Lisa Fitz

Die Kabarettistin Lisa Fitz hat in der letzten Zeit einige interessante Reden gehalten und Interviews gegeben.

Hut ab! Das ist durchaus mutig, wie sie die Omerta bricht und sich gegen die Mafia ausspricht. Was bei ihr leider wie beim geschätzten Daniele Ganser – noch (?) – fehlt, ist die Thematisierung der Tabuthemen Israel und zugehöriger Lobby in der real existierenden blutigen Verschwörerei und Kriegstreiberei.

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30 Gedanken zu “Lisa Fitz

  1. Ja, ging mir auch so, als ich eine Rede, ich glaube es war in München während der diesjährigen Unsicherheitskonferenz dort, von Fitz hörte.

    Thema u. a. Wesley Clark, ex NATO Chef, und seine 2007 getätigte Aussage, dass 7 Länder in 5 Jahren nacheinander von den vsa „demokratisiert“ werden sollen……

    Dachte mir so…..das ist doch nichts neues, das weiß doch fast jeder…..das schien aber nicht so zu sein, als ich die Reaktionen in den Gesichtern der Zuhörer sah! Sah so aus, als ob das viele nicht wußten.

    Hmmm…..manchmal lebt man wohl auch in seiner Infoblase und meint alle anderen sind auf dem selben Stand wie man selbst…hmmm

    1. Schönes Beispiel für den „Filterblaseneffekt“.
      Der gilt ja in alle Richtungen; wer sich wirklich „auskennt“ weiß natürlich, dass wir mit Chemtrails gefügig gemacht werden, und auch, dass das alle wissen müssten, kann man ja überall nachlesen.

      Und so betrachtet man sich bei extrem auseinanderliegenden Positionen auch gerne wechselseitig als gehirngewaschene Zombies.

      Und selbst wenn eine große Skepsis gegenüber den Mainstream-Medien herrscht: in den letzten Tagen gab es wieder hunderte Male zu hören, dass Assad schon 2013 Giftgas eingesetzt hat, und das ganze in einer UNO-Untersuchung herausgekommen ist (falls mal eine Begründung kommt).

      Ein Experte durfte immerhin mal sagen, dass festgestellt wurde, dass es den Giftgaseinsatz gab, aber nicht untersucht wurde, wer den zu verantworten hat.

      Nicht einmal hörte/las ich im Mainstream den Verweis auf die Detailuntersuchungen, dass es eben nicht aus den syrischen Beständen stammte, Seymour Hersh, der ja auch im Mainstream nicht als Spinner gilt(galt), zuammengetragen.

      So ein Gehirn verändert sich beständig; wer nicht aktiv dagegen arbeitet, und hundert mal hört, dass etwas so ist, der kommt gar nicht darauf, etwas anderes zu denken.

      1. @Reifen

        „Genau Chemtrails, haha“

        Das habe ich mir auch gedacht – und gelacht. Wer diese Nummer erfunden hat, der ist ein guter Menschenkenner und weiß, wie man Menschen von den wirklich wichtigen und konkreten Fragen ablenkt.

        Am Syrien-Krieg zeigen sich exemplarisch alle vordringlichen Fragen unserer Zeit. Nicht umsonst sind alle Supermächte dieser Welt beteiligt. Deshalb bin auch so dankbar, dass das Parteibuch und immer mehr andere ihren Fokus auf diesen Konflikt legen, um die perfide und starke Propaganda zu brechen.

        Die wirklichen Chemtrails – das sind die Medienvertreter, die vor, während und nach dem (inszenierten) Raketenbeschuss Kriegshetze betreiben und uns weiter nicht erklären können, was denn so wichtig an der Beseitigung von Assad für uns Bürger sein soll, wo er doch für keinen einzigen Terroranschlag in Deutschland verantwortlich ist. Verantwortlich sind Kopfabschneider&Co – und die will auch Deutschland nicht in ihrem ideologischen Zentrum in Syrien und dem Irak, Tel Aviv und Riyad bekämpfen, sondern lieber mit mehr Kameras und Gesichtserkennung und Cyberüberwachung in Deutschland. Hä? Geht’s noch? Warum sind ISIS&Co nicht schon längst besiegt, fragte Trump? Ist die Nato nicht obsolet, wenn sie sich nicht um den Terror kümmere (und lieber gegen Assad vorgeht)? Die Fragen müssten sich nach Stockholm für uns Bürger wieder aufdrängen.

        P.S. Gut, dass das Parteibuch oben die Schwachstelle bei Daniele Ganser anspricht. Ich finde, er sollte endlich mutiger werden. Es geht nicht nur um Öl und Gas. Immerhin sind Israel und Syrien spätestens seit dem Sechstagekrieg 1967 bis heute im Kriegszustand. Immerhin hat Israel völkerrechtswidrig die syrischen Golanhöhen annektiert. Immerhin beruft sich Netanjahu gerne auf alttestamentliche Verheißungen an Abraham und die umfassen mehr als den syrischen Golan (nebenbei: Die Verheißungen an Abraham erfolgten nicht, weil er eine jüdische Mutter hatte, also kraft Blutes, kraft Rasse, sondern weil er an Gott glaubte und Gott ihm das zur Gerechtigkeit rechnete).

      2. Kann mir jemand meine Fragen beantworten?

        Wann gibt es endlich die „nachvollziehbare“ (Merkel) Vergeltung für den Anschlag von Stockholm? Wann fliegen medienwirksam die Tomahawk-Raketen auf die IS-Stellungen? Wann kommt der Vergeltungsschlag gegen das ideologische Zentrum des IS? Ich weiß nicht, warum Stockholmer Bürgern die Beseitigung von Assad wichtiger sein sollte.

  2. Das hier passt auch zu Filterblasen, schöne Zusammenstellung der Reaktionen amerikanischer Mainstreammedien.

    Man beachte: „wundervolle Bilder“.
    Bedauernswerte Opfer gibt es ja nur durch böse Russen und finstere Faßbomben etc., abgeschossene US-Raketen vernichten ausschließlich das Böse schlechthin.

    1. @biersauer

      Mich erinnert das ein wenig an die Meldung vor einiger Zeit, dass ein wichtiger Verbündeter der Amis mit einer Drei-Millionen-Patriot-Rakete eine Consumer-Amazon-Drohne erfolgreich abgeschossen hat. Und wenn es wirklich stimmt, dass nur 23 Raketen wirklich ankamen – und das nicht, weil Syrer oder Russen ein Teil vom Himmel holten, sondern weil sie einfach nicht recht funktionierten, dann sollte das amerikanische Volk von Raytheon Schadenersatz fordern.

      P.S. Steht es nun felsenfest fest, dass wirklich Menschen zu Tode kamen, liebes Parteibuch?

      1. Meier

        „Steht es nun felsenfest fest, dass wirklich Menschen zu Tode kamen, liebes Parteibuch?“

        Nein, meiner Meinung nach nicht. Es gibt Behauptungen und Beerdigungen, aber für mich ist das von außen nicht möglich nachzuprüfen, wo und wie die beerdigten Menschen wirklich gestorben sind.

    1. Feti

      Da kann ich mir im Moment noch keinen Reim drauf machen. Mal schauen, ob aus der Richtung noch mehr dazu kommt.

      1. Das hab‘ ich heute auch gelesen – und bin sehr verwirrt. Ich sehe keinen Grund, warum man dem Westen einen solchen Triumph allein zur Gesichtswahrung gewähren sollte. Entweder bekennen die Verantwortlichen im Westen ihre absurden Fehler, zeigen mithin ihre Veränderungsbereitschaft oder es braucht einfach neuer Köpfe im Westen, die es nur geben wird, wenn die alten ihr Gesicht verlieren.

      2. Feti

        Hier ist vermutlich die Lösung zum Hintergrund der Aussage von Al Sadr:

        http://english.alarabiya.net/en/views/2017/04/09/Saudi-Iraqi-relations-A-regional-safety-net.html

        Es läuft mal wieder ein Versuch, das saudisch-wahhabitische Terrorregime zur Akzeptanz von Iran und Schiiten zu bringen, und der läuft über den Irak und Al Sadr setzt dazu mit seinem Statement ein aus saudischer Sicht positives Zeichen.

        Ich glaube zwar nicht, dass es so funktionieren wird, das saudisch-wahhabitische Terrorregime zur Akzeptanz von Schiiten und Persern zu bringen, aber wenn die Saudis sich da nun trotzdem negativ verhalten, entlarven sie sich damit noch deutlicher als die Sektierer, die ich glaube, dass sie es sind.

    2. Diese Meldung erinnert mich an die Anfänge der Syrien-Verschwörung und den quälenden Kampf der syrien-erfahrenen Kommentatoren um die Erklärung und Einordnung der Bedeutung eines Rücktritts der PERSON Baschar Al Assads. Der Unterschied: Alle damaligen Forderungen kamen von erwarteter Seite. Deren Motive waren klar oder deren Kenntnisstand um die Realität des syrischen Systems gering.
      Wenn der irakische Schiitenführer tatsächlich diese Forderung nun verbalisiert – und diese nicht so gekürzt, verschnitten oder aus dem Zusammenhang gerisen ist, dass sie ihre inguine Botschaft verloren hätte – dann käme sie von einer Person, die bestens informiert ist. Und dann wäre der Hintergrund ein gänzlich anderer.
      So lange Assad und die syrische Führung weiß, dass mit einem Rückzug Assads Syrien zusammenkallpen würde, so lange würde diese Option niemals auf den Tisch kommen.
      Assad selber, und wer ihn kennt (nicht erst in den letzten 6 Jahren!), der weiß, dass er ironischerweise nie am Posten des ersten Mannes geklebt hat. Assad ist von Hause aus kein Politprofi. Er ist ein in England ausgebildeter Mediziner, Augenarzt, der in England auch seine Frau kennen und lieben gelernt hat.
      Sollte eine Option bestehen, der syrischen Sache zu dienen, in dem er seinen Posten zur Verfügung stellt, dann wäre Assad sicher dabei. Die Frage lautet, ist so eine Option in Sichtweite?
      Schon 2012 wurde im damals noch aktiven „Sarsura-Blog“ festgestellt, dass Assad an dem Tag zurücktritt, an dem eine Lösung gefunden ist, Syrien in seiner Einheit, Souveränität und Blocktreue (Russland, Iran) zu erhalten. Wenn Al Sadr so vorprescht (vorpreschen sollte), dann scheint er dieses zu sehen… ich noch gar nicht, denn es fehlt mir einfach ein Name, der, neben Assad, subtil „aufgebaut“ worden wäre in den letzten Monate.

      In Sachen Trump: Ich glaube, die größte Gefahr geht davon aus, dass der Mann Null Politikerfahrung hat und er in diesen historischen Zeiten von den Entwicklungen einfach überrollt wird. Sobald Trump überfordert wird – und wenn es nicht um wirtschaftliche oder Handelsfragen geht, ist er schnell am Ende der Fahnenstange – übernehmen andere das Ruder. Und für mich sieht es so aus, als sei das schon passiert. Zwischen den Aussagen Trumps “ was wollen wir in Syrien? Das bringt uns nur größerer Probleme ein!“ und “ Assad hat mehrere Linien überschritten. Dieser Schlag wird nicht der letzte gewesen sein!“ liegen zwar nur 3 Jahre… aber Welten in der Ausrichtung.
      Die Unberechenbarkeit Trumps ist die Größe, mit der weder China noch Russland kalkulieren können. Eine entfesselter (weltpolitischer) Rookie, umgeben und beeinflusst von einer kriegsgeilen, extrem einflußreichen Clique, ist die höchste Gefahr für den Weltfrieden.

    3. Wie würde sich Sadr fühlen, wenn Bashar Al Assad ihn auffordern würde als Führer seiner Bewegung zurückzutreten.

      Schliesslich hat diese Bewegung es nicht geschafft, das Land, den Irak, zu einigen und stattdessen haben Todesschwadronen seiner Mahdi Armee sunnitische Zivilisten während des Bürgerkriegs getötet. Die Sadr Bewegung ist eine sehr fragwürdige Bewegung, die sich bewusst nach allen Richtungen flexibel ausrichtet.

      Sadr hat gesagt: „Ich denke es wäre fair von Präsident Bashar al Assad seinen Rücktritt einzureichen, aus Liebe zu Syrien und um dem Land das Leiden durch Krieg und Terror zu ersparen… und eine historische, heldenhafte Entscheidung zu treffen, bevor es zu spät ist.“

      In a statement he said: „I think it would be fair for President Bashar al-Assad to offer his resignation and step down in love for Syria, to spare it the woes of war and terrorism …and take a historic, heroic decision before it is too late.“

      Ich habe das ungute Gefühl, dass hier ein Verrat vorliegt.

      1. Demeter

        Ich habe das ungute Gefühl, dass du hier zionistisch-wahhabtische Lügenpropaganda verbreitest. Die Variante Verrat kannst du von vornherein ausschließen. Spätestens seit seiner langen Ausbildung im Iran ist Moqtadr al Sadr ein perfekter Teamspieler, der nichts ohne Abstimmung mit seinen wichtigsten Partnern Khamanei und Nasrallah unternimmt.

        Und ausgerechnet dem für seine überkonfessionelle nationalistische Haltung bekannten Muqtada Al Sadr und seinen Leuten zu unterstellen, sie hätten „sunnitische Zivilisten während des Bürgerkriegs getötet“ ist ein starkes Stück zionistisch-wahhabitischer Fake News. Damit, dass du Sadrs Anhänger dann auch noch als „Todesschwadronen“ diffamierst, könntest du es glatt zum ARD-Reporter bringen.

      2. @PB

        Bezüglich des Kommentars von „Demeter“ möchte ich mich dafür verbürgen, dass der Verfasser sicherlich keiner zio-wahhabischen Gesinnung nachhängt.
        Ich kenne „Demeter“ seit vielen Jahren aus verschiedenen Blogs und empfinde seine Kommentare als große Bereicherung.
        Sollte in diesem speziellen Falle Sadr aber diese Aussagen gemacht haben, dürfte auch der eine oder andere Sympathisant der „Widerstandsachse“ vor Wut aus seinem Korsett gesprungen sein.

      3. kaumi

        Ich stimme dir zu, dass Demeter es wohl nicht übel meint und einige Anhänger von Al Sadr ob seiner Aussage sicher zornig sind. Ich kann den Zorn auch nachvollziehen.

        Aber Al Sadr deshalb des Verrates zu verdächtigen, geht eindeutig zu weit, denn dann hätten wir davon schon viel mehr gehört. Und Verleumdungen a la Todesschwadrone von Al Sadr sind so oder so völlig daneben.

  3. ich denke, Assad wird sich schon hundertmal überlegt haben zurückzutreten, für sein Volk, … die Frage die sich dann stellt ist aber, wer kommt nach? kann es irgendwer besser machen, der mehr Vertrauen in der Bevölkerung hat? und hier ist die Antwort 100% nein, es gibt niemanden, der Syrien in eine bessere Zukunft führen könnte als Assad, der Syrien mehr Optimismus geben könnte

  4. dazu möchte ich auch noch an eine Umfrage erinnern (nur aus dem Gedächtnis) … ungefähr 2007+- innerhalb aller arabischer Staaten; Frage: wer ist der beliebteste aller arabischer Herrscher (premierminister, präsident, könig etc) Antwort: Assad, ungefähr 60% Vorsprung; man kann ihn auch schlecht hassen, er ist ein lispelnder, scheuer Augenarzt, der in die Politik geschmissen wurde, er hat eine hübsche Frau, er ist eigentlich ein Polit-Star abert leider nicht vermerkelt lol

  5. Das Perteibuch sollte nicht jeden Kommentar, der nicht ins Raster passt arrogant als zionistische Schreiberei abstempeln. Das geht auch anders. Im Übrigen kommentiere ich hier seit Jahren und anhand meiner Kommentare kann man wohl leicht erkennen, welchem Lager ich zugehöre.

    Ich möchte ja gerne glauben, dass es nur eine unüberlegte, von Emotionen getragene Äusserung von Sadr war. Zu fordern, dass sich die Amerikaner zurückziehen sollen ist richtig, aber zu fordern, dass sich auch die Russen zurückziehen sollen und Assad zurücktreten soll ist entweder naiv oder boshaft.

    Im Übrigen habe ich die Information, dass sich die Mahdi Armee an ethnischen Säuberungen beteiligt hat nicht aus der Zionistenpresse sondern zum Teil aus einem Buch von Patrick Cockburn, Autor eines Buches über Muqtada Sadr. Er hat mehrere Interviews mit Sadr im Verlauf von 5 Jahren geführt und beschreibt in dem Buch, dass in der Mahdi Armee hitzköpfige Männer waren, die ethnische Säuberungen durchgeführt haben. Muqtada Al Sadr hat diese Anschuldigungen zurückgewiesen. Ob die Gewalt, die von diesen Gruppen innerhalb der Mahdi Armee ausging ohne sein Wissen geschah kann ich nicht beurteilen. Sadr hat dies abgestritten. Aber als Führer einer solchen Miliz trägt er meiner Meinung nach die Verantwortung.

    Und ausserdem vom Saker. Es sei denn, sie sortieren den Saker in die Zionisten/Wahabiten Presse.

    „Another thing is that he’s always been able to call on a core of young men. Young Shia who have been brought up with nothing, who are pretty anarchic, pretty dangerous. My book begins with a run-in I had with them in 2004 when they came close to killing me, and of course they have killed very large numbers of other Iraqis.“

    „The problem is that these Sunni resistance groups see Al-Qaeda being closer to them than the Sadrist movement because of the sectarian murders committed by many members of the Mahdi Army. Sadr has declared a ceasefire against the U.S. to buy himself the peace he needs to purge his militia of the disloyal sectarians who, by murdering their Sunni brethren, have made it all but impossible to unite with the Sunni resistance against the occupation.“

    http://thesaker.is/iraqis-blame-u-s-for-sectarianism-u-s-says-thats-good/

    http://thesaker.is/who-is-iraqs-firebrand-cleric/

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