Syrische Armee nimmt Gebiete südwestlich von Deir Hafr ein

Die syrische Armee hat gestern und heute in der nordsyrischen Provinz Aleppo sämtliche bislang von ISIS-Terroristen beherrschten Gebiete südwestlich der ISIS-Hochburg Deir Hafr eingenommen.

Die aktuelle Lagekarte der Gegend sieht damit etwa wie folgt aus:

So wie es gegenwärtig aussieht, ist die syrische Armee dabei, Deir Hafr von mindestens drei Seiten zu umzingeln, um dann Deir Hafr leichter einnehmen zu können. Überraschend ist, dass die syrische Armee nach dem Vorrücken zum Euphrat nicht gleich mit dem dortigen von ISIS-Terroristen besetzten Luftwaffenstützpunkt Jirah weiter gemacht hat, sondern stattdessen die Deir-Hafr-Tasche nun von Südwesten her aufrollt. Denkbar ist, dass die Terrorgruppe ISIS so viele Ressourcen in die Verteidigung des strategisch wichtigen Luftwaffenstützpunktes Jirah gesteckt hat, dass ihnen für die Front südwestlich von Deir Hafr kaum jemand geblieben ist, und die syrische Armee das nun ausnutzt. Bei der Offensive südwestlich von Deir Hafr ist auch sehr vorteilhaft, dass die Tigerkräfte der Armee da Berichten zufolge von lokalen Kräften des Al-Baqir-Stammes unterstützt werden, sodass davon ausgeangen werden kann, dass lokale Kräfte die befreiten Gebiete nach der Befreiung halten werden.

Weiterhin wurde am Dienstag Abend aus dem Westen der Provinz Aleppo berichtet, dass zur Al-Kaida-Gruppe Al Dawa w Al Tableegh gehörende Turkistan-Terroristen durch Luftangriffe auf ihr Hauptquartier im Ort Jinah schwere Verluste erlitten haben. Widersprüchliche Angaben gibt es bislang dazu, ob diese Luftangriffe von Syrien oder der US-geführten Koalition geflogen wurden.

Ansonsten wurde aus der Gegend von Palmyra in Zentralsyrien am Dienstag berichtet, dass die syrische Armee dort nördlich der Stadt Palmyra Gasfelder der Herrschaft von ISIS entzogen hat, und das die unter anderem von den USA unterstützten kurdisch geprägten SDF-Kräfte am nördlichen Ufer des Euphrat zwischen Raqqa und Deir Ezzor weitere Fortschritte gegen die Terrorgruppe ISIS verzeichnen konnten.

Nachtrag: Für den Luftangriff auf Al Kaida in Jinah sind wohl die USA verantwortlich:

Vielleicht war es die Auslieferung eines Glückwunschtelegramms an die Weißhelme für ihren Oscar durch die US-Luftwaffe.

2. Nachtrag: Das zionistische Apartheidregime hat in der Nacht mit mehreren Flugzeugen einen Luftangriff auf im Verbund mit der syrischen Armee und Russland gegen ISIS-Terroristen kämpfende Hisbollah-Einheiten bei Palmyra geflogen und die syrische Luftverteidigung hat den israelischen Jets dabei S-200-Raketen bis in das vom zionistischen Regime beherrschte Gebiet hinterhergeschossen. Syrische und israelische Angaben, ob dabei ein israelischer Jet abgeschossen wurde, widersprechen sich, doch in jedem Fall hat der durch die syrischen Raketen ausgelöste öffentliche Luftalarm im Jordantal dafür gesorgt, dass das israelische Regime nicht umhinkam, die israleischen Luftangriffe auf Syrien öffentlich zuzugeben. Der Hisbollah nahestehende TV-Sender Al Manar betont unter Bezugnahme auf israelische Analysen, dass die wesentliche Überraschung für die Israelis gewesen sei, dass das syrische Radar die israelischen Flugzeuge entdeckt hat und sie beschießen konnte. Das bedeutet, dass bei einem Einsatz modernerer syrischer Raketen zukünftig Abschüsse zu erwarten seien, wenn Israel weiter Luftangriffe gegen Hisbollah fliegen sollte. Da „Israel“ von der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“ schon vor Jahrzehnten einen Blankocheck für beliebige Angriffskriegsverbrechen ausgestellt bekommen hat, ist eine Verurteilung oder gar Sanktionierung der offenen und unprovozierten israelischen Aggression durch den UNO-Sicherheitsrat indes nicht zu erwarten.

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63 Gedanken zu “Syrische Armee nimmt Gebiete südwestlich von Deir Hafr ein

  1. „Bei der Offensive südwestlich von Deir Hafr ist auch sehr vorteilhaft, dass die Tigerkräfte der Armee da Berichten zufolge von lokalen Kräften des Al-Baqir-Stammes unterstützt werden, sodass davon ausgeangen werden kann, dass lokale Kräfte die befreiten Gebiete nach der Befreiung halten werden.“

    Das ist sehr vorteilhaft. Ebenso vorteilhaft ist, dass sich, wie man in der Karte oben schön sieht, durch dir lange Grenze zu den SDF-Gebieten trotz oder wegen der riesigen Geländegewinne die Front im Vergleich zur Situation von vor einem Jahr eher verkürzt als verlängert hat.

    Der Krieg ist militärisch aktuell so gut wie gewonnen. Spannend wird es in der Nachkriegszeit, wie sich die SAA auf der einen und kurdische Kräfte auf der anderen Seite miteinander vertragen werden. Ich kann den Kurden nur raten nicht auf die untreuen USA zu hoffen. Das hat noch niemanden genutzt.

  2. >>>
    Samuel Oakford‏Verifizierter Account @samueloakford 23 Min.Vor 23 Minuten

    US official says that they were targeting an „Al Qaeda meeting place“ that was across from the mosque in Aleppo. „We took the strike.“

    Samuel Oakford‏Verifizierter Account @samueloakford 24 Min.Vor 24 Minuten

    BREAKING: US officials confirm American aircraft carried out an airstrike in area of Aleppo where dozens of casualties are reported.

    >>>

    Und das ARD-Nachtmagazin meldet, man weiß nicht, wer den bösen bösen Luftschlag auf Zivilisten, die von tapferen Weißhelmen gerettet wurden, geführt hat.

  3. Die Tagesschau muss ihrer Propagandalinie treu bleiben, auch wenn es die amerikanischen Freunde waren, die die von Berlin gehätschelten „gemäßigten“ Kopfabschneider in Jinah bombardiert haben. Solange es der entpolitisierten Mehrheit der Bevölkerung nicht auffällt, können die auch erzählen, die Erde sei eine Scheibe. Wichtig ist das, was bei den Menschen beiläufig an Gehirnwäsche hängenbleibt – auch wenn die Propaganda noch so grotesk ist: westlich gesponserte Weißhelme retten „Zivilisten“, die laut offiziellem Statement der USA Terroristen sind. Eine absolute Glanzleistung der ARD-„Wochenschau“.

  4. Es gibt Berichte, dass die Israelis heute morgen (um 2.50h) versucht haben sollen, den syrischen Luftraum zu verletzen um eine „Hizbullahkarawane zu eliminieren“. Nach Drohschüssen kurz vor Überquerung des Luftraums und einer erwarteten Nichtreaktion der feindlichen Jets, soll ein S-200VE-Sytem scharf gemacht worden sein und die Maschienen seien be-oder abgeschossen worden.
    Israelische Stellen, so „breakingnews.sy“, sollen diesen Vorfall bestätigt haben, ohne jedoch den Grad der Schäden zu benennen. http://breakingnews.sy/ar/article/88086.html

    1. kaumi

      Ja, Israels ynetnews schreibt etwa, Israel habe syrische Luftabwehrraketen – angeblich Sa-5 – abgefangen, die israelischen Jets hinterhergeschossen worden seien, die in Syrien Luftangriffe geflogen haben:

      http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4936732,00.html

      Israel lügt bekanntlich notorisch, aber in Israel sind wohl Sirenen angegangen, und deshalb musste Israel was erzählen. Also irgendwas war da wohl, fragt sich nur, wer da wirklich auf was geschossen und getroffen hat.

    2. Hallo kaumi,

      das schreibt SANA dazu: Syrische Luftabwehr hat eines von 4 Israelischen Kampfflugzeugen abgeschossen. Die Flugzeuge haben den syrischen Luftraum östlich von Homs verletzt, wo sie eine militärische Einrichtung beschossen haben. Eine weitere Maschine wurde ebenfalls getroffen.

      Es wird als verzweifelter Versuch seitens Israels interpretiert, die abfallende Moral ihrer IS Freunde wieder zu heben.

      Sollte es stimmen, dann kann man sich nur freuen, dass die syrische Abwehr ja doch funktioniert!

      Lg Dike

      http://sana.sy/en/?p=102350

      1. Die Jets sind hin und zurück mindestens 10 Minuten über syrischem Gebiet gewesen (hin und zurück mindestens 400 km über Syrien – wenn denn Palmyra überhaupt stimmt).
        Man hat sie mit Sicherheit bereits schon länger erkannt.
        Was also ist wirklich geschehen?
        Bisher hat Syrien in all den Jahren bei etlichen Angriffen Israels nie wirklich reagiert.
        Warum nicht?
        Es ist davon auszugehen das Russland das nicht wollte.
        Dieses Mal aber hat man (mindestens 10 Minuten Zeit zu reagiert – eine Ewigkeit selbst bei veralteten Systemen) offensichtlich die Erlaubnis Russlands dafür erhalten den Jets einen Gruß/ein Signal hinterherzuschicken.
        Das Signal galt nicht nur Israel sondern auch den USA die in Nordsyrien gerade ihre Truppen aufstocken und hieß ungefähr so.
        Das waren uralte russische S200 aus Syrien – wir aber haben viel modernere Waffen und wir werden sie beim nächsten Male benutzen.

        Dafür spricht auch die Tatsache das Russland wegen des Angriffs erstmals den israelischen Botschafter einbestellt hat statt zu schweigen und hinter den Kulissen zu bitten das zu unterlassen.

        Soweit meine Analyse nach diversen Informationen von diversen Seiten die mehr wissen als ich.

        Fazit also:

        Russland hat mit der Erlaubnis an Syrien den Luftraumverletzern eine Botschaft mit alten syrischen Waffen naschzuschicken allen illegal in Syrien operierenden Kräften ein Signal gegeben das da heiß;
        Bis hierhin und nicht weiter denn sonst bekommt ihr es mit uns zu tun.

        Ich hoffe das es so oder ähnlich war.
        Zudem bin ich ziemlich sicher das kein israelischer Jet getroffen wurde.

  5. >>>
    Yusha Yuseef‏Verifizierter Account @MIG29_ 21 Min.Vor 21 Minuten

    Breaking : Syrian Mod
    Syrian air defenses shoot down an Israeli jets and Direct hit to the another over Israeli airspace
    >>>

    Egal was wirklich passiert ist; wenn dass syrische Ministerium obiges erklärt, ist das schon eine neue Entwicklung, oder?

    1. andreas

      Sana hat auch was:

      Syrian air defense shots down one of 4 Israeli warplanes targeting military site near Palmyra

      Neu scheint vor allem zu sein, dass Syrien angreifenden israelischen Jets nun Raketen hinterherschickt, die sie auch über israelischem Gebiet verfolgen, und was zu einem öffentlichen Luftalarm in der Gegend des Jordantals geführt hat.

      Ob es dabei einen Abschuss gegeben hat oder nicht, dürfte schwierig nachzuprüfen sein. Wenn in den nächsten Tagen in Israel die Meldung von einem Trainingsunfall mit einem Jet verbreitet wird, dürfte das eine indirekte Bestätigung eines Abschusses sein, doch es kann auch sein, dass trotz Abschuss keine solche Meldung kommt.

      Aber egal ob sie da einen israelischen Angreifer runtergeholt haben oder nicht, das dürfte zukünftige israelische Angriffe in Syrien komplizierter machen. Das war sicher nicht das, was Netanjahu sich von seiner Reise zu Putin erhofft hatte.

  6. Israel glaubt wohl, der syrische Stellvertreterkrieg sei ein nettel Zielgebiet für ihre eigene Waffenübungen. Es gibt ja wohl nicht einmal irgend einen Vorfall, welches als Alibi vorgeschoben werden kann. Nach dieser Logik legitimieren die israelische Streitkräfte jedoch auch jeden Angriff auf sich selbst. Nicht nur in den verschiedenen besetzten Gebieten sondern auch direkt in dem völkerrechtlich anerkannten Staatsgebiet von Israel.
    Israels Spiel, die Welt im nahen Osten zu Teilen und dem jeweils schwächerem Teil zu helfen geht wohl immer weniger auf. Doch wie wollen sie aus einem Krieg gegen Syrien wieder raus kommen, falls sie ihn jetzt beginnen? Wollen sie die Golanhöhen zurück geben? Wollen sie einen offenen Schlagabtausch mit Russland und Iran?
    Falls Israel möchte, dass weder die Hisbolla noch iranische Kräfte südlich von Damaskus auf syrischen Staatsgebiet unterwegs sind, sollten sie schleunigst aufhöhren Al Quaida nahe Kräfte zu unterstützen sondern vielmehr die SAA und vielleicht russische Kräfte kooperieren. Wer soll denn aus Sicht von Israel die Kontrolle der Gebiete südlich von Damaskus haben? Vierzig Jahre lang war die Grenze zu Syrien die ruhigste und sicherste Grenze, welche Israel hatte.

    1. Reisender

      Da gibt es noch etwas, woran man sich erinnern sollte:

      Israel hat vor ein paar Jahren die an der Demarkationslinie im Golan stationierten UN-Blauhelme gezielt von aus dem israelischen Gebiet operierenden Terroristen angreifen lassen, um die UN-Beobachter an der Demarkationslinie loszuwerden.

      https://www.rt.com/news/golan-heights-russia-peacekeepers-368/

      Die sind nach einigen Beschüssen und Geiselnahmen dann auch abgezogen, sodass der Weg für Israel frei wurde, Terroristen und eigene Kommandoeinheiten unbeobachtet nach Syrien einzuschleusen. Das russische Angebot, die aus kleinen Ländern stammenden abgezogenen UNO-Blauhelme durch robuste russische UNO-Blauhelme zu ersetzen, um so wieder für Sicherheit an der Demarkationslinie zu sorgen, hat Israel hochoffiziell abgelehnt.

      http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/israel/10108622/Benjamin-Netanyahu-hints-at-Israeli-action-in-Golan-Heights.html

      Und nun beklagt sich Israel, dass die Demarkationslinie nicht sicher sei.

      1. @ Reisender

        „Falls Israel möchte, dass weder die Hisbolla noch iranische Kräfte südlich von Damaskus auf syrischen Staatsgebiet unterwegs sind, sollten sie schleunigst aufhöhren Al Quaida nahe Kräfte zu unterstützen sondern vielmehr die SAA und vielleicht russische Kräfte kooperieren.“

        Ich denke das Ziel Israels war hier ganz klar extra das Herbeiführen einer unsicheren Situation. Wie das Parteibuch ganz richtig ob schreibt, wurden zuerst die Blauhelme gezielt „vertrieben“. Wir wissen auch, dass Israel engstens mit der Nusra Front zusammenarbeitet. Das ist nach wie vor kein Thema in den Medien und es ist den wenigsten Menschen bewusst.

        Das Bild, das sich zeichnet ist Folgendes: Israel versucht die Grenzregion zu Syrien zu schützen, da es verhindern möchte, dass der Krieg der dort tobt und der Terror nach Israel überschwappt. Alles scheinbar für die Massen ganz legal und völlig berechtigt.

        Die Terroristen sind nützliche Idioten im Dienste Israels. Und sie liefern das perfekte Argument für eine Konsolidierung des Status Quo auf dem Golan. Mit SAA und Russland zusammenarbeiten? Das bringt Israel nicht das gewünschte Ergebnis. Die syrische Regierung wird niemals von der Forderung abrücken, dass der Golan zurückgegeben werden muss.

        Aus diesem Grund kann Israel Frieden gar nicht gebrauchen. Ein permanenter Kriegszustand ist perfekt geeignet, jede friedliche Diskussion zu einem Rückzug auf die Grenzen von 1967 auf ungewisse Zeit hinauszuschieben.

        Aber es ist zu befürchten, dass es zu einem Krieg um den Golan kommen wird. Und da hat dann Syrien und der Iran die Argumentation auf ihrer Seite: nämlich die Terroristen von dort zu vertreiben. Und mit Terroristen kann man die israelische Armee ruhig mit einschliessen.

    2. Israel befindet sich mit Syrien immer noch im Kriegszustand. Durch aktive Kriegshandlungen wird es da keinerlei Veränderungen geben.
      Für eine Friedenslösung gibt es schon feste Vorgaben, der Friedensvertrag nach dem Prinzip „Land gegen Frieden“ war noch unter Hafez al Assad unterschriftsreif. Israel wollte aber die Golanhöhen lieber behalten, hauptsächlich wegen der Wasserquellen.

      1. @Nobilitatis
        Richtig!

        @Demeter
        Hallo Dike 😉

        @sg, PB
        Formell wird sich eine „Vereinbarung“ finden lassen, die Hizbullah aus syrischem Gebiet zurück auf libanesischen Boden zu bewegen. Aber jeder Syrer weiß, dass es niemals zu einem wirklichen Rückzug der ausgebauten strukturen kommen wird. Was vor allem daran liegt, dass die Beziehungen zwischen den Syrern und den Libanesen schon immer sehr eng waren und die Durchmischung tief in beiden Ländern verankert ist, Stichpunkte „Bilad u Sham“ und libanesischer Bürgerkrieg mit Millionen von liban. Flüchtlingen im Nachbarland. Die Hizbullah, die in Syrien verbleiben soll (und die eh aus multiplen Konfessionen und Nationalitäten besteht), bekommt einfach syrische Uniformen und syrische Papiere…

      2. „Die Hizbullah, die in Syrien verbleiben soll (und die eh aus multiplen Konfessionen und Nationalitäten besteht), bekommt einfach syrische Uniformen und syrische Papiere…“

        ist auch 100% meine Meinung

        ———————————————————————–

        Was eigentlich auch heute hier untergegangen ist.
        Die Antwort auf die Jets waren SA 5. Also S 200.
        Die reguläre syr.Armee hat aber S 300 und ?? keine ?? SA 5

        Eine hat es ja bis zur isr.Grenze geschafft.
        Soweit fliegen die nicht 100-150 km

        ———————

        Die Floristen bei colonelcassad vermuten das die Hisbollah geschossen haben. Und jetzt auch über SA 5 verfügt

        ——————

        Wie schon gesagt, dass die Russen eine Gruppe __ die KEINEM LAND offiziell zugeordnet werden kann __ dermassen gut ausgerüstet haben, hat einen Hintergrund
        ( T-90 / Nachtsichtgeräte / Scharfschützengewehre / Ausrüstung — alles vom feinsten )
        ( ?? jetzt auch SA 5 ?? )

        Wenn die jetzt angeblich aus Syrien abgezogen werden, wie soll / kann die Antwort auf Flugzeug Abschuss sein ?

        Meine Meinung ist, die Syrer / Iraner und die Russen haben das Tempo massiv angezogen. Jetzt geht es in die andere Richtung

      3. sg

        Ich stimme dir zu, dass die israelischen Jets möglicherweise nicht von Russland oder der syrischen Luftabwehr beschossen wurden. Wenn das so ist, bedeutet das aber nicht zwangsläufig, dass Hisbollah die Luftabwehr direkt von Russland hatte. Möglicherweise hat Hisbollah das Luftabwehrsystem von Iran als Nach- und Umbauten oder Weiterentwicklung der russischen S200/SA-5 erhalten. Der Gedanke ist nicht mal ganz fern, dass der Iran Hisbollah in Iran auf Basis der S200/SA-5 entwickelte Luftabwehrsysteme zum Testen gegeben hat, um herauszubekommen, wie gut diese S200-basierten selbstentwickelten iranischen Luftabwehrsysteme den Iran im Fall von israelischen oder saudischen Angriffen schützen werden.

        Said

        Ich stimme dir voll und ganz zu, dass das couragierte jemenitische Volk nicht in Vergessenheit geraten darf. Die Lage ist schlecht, ganz schlecht, und im Moment sieht es fast so aus, dass sie nach wie vor schlechter wird. Der Jemen braucht dringend eine funktionierende Luftabwehr, die Lieferung von so was wie die S200/Sa-5-basierten Systeme wie sie heute in Syrien gegen Israel zum Einsatz kamen, könnte vermutlich schon eine sehr deutliche Verbesserung der Lage bewirken. Es bleibt zu hoffen, dass bald endlich Mittel gefunden werden, um die saudischen Luftangriffe da zu stoppen. Wenn die saudische Luftwaffe im Jemen nicht mehr unbehelligt operieren kann, dann dürfte das Problem der Allianz von saudischen Söldnern und Al Kaida da auch lösbar sein. Aber das sollte nun schnell gehen, denn die Lage im Jemen ist wirklich schlecht.

      4. @pb
        „S200/SA-5“

        Woher die Hisbollah „Die Teile“ jetzt hat, ist eigentlich nicht so wichtig. Denke keiner wird irgendwelche Lieferungen aus Russland anprangern könne. Zumal zuviel Kriegmaterial im Nachbarland ( Syrien ) rumschwirrt. Und auch zuviel Bäumchen wechsel dich im Spiel ist

        siehe Palmira – und die „angebliche“ Kornetlieferung an den IS
        ( Krauss-Maffei verflucht den erneuten Fall von Palmira heute noch )

        Die Russen werden immer sagen, wir haben den Krieg und die dazugehörigen Lieferungen nicht angefangen. Ausserdem haben wir nur an ein Land geliefert was sich verteidigen muss. Seine Bürger schützen MUSS

        ———————————————

        Jetzt brauch die Hisbollah nur noch paar serb.Offiziere und ihre Taktik ( Scannen / Ausschalten / grob schiessen / kurz vor dem Einschlag neu scannen und treffen ) und dann sieht es finster aus

        Ja wir werden sehen ob jetzt Flugzeuge über Israel ( aus dem Libanon ) abgeschossen werden.

        Wie soll / kann dann die isr.Antwort sein ?

        Wenn dann haben die sich ein richtiges übles EI gelegt ,
        die Armen

      5. Die reguläre syr.Armee hat aber S 300 und ?? keine ?? SA 5

        Äh doch, die syrische Luftabwehr hat S-200. Die Theorie, dass die Hisbollah die erhalten haben soll halte ich für abwegig – die ganzen zugehörigen Gerätschaften sind riesig und wären kaum zu verbergen.

        S-300 war von Syrien schon bestellt (und angezahlt), die Auslieferung wurde jedoch nach Beginn des Konfliktes von Russland als Geste gegenüber den USA gestoppt.

    3. @Reisender

      Den Israelis schwimmen in Syrien derzeit die Felle davon. Die ursprünglichen Absichten, Syrien zu teilen und auf verschiedenen Staaten oder Proxystaaten aufzuteilen, scheint gescheitert. Da half auch die willige Rolle als Handlanger der „Freunde Syriens“ nicht weiter, respektive die Regierungen dieser Staaten sind mittlerweile selber unter zunehmendem Druck weil sich nicht mehr alles Geheimhalten lässt je länger der syrische Bürgerkrieg dauert.
      (Mitverantwortlich dafür sind auch Blogs wie das „Parteibuch“ und „Urs1798“ sowie viele andere, die die Hintergründe aufdecken. Besten Dank für dieses unermüdliche Engagement)

      Die sogenannte „Südfront“ in Syrien ist „zusammengebrochen“/ aufgegeben worden, insbesondere von Jordanienund seinen Unterstützern USA und GB. Die Südfront sollte aus meiner Sicht entweder ein Proxystaat mit Pufferfunktion oder sogar als Gebietsannnektion für Jordanien dienen. Damit wäre der Weg frei gewesen Jordaniens wirtschaftliche Probleme mit den südsyrischen Öl- und Gasvorkommen zu lindern und gleichzeitig das Westjordanland und die Golanhöhen von sämtlicher nicht kooperationsbereiter Muslimen zu „säubern“. In etwa so dürfte im Hintergrund der „Deal“ geplant gewesen sein.
      Aktuell wäre man insbesondere in Jordanien froh, wenn die SAA die Gebiete der Südfront unter ihre Kontrolle brächte.(PB berichtete darüber )

  7. Der libysche Kommandeur Haftar war anfang der Woche in Moskau.

    “Kremlsprecher Peskow erklärte, Moskau unterstütze die Bemühungen um eine Lösung und sei auch mit verschiedenen Akteuren im Gespräch, aber eine übermäßige Einmischung in die inneren Angelegenheiten Libyens sei kaum möglich und auch nicht sinnvoll, schreibt die »Nesawissimaja Gaseta«.

    Sehr gut.

    1. Das ist die offizielle Version. Die inoffizielle Version dürfte lauten: „Wir bereiten uns darauf vor, in zwei bis drei Jahren in Libyen so aufzuräumen wie wir heute in Syrien aufräumen.“
      Militärische Hinweise darauf sind:
      1. Der Einsatz der Flugzeugträger-Kampfgruppe vor der Küste von Syrien (aus meiner Sicht eher ein Manöver, das dazu gedacht ist herauszufinden, was bei solchen Einsätzen nicht rund läuft – denn für den Krieg in Syrien war es militärisch nicht nötig)
      2. Die russische Marine ist gerade dabei, sich in der ägyptischen Hafenstadt Sidi Barrani niederzulassen. Die Lage ist strategisch sehr interessant: die Entfernung zur ägyptisch-syrischen Grenze ist weniger als 100 km.

      Zur Zeit, so meine Einschätzung, will die russische Regierung die Sache iin Syrien abschließen. Der militärische Teil ist eher am Auslaufen, das Ende des Krieges absehbar. Gleichzeitig fängt die Phase der ernsthaften Verhandlungen über die Nachkriegsordung in Syrien an. In dieser Zeit möchte man die USA und andere „Partner“ nicht unnötig provozieren, deswegen hält man in Libyen den Ball flach und zieht nur im Hintergrund die Fäden. Jedoch wird zum Zeitpunkt X so wie im Herbst 2015 „ganz überraschend“ das Oberhaus einen militärischen Einsatz in Syrien beschlossen hat, dann „ganz überraschend“ ein militärischer Einsatz in Libyen beschlossen werden.
      Und „wir reden mit allen Seiten“ bedeutet in Wirklichkeit natürlich „wir sondieren aus, wer unsere zukünftigen militärischen (und politischen) VVerbündeten in Libyen sein werden“.

      1. Ich wüsste nicht, welche Interessen Russland in Libyen hat. Russland dürfte das als Europäisches Problem sehen (Flüchtlinge aus Nordafrika? und wieso sollte Putin derzeit Europa helfen.
        Vorstellen könnte ich mir höchsten, das es eine Abmachung zwischen dem Pentagon und Russland gibt: Wir helfen Euch in Syrien und Ihr uns in Libyen und da könnten die guten Beziehungen zwischen Moskau und Kairo hilfreich sein.
        Oder es sind die Probleme Kairos auf dem Sinai.
        Moskau hat nach Damaskus ein ganz anderes Problem: Afghanistan. Das liegt ja direkt vor der Haustür und da läuft ja schon einiges mit den betroffenen Chinesen , Iran mit oder gegen Pakistan

      2. Lutz

        Wenn es darum geht, der zionistisch-wahhabitischen Terrorkriegsachse eine umfassende geostrategische Niederlage zu bereiten, dann könnte es für Russland über eine ägyptisch-russische Kooperation zu Libyen möglich sein, nicht nur Libyen davor zu bewahren, von der zionistisch-wahhabitischen Terrorachse dominiert zu werden, sondern auch Ägypten weiter aus der US-Zio-Saudi-Achse herauszulösen und in Richtung multipolare Welt zu ziehen.

        Ägypten hat zwar eine Menge wirtschaftlicher Probleme, ist aber der bevölkerungsreichste Staat der Region und hat auch beachtliche militärische Kräfte, weshalb ein Schwenk Ägyptens Richtung multipolare Welt die Balance der Region deutlich zu Gunsten der Gegner der zionistisch-wahhabitischen Terrorkriegsachse beeinflusen würde.

      3. Liebes Pb

        Es wäre ja schön, wenn Russland alle offenen Probleme der Welt lösen könnte. Aber alles kostet Geld und ich gehe davon aus, das es bei Syrien schon an seinen Möglichkeiten fährt.

        Putin muss auch an seine eigenen Leute denken. Die Brücke bei Kertsch ist nicht zum 0-Tarif zu haben. Die Sanktionen machen Putin vielleicht nicht so zu schaffen, wie es Merkel gern wollte, aber spurlos geht es auch nicht an Russland vorbei und wie schon gesagt: Afghanistan ist direkt vor der Haustür. Genau wie der Donbas. Syrien braucht Hilfe beim Aufbau, wenn man verhindern will, das erneut reaktionäre Proxys auftauchen sollen.
        Ich formuliere es anders: Libyen zu helfen übersteigt die russischen Möglichkeiten. Das mit den alten Verbündeten in Kairo dürfte etwas anderes sein.

      4. Lutz

        Die Partnerschaft mit Ägypten lohnt sich für Russland nicht nur geopolitisch, sondern auch finanziell. Ägypten ist nicht nur AKW-Kunde, sondern auch größter Käufer von russischem Getreide. Und die russische Militärtechnik gibt es natürlich auch nicht umsonst.

        In so einer Situation spricht nichts dagegen, aber alles dafür, Ägypten geschäftsbegleitende Freundschaftsdienste zu leisten, und Ägypten bei der Lösung des Problems Libyen zu helfen, könnte da gut geeignet sein. Wenn das größere Gefallen werden, dann muss das ja auch nicht kostenlos sein. Das könnte etwa wie folgt laufen: diplomatische Bemühungen kosten Russland nur sehr wenig und ohnehin vorhandene russische Satellitenbilder zur Aufklärung von Terrorgruppen in Libyen kann es sicher mal kostenlos für Ägypten geben, aber Waffen zur Bekämpfung der Terrorgruppen müssen dann eben bezahlt werden, während russische Kriegsschiffe dann wiederum zu Demonstrationszwecken ab und zu durch’s östliche Mittelmeer schippern, ohne dass für diesen Beitrag zur Sicherheit Geld fließt.

      5. „Ich wüsste nicht, welche Interessen Russland in Libyen hat. Russland dürfte das als Europäisches Problem sehen (Flüchtlinge aus Nordafrika? und wieso sollte Putin derzeit Europa helfen.“
        Scheint mir, du hast noch nie die Begründung von Putin gelesen, warum ein militärisches Engagement in Syrien für die Russische Föderation Sinn macht: es geht in erster Linie um die Sicherheit Russlands. Den wenn die Terroristen in Syrien nicht eliminiert werden, hat man sie fünf Jahre später im Kaukasus. Und wann man sie dort nicht rauswirft, hat man sie wieder fünf Jahre später im Zentrum des Landes. Und niemand in Russland ist scharf auf einen Tschetschenienkrieg Teil 3.
        Für Libyen gilt grundsätzlich das Gleiche wie für Syrien: ein Rückzugsgebiet für islamistische Terroristen, in dem es keine oder nur schwache staatliche Strukturen gibt, ist für Russland gefährlich.
        Und von wegen „warum sollte Putin Europa helfen“: Putin ist kein kleinkarierter Rächer, sondern ein geostrategischer Schachspieler. Er hat kein Interesse daran, dass Europa im Chaos versinkt, auch wenn Europa gerade nicht besonders freundlich zur Russischen Föderation ist. Aber Regierungen kommen und gehen, mit den europäischen Staaten wird die Russische Föderation aber dauerhaft zu tun haben. „Wir helfen euch nicht, weil ihr uns ans Bein gepisst habt“ macht sich da nicht gut. Das wäre kurzfristige, egoistische Befriedigung eines kleinkarierten Hirnes, aber nicht langfristiges Denken und Handeln im Sinne des Wohles der Völker.

      6. @Lutz

        „Es wäre ja schön, wenn Russland alle offenen Probleme der Welt lösen könnte. Aber alles kostet Geld und ich gehe davon aus, das es bei Syrien schon an seinen Möglichkeiten fährt.

        Putin muss auch an seine eigenen Leute denken. Die Brücke bei Kertsch ist nicht zum 0-Tarif zu haben. …
        Ich formuliere es anders: Libyen zu helfen übersteigt die russischen Möglichkeiten. Das mit den alten Verbündeten in Kairo dürfte etwas anderes sein.“

        Dass der Russischen Föderation das Geld für den Syrien-Einsatz ausgeht, sind Märchen der Systempresse. Tatsächlich spart Russland dadurch Geld. Denn Manöver muss ein Militär sowieso machen, um seine Fähigkeiten und Kampfbereitschaft zu erhalten. Manöver sind auch teuer, sind aber im Haushalt eingeplant. Das russische Militär verzichtet also auf ein paar Großmanöver und beteiligt sich dafür an einem echten Krieg. Da bekommt man für das gleiche Geld „mehr“, denn in einem echten Krieg zu üben ist realistischer und ergibt genauere Erkenntnisse über die Schwachstellen von Taktik und Waffentechnik als die künstliche Situation eines Manövers. Lapidare Bemerkung von Lawrow dazu: „Wir können noch viel üben in Syrien.“
        Und, so makaber es auch ist, die Waffenshow in Syrien ist die beste Werbung für die russische Waffenindustrie. Die hat erheblich wachsende Auftragsbestände zu verzeichnen.
        Im Übrigen wird die „Achse des Widerstandes“ die Kosten des Krieges nicht auf sich sitzen lassen. Nach Beendigung des Krieges in Syrien wird Syrien Reparationsforderungen stellen an die Staaten, die den Terrorkrieg gegen Syrien finanziert haben. Der UN-Botschafter der RF hat Ende letzten Jahres schon eine Hausnummer auf den Tisch gelegt: es geht um 180 Milliarden Dollar. Die werden sich die USA, Türkei, Saudi-Arabien, Katar, Frankreich, Deutschland, Großbritannien und noch ein paar andere aufzuteilen haben.

      7. Matthias

        Die Begründung von Putin kenne ich, sie stimmt ja bedingt. nur Krieg kostet (zum Glück) richtig Geld. Und wir dürfen auch nicht Vergessen, das Jelzin dem Westen auf den Leim gegangen ist und Putin nun schon seit Jahren viele wirtschaftliche Probleme Lösen muss. Nicht zu vergessen die niedrigen Rohstoffpreise, deren Einnahmen für Russland wichtig sind.
        Ich habe auch nicht gesagt, das Russland nicht den Terrorismus nicht bekämpfen soll. Nur gibt es noch sehr viel und einige Terroristengebiete liegen sehr dicht an den Grenzen von Russland, die wohl wichtiger sind.
        Ich bin mir auch nicht sicher, ob man Terrorismus ganz ausmerzen kann, ganz Afrika ist destabilisiert.
        Mit viel Geld aus dem Westen hat sich der Terrorismus in der Welt ausgebreitet. Jetzt bekommt man die Quittung. Merkel hat ja auch begriffen, das man da was machen muss (Man muss ja nicht immer militärische Lösungen haben).

  8. Laut AL Jazeera wurde bei dem israelischen Luftschlag bei Palmyra Badie Hamira, „militärischer Führer der Hisbollah“, getötet.

    Wenn der in Palmyra war, dann sicher mit Wissen, wahrscheinlich unter direkter Koordination der Russen.

    Das ist schon ein fettes Signal der Israelis, ihr trefft euch mit dem, wir töten ihn trotzdem.

    Die Antwort war genau so deutlich.

    ————-

    Deir Hafr läuft weiter gut und schnell, sie sind jetzt schon südlich der Stadt, es scheint die Front geht einfach an der Stadt vorbei, haben wir oft gesehen, dass der Ort dann von ISIS schließlich aufgegeben wurde.

  9. Ich kann mir nicht vorstellen das die SAS einen oder mehrere Jets abgeschossen haben – freuen würde es mich natürlich schon… Ich bin gespannt.

  10. Die Hisbollah verlässt Syrien.
    Wurde in Astana (14-15 Mrz) beschlossen,
    „Rückzug aller ausländisch bewaffneten Gruppen – vom Territorium Syriens“

    http://izvestia.ru/news/671560

    „Haben ihre Aufgaben in Syrien erfüllt“
    Ganz eigenartig alles – denke ist ein Deal mit Erdo ( im Auftrag der … )

    PS.
    Die Hisbollah wird/wurde von den Russen begleitet,
    könnte sein auch deswegen der Abschuss des israelischen Jets

    1. sg

      Danke für den aufschlussreichen Link zum Artikel der Isvestia.

      Dass Hisbollah gemeinsam mit russischen Einheiten im Kampf gegen ISIS bei Palmyra tätig ist, ist im Grunde kein Geheimnis, und es passt zu dem Bericht von SANA, demzufolge die israelischen Jets Ziele nahe Palmyra angegriffen haben.

      Aus dem Text des Artikels geht im Unterschied zur Unterschlagzeile allerdings nicht hervor, dass die Hisbollah Syrien verlassen wird. Vielmehr ist da erstmal im Gespräch, Hisbollah in Syrien eine „Zone der Verantwortung“ zuzuweisen und Hisbollah und andere schiitische Gruppierungen dafür aus anderen Gegenden, insbesondere Nordsyrien, abzuziehen. Der Iran, der auf dem jüngsten Treffen in Astana neben Russland und der Türkei zur dritten Garantiemacht des Waffenstillstands erhoben wurde, verlangt dafür allerdings im Gegenzug türkische Garantien für Stabilität in den betreffenden Gebieten, die Hisbollah verlassen soll.

      Im Grunde dürfte das bedeuten, dass Hisbollah sich zukünftig mehr um Qalamoun, Homs und Damaskus kümmert, wo es immer auch um die Grenze zum Libanon geht, und die Provinz Aleppo dafür ausschließlich von syrischen und russischen Kräften gesichert wird.

      1. Ja das die Hisbollah und die Russen __ denke Kadirows Truppen und paar Verbindungsoffiziere __ sehr erfolgreich gearbeitet haben ist bekannt.

        Interessant daran ist, dass die Russen ausgerechnet die Hisbollah dafür ausgesucht haben. Und diese super ausgerüstet haben

        Hier die Schlagzeile mit der Begleitung durch die Russen ( sieht aus, die gehen jetzt …. )
        https://riafan.ru/666326-hezbolla-pokinet-siriyu-pod-kontrolem-rossiiskih-voennyh

        Was mir aufgefallen ist seit 2 Wochen
        liesst man nix mehr über die Hisbollah
        ( alles alte Nachrichten – also alles bei Palmyra obwohl sie auch in Allepo AlBab noch dabei waren – vor 2 Wochen )

        Da ist was passiert oder die sollen sich um was anderes kümmern
        http://www.voltairenet.org/article195638.html

    2. Mein Russisch ist so schlecht, das würde ewig dauern, und sicher wäre ich mir dann auch nicht.

      Nach google translate sieht es mir allerdings nicht nach einem plötzlichen Rückzug aus, es wurde diskutiert, und von einem Austausch gesprochen, vllt. Türkenproxys Abzug gegen Hisbollah-Abzug.

      Sagt der Experte, entschieden dürfte nichts sein, offiziell erklärte eher auch nicht?

      Das klingt jetzt nicht nach etwas kurzfristigem.

      Die allgemeine Erklärung, dass sich in Rahmen eines Friedensprozesses alle ausländischen Gruppen zurückziehen müssen, ist ja klar, und auch nichts neues.

  11. Vor einiger Zeit gab es ja schon mal den Deal, das die Hizbolla das Gebiet nordwestlich von Damaskus übernimmt. Dann hatte die SAA hatte sich zurück gezogen. Irgendwie konnte man aber wohl weder in Nordaleppo und Palmyra auf die Truppe nicht verzichten.
    Und ich glaube auch nicht, das die SAA auf die Truppe zum jetzigen Zeitpunkt verzichten kann.
    Und es gibt noch ein Problem. Sie würde, wenn sie Syrien verlassen würde, ja wohl in den Libanon gehen. Mit den Waffen und der Ausbildung wäre sie aber wohl sogar in der Lage ,den unruhige Libanon zu befriedigen, das würde aber einigen Kopfschmerzen in Israel erzeugen, der Preis wäre dann aber wohl, das der Krieg in Syrien etwa 10 Jahre länger gehen würde, schließlich segeln alle Terroristen außer IS unter FSA-Flagge und da sind ja Freiheitskämpfer aus Syrien

    1. „Mit den Waffen und der Ausbildung wäre sie aber wohl sogar in der Lage ,den unruhige Libanon zu befriedigen“

      Wir wissen nicht was wirklich passieren wird.
      Ich halte es für eine Drohung an die Adresse ….
      ABER könnte sein die gehen wirklich zurück. ( aber umflaggen können auch andere – nicht nur die Proxys d.Wertewestens – denke das meint auch das PB )

      zu Astana ( wenn ich es richtig verstehe )
      Interessant an der Geschichte in Astana ist, es war eine Forderung von Erdo. Die Iraner sollen ihre Proxys zurück ziehen. Die sind aber Gäste Syriens oder verstehe ich was falsch da?

      Was mischt sich der Typ in die Gästeliste der Syrer ein ?

      Aber naja egal
      Hauptsache die UNGEBETEN Gäste Syriens verschwinden auch, wohin auch immer

      1. sg

        Nein, wonach es bei der Achse Syrien-Hisbollah dem Bericht zufolge aussieht, ist nicht umflaggen, sondern umgruppieren.

        Die Türkei meint, es wäre hilfreich, wenn Hisbollah und andere ausländische schiitische Milizen – Iraker, Afghanen – sich aus Nordsyrien zurückziehen, weil dadurch sektiererische Probleme geringer würden. Iran und Hisbollah sind grundsätzlich damit einverstanden, würden dann wohl Hisbollah und die syrische Armee Positionen in Aleppo und Qalamoun (und Homs und Damaskus) tauschen lassen. Gleichzeitig fordert Iran von der Türkei dafür jedoch Garantien für die Stabilität der Gegenden in Nordsyrien, wo Hisbollah türkischen Wünschen entsprechend abrückt und die syrische Armee dafür einzieht.

        Das alles ist übrigens vor dem Hintergrund zu sehen, dass nun in Astana neben Russland und der Türkei auch Iran zur Garantiemacht für den Waffenstillstand erhoben wurde. Es wurde dazu zwar nichts gesagt, aber um diese Garantiefunktion effektiv wahrnehmen zu können, könnte es unserer Auffassung zufolge notwendig für Iran sein, mehr offizielles iranisches Militär nach Syrien zu schicken. Es wäre damit sogar denkbar, dass offizielles iranisches Militär Positionen von Hisbollah in Nordsyrien übernimmt, und das würde zumindest dem Wortlaut nach auch der türkischen Forderung nach einem Abzug ausländischer schiitischer Milizen aus Nordsyrien nicht entgegenstehen, denn das offizielle iranische Militär ist natürlich keine „schiitische Miliz.“ Insoweit gegenwärtig „im Urlaub befindliche“ iranische Soldaten als Freiwillige bei Hisbollah in Nordsyrien tätig sind, könnte das dann natürlich doch wieder ein Stück weit auf umflaggen hinauslaufen.

  12. Offtopic:
    Liebes PB,
    hier kommen seit einiger Zeit keine oder selten Berichte über den Jemen-Krieg. Wie sieht die Lage dort aus?
    Das couragierte jemenitische Volk darf nicht in Vergessenheit geraten.
    „Kein Volk hat mich so berührt, wie das jemenitische: Offenheit, Stolz auf das eigene Land ohne Überheblichkeit, sicheres Ruhen in sich selbst“ Zitat von Dr. Werner Daum auf der (neulich) Konferenz im Schiller Institut.

    1. @Said

      „Offtopic:
      Liebes PB,
      hier kommen seit einiger Zeit keine oder selten Berichte über den Jemen-Krieg….“

      Ich gebe Dir in allen Punkten Recht. Nur das Problem ist auch wir sind nur Menschen. Auch bei uns hat der Tag nur 24 Stunden. Wir können nicht hexen, selbst wenn wir diesen Kampf schon seit 2011 kämpfen.

  13. Wenn der Hisbollah langweilig werden sollte, findet sich im Jemen genug zu tun.
    Wobei das unter ihrer Flagge auch ungünstig wäre, zumindest die „Argumentation“, dass dort böse Schiiten die Guten von der sunnitischen „Regierung“ aus religiösen sektiererischen Gründen bekämpfen, stützen.

    Aber schön wäre es schon, den Saudis bzw. ihren Söldnern ordentlich in den Hintern zu treten.

  14. apropos wiedereinmal israelischer Luftangriff auf Syrien: ich denke, die israelischen Großmachtfantasien schaffen sich langsam von selbst ab;

    ich habe mir unlängst den israelischen Film ‚Zero Motivation‘ (2014) angesehen, ich glaube einer der erfolgreichsten israelischen Filme, eine Komödie;
    sie handelt von ein paar Mädels, die den Militär-Dienst bei der IDF durchdrücken müssen, sie sind furchtbar gelangweilt, spielen endlos Minesweeper und machen immer mehr Blödsinn;
    der Film beginnt etwas langsam, wird aber immer witziger, ich habe wirklich lachen müssen (ich tue das nicht so oft bei Filmen);

    was ich sagen wollte: abseits der perversen Israel-Politik gibt es auch das normal jüdische Leben, das diese Politik ebenso pervers findet, manchmal tut es gut sich in unpolitische Gefilde zu begeben;

    (sich den Film anzusehen wird wahrsch. etwas schwierig sein, ich habe ihn downgeloaded mit engl. Untertiteln)

  15. Das S200VE System dürfte bei der Tiyas Airbase stehen. Allerdings sind zwei Sachen merkwürdig. A: Der IDF Angriff muss schon über dem Libanon aufgeklärt gewesen sein. Zumindest von See her oder von Norden. Ganz sicher vom S-300 Russlands im Norden an der Küste. Die Zielzuweisung des S-200VE könnte demnach diesmal von dort erfolgt worden sein. Der Einflug wird kaum weiter als 50km östlich von Homs erfolgt sein was nicht einmal 3 Minuten bedeutet im syrischen Luftraum. Da die IDF gerne seine Spice ausklingt über Libanon oder eigenen Luftraum wie oft bei Damaskus zu sehen. Nur ohne Vorwarnung wäre das 200VE nicht feuer bereit gewesen. Was uns zu B: bringt. Warum begleitet bei einem so wichtigen Konvoi kein Tor System? Also mal ehrlich. Was macht Tor in Syrien eigentlich? Wozu haben die Tor wenn Syrien diese nicht aktiv einsetzt?

    In dieser Zone einen erfolgreichen Angriff zu führen ist erschreckend. Das ist nahe der wichtigsten syrischen Airbase und die treffen trotzdem das Ziel?

    Sehr verwundert.

    1. triangolum

      Die Exit-Route der Israelis scheint über Jordanien gegangen zu sein. Ob bei dem Angriff die Ziele der IDF getroffen worden sind, scheint mir umstritten zu sein. Israel sagt ja, Syrien und Hisbollah sagen nein.

      Praktisch gesehen könnte es sich bei den Geschehnissen nicht nur um einen israelischen Angriff, sondern auch um einen Test iranischer Flugabwehrsysteme unter reellen Bedingungen gehandelt haben.

      Weiterhin ist bemerkenswert, dass die USA erklärt haben, der Streit sei eine bilaterale Angelegenheit zwischen Israel und Syrien, Israel also mithin keine Unterstützung signalisiert haben:

      http://en.apa.az/world-news/america-news/us-considers-syria-israel-fire-exchange-to-be-bilateral-matter-pentagon.html

      Russland hat im Unterschied dazu den israelischen Botschafter in Moskau einbestellt und um Klärungen gebeten:

      http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/226868

      Israel scheint nach dem Angriff diplomatisch allein zu sein und die eigene Hand militärisch überreizt zu haben.

      1. Vor 2 Jahren habe ich mal die S-300 Lieferungen an Syrien kommentiert. Damals schrieb ich das Syrien diese Systeme zur damaligen Zeit nicht wirklich schützen kann und es dazu Schutztruppen braucht um solche System auch gegen SAS & Co. in Uniform von IS sichern muss. Damals war Syrien fast allein und sehr in der defensive. Der einzige Ort wo solch ein System überhaupt Sinnvoll stehen könnte wäre die Tiayas Airbase. Weit genug weg von der Grenze zu Israel und dem Libanon um so Gleitbomben ala Spices noch rechtzeitig durch Tor entgegen zu wirken und dazu so zentral um dennoch Syrien abzudecken und nicht zu sehr zu provozieren.

        Damals war klar, sobald Syrien solch ein System hätte würde die IDF sofort handeln bevor Syrien es in Betrieb nimmt.

        Die Lage am Boden hat sich geändert und der Iran ist die dritte Kraft in Syrien mit ernsthaften Einfluss geworden. Nicht nur politisch. Daher habe ich noch mal nachgedacht warum die IDF wegen einem Konvoi sich so weit nach Syrien hinein traut. Bisher haben sie Ziele eher von der Grenze aus nahe Damaskus angegriffen durch Spices. Und 2006 flogen sie eher außen herum und hatten kein ernsthaftes Sam System gegen sich stehen. Warum flog die IDF also diesmal so riskant ein und warum hat es nicht gewartet bis der Konvoi auf Zerstörungsreichweite an die Grenze heran kam? Zumal die F-16i wiederum nicht beschossen worden wären da nicht über Syrien. Also entweder war im Konvoi eine Person welche Israel wirklich in den Himmel schicken wollte oder aber es war kein Waffentransport. Dieser hätte das Risiko nicht wirklich gerechtfertigt.

        Also viel mir die Debatte um die S-300 von damals ein und der Ort wo ich damals diese hätte aufstellen würde. Genau da. Nun, Russland wird keine S-300 an Syrien geliefert haben. Aber wer hat seit einigen Monaten S-300PMU2? Na klar, der Iran. Angenommen dieser hat als Vorposten nun ein S-300PMU2 genau dahin gebracht und würde dies durch TorM1 sichern und mit eigenen Radar Sites vorgelagert verknüpfen wäre es eine Erklärung dafür warum die IDF so weit nach Syrien rein sind und es diesmal Gegenwehr gab. Ein syrisches 200VE System kann nur dann feuern wenn es online war und nur wenn es weiß das da über dem Libanon was kommt. Der Anrif bei Assad dauert schon mal paar Minuten um das ok zu bekommen und die Radar Daten müssen wegen Gebirgsschatten auch von woanders vorher gekommen sein. Entweder vom russischen S-300 im Norden oder durch iranische kleine Radar LKWs.

        Aus meiner Sicht wäre ein solcher iranischer S-300 Vorposten in Syrien eine gewaltige Kraftverschiebung welche die IDF Aktion erklärt. Alleine es bliebe der IDF nur noch die südlichste Route wenn es mal zum Iran will wenn solch ein iranisches S-3000 in Syrien aktiv wäre. Geschützt durch iranische Truppen und Sam wie Tor könnte Syrien weiter seine Kräfte konzentrieren ohne diese Anlage zu schützen zu müssen. Einzig die Frage was es selbst darf und was nicht bliebe offen. Eventuell ist ein syrischer formaler Oberbefehl anliegend.

        Wenn der Angriff erfolgreich war wird die IDF keine weiteren fliegen. Da es aber angeblich nur vier Jets waren war es nur ein Test? War der Angriff nicht erfolgreich könnte es durchaus einen größeren bald folgen lassen.

      2. triangolum

        Da SAA und Hizbolla abstreiten, das Israel das Ziel erreicht hat und es wohl um einen hochrangige Person der Hizbolla gegangen ist und das wohl einfach belegbar sein sollte, ob er noch lebt oder nicht,
        könnte es auch eine Falle gewesen sein.
        Nach dem es in Damaskus (trotz des letzten Aufzucken) langsam zu Ende geht, muss man weiter nach Süden gehen und dazu braucht man Luftschutz und schön, wenn man sagen kann, Israel hat uns angegriffen, da müssen wir uns verteidigen.

  16. Umflaggung

    http://www.nrttv.com/en/Details.aspx?Jimare=13240

    „A total of 50 Arab tribal leaders from Raqqa, Hasakah and Deir ez-Zor gathered at a hotel in southeast Turkey’s Sanliurfa Province to discuss mutual military and political cooperation, Turkish Daily Sabah reported on Tuesday (March 14).

    The tribal leaders, according to Daily Sabah, agreed to form the “army of al-Jazira and Euphrates Tribes” in order to take back territory they claim from both ISIS and the PYD.

    The army is planned to be led by former regime officers or Free Syrian Army (FSA) commanders, according to a written statement signed by the spokesman of the High Council of Syrian Tribes, Mudar Hamad al-Essaad.“

  17. sg

    „Jetzt brauch die Hisbollah nur noch paar serb.Offiziere und ihre Taktik ( Scannen / Ausschalten / grob schiessen / kurz vor dem Einschlag neu scannen und treffen ) und dann sieht es finster aus “

    Meine Vermutung ist, dass das wesentliche israelische Problem darin besteht, dass Hisbollah diese Technik nicht mehr braucht, weil sie was deutlich besseres hat.

  18. Also ich glaube, der Rückzug ausländischer Truppen geht wohl eher gegen den Iran. Bedingt durch den Streit mit der Türkei, wer hat in der Region das sagen.
    Die Türkei hat mit Hizbolla keine ernsthaften Probleme.
    Den USA kann ein Abzug definitiv nicht gelegen kommen. Denn dann könnte der Vormarsch von Aleppo Richtung Raqqa stark gebremst werden. Ich könnte mir vorstellen, das die Amerikaner sie gerne beim Sturm auf Raqqa dabei hätten. Es gibt in der Region nichts besseres.

    Erfreulich, was da zwischen den Zeilen steht. Es scheint intensive und ziemlich weit fortgeschrittene Gespräche zu geben, die auf unterschiedlichen Ebenen passieren. Während die USA da mitspielt, ist die UNO wohl draußen. Die Gespräche mit den Terroristen laufen in Kasachstan nach dem Moto wer nicht kommt, kommt halt nicht. Genf ist damit Tod. Und die UNO wird einer der Verlierer sein. Nachdem die Weißhelme gerade so richtig beim Lügen erwischt wurden, sollte die UNO wohl kleinlaut Ihren Bericht über Ostaleppo einstampfen.

    Nachdem Syrien und Russland im Süden bisher nur den Istzustand gehalten haben, wohl auch um Israels Einsatz in Syrien zu minimieren und da man in Damaskus sehr weit gekommen ist und Hizbolla ein neues Einsatzgebiet braucht, könnte das in der Region Daraa liegen. Damit dürfte die Türkei keine Probleme haben.
    Da aber Israel da nicht glücklich sein dürfte, werden wohl israelische Luftschläge zunehmen und darauf wird die syrische Armee reagieren müssen und da ist es egal ob es ein System der SAA oder Hizbolla ist. Ein System zur Vorwarnung über den Libanon könnte hilfreich sein, (was natürlich auch von russischen Schiffen aus möglich wäre).

  19. @Hanno

    Du bist mit deiner Sichtweise sehr nah dran… zumindest auch an meiner.
    Ich denke, dieser „Zwischenfall“, oder nennen wir es lieber „Entwicklung“, muss ein wenig differenzierter gesehen werden. Es ist ja in diesem Konglomerat nichts mehr unkompliziert. Und das seit Jahren nicht mehr.
    Halten wir mal fest, streng faktisch, was seit Freitag früh anders ist als sonst, bei den inzwischen dutzend erfolgten israrlischen Airstrikes:

    – Zündende Antwort aus Syrien
    – erstmalige Information der israelischen Öffentlichkeit – seitens der IDF – über einen erfolgten Angriff Israels in SYrien
    – erstmalige öffentliche Abstrafung der Israelis seitens eines Bigplayers (Russland)
    – keine Hurra-Erklärungen pro-Israel aus Washington

    Das ist viel, sehr viel.

    http://www.almayadeen.net/news/analysis/54056
    In diesem Essay wird ein Fazit zum Besten gegeben, das ich sehr interessant finde. Einzelene Aspekte wurden auch schon hier vom Mitkommentatoren erwähnt. Die Verknüpfung aber noch nicht:
    Die „Syrischen Grüße“ sind absichtlich moderat gehalten worden, die Aktivierung der S 200 soll als letzter Warnschuß gelten: „was wird euch erst passieren, wenn wir die modernen Systeme benutzen?“.
    Nasrallah, der Primus der Hizbullah, hat genau diese Entwicklung vor einem Jahr vorausgesagt. „Israel wird bald austesten wollen, wie die Zusammenarbeit der prosyrischen Verbände auf syrischem Boden bei einem ernsten Zwischenfall funktionieren wird“… nun, diese Antwort hat Israel gestern erhalten.
    Siehe oben-stehenden Bund.

    Dier letzte Aspekt in meinen Augen ist: Israel wird sich jetzt fürchterlich oft fragen, wie die waffentechnische Überlegenheit der IDF im Vergleich zum Hizbullah sich denn so entwickelt hat, seit 2006. Und es wird keine befriedigende Antwort erhalten.

    1. kaumi
      Dier letzte Aspekt in meinen Augen ist: Israel wird sich jetzt fürchterlich oft fragen, wie die waffentechnische Überlegenheit der IDF im Vergleich zum Hizbullah sich denn so entwickelt hat, seit 2006.

      Eigentlich fehlt der Hizbolla nur noch Flieger. Man hat in Syrien ja gesehen wie wichtig die Lufthoheit ist. Ich könnte mir aber vorstellen, das es zu einer Geheimabkommen kommt: Hizbolla hilft in Raqqa dafür machen die USA machen die Augen zu beim Aufbau einer Su-bzw. MIG-Flotte.
      Aktuell ist es offensichtlich, das die Hizbolla eher das Gegenteil eines Problems darstellt, dafür Israel das größere Problem ist, das könnte auch Trump so sehen.

    2. „Dier letzte Aspekt in meinen Augen ist: Israel wird sich jetzt fürchterlich oft fragen, wie die waffentechnische Überlegenheit der IDF im Vergleich zum Hizbullah sich denn so entwickelt hat, seit 2006. Und es wird keine befriedigende Antwort erhalten.“

      Die Antwort auf die Frage ist „adequate Antworten“

      Bis letztes Jahr haben die Russen und ihre Verbündeten und EX Verbündeten relativ fair gespielt ( 1949 – 2016 ). Es gab einfach keine Hightech Waffenlieferungen an 3te Parteien ( manche nennen diese 3ten Parteien, Moderat oder Regime )

      Das war auf der anderen Seite nicht so fair,
      siehe zB den deut/franz ABomben – Wissenstransfer an „3te“.

      Das russ-Problem __ dieser ethisch richtigen Einstellung __ ist, ein „Proruss“ – Dominostein nach dem anderen ist umgefallen und hat auch noch die Seiten gewechselt. ( zB.80 % Jugoslawien %80 Ukraine )

      Seit letztem Jahr ( Sept/Okt ) ist genau das vorbei.
      Mit der Ankündigung Hightech auch an 3te zu liefern hat sich genau das geändert.

      Der Bär will sich die Schmeißfliegen vom Hals halten.
      Und auch seine Dominosteine nicht wehrlos lassen.

      Putin nennt das „adequate Antworten“.

      PS
      Die adequate Antwort auf die entsandten Moderaten, bedeutet ein Dominostein schickt ebenfalls adequate Moderate zurück.

  20. Laut NDF gibt es ernsthafte Verteidigungslinien um Deir Hafr, mit Verstärkungen von Jund al Aqsa, die aus Idlib (teilweise?) abgezogen sind.

    Andererseits hat die Stadt keine große Bedeutung mehr; wenn die Front einfach daran vorbeigezogen sein wird.
    Und wiesaussieht dauert das nicht mehr lange. Im Süden ist ja auch kein Kanal, der nördlich von Jinah noch mal als Verteidigungslinie von ISIS aufgebaut wurde.

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