Passt gut!

Der US-Senat hat gerade Trumps Ernennung von, wie n-tv ihn nennt, „Siedlerunterstützer“ David Friedman zum US-Botschafter in „Israel“ bestätigt.

Die Deutsche Welle kommentiert die Berufung von David Friedman zum neuen US-Botschafter in Israel mit der Überschrift: „Israel wird zum Streitfall in Washington.“

Dabei passt der „Siedlerunterstützer“ David Friedman eigentlich recht gut zum Siedlerstaat „Israel“ und den dort vorherrschenden Meinungen.

Unterdessen ist es der UNO nur mit Mühe gelungen, einen UNO-Bericht zu unterdrücken, der dem zionistischen Apartheidsregime bescheinigt, dass dessen offenkundiger Rassismus bereits der zionistischen Ideologie innewohnt.

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21 Gedanken zu “Passt gut!

  1. Es ist schon grotesk; Kräfte (Politiker, Organisationen etc.) die jede ernsthafte Kritik und vor allem Konsequenz gegen Israels Politik verhindern, beschweren sich darüber, dass Friedman zu sehr die Politik Israels unterstützt.

    Die Masken bröckeln.

    Da es ja auch mit Trump tagged it, gar nicht ganz OT: „Trumpcare“ wurde zurückgezogen, keine Abstimmung heute. Damit bleibt es absehbar bei Obamacare.

    Das Problem war für die Republikaner nicht lösbar mit mehr Zeit, die Abweichler kamen von beiden Seiten (ging zu weit, ging nicht weit genug).

    Nun muss es eine Einigung mit den Demokraten geben, der „freedom caucus“, der möglichst jede staatliche Vorschrift für das Gesundheitwesen abschaffen wollte und entscheidend Trumpcare zu Fall gebracht hat, wird damit gar nichts haben am Ende.
    Durchaus nach Geschmack des „Dealmakers“, zu zeigen: macht lieber den Kompromissdeal mit mir, sonst kriegt ihr gar nichts.

    Jetzt gibt es keine Eile für die Republikaner; die Kosten für Obamacare-Versicherte werden in einigen Bundesstaaten weiter massiv steigen, es wird Proteste geben, aber das ist ja das Gesetz von Obama, heißt ja auch so.

    Für den gemeinen Amerikaner lässt sich gar nicht sagen, ob Obamacare oder Trumpcare besser ist; beide ist murks, geht nicht das Problem des amerikanischen „Markt“-Modells im Gesundheitswesen an, welches nur zu schlechten Lösungen führen kann.

    Vielleicht passiert gar nichts bis zur nächsten Wahl, es gibt eine weitere gigantische Kostenexplosion, Tulis Gabbard wird Präsidentin und die Demokraten holen die Mehrheit in beiden Kammern, und es wird ein System a la Kanada eingeführt. :–)

  2. Und:
    „Versicherer verklagen Saudi-Arabien wegen 9/11
    Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 25.03.17 02:26 Uhr
    Mehrere große Versicherer haben einen neuen Anlauf unternommen, Saudi-Arabien wegen der Anschläge vom 11. September 2001 auf sechs Milliarden Dollar zu verklagen.“

    Es ist natürlich auch eine politische Entscheidung, wie weit so eine Klage kommt.
    Eine breite öffentliche Diskussion, wie stark das saudische Königshaus (und bei den tausenden Prinzen ist es sicher so) in die internationale Terrorfinanzierung verstrickt ist, knnte ein Hebel sein, um die amerikanische Nahostpolitik begründet zu verändern.

    Aber das ist keineswegs sicher, dass Trump jetzt dieses Fass aufmachen möchte; die Iran-Äußerungen lassen eher das Gegenteil erwarten.

    1. @andreas

      „sechs Milliarden Dollar“?

      Das wäre ein Witz angesichts der Größenordnungen, die allein der VW-Skandal verursacht hat. Aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Dass die Saudis bei der neuen Handgepäckregel von Briten und Amerikanern auftauchten, verstehe ich als leises Zeichen, wohin die Reise geht.

  3. Man sieht wieder einmal, was für ein schlauer Hund Donald Trump ist. Der UNO-Bericht wäre stillschweigent im Archiv verschwunden und wäre von der Öffentlichkeit nicht zur Kenntnis genommen worden, wäre nicht ein Skandal darum angezettelt worden. Vordergründig sieht es so aus, als ob Trump Israels Interessen unterstützt, indem die US-Regierung versucht, den Bericht zu unterdrücken. Und die US-Regierung ist damit auch nicht so einfach von Israel angreifbar. In Wirklichkeit aber bedient die US-Regierung damit den Streisand-Effekt (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Streisand-Effekt): jetzt wird in allen Zeitungen Israel in Zusammenhang mit dem Begriff Apartheid genannt. Denn man muss ja schließlich berichten, was die UN-Diplomatin sich so schweres zu schulden hat kommen lassen, dass die US-Regierung ihre Absetzung gefordert hat.
    Als erfogreicher Unternehmer hat Trump (im Gegensatz zu vielen Politikern) Ahnung von Marketing und weiß genau, was er damit lostritt. Das gegenteilige Muster konnte man beim iranischen Test von Langstreckenraketen beobachten: diese Sache hat er erfolgreich in einem Ausschuss versumpfen lassen, jetzt kräht kein Hahn mehr danach.
    Insgesamt zeigt sich hier das gleiche Muster wie schon beim Besuch von Netanjahu in den USA: oberflächlich unterstützt die US-Regierung Israel, in Wirklichkeit zerlegt sie Israel. Und die Reaktion auf den (angeblich) von Syrien abgeschossenen israelischen Jet liegt auf der gleichen Linie: die Erklärung der US-Regierung, das sei eine regionale Angelegenheit, die Israel und Syrien unter sich zu klären haben, bedeutet: keinerlei Unterstützung für Israel.

  4. Aus Washington, der Hauptstadt des großen Bruders des verzogenen rassistischen Kleinen aus dem Nahen Osten, wird einfach nie eine familiäre Wende zu erwarten sein. Ganz egal, ob der Präsi Bush, Obama, Trump, Clinton oder Mickey Mouse heisst.
    Entweder siecht der Widerstand, zersetzt durch Intrigen, Korruption und Resignation, mit der Zeit endgültig dahin oder aber eine unerwartete Bewegung, die NICHT in Washington entspringt, sorgt für ein erzwungenes globales Umdenken. Dann AUCH in Washington!!

  5. Trump hat auch die XL-Keystone-Pipline gegen die Proteste der Natives dekretiert. Und über diese Sauerei zugunsten der Oligarchen wird nur sehr schmallippig berichtet, über seine Niederlage im Kongress bezüglich Obamacare aber sehr großspurig.

    Das heißt angesichts der Gleichschaltung der Antitrump-Propaganda im collegium logicum, daß Trump national auf Spur gebracht werden soll, um international zu funktionieren?

    Warum hat der Mann sich nicht über alle diplomatische Gepflogenheiten hinweg sofort mit Putin getroffen! Wer oder Was stutzte ihm die Flügel: Die Diplomatie selbst?? Oder doch der Mangel persönlichen Mut vor diesem „harten Keks“ in Moskau ???

    Hypothetisch hätte Trump Putin auch einladen können! Oder war und ist das auch verboten?-

    Wie auch immer. Dem US-amerikanischen Dealmaker-Präsidenten sind schon einige Schwungfedern abgeschnitten und ausgerupft worden.

    Ob er nun bereits eine lame duck ist oder ohne das überflüssige Gefieder zum echten Adler mutiert und den geopolitischen Himmel erklimmt??

    Israel und die Familie Kagan werden das nicht entscheiden!

  6. Und zum Zweiten! ist die Sichtweise des Parteibuches interessant zu den kriegsbefeuernden Aussagen der Bellizisten Netanjahu und Lieberman(n?) bezüglich Syrien.

    „…und dieses Volk sieht seinen Weg nur offen,
    Solang die Ordnung steht, solang hat es nichts zu hoffen.
    Drum tuscht es insgeheim den fast verlöschten Brand.
    Und eh man sich versieht, so flammt das ganze Land.“

    (Goethe, Jahrmarktsfest zu Plundersweilern, 1771?)

    – Im Grunde ist es doch eine sehr primitive Reaktionsbasis, durch welche die selbsternannten Herren sich in den Selbstverrat leiten lassen; lächerlich geradezu.

    Und vor dieser Suggestion machtgeiler Kreaturen haben die Menschen Angst?!

    Emotional verständlich, sonst nicht.

  7. Sehr gute Entscheidung! Chapeau, Donald Trump!

    Es mag auf den ersten Blick wie eine rein pro-zionistische Entscheidung aussehen und Hardcore-Zionisten in Jubelstimmung versetzen – aber die sollten sich nicht zu früh freuen, denn der Zionismus kommt so verstärkt in den Fokus der Weltöffentlichkeit. Und es werden immer mehr Fragen auftauchen nach den Grundlagen des Zionismus, vor allem seiner religiösen Grundlage und ob ein Zionismus ohne Religion überhaupt geht, also ob er dann nicht reiner Rassismus ist. Und wenn es doch noch ein religiöses Vorstellung gibt, so ist zu fragen, warum die Zionisten denn nicht danach leben? Schon das Alte Testament ist voll an Berichten, dass es G’tt nicht darum ging, dass das jüdische Volk fruchtbar ist und sich mehrt, sondern dass es seinem Willen folgt. Die Verheißungen an Abraham erfolgten nicht kraft Biologie.

    P.S. Liebes Parteibuch, die Karikatur vermittelt den Eindruck, als ob es nur um die Westbank ginge. Bei Caroline Glicks Vorstellung von einer Ein-Staat-Lösung hatte ich auch den Eindruck. Doch was ist mit Gaza? Ohne Gaza geht eine Ein-Staat-Lösung nicht.

    P.P.S Gestern war Abbas in Berlin. Merkel und er bekräftigten ihr Bemühen um eine Zwei-Staaten-Lösung. Warum? Ist die Karikatur da zutreffend?

    1. Meier

      Gaza wollen die zionistischen Einstaatler natürlich nicht dabei haben. Deshalb haben sie ihre Außenposten da ja auch schon vor über zehn Jahren geräumt.

      Gaza ist nur wenig Gelände, aber dafür wurden da viele Palästinenser eingepfercht, die die mühsam aufgebaute jüdisch-zionistische Bevölkerungsmehrheit in Israel zunichte machen, wenn Gaza offiziell Teil des einen Staates Eretz Israel ist.

      Das heißt natürlich noch lange nicht, dass die zionistischen Einstaatler damit auch durchkommen.

    2. Da stellt sich doch die Frage: ist Zionismus mit Religion (welche? die Thora befiehlt die Diaspora!) weniger rassistisch?

      1. Zionismus trägt den religiösen Aspekt nur als Schleier der Rechtfertigung mit sich.
        Zionismus ist ein pseudo-religiöses, ideologisches Konzept. Es gereicht nur Unterstützern dieser Ideologie zum Vorteil, der gesamte Rest der Menschheit wird aber ausgegrenzt, schlimmstenfalls unterdrückt, wenn er dieser Ideologie nicht verfällt. Dabei ist es völlig unwichtig und unbedeutend, ob Zionisten tatsächlich Juden, Christen, Atheisten oder Moslems sind.
        Das Gegenstück zum Zionismus, also eine Ideologie, die tatsächlich streng religiös von den Aktivisten und Mitgliedern betrieben wird und wo der (subjektive) religiöse Charakter über allem anderen steht, ist die tekfirerische Schule des sunnitischen Salafi-Wahabbismus, oder einfach nur „Islamisten“ genannt.
        vergleicht man den religiösen Input beider Systeme, wird man einen mächtigen Unterschied erkennen.

      2. @Albi

        Wichtige Frage! Ich will hier aber nicht der Antwort eines (religiösen) Zionisten vorgreifen.

        Auch die Frage nach einer evtl. „befohlenen“ Diaspora ist wichtig. Auf alle Fälle scheint die Diaspora z.B. beim heutigen „Erzfeind“ Iran im damaligen Persien offensichtlich sehr gut funktioniert zu haben – auch wenn das heute – aus mir unerfindlichen Gründen – von manchen vergessen wird. Sich jedoch daran zu erinnern, kann auch fruchtbar für eine Ein-Staat-Lösung wirken.

  8. Zum dritten:

    Die Angst ist eine Kreatur?-
    Sie folgt dir schleichend in der Spur.
    Jedoch!, folgst du ihr sonnenklar,
    Macht selber sie! dich unsichtbar.

    Die Angst, sie geht niemals voran,
    Weil sie nicht selber führen kann.
    Und wohl in Gottes weiter Welt,
    Bekommst du Angst ganz ohne Geld…

    Die Angst, sie lebt in teurer Kleidung
    Und immer in Gefahr-Vermeidung.
    Doch aufgeblasen, heldenhaft
    Gibt dieses Würstchen selten Kraft.

    Am Ende wird der Herr entscheiden,
    Und Angst und Feigheit klar vermeiden?
    Natürlich! , und in dieser Spur
    Wird Wahrheit echte Kreatur.

    1. @ hans mein Igel,

      ich mag Deine dichterischen Einlagen, auch wenn ich sie nicht immer verstehe.

      Wer muss hier vor wem Angst haben, am meisten doch die nicht zionistichen Einwohner Israels vor ihrer im Rassenwahn verblendeten Regierung, die eine Höllenbrut züchten und mästen und die Raketen in ihr Land holen.
      Und auch die orthodoxen Juden, die doch gelernt haben sollten, dass alles Übel, was in die Welt hinausgeschickt wird, auch wieder zurückkommt, müßten aus Angst vor ihrer eigenen Regierung erzittern und sich an die schönen Zeiten
      erinnern als sie noch in Bagdad oder anderswo unter einer milden türkischen oder arabischen Regierung lebten. So viel können sie gar nicht beten, um das
      Unheil, das ihre aus Angst gewählte Regierung heraufbeschwört, noch abzuwenden. Was heißt eigentlich auf hebräisch “ Israel erwache „

  9. Die westbank ist ein siedlerflickenteppich.Daher ist die 2 staatenlösung sowieso eine Fata Morgana, eine scheinhoffnung wie: „Die Türkei wird in die EU eintreten“oder:“Lybien wird sich langsam zur demokratie entwickeln“. Solche scheinprojekte sind typisch für Merkel` s aussenpolitik (wie sie uns erklärt wird). Der amerikanische Einstaatenbotschafter D.Friedmann hat sicher blumige pro Israel worte im köcher….mehr aber auch nicht.

    1. „tatsächlich könnte der IS die Finger im Spiel haben.“

      Die sollen Raqqa, nach Verlust von Mossul die einzige nennenswerte Stadt, absaufen lassen?
      Warum?

      Wenn ISIS eine reine Untergangssekte wäre, könnte das ein stimmiger Schlusspunkt sein.

      Die Kalifatsidee ist allerdings etwas anderes.

      1. Bereits vor Jahren war es den Syrern bewusst, dass der Damm als Waffe eingesetzt werden wird, sollten die Islamisten ihrem „Endsieg“ entgegensteuern. Bekannte aus Tabqa wussten bereits 2015 zu berichten, dass der Damm vermint und mit Sprengstoff-Stationen bestückt wurde.
        Alle wussten, dass eine „Befreiung“ auch über „Verhandeln“, und notfalls über zeitgerechte Evakuierung erfolgen müsste. Alle dachten damals aber auch, dass die SAA dafür verantwortlich zeichnen würde.
        Eines der weiteren vielen Rätsel und Geheimnisse… werden Infos ausgetauscht? Ziehen die Amis ihr Ding durch trotz aller Risiken?
        Denn eins ist klar: Niemanden trifft diese Erkenntnis plötzlich und aus heiterem Himmel!

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