Syrische Armee rückt im Osten von Homs vor

Wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA am heutigen Sonntag mitteilt, haben die syrische Armee und ihre Partner heute einige Dörfer, Hügel und Öl- und Gasbohrlöcher östlich der Metropole Homs eingenommen.

Hassan Ridha hat eine Karte zu diesem Vorstoß der Armee veröffentlicht:

Im Wesentlichen geht es dabei also um den südwestlichsten Zipfel des von ISIS-Terroristen nördlich der Straße Homs-Palmyra beherrschten Gebietes, wie auf nachfolgender Wikipedia entnommener Karte eingekreist.

Die Nachschublinie von Homs nach Palmyra wird also weiter gefestigt. Erst wenn das in ausreichendem Maße gelungen ist, dürfte es von Palmyra aus weiter nach Osten in Richtung Deir Ezzor gehen.

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16 Gedanken zu “Syrische Armee rückt im Osten von Homs vor

  1. Bevor die Armee weiter auf DerEzzor vorrückt sollte man lieber erstmal alles bis zur Achse Maskana-Palmyra erobern, alleine schon um die Fron zu begradigen. Der Ezzor ist doch ein prima Blutmühle.

    1. „alles bis zur Achse Maskana-Palmyra“

      Wäre der gerade Weg; aber kann auch viel Zeit kosten, und wenn die örtlichen Stämme sich vehement wehren, ist es auch nicht einfach.

      Dicht besiedelt ist ja nur das Gebiet im Westen, direkt an die regierungsgehaltenen Gebiete angrenzend.
      Wenn man von Palmyra aus nordwärts geht Richtung Ithriya, dann geht das durch relativ leere Gebiete.
      Eine breite Verbindung schließt einerseits die Terrorfreunde in Ost-Homs ein; das verbessert doch stark die Ausgangslage für Verhandlungen.
      Andererseits dürfte das auch als Basis für einen Vorstoß nach Osten reichen; eine weitere Nachschublinie, falls es Gegenoffensiven von ISIS gibt, und man kann kaum wieder überrascht werden.

      Das Gebiet südlich des Stausees sollte irgendwann mehr oder weniger abfallen.
      Die SDF dürft eher nach Osten Richtung Raqqa gehen, und „grüne“ Aktivitäten sind noch nicht gemeldet worden.

      Dagegen hat die ehemalige „New Syrian Armee“, bekannt geworden mit einer gescheiterten ISIS-Hinterlandaktion mit erheblicher amerikanischer Unterstützung, ein Fähnchen mitten in die südliche Wüste gesetzt, hier eine Karte.

      Die erste berichtete „Eroberung“ fand mal eben 200 KM weiter als das bisherige Gebiet statt; da ist nix.
      Trotzdem muss ja nicht erst alles grün werden, Am Euphrat gibt es dann wieder relevante Gebiete.

  2. Liebe Parteibuch par informationen aus Balkan Forum
    SAA macht vorbereitung für sturmung von Lataminia und Kafr Zita. Städte werden täglich bombardiert. Lataminia macht sorgen vielen pro SAA forumschreiber weil angeblich etwas höher liegt und SAA muss von unten nach oben angreifen. Viele halten für besser zuerst Morek oder sogar Kafr Zita anzunehmen und erst dann Lataminia zu sturmen.
    In Damaskus hat SAA angeblich alle Tunele zestört, was sofort zu Preis anstieg bei Nahrungsmittel gewirkt hat. Deswege haben sofort verschiedene Milizen Lager von anderen Milizen gesturmt um ihre Reserve zu erobern. Es ist zu einen echten Krieg gekommen welche bis heute abend angeblich 98 Islamisten Leben gekostet hat. Angeblich haben gewisse Milizen ihre Linie verlassen. In Qabun fehlt an Munition.
    Kurden sind sehr weit in Tabqa gekommen und werden Stadt bald annehmen.
    Nächste paar Wochen werden interessant sein.

  3. Auch hier würde mich interessieren, welche kurzfristige finanzielle Bedeutung die Eroberung der erwähnten Öl- und Gasbohrlöcher hat für die syrische Regierung hat.
    Kann man sich das so vorstellen,dass diese während der IS-Besetzung einfach weitergelaufen sind und jetzt nur durch Regierungstruppen übernommen werden? Das würde das Argument „dem IS den Geldhahn zudrehen“ unterstützen.
    Oder handelt es sich „nur“ um stategische Gewinne und die Bohrlöcher sind durch die militär. Auseinandersetzungen inzwischen funktionslos?

    1. Pragmatisch

      Natürlich setzt die syrische Regierung eingenommene Öl- und Gasförderanlagen so schnell es geht instand, wenn sie beschädigt war oder aufgrund mangelnder Wartung nicht funktioniert.

      Aber finanziell ist das für die syrische Regierung nicht so wichtig. Mehr Ölförderung in Syrien bedeutet kurzfristig lediglich, dass Iran Syrien mit weniger Öl auf Kredit aushelfen muss. Mehr Gas kann bedeuten, dass es bald mehr Strom für die Bevölkerung gibt, wenn es denn funktionierende Kraftwerke gibt und das Gas auch dahinkommt. Das würde dann bedeuten, dass das Leben für die Bevölkerung wieder etwas normaler wird, was sicherlich eine schöne Sache ist.

      Aber was wirklich wichtig ist, ist, dass ISIS-Terroristen aus der Kontrolle über Öl- und Gasanlagen keinen Honig mehr saugen können.

    1. @Felix Klinkenberg

      Vielleicht greift Russland mit dem Vorschlag Syrien in insgesamt vier Zonen zum Spannungsabbau einzurichten wieder die Idee von 2012 auf?

      „Die OVKS bereit zum Kampf gegen Daesh unter Schirmherrschaft der UN“

      http://www.voltairenet.org/article188713.html

      „Während der Genfer Konferenz im Juni 2012 hatte Präsident Putin die Entsendung der OVKS nach Syrien in Betracht gezogen, aber Frankreich kurbelte den Krieg an, ehe die Organisation einsatzbereit war.“

      1. Sehr geehrter Günther, überall auf diesem Planeten, wo die US Army, ihre Blut triefenden Stiefel in den Boden gerammt hat, da blieben SIE EWIG. Sie haben den Plan, fast perfekt Umgesetzt, erst haben ihre Höllenkreaturen, von ISIS, die Erforderliche Ethnische Selektierungen vorgenommen, dann haben sie mit Hiwis ( Kurden und Moderaten Rebellen ), die Gebiete besetzt, die nun von den UNO „Friedenstruppen“ abgesichert werden sollen.

  4. @Felix Klinkenberg

    Sehr geehrter Felix Klingenberg bzgl. US Army und UNO „Friedenstruppen“ teile ich Ihre Bedenken, denn da ist erfahrungsgemäß natürlich Vorsicht geboten und ob mein vermuteter „Vorschlag für OVKS Einsatz“ überhaupt Zustimmung finden würde ist mir derzeit nicht bekannt?
    Nur fände ich einen OVKS Friedenseinsatz wesentlich besser als Sicherheitsgarantie für Syrien als andere Optionen.
    Wir wissen auch nicht wie sich die Lage in der Türkei entwickelt ? .. zumindest erscheint mir bei Eskalation eine OVKS Pufferzone zu bzw. in Syrien als keine schlechte Option nach über 6 Jahren Leid und Zerstörung?
    Vielleicht auch nur ein taktischer Vorschlag um Zeit zu gewinnen oder ein Gegenvorschlag um UN (USA) „Friedenstruppen“ begründet ablehnen zu können?

    Wir sollten bei so vielen Fragen und Möglichkeiten derzeit diese Meldung einfach nicht überbewerten.

    Vielleicht kann ja das PB einmal die Lage bzgl. OVKS Einsatz beurteilen ?

    mfg

  5. nach dem Sputnik Artikel ist von einer Teilung
    Syriens in vier Zonen gar nicht die Rede.
    Die Überschrift ist irreführend. Ich verstehe den Artikel so,
    dass entlang der Grenzen zu den Rebellengebieten, Idlib, Ost Gouta,
    Nord Hama und im Süden Pufferzonen eingerichtet werden
    die dann international überwacht werden sollen.
    Sputnik bestätigt dies nicht offiziell, sondern beruft sich auf einen
    Vertreter der Rebellen, der an den Astana Gesprächen teilnimmt.

    Also gibt es die Astana Gespräche noch. Es war in letzter Zeit nichts mehr davon zu hören. Ich halte es auf jeden Fall für gut, wenn diese Gespräche weitergehen
    und die Genfer Gespräche überflüssig werden, denn da sind viel zu viele Länder beteiligt, die in Syrien gar nichts zu suchen haben.

    Die Gefahr einer Teilung würde sich dann verschärfen, wenn es der SAA nicht gelingt, vor den SDF oder anderen aus Jordanien kommenden US unterstützten Rebellen in Deir Ezz Sour anzukommen. Es gibt da sicherlich Pläne, den Südosten von Syrien abzutrennen. Die Pufferzonen wie im Sputnik Artikel dargestellt würde die SAA entlasten, so dass ein Vorstoß nach Deier Ezz Sour schneller und sicherer erfolgen könnte.

    1. ulrich meier
      nach dem Sputnik Artikel ist von einer Teilung
      Syriens in vier Zonen gar nicht die Rede.

      So würde ich es auch sehen. Alle Gebiete liegen im potentiellen Einzugsgebiet der syrischen Regierung, eine Vierteilung würde anders aussehen.
      In der Province Idlib gibt es keine Kämpfe, die sind in Nordhama und Aleppo. Zwischen Hama und Homs ist es relative ruhig,
      Ostghouta läuft wohl in Richtung Bustransfer, die Kämpfe sind derzeit außerhalb (westlich der Autobahn)
      Und im Süden scheint die SAA nur das notwendigste zu machen.
      Eigentlich läuft alles in die Richtung: Alle Gebiete ohne Kämpfe sichern um sich auf die Brennpunkte konzentrieren zu können, eine Vierteilung ware dann wohl: östlich des Euphartes (Kurden); Südöstlich in der Wüste (US-Proxis) Idlib (türkische Proxis); SAA-Gebiet und da ist keine Rede von.

  6. „Wie man auf Fotos und Videos, die von pro-kurdischen Quellen veröffentlicht wurden, erkennen kann sind weitere russische Fahrzeuge und Truppen im Gebiet des Bundeslandes Afrin das von den Einheiten des kurdischen Volksschutzes (YPG) gehalten wird eingetroffen.“

    https://de.southfront.org/weitere-russische-fahrzeuge-und-truppen-betreten-das-von-ypg-gehaltene-gebiet-in-nord-syrien-fotos-video/

    Auf den verlinkten Bildern sind wieder russische Begleitfahrzeuge ähnlich Aleppo als Militärpolizei ? ( mit Blaulicht ) gekennzeichnet.

    Kenne mich da zu wenig aus, aber deutet dies eigentlich nicht auf einen OVKS ähnlichen Einsatz hin?

    1. Günther
      Kenne mich da zu wenig aus, aber deutet dies eigentlich nicht auf einen OVKS ähnlichen Einsatz hin?

      Hier dürfte es wohl darum gehen, durch pure Anwesenheit den Kurden bei Ihren Angriff auf Raqqa den Rücken frei zu halten. Also den selben Zweck, wie die USA-Präsentschaft im Nordosten.
      Ein Zeichen, das es immer noch eine Zusammenarbeit USA, Russland, Kurden gibt, was man auch in den letzten Tagen gesehen hat, als die SAA in Osthorms IS angriff, während die Kurden in Tapqa vorwärts gingen. Da scheint Trump nicht alles zerbomt haben.

    2. Sehr geehrter Günther, das sind die Mitarbeiter, des Versöhnungszentrum aus Hmeimim, die die Türkei wohl Abhalten sollen, die Kurden Enklave Afrin , Anzugreifen und zu Besetzen.

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