US-Luftlandeoperation nahe Tabqa

Seit dem Morgen gab es zahlreiche Gerüchte diesbezüglich und nun haben die USA es offiziell bestätigt: Hubschrauber des US-Militärs haben heute SDF- und US-Kräfte im bislang von ISIS beherrschten Gebiet südlich des Assad-Sees abgesetzt, deren Aufgabe es im Rahmen der Offensive auf Raqqa ist, ISIS die Kontrolle über den wichtigen Tabqa-Damm abzunehmen.

Den bislang verfügbaren Informationen zufolge wurden die US- und SDF-Kräfte auf der bislang von ISIS beherrschten Halbinsel Shurfa abgesetzt und haben sich von dort zur Hauptverkehrsstraße von Raqqa nach Aleppo vorgearbeitet. Al Masdar News berichtete, dass unter anderem die Dörfer Al-Mushayrifah, Abu Hurirah und Al-Karin unter Kontrolle der von den USA aus der Luft abgesetzten Kräfte seien. Auf einer Karte sieht die Lage vorläufig wie folgt aus:

Die weitere Versorgung der angelandeten Kräfte geschieht vermutlich per Boot über den Assad-See.

Die überraschende Operation der USA und der von ihnen unterstützte Kräfte hat eine Reihe von Folgen. Die unmittelbarste Folge ist erstmal, dass die Terrorgruppe ISIS nun südwestlich von Raqqa eine weitere Front halten muss. Die rapiden Fortschritte der per Luft abgesetzten Kräfte legen die Vermutung nahe, dass ISIS damit Probleme haben wird und die heutige US-Luftlandeoperation den Zerfall der Terrorgruppe ISIS deshalb weiter beschleunigen wird.

Weiterhin bedeutet die Einnahme eines Stücks der Hauptverkehrsstraße zwischen Raqqa und Aleppo durch die abgesetzten Kräfte, dass ISIS nun ein weiteres Problem hat, die ISIS-Kräfte, die östlich von Aleppo bei Deir Hafr und der Jirah Airbase den Fortschritt der syrischen Armee aufzuhalten versuchen, mit Nachschub zu versorgen. Zwar können das besetzte Stück Hauptstraße einstweilen wohl noch südlich durch die Wüste umgehen, doch eine Behinderung ist das allemal, zumal auch die Wüste südlich der Hauptstraße nicht unendlich ist, sondern recht bald in das von der syrischen Armee zur Sicherung der Straße von Damaskus nach Aleppo beherrschte Wüstengebiet übergeht, und es durchaus möglich ist, dass der verbliebene ISIS-Nachschubweg nach Deir Hafr durch die Wüste demnächst noch weiter zusammengedrückt wird.

Dass ISIS nun mehr Probleme hat, Nachschub für den Kampf gegen die syrische Armee östlich von Aleppo heranzuschaffen, ist natürlich erstmal günstig für die syrische Armee, die heute östlich von Deir Hafr ein weiteres bislang von ISIS beherrschtes Dorf eingenommen hat.

Andererseits bedeutet das Kappen der Hauptverkehrsstraße von Aleppo nach Raqqa durch US-gestützte SDF-Kräfte nahe Tabqa aber auch, dass die syrische Armee damit keine Chance mehr haben dürfte, nach einem vollständigen Sieg über ISIS in der Provinz Aleppo weiter nach Raqqa vorzurücken. Andersherum gesagt: mit der heutigen US-Luftlandeoperation ist es klar, dass der Tabqa-Damm und die Stadt Raqqa nicht von der syrischen Armee, sondern von US-gestützten SDF-Kräften von ISIS befreit werden. Ganz so schlecht ist das aber nicht für die syrische Armee, denn die ist mit ihren unterschiedlichen Fronten ohnehin schwer beschäftigt.

Nachtrag: Inzwischen sollen die Terroristen von Al Kaida und Co im Norden der Provinz Hama tatsächlich eine Reihe von Ortschaften eingenommen haben.

Die Terroristen jubeln schon. Dabei ist es durchaus nicht ungewöhnlich, dass die syrische Armee die Terroristen ein Stück vorrücken lässt, um sie dann besser eliminieren zu können, weil die Terroristen sich beim Vorrücken in unbewohntes Gelände und unbewohnte Ortschaften klar von der Zivilbevölkerung sperarieren. Genau mit dieser Taktik wurden die wesentlichen Terrorkräfte westlich von Aleppo in der Schlacht um Ramouseh entscheidend geschlagen.

Ausgesprochen befremdlich sind allerdings Berichte, denen zufolge dabei im Dorf Majbal angeblich 30 Zivilisten von Terroristen massakriert wurden, die das Dorf erobert hatten. Dass Al Kaida und Kumpane reihenweise Zivilisten massakrieren ist nicht ungewöhnlich. Unter anderem deswegen werden sie als Terroristen bekämpft. Falls die Behauptung vom Massaker stimmt, ist jedoch ausgesprochen befremdlich, dass die massakrierten Zivilisten nicht in Sicherheit gebracht wurden, bevor die Terroristen das Dorf eingenommen haben. Der Großangriff der Terroristen in der Gegend lief ja nun schon eine Weile und er ist auch alles andere als überraschend gekommen.

Hier sind noch zwei relevante Tweets von Ivan Sidorenko zur Situation im Norden der Provinz Hama:

Advertisements

53 Gedanken zu “US-Luftlandeoperation nahe Tabqa

  1. Guter Schachzug der Kurden. Mit einer (bevorstehenden) Einnahme der Tabqa-Talsperre fällt die Stromversorgung für Aleppo in die Hände der Kurden. Ein gutes Druckmittel. Gleichzeitig kann man sich für die Stromerzeugung fürstlich entlohnen lassen. Mit dem nahe gelegenen Militärflughafen at-Tabqa zudem eine gesicherte Basis. Die USA wird dies freuen, hat man so nun einen Fuß in Zentralsyrien. Mal sehen, ob man sich auch die Ölfelder Sfaiyeh und Thawrah unter den Nagel reißt.

    1. Sehr geehrter Herr Wittmann, da haben die Kurden, keinen Anteil dran, die stellen nur das Kanonenfutter, für die USA/NATO. Die Tabqa-Talsperre , ist natürlich ein gutes Faustpfand, gegen Russland und den Militärflughafen at-Tabqa, werden sie mit Stars and Stripes, ihrer Kommandozentrale und mit US Kampfflugzeugen bestücken, als Gegengewicht zu der Russischen Armee. Kein Land wird sie wieder los, wenn sie einmal, ihre Stiefel auf ihren Boden gestellt haben, ohne sie Militärisch zu Bekämpfen und Besiegen. Das ist aber bisher, nur einem Land gelungen, den Vietnamesen.

    2. Die SDF kassierte bereits die Tabqa Talsperre = Brückenkopf versorgbar. Einzig logische russische Antwort wären – sofort – 500 Fallschirmjäger auf die Tabqa Airbase. Sonst verbleibt West-Syrien in ewiger Geiselhaft.

      Ich verstehe nicht, das Syrien keine Generäle a la Rommel oder Patton hat, die z.b. leere Wüste (bis zum Euphrat) erobern oder mögliche Kessel bei Hama dicht machen wollen. Die syr. Armee kann ja wieder kämpfen (siehe Aleppo oder Palmyra). Schade.

      1. Peacekeeper

        Ich glaube, deine Vorstellung von der Lage ist etwas wirr, und bedauerlicherweise ist die Lage so komplex, dass ich kaum Ansatzpunkte sehe, dir da so ohne weiteres kompetent raushelfen zu können.

        Aber für den Anfang: es ist Konsens, dass die Tabqa-Talsperre nach wie vor von der Terrorgruppe ISIS beherrrscht wird. Wenn Deine Gedanken oder Informationen anders sind, begründe das bitte…

      2. Der syrischen Armee fehlen dafür – aufgrund der Vielzahl der aktiven Fronten – die Kräfte. Die Mannstärke der Syrisch-Arabischen Armee beträgt mittlerweile nur noch 70 – 80.000 Mann. Dazu kommen etwa 40.000 Mann unterschiedlichster Milizen und verbündete ausländische Freiwillige. Diese verfolgen größtenteils eine eigene Politik.

  2. Das ist ein sehr gutes Zeichen. Donald setzt um, wofür er schon im Wahlkampf stand. Das mögen manche immer noch nicht glauben.

    P.S. Gibt es Gerüchte oder gar Bestätigungen, dass die Operation mit der syrischen Regierung abgesprochen wurde. Ich erinnere noch die syrische Beschwerde, dass die Amerikaner ohne syrische Genehmigung tätig sind.

    1. Meier

      Es wird von allen Seiten gesagt, dass die USA ihre Militäroperationen in Syrien nicht mit der syrischen Regierung in Damaskus abspricht, und vermutlich stimmt das auch.

      Gleichzeitig ist jedoch offiziell bestätigt, dass die USA ihre Militäroperationen in Syrien – unter anderem im Format der geheimen russisch-amerikanischen Dekonfliktierungsvereinbarung – mit Russland absprechen, und Russland das wiederum mit der syrischen Regierung in Damaskus abspricht.

      Weiterhin sprechen die USA sich im Kampf gegen ISIS natürlich mit dem irakischen Militär ab, das im Kampf gegen ISIS vom US-Militär offen und offiziell unterstützt wird. Das irakische Militär wiederum koordiniert sich im Kampf gegen ISIS auch offen und offiziell mit der syrischen Armee, mit dem Iran und mit Russland. Der Iran wiederum koordiniert seine Aktivitäten ebenso wie die syrische Armee natürlich auch mit Hisbollah. Das gleiche gilt für die SDF. Auch mit den SDF/YPG-Kräften koordiniert sich das US-Militär offiziell. Die SDF/YPG-Kräfte wiederum koordinieren sich auch offen und offiziell mit Russland.

      Fazit: auch wenn es wohl stimmt, dass die USA ihre Militäroperationen in Syrien nicht mit der syrischen Regierung in Damaskus absprechen, so gibt es zahlreiche indirekte Kanäle, über die die Aktivitäten der USA in Syrien indirekt mit Damaskus koordiniert werden können. Und, so wie es aussieht, wird das auch getan und funktioniert recht gut, anscheinend sogar besser als die Kooperation der Türkei mit den USA und Russland.

  3. Mal sehen, wie stark die Amis und die SDF letztlich sind, bzw. wie stark im Verhältnis zum geschwächten ISIS.

    Denn eines ist klar: der absolute Lieblingsgegner für alle Dschihadisten der Welt (die nicht direkt auf der Gehaltsliste des Westens stehen) sind amerikanische Truppen.

    Und gerade an so einer exponierten Stelle ohne Hinterland ist es gefährlich; in Maskhanah sollte es fahrende gepanzerte Bomben geben, in Tabqa wohl auch, ein kleiner Sandsturm und das kann ganz übel enden für den Brückenkopf.

    Die konzertierte Aktion der „Rebellen“ geht weiter, neue Front in der Homs-Tasche: die Verbindungsstraße zwischen Homs und Salamiyah soll unterbrochen sein.

    Ist nicht unbedingt lebensnotwendig, aber doch sehr lästig, wen man deutlich längere Wege gehen muss, gerade schnell wenn Kräfte an verschiedene Fronten gebracht werden müssen.

    1. Sie glauben, dass die IS-Leute ihren Kampf gegen die Syrische Regierung (Ost-Aleppo und um Palmyra) aufgeben, um gegen amerikanische Truppen kämpfen zu können?

      1. Die IS-Führung hat bewiesen, dass das keine Horde von dummbatzigen Bartträgern sind, die einfach sinnlos Morde begehen, sondern dass dahinter Menschen mit ausgezeichneten strategischen Fähigkeiten stehen, die ihre Pläne auch taktisch geschickt umsetzen können.

        Nun dürfte ihnen daher auch aufgefallen sein, dass das Projekt „Kalifat“ in Syrien und Irak gescheitert ist; spätestens mit der Wahl von Trump bzw. seinen ersten Aktionen in Syrien war klar, dass es nur eine Frage von Monaten ist, bis das ISIS-Gebiet weitgehend wieder verloren geht.

        Das muss aber nicht das Ende des IS als Organisation sein (auch wenn der Name so ganz ohne Staatsgebiet natürlich nicht mehr so ganz treffend ist), die Idee des Kalifats ist in der Welt, und es wurde gezeigt, dass sie umsetzbar ist.
        Wenn nur ein paar Millionen mehr bereit sind, ihr Leben einzusetzen, dann kann man die nur mit einer riesigen Armee besiegen, vielleicht ließe man sie lokal begrenzt vor sich hin kalifatieren, allerdings mit Ansteckungsgefahr.

        Jedenfalls muss die Führung sehen, wie sie die Ideologie und die Anziehungskraft des IS in die Nachkalifatszeit hinüberretten kann.

        Der große Zulauf, den sie einige Zeit hatten, beruhte auf zwei Säulen:

        – die ungaubliche Radikalität, mit der die Ideologie (im Wahhabismus und Salafismus ja relativ weit verbreitet, nur etws gemildert in der Umsetzung) durchgesetzt wird

        – der Erfolg im Kampf gegen die Gegner, letztlich sichtbar im eroberten Gebiet

        Nun ist es nur begrenzt anschlußfähig, gegen weniger Radikale Sunniten zu kämpfen.
        Gegen Shiiten und Alewiten etc. bringt schon mehr Zustimmung.

        Aber ein Krieg gegen die Amerikaner, denen sie dabei herbe Verluste beibringen, dürfte in großen Teilen der radikalen Muslime bejubelt werden, zumindest im stillen.

        Das ist noch mal eine andere Ebene, als ein Terroranschlag im Westen, wenn US-Besatzer getötet werden.

        Also ja, wenn sie es schaffen könnten, die Amis dort ernsthaft zu schlagen, können sie dafür gut und gerne andere Fronten vernachlässigen.

        (gilt, wie gesagt, nicht für die, die von ausländischen Geldgebern und Unterstützern aus dem Westen abhängig sind, schwer zu sagen wie stark die Bande sind)

        Außerdem ist es ohnehin sinnlos, jetzt noch Ost-Aleppo zu verteidigen, das ist spätestens mit der Aktion der Amis jetzt verloren und bringt nur Verluste.

    2. Denn eines ist klar: der absolute Lieblingsgegner für alle Dschihadisten der Welt (die nicht direkt auf der Gehaltsliste des Westens stehen) sind amerikanische Truppen.

      Nein, gerade eben nicht. Um mich hier mal selbst zu zitieren:

      „Man muss bedenken, dass das Hauptziel von radikal-islamistischen Militanten wie ISIS oder Al Kaida weit überwiegend keine Christen oder Juden sind, sondern vielmehr andere – von ihnen als Ketzer betrachtete – Muslime. Aus diesem Grund ist die in der islamischen Welt übliche Bezeichnung für solche radikalen Islamisten „Takfiri“, nach dem Wort für die Deklaration von anderen Moslems als Ungläubige. Bin Laden mit seinem Schwerpunkt auf den Kampf gegen die „Kreuzfahrer“ war hier eher die Ausnahme.

      Dieses Verhalten ist natürlich typisch für Extremisten jeglicher Couleur. Monty Python persiflierte es in ihrem Film „Das Leben des Brian“, wo der Haß der „Volksfront von Judäa“ und der „Judäischen Volksfront“ aufeinander weitaus größer ist, als auf ihren vorgeblichen gemeinsamen Feind, die Römer. Ein Al Kaida oder ISIS-Fanatiker wird fast immer den schiitisch islamischen Iran und seine Verbündeten als weitaus größere Bedrohung wahrnehmen, als die USA oder Israel.

      Es trifft zu, dass in den letzten Jahren in Europa und Nordamerika einige dutzend Moslems an Terroranschlägen auf Christen und Juden beteiligt waren. Aber: im gleichen Zeitraum reisten tausende europäischer Moslems nach Syrien und dem Irak, um andere Moslems zu massakrieren (mit ein paar einheimischen Christen als Dreingabe). Es gibt sogar Fälle von israelischen Arabern, welche sich ISIS angeschlossen haben, um die Chance zu bekommen syrischen und irakischen Moslems die Köpfe abzuschneiden – trotz all der Juden direkt vor ihrer Nase. Ebenso verließen zahlreiche islamistische Kämpfer Afghanistan in Richtung Syrien als dort der Bürgerkrieg ausbrach; der Kampf gegen die „Kreuzfahrer“ war ihnen offensichtlich weit weniger wichtig, als der gegen „Rafawidis“ (Schiiten) und „Nusayris“ (Allawiten).“

  4. Die Frage ist, wann denn Washington – ohnehin bereits kriegsverbrecherisch unterwegs – mit der rechtmäßigen Regierung der Republik Syrien mit Sitz in Damaskus den Termin für die Rückgabe der durch eigene oder Stellvertretertruppen besetzten syrischen Gebiete vereinbaren will oder ob noch immer mit der anschließenden Darstellung die wahre Strategie Washingtons zutreffend beschrieben werden kann …

    …womit dann auch die Frage geklärt wäre, wer weiterhin den Nachschub für die Wahhabi-Terroristen organisiert – selbst oder durch Saudi-Stellvertreter.

  5. Eine Luftlandeoperation, dessen gebildeter Brückenkopf zudem noch über einen Stausee versorgt werden muss, wäre zu alten IS-Zeiten sicher undenkbar gewesen. Das die USA so eine Operation jetzt riskieren, ist ein Indiz dafür, dass man die Reserven des IS nunmehr als sehr schwach einschätzt.
    Die SAA sollte sich von der Operation nicht beirren lassen und weiter Richtung Süden vorrücken. Und das sollte auch ohne die Tigers möglich sein, wenn auch langsamer. Immerhin wird die Verteidigung Richtung Süden durch die Luftlandeoperation weiter entblößt werden.
    Was die Einnahme von Deyr Hafir angeht, dürfte die Festung sich weit weniger als Festung erweisen, als bislang angenommen. Die Stadt ist von auffällig lockerer Bebauung und anhand der Tatsache, dass die SAA die Stadt heute mit der blitzartigen Eroberung von sechs Ortschaften einschließen konnte, lässt sich eher kein heroischer Widerstand ableiten.
    Was die Offensive der Terroristen in Hama angeht, sage ich nur: Lasst sie weiter an ihrem Grab schaufeln. Wer mit Gewalt einen ohnehin schon bestehenden Frontvorsprung ins nicht mehr haltbare ausbaut, muss sich nicht wundern, wenn plötzlich eine Tasche daraus wird. Von daher hoffe ich, dass die Tigers nach ihrer Ankunft schön weit nördlich ansetzen…

  6. Heute beginnt die Konferenz der „Anti-IS-Koalition“, hab bisher nichts substanzielles dazu gefunden, geht aber auch erst los.

    http://www.voanews.com/a/tillerson-anti-is-coalition-united-in-stopping-terror-group/3777115.html

    So wie die Amis aus dem Trio Russland/Iran/Türkei raus sind, sind hier die Russen nicht dabei.
    Die Luftlandeaktion heute ist ein klares Signal, in beide Richtungen.

    Denkbar wäre eine vorherige Absprache, aber auch nur eine kurze Information, damit man sich nicht gegenseitig aus Versehen abschießt.

  7. Das ist – finde ich – eine gute Nachricht!

    Die Kämpfe in Hama, Damaskus und Daraa zeigen deutlich, dass die syrische Armee müde und ausgelaugt ist. Das ist keine Kritik sondern der Zustand und nur zu verständlich. Sechs Jahre Krieg und etwa 100.000 tote syrische Soldaten (einschl. ihrer Partner); dazu mindestens die gleiche Zahl an Verwundeten.
    Ich finde die immer wieder geäußerten Meinungen, dass die SAA in den nächsten Monaten souverän die besetzten Gebiete einkassiert, nicht passend. Das ist ein mühsamer blutiger Krieg. Und das trotz Lufthoheit und der enormen technischen, logistischen, militärischen und politischen Hilfe Russlands. Syrien kämpft nach wie vor um seine schiere Existenz.

    Was die USA in Syrien macht, ist zweifellos mit Russland und transitiv (wie NPB treffend angemerkt hat) mit Syrien abgestimmt. Und auch der Zeitpunkt scheint gewählt. Die SAA braucht Hilfe! Und die bekommt sie jetzt tatsächlich. Und den USA dürstet nach einem ruhmreichen Sieg im Kampf gegen den Terror.

    Was nach der Niederschlagung von Daesh und Al-Nusra vom heutigen Staatsgebiet bleibt, weiß heute keiner. Das hängt von vielen Faktoren ab.
    Welchen Einfluss nimmt die US-Politik auf Saudi-Arabien? Das ist ein ganz spannendes Thema, denn bis zum Trump-Wahlsieg stand für mich das Land als heißer Favorit für einen weiteren gescheiterten Staat. Wie verläuft der weitere Machtkampf in den USA, schafft es der Schattenstaat in der Türkei wieder auf die Beine zu kommen und damit erneut die Politik dort zu kapern. Wird die AIPAC-Fraktion eingefriedet.

    Und vor allem: Wie stellen sich die syrischen Kurden zum Staat Syrien. Davon hängt das meiste ab, denn sie leben in diesen Gebieten. Davon hängt wieder die Haltung der Türkei zu Syrien und auch zu den USA ab.
    Wenn die USA auf irgend eine Weise ihr Teile und Herrsche im Nahen Osten durchsetzen wollen, wird es schwer. Russland wird kein Vabanquespiel betreiben. Aber diese komplexe Lage ist ihnen wie auf dem Leib geschneidert, sie ziehen m.A.n. die Moderation der dortigen Diplomatie immer mehr an sich – und das wird von den Beteiligten akzeptiert, weil glaubwürdig keine hegemonialen Ansprüche damit vertreten werden. Und das macht mir die meiste Hoffnung.

    Das Eingreifen von US-Truppen und SDF ist zum jetzigen Zeitpunkt eine echte und auch dringend notwendige Unterstützung wie Entlastung für die Syrische Armee. Und ich meine, genau deshalb findet sie statt. Das ist auch ein Signal an die Saudis, endlich den Hahn für Geld und Waffen wegen Sinnlosigkeit abzudrehen.

    Und was viele inzwischen für selbstverständlich sehen, woran ich aber gern noch einmal erinnere: Kein Hahn kräht mehr nach einem Rücktritt der derzeitigen Assad-Regierung und auch die Hetzpropaganda gegen das Land lahmt zunehmend. Die Neocons verlieren derzeit – gut so.

    Herzliche Grüße an alle, ped43z

  8. Bei Syria.liveuamap.com ist Dayr Hafir komplett umzingelt von der SAA.
    https://syria.liveuamap.com/en/2017/22-march-deir-hafer-photo–

    Ganz unabhängig davon gefallen mir die jüngsten Entwicklungen in Syrien defintiv nicht. Isralel hat mit seinem Bomberangriff mal wieder das Startzeichen gesetzt zu Offensiven von Teroristenseite an allen Ecken und Enden. Scheinbar reichen aber die Kapazitäten der SAA auch nicht aus, um den Rebellenoffensiven mit Gegenangriffe an anderer Stelle in denn Rücken fallen zu können. Dabei wäre das der beste Zeitpunkt dafür, bei gegnerischen Offensiven an den Flaken oder im Rücken eine Gegenoffensive zu starten, sei es in Hama oder Damaskus.
    Schade, dass auch nach mehreren Monaten „Kriegserfahrungen“ scheinbar nur die Tiger Forces in der Lage sind relevante und nennenswerte Befreiungsoffensiven zu lancieren.

    1. „(…)Ganz unabhängig davon gefallen mir die jüngsten Entwicklungen in Syrien defintiv nicht.(…)“

      @MAK

      Der Meinung ist auch ganz ausdrücklich der Autor folgenden Beitrags, der schon vor ca 14 Tagen erschien:

      http://antikrieg.com/aktuell/2017_03_09_trump.htm

      Zitat:
      „(…)Wichtig ist, an dieser plötzlichen Eskalation der Einmischung der Vereinigten Staaten von Amerika zu verstehen, dass wenn dieses „Rennen nach Raqqa“ vom US-Militär und nicht von den syrischen Streitkräften gewonnen wird, die Chancen, dass die Vereinigten Staaten von Amerika das Territorium der Regierung Assad zurückgeben werden, so gut wie null betragen. Anders gesagt – es geht bei dieser Operation viel weniger um die Eliminierung von ISIS aus dem östlichen Teil Syriens, sondern darum, dass die Vereinigten Staaten von Amerika den Osten Syriens als einen permanenten Brückenkopf herausschneiden, von dem aus sie zum Beispiel den ursprünglichen neokonservativ/israelisch/saudiarabischen Plan eines „Regimewechsels“ in Syrien weiter betreiben können.

      Die Vereinigten Staaten von Amerika betreiben hier einen militärischen Einsatz für ein sehr großes Stück souveränen syrischen Territoriums. Etwas, was nicht einmal Obama mit seiner außerordentlich rücksichtslosen Mittelostpolitik zu tun gewagt hätte.

      Wie werden die Russen auf diese Entwicklung reagieren? (…)

      Täuschen Sie sich nicht: das sind große Neuigkeiten. Und sehr schlimme Neuigkeiten.(…)“

      1. Danke, für den Hinweis. Ich kenne bereits das „Orginal“, in englisch beim RonPaul Institut erschienen. Berichte von dort schätze ich in der Regel sehr, in diesem Fall bin ich aber nicht ganz einverstanden mit dem Blickwinkel.

        Aus meiner Sicht sind die USA zurzeit das „kein Problem“, da Trump eine Frontverkürzung als neues Ziel ausgegben hat, dass dringend notwendig ist, da die Fronten der USA schon länger massiv überdehnt sind insbesondere aber finanziell.
        Der amerikanische Rückzug macht mir mehr Sorgen im Bezug auf Israel. Wenn die USA ihren Schutzschirm für Israel reduzieren besteht die ernsthafte Gefahr, dass Israel im Sinne eines pupertierenden Teenagers die neue Freiheit nutzt und dabei die ganze Region ins Chaos stürzt.

      2. “…besteht die ernsthafte Gefahr, dass Israel im Sinne eines pupertierenden Teenagers die neue Freiheit nutzt und dabei die ganze Region ins Chaos stürzt.“

        Damit jedoch könnte die ersthalte Gefahr geschaffen werden, dass bezüglich des möglicherweise wahren Charakters eines gewissen Staates, Fakten auf den Tisch kommen, wie sie selbst in einem Spiegel-Artikel beschrieben werden, der bereits im Jahre 2009 erschienen ist:

        Nazis in Palästina „Es ist schon eine ganz nette Hitlergemeinde hier“

        http://www.spiegel.de/einestages/nazis-in-palaestina-es-ist-schon-eine-ganz-nette-hitlergemeinde-hier-a-948292.html

  9. Aus Sicht von ISIS muss der Brückenkopf jetzt gestoppt und zurückgeschlagen werden. Jetzt ist die Stadt al Tabqa bedroht und danach der gleichnamige Staudamm. Falls diese beide fallen können militärische Kräfte in die Gebiete am Unterlauf eindringen. Derzeit könnten diese durch Sprengung des Staudammes jeder Zeit in eine Sumpflandschaft verwandelt werden.
    Dann steht kein ernsthaftes Hindernis mehr auf dem Weg nach Raqqa.
    Für das Kalifat ist die einzige erfreuliche Nachricht, dass ihr Lieblingsgegner jetzt doch in Reichweite ihrer Waffen kommt: Die US-Army sitzt nicht nur in Kampfflugzeugen oder am Joystick der ferngelenkten Dronen. Die Hubschrauber sind mindestens theoretisch ein angreifbares Ziel.
    Für die Zivilbevölkerung wünsche ich mir, dass die Staudämme unbeschädigt übernommen werden.
    Ich glaube, dass jedem Kämpfenden auf Seiten von ISIS nach dem Fall von dem Staudamm klar sein wird, dass militärisch das Kalifat nicht mehr zu halten ist. Auch wenn bis zur letzten Person mit Selbstmordkommandos ein harter Abnutzungsgegner bleiben wird. Jeder, welcher sich ein weltliches Leben auch nach dem Krieg vorstellen kann, muss sich überlegen, wann der richtige Zeitpunkt zum umflaggen ist. Oder ob man sich lieber den Kräften vom SDF oder der SAA ergibt.

  10. Die Luftlandetruppe bringt natürlich auch für die SAA direkte Vorteile. IS muss sich entscheiden: Khanaserverbindung blockieren oder Tabqa. Wenn man sich für 2. entscheidet, wäre der Landweg zwischen Aleppo und Hama wieder einfacher

    1. Lutz

      Ich glaube nicht, dass ISIS noch in der Lage ist, sich da zu entscheiden, sondern vermute, dass die überregionalen ISIS-Kommandostrukturen kaum noch funktionieren dürften.

  11. Das ist mal was, wo die US Marines wirklich mal was sinnvolles tun können.
    Der Tapqa Damm ist ein sensibeler Punkt, dem IS ist zuzutrauen, den Damm am Ende zu sprengen und über AL Raqqa und das ganze Euphrat Tal die Sintflut hereinbrechen zu lassen. Es braucht Spezialeinheiten, die schnell und präzise agieren und den Damm erobern und sichern. Nach allem, was man hört sind die Marines genau dafür trainiert.
    Natürlich ist es immer schwierig, die Befreier wieder los zu werden, unter Trump aber mache ich mir da nicht so große Sorgen. Er löst tatsächlich sein Wahlversprechen ein und geht entschlossen gegen IS vor.

    Mehr Sorgen macht das Verhalten Israels, sie reagieren aggressiver und auch gefährlicher, seit sie nicht mehr die volle Unterstützung der US Regierung bekommen .

    Und sie haben Zugang zu Geld über den internationalen Kapitalmarkt, dem von der Wirtschaft losgelösten reinen Kapital, an dessen Schaltstellen sitzen ihre Leute, wie auch an der zionstisch dominierten Wall Street. Die Besoldung der Terroristen in Syrien und ihre Versorgung mit Waffen über den Kapitalmarkt durfte für Israel kein großes Problem sein.

    vielen Dank an das Parteibuch und alle Kommentatoren, das ist hier richtig hohes Niveau, aber nicht abgehoben.

  12. SAA ist überfordert mit Krieg an vielen Fronten. In Ost Aleppo laufen Tiger von ein Dorf zu anderen aber langsam. Inzwischen haben Kurden ihnen Weg gesperrt. Ich dachte, dass Kurden werden Euphrat nicht übertreten aber jetzt ist nur frage welche Oel Felder werden Sie alles annehmen?
    In West Aleppo sind Islamisten befestigt und eine kurze SAA Ofensive war mit Leichtigkeit gestoppt. In Damaskus haben Islamisten alle Kräfte in Angriff geschickt mit wenig Erfolg. Bei Khansser hat IS wieder Strasse blockiert. Ist mir unklar wieso versucht SAA Korridor nicht zu verbreiten? Stattdessen verbrennt SAA ihre Truppe in Wüste von Palmira. Dort ist Frontlinie zu lang um sie auf Dauer zu halten. Zum Glück ist IS irgendwo anders beschäftigt. Daraa Ofensive kann man zur Zeit vergessen. Und Hama zeigt ganze Schwäche von SAA. Da laufen paar Islamisten wie auf einen Sonntag Spaziergang in mehrere Dörfer ein. Was nützt alle diese Versöhnungspolitik Abkommen wenn Volk nicht kämpfen will? Diese Ofensive haben Russen und SAA zu verantworten mit Idlib Tourismus. Man hat gewüsst dass Ofensive kommt, und trotzdem geht alles schief. Russlands fährt durch Afrin hat Erdogan bewegt sich wieder Aktiv auf Seite von Islamisten zu stellen. Krieg wird wieder eskalieren. Homs und Hama sind bedroht. Und wenn IS Strasse nach Aleppo abschneidet wird auch Aleppo bedroht. Zukunft Syrien wird Assad nicht bestimmen sonder USA Russland und Türkei.

    1. Eine Antwort, mit die wichtigste, auf diese Problematik läst sich mit einem Wort zusammenfassen: Vaterlandsverrat.
      Denn während in der SAA mittlerweile auch schon 16 jährige und 60 jährige gegen die Terroristen und Söldner kämpfen, sowie bereits auch mehrere hundert syrischer Frauen, sind laut diversen Schätzungen mit den Millionen Flüchtlingen bereits ca. 1,5 Millionen wehrfähige Männer (18-45j) in die syrischen Nachbarländer oder nach Europa geflohen.
      Mit nur einem Bruchteil davon könte man problemlos (SAA Depots an Infanteriebewaffnung nach wie vor randvoll) zig komplette Brigaden neu aufstellen und der Krieg wäre binnen weniger Monate gewonnen.
      Nicht zu vergessen das je nach Quelle bis zu 20.000 Kämpfer der Hisbollah, IRN Garden und IRK Schiitenmilizen die SAA in Syrien massiv unterstützen.
      Ohne diese und die massive Unterstützung Russlands, Irans, verdeckt auch Chinas, stünde Daesh oder eine der Terrorgruppen bereits in Damaskus.

      1. @ EL Commandante: “ Vaterlandsverrat“
        Hier gibt es eine Turnhalle belegt mit 200 jungen Männern, etwa die Hälfte aus Syrien. Sie haben genug zu essen, aber man hat den Eindruck, sie langweilen sich zu Tode.

        Flucht vor Assads Polizei, Geheimdienst und Armee aus Angst vor Zwangsrekrutierung durch die syrische Armee, wird als Asylgrund anerkannt, Flucht vor dem IS nur bedingt, es gibt ja inländische Fluchtalternativen, Flucht vor Rebellengruppen ist dagegen kein Asylgrund. So habe ich es gehört, das muss nicht repräsentativ sein. Es wäre aber sicher interessant, die Entscheidungen des Bundesamtes für Migration und der Verwaltungsgerichte daraufhin zu untersuchen.

  13. http://breakingnews.sy/ar/article/88371.html

    Interessantes aus syrischen Quellen:

    – Die Hama-Offensive soll mit einem Kontingent von ca. 6000 Kämpfern gestartet sein. Fokus sollen Uyguren, Tschetschenen und Usbeken sein.

    – Das „weiche“ Abfedern in den nördlichen Frontlinien ist eine Folge des syrischen Credos, zunächst die Hauptstadt zu sichern.

    – Es gäbe Hinweise darauf, dass der für die Hama-Offensive verantwortliche Rebellenführer Adallah Almuheisini ist, seines Zeichens Saudi. Assisitiert wird er von einem Ägypter. Diese Operation trüge dann saudische Verantwortung

    – Es soll ein Treffen zwischen den Saudis und Israel gegeben haben, in dem diese Strategie (wie von PB bereizs vermutet) entworfen wurde. Die Beziehungen zwischen diesen beiden Seiten seien zuletzt noch enger geworden.

    – Die zeitliche Komponente soll auch von den Verhandlungen in Genf beeinflusst worden sein

    Wie passt das Wirken der USA hier rein? Sind sie informiert? Werden sie aussen vor gelassen?
    Ich mag nicht glauben, dass die CIA keine Informationen dazu hatte… und trotzdem kooperieren die Russen und die Syrer indirekt mit ihnen. Dazu noch die Iraner, die endgültig zum Fressfeind der zio-wahabitischen Achse avanciert sind. Was für ein Kuddelmuddel. Was für ein Geschachere und Rumtricksen…

    1. Es rächt sich auch das man seitens Russlands und Irans seit Jahren lieber kleckert, anstatt herftig aber dafür dann nur relativ kurz zu klotzen.
      Russische Militärkreise sprechen schon seit Jahren darüber das der RUS und IRN Generalstab einen fertig ausgearbeiteten Plan in der Schublade hat, der vorsah das Russland vom Westen her und Iran vom Osten her (Zustimmung Syriens und Iraks soll vorliegen) jeder mit jeweils 3 kompletten Divisionen, zusammen mit SAA und Hisbollah, die Terroristen binnen weniger Monate landesweit völlig überrollen, mit dann mit sofortig eingestezter Übergangsregierung und Friedensverhandlungen.
      Putin und Rohani sollen dagegen gestimmt haben, da beide auf bessere Beziehungen zu Trump, EU, NATO und ein Ende der Sanktionen spekulieren.
      Ein fataler Irrtum?

      1. El Commandante

        „Ein fataler Irrtum?“

        Schaut eher nach einem Gerücht aus, oder neu-deutsch: Fake News.

        Oder hast du Belege, Quellen, pi, pa, po?

      2. @ElCommandante

        Zumindest die Aussage, dass Russen bereit gewesen wären, größere russische Kontingente, will sagen russische Streitkräfte in Divisionsstärke, in Syrien einzusetzen, widerspräche alles, was ich seit März 2011 an Informationen und Aussagen habe.
        Es gab, und da bin ich bei dir, einen syrisch-iranisch-libanesischen (Hizbullah) Plan, zusammen den Westen Syriens im großen Stil “ zu bearbeiten“… aber der datiert aus den Anfängen des Jahres 2012.

        Ich war schon immer der Meinung, und bin es immer noch, dass man sich viele Opfer an wertvollem Leben und an ökonomischer Seite hätte ersparen können, wenn man Riad mal so richtig einen mitgibt.
        Aber vielleicht erleben ich das ja noch.

    2. deine informationen untermauern ein paar interessante videos von spezialisierten sonderkräften der halsabschneider mit eindeutig speznas handschrift eines auf dem gleichen block und beschriebenes unter der bezeichnung „Hay’at Tahrir al-Sham released a video showcasing training of its elite special forces, Syria.“ ist bereits (leider bei youtube) gelöscht worden ein anderes ähnliches verlinke ich mal.
      http://syria.liveuamap.com/en/2017/22-march-muslim-exairborne-russian-soldiers-fight-alongside

  14. „Zukunft Syrien wird Assad nicht bestimmen sonder USA Russland und Türkei.“

    Das ist allerdings klar, dass Damaskus nicht stark genug ist, alleine die Invasionstruppen und Söldner, so lange die mit Milliarden versorgt werden, besiegen kann.

    Die USA unter Trump sind deutlich besser als unter Killary.
    Und wenn es den Russen gelingt, die Türken auf eine gemeinsame Linie zu bringen, dann ist das natürlich auch eine Aussicht, mit der Syrien leben könnte.

    Und weit schlimmer wäre es, wenn Saudi Arabien, Quatar und die Emirate sich ihr Syrien zurechtzimmern könnten.

    „Russlands fährt durch Afrin hat Erdogan bewegt sich wieder Aktiv auf Seite von Islamisten zu stellen. Krieg wird wieder eskalieren. “

    Ich weiß nicht, ob das der entscheidende Punkt war, oder der Coup, mit dem Manbic von der Erreichbarkeit der Türkenproxys abgeschnitten wurde, oder beides zusammen.

    Aber ja, anscheinend gab es türkische Unterstützung für die laufenden Offensiven, das macht es erheblich leichter für die Terroristen und ihre freunde.

    Die Druckmittel gegenüber den Türken sind dabei nicht so groß, wenn man nicht riskieren will, dass die völlig durchdrehen.

    Ich könnte mir vorstellen, bei diversen Bombardierungen wird genau versucht, auf solche Unterstützung zu reagieren, den Türken Signale zu geben, wir schauen nicht einfach zu bei eurem Doppelspiel.

    „Homs und Hama sind bedroht. Und wenn IS Strasse nach Aleppo abschneidet wird auch Aleppo bedroht.“

    Die Straße ist kein dauerhaftes Problem, nur eine Frage, wie viele Mittel man aufwenden muss.

    Aber ja, insgesamt sieht die Offensive übel aus; ich denke zwar, dass Hama erst mal halten sollte, aber noch zwei solche Tage, und der Durchbruch in die Talbiseh-Tasche ist möglich.

    Andererseits könnte das auch sowas wie das letzte Aufgebot sein.
    ISIS ist gerade bei Tabqa beschäftigt, man braucht nur ein paar um Deir Hafr stehen zu lassen, der Rest kann sich in eine Gegenoffensive gegen „grün“ stürzen.
    Vielleicht erhöhen die Russen den Einsatz und fliegen tiefer, um möglichst viel schweres Gerät auszuschalten.

    Es ist wahrscheinlich so, dass weniger Sold ankommt, aus dem Ausland, sie also quasi gezwungen waren, etwas zu versuchen.

  15. Wer allen ernstens Glaubt, das von dem Mastino / USA, der Herren“menschen“Dynastien, der City und Wall Street, auch nur eine Winzigkeit, von etwas Positiven, für uns Menschen zu Erwarten sei, der wird, immer wieder und wieder, das Ende seiner Täuschung erleben müssen. Der Mastino, ist Geschaffen worden, um für die Seelenlosen Blut-dürstenden Bestien, den Händlern des Todes, uns Menschen zu Versklaven und zu Millionen Abzuschlachten.

    1. Imperialistisch kriminelle Zionisten, westliche ‚Über‘-Globalisten und deren Militärindustriekomplexe, Demokratie vernichtende westliche tiefe ‚Staaten‘.

      Profitieren die an Frieden?

      Werden die sich selbst aufhalten?

      Das kann nur durch (grundsätzlich friedlich zu vollziehende) Revolution der westlichen Nationen beendet werden.

    2. Möglicherweise wird unterschätzt, wie groß das Potential ist, was aus der Welt in die Konfliktgebiete gelockt wird.
      Einerseits in den Kampf gegen die ungläubigen westlichen Imperialisten, andererseits werden die ganzen Perspektivlosen angelockt durch üppige Soldzahlungen.
      Die Gegenseite profitiert von so was überhaupt nicht. Im Gegenteil, viele warten einfach bequem, was sich in ihrem Heimatland ergibt und sehen keinerlei eigenen Verpflichtung.
      Drittens ergibt sich aus einem „verzweifelten Verteidigungskampf“ des IS ein Märtyrertum, was durch zusätzliches Radikalisierungspotential neue Mobilisierungswellen schafft. Und leider kann scheinbar der Zustrom solcher Leute nicht unterbunden werden.
      Sie haben ein Ungeheuer geschaffen, dass möglicherweise auf der ganzen Welt seinen Kampf aufnimmt und sie haben Mittel gefunden, das Ungeheuer in Europa zu verteilen. Das ist der Unterschied zu den vorherigen Interventionen mit der Schaffung von Terroristen, aber die haben den Grundstein gelegt.

      1. Sehr geehrter Herr Engelking , diese Seelenlosen Blutdurstenden Bestien, die Herren“ menschen“ Dynastien, haben keine Möglichkeit, unsere Menschliche Kultur, zu Erfassen. So kennen sie keine Warnung und setzen Prozesse. in Gang, die sie selber nicht mehr Beherrschen können.
        Hätten sie die Fähigkeit, zB. Goethe zu Begreifen, würden sie so manchen Fehler nicht machen.
        „Die ich rief, die Geister, Werd’ ich nun nicht los.“
        Johann Wolfgang von Goethe

    1. Super Nachricht das ging ja richtig schnell. Ich sehe hier noch keine
      amerikanische Besatzung , sie schreiben „assistance to SDS Leadership“.

      Dafür hat Erdogan wohl wieder mal die Seite gewechselt. Er taktiert geschickt zwischen beiden Blöcken, stärkt aber so die Position der Türkei.
      Ihm geht es um Landnahme, diese Kurdenphobie ist auch nur ein Vorwand.

  16. Deir Hafer ist befreit! Das ist sehr gut zu höhren!

    Jetzt die Frage wohin werden sich die von dort geflohenen Terroristen wenden?
    Helfen sie Ihren „Kollegen“ in Raqqa gegen die Amis bzw. SDF, oder werden sie irgendwo gegen die SAA Stellung beziehen, z.B. in der AirBase?

    Was wird die SAA nun mit den freien Kräften tun, weiter in Ostaleppo (Sichern bzw. das Gebiet erweitern) oder werden diese nun in den Westen beordert, da dort ja die Offensive der Jihads tobt?

  17. Ganz klar eine schlechte Sache für Syrien und der SAA. Wer das Wasser kontrolliert kontrolliert Syrien. Da lässt sich Russland gerade die Butter vom Brot nehmen in Syrien. Damit bekommen die Terror Staaten doch genau was sie immer wollten. Ein Zerstörtes aufgeteiltes Syrien. Fehlt nur noch der restliche Teil. Wird halt „Gelb“ und kurdisch aber Öl und Gas wie auch 40% Syriens sind nun abgebrochen. Dazu das Wasser. Ganz schlechte Lage gerade.

  18. Bilder von der Übersetzung.

    D-Day, oder Abenteuerurlaub? ;–)

    ISIS offenbar im Eimer, wenn sich die SDF sicher waren, mit der AKtion nicht in Gefahr zu geraten.

    Dumayr soll jetzt über east Qualomoun mit den „grünen“ Gebieten zur jordanischen Grenze verbunden sein, ein riesiges Gebiet, aus dem sich ISIS verabschieden musste.
    Sie sollen auf der Flucht Humvees stehen gelassen haben; als ich würde naheliegenderweise mit dem Humvee fliehen, nicht? Umflaggen mit Geschenken?

    Strategisch nicht so günstig, Dumayr dürfte damit erst mal verloren bleiben.

  19. @ Menschmaschine

    „Man muss bedenken, dass das Hauptziel von radikal-islamistischen Militanten wie ISIS oder Al Kaida weit überwiegend keine Christen oder Juden sind, sondern vielmehr andere – von ihnen als Ketzer betrachtete – Muslime. Aus diesem Grund ist die in der islamischen Welt übliche Bezeichnung für solche radikalen Islamisten „Takfiri“, nach dem Wort für die Deklaration von anderen Moslems als Ungläubige. Bin Laden mit seinem Schwerpunkt auf den Kampf gegen die „Kreuzfahrer“ war hier eher die Ausnahme.“

    Da wird es doch interessant; warum it denn Bin Laden die Ausnahme?
    Er hatte eben nicht nur vor, ein paar oder auch ein paar mehr Ungläubige (gleich welcher coleur) aus der Umgebung umzubringen, sondern einen deutlich größeren Plan.

    Und das muss man den ISIS-Hintermännern wohl auch eindeutig zuerkennen.
    Das ist keine kleine Terrorzelle oder eine beliebige Miliz, die haben ein riesiges Gebiet übernommen und wie man hört auch einigermaßen ordentlich am Laufen gehalten.

    Letztlich reichte die Stärke nicht aus, um das Gebiet zu halten; und zwar am Ende nicht von einer riesigen Armee der „Koalition der Billigen“ oder so besiegt, nur mit Luftunterstützung und lokalen bzw. regionalen Truppen.

    Es fehlt einfach die personelle Basis; 50.000 mehr, und es hätte düster ausgesehen.

    Was könnten zukünftige Ziele sein?
    Am naheliegendsten wäre ja die Übernahme einer der wahhabitischen Golfmonarchien; der Ansatzpunkt könnten die im Lande stationieren westlichen Truppen sein.

    Und damit sogar bei vielen nicht-radikal-wahhabistischen Muslimen Zustimmung erzielen?

    Bin Laden hat sein Netzwerk über Jahrzehnte aufgebaut und ausgebaut, wurde weltberühmt, sorgte für Nachschub an Geld und Kämpfern; irgendwelche „Takber“-Rufer, die ein paar Falschgläubige abschlachten, bleiben dagegen in der Regel unbedeutend.

    Aber wir werden es sehen.

    1. @ andreas, interessant,

      Nach der letzten Rede des Kalifen Al Baghad hasst er Riad und Ankara gleichermaßen. Leider kann man sie nicht grünen Bussen nach Riad schaffen.

      Im Moment befürchte ich allerdings, dass ein größeres Kontigent IS Kämpfer nach Idlib / Nord Hama durchgebrochen sind, um sich dort eine neue Basis zu schaffen.

      1. Davon muss man wohl leider ausgehen, dass für den „gemeinen Dschihadisten“, also den ISIS-Normal-Kämpfer, es jetzt erst mal heißt, mit der neuen Situation klar zu kommen, auch den Lebensunterhalt zu sichern.
        Kleinkalifat Idlib, wo ma als radikale Gruppe anderen einfach die Waffen wegnehmen kann, bietet da auf Sicht gewisse Möglchkeiten.

        Der Grenzzaun Saudi Arabiens zum Irak ist schon recht beeindruckend , die wissen genau, wen sie da nicht wieder ins Land lassen wollen.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.