Wie die Kriege in Syrien und im Irak zum Ende kommen können

Mit der Einrichtung der vier von Russland, der Türkei und Iran in Astana vereinbarten Deeskalationszonen in Westsyrien lässt es sich erkennen, wie der Terrorismus in Syrien und Irak besiegt und die Kriege damit in absehbarer Zeit zum Ende kommen könnten.

Und zwar soll es hier im nachfolgenden nicht um die politische Arbeit, Versöhnung und Friedensgespräche gehen, die im Hintergrund natürlich enorm wichtig sind, sondern um eine eher militärische Betrachtung. In die einigermaßen aktuelle und stimmige Wikipedia-Karte „Syrian, Iraqi, and Lebanese insurgencies“ haben wir für die Diskussion der verbleibenden militärischen Arbeit mögliche Operationen zur Eliminierung der Terrorgruppe ISIS sowie die vier Deeskalationszonen eingezeichnet.

Bezüglich der militärischen Beendigung des Krieges im Irak ist die Diskussion einfach. Wenn das Team aus irakischer Armee, Bundespolizei und Volksmobilisierungseinheiten die noch unter Kontrolle der Terrorgruppe ISIS verbliebenen Gebiete, einschließlich des Rests von Mossul, eingenommen hat, könnte der heiße Krieg im Irak erstmal vorbei sein. Denkbar ist dabei zwar auch, dass kurdische Peshmerga eine oder beide der ISIS-Taschen Hawija östlich der Straße Bagdad-Mossul und Tel Afar nordwestlich von Mossul einnehmen, aber für die Beendigung des Krieges im Irak macht das wenig Unterschied, solange es darüber nicht zu einer Fortsetzung des Krieges als heißer Krieg zwischen Bagdad und der kurdischen Regionalverwaltung in Erbil kommt. Damit, dass Erbils Peshmerga das noch von ISIS beherrschte irakische Gebiet an der Grenze nach Syrien einnehmen, ist nicht zu rechnen, weil sie keinen Zugang zu dem Gebiet haben.

Der auf der Karte verzeichnete Zugang durch die Sanjar-Berge von Norden her dürfte für Erbil praktisch für eine Offensive gen Süden nicht nutzbar sein, weil in den Sanjar-Bergen de facto starke PKK-nahe jesidische YBS-Kräfte den Ton angeben, die sich alles andere als gut mit Erbil verstehen und selbst keine Ambition auf die Einnahme arabisch geprägter Stammesgebiete haben. Auch eine Einnahme von im Irak liegendem Grenzgebiet durch Kräfte aus Syrien, etwa Kräften von SDF/YPG oder Maghawir-Kommandos, ist aufgrund der politischen Komplikationen, die so etwas in Bagdad auslösen würde, eher nicht zu rechnen, oder allenfalls sehr begrenzt, sofern es als Selbstbefreiung von ISIS vermarktet werden kann. Daraus folgt, dass für die Säuberung des grenznahen Gebietes von ISIS im Großen und Ganzen nur die irakische Armee in Frage kommt.

Auch in Syrien besteht das Gebiet des heißen Krieges außer den vier Deeskalationszonen im Großen und Ganzen nur noch aus dem ISIS-Gebiet. Die Kräfte von Euphrat-Schild, Maghawir und YPG führen im Moment weder Offensiven gegen die syrische Armee noch untereinander durch, so schwierig und brüchig der Waffenstillstand zwischen Euphrat-Schild-Kräfte und YPG auch sein mag. Sofern die Groß- und Regionalmächte auch weiterhin den Willen dazu aufbringen, dass das so bleibt, was zwar längst nicht sicher ist, aber auch nicht unwahrscheinlich, sollte es nun in Syrien militärisch darum gehen, wer welches Gebiet von der Terrorgruppe ISIS befreit.

Anzunehmen ist dabei, dass die US-gestützten YPG/SDF-Kräfte mit ihrer Raqqa-Operation weitermachen und die Stadt Raqqa und ihre Umgebung früher oder später dann in langer und mühevoller Arbeit auch einnehmen werden. Weiterhin ist anzunehmen, dass die ebenfalls US-gestützten Maghawir-Kommandos ihnen ideologisch und familiär nahestehende Städte und Ortschaften, die südlich von Deir Ezzor am Euphrat liegen, einnehmen. Ein von dieser Truppe vor einiger Zeit schon einmal unternommener Versuch diesbezüglich ging zwar in die Hose, aber da die Truppe inzwischen mehr Training vom US-Militär bekommen hat und die Terrorgruppe ISIS immer schwächer wird, dürfte das demnächst zumindest teilweise klappen. Wenig wahrscheinlich ist, dass sie die Stadt Deir Ezzor einnehmen oder eine Verbindung ihres Gebietes zu den YPG/SDF-Gebieten weiter nördlich herstellen, weil sie dabei syrischen Interessen und der syrischen Armee und ihren Partnern in die Quere kommen würden und sie sich damit in einen Krieg gegen die syrische Armee und ihre Partner manövrieren würden, der den sie kaum gewinnen können und der dem Wunsch des neuen US-Präsidenten Trumps nach einem Sieg gegen ISIS zuwider laufen würde. Sollte sich die Maghawir-Truppe nun als kampfstark erweisen, ist allerdings denkbar, dass sie den Euphrat überschreiten und entlang der Grenze eine Sicherheitszone gegen ISIS zu den dann von ihnen beherrschten Städten am Euphrat schaffen. Den Rest des noch von der Terrorgruppe ISIS beherrschten Gebietes in Syrien zu befreien, wäre dann Sache der syrischen Armee und ihrer Partner.

Die syrische Armee und ihre Partner hätten damit in verschiedenen Feldzügen noch ein ziemlich großes Gebiet von ISIS einzunehmen, von der irakischen Grenze nordöstlich der Stadt Deir Ezzor über die Stadt Deir Ezzor, das gesamte bergige Wüstenland zwischen Deir Ezzor, Palmyra, Salamiya und Ithria sowie die Maskanah-Eben bis hin zur Jarah-Airbase östlich von Deir Hafr in der Provinz Aleppo. Das von der syrischen Armee einzunehmende ISIS-Gebiet wäre von der Fläche her zwar sehr groß, umfasst aber, mit Ausnahme des noch von ISIS beherrschten Teils der Stadt Deir Ezzor, keine größeren Bevölkerungszentren, sodass die syrische Armee und ihre Partner das mit ihrer Überlegenheit an schweren Waffen recht zügig schaffen sollten. Die syrische Regierung würde durch die Einnahme des ISIS-Gebietes im geografischen Zentrum Syriens eine breite Verbindung zwischen den Regierungsgebieten im Westen, Osten, Süden und Norden Syriens schaffen und damit die zentrale Rolle der Regierung in Damaskus in Syrien sichern. Durch die Einnahme eines Stücks Grenzgebiet zum Irak nordöstlich der Stadt der Ezzor würde dabei das syrisch-irakische Ziel gewahrt, einen unter Kontrolle der Regierungen stehenden Korridor zu schaffen, durch den unter anderem eine bereits vereinbarte Pipeline vom Iran durch Irak und Syrien ans Mittelmeer gebaut und eine vollständig unter Kontrolle der Regierungen stehende Straßenverbindung geschaffen werden könnte.

Schaut man sich die hier angenommenen Aufgaben der unterschiedlichen Akteure im Kampf gegen die Terrorgruppe ISIS an, so dürften diese einschließlich der Entschleunigungen durch lokale Verhandlungen, Ablenkungen und Maßnahmen zum Schutz von Zivilisten in einem oder vielleicht eineinhalb Jahren zu bewältigen sein, womit dann die Terrorgruppe ISIS Geschichte wäre. Sollte der ein oder andere Akteur mehr Schwierigkeiten mit seiner Aufgabe haben oder schneller als erwartet fertig werden, so wäre es im Sinne einer möglichst schnellen Beendigung des Krieges natürlich logisch, wenn dann ein Akteur im Kampf gegen ISIS Aufgaben macht, die hier einem anderen Akteur zugeordnet wurden, solange der Akteur damit nicht strategischen Zielen eines anderen Akteurs in die Quere kommt. Also, wenn etwa die Kräfte von SDF/YPG mit der Stadt Raqqa überraschend schnell fertig würden, so spräche nichts dagegen, dass sie anschließend auch noch die Maskanah-Ebene machen. Auf solche Details kommt es insofern nicht an. Wichtig ist, dass damit für die syrische Bevölkerung erreicht würde, dass der Krieg ein Ende hat. Weiterhin würde die Regierung in Damaskus damit die wichtigsten Bevölkerungszentren sowie die geografische Mitte des Landes beherrschen, womit die Macht von Damaskus auf lange Sicht gesichert wäre und außerdem hätte Damaskus damit einen Land-Korridor nach Teheran, der als geografische Basis für eine erfolgreiche Zukunft der Achse des Widerstandes ausreichen würde. Und sollte der Kampf gegen ISIS etwa so wie hier beschrieben und auch in dem zeitlichen Rahmen ablaufen, könnte US-Präsident Trump sich rechtzeitig zu den Wahlen zum Kongress im November 2018 als der Mann präsentieren, der ISIS besiegt hat, was ihm und seinen Getreuen innenpolitisch sicher sehr hilfreich wäre.

Obgleich offiziell keine bedeutende Kraft der Welt auf der Seite von ISIS gesehen werden will, so gibt es dennoch Kräfte, die eine Beendigung des Krieges wie hier skizziert unbedingt verhindern wollen, allen voran Saudi Arabien, Israel und ihre Lakaien in Syrien, arabischen Staaten und der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft. Da es für diese Kräfte schwierig sein dürfte, den erfolgreichen Kampf gegen ISIS direkt zu sabotieren, dürfte sich die zu erwartende Sabotage woanders abspielen, und zwar insbesondere in den vier Deeskalationszonen. Es ist natürlich ohnehin unrealistisch, zu erwarten, dass von den vier Deeskalationszonen keine Angriffe mehr ausgehen, aber wenn da weiter angeheizt würde, könnten mehr Kräfte, insbesondere Kräfte der syrischen Armee, gebunden werden, die für den Kampf gegen ISIS fehlen. Bei den zwei Deeskalationszonen, Rastan und Ost-Ghouta, dürfte das jedoch schwierig werden, weil sie von der syrischen Armee vollständig umzingelt sind. Und die von der Anzahl der sich darin aufhaltenden Terroristen her größte Deeskalationszone Idlib ist zwar sicher für noch jede Menge Gewalt gut, aber solange das türkisch-russische Einverständnis zu den Deeskalationszonen hält, ist auch diese Zone vollständig umzingelt.

Schwieriger ist die Situation in Südsyrien, wo die Deeskalationszone an Jordanien und dem israelisch besetzten Golan grenzt. Zwar scheint es so auszusehen, dass Jordanien trotz saudisch-israelischen Drucks die Deeskalationszonen zaghaft unterstützt, doch bleibt da immer noch die Möglichkeit, dass Israel versuchen wird, über den direkt an die Deeskalationszone angrenzenden israelisch besetzten Golan, mit Waffenlieferungen, Transitpassagen für Terroristen, Spezialkräften der IDF und mit seiner Luftwaffe da den Krieg weiter kräftig anzuheizen. Deshalb könnte die Deeskalationszone Südsyrien neben dem für diesen Krieg typischen False-Flag-Terror und zionistischer Propaganda das Hauptproblem werden, dem sich die Anti-ISIS-Kräfte in den nächsten Monaten gegenübersehen werden. Das erklärt auch, weshalb die syrische Regierung nicht kapitulationswilligen Terroristen in verschiedenen Gebieten Syriens zwar die Evakuierung nach Idlib anbietet, nicht jedoch die Evakuierung nach Daraa oder Quneitra. Um das zionistische Apartheidregime dazu zu bringen, zu akzeptieren, dass die Achse des Widerstandes den Krieg in Syrien übersteht, wird es noch erheblicher Anstrengungen bedürfen.

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46 Gedanken zu “Wie die Kriege in Syrien und im Irak zum Ende kommen können

  1. Bei allem Respekt zum geballten Wissen des PB: 2 klitzekleine Einwände.
    Um die Sache die da östlich von Palmyra läuft (Deir Ezzor) wird mir schon zu viel Wind gemacht, das riecht förmlich nach Ablenkung. Deswegen vermute ich, das das nächste Ziel der SAA das Raqqa gegenüberliegende Ufer des Euphrat ist. Von dort könnte man die Kurden mit schweren Waffen unterstützen oder selbst eingreifen. Von Homs sind eigentlich nur noch die Dörfer südlich der Aleppo-Lebensader übrig, man ist da gut voran gekommen. Den Rest hat man schon einmal (bis Tabqa) in einer Woche geschafft. In Ostaleppo hat man dann noch den Überraschungseffekt.
    Bei den grünen Pfeilen bin ich etwas skeptisch, haben die Proxys die Kraft dazu, zumal ja vom Irak viele IS-Kräfte rein gedrückt werden. Damit müsste da die SAA ran, was auch heißt, das entlang des Euphrats der Korridor zum Irak entsteht. Zum Gebiert nördlich davon schweige ich; da habe ich noch weniger Wissen.

  2. Wie immer ein hervorragend recherchierter Artikel, vielen Dank!

    Trotzdem kann ich einen Punkt der genannten Ausführung nicht teilen (oder verfüge über nicht ausreichendes Hintergrundwissen): dass die Maghawir-Kommandos die gezeigten Vorstöße im Süden gegen den IS überhaupt logistisch leisten können, wage ich zu bezweifeln; dass Sie tatsächlich über den Euphrat hinaus vordringen und zusätzlich noch die relativ dicht bewohnten Gegenden in Flussnähe in Richtung Deir ez-Zor einnehmen können, ist m. E. fast ausgeschlossen.

    Bis Mai war das Einzige, was sie erreicht haben ein fast menschenleeres Stück Wüste an der jordanischen Grenze „unter Kontrolle“ zu halten.

    Vom 1.5. an haben Sie in der Nähe der Pumpstation T2 wohl innerhalb von 3 Tagen ein paar Wüsten-Wadis sowie eine einsame kleine Häuseransammlung ohne Infrastruktur namens Humaymah „eingenommen“ (wobei hier auch einige Fragezeichen in den Raum zu stellen sind, inwieweit es tatsächlich größere Kämpfe gab. SDF-freundliche Quellen sprechen lediglich davon, dass der IS aus der Gegend „vertrieben“[sic!] wurde). Seitdem ist augenscheinlich nichts passiert, nicht einmal die Pumpstation T2 selbst und den benachbarten Flughafen konnte man einnehmen.

    Sprich: an die angedachte Bewegungsrichtung glaube ich sehr wohl, an die praktische Schlagkraft der SDF in Süd-Syrien aber überhaupt nicht. Einzig realistisches Szenario wäre ein Vorstoß bis zur Grenzstadt Abu Kamal und der Versuch diese aus strategischen Gründen zu halten.

    Aber wie immer lasse ich mich gern eines besseren belehren (d.h. in diesem Fall hoffentlich eher nicht).

    1. Pragmatisch

      Danke für die Blumen, aber recherchiert ist hier wenig. Das ist im Grunde ein Meinungsartikel, um einfach mal die militärische Gesamtlage in dem gesamten Krieg anhand einer Karte zu diskutieren.

      Damit, dass die Maghawir sich als erneut zu schwach erweisen könnten, um am Euphrat nennenswert was von ISIS zu erobern, könntest du durchaus recht haben. Bislang haben diese Kräfte nur in ziemlich verlassenen Wüstengegenden Erfolge erzielt. Ob sie das in dichter besiedelten Gegenden am Euphrat auch können, muss sich in der Tat erst noch zeigen.

      Aber wie schon im Artikel gesagt, für das Große und Ganze macht das wenig Unterschied. Wenn die Maghawir schwächer sein sollten als hier angenommen, muss eben die syrische Armee die Strecke entlang des Euphrat von Deir Ezzor bis Bukamal an der irakischen Grenze auch noch machen.

      1. Karsten Laurisch

        Genau das sind die Berichte, die mich oben haben schreiben lassen: Um die Sache die da östlich von Palmyra läuft (Deir Ezzor) wird mir schon zu viel Wind gemacht, das riecht förmlich nach Ablenkung.

      2. Langsam werden aus Gerüchten Meldungen:
        https://www.almasdarnews.com/article/breaking-destruction-isis-syrian-army-aleppo-province-resume/
        Die Front in Ostaleppo kommt wieder ins Rollen. Das bestätigt die Gerüchte, das die SAA nicht nur in einer Achse angreifen will, sondern in breiter Front angreifen will. Nach Palmyra-Deir Ezzor folgt nun Aleppo-Tabqa-(Raqqa). Deckt sich alles prima mit der Karte vom PB.
        Nun fehlt nur noch die Meldung, das amerikanische Special Forces den Tabqa-Staudamm genommen haben,

  3. Was wäre dann, wenn die US Maghawir-Truppe, nur den Landstrich, entlang der Irakischen Grenze Einnehmen soll. Dann könnte die Gas Pipeline vom Katar, über Sau Arabien, durch die Sunnie Schutzzone im Irak, durch den Landstrich / Schutzzone, den die Maghawir-Truppe eingenommen hat und durch Jordanien oder Israel, zum Mittelmeer und nach Europa.

    1. Felix

      Um von Katar über Saudi Arabien, Jordanien und Israel ans Mittelmeer zu kommen, muss man überhaupt nicht durch Syrien.

      1. @einparteibuch

        Die Frage von Felix Klinkenberg habe ich mir auch schon gestellt und die Antwort von PB habe ich mir ebenfalls erarbeitet.
        Nur mir ist bis heute nicht klar woran die Realisierung dieser Pipeline Variante dann eigentlich scheitert?
        Die Meerestiefen > 700 m könnten natürlich ein Problem bzgl. Kosten und Wartung bzw. Reparatur darstellen, zumindest im Vergleich zur maximalen Verlegetiefe der Nord Stream-Pipeline, die ihre tiefste Stelle bei etwa 210 m hat?
        (Zwar wurde auch die Blue Stream-Pipeline realisiert inkl. eines 396 km langes Teilstücks im Meer, wobei Tiefen von mehr als 2150 m erreicht wurden?)

        Offensichtlich ist sich das Zweckbündnis der „Assad muss weg Front“ (Saudi, Israel, Türkei) sich doch nicht so einig wie medial gerne kommuniziert bzw. kocht da jeder sein eigenes Süppchen?
        … geopolitisch sowieso
        … und bei einer Pipelineführung im Mittelmeer Richtung Zypern würde wohl kaum die Türkei dabei profitier(?)

        Oder war einfach der erfolgreiche Widerstand des Syrischen Volkes und seiner Unterstützer nicht eingeplant, welche letztendlich die Kosten Nutzen Rechnung, bzgl. Geopolitischer Erfolg und Pipelineführung am Land, vereitelte ?

      2. Günther

        Das saudische Regime arbeitet zwar im Hintergrund stets gut mit Israel zusammen, will aber unbedingt vermeiden, dass das der eigenen Bevölkerung offenbar wird, wie es durch eine saudisch-israelische Pipeline geradezu zwangsläufig geschehen würde. Deshalb gibt es keine Pipeline durch Saudi Arabien und Israel.

      3. @pb

        „Um von Katar über Saudi Arabien, Jordanien und Israel ans Mittelmeer zu kommen, muss man überhaupt nicht durch Syrien.“

        Was bleibt dann von Gansers These noch übrig? Dass es billiger und schneller zu realisieren gewesen wäre, die Leitung über Land zu verlegen als durchs Meer?

        P.S. Apropos Katar: Warum buttert Katar Milliarden in Gaza?

      4. Meier

        „Dass es billiger und schneller zu realisieren gewesen wäre, die Leitung über Land zu verlegen als durchs Meer?“

        Ja, natürlich, eine Pipeline über Land durch Syrien und die Türkei nach Europa ist billiger als eine Pipeline durch das Mittelmeer zu legen.

        Aber so teuer sind Untersee-Pipelines (siehe Nordstream) auch nicht, und wenn man sich mal die Kosten (einschließlich der Destabilisierung der Regime westlicher Herrscher durch zu viele Flüchtlinge) für den Krieg in Syrien anschaut, und dann noch berücksichtigt, dass Pipelines nur da gebaut werden können, wo Frieden und Sicherheit herrschen (was es nach einem Krieg oft sehr lange nicht ausreichend gibt), dann bleibt von der Gas-These nicht viel. Würde man unbedingt von Katar eine Pipeline nach Europa bauen wollen, könnte man Syrien – und Israel – übrigens auch südlich über Ägypten umgehen, und dann von Ägypten aus eine Gasleitung durch’s Mittelmeer in die Türkei oder gleich nach Griechenland legen.

        Die Gasthese klingt gut, weil sie Stereotype von Krieg zur Rohstoffsicherung anspricht, ist aber in Syrien nicht wirklich schlüssig. Die These vom Krieg aus ideologischen Gründen klingt für viele Leute so unglaublich, dass sie sich das im 21. Jahrhundert gar nicht mehr vorstellen können. Aber ich meine, dass die Neocon-Kriegstreiber, die führend hinter den letzten Kriegen stecken, tatsächlich in erster Linie eine ideologisch motivierte Bande sind. Geld verdienen die natürlich auch gern wo immer möglich, aber ich glaube, die zionistische Ideologie ist denen wichtiger als Geld.

      5. @pb

        „Die Gasthese klingt gut, weil sie Stereotype von Krieg zur Rohstoffsicherung anspricht, ist aber in Syrien nicht wirklich schlüssig. Die These vom Krieg aus ideologischen Gründen klingt für viele Leute so unglaublich, dass sie sich das im 21. Jahrhundert gar nicht mehr vorstellen können. Aber ich meine, dass die Neocon-Kriegstreiber, die führend hinter den letzten Kriegen stecken, tatsächlich in erster Linie eine ideologisch motivierte Bande sind. Geld verdienen die natürlich auch gern wo immer möglich, aber ich glaube, die zionistische Ideologie ist denen wichtiger als Geld.“

        So ist es! Oh, liebes Parteibuch, für diesen Durchblick schätze ich Dich und Deinen Blog so sehr. Und natürlich gibt es auch pekuniäre Interessen und Interessenten in diesem Konflikt – aber diese sind für die religiös-ideologisch Gestimmten nur Erfüllungsgehilfen einer viel höheren Mission. Mir ist es immer auch wichtig, die religiös-ideologisch Gestimmten darauf hinzuweisen, dass die Widerstände, die sie jetzt spüren, nicht nur von anderen Menschen kommen müssen, sondern auch von dem, auf den sie sich berufen wollen.

        Besten Gruß!

        P.S. Kannst Du vielleicht noch ein Wort zu Katar und Gaza verlieren – und wie das mit dem Syrienengagement zusammenpasst?

    2. Pipeline durch Ost-Syrien (statt durch Aleppo) ist aktuelles Ziel. u.a. darum wird Deir Ezzor seit Jahren schwer umkämpft.

      Etwas Hilfe zur „Mittelmeer- Diskussion unten
      1.) Quartar könnte jederzeit LNG weltweit massiv verschiffen, wäre aber immer teurer als Pipeline Gas. Daher finanziert Quartar nebst Saudis die Daesh.
      2.) Türkei als Ost/West-Neutraler wäre plötzlich Gashub für Turkmenistan, Quartar, Iran usw. dazu noch russ. Pipelines (Blue Stream) = Alptraum für Geopolitiker.
      3.) Gibt neuerdings EastMed-Pipeline Projekt (Offshore Gas von Israel, Zypern) über Griechenland, Italien. Die werden anderes Gas sicher nicht rein lassen oder abnehmen. Dazu boykottierte die EU ja zuletzt als Projekte für russ. / Iran.Gas usw. (Nabucco usw.).

      1. Peacekeeper
        2.) Türkei als Ost/West-Neutraler wäre plötzlich Gashub für … = Alptraum für Geopolitiker.

        Das dürfte Putins Rache gegen die EU wegen Southstrem sein.

  4. Mir gefällt das nicht. Das ist ja genau das was die USA haben wollte.

    1. Ab und zu

      Nein, es ist ganz und gar nicht, was die von der 5. Kolonne Israels getriebene USA mit dem Terrorkrieg erreichen wollte.

      Syrien bleibt damit als souveräner Staat in der Achse des Widerstandes erhalten, behält seinen Anspruch auf den Golan und und einen Landkorridor von Teheran bis nach Beirut wird die Achse des Widerstandes damit auch haben, während die GCC-Staaten keinen Landkorridor in die Türkei und nach Europa bekommen, bzw dabei vom Wohlwollen der Achse des Widerstandes abhängig sind.

      Und die Kriegstreiber aus Israel müssen obendrein die Kröte schlucken, dass Iran und der iranische Einfluss in Syrien bleiben, obwohl das zionistische Apartheid-Regime das „inakzeptabel“ findet und das von Anfang an ein wesentlicher Grund für den zionistisch-wahhabitischen Terror- und Propagandakrieg gegen Syrien war.

      Die Kriegstreiber sind mit ihren Plänen in Syrien rundweg gescheitert, wenn das so rauskommt, wie hier beschrieben.

      1. @PB

        🙂 Kein Wiederspruch. Mein vollstes Einverständnis.
        .

        „Und die Kriegstreiber aus Israel müssen obendrein die Kröte schlucken, dass Iran und der iranische Einfluss in Syrien bleiben, obwohl das zionistische Apartheid-Regime das „inakzeptabel“ findet und das von Anfang an ein wesentlicher Grund für den zionistisch-wahhabitischen Terror- und Propagandakrieg gegen Syrien war.

        Die Kriegstreiber sind mit ihren Plänen in Syrien rundweg gescheitert, wenn das so rauskommt, wie hier beschrieben.“

      2. Hallo PB,

        der Plan wäre zu mindestens ein Versuch die Pläne der US in ihrer Wirkung zu verringern.

        Ich hoffe das es klappt.

        Als Realist glaube ich aber das die SAA und Partner mit den jetzigen Truppen wohl nicht schnell genug in Deir ez-Zur sein werden. Das halte ich für das vorrangige Ziel und der sich dann anschließende Marsch an die Grenze zum Irak muß gelingen.

        Die anderen Gebiete in der Wüste, einschließlich Raqqa halte ich aus strategischer Sicht für nicht entscheidend.
        Die Meldung des Sputniks das, dass Ziel der Euphrat ist und die Meldungen über die zusätzlichen Kräfte von den anderen Kommentatoren sowie diese Meldung:

        https://www.almasdarnews.com/article/russian-special-forces-take-part-deir-ezzors-liberation/
        machen mich hoffnungsvoll, das man zu mindestens diese Gefahr erkannt hat und etwas tun will.
        Ich hoffe das es gelingt.
        ~
        Was Süd-Syrien angeht, habe ich die Vermutung das sich dort die Israelis aktiv einmischen werden. (Debkafile ist seit Tagen empört, ich berichtete.)
        Denkbares Szenarium: böse IS greift Israel liebende Drusendörfer an, israelische Truppen eilen zu Hilfe und naja, (hatten wir ja schon) wenn sie schon mal da sind, warum sollen sie dann wieder gehen, schließlich ist ja Krieg….
        ~
        Im großen und ganzen also Zustimmung zu Deinem Szenarium.

        Chapeau!
        PAule

      3. @pb

        „Syrien bleibt damit als souveräner Staat in der Achse des Widerstandes erhalten, behält seinen Anspruch auf den Golan und und einen Landkorridor von Teheran bis nach Beirut wird die Achse des Widerstandes damit auch haben, während die GCC-Staaten keinen Landkorridor in die Türkei und nach Europa bekommen, bzw dabei vom Wohlwollen der Achse des Widerstandes abhängig sind.
        Und die Kriegstreiber aus Israel müssen obendrein die Kröte schlucken …“

        Das klingt sehr gut! Haben die Zonen, die jetzt „Deeskalationszonen“genannt werden etwas mit den „Schutzzonen“ zu tun, die Trump gelegentlich seines ersten Einreisestopps erwähnte? Dass in Astana auch de Mistura zugegen war, riecht ja danach, dass das nur der Papierform nach ein Memorandum von Russland, Iran und Türkei war. War – wie angekündigt – der stellvertretende US-Außenminister tatsächlich in Astana dabei? Das spräche ja auch dafür, dass die Amis da kräftig mitgemischt haben.

        Und das führt mich zu der grundsätzlichen Frage, für wen dieses diplomatische Theater gespielt wird? Wer soll damit verwirrt bzw. beruhigt werden? Was würde denn passieren (können), wenn jemand von der Zio-Achse nicht gesichtswahrend aus der Nummer käme?

      4. Meier

        „Haben die Zonen, die jetzt „Deeskalationszonen“genannt werden etwas mit den „Schutzzonen“ zu tun, die Trump gelegentlich seines ersten Einreisestopps erwähnte?“

        Nur den Namen haben sie damit gemeinsam, genau wie mit der von US-Politikern geforderten Flugverbotszone. Anders gesagt: Russland bestimmt, wer da wann wo fliegt und wo Al-Kaida-Terroristen sind, die eliminiert werden müssen.

        „Dass in Astana auch de Mistura zugegen war, riecht ja danach, dass das nur der Papierform nach ein Memorandum von Russland, Iran und Türkei war. War – wie angekündigt – der stellvertretende US-Außenminister tatsächlich in Astana dabei? Das spräche ja auch dafür, dass die Amis da kräftig mitgemischt haben.“

        Anders herum wird ein Schuh daraus. Ja, der Ami Stuart Jones war auch da, als Beobachter genau wie De Mistura. Aber welche Musik gespielt wurde, haben Putin und Erdogan ausgehandelt. Jones und De Mistura blieb in Astana nur, dazu zu nicken. Sie waren ja schließlich nicht als Partei des Abkommens eingeladen, sondern nur als Beobachter. Putin hat sich zwar am Vorabend mit Trump abgesprochen, aber da war das Papier längst so gut wie fertig.

  5. Eine Kleinigkeit halte ich noch für sehr wahrscheinlich: Alle Seiten möchten nicht, dass am Ende ISIS noch irgend ein bevölkerungsreiches Gebiet, eine Großstadt mit vielen Zivilisten hält. Aus den Bevölkerungzentren wird man ISIS zu erst vertreiben. Denn das Ende wird furchtbar: Anders wie die Taliban, welche nach Pakistan ausgeflogen wurde, wird kein Land die letzten ISIS-Kämpfer aufnehmen. Diese werden dann notgedrungen die Zivilbevölkerung als Schutzschild benützen und es auf ein letztes großes Gemetzel ankommen lassen. Im besten Fall sitzen die ausländischen Kämpfer in einem Stammesgebiet, welcher sich selbst befreit und die Seiten wechselt.

    Oder könnt ihr euch vorstellen, dass sich die ganzen europäischen ISIS-Kämpfer nach Den Haag ausfliegen lassen und sich dort auf die Anklagebank setzen?

    1. Reisender

      Perfekt in das Szenario würde es passen, wenn die verbleibenden ISIS-Terroristen schlussendlich im Irak entlang der Grenze Jordaniens Richtung Saudi Arabien getrieben würden. Dort in der Wüste könnten sie dann weitgehend eliminiert werden, und zwar unter tatkräftiger Mitwirkung ihres Schöpfers Saudi Arabien.

  6. Bis jetzt steht dieser Korridor nicht. Dazu wird das Kurdische Problem größer. Vormals eher schwach sind diese nun dank US und deutscher Hilfe eine sehr ernst zu nehmende Kraft geworden. Zumal die syrische Stadt im Osten genauso eingeschlossen werden könnte wie die syrisch Christliche Stadt im Nord Osten. Solange die SAA nicht selbst den Irak erreicht ist gar nix Save.

    Dazu können die Kurden genauso gegen die Türkei eingesetzt werden. Sie könnten den Irak weiter destabilisieren oder auch den Iran. Und wenn die Kurden erst noch einen Hafen wollen mit US Unterstützung ist der Gegner nur noch gefährlicher.

    Dazu der US Vormarsch von Süden her. Das ganze macht nur Sinn um die SAA den Weg nach Osten zu sperren.

    Syrien behält formal seine Ansprüche und auch hat es noch seine Legitimation. Nur es ist kein ernsthafter Widerstand mehr gegenüber Israel. Die Saudis bluten gerade in Jemen aus und Ägypten hat auch massive Probleme. Alles läuft für Israel. Selbst die Türkei wird gerade aus der Nato gebrochen und danach zerbrochen. Der einzige wirkliche Gegner bleibt der Iran. Und dieser steht noch näher an Israel in Syrien. Genau deswegen wird es keinen Korridor geben für die SAA zum Irak. Wenn erst einmal die Kurden auch den Rest des östlichen Ufers bis nach unten besetzt hat und später Boden Luft Mittel bekommt kann die russische Luftbrücke schnell vorbei sei. Keine gute Position für Syrien und dem Iran wie auch Hisbollah.

    Dazu kommt die Wüste welche Menschenleer ist aber Gas und Öl zumindest für den Eigenbedarf bisher lieferte was Syrien relativ einen Ausgeglichen Haushalt gab. Das wird es natürlich für viele Generationen nun nicht mehr haben.

    1. „Bis jetzt steht dieser Korridor nicht. Dazu wird das Kurdische Problem größer. Vormals eher schwach sind diese nun dank US und deutscher Hilfe eine sehr ernst zu nehmende Kraft geworden. “

      Wenn der Erdo seine Flüchtlingskarte ausspielt, dann ist ganz schnell Ruhe mit den Kurden. Dann brauch die Uschi unsere Tornados über DE und die durch die syrische Hitze geplagten G60 innerhalb Europa. Dann versichere ich dir, die Kurden verlieren innerhalb Stunden all ihre Herrlichkeit

      Na hoffen wir, daß der Erdo das noch nicht auf seinen Zettelchen hat. Der hat nix mit „Flüchtlings“-Karte zu tun. Reiner Zufall alles.

      Die Hoffnung stirbt zuletzt

      Frage
      Wann hat eigentlich die Uschi ihre Tornados und G60 runtergeschickt und wann war das nochmal mit den „Flüchtlingen“ ?

  7. Bis auf paar Detail-Fragen sind wir uns wohl einig, das die SAA Richtung Euphrat marschiert und die Kurden das Problem Raqqa haben. Mossul ist auch in den letzten Zügen. Man kann wohl ohne Risiko sagen: In der 2. Jahreshälfte ist IS als Gebiet Geschichte. Im Untergrund und in anderen Staaten (Libyen) wird es fortbestehen.
    Während der Kampf der SAA gegen die Proxys der Möchtegernmächte weitergeht, dürften die Kurden Ihren Kampf beendet haben. Die USA werden wohl ihre Präsens reduzieren und vor allem den Geldhahn deutlich zudrehen, fangen dann die Streitereien zwischen den Kurden an oder heißt der gemeinsame Feind dann Türkei. Ich glaube, wenn man über das Ende der Kriege in Syrien schreibt, muss man das Thema wenigstens erwähnt haben: die Mühen der Ebene.

  8. Wie bereits bei den bisherigen Waffenstillständen sollte man skeptisch bleiben:
    1. Al Nusra sitzt in den D-Zonen und wird sicher den Kampf nicht einstellen, die SAA erhält dort aber keine Luftunterstützung mehr; das gilt auch für die anderen Terroristen dort, die dem Abkommen gar nicht zugestimmt haben
    2. Saudis, Zionisten und entsprechende US-Fraktion werden Nusra und IS weiter unterstützen
    3. Erdogan hat stets gerne das Gegenteiol von dem getan was er gerade unterzeichnet hat.
    Vor allem aber: Der ganze Plan läuft auf eine Aufteilung Syriens hinaus, selbst wenn die Waffen im allergünstigsten Fall schwiegen und die syrische Regierung alol das bekäme was angeführt wird, was ja durchaus ein akzeptables Minimum wäre. Die beiden mittleren D-Zonen sind in keiner Weise lebensfähig, die kurdischen Gebiete mit US-Protektion schon, die türkischen Zonen inklusive Idlib würden zu einer defakto türkischen Provinz, die südliche Zone würde zu einer Pufferzone des zionistischen Gebildes.
    Insgesamt eine äußerst instabile Konstruktion, die spätestens mittelfristig nach allseitiger Aufrüstung zusammenbrechen wird.
    Nach wie vor ist in keiner Weise ersichtlich, wie ein wirklicher Frieden in Syrien aussehen würde bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Integrität Syriens. Dazu sind die Ziele der Kriegsgegner absolut unvereinbar. Demokratische Wahlen würden in den Terroristengebieten nicht abgehalten werden können und da Assad sowieso wiedergewählt werden würde, wird es eine solche Lösung seitens der Imperialisten auf gar keinen Fall geben.
    Nach wie vor erscheint als einziger Ausweg zum Frieden wie schon von Assad festgestellt, der militärische Sieg der SAA über die Terroristen. Dach kann es Verhandlungen mit den Kurden über eine Autonomie und allgemeine demokratische Wahlen geben, da hier keine antagonistischen Widersprüche vorliegen.

    1. @egester

      Sie sollten das mit den Sicherheitszonen nicht all zu eng sehen. Tatsächlich sind die nur dort verbindlich und sicher, wo sich die Militanten auf Waffenstillstände mit der SAA und ihren Verbündeten einlassen. Dort zählt ganz klar Leistung für Gegenleistung.
      In uns ist immer das Narrativ des Westens, dass es um den Schutz der Zivilbevölkerung gänge. Um den ging es Russland und Syrien aber eh schon in der Vergangenheit. Gerade Russland hätte (denke ich) die militärischen Mittel, Jihadisten-Gebiete einfach kurz und klein zu bomben und eben das hat man wegen der Zivilbevölkerung und der Erreichung eines wirklich dauerhaften inneren Friedens tunlichst unterlassen.

      Dass die Jihadisten in der Idlib-Tasche das übliche Spiel (Auffüllen der Kräfte für neue Offensiven) treiben können, wurde in Astana nicht vereinbart. Und die syrische Luftwaffe war auch am heutigen Sonntag in Nord-Hama ordentlich aktiv:

      > The Syrian Arab Air Force (SYAAF) carried out several airstrikes over the northern countryside of Hama, today, targeting several jihadist strongholds near the Idlib Governorate axis. Syrian jets flying from the Shay’rat Airbase began the day by striking the jihadist rebels inside the towns of Al-Lataminah, Kafr Zita, and Morek.

      Diese Sicherheitszonen sind jetzt auch nichts so sensationell Neues. Sie sind die konsequent weiter gedachte Politik der Versöhnungsabkommen und geben Militanten, die in Bündnissen mit den Jihadisten stehen, Optionen auszusteigen. Ja, das sind regelrechte Aussteiger-Programme. Denn es wird immer enger für die „Moderaten“ und ein humanistisches Konzept kann nicht die Vernichtung „der Bösen“ beinhalten.
      Und daher werden die Schutzzonen in den kommenden Wochen (auch wie bei den Versöhnungsabkommen) in ihren Grenzen zum IS und den Jihadisten (al-Nusra und Co) erst noch definiert, was für viele Milizen auch die Stunde der Wahrheit bedeutet.

      Nochmal zu Idlib: Das ist genau der Grund warum die Türkei so wichtig als Verhandlungspartner in Astana ist. Denn die ganze Infrastruktur die über die türkische Grenze den Krieg in Idlib erst ermöglicht, muss Zug um Zug ausgedünnt werden, bis zur kompletten Lahmlegung. Das ist ein hochkomplexer, teilweise kleinteiliger Prozess. Es gibt massenweise Profiteure des Krieges in der nördlichen Grenzregion (was ich gar nicht verurteilen möchte); die müssen irgendwie nach und nach eingefangen werden. Und die Jihadisten schauen da mit Sicherheit nicht demütig zu, die werden regional und lokal ordentlich Druck und Terror ausüben.

      Syrien schaut außerdem ganz genau, was die neue FSA da südöstlich von Damaskus treibt und scheucht die US-Proxies derzeit in die Wüste zurück:

      > The Syrian Arab Army (SAA) launched an important operation on Sunday to halt the advance of the Jordanian-backed rebel forces in the Damascus countryside.
      Led by their 5th Legion, the Syrian Arab Army kicked-off the powerful assault from their positions at the Al-Seen Airbase in east Damascus, striking the Jordanian-backed rebels of the Free Syrian Army (FSA) in the Biyar Al-Saba area.

      Quelle: https://www.almasdarnews.com/article/syrian-army-begins-important-operation-prevent-us-jordanian-troops-entering-damascus/

      Herzliche Grüße an alle und danke an das PB für die kontinuierliche tolle Arbeit;
      ped43z

    1. Danke Parteibuch für die Karte und den Beitrag zur Diskussion der kommenden militärischen Aufgaben.
      Alles sieht nach einem Wettlauf auf Deir Ezz Sour aus. Was beim Blick auf die Karte sofort auffällt, den besten Zugriff hat die YPG/SDF . Sie stehen nur ca 50 km entfernt und haben genügend Einheiten, um das nordöstliche Umland der Stadt zu besetzen. Und wenn sie klug sind, werden sie genau das tun, anstatt
      Ihre Kämpfer im Strassenkampf in Raqqa zu verheizen. Und die große Unbekannte bei allem ist die US Strategie. Auch wenn Trump sicherlich ein besserer Präsident als alle anderen, sollte man die USA weiterhin mit Mißtrauen betrachten. Es geht hier immer wieder um strategische Positionen,
      auch die viel diskutierten Öl und Gas Pipelines dienen ja dazu, Rußland strategisch zu schwächen.
      Frankreich wird wohl weiterhin gemeinsam mit England alles tun, um dem Syrischen Volk zu schaden.
      Daher sind die Vereinbarungen aus Astana sehr gut,
      um so wichtiger, dass die drei Länder weiter zusammenarbeiten

      1. Nordöstliches Umland ist aber nicht Deir ez Zur, eine Luftlandeoperation um sagen wir mal die Fährstation zu sichern und dann die Kämpfer überzusetzen liegt auch nicht sehr nahe.

        Kann sein, dass sie bis um Euphrat gehen; aber kaum darüber.

        Und eines ist ganz klar an Trumps Strategie: ein schneller Erfolg gegen ISIS, und das ist in der Mediengesellschaft vor allem die Einnahme der „Hauptstädte“.

        Dafür kriegen die Kurden Geld und Ausrüstung. Eine Konfrontation mit Damaskus wäre eine andere Liga,braucht mehr Einsatz, erhöht die Risiken; klingt nicht nach der Strategie, die jetzt auch in dem Entwurf zum Anti-Terror-Gesetz aufscheint.

  9. Was die syrischen von den Kurden gehaltenen Gebiete anbelangt, so gehe ich nicht davon aus, dass diese länger als mittelfristig Bestand haben werden. Sie waren niemals in dieser Größenordnung vorgesehen und sind vor allem der Türkei, aber unter der Hand sicher auch Syrien ein Dorn im Auge. Es ist also gut vorstellbar, dass die Türkei und Syrien sich einen schönen Tages in Sachen Kurdengebiete äußerst prächtig verstehen werden und das „Problem“ gemeinsam angehen werden. Das wird dann sehr vermutlich zu einer Zeit passieren, wenn die USA dort nur noch sehr marginal präsent sind und auch den Geldfluss in andere Projekte umgeleitet haben.

    Sollten die Tigers und das 5th Korps bei allen Gerüchten wirklich auf Deir Ezzur marschieren, wäre interessant, ob sie dann auch den Euphrat überschreiten und bis an die kurdisch besetzten Gebiete ranrücken. Man könnte das natürlich damit erklären, dass dort ein ölreichen Gebiet ist, aber auch den Rückschluss ziehen, dass die SAA ein näheres Sprungbrett nach Qamishly haben will.
    Was an sich ja schon mal ein gewaltiger Fingerzeig für die längerfristige Zukunft wäre…

  10. Beobachtet an die Ereignisse der letzten Tage, sieht es gut aus.
    Relative Ruhe an den meisten Fronten der vier Gebiete; allerdings Luftschläge gegen Terroristen, und Kämpfe im nördlichen Hama um Zilaqiat.

    Die Tiger sollen zurück in Ostaleppo sein, und mit Beschuss den Vormarsch nach Süden Richtung Maskanah vorbereiten.

    In Ost Homs geht es vorwärts gegen ISIS, der südliche Teil der Tasche könnte bald weg sein.

    Und noch weiter südlich gibt es eine recht große Bewegung am Highway Damaskus-Bagdad.

    Das war ja mein Wunsch, nicht die „Grünen“ dort frei schalten zu lassen, und auf jeden Fall die Verbindung mit East Qualomom und Dumayr verhindern. am besten bis zur Grenze, auf der anderen Seite haben die Iraker ja ISIS schon vertrieben.

    Es gab keine Berichte über Kämpfe; aber da ist eben auch kaum jemand.

    Noch zum Fortgang in den vier Zonen: die sind nicht dauerhaft eingerichtet, sondern zeitlich begrenzt, und unter der Prämisse eines einheitlichen Syriens.

    Es ist nicht ganz auszuschließen, dass Türken und Jordanier/Israelis die „Nordwestzone“ und die „Südzone“ vermehrt unter ausländischen Einfluss bringen wollen.

    Andererseits muss man das Positive sehen: es werden offenbar viele Kräfte frei, um im Osten möglichst große Gebiete einnehmen zu können.

    Es wird weiterhin Luftschläge geben, vielleicht auch gezielte Angriffe auf HTS, andere Aktionen, um den Infight zu fördern.

    Und wer sich den irgendwann stattfindende Wahlen nach neuem Muster nicht stellen will, oder dabei chancenlos ist, wird unmittelbar wieder zum Gegner der Regierung in Damaskus.
    Dann kann man den Kampf leicht wieder aufnehmen, aber dann mit einem „freien Rücken“, wenn ISIS weitgehend zurückgedrängt ist.

  11. Der Krieg ist noch lange nicht zu Ende! – Vor allem weil die Einschleusung von Terroristen über Jordanien, Israel und die Türkei jederzeit wieder reaktiviert werden kann! – Das ist und bleibt ein ständiges Damokles-Schwert, welches über dem Land hängt.

    Einzige BASIS-Lösung um derartigen Kriegen ein für alle Mal Grund und Boden zu entziehen besteht in einer generellen Offenlegung aller Interessen. Dies wird aber nur möglich sein, wenn die entsprechenden Boden-RENTEN (s.a. http://www.rentgrabbing.com / http://www.sffo.de/sffo/aufsatzu-html#Boden ) auf ALLE Weltenbürger entsprechend umverteilt UND Wirtschaft, Staat und Kultur in einen permanenten Entflechtungsprozess verwoben werden, erst dann wird es eine Chance auf WELTWEITEN Frieden geben können! Die ist ja kein lokales, sondern für das IMPERIUM ein GLOBALES Problem! – Dazu gehört natürlich als ERSTES, dass auch LINKE mal endlich anfangen über Bodenrente zu denken auch wenn dabei die ein oder andere Denk-Doktrin zu Gunsten des Fortschritts geschleift werden muss! – JA auch für die LINKE sind genügend Herausforderungen DA!

  12. Grüne Busse in Barzeh; in Quabun dürften sie auch bald einfahren.
    Wieder eine Tasche ausgeräumt, Front verkürzt, Kräfte frei für recht schnelle Aktionen gegen ISIS.

    Oder man widmet ich doch erst dem Gebiet um Mazra at Bayt Jinn, da gab es letztens schon Aktionen, gehört wohl nicht direkt zur südlichen Tasche, zumindest der Teil in der Provinz Damaskus wird wohl nicht grün bleiben sollen.

    Heute soll es sogar erste Abzüge von HTS aus Yarmouk geben; eigentlich ein „lustiger“ Vorgang, es gibt ein Abkommen, wonach die „Moderaten“ die „Terroristen“ von HTS in Idlib bekämpfen sollen, und in grünen Bussen kommen weitere HTS-Kämpfer an.

  13. Korrektur: die Busse waren heute nicht grün.;-)

    Dafür jetzt auch ein massiver Vorstoß entlang der Straße Damaskus-Palmra, südlich von Ost Qualamoun.

    Das sind jetzt seit gestern 500 km^2 in der Karte, wieder keine Bilder von Kämpfen.

    Nur um mal den gigantischen Push der „Grünen“ einzuordnen, da ist nicht viel.

    Falls ISIS noc nennenswerte Kräfte in diesem Gebiet hat, dürfte es bei Al Busayri und Khunayfis schwieriger werden; aber auch nicht zu schwierig, wenn genug Loaylisten angreifen, strategisch sind die dort im Eimer und das sind keine Städte, die sich für eine große Schlacht eignen, wie Al Bab oder Manbic etc.

  14. @ H Meier : Syrien-Krieg „Was bleibt dann von Gansers These
    noch übrig?“
    Ginge es nur um Gas, dann hätte auch Russland kein Interesse
    an einer Pipeline durch Syrien – ein „Sperr-Riegel“ in Ost-Syrien
    nützt dem russischen Gas.

    Nun ja, Herr Ganser spart andere Motive weitgehend aus, die
    Motive der USA mögen andere sein als die Motive Israels –
    überhaupt kommt bei Ganser Israel nur wenig vor.

    Wenn man sich vorstellt, dass Israel aufgrund seines Einflusses
    über Mossad-CIA, über die Politik AIPAC in USA, über das Geld-
    wesen/Banken/Wallstreet, über die Medien/Ideologie – Führung
    der europäischen Eliten und über religiöse Kanäle in Sachen
    Moral (enge Verbindung in die evangelikale Ecke), vermutlich
    auch zu den Saudi-Wahabiten, an den Schlüsselstellen der
    Macht sitzt – ist es nicht verwunderlich dass man sich vor der
    öffentlichen Wahrnehmung weitgehend verborgen halten kann.

    Zu den israelischen Motiven wollte ich auf ein Interview von
    Ray Mc Govern hinweisen, einen pensionierten CIA-Mann, der
    u.a. zum Giftgas-Anschlag von Ost-Gutha im August 2013
    einiges zu sagen hatte (2016). Bei den Nachdenkseiten vom
    29.4.2017 ist die Übersetzung zu lesen, auch als MP3 anzuhören.
    Dort sagt ein hoher isaelischer Diplomat zu Syrien …
    „unser bevorzugtes Ergebnis ist kein Ergebnis“ !
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=38084
    MP3 insbesondere von Minute 21 12s bis Minute 24 38s
    Dies wird immer wieder mit der Rolle der Hisbollah begründet
    – das ist aber alleine nicht glaubwürdig. Schon der Irak-Iran-Krieg,
    der von den USA kräftig unterstützt wurde brachte ja bereits mit
    der Iran-Contra-Affaire ans Licht, dass sich Staaten, die nicht
    auf USA/Israel hören sich am besten gegenseitig zugrunde-
    richten sollen – was sie ja auch taten.

    „Warum buttert Katar Milliarden in Gaza?“ Nun ja, Katar ist
    klein und reich, was sollen sie mit ihren Milliarden machen ?
    Das selbe wie andere Länder (Saudi A),
    man investiert in Menschen mit „gleichem Glauben“ um sie
    von einem abhängig zu machen. Die Muslimbruderschaft bringt
    die Ideologie mit, Katar das Geld und die Türkei oder auch
    Ägypten die staatliche Grösse – so kann das grösste Freiluft-
    Gefängnis der Welt noch ne Weile weiterbetrieben werden.
    Stört das Israel ? Ich denke – nicht wirklich, liefert Gaza und
    die Hamas doch jederzeit die nötigen „Argumente“ für das
    gewünschte ruppige Vorgehen der IDF – um Menschen und
    ihre berechtigten Bedürfnisse geht es m.E. nicht – aber man
    kann medial verbreiten wie viel Gutes man für Menschen in
    Not tut. Und Israel kann die tausenden Mini-Raketen als
    „nationale Bedrohung“ grossreden.

    Es wäre allerdings möglich, dass in den USA und der Türkei
    die Erkenntnis reift, dass systhematisches Chaos und
    Zerstückelung irgendwann auf einen selbst zurück-schlägt
    (US-Gesellschaft gespalten, türkischer Bürgerkrieg droht) –
    und damit diese Länder ernsthaft diese Entwicklung beenden
    wollen. Deshalb hier im PB die Hoffnung,
    dass die Türkei es mit den Deeskalations-Zonen ernst meint
    und die USA nun den IS auch real ausmerzen wollen. Für
    Sabotage gibts aber genug Möglichkeiten.

    1. Meier, k49mich

      Katar ist über London engstens mit der zionistischen Mafia verbunden. Als Katar das Management der Hamas übernommen hat, oder es zumindest versucht hat, wie der Umzug von Khaled Mashal von Syrien nach Katar es nahegelegt hat, da lief Hamas dadurch Gefahr, kontrollierte Opposition für Israel zu werden. Wie ein Gespenst, das indirekt an den Fäden von Israel hängt, und das Israel immer aus dem Schrank holen kann, wenn Israel einen böse dreinblickenden, aber – da an Fäden, eigentlich harmlosen Feind braucht. Insofern wäre Hamas dank Katar wieder in die Rolle gekommen, für die Israel die Hamas-Gründung einst – gegen den Willen der PLO – unterstützt hat: ein nützliches Schreckgespenst.

      Nur gab es da gerade eine Entwicklung bei Hamas, die Israel eben deswegen überhaupt nicht schmecken dürfte: Hamas hat nämlich Khaled Mashal abgewählt und stattdessen Ismail Haniyeh, der selbst nicht im Exil, sondern in Gaza lebt, zum neuen Chef gemacht. Ismail Haniyeh ist dieser Mann:

      Das lässt auf wieder bessere Beziehungen zwischen Hamas und Iran – und Syrien – hoffen. Und obendrein hat Hamas dazu auch gleich noch die uralte Charter von Idiotismen gereinigt, die es bis dato Israel immer wieder einfach gemacht haben, Hamas als Schreckgespenst zu verwenden.

  15. @Parteibuch

    Wisst Ihr oder habt Ihr Informationen darüber ob die Gruppe Nour al Din al Zenki noch offiziel von den USA unterstützt werden?
    Sie haben sich ja offizell in die Hayat Tahrir al-Sham eingegliedert bzw verbündet .

    Danke im Voraus

  16. „Doch es ist auch ein Raum, in dem Menschen vor brutaler staatlicher Verfolgung geschützt sind. So wie Ahmad Alrifaee. Der 25-jährige Journalist aus Syrien sitzt neben May, auch er nutzte die Technik, aber er sagt lachend: „Diese andere Welt im Darknet kenne ich gar nicht. Das ist für Waffen und Drogen.“ Er dagegen wollte die Welt über den Krieg aufklären, den das syrische Regime gegen die eigene Bevölkerung führt. Er dokumentierte den Krieg, schickte Videos aus dem Land. Wer das tue, müsse online anonym bleiben: „Es gibt Menschen, die ohne Darknet gearbeitet haben, aber innerhalb einer Woche oder noch am gleichen Tag verhaftet wurden.“ Den Begriff „Darknet“ nutze in Syrien niemand.in aktueller Kämpfer für die syrische Sache.“

    http://www.sueddeutsche.de/digital/republica-das-darknet-hat-ein-image-problem-1.3496902

    Eine interessante Angelegenheit.

  17. Qalaat Al Mudiq‏

    S. #Syria: #FSA launched counter-attack vs pro-Regime forces after they seized positions around Saba Biyar. http://wikimapia.org/#lang=en&lat=33.780860&lon=37.689285&z=12&m

    Der alte Terroristenfreund hat noch ein arabisches Statement drangehangen.

    Jetzt wird sich zeigen, wie stark die eine und die andere Seite ihr Engagement in diesem Gebiet gestalten wollen.

    Steigt die russische Luftwaffe ein, oder kommen massive Kräfte der Regierung, ist schnell Schluss mit der „FSA“ dort.

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