nachhaltig aufgibt und ihre Truppen vollständig zurückzieht. Das wiederum würde IL gar nicht gefallen

        Was ich mir auch vorstellen kann ist das Russland irgendwann die Taschen auflöst und damit die Türken und Europa unter Druck setzt. Quasi die Kette mit der man die Türken unter Kontrolle hält.

        Es bliebt abzuwarten wie sich die Situation bis Ende es Jahres entwickelt. Meine Vermutung ist das spätestens(!) mit dem ersten Ernsthaften Entsatzung Versuch auf Deir ez-Zor. die Gegenseite reagieren wird. Und zwar massiv. Kaliningrad, IL macht ernst oder Die USA gehen offen gegen die SAA aus Richtung Süden vor.

        Bemerkenswert in dem Zusammenhang war eine Umfrage in Deutschland[2]…wie groß die Unterstützung für den Nato V-Fall wäre wenn Russland…moment…““Gesetzt den Fall, dass Russland in einen ernsthaften Konflikt mit einem seiner Nachbarländer gerät, das unser Nato-Verbündeter ist, sollte Ihrer Meinung nach unser Land militärische Mittel einsetzen, um dieses Land zu verteidigen oder sollte es davon absehen?“

        Man beachte die Formulierung. Von „Russland wird von einem Nato Land angegriffen“ über „Gleinitz False Falg“ bis zu „Russland greift an“ kann man alles aus dieser Formulierung fischen.

        Quelle:
        [1]http://globalpublicsquare.blogs.cnn.com/2013/07/12/what-have-u-s-troops-been-doing-in-jordan/
        Primärquellen sind mittlerweile ungültig…leider.
        https://www.defense.gov/News/NewsArticle.aspx?ID=120255

        [2]https://www.heise.de/tp/features/Nato-Buendnisfall-Wenig-Unterstuetzung-in-der-deutschen-Bevoelkerung-3725586.html

        Die Debka Meldung finde ich zur Zeit leider nicht wieder.

      2. Sheeple

        Debka ist eine Mossad-Plattform für Desinformationen, die so blöd sind, dass der Mossad sie nicht in den zionistischen Massenmedien lanciert. Was Debka schreibt, kann man getrost vergessen.

  8. Btw 🙂
    ( … sorry gehört zwar nicht hierher ist aber doch erwähnenswert!)

    Ich denke auch auf den Philippinen haben sich die Terroristen und mögliche Unterstützer schwer übernommen!

    „Nach US-Sanktionen: Philippinen beschließen Zusammenarbeit mit Russland gegen „Islamischen Staat““

    https://deutsch.rt.com/asien/51295-nach-us-sanktionen-philippinen-beschliessen/

    Insgesamt setzten Moskau und Manila ihre Unterschrift unter elf Dokumente. Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte in Anwesenheit seines philippinischen Amtskollegen Alan Peter Cayetano:

    „Dokumente umfassen ein Verteidigungskooperationsabkommen sowie Absichtserklärungen in den Bereichen Kernenergie, Handel, Investition, Industrie, Transport, Kultur und Kunst. Außerdem wurde ein Aktionsprogramm zur Kooperation im Tourismus und ein Plan zur Konsultation zwischen den Außenministerien beschlossen.“

  9. „Vor ein paar Wochen war auf Debka File eine Meldung von Truppen Stationierung in Jordanien durch US truppen zu lesen. Es gibt Gerüchte das diese auf ein Israelisches ok warten und dann mit IL gemeinsam einen Frontalangriff gegen Damaskus aus dem Süden fahren. Aus der derselben Meldungslage kam auch, dass die SAA deswegen Truppen gen Süden verlegt hat. “

    Es sind US-Truppen in Jordanien, zweifellos; es sind ja sogar ziemlich gesichert welche in Süd-Syrien selber (wobei gestern die Meldung kam, dass die Hälfte davon aus At Tanf abgezogen wurde).

    Aber von wie vielen Truppen reden wir hier denn?

    Die Amis und Israelis werden keinen offenen Krieg führen, den sie verlieren könnten.
    Auch der größte Kriegstreiber würde erst einen großen Truppenaufmarsch veranstalten, bevor er sich auf so eine Aktion einließe, und davon kann nun nicht ansatzweise die Rede sein.

    Selbst wenn man alle „Rebellen“ als Fußtruppen dazuzählte (was riskant ist), braucht es erhebliche Mittel, um einen sicheren Erfolg gegen Syrische Regierungstruppen, Schiitische Milizen diverser Länder, Russen und Iraner zu erzielen; falls dies überhaupt möglich wäre, was stark zu bezweifeln ist.

    Außerdem wäre das ziemlich das Gegenteil der Trump-Doktrin, wie sie bisher verbreitet würde.
    Im Kongress dürfte es ohnehin schwierig werden, die haben ja nicht mal den Bomben auf Syrien zugestimmt 2013 (Obama wurde als Weichei bezeichnet, weil er sich an das Gesetz hielt, den Kongress zu befragen).

  10. Nicht nur am Beispiel Philippinen sondern u.a. auch an der stärker werdenden Kooperation der RF mit Serbien (und vielen Punkten mehr wie auch der aktuellen „Zusammenarbeit“ von Trump/den US-Patrioten mit den NATO-/EU-/G7-Vasallen – ich gebe zu, ich hatte ihn unterschätzt) läßt sich ablesen, daß die unipolare Weltordnung in immer kleinere Trümmer zerfällt: Geschichte im Zeitraffer.

    Wegen Syrien brauchen wir uns daher m. E. keine großen Sorgen mehr zu machen. Nur Mittel-/Westeuropa sehe ich derzeit auf verlorenem Posten.

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