Syrische Armee rückt im Norden von Hama noch ein Stückchen vor

Nach den großen Erfolgen gestern und vorgestern ist die syrische Armee am heutigen Montag bei ihrer Gegenoffensive im Norden der Provinz Hama ein weiteres Stückchen in Richtung der von Al-Kaida-Terroristen beherrschten Ortschaft Lataminah vorgerückt.

Wie Yusha Yuseef mitteilt, hat die syrische Armee heute das südöstlich von Lataminah gelegene Dorf Masasneh eingenommen. 24 Resistance Axis‏ hat auch schon eine Karte dazu:

Die von Al Kaida geführten Terroristen versuchen nach dem Scheitern ihrer großen Hama-Offensive nun verzweifelt, die Gegenoffensive der Armee noch vor Lataminah zum Stillstand zu bringen. Wie @Watanisy mitteilt, waren die Terroristen damit im westlich von Masasneh gelegenen Dorf Zor al-Heisa, kurz auch Hisa genannt, nicht erfolgreich, aber im noch etwas weiter westlich gelegenen Ort Zilaqiat, der an der direkten Verbindungsstraße von Mahardeh nach Lataminah liegt, liefern sich die Terroristen nach wie vor Kämpfe mit der Armee. Die Armee und ihre Partner nutzen unterdessen die Luftwaffe und schwere Artillerie, um die Terroristen und ihre Nachschublinien weiter zu schwächen. Hier ist etwa die Schwächung der terroristischen Nachschublinien durch Kafar Zita direkt nördlich von Lataminah in einem Terroristenvideo zu sehen:

Angesichts dessen, dass die Terroristen in Lataminah von drei Seiten umzingelt sind und die syrische Armee und ihre Partner über überlegene Feuerkraft verfügen, ist nicht damit zu rechnen, dass sie sich da noch lange halten werden.

Nachtrag 16:30h: Von 24 Resistance Axis gibt es eine Prognose über den weiteren Verlauf der Kämpfe im Norden von Hama:

So in etwa könnte es sich da wohl durchaus entwickeln: erst Lataminah, danach Morek und Kafr Zita, und dann ist die Front gerade und die Gegenoffensive wird eingestellt.

Nachtrag 19:50h: Yusha Yuseef zufolge hat die Armee im Norden von Hama nun auch das rund zwei Kilometer westlich von Masasneh gelegene Dörfchen Zore Al-Mahroka eingenommen, und außerdem Zore Al-Teba, wo immer das auch sein mag. Wie dem auch sei, die syrische Armee und ihre Partner scheinen da jedenfalls weiter voranzukommen.

Nachtrag 20:20h: Von Vasto gibt es eine frische Karte zu den heutigen Geländegewinnen der syrischen Armee im Norden von Hama:

Zilaqiat wird da als noch nicht von der Armee eingenommen dargestellt, weil da letzten Meldungen zufolge immer noch gekämpft wird.

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37 Gedanken zu “Syrische Armee rückt im Norden von Hama noch ein Stückchen vor

  1. „Angesichts dessen, dass die Terroristen in Lataminah von drei Seiten umzingelt sind und die syrische Armee und ihre Partner über überlegene Feuerkraft verfügen, ist nicht damit zu rechnen, dass sie sich da noch lange halten werden.“

    Diese enge Tasche hielt sich vor der vorletzten und vorvorletzten Offensive der „Rebellen“ dort eigentlich ganz gut.

    Aber das Momentum ist natürlich jetzt auf Seiten der SAA und Verbündeten.

    Und wenn die Tiger und sonstige Offensivkräfte gerade zahlreich vertreten sind, dann wird man wohl nicht stehen bleiben, so lange es vorwärts geht.

    Die verschiedenen Gruppierungen senden ja immer Berichte, wenn sie zu einer Front fahren; weiß man denn, wie viele der versammelten „Rebellen“ noch da sind?
    Anscheinend kam ja die letztens flehentlich angeforderte Verstärkung aus allen Ecken Idlibstans nicht in ausreichendem Maße.

  2. andreas

    Man weiß es nicht, aber die syrische Armee wird es sicherlich wissen. und ich vermute, der Armee wäre es nur zu Recht, wenn noch viele Terroristen aus dem schwierigen Berggelände in Idlib in die für die Armee vorteilhaftere Ebene von Nord-Hama rauskämen, um sich da eliminieren zu lassen. Aber viele Terroristen scheinen da nicht mehr nachzukommen, was auch der Grund sein dürfte, dass die Armee da nun kräftig vorwärts geht.

    Die große Frage, auf die es noch keine Antwort gibt, ist, wie weit die Armee den Terroristen an der Front noch nachsetzen wird, bevor ihre Kräfte erstmal wieder auf andere wichtige Fronten konzentriert.

  3. Im Lichte der laufenden Nord-Hama-Offensive muss man dann wohl die, vermeindliche?, West-Aleppo-Offensive neu betrachten.
    War sie nur Blendwerk um terroristische Ressourcen im norden zu binden, um dann mit voller Kraft in Nordhama zuzuschlagen?

    1. Pitt

      So wie ich es sehe, könnte sie zwei Funktionen gehabt haben:

      1. Ablenkungsangriff für die Nord-Hama-Front
      2. Bewaffnete Aufklärung für eine kommende West-Aleppo-Offensive

  4. Frontbegradigung klingt erstmal gut. Sinnvoller wäre es aber mindestens noch Khan Scheikun einzunehmen.

    1. Bohnennase

      Um Khan Sheikhun dann auch halten zu können, müsste die SAA dazu wohl auch gleich die umliegenden Hügel einnehmen. Ich kann mir gut vorstellen, dass für die schroffen Hügel da und in anderen Gebieten von Idlib andere Spezialisten als die in der Nord-Hama-Ebene gerade aktiven besser geeignet sind.

  5. Diese Typ heiss Sheich al Buahmed, angeblich ist sehr reich.

    Letzte paar Jahren hat SAA finanziel mit Donationen unterstützt. Nach dem 5 Korpus gegrundet würde, hat er mehrere Stämme ist Ost Homs auf seine Seite bekommen und angeblich mit eigene Geld ihnen diese Waffen gekauft. Wie viel Leute stehen unter seine Komando ist unbekannt aber seine Leute halten zur Zeit Positionen in Deir Haffer Platou und bei Palmira.

    Es ist für SAA wichtig solche Leute an ihre Seite zu haben, besonders in Palmira und Deir el Zoir Gebiet. Kurden haben mehrere solche schon an ihre seite bekommen.

    Bericht ist aus Balkan Forum. Ich finde interessant und verzichte auf jede Kommentar von meine Seite.

    1. Zgvaca, der Bericht ist sehr interessant, hier in Deutschland gab es sowas im 30 jährigen Krieg. Persönlich begründete Gefolgschaften.
      sind die Terroristen auch so organisiert?
      besteht der Kern aus solchen Gefolgschaften, die auch die Gruppe oder sogar die Seiten wechseln können. Das ist dann für westlich denkende Leute vollkommen unübersichtlich. Und die Anführer haben dann die nötigen Kontakte nach Riad, Doha und Tel Aviv.

      Es wäre sicher gut, wenn die SAA noch mehr solche Unterstützer hätte, aber wenn es da nur auf Geld und Bezahlung ankommt, dann kann man sich auf die nicht verlassen, zahlt einer mehr, sind die wieder weg oder auf der anderen Seite. So war es hier im dreißigjährigen Krieg auch. Die Engländer, Franzosen und Spanier haben bezahlt und am Ende war Deutschland komplett verwüstet.

  6. bei Colonel Cassad weisen sie zu Recht hin, daß an der „epischen“ Hamasoffensive nur 10% der Idlib „Moderaten“ teilgenommen haben. Aus den unterschiedlichen Gründen also um die 8.000 bis 10.000. Das bedeutet die westl.Zöglinge könnten 70.000 bis 90.000 in Reserve haben.

    Also die Situation ist auch sehr gefährlich.
    Ich hoffe die syr. bzw. russ.Aufklärung schläft nicht

    Meine Meinung ist ja, mit Waffen kann man einen Bürgerkrieg nicht gewinnen. Man muss die Ausländer von den Einheimischen separieren und diese kann man bekämpfen und die Einheimischen brauchen einen Weg raus aus dieser Gewaltspirale. Was sie ja in Syrien auch machen, aber die Bilder von der Front sehen schon böse aus.

    Den Russen scheint langsam der Kragen zu platzen oder die Dörfer dort sind nicht wirklich gewillt für einen Frieden.

    1. „Ich hoffe die syr. bzw. russ.Aufklärung schläft nicht“

      Ich denke da nur an Palmyra und kann dem Satz voll und ganz zustimmen.

    2. Nur 10 Prozent

      Es kommt dabei aber auch darauf an, wie viele denn überhaupt frei einsetzbar sind.

      Die Fronten sind lang, überall brauchts Männer.
      Und dann müssen sie ja „ihre“ Dörfer „verwalten“, also Menschen drangsalieren etc.

      Da sind 10.000 Mann schon ziemlich viel, ich halte es für unwahrscheinlich, dass sie da jetzt eine Offensive mit 20k nachschieben könnten.

      1. andreas

        Vor allem gibt es bei den Terroristen kein funktionierendes zentrales Kommando und keine Disziplin. Da macht jede Bande, was sie will. Wenn die Situation nach einem Sieg für die Terroristen aussieht, machen viele gern bei Offensiven mit, um irgendwo irgendwas zu plündern und reich zu werden. Aber wenn die Zeichen nach einer krachenden Niederlage für die Terroristen aussehen, laufen zahlreiche Terroristen weg, in die Türkei, nach Deutschland, wohin auch immer, oder sie machen in Syrien aus Zivilisten und zeigen sich plötzlich versöhnungswillig.

        Das ist in etwa wie bei Kriminellen in Deutschland auch: sieht ein Raub oder Bruch erfolgversprechend aus, finden Anführer und Anstifter schnell zahlreiche Mittäter, ist dabei hingegen nichts als eine Polizeikugel in den Kopf zu erwarten, sinkt die Zahl williger Mittäter ganz rapide.

      2. „Die Fronten sind lang, überall brauchts Männer. Und dann müssen sie ja „ihre“ Dörfer „verwalten“, also Menschen drangsalieren etc“

        Ja das sind solche Gründe, von den ehemals 80 bis 100 K dort sind auch viele verwundet, arbeiten in der Logistik oder in der Etappe usw. und auch wie das PB schreibt, gibt es kein zentrales Kommando.

        Aber 20.000 bis 50.000 könnten Gewehr bei Fuss stehen

        —————————————-
        Floristen bei Colonel Cassad schreiben über eine ähnliche Situation im WK I , – So kannte ich die Geschichte nicht. Muss sie noch mal nachlesen, habe ich aber noch nicht geschafft.

        Also am Anfang des WK I sollen/sind die deutschen Elitetruppen extrem weit vorgestossen ( glaube kurz vor Paris ) und haben die Franzosen überrollt. Die Franzosen und die Engländer haben es aber geschafft diese Elitetruppen zu schlagen. Danach stand an der deut. Front nur die 3te bzw 4te Klasse von Soldaten. Mit dem bekannten Resultat.

        Die Situation ist ja fast ähnlich, diese Meinung mit vorbehalten.

        Syrien hat 2 „Elitedivisionen“ und wenn die geschlagen werden, sieht es finster aus.

        OK , um Damaskus sollen auch sehr gute Divisionen stehen, aber davon sieht und hört man wenig. Eigentlich zu wenig, kP ob wahr.

        Die AUFKLÄRUNG ist jetzt extrem wichtig

  7. Die bekannten Twitter-Accounts sprechen von 1000 toten o. verwundeten Terroristen bei der Hama-Offensive. Nur Belege in Form von Bildern gibt es wenig bis gar nicht.
    Die Orks schlachten jeden TOW-Angriff für ihre Zwecke aus. Dort scheint jeweils einer mit der AK in der Hand und einer mit der Kamera in der Hand zu sein.
    Das scheint bei der SAA anders zu sein, wobei die Waffe in der Hand auch manchmal sinnvoller als die Kamera ist.

    Frage: Woher bekommt man verlässliche Zahlen ober Verluste?

    Zudem gab es ab und zu Meldungen dass Russland mehr Kampfflugzeuge nach Latakia verlegt. Immer kleine Gruppen von max.4 Fliegern jeweils. Ist da was dran oder Teil der Rotation?

    mfg chris

    1. narf

      „Frage: Woher bekommt man verlässliche Zahlen ober Verluste?“

      Es gibt solche Zahlen nicht, von beiden Seiten nicht, jedenfalls nicht öffentlich, und erst recht nicht verlässlich. Solche Zahlen würde ich getrost als Propaganda betrachten, bei beiden Seiten. Es gibt allenfalls Anekdoten, manchmal Eingeständnisse wie „wir haben so viele Leute verloren, dass wir uns zurückziehen mussten“ und man kann ab und an aus dem Schlachtverlauf grobe Rückschlüsse ziehen.

      „Zudem gab es ab und zu Meldungen dass Russland mehr Kampfflugzeuge nach Latakia verlegt. Immer kleine Gruppen von max.4 Fliegern jeweils. Ist da was dran oder Teil der Rotation?“

      Russland stationiert schon seit langem so viele Flieger wie nötig. Engpass dürfte in der Regel nicht die Anzahl der Flieger sein, sondern die Anzahl der aufgeklärten Angriffsziele für die Flieger. Russland will ja schließlich Terroristen treffen, und möglichst keine Zivilisten und die Bomben auch nicht sinnlos in den Sand setzen.

  8. Al-Kaida-Chef Ayman Al-Zawahiri forderte die Jihadisten indes zu einem Strategiewechsel auf. „Beschäftigt euch nicht zu sehr damit, Gelände zu halten, sondern konzentriert euch darauf, die Moral der Widersacher zu zerstören“, erklärte Al-Zawahiri in einer Audio-Botschaft, die am Montag im Internet kursierte. Ziel sei es, den Gegner zu Tode bluten zu lassen. –
    >>>>>
    Sagt der Standard,bzw. plappert APA nach.

    Guerillakrieg gegen die „Kreuzfahrer“, das wäre ein Strategiewechsel, nach dem Al Quaida bis vor gar nicht zu langer Zeit noch anschicken wollte, da ganze Land zu übernehmen, geteilt mit dem IS.

    Die große Gefahr bei Versöhnungsverhandlungen; die Elemente geben ein paar Waffen ab, und sammeln dann den Sprengstoff für die Attentate.

    1. andreas

      Anders ausgedrückt: Al-Kaida-Chef Ayman Al-Zawahiri, beziehungsweise seine Hintermänner in Tel Aviv, Riad und Doha, haben erkannt, dass Al Kaida in Syrien heftige Niederlagen einstecken musste, deshalb inzwischen zu schwach für eine Fortführung des Frontkriegs ist und versuchen nun, in einen Guerilla-Krieg überzugehen, um Syrien trotz der sich abzeichnenden Niederlage von Al Kaida in Syrien weiter zu schwächen.

      1. Ja.

        Die Führung von AL Qaida war wohl ohnehin nicht begeistert vom territorialen Konzept; mit dem Erfolg Al Nusras als Terrormiliz mit erheblichen Geländegewinnen konnten sie wohl wenig dagegen sagen.
        Jetzt der Aufruf; ich denke ja nicht, dass sie auf die Frontkämpfer sehr großen Einfluss haben.

        Vielleicht wird es auch logistisch schwieriger; aber zumindest an TOWs gibt es offenbar keinen Mangel.

      2. andreas

        Es ist nicht nur höchst zweifelhaft, ob die Al-Kaida-Führung genug Befehlsgewalt oder Einfluss auf ihre Schützlinge in Syrien hat, um sie zu einem Übergang von Front-Kampf in Guerilla-Kampf zu bewegen, sondern praktisch ausgeschlossen. Denn das würde ja bedeuten, dass die Terroristen an der Front – etwa in Nord-Hama – aus ihren schönsten Stellungen abziehen müssten, um sich irgendwo hinter den Linien unter die Zivilbevölkerung zu mischen und da darauf zu warten, von der Armee kampflos überrollt zu werden.

        Und weiterhin müsste die Armee Al Kaida dann auch den Gefallen tun, sie kampflos zu überrollen und die Fronten aufzulösen. Doch damit wäre kaum zu rechnen, gerade wenn die Armee weiß, dass Al Kaida sich gern kampflos überrollen lassen möchte. Stattdessen würde die Armee dann wohl einfach nur kampflos in die besten Frontstellungen von Al Kaida einrücken, aber die Fronten eben nicht auflösen, sondern sie nur ein Stück verschieben, um Al Kaida und Co besser und fester einzuschnüren. Damit würde die ganze Aktion des versuchten Überganges von Front-Kampf in Guerilla-Kampf zu einem gigantischen Eigentor von Al Kaida.

    2. „Unsere arabische Legion“, wie ein Kriegsminister von Wallstreets propaganda- und militärgesichertem Dollarimperiums die aus Washingtons Saudiland gelenkten Wahhabi-Mörderbanden nannte. Und dann Guerillakrieg, mit Daesh-Söldnern gegen das Volk, klar, sicher. „Al CIAda-Chef Ayran Al Nato ruft die wertewestlichen Pseudolinken auf, dran glauben zu müssen.“

  9. Es sieht so aus, als wäre in den letzten 2 Tagen ganz schön Momentum aus dem Vorstoß der syrischen Armee herausgenommen worden.

    Bei der syrischen Armeeführung wundert man sich ja schonmal des öfteren über abrupte Stillstände (Al-Shaer Gasfelder, Palmyra, Tabqa).

    Hoffen wir,dass das o.g. Szenario noch beendet wird.

    1. @pragmatisch

      das war eigentlich aus mehreren Gründen zu erwarten, alles andere ist leider nur ein Wunschtraum, auch aus strategischen Gründen, wenn ich das Gelände ansehe und die Stärke bzw. Zustand der syr. Armee berücksichtige.

      Denn ab jetzt geht es gegen Städte die von Al Quaida schon jahrelang besetzt und gut gesichert sind

    2. Abruptes sehe ich da nicht.
      Auch das bisherige Zurückrollen der Verluste durch die „Rebellen“offensive ging nicht im Hurra-Stil, sondern dort eine Stellung, da eine Stellung, bis der größere Ort nur noch schwer zu verteidigen war.
      Insofern wären die Aktivitäten Richtung Morek und Al Lataminah noch vollauf dieser Linie.

      Ob es so kommt, kann man natürlich erst hinterher wissen.
      ISIS ist derzeit nicht ganz dringend; aber auch das kann sich schnell ändern, sollte Mossul endgültig und Raqqa unerwartet schnell fallen, dann sollte es eine Verbindung nach Deir ez Zur geben.

      Einiges spricht dafür, gleich in Nordhama weiter zu machen, wenn man schon mal da ist; sehr viele Offensivkräfte haben sie leider nicht.
      Aber auch andere Fronten gegen „Grün“, ergäben viel Sinn, Westaleppo, oder endlich Ghouta, oder auch im Süden gegen die besonders „Moderaten“.

      1. Ja, der Süden steht strategisch betrachtet ganz oben auf der To-Do Liste.
        Denn ohne die Kessel und Gebiete zum Golan und Sübwestjordanien auszumisten und die Grenze zu sichern, wird weiterhin sowohl Zionististan wie der US Vasall Jordanien, weiter Waffen, Munition, Söldner und Logistik nach Südsyrien zu den Terroristen schleusen.
        Einige Quellen berichten auch von israelischen und jordanischen Spezialeinheiten und Militärberatern, die sich auf Seiten der Terrorbanden im Süden Syriens tummeln.

  10. Schön zu sehen das Resistance Axis genau das prognostiziert, was ich bereits vor einigen Wochen hier im PB als wünschenswertes Ziel schrieb: Frontbegradigung auf Linie Morek – Kafr Zita.
    Hoffen wir das es schnell und verlustarm gelingt.
    Dann erstmal nicht witer sondern sichern und eingraben, denn andere Abschnitte sind akuter.

    @zgvaca, prijatelju 🙂
    Balkanforen, vor allem die Bosnischen bitte mit Vorsicht geniessen, denn da gibt es zwar durchaus gute und zeitnahe Quellen, aber leider auch eine Menge Islamisten und Djihadistenjubler, sowie reinste Wahabi- und Terrorpropaganda gegen Syrien, Russland, Iran und den sog. Westen.
    Ohnehin sehr traurig wie sich Bosnien in den muslimischen Gebieten stark negativ verändert hat.
    Vor und während des Krieges 1991-1995 war ich oft in der Region und die muslimischen Bosnier waren früher fast alle relativ westlich, tolerant und liberal, vor allem in Sarajevo und Mostar.
    Religion war meist nur Folklore und Brauchtum und Kopftücher sah man wenig, Vollverschleierte damals garnicht.
    Heute hingegen sieht man dort fast nur Kopftücher sowie viele Vollverschleierte, selbst bei Kindern und jungen Mädchen, früher undenkbar.
    Seit dem Krieg und danach, vor allem durch die in Bosnien verbliebenen Mudjahedin (je nach Quelle bis zu 8.000), da die Bosnische Regierung diesen fatalerweise Bosnische Pässe gab für ihre Militärdienste, sowie die massive Missionierung und den Bau dutzender großer Moscheenen und Islamzentren durch die Saudis, hat sich der muslimische Teil Bosniens stark islamisiert und radikalisiert.
    Was der wie üblich arrogante, ignorante und verblödete sog. „Westen“ immer noch nicht auf dem Radar hat, ist das somit mitten in Europa abertausende Djihadisten und Mudjahedin, viele noch mit all ihren Waffen aus dem Krieg, vor unserer Haustüre stehen und eine tickende Zeitbombe sind.

  11. http://www.ypgrojava.org/General-Command’s-statement-regarding-Turkish-airstrikes-on-April-25,-2017

    Auch nach gewonnenem Referendum kann Erdogan das Wasser nicht halten und bombardiert in Syrien herum, auf das HQ des Generalkommandos der YPG in der Provinz Hasaka, also ganz im Nordosten.

    Wahrscheinlich gibt es keinen Deal, der ihn verpflichtet, nicht die (von ihm selbsterkannte) „PKK“ zu bombardieren, egal wo?

    Der Schlag war jedenfalls zu groß, ihn unbeantwortet zu lassen; mal sehen, auf welcher Ebene dies geschieht.

  12. Netanjahu sagt Treffen mit Gabriel ab, weil er sich mit harschen Regierungskritikern trifft.

    Bröckelt die „Staatsräson“?

    1. ich glaube, das ist alles nur Show; es ist Wahlkampf…mit der SPD konnte die CDU bisher alles prima durchwinken; es ist absolut nicht glaubwürdig, das Gabriel das ohne Wissen von Merkel gemacht hat, möglicherweise auch mit Israel; meiner Meinung nach soll er hier als „kämpferisch“ verkauft werden, um den Eindruck zu erwecken die SPD stünde für Gerechtigkeit usw.,
      ausgerechnet, der Waffendealer Gabriel als „Widerstandskämpfer“

      1. @Anna

        „ich glaube, das ist alles nur Show“

        Ich hab‘ auch den Eindruck. Gestern der Kotau – und heute ein bisschen Krise und eigentlich wieder ein Kotau. Dieser ewige Blick in die Geschichte geht mir – wenn damit nur von den aktuell wichtigen Fragen abgelenkt wird – echt auf die Nerven.

        Es gäbe so viele aktuelle Themen, die Gabriel hätte ansprechen müssen: Ein-Staat-Lösung, syrische Golanhöhen, die noch ausstehende Ratifizierung der CWK durch Israel …

    2. Vergisst es.
      Gabriel trifft sich völlig harmlos mit paar Oppositionellen und Friedensaktivisten, und der Obermafioso des Zionist Apartheits Gebildes sorgt dreist unverschämt für einen Eklat indem er das Treffen kurzfrist absagt.
      Die beweist wie arrogant, ignorant und sich ihrer Macht und Sache sicher die Ziomafia ist, wenn sie so frechdreist mit einem ihrer stärksten Unterstützer und Partner umgeht.
      Der ihnen bis heute hunderte Millionen p.a. an „Wiedergutmachung“ zahlt und bereits für Milliarden Waffen verschenkt oder massiv mit deutschem Steuergeld subventioniert hat.
      Sowie der fatalerweise Israel durch umgebaute modernste deutsche Uboote atomar Erst- und Zweitschlagsfähig gemscht hat.
      Aber zu glauben das die ziotransatlantisch treudummen und feigen Vasallen, Volks- und Landesverräter in Berlin sich trauen werden auch nur minimal dagegen vorzugehen, ist reine Utopie, weil sie wissen das die US Besatzer und Ziomafia uns eng am Nasenring führt und jeder de aufmuckt medial, politisch und wirtschaftlich vernichtet wird.
      Nicht selten auch physisch, siehe Barschel, Möllemann, Haider uva.

      1. Gabriel kann mich mal, Netanjahu kann mich mal.
        An diesem Zirkus werde ich mich, mit Ausnahme dieser Zeilen, nicht beteiligen.
        Die Zeit der Nebelkerzen ist vorbei.

  13. Liebes Parteibuch,

    wie ist nur der vorübergehende Rücktritt Le Pens vom Parteivorsitz zu verstehen? Das Thema Zeit kann es nicht wirklich sein, denn dazu muss sie nicht den Vorsitz niederlegen.

    1. Meier

      Le Pens Rücktritt vom Parteivorsitz ist ein symbolischer Akt, mit dem sie die Botschaft vermitteln will, dass sie nicht die parteiische Präsidentin des FN, sondern eine unparteiische Präsidentin aller Franzosen werden will.

      Le Pen kann sich diese Show-Einlage leisten, denn natürlich ist sie weiter die unangefochten stärkste Figur des FN, egal wie die Wahl ausgeht.

      1. @pb

        „diese Show-Einlage“

        Auf Show-Einlagen zu verzichten, ist viel wichtiger in diesen ohnehin schon verwirrenden Show-Zeiten. Maries Papa hat sich heute grundsätzlich verwundert zu Wort gemeldet.

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