Damaszener Vorstadt Qaboun frei von Terroristen

Wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA am heutigen Montag mitteilte, haben die letzten Terroristen die nordöstliche Damaszener Vorstadt Qaboun in Richtung Nordsyrien verlassen, womit Qaboun nun komplett frei von Terroristen ist.

Nachdem letzte Woche erst von Verhandlungen zur Evakuierung der Terroristen aus Qaboun berichtet wurde, ging das jetzt ja nun zügig. Wie inoffizielle Quellen erklären, ist auch der direkt nördlich von Qaboun gelegene Bezirk Tishreen bereits komplett terroristenfrei, während im noch etwas weiter nördlich gelegenen Bezirk die Evakuierung von Terroristen wohl noch läuft.

Als weitere größere Aufgaben verbleiben im Osten von Damaskus damit noch die Befreiung von Jobar und Ost-Ghouta. In Ost-Ghouta sind die Terroristen allerdings gerade wieder mal vornehmlich damit beschäftigt, sich gegenseitig zu eliminieren, sodass die syrische Armee da sicherlich im Moment nicht riskieren will, die erfreulichen Entwicklungen im Raum Damaskus durch zu viele Eingriffe zu unterbrechen.

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19 Gedanken zu “Damaszener Vorstadt Qaboun frei von Terroristen

  1. 🙂 Ich wusste gar nicht dass Du das Zeug zum Kabarett hast.

    „Als weitere größere Aufgaben verbleiben im Osten von Damaskus damit noch die Befreiung von Jobar und Ost-Ghouta. In Ost-Ghouta sind die Terroristen allerdings gerade wieder mal vornehmlich damit beschäftigt, sich gegenseitig zu eliminieren, sodass die syrische Armee da sicherlich im Moment nicht riskieren will, die erfreulichen Entwicklungen im Raum Damaskus durch zu viele Eingriffe zu unterbrechen.“

  2. Heute kam di Zahl 120 Tote durch den Infight in Ost-Ghouta, beachtlich.
    Solange die Sicherheitszonen nicht tot sind, denke ich nicht, dass es sehr große Aktionen dort geben wird. In West Ghouta gibt es noch einen Zipfel, den „darf“ man einnehmen.

    Dumayr und Ot Qualamoun sind ebenfalls keine Sicherheitszonen. Allerdings gibt es hier nur wenige Berichte von Kämpfen, das spricht für existierende Abmachungen.

    Im Süden gibt es Berichte über eine neue Front gegen die „FSA“ in Suweida, gut.
    Die ganze Wüste bis zur Grenze ist auch kein Schutzzonengebiet.

    Und

    „huge convoys“ durch das Kurdengebiet nach Deir ez Zur unterwegs; wenn es sie gibt, werden bald Bilder auftauchen.

    Regierungsaktionen östlich des Euphrats und im Süden an der Grenze zum Irak wären ein deutliches Zeichen zur Erhaltung der Einheit Syriens, gegen die oft beschworene Zerstückelung in Proxygebiete der Amis und co.

    Man muss aufpassen, sich dabei nicht zu überdehnen; aber das Prinzip ist richtig, da ist s auch nicht so wichtig, ob ISIS noch ein paar Monate länger oder kürzer durchhält.

  3. Trotzdem ist es mir ein Rätsel, wie sich solch ein Kessel so lange halten kann. Auf mich wirkt das als ob das Interesse an einer schnellen Bereinigung nicht unbedingt gegeben ist. Konzentrieren würde ich mich aber momentan auch eher auf Ostaleppo, und Der Ezzor. Ist es möglich, dass das PB seine Einschätzung zur Situation an der jordanischen Grenze abgibt? Droht hier eine Konfrontation USA-SAA?

    1. Reinhard

      Ich glaube nicht, dass da eine Konfrontation USA-SAA kommt. Eher sehe ich das so, dass die USA da einige „schwierige Kandidaten“ in ihren Anti-ISIS-Proxies haben, die sie schwer steuern können. Aber wenn es da zum Krach der SAA mit diesen schwierigen Kandidaten kommt, dürften Abmachungen USA-Russland eher dafür sorgen, dass die Proxies die Unterstützung der USA verlieren als dass es darüber zur Konfrontation USA-SAA kommt.

  4. Jenan Moussa hat jetzt durch heimliche Videos, die sie drehen lies, erkannt, dass Al Nusra nahezu ganz Idlib übernommen hat, und trotz Namensänderung eine islamistische Terrororganisation ist.

    Na wer hätte das gedacht, und wer hätte darauf nur kommen können.

  5. Aus Israel kommt diese Nachricht.

    Two ISIS commanders on Friday joined forces with the Free Syrian Army stationed on the border between Syria’s Homs and Deir Ezzor provinces.

    ISIS commander Mahmoud al-Faraj, together with Ghassan al-Sankeh, arrived in Badia in central Syria, leaving their troops behind.

    Al-Faraj is one of the highest ranking ISIS commanders in ISIS‘ new capital of Al-Mayadin

    Das sagt viel aus; über die Truppe, die sich dort jetzt „FSA“ nennt, und wie der Autor offenbar gar nichts dabei findet, ob ihre Verbündeten jetzt unter schwarzer oder grüner Flagge firmieren.

  6. Ohje…
    Die neue Verhandlungsrunde bringt auch gleich die heiß erwarteten „Enthüllungen“. Rote Linie die Neunzigste – samt Lösungsvorschläge:
    Assad, der Schlächter, hat also in Sednaja ein Krematorium bauen lassen, wo er die 50 Häftlinge, die er täglich (!!) töten lässt, zu Asche verbrennt. Diese Informationen des US-Geheimdienstes seien selbstredend nicht neu…
    Der israelische Bauminister Joav Galant ist anhand dieser Enthüllungen entsetzt und fordert öffentlich die „Liquidierung Assads, dem schlimmsten Schlächter seit 70 Jahren“!

    Was noch fehlt ist eine Sichtung Hitlers in Damaskus, die Geheimdienstinformation des CIA, dass Assad Kinderblut trinkt, aber erst nach Sonnenuntergang, und dass seine Frau Asma in Wahrheit eine iranische Pharmazeuten-Tochter ist, die im Keller jeden Tag 50l Sarin und Senfglas herstellt und es ihren Kindern zum Verteilen auf dem Schulhof gibt.

    Herr, in welchen Zeiten leben wir?

    Ps.: Beweise für die Krematorium-Geschichte… keine!!
    Indizien… Satellitenbilder. Natürlich 🙂

    1. Ein Dach mit geschmolzenem Schnee ist der „Beweis“.
      Ich hatte schon lange den Verdacht, dass hier diverse Krematorien in der Umgebung betrieben werden.

      Die Story kam aus dem state departement, da bemühen sich noch etliche um ihre Versetzung.

  7. Ja in Damaskus geht es vorwärts, nur gegen den IS geht es diese Woche irgendwie nicht voran. Nach dem guten Start in Ostaleppo, war die Hoffnung groß, das man relativ schnell im Raum Tabqa sein.

    Hängt das vielleicht damit zusammen, das die USA schwere Waffen an die Kurden liefern will. Wenn die SAA schnell in Tabqa sein würde, wäre diese Frage wohl vom Tisch.

    Ich weiß nicht, was die Assad-Regierung will? Es gibt Vorteile und Nachteile :
    Vorteile: Waffen müssen weniger selbst gekauft werden sondern werden ja den Kurden praktisch geschenkt.
    Nachteil: Die SAA verliert sein Gewaltmonopol und hat nur nach das Fliegerplus.
    Die Waffen sind wohl in schon in Jordanien und könnten wohl nur über SAA-Territorium geliefert werden.

    Aktuell scheinen die SAA wohl das ok gegeben haben, nur gibt es da nur das Problem Erdowahn-Land.
    Das ist wohl ein deutliches Zeichen, das die Zusammenarbeit SAA/SDF funktioniert

    1. Ich wäre jetzt nicht sonderlich erpicht darauf, Raqqa einnehmen zu „dürfen“; das gibt viele Verluste, schlechte Presse, und am Ende werden die Kurden ohnehin nicht die Stadt besetzen.

      Wen sie die Macht übergeben an lokale Kräfte, werden sie sicher keine radikalen Dschihadisten wählen, sondern möglichst gemäßigte. Damit kann dann auch Damaskus gut leben.

      Wenn die Waffen der AMis für die SDF wirklich in Jordanien angekommen sind, könnten das auch die gemeldeten Konvois sein; aussagekräftige Bilder habe ich noch nicht gesehen.
      Aber haben die im Kurdengebiet wirklich keinen Landeplatz für größere Transporter, oder stellen sich die Russen quer und die Amis wollen nichts riskieren? Ist irgendwie nicht sehr plausibel, aber natürlich sind die Amis und Russen jetzt keine Blutsbrüder geworden.

      AMN hat heute ein Video über Kämpfe in Ost-Sweida.
      Offenbar einige Panzer unterwegs.

      Es gibt Meldungen über 1000 Hisbollah-Kämpfer in der Region.

      Wenn sie dorthin größere Truppenteile umgruppiert haben, könnte es sehr schnell gröbere Farbveränderungen auf der Karte geben.

      Den Amis passt das sicherlich nicht, inwieweit das dann mit den Russen abgesprochen ist weiß man nicht, aber so lange es keine offiziellen Vereinbarungen für das Gebiet gibt, geht alles nach Recht und Ordnung.

      Nordwestlich von Palmyra wurden zwei Hügel eingenommen; der südliche Teil der Tasche könnte damit bald ausgeräumt sein, also auch gegen ISIS etwas Erfolg; und die Woche ist ja noch nicht vorbei.

    2. Hallo Lutz,

      Ziel eines Krieges ist nicht der Sieg/Siege sonder ein bestimmter Friedenszustand danach, also muß sich alles diesem Ziel unterordnen.
      Die Strategie beschreibt die Stationen auf den Weg um den gewünschte Friedenszustand zu erreichen. Die vorhandene Kräfte und Mittel bestimmen die Taktik wie diese Stationen (Zwischenziele) erreicht werden sollen/können.

      Also ganz nüchtern: ist es für das Volk der Syrer gut oder schlecht ob die Kurden schwere Waffen haben?

      Ist es gerechtfertigt das Lieferung, Ausbildung, Wartung, Munition der schweren Waffen mit der Unabhängigkeit und dem Blut der Kurden im US-Auftrag bezahlt wird, also mit der Unabhängikeit eines Teils aller Syrer?
      Ist es für die Kurden gut wenn sie in Abhängigkeit der Amerikaner/Israel sind?
      Ist es für die Kurden und alle Syrer gut ein geteiltes und geschwächtes Land zu haben?

      Die SAA als staatstragende Kraft muß sich ihren Zielen getreu verhalten. Ihre Ziele sind Einigkeit und Recht und Freiheit.
      Hilfe von anderen Kräften, die sich diesen Zielen verpflichtet fühlen, sollte sie annehmen, andere aber ablehnen. Kräfte die sich neutral verhalten sollte mit Respekt und Disziplin begegnet und anstehende Probleme unter dem Gesichtspunkt Einigkeit und Recht und Freiheit besprochen und gelöst werden.

      Was meinst Du? Schwere Waffen für Kurden oder ist das nicht eher Abhängigkeit für die Syrer?

      Gruß PAule

  8. Sehr geehrter Lutz, der Weg von Jordanien, ist viel zu Weit und zu Unsicher, die Lieferung, der Amis, erfolgt über ihr Protektorat Kurdistan und über ihr Protektorat Irak, denn in Kuwait, haben sie diese Waffen bequem am Lager und ihre Luftwaffenstützunke in beiden Protektoraten, sind entsprechend Leistungsfähig.

    1. andreas
      Ich wäre jetzt nicht sonderlich erpicht darauf, Raqqa einnehmen zu „dürfen“; das gibt

      Ich auch nicht, aber wenn das PB Recht, wäre alles östlich von Deier Azzor für die SAA reserviert sind, wäre es für die Kurden das letzte Ziel, nimmt man mal das Grenzgebiet zwischen Türkei und Idlib, was nicht aktuell ist. Und der Preis stimmt (schwere Technik)
      Ich habe auch immer gesagt, die SAA bleibt auf der anderen Seite des Euphrats.

      andreas
      Wenn die Waffen der AMis für die SDF wirklich in Jordanien angekommen sind, könnten das auch die gemeldeten Konvois sein; aussagekräftige Bilder habe ich noch nicht gesehen.

      Genauso wars gemeint und hat wohl vor allem eine Wirkung auf die Türkei, womit die Frage nach Landeplätzen Zweitrangig wird

      andreas
      Es gibt Meldungen über 1000 Hisbollah-Kämpfer in der Region.

      Erdowahn und Trump dürften alles geklärt haben, jetzt kann es los gehen.

      PAule
      Ziel eines Krieges ist nicht der Sieg/Siege sonder ein bestimmter Friedenszustand danach,

      Ich glaube nicht mehr daran, das man es keine militärische Lösung gibt, gerade wohl auch wohl, weil es unser Volksverarscher immer sagen. Am Ende hilft wohl nur, wenn alle besiegt sind, auch wenn es dann noch Selbstmordattentate geben wird.

      PAule
      Also ganz nüchtern: ist es für das Volk der Syrer gut oder schlecht ob die Kurden schwere Waffen haben?

      Eigentlich wollte ich nur zeigen, das die Beziehungen zwischen Kurden und SAA durchaus gut sind, denn wenn sich das Blatt mal wendet, könnte diese Waffen nicht nur gegen die Türkei sondern auch gegen die SAA gerichtet werden.

      Felix Klinkenberg
      Sehr geehrter Lutz, der Weg von Jordanien, ist viel zu Weit und zu Unsicher, die Lieferung, der Amis, erfolgt über ihr Protektorat Kurdistan und über ihr Protektorat Irak,

      Weit ja, unsicher nein: paar Kilometer durch amerikanisches proxygebiet, dann nur SAA. Da ist die Gefahr größer, das Panzer im Irak verloren gehen.(Barzahni.) Und das könnte Erdowahn gar nicht passen.

      Übrigens Panzer haben heißt nicht auch diese effektiv einsetzen zu können und YPG Kämpfer dürften höchsten auf russischen gefahren sein…

  9. US-Militär greift syrische Armee aus der Luft an

    Das US-Militär hat im Süden Syriens eine Einheit von Regierungstruppen aus der Luft angegriffen. Das bestätigten Pentagonkreise.

    Soviel zu Schutzräumen und Frieden in Syrien, wie IMMER verhalten sich die USA, wie die Macht, die in JEDEM Land, die legitime Macht ausübt und JEDEN den sie Ermorden wollen, in JEDEM Land der Erde Vernichten. Die Herrscher der Welt.
    Und NIEMAND wagt es, gegen den Stachel zu Löckken

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