Syrische Armee stößt in Maskanah-Ebene vor

Der syrischen Armee und ihren Partner ist es im Kampf gegen die Terrorgruppe ISIS am heutigen Mittwoch gelungen, östlich der Metropole Aleppo zwei weitere Dörfer südlich des erst kürzlich wieder unter Kontrolle gebrachten Luftwaffenstützpunktes Jirah die Dörfer Durobiya Kabir und Jirah Kabir einzunehmen.

Auf einer Karte stellt sich dieser Fortschritt wie folgt dar:

Wie Al Masdar News dazu zutreffend anmerkt, ist die syrische Armee damit erstmals seit fast fünf Jahren wieder in der Ebene von Maskanah präsent. Es geht also im Kampf gegen den Terror am nordsyrischen Euphrat weiter voran.

Nachtrag 22:00h: Zwischenzeitlich wird gemeldet, dass die syrische Armee auf dem Weg Richtung Maskanah heute mehr als ein halbes Dutzend Dörfer eingenommen hat. Emmanuel hat einige der heute eingenommenen Dörfer auf einer Karte eingezeichnet:

Khirbet Hussun unten halblinks auf der Karte hat die syrische Armee Al Masdar News zufolge auch schon. Nach anfänglich sehr schweren Kämpfen scheint es in dem eher dünn besiedelten Gebiet gerade wirklich sehr zügig voranzugehen. Anders ausgedrückt: die Front von ISIS ist da völlig zusammengebrochen.

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55 Gedanken zu “Syrische Armee stößt in Maskanah-Ebene vor

  1. „zwei weitere Dörfer“

    Von wegen; das waren heute 10 Orte und zwei Quarrys; bisher gemeldet. ;–)

    Gestern sollen alle Truppenteile für den Angriff angekommen sein, und heute geht es so richtig los; dann dürfte Maskanah bald erreicht sein.

    An der Palmyra-Front soll es auch vorwärts gehen

    „M Green‏
    @MmaGreen

    Syrian Army advancing against Daesh (ISIS) terrorists in Arak Gas Fields, Northeast Palmyra Countryside today (17/05/2017)

    Und sowohl von Regierungsseite als auch von den „Rebellen“ kommen Duftmarken aus dem Gebiet nördlich von Attanf.

    Und
    #FSA commander: International Coalition also coordinating with #SDF to blockade #DeirEzZor & prevent regime from advancing towards the city

    Vielleicht der „Commander“, der erst kürzlich von ISIS übergelaufen ist?
    #moderate Rebellen

    1. Die kämpfen sogar schon bei T3

      Intense clashes continue near Tadmor silos and Talilah crossroad as Syrian Arab Army tries to advance towards Arak & T3 in eastern Homs
      https://t.co/lJ0FBuyleg

      Das zeigt die wollen die Amis und ihre SDF Jünger blockieren.
      Mal sehen wie es weiter geht
      Sieht aber gut aus

      Zaza sind die Iraner und die Hisbolah und halten die Stellung
      oben bei Arak & T3 das 5te Korp und das Battalion Turan
      ——————————————————————
      frage mich die ganze Zeit warum die Russen immer wieder erwähnen, dass das Battalion Turan keine RU Einheiten sind 😉

      1. …und bekommen prompt von der FSA Luftwaffe im Süd Osten eines auf die Mütze. Natürlich versehentlich. Die Botschaft ist klar, kein Schritt mehr zum Irak Korridor.

      2. @triangolum

        abwarten, noch ist dort nix entschieden. und 100% gut für die Wahl.

        der Angriff

        die Antwort

        Denke mal nach warum die Russen die Tuarn Truppe nicht als russ. deklariert. Das haben die nicht zufällig so gemacht ( die sind paar km entfernt vom Angriff )

        Übrigens die Amis Spezialeinheiten sollen psych.am Ende sein, melden die Russen.
        „Der Chef der Hauptverwaltung der Spezialeinheiten des Ministeriums für Verteidigung der USA Raymond Thomas sagte, dass das US-Militär psychisch erschöpft sind, in der Folge erhöhte Selbstmordraten“

        https://news.rambler.ru/video/36905194-v-minoborony-ssha-rasskazali-o-samoubiystvah-i-izmotannosti-spetsnazovtsev/
        https://ria.ru/analytics/20170518/1494534329.html

        PS
        Kennen wir ja schon aus den JU bzw Kosovo Krieg.
        Aber diesmal haben sich die Russen festgebissen und wollen keinen schmutzigen Deal

  2. Frank, andreas

    Danke für die Hinweise, habe zu diesem rasanten Fortschritt der Armee gerade einen Nachtrag im Artikel gemacht.

  3. Ich will nicht wieder schlechte Stimmung verbreiten, aber gestern hat SAA in Ost Aleppo 20 Kämpfer verloren. Hälfte davon waren Tiger und ein Komadant.
    https://pbs.twimg.com/media/DACJUfqXUAAr4Ng.jpg:small
    Kurden bilden weiter neue Soldaten aus. Ziel ist bis Ende des Jahres 100 000 Soldaten unter Waffen zu haben. Damit werden Sie unangreifbar.
    https://m.facebook.com/groups/1776338169362434?view=permalink&id=1791947887801462
    Angeblich Proteste gegen Regierung in Ost Aleppo.

    1. Die Kurden werden zum Ende des Bürgerkriegs eine weitreichende Autonomie bekommen und vermutlich das Nutzungsrecht für einen syrischen Hafen. Dafür werden sie auf eine komplette Abspaltung verzichten.

      1. Haben denn die Bayern oder die Hessen ein Nutzungsrecht für einen deutschen Hafen? Werden die Kurden keine Steuern zahlen und brauchen einen eigenen Hafen um Waren steuerfrei impörtieren oder exportieren zu können? Gibt es Produkte, welche vermutlich in den zukünftigen kurdischen autonomen Gebieten legal sind und im restlichen Syrien illegal? Werden die Kurden Güter importieren können, falls sie versprechen sie nicht an das restliche Syrien weiter zu verkaufen? Die Kurden werden sich nicht abspalten, da sie am folgenden Tag sonst von der türkischen Armee überrollt werden würden.

    2. Der Kommandeur der Leoparden; das gab es schon öfter, dass hochrangige/wichtige Offiziere an der Front getötet wurden.
      Gibt Argumente dafür und dagegen, dass die ganz vorn dabei sind.

      ISIS ist noch lange nicht komplett erledigt und bleibt ein sehr gefährlicher Gegner; nicht im großen ganzen, da sind die strategischen Möglichkeiten begrenzt und das Ende wird kommen, aber lokal in jeder Schlacht.

      Wie viele Kurden gibt es in Syrien?
      Das wäre schon eine stattliche Quote. Ein stehendes Heer kann das natürlich nicht werden, aber noch mal wollen sie sich nict überrennen lassen von einer Terrormiliz, verständlich, sie waren ja fast erledigt außer in Afrin.

    3. @Zgvaca: Was Du schreibst ist einfach die andere Seite der Münze. So lange die Kämpfer von ISIS noch Munition und Sprengstoff haben wird es ein ewiger Blutzoll sein, welcher ihre Vernichtung kostet. Natürlich könnte man die Verluste auf eigener Seite verringern, falls man wie im Korea-Krieg von US-amerikanischer Seite lieber hunderte von Zivilisten tötet und jegliche Infrastruktur zerstört als das Risiko eingeht, selbst Soldaten zu verlieren. Die SAA möchte aber die Menschen befreien und nicht die Fläche. Daher kann sie nicht vorgehen ohne ihre eigene Soldaten in Gefahr zu bringen. Auch kann ganz Syrien nicht eingenommen werden mit jeweils monatelang eintrainierten Kommandounternehmen.
      Daher muss auch immer verständlich sein, falls man lieber den schon eingekesselten Feind abziehen lässt als ihn in einer Stadt zu vernichten. Denn in urbarer Umgebung bei Anwesenheit von menschlichen Schutzschildern schickt man zwangsläufig auch immer eigene Soldaten in den Tot.

  4. Medial findet der Syrienkrieg in den MSM keinen Niederschlag mehr. Stattdessen gefühlte 1000 Anti-Trump-Artikel pro Tag.

    Das zeigt sehr schön, wie sehr die Strippenzieher dieser Verzweiflungskampagne die friedliche Annäherung Trumps an Russland hassen und den Frieden mehr fürchten als den Tod.

    1. Die meisten von deren Anhängern gehören zum opportunistischen Kleinbürgertum. Angehörige des antifaschistischen Widerstandes berichteten, wie die damals zu den Nazis gingen, weil sie dachten „Hitler gewinnt“ und die nächste Generation wollte nach 1989 von Frieden und sozialem Fortschritt nichts mehr wissen, weil sie dachten „Amerika gewinnt“. Das Vokabular auf neoliberal getrimmt, wurde fortan von „Job Consult“ und „Win-Win-Situation“ gefaselt. „Ich gehe dahin, wo die meisten hingehen“, ist noch das Ehrlichste, was an Aussagen zur politischer Haltung aus denen herauszubekommen ist. Wenn klar wird, mit Washington bei den Verlierern zu sein, ist das Fähnchen schon wieder nach dem Wind gehängt.

      1. @ clearly
        Die opportunistischen Kleinbürger von heute wollen keinen Krieg, es sei denn, er ist weit genug weg. Die Vorbereitungen laufen heimlich, kein Politiker
        würde zugeben, einen Krieg gegen Russland vorzubereiten oder Terroristen zu unterstützen.
        Trump hat eine besondere Begabung, die Kriegstreiber aus der Reserve zu locken, sie zeigen sich jetzt mehr und mehr.

      2. „Die opportunistischen Kleinbürger von heute wollen keinen Krieg, es sei denn, er ist weit genug weg. Die Vorbereitungen laufen heimlich, kein Politiker
        würde zugeben, einen Krieg gegen Russland vorzubereiten oder Terroristen zu unterstützen. Trump hat eine besondere Begabung, die Kriegstreiber aus der Reserve zu locken, sie zeigen sich jetzt mehr und mehr.“

        Zu, heutige opportunistischen Kleinbürger wollen Krieg nur weit weg: Das wollten die auch damals; hatte Großkapitals faschistischer Verbrecher Göring ihnen ja versprochen, „…ich will Meier heißen, wenn auf Deutschland auch nur eine Bombe fällt“. Zu, Politiker würden nie zugeben: Zum offenen Stiefelfaschismus greift das Großkapital nur, wenn vor dem Krieg eine internationalistisch gut organisiert, wirksam die Friedensinteressen der Völker verteidigende Arbeiterbewegung zerschlagen werden muss. In Zeiten wie diesen genügt ein wie auch immer getarnt rechtsextremistisches bürgerliches Regime und Abschaffung der Grundrechte durch Ausnahmezustand im Namen der Sicherheit, zur „Vorsorge“. Zu, Trump lockt Kriegstreiber aus der Reserve: Hat „Nichtkriegstreiber“ Trump deshalb heute wieder die Syrische Arabische Armee bombardieren lassen?

    2. gefühlte 1000 Anti Trump Artikel pro Tag.
      würde man alle zusammenzählen, stimmt die Zahl wahrscheinlich sogar. Und alle schweren Vorwürfe haben irgendwie mit Rußland zu tun.
      Ich habe heute morgen die Presseschau im Deutschlandradio gehört.
      Eine international gleichgeschaltete Presse gegen Trump, weil er Verständigung mit Rußland will, weil er Informationen über Terrororganisationen, wahrscheinlich den IS, an Lawrow weitergegeben hat.
      Weil seine Leute im Wahlkampf Kontakt mit Russen hatten und weil er sich für diese seine treuen Leute einsetzt. Was an all dem ist eigentlich so schlimm??
      Sie fürchten die Verständigung mit Rußland mehr als die Taten der Terroristen, sie wollen die Verständigung nicht.
      Das Ganze kann nur bedeuten, dass die Kriegsvorbereitungen gegen Rußland schon sehr weit gediehen sind, viel weiter, als wir gedacht hatten.
      Und Trump ist diesen Leuten einfach nur im Weg, weil er da nicht mitspielt, weil er keinen Krieg will. Aber ihm wird unterstellt, er sei unberechenbar und könne
      einfach aus einer Laune heraus den Atombombeneinsatz befehlen.

      Wer steckt dahinter , wer bereitet da einen Krieg gegen Rußland vor. ??

  5. Den Friedenspreis haben sie zu Unrecht, weil sie Kriegssöldner des Imperialismus sind und den Oscar haben sie zu Unrecht, weil ihre vorgetäuschten Rettungsaktionen nicht einmal gut gespielt waren. Daraa/Syrien, Mai 2017, öffentlicher Mord vor laufender Kamera und „White Helmets“ bei der Arbeit:

  6. Was ist da los, gerade lese ich (beim Fokus) daß die USA syrische Regierungseinheiten im Süden des Landes aus der Luft angegriffen haben.
    Klar möchte man wohl den „Durchbruch“ zur irakischen Grenze stoppen, aber bei der angespannten Lage müsste man doch mit Gegenwehr (von Russland) rechnen.

  7. Habt ihr Informationen darüber, ob die Bombardierung von pro Assad Kräften (Shia Miliz) bei al Tanf durch US-Streitkräfte eine Fakmeldung ist?

    1. Andreas

      Nein, wir wissen da auch nichts genaues. Mal schauen, was morgen die syrischen, russischen, irakischen und iranischen Reaktionen darauf sind.

      Wenn die USA in Syrien staatsnahe oder gar staatstragende irakische Kräfte bombardieren, scheint mir das, wenn die Behauptung denn stimmen sollte, einen gegen die USA gerichteten politischen Bumerang-Effekt im Irak geradezu zu garantieren.

  8. Man denkt, militärisch geht jetzt alles seinen Lauf, kommt der Hammer: US-Luftschlag auf Regierungstreue Truppen , die Richtung Al Tanf vorrückten.

    sie sagen, das war defensiv und bedeutet keine Änderung ihrer Syrienpolitik.
    Das interpretiere ich mal so:
    dort waren Amis in Syrien, der Aufmarsch an der Grenze und Berichte über Spezialkräfte sind ja bekannt und fühlten sich bedroht, und forderten Luftschläge an.

    Und wenn Trump bei seiner Haltung geblieben ist,darf da wohl jeder höhere General sowas selber entscheiden.

    Bisher kein offizielles statement der Russen, oder der syrischen Regierung.

  9. Hier sieht es nicht so wichtig aus – nach Einschätzung der US_*hüstel*

    Warum? Hier gibts noch keine „Warnungen“ – wieso überhaupt kann ein widerrechlich im Land Syrien agierender Aggressor die legitime syrische Armee auf ihrem Hoheitsgebiet übehaupt `’warnen’`?

    Es passierte auf der Autobahn Damaskus-Bagdad auf dem Weg nach Al Tanef.
    https://ria.ru/syria/20170518/1494607784.html

    „Die Koalition Schlag für die pro-Regierungs-Truppen in Syrien

    19:5518.05.2017 (aktualisiert: 21:43 18.05.2017)

    MOSKAU, 18. Mai — RIA Novosti. Koalition unter Führung der US-Schlag auf die Positionen der pro-Regierungs-Truppen in Syrien, berichtet die Agentur Reuters unter Berufung auf die US-Beamten.

    Cavusoglu schlug ersetzen die Vertreter der Vereinigten Staaten in der Koalition gegen IG*
    Schlag wurde als Antwort auf den Angriff der Anhänger von Damaskus auf die von den USA unterstützten Kräfte der Opposition. Nach den vorläufigen Daten, das Feuer der Koalition war ein hilfsbereiter, sagte der Agentur.“

    Also ich wüßte, was ich tun würde. Wo bleibt die Beschwerde an die UNO wegen Volkerrechtsbruch – illegales Angreifen fremden souveränen Territoriums?

    – Konrad Fitz –

  10. Die „Koalition“ erklärt, dass der Luftangriff in einer de-confliction zone stattfand.
    Und die Russen sollen versucht haben, den Konvoi von seinem Ziel abzubringen („dissuad“).

    Laut al Masdar wurde nicht nur eine schiitische Miliz getroffen, auch Hisbollah, NDF und SAA waren im Konvoi.

    Dekonfliktzone ist ja offenbar keine Deeskalationszone.
    Es gibt ja absprachen zwischen Russen und Amis über bestimmte Gebiete, bisher wurde m.W.offiziell nur über Lufthoheitszonen zur Vermeidung von Zusammenstößen berichtet.

    Sollten die Russen einer „amerikanischen Zone“ im Süden zugestimmt haben?

    Ich denke nur dergestalt, dass sie dort keine Angriffe fliegen würden, alles andere widerspricht dem sonstigen Vorgehen.

    Man kann nur hoffen, dass es Kanäle zwischen Moskau und Washington gibt, damit es nicht zu einer Eskalation kommt.

    Ich sehe zwei bis drei denkbare Standpunkte:

    a) es ist gut, wenn die terroristen so schnell wie möglich und so gründlich wie möglich bekämpft werden; deshalb sind die Ami-Proxys mit etlichen Spezialkräften, die (mit oder ohne Absprache) wohl nur gegen ISIS vorgehen werden, sogar willkommen.

    b) der IS ist strategisch erledigt und es braucht neben Regierungstruppen aus Syrien und Irak, den Kurden, verschiedenen Milizen, Hisbollah, Iranern und Russen nun nicht noch die paar „Koalitionstrupen“ am Boden.
    Der Vorteil, dass ISIS leichter besiegt werden kann, wird weit überwogen von dem Nachteil, dass sich dann dort eine Gruppe festsetzt, und man nicht weiß, wie man die wieder rauskriegt.

    c) erst diese Woche wurde ein ranghoher Neuzugang bei der „FSA“, direkt von ISIS, gemeldet.
    Die Amis wollen nur mit diversen Umflaggungen ihnen loyale Kräfte loakle Macht sichern, und dann Ex-ISIS bietet sich gerade am Euphrat dafür an.

    1. Am interesantesten finde ich, dass von Anfang an von „Pro syrischen Milizen“ gesprochen wurde.
      D.h. wo die amerikanische und internationale Presse schonmal Probleme hat, die Konfliktparteien ordnungsgemäß zu nennen, klappte es hier erstaunlich gut.

      Ich weiß nicht, inwiefern solche Milizen oder Paramilitärs eigentlich überhaupt zur Hackordnung der SAA stehen. Kann da jeder machen was er will?

      Vielleicht (!) war es auch einfach kein abgestimmtes Vorrücken und die Milizen wollten trotz Warnungen auf Biegen umd Brechen vorrücken?

      1. Bisher sieht es nicht so aus als ob Milizen ohne Absprachen aktiv würden.
        Im Rahmen von abgestimmten Plänen dürften sie freiere Hand haben.

        Der Konvoi allerdings bestand aus SAA, NDF, Hisbollah und einer schiitischen Miliz, also ganz klar organisiertes Vorgehen; und sie rücken ja weiter vor.

  11. Wie geht es weiter?

    Die Aussage: „keine Änderung unserer Politik“ klingt eher deeskalierend.
    Die (noch)Nichtaussagen von Russland und Damaskus zeigen auch, dass da nicht schnell Öl ins Feuer gekippt werden soll.

    Die Russen wollen mit den Amis zusammen ISIS besiegen, aber natürlich loyal zu Damaskus stehen.

    Die syrische Regierung hat kein Interesse an Deals zwischen Amis und Russen, die ihre Bewegungsfreiheit im eigenen Land einschränken. Durch die Deeskalationszonen sind viele Truppen frei geworden, es gibt einen großen Schub in Ost-Sueida, die Offensive bis zur Grenze fortzusetzen ist militärisch logisch.
    Aber natürlich können sie den Russen kein Ultimatum stellen, sie brauchen sie.

    Die Trump-Amis haben keinen Deal mit den Syrern, sondern den Russen, und wollen ISIS besiegen, und dann mal sehen; da will die Weltmacht nicht auf irgendwelche Syrer Rücksicht nehmen, oder die Jungs in Gefahr gebracht sehen.
    Daneben gibt es natürlich noch diverse andere Fraktionen, die immer noch dem Regimechange anhängen, siehe kürzlich die alberne „Krematorium“-Story aus dem state departement.

    Russland dürfte gute Diplomaten für alle Lagen haben,jetzt braucht es eine Lösung.
    Der totale Gesichtsverlust für die Amis ist wohl keine Option für die Russen; ausgerechnet in einem Punkt,bei dem sie doch einige gemeinsame Interessen haben, braucht man sich nicht total überwerfen, also eher kein massives Auffahren der FLA-Systeme.

    Man kann die Karte neu zeichnen, ist eh weitgehend Wüste bis zum Euphrat; At Tanf bleibt in Hand der Proxys, und von dort aus können sie relativ schmal Richtung Euphrat vorgehen.

    Daneben braucht Damaskus dann wohl glaubhafte Absprachen, wie der Status der gebiete nach dem Sieg über ISIS zu regeln ist.

    Die Amis sind in der dünnsten Position: im Gegensatz zu den Kurden/SDF braucht man die Proxys im Süden nicht, und sie stehen sich auch ganz und gar nicht nah, während es mit der YPG recht gut eine gemeinsame Basis gibt.

  12. https://www.almasdarnews.com/article/details-us-attack-syrian-military-southern-syria/

    Auch wenn Absprachen auf unterer Ebene leicht unterlaufen werden können. Ein gegenseitiges ignorieren und respektieren um jeweils ein Stück vom schwarzen Kuchen sich zu holen sieht anders aus.
    Die Strategie im Süden müsste doch wie im Norden aussehen. Falls Rot nicht möchte, dass grüne Kräfte sich einen Korridor aufbauen, dann müsst ihr vorher dort sein und ihnen den Weg abschneiden.
    ISIS wird es freuen, falls ihre Gegner sich gegenseitig abschlachten.

  13. Inzwischen gibt es Berichte seitens der auf eigenem Territorium angegriffenen Einheit der Syrischen Arabischen Armee. Demnach war die Syrische Arabische Armee vor Ort im Einsatz gegen die in Syrien Menschen islamischen Glaubens ermordenden und auch in Europa Menschenleben gefährdenden Wahhabi-Terrorbanden alias „IS“ oder „ISIS“, als diesen Terroristen, von Jordanien aus den syrischen Luftraum verletzend, US-geführte Kriegsflugzeuge zu Hilfe kamen und begannen die Einheit des Bataillons 313 der Syrischen Arabischen Armee zu bombardieren; nach Darstellung der Aggressoren, um „US-Soldaten zu schützen“. In extremem Tiefflug unterhalb des syrischen Luftschutzradars, konnten die feindlichen US-geführten Flugzeuge schließlich gezwungen werden, höher zu fliegen, wurden vom syrischen Luftschutzradar erfasst und in die Flucht geschlagen, als die angegriffene syrische Einheit sich unter Einsatz von 23-Millimeter-Luftabwehrkanonen verteidigte.

    1. hier ist jetzt Diplomatie gefragt. Man kann sicherlich dieser internationalen Koalition, die in Al Tanif sitzt, nicht trauen. Dort sind auch britische Einheiten.
      Solange aber Trump dem innenpolitischen Druck standhält und gemeinsam mit Rußland den IS bekämpfen will, ist es besser die Konfrontation zu vermeiden,
      die bei weiterem Vorrücken auf Al Tanif zu erwarten ist.

      Es geht hier nicht nur um rechtliche Positionen, die um jeden Preis durchgesetzt werden müssen, darüber würde sich nur der IS freuen.
      Militärisch ist es auch fragwürdig, mit kleinen Einheiten so weit vorzurücken.
      Die Strasse kann von Norden und von Süden jederzeit abgeschnitten werden, dann wären diese Einheiten isoliert. Daher ist eine Verständigung nach Süden hin erforderlich. Es bringt letztlich mehr, so vorzugehen, wie um Palmyra, langsamer, aber dann auch gesichert.

    2. “ Demnach war die Syrische Arabische Armee vor Ort im Einsatz gegen die in Syrien Menschen islamischen Glaubens ermordenden und auch in Europa Menschenleben gefährdenden Wahhabi-Terrorbanden alias „IS“ oder „ISIS““

      Naja, dass dort bis zur Grenze kein IS ist, sondern „FSA“ + ausländische Spezialkräfte, wusste man; natürlich haben die dort nichts zu suchen, aber das ist ein anderer Punkt.

      Generell geht es weniger um die Fakten, sondern was jetzt offiziell erklärt wird, und wie darauf aufbauend die weitere Entwicklung ist.

      Wahrscheinlich dürfte es eine Klarstellung geben, was „de confliction zone“ bedeutet.
      Was man jetzt als offizielle Sprachregelung findet? Schwierig.
      Verschweigen dürfte keine sinnvolle Strategie sein, nachdem die Amis das sofort herausposaunt haben.

    3. …und in die Flucht geschlagen…
      Ja, endlich mal ein Sieg.

      P.S. Immer wieder die Frage warum die syrische Armee in dem hügeligen und steinigen Wüstengebiet einfach nicht Richtung Deir Ez-Zor vorwärts kommt und trotz Luftüberlegenheit, Satellitenüberwachung und Drohnen immer wieder von den IS Banden überrascht wird.

    4. Irgendwie macht das keinen Sinn.
      Sinn macht nur, wenn die US-Streitkräfte wieder einmal einen Schlag gegen Asad machen müssen. Bei den vielen Russenhassern in den Staaten wohl notwendig, interessant ware, was wirklich zerstört wurde-
      Man muss wohl unterscheiden, was man in den USA zu wissen scheint und was in Syrien wirklich läuft

    5. Sehr geehrter clearly.
      *** syrische Einheit sich unter Einsatz von 23-Millimeter-Luftabwehrkanonen verteidigte **
      Wie sollen sich die Syrer, mit den Waffen des 19 Jahrhundert, gegen Kampfflugzeuge, des 21 Jahrhunderts “ Verteidigen“ . Das Mündungsfeuer, der Kanonen, ist doch für die US Piloten, nichts anderes, als eine willkommene Zielkennung, so das sie genau wissen, wohin sie ihre Raketen Steuer müssen.
      Wenn die Leben der Syrischen Soldaten und das Völkerrecht, Russland etwas Bedeuten wurde, dann hätten sie Luftabwehrraketen, des 21 Jahrhundert, dort im Einsatz, um Syrer,Iraner, Libanesen, Russen, usw usw usw und das Völkerrecht zu Schützen. So haben sie wohl nur Angst, das die Herren“menschen“ Dynastien, ihnen die Erlaubnis entziehen, weiter Rubel drucken zu DÜRFEN.

      1. @Felix
        „Wie sollen sich die Syrer, mit den Waffen des 19 Jahrhundert, gegen Kampfflugzeuge, des 21 Jahrhunderts “ Verteidigen“ . Das Mündungsfeuer, der Kanonen, ist doch für die US Piloten, nichts anderes, als eine willkommene Zielkennung, so das sie genau wissen, wohin sie ihre Raketen Steuer müssen.“

        .

        Man sollte Waffen generell nicht unterschätzen. Die ZSU-23 um die es hier geht wird zwar unter anderem Radar geleitet, allerdings hat sie auch eine optische Visiereinrichtung. Es ist auch Flugzeugen vom 21 Jahrhundert nicht egal wenn sie von Waffen des 19. Jahrhundert getroffen werden. Es hat schon Flugzeuge gegeben die von Enten oder anderen Vögeln „abgeschossen“ worden sind.

      2. Sehr geehrter Karsten Laurisch, so wie beim Angriff auf den Irak, da wurde ein Hirte gezeigt, der mit einer Vorderlader Buchse, einen Apache-Kampfhubschrauber abgeschossen haben soll. Das sind aber keine Planbaren Kriegshandlungen, darauf kann man beim besten Willen, keine Heimatverteidigung gründen.

  14. Neuigkeiten von der 2Verhandlungs“front.

    Übersetzung in englische.

    ————————————————————————————
    The Faction Signing This Document announce that they will boycott the Geneva talks commencing from the signing date and that for the upcoming reasons :
    -The Lack Of a clear Tutor and the floundering decision process.
    -The blurred Negotiation Strategies.
    – The relation between the High Commission of negotiations and the delegation sent to Geneva. which doesn’t benefit the interests of the Revolution.

    Signed Ahrar al Sham..Army of the Prophet..Faylaq al Sham..Coalition of the Southern forces..and other terrorist groups..
    ————————————————————————————

    Sind das die gleichen Gruppen, die nicht in Astana sind?
    Der Rückzug ist dann aus dieser Sicht logisch; da die faktischen Waffenstillstände in Astana verhandelt werden, haben sie in Genf nichts zu gewinnen.

    Wobei die realistische Einschätzung ist, dass es für „Rebellen“ in den Verhandlungen eh nicht viel zu gewinnen gibt.

  15. In Moskau und Damaskus ist es 10 Uhr durch, noch keine offiziellen statements.

    Quellenlose Exclusivmeldung aus syrien: SAA geht weiter Richtung Al Tanf, flankiert von der syrischen Luftwaffe.

    Aus der zweiten Reihe der russischen Politik ( Morosow): Aggressionsakt, muss verurteilt und in Genf etc. thematisiert werden, die syrischen Truppen sind so auszurüsten, dass sie sich gegen die Amis wehren können.

    Ich gehe davon aus, dass beide Seiten nicht den „ultimativen test“ haben wollen, russische FLA aller Art gegen F 35 etc.
    Aber das wäre ja die maximale Eskalationsstufe, darunter geht einiges. Wie viele BUKs haben die Syrer?

    Die Amis können sich einen Abschuss eigentlich nicht erlauben; es wurde so viel Propaganda in Syrien investiert, ein klammheimlicher ABzug wie aus Mogadischu, gedemütigt mit Fernsehbildern, ergäbe einen Shitstorm der Interventionisten, dem sie sich wohl nicht aussetzen wollen.

    Wir werden es sehen, was kommt.

    ————-

    Der Angriff kam wieder mal zeitgleich mit ISIS-Attacken; aber diesmal an anderer Front, und solche „Entlastungsangriffe“ von ISIS auf die Nachschublinie wie gestern bei Aqrab sind ja recht üblich, wenn es andernorts SAA-Offensiven auf ISIS gibt.

  16. Die Meldungen zeichnen ja schon das Bild, dass Rot sich von Grün den Grenzübergang Al-Tanf abluchsen möchte. Bei diesen Grünen vor Ort war bekannt, dass sie bis jetzt nicht direkt Rot angegriffen hatten. Dafür einen Kern mit Spezialeinheiten aus NATO-Staaten hat. Ob in der Gegend auch Schwarze waren oder sonstige Schmuggler ist natürlich unklar.

    Jetzt haben zwar NATO-Soldaten nicht unbedingt etwas in Syrien zu suchen. Der Grenzübergang Al-Tanf war nun aber der IS abgenommen worden. Politische Absprachen, wann sich Grün zurück ziehen soll und wann Rot die Gebiete übernimmt ohne dass Schwarz sich zwischenbreitlich noch einmal einnisten kann, fehlen scheinbar bis jetzt. Jetzt wird wohl Russland versuchen etwas zu vermitteln.

    Grün hat ja auch östlich davon Truppen welche duch diesen Punkt aus von Jordanien aus mit Nachschub versorgt werden müssen. Möchte Rot hier die Nachschswege kappen?

    Beide Seiten werfen sich derzeit im Grunde vor, dass die Gegenseite durch ihr Verhalten ISIS helfen würde. Rot stockt derzeit seine Truppen auf. Zwingt damit aus meiner Sicht Grün dazu sich entweder jetzt zurück zu ziehen oder einen direkten Krieg zwischen NATO-Staaten und Syrien zu beginnen. Die dritte Variante ist: Rot übernimmt zwar den Grenzübergang Al-Tanf, duldet jedoch NATO-Einheiten, welche zwischen Jordanien und der Front mit ISIS pendeln.

    Die nächsten Stunden werden den Nebel langsam lichten.

  17. Sputnik zitiert Gatilow, Vizeaußenminister Russlands

    „Jegliche Militärhandlungen, die eine Eskalation der Lage in Syrien bringen, beeinflussen selbstverständlich den Verlauf des politischen Prozesses. Vor allem solche Handlungen, die gegen die syrischen Streitkräfte durchgeführt wurden… Das ist absolut inakzeptabel, das ist eine Verletzung der Souveränität Syriens. Und natürlich trägt das nicht zum politischen Prozess bei“

    Bei SANA wird eine „militärische Quelle“ zitiert:

    The source described the attack as “blatant”, saying it uncovers the fake claims of the international coalition about fighting terrorism and reveals the undoubted reality of the Zionist-U.S. project in the region.

    Einsatz gegen Terroristen wird unbeirrt fortgesetzt, heißt es weiter.

    Und es gibt zwei weitere Dörfer in Ostaleppo, Erfolge nordwestlich von T4, dazu weitere Bewegung in Richtung syrische Wüste.

    Generell eher keine Eskalation, der Beschuss wird doch relativ tief gehangen.
    Hinter den Kulissen sollte es Gespräche geben.

  18. Positive Nachrichten von Wael Al Hussaini (ehemals „SyrianMilitaryCapabilities“ auf Twitter):

    Die SAA soll also bereits bis auf 30km auf Tanf vorgerückt sein, permanent begleitet von Luftabwehr.

  19. Angeblich gab es einen erneuten Angriff von US Jets auf „Pro Regierungsmilizen“ (irakische Paramilitärs).
    Dabei soll es einen Toten und mehrere Schwerverletzte gegeben haben.

    Almasdarnews:
    Another US airstrike targets pro-government forces near Syrian crossing: video

    Bis jetzt konnte ich keine angemessene offizielle Reaktion Russlands auf diesen weiteren Völkerrechtsbruch finden.

  20. Wael Al Hussaini‏ @WaelHussaini 32 Min.Vor 32 Minuten

    While we’re talking, the #SAA is achieving a big advance near #AlTanaf and on #Damascus #Baghdad highway, Local source: Su-30s noted there.

    Und noch besser

    Wael Al Hussaini‏ @WaelHussaini 10 Min.Vor 10 Minuten

    Urgent: reports mentioning an #US orders to the #FSA militia near #AlTanaf to retreat from the area, to avoid a conflict with the #SAA

    Mal sehen ob dies stimmt, und wenn ja, um welches Gebiet es insgesamt geht.
    Wenn es so läuft: wie erwartet. ;–}

  21. btw 🙂
    Die ganze Reaktion seitens Syrien läuft wohl nach dem Motto “ in der Ruhe liegt die Kraft“ 🙂

    „Der stellvertretende russische Außenminister Gennadi Gatilow erklärte, dass die Angriffe der US-geführten Koalition, gestem auf Stellungen der Syrisch Arabischen Armee in der Nähe der südlichen Stadt Al Tanf, „absolut inakzeptabel“ sind. Er äußerte sich heute dazu in Genf. Bei einem anderen Angriff der Koalition waren viele Zivilisten getotet warden, fügte er hinzu.“

    Titel: „Absolut inakzeptabel“ – Russland verurteilt Militarschlag auf Regierungstruppen in Syrien“
    Video: (2:00 min de Untertitel)

    „Grund fur den Militärschlag gegen die schiitischen Milizen, die für die Regierungstruppen Kämpfen, war offenbar ihr Vorrücken auf eine Basis.
    Auf dieser halten sich neben FSA-Rebellen, die von den USA und der Türkei unterstützt werden, auch britische und US-Spezialeinheiten auf.
    Eine angebliche Quelle aus dem Pantagon erklärte den Angriff als Warnschuss. Das syrische Verteidigungsministerium bestätigte den Luftangriff.
    Dabei seien die Regierungskräfte außerhalb von Al Tanf
    innerhalb einer Deeskalationszone getroffen warden. Die FSA erklärte heute, dass sie vorerst nicht mehr an den Friedensverhandlungen in Genf teilnehmen wird.“

    und inzwischen …

    „Syria: Syrian forces seen in al-Tanf outskirts day after US airstrike“
    (Video 1:31 min)

  22. Ich lese in diversen Medien immer von der Deeskalationszone um Tanf. Ich dachte, die gibt es nur bei Idlib, zw. Hama und Homs, bei Ost-Ghouta und an der Grenze zu Israel. Ist der Angriff der US-Allianz auf pro-Assad Truppen oder das Vorrücken auf Al Tanf der Bruch von Vereinbarungen?

    1. Andreas Schuster

      Einige Medien verwechseln vermutlich Deeskalationsabkommen und Dekonfliktierungsabkommen.

      Deeskalationsabkommen: Im Volltext vorliegende russisch-türkisch-iranische Vereinbarung zur Erschaffung von vier Deeskalationszonen, darunter auch eine Deeskalationszone Südsyrien. Die genauen Demarkationslinien der vier Deeskalationszonen sollen bis Anfang Juni festgelegt werden, aber zur fraglichen Deeskalationszone Südsyrien sollen wohl nur Gegenden westlich von Sueida gehören – also nicht Tanf und die Gegend der jüngsten US-Luftangriffe auf den Konvoi der Achse des Widerstandes. Siehe hier etwa die mutmaßlichen Demarkationslinien der vier Deeskalationszonen:

      https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2017/05/06/wie-die-kriege-in-syrien-und-im-irak-zum-ende-kommen-koennen/

      Dekonfliktierungsabkommen: US-russisches Militärabkommen zu Syrien, dessen genauer Inhalt geheim ist. Angeblicher Inhalt soll sein, dass sich russische und amerikanische Luftwaffe und Luftverteidigung in syrischem Luftraum nicht in die Quere kommen. Meine Vermutung ist, dass dieses Abkommen sehr viel umfassender als öffentlich bekannt ist, aber das ist bloß eine Vermutung. Das Abkommen war Anfang April von Russland nach dem US-Raketenangriff aus eine syrische Luftwaffenbasis nahe Homs suspendiert worden, wurde aber vor zwei Wochen wieder in Kraft gesetzt:

      http://www.realcleardefense.com/articles/2017/05/07/russia_us_restore_syria_deconfliction_channel_111328.html

      Ob, und wenn ja wie, die US-Luftangriffe nahe Tanf darunter fallen, ist unbekannt, da das Abkommen geheim ist. Interessant ist jedoch, dass die US-Seite behauptet, sie hätte Russland vor den Angriffen diesbezüglich kontaktiert, Russland das jedoch betreitet.

    2. Es gibt nur die vier bekannten Deeskalationszonen, in Astana eingetütet.

      Es gibt ein Abkommen zwischen Russen und Amis über Zonen, um im Luftraum nicht aus Versehen aneinanderzugeraten.
      Die Amis sprechen in ihrem offiziellem statement auch von einer „established de-confliction- zone“.
      (oben verlinkt bei 21:48 gestern)

      Wie genau diese de confliction zne konzipiert sind wurde nicht kommuniziert, bzw. immer nur über den Luftraum gesprochen.
      Also dort dürfen Amis rumfliegen, und die Russen sollten sich anmelden, würde ich mal vereinfacht formulieren.
      Dass die Russen dort etwas unterschrieben haben, was das Vorrücken der SAA generell unterbindet, halte ich für nahezu unmöglich; sonst hätten sie sich ja darauf berufen können, statt zu schwafeln.

  23. zu Al Tanf

    Ich denke wenn wir uns paar bekannte Daten nochmal anschauen, verstehen wir was passiert ist und was es bedeutet

    * grösste Unterstützer von Trump waren die Kochbrüder ( Geschäftsleute in ÖL )
    * die A-10 Angriffe haben Iraner Hisbollah getroffen (angeflogen im Tieflug – Radarschatten – erst beim Angriff sind die hochgegangen – kein Radarschatten – Syrer haben s20 losgeschickt – aber war zu spät )
    * Iranwahlen heute – denke iran.Zeitungen haben alles gemeldet bis ins kleinste – Tagelang
    * Trump bei d. Erzfeinden der Iraner mit grössten Waffen-Deal aller Zeiten
    * Ölpreis steigt seit dem ohne Ende – über 10 %

    Wie schon gesagt die Wahlen im Iran sind jetzt der Schlüssel wie es weitergeht.

    Denke Syrien ist jetzt ___ erstmal __ vom Tisch ( zerstört und liegt am Boden mit seiner Wirtschaft ) Natürlich werden sie alles tun um die Erholung Syriens zu hintergehen aber Syrien ist glaube nicht mehr Thema Nr.1 … Die Ratten ziehen weiter zum nächsten Schauplatz. Wenn jetzt ein Hardliner an die Macht kommt im Iran dann ….

  24. Wael Al Hussaini‏ @WaelHussaini 57 Min.Vor 57 Minuten

    The troops are now located 15Km west of #AlTanaf , waiting to for the #FSA militias to retreat from the area completely.

    15 km nur noch; es könnte zwar sein, dass sie einfach weiter gegangen sind,mit mehr Luftabwehr und Luftunterstützung; eine Einigung mit den Amis halte ich aber für wahrscheinlicher.

    Und

    watanisy‏ @watanisy 2 Std.Vor 2 Stunden

    army now very close to Sawwanah

    Das ist südwestlich von Palmyra.
    Von dort gibt es eine Staße, naja „Straße“, nach Süden, damit könnt man einen riesigen Sack zu machen, und müsste nicht direkt gegen die wahrscheinlich stärker verteidigten Orte Kunayfis und Al Busayri gehen.

    In der Wüste/Halbwüste wird so eine Tasche ja nicht ganz dicht, also noch genug Platz für ISIS, einfach abzuziehen.

    Derweil drehen die Rebellen von Maghawir al thawra am Rad und wollen die ganze Provinz Deir ez Zur einnehmen, gegen alle Gegner also auch SAA und Allies.
    Na dann mal los, wie viele sind das, 400 hieß es kürzlich.

  25. Sehr geehrter andreas. *** 400 hieß es kürzlich ***
    Plus wie-viel, an Spezial Forces, der NATO, incl. der Bundes KSK Killer und ihrer Luftwaffe, aus den NATO Staaten?

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