Syrische Armee rückt östlich von Aleppo weiter vor

Während die Vertretung der von Saudi Arabien unterstützten Terroristen in Genf weiterhin den sofortigen Sturz des syrischen Präsidenten Assad zur Beendigung des Terrors fordert, hat die syrische Armee östlich der nordsyrischen Metropole Aleppo wieder einige Dörfer aus der Hand der Terrorgruppe ISIS befreit.

Die letzte Lagekarte östlich von Aleppo sieht damit etwa wie folgt aus:

Bei der großen Terroroffensive im Norden der Provonz Hama, auf die die von Saudi Arabien und weiteren Staaten unterstützten Terroristen große Hoffnungen setzen, sieht es unterdessen so aus, dass da eine große von Al Kaida geführte Gruppe von Terroristen weiter angreift, ihnen dabei aber nichts Wesentliches gelingt, und die angreifenden Terroristen aufgrund fehlender Deckung durch Zivilisten dort weiterhin schwerste Verluste hinnehmen müssen.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA berichtete derweil davon, dass es der syrischen Armee gelungen ist, im Osten von Damaskus einen wichtigen Versorgungstunnel von Al Kaida zu zerstören.

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14 Gedanken zu “Syrische Armee rückt östlich von Aleppo weiter vor

  1. Nun steht man ja wieder kurz vor dem Flughafen, deren Erstürmung man abgebrochen hatte. Interessant ist jetzt die Frage, wie geht es jetzt da weiter. Stürmt man den Flughafen oder nimmt man wieder die Deier Hafr- Lösung, also einschließen, IS vertreiben und dann auf die Bombenräumer warten…
    Das bei einem Tempo von etw 2-3 Ortschaften pro Tag, die Bombenräumer alle Hände voll zu tun haben, scheint logisch. Dafür, das man nur mit einem Teil der Tiger auskommen muss, ein beachtliches Tempo, aber wenn man nach Süden geht, muss das Tempo mindestens gehalten werden.
    Bei allen Fortschritten in der Breite wird wohl eine 2. Front südlich von Khanaser die Möglichkeiten der SAA übersteigen.
    Zu Hama: Wenn der Feind einer der größte Städte und einen wichtigen Militärflughafen bedrohen kann, steht die Frage, ob dies flexible Verteidigungstaktik so ideal ist. Oder das die international Flughafen in Aleppo immer noch in Schussweite ist oder das die einzige Verbindung nach Aleppo immer noch so anfällig ist, wirft doch die Frage nach dem Gesamtkonzept auf.

    1. Liebes PB, bei aller Wertschätzung ich erkenne hier auch keine flexible Verteidigung. Es ist eher Schwäche, dass die NDF stets zurückweicht und dann immer die Tiger in monatelanger Scheerstarbeit Gelnde zurückgewinnen müssen. Die Verluste aus der ersten Hama Offensive waren noch nicht wieder hergestellt, da kam die nächste… Früher oder später kann sich die SAA darauf konzentrieren- dann wird alles gut.

  2. Apropos Aleppo!! Wir erinnern uns alle noch an die alles einnehmende mediale Nachrichtendichte bezüglich der Kämpfe in Aleppo vor wenigen Wochen…

    In Mossul entwickelt sich die Lage bedauerlicherweise und erwarteter Weise so, wie man es aus (Ost-) Aleppo letztes Jahr gewohnt war. Wenn sich Islamisten in dicht besiedelte, zivile Wohngegenden verbarrikadieren, dann kann keine saubere , sterile Befreiung erfolgen. WIR wussten das, die deutschen Politiker und deren Helfershelfer aber nicht:
    „Auch wenn dies zutrifft, ist nicht damit zu rechnen, dass deutsche Politiker und Medien nun die Vorwürfe bezüglich der Schlacht um Mossul wiederholen werden, die sie in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres bezüglich der Schlacht um Aleppo gegen Russland richteten. Mit Blick auf die zivilen Todesopfer in Ost-Aleppo erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel damals, die Situation sei „desaströs“: „Sie bricht einem das Herz.“[7] Katrin Göring-Eckard, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, forderte „ein Verfahren zur Verhängung neuer Sanktionen gegen Russland für sein barbarisches Vorgehen in Syrien“ [8]; Norbert Röttgen, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag, verlangte ebenfalls harte Strafen gegen Moskau: „Eine Folgen- und Sanktionslosigkeit schwerster Kriegsverbrechen wäre ein Skandal.“[9] Medien diagnostizierten einen angeblichen „Genozid“ (Bild), eine „ethnische Säuberung“ (Der Spiegel) oder einen „Vernichtungskrieg“ (Bild, Tagesspiegel). Im Dezember riefen prominente Persönlichkeiten wie Ralf Fücks (Heinrich-Böll-Stiftung), Daniel Cohn-Bendit (Bündnis 90/Die Grünen) oder Mustafa Nayem (Majdan-Aktivist) zu einer Protestkundgebung gegen „Putins Vernichtungskrieg gegen Aleppo“ auf.[10] Manche wollten einen „Zivilisationsbruch“ erkennen (Süddeutsche Zeitung, Tagesspiegel, Westdeutsche Zeitung, Deutsche Welle); „Springer“-Medien zogen Vergleiche zur Shoah: „Für mich ist Aleppo schlimmer als Auschwitz“, hieß es in der Tageszeitung Die Welt.[11] “

    / aus german-foreign-policy, heute, 29.03.17/

    Diese wenigen Zeilen müssten als Postkarten in jeden Haushalt verschickt werden, um in kürzester und reinster Form und als Schocktherapie dem Wahlvolk mal vor Augen zu führen, in welch´ mafiösen Systems sie leben und wie die „demokratischen Strukturen“ und die Meinungsbildung hierzulande funktionieren.

    Derweil warte ich weiter auf Nachrichten aus dem Jemen und aus Mossul seitens des westlichen, unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und ich spitze die Ohren stündlich, um die Beurteilungen und Sanktionsforderungen der vom Volke gewählten „Demokraten und Unterstützer des Völker- und Menschenrechts“ nicht zu verpassen…

    1. Du weißt genau, da kommt nix……biserl müssen sie so tun, als wären sie schockiert, würde sonst ja dem Dämlichsten auffallen, wie erstens mit zweierlei Maß gemessen und zweitens wie heuchlerisch ihre Berichterstattungen sind. UND evtl. würde vielleicht doch der eine oder Andere fragen, ob und was da nicht stimmt.

  3. Es gilt nach wie vor , am besten alle Djihadisten mittels „bullets“ zu mäßigen, weil erst dann sind sie „Gemäßigte „.
    Saudi und Katar haben nach wie vor zuviel Geld um diesen Wahnsinn weiter zu treiben.
    Doch nun kommt auch Europa in diese kritische Fase des Djihad und muss dagegen dringend aktiv werden- Merkel&Co fördern diese fatale Entwicklung.

    1. Das ist immer nur die letzte Lösung: Denn mit dieser Methode wird es mit der Zeit immer schwerer, in den Augen Dritter, nicht selbst als Terrorist/Terrorregime zu gelten.

      Denkt mal an jene Personen im Irak, welche sich einem Kampfhubschrauber ergaben und die Waffen nieder legten. Der Helikopter sah sich nicht in der Lage, Kriegsgefangene zu nehmen. Daher erschoß die Besatzung die sich ergebenen Personen trotzdem. Was ist das Ergebnis? Es gab zwar einige „Gemäßigte“, doch es gab sicher doppelt so viele, welche sich Rache geschworen hatten.

      Unangemessene Härte deeskaliert die Situation nicht. Alle, den ganzen Stamm, alle Freunde gleich mit „mäßigen“ funktioniert in der heutigen Zeit nicht mehr. Dafür gibt es unter den Menschen zu viele Verbindungen. Die Menschen leben heute nicht nur in ihrem Dorf.

      Wie wäre wohl die Geschichte weiter gegangen, falls man im Mai 1945 alle Nazis „gemäßigt“ hätte? Glaubst Du, dann hätten wir heute das Problem mit den Neonazis nicht mehr?

    1. kaumi

      Ja, danke für den Hinweis. WordPress hat zwei lange Kommentare von dir und einen von „egal“ in den Spamordner geschickt. Ich habe sie gerade herausgefischt. Jetzt sollten alle deine Kommentare da sein, leider mit Verspätung.

  4. In der Tat ist bis auf die Front westlich von Deir Hafer im Moment alles ein wenig unübersichtlich:

    Nördlich von Hama konnte man das Momentum der Terroristen durch fast pausenlose Luftunterstützung größtenteils stoppen, es wird sich zeigen, ob die SAA und Alliierte einen Rückzug des Gegners ev. für eigene Gebietsgewinne nutzen können.
    Aus Dara’a im Süden hört man bis auf die üblichen endlosen Scharmützel in diversen Stadtteilen nichts Neues.
    In Damaskus scheint man sich jetzt auf die Rebellenhochburg Jobar „eingeschossen“ zu haben – komischerweise hört man dort von der verbliebenen Tasche in Al-Qabun nichts Neues.
    Ebenso mit Fragezeichen versehen ist das weitere Vorgehen in Palmyra. Nachdem man nach der 2. Einnahme durch den IS offenbar dazugelernt hat und jetzt auch den Vorstoß in der Breite sichert, gibt es immer noch widersprüchlich Aussagen, ob man weiter bis Arak oder gar Al-Suknah vorrückt oder die Stellungen hält.

    Passend dazu kann man ein Interview mit Bashar al-Assad und einem chinesischen TV-Team auf Youtube ansehen. Dort gibt es die Frage, was als nächstes kommen wird: Rakka oder Deir ez-Zor. Wer die Interviews mit Präsident al-Assad kennt, weiß um seine Zurückhaltung bei konkreten militärischen Aussagen. Auf die Frage antwortet er aber mehr als konkret mit: im Moment steht Rakka an erster Stelle.

  5. AMN: Syrian Army enters Maskanah Plains as ISIS flees from more villages in eastern Aleppo

    ISIS flieht, wenn die Armee der Republik Syrien auftaucht.
    Dass Trump syrische Staudämme zerbomt und damit mehr als drei Millionen Menschenleben gefährdet, muss also einen anderen Grund haben.

    Antiwar: Russian General: US Airstrike Hit Tabqa Dam
    Says US Trying to Complicate Post-War Reconstruction

    http://news.antiwar.com/2017/03/28/russian-general-us-airstrike-hit-tabqa-dam/

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