Syrische Armee verbreitert Sicherheitszone um Palmyra

Die syrische Armee hat am Montag das Kraftwerk südlich der zentralsyrischen Stadt Palmyra und die Silos östlich davon gesichert.

Auf einer Karte sieht die Lage in Palmyra damit wie folgt aus:

Auf Video sah das wie folgt aus:

Langsam wird also die Sicherheitszone um die historische Stadt Palmyra größer und Palmyra damit sicherer.

Und auch die Kunst hat Palmyra nicht vergessen. Ulla erschafft gerade ein monumentales Gemälde zum zionistisch-wahhabitischen Terrorkrieg gegen die Menschen und die Kultur in Palmyra in den letzten Jahren und dokumentiert das die Entstehung des Kunstwerks in ihrem Blog.

Wir können es kaum erwarten, wie es weitergeht.

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24 Gedanken zu “Syrische Armee verbreitert Sicherheitszone um Palmyra

  1. Was, wenn der Plan nun ist, dass Washington den CIA-Terrorkrieg mit Wahhabi-„Contras“ zwar vorerst zurückfährt, dafür aber im Sinne dessen, was Tel Aviv gegen den Süd-Libanon beabsichtigt, mit eigenen Truppen Damaskus von Raqqa aus bedroht?

    1. clearly

      Da würde Washington mit eigenen Truppen Krieg gegen die syrische Armee, Hisbollah, die iranischen Revolutionsgarden und Russland führen müssen. Das gäbe ein Desaster für Washington. Das ja eben auch einer der wesentlichen Gründe dafür war, dass Washington Syrien nicht direkt, sondern mit irregulären und nicht klar attributierbaren Proxy-Truppen angegriffen hat, wo hohe Verluste und eine mögliche nukleare russisch-amerikanische Eskalation kein größeres Problem waren.

      Wenn die USA weiter Krieg gegen Syrien führen wollten, müssten sie dazu neben ihren eigenen Waffen vor allem die Waffen ihrer Proxies weiterhin alle auf die syrische Regierung ausrichten. Dass sie das nicht tun, sondern alle Waffen gegen die Regierungsgegner IS, Al Kaida und Co ausrichten, zeigt durch praktisches Handeln, dass der Versuch des Regime Changes von Trump de facto aufgegeben wurde. Bei Hillary wäre es wohl genau andersherum gelaufen: die hätte die Waffen wohl alle gegen Damaskus ausgerichtet, mit der auch heutzutage noch von der zionistisch-wahhabischen Achse vorgetragenen verlogenen Begründung, Assad sei der wahre Grund für den wahhabitischen Terror, und deshalb müsse zuerst Assad weg.

      1. Um so wichtiger ist die derzeitige Entwicklung in Südlibanon. Ich halte die Israelis durchaus für wahnsinnig genug zu versuchen den Libanon per Angriff zu destabilisieren um dort dann seine „Endlösung“ herbeizuführen. Mit den Rechtlichen Rahmen die Tel Aviv für die Siedler geschaffen hat deutet eine Menge darauf hin.

      2. Vielen Dank für die Antwort sehe ich ähnlich.
        Da ist dann also eine syrische Armee, die völkerrechtlich einwandfrei mit völkerrechtlich einwandfreier russischer Unterstützung dabei ist, den völkerrechtsverbrecherisch US-induzierten IS in Raqqa zu besiegen, und ein Kriegsverbrecher Trump, der mit 400 bereits völkerrechtsverbrecherisch in Syrien ein- und bis Raqqa vorgedrungenen sowie weiteren 4000 in Kuwait wartenden regulären „Boots on the Ground“ US-Söldnern, der angeblichen Absicht entsprechend überflüssigerweise ebenfalls den völkerrechtsverbrecherisch US-induzierten IS in Raqqa besiegen will. Also mal sehen, wer in Raqqa wen besiegen will.

  2. Alloush sagt die Astana-Gespräche ab.

    Mal sehen, ob das für das ganze „HNC“ gelten wird, oder ob man de Truppe spalten kann, in „Saudis“ und „Türken“.

  3. Die Türken werden dem russischen Plan zur Trennung bei Manbij beipflichten, weil es bleibt keine andere Wahl. So kann sich Erdogan wieder seiner Türkischen Mauer widmen und weitere Flüchtlinge an die EU verscherbeln.
    Die Säuberung in Raqqa geht zügig weiter und ebenso in Palmyra. Im Sommer schaut die Landkarte anders aus als heute.

    1. Sehr geehrter Herr Laurisch, solange der Statthalter, des Imperium Jeffery Feldman, die alleinige Machtinstanz, bei der UNO ist, kann man die UNO gar nicht Verleumden, denn alle Völkerrecht Verbrechen, des Imperiums, wurden von ihm Organisiert und die Klagen der Angegriffenen, Schmettert er immer wieder ab.

      1. Sehr geehrter Herr Klingenberger

        🙂 In einem Punkt bin ich „Sauer“ und muss widersprechen . Ich bin nur mit Leuten wie mit Tagtest per Sie. Ansonsten bin ich hier per Du wie mit dem PB. Ansonsten widerspreche nicht.

  4. Liebes mein Parteibuch, liebe Kommentatoren des Parteibuchs, gibt es einen seriösen Blog wie diesen der über Libyen berichtet. Ich finde es sehr befremdlich kaum was brauchbares aus diesem von der Nordatlantischen Terror Organisatien kurz NATO zerstörten Land zu hören. Gibt es noch die Dschamahiriyya Bewegung und wie sehen dessen Chancen aus die Macht wiederzuerlangen bzw. wer kämpft gegen wen? Es ist furchtbar Traurig, was nach der Ermordung des Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi aus diesem sozial stabilen afrikanischen Staat geworden ist ! Für Antworten und Tipps wäre ich überaus dankbar.

  5. Weiß das PB eigentlich über irgendwelche Neuigkeiten vom Luftwaffenstützpunkt Jirah?
    Von dort hört man aus den bekannten Kanälen schon seit Tagen keine Infos mehr.
    Laufen die Kämpfe noch oder konnte die SAA den Flugplatz einnehmen?

  6. Astana-Neuigkeiten.

    Der kasachische Außenminister kündigt für morgen früh die Ankunft einer Delegation der „Nordfront“ und der „Südfront“ an, die Gespräche werden dafür einen Tag verlängert, meldet Interfax.

    Und ganz aktuell: könnte sein, dass auch Alloush kommt.

    Wenn er kommt, ist die Blockade natürlich krachend gescheitert, dann müsste er hin, um nicht alle Felle wegschwimmen zu sehen.

    Wenn er nicht kommt, ist die Spaltung des HNC gelungen; beide Szenarien gut.

    Ebenfalls gemeldet wurde der Rückzug des „Delegationsleiters der Opposition“, oder auch der „FSA“, aus „persönlichen Gründen“.

    Plausibelste Erklärung: er wollte nicht mitmachen bei der Spaltung, und geht.
    Der nächste dürfte kompromissbereiter sein.

    Läuft erst mal.
    Mal sehen, ob es dann morgen Abend etwas offizielles gibt.

  7. Aus trauriger Nachricht heraus muss leider festgestellt werden, dass Damaskus selbst ja auch eine bessere Sicherheitszone benötigt. Wobei ich nicht sagen kann, ob in der Vergangenheit einfach keine Anschläge versucht wurden oder diese vereitelt werden konnten. Ob wohl die vom Westen unterstützten „Rebellen“ sich von dem Anschlag distanzieren?

  8. Eben auf Voltaire gelesen und ich fiel spontan in Jubel.

    Ja, Yes, Da, Cie, weiter so.
    Wie war das mit dem Wald und dem rein rufen?
    Auf genau so eine Situation habe ich gewartet.
    Wie werden die Schwachköpfe in Washington, Berlin und Brüssel wohl reagieren.
    Ich sehe totale Panik.
    Selbst wenn es nur eine Phantasie ist , aber die Vorstellung allein.
    Grandios.

    Zur gleichen Zeit berichtete ein französischer Diplomat, anonym im Gespräch mit MVW, über einen russischen Plan, der die Westler im Nahen Osten stören sollte, als Gegenleistung für ihre Aktion in der Ukraine. Moskau würde die Hisbollah und den Iran Israel angreifen lassen, solange Brüssel und Washington ihre Sanktionen gegen Moskau beibehalten würden.

    http://www.voltairenet.org/article195638.html

    1. Sehr geehrter Pawel, wenn der Iran offiziell und die Hisbollah, sich daran machen, das Völkerrecht, wieder in Kraft zu setzen und die Okkupation Truppe, aus dem Apartheidgebilde , kommen in echte Probleme, dann werden die Ziofaschisten, ihre Mini Nukes einsetzen und NIEMAND wird sie daran hindern, auf keinen Fall Russland, denn mit den Deutsch /Israelischen Brennstoffzellen UBooten, mit den Atomraketen an Bord, die vor allen Küsten lauern, haben sie die Menschheit, bei den Eiern.

      1. Hier geht es aber nicht nur um Machtkalkül, hier geht es auch um Paranoia! Man muss nur Netanjahu’s Reden verfolgen – der Mann glaubt an das, was er da sagt. Und das ist ernst zu nehmen. Denn der Frieden in Syrien ist natürlich u.a. auch dann erst wieder hergestellt, wenn die islamistischen Banden auf den Golanhöhen aus dem Rennen genommen wurden.

        Und darum geht es. Wie stellt man das an? Und das nenne ich hohe russische Diplomatie. Die Russen verstehen die Not der Israeli’s. Inwieweit deren Not rational ist, spielt keine Rolle. Sie ist subjektiv und tatsächlich vorhanden. Und sie bestimmt somit das politische Handeln des zionistischen Staates. Das ist zu berücksichtigen.

        Russland hat also Israel klar gemacht, dass die Wiederherstellung der vollständigen Souveränität Syrien nun auch jenseits der israelischen Grenze auf der Agenda steht. Und der Deal kann selbstverständlich darin bestehen, dass man bei den notwendigen Operationen die Hisbollah dort raus nimmt, wenn – ja wenn sich Israel kooperativ zeigt.

        Das Gleiche gilt für den Norden. Die Türken haben irrationale und natürlich auch rationale Ängste vor einem Kurdenstaat. Das wurde hier wiederholt behandelt. Da kommen also zur Paranoia noch sehr logische Gründe. Wer weiß denn wirklich, auf wen die militärischen Gruppierungen der YPG wirklich hören werden? Macht korrumpiert und die PYD, SDF usw. waren seit 2012 Einflüssen unterlegen, die wir gar nicht moralisch-ethisch bewerten brauchen. Sie sind organisiert, bewaffnet und vernetzt; auch über die Grenzen Syriens hinaus. Wer soll wissen, von was die neuen (syrisch-)kurdischen Eliten so träumen?

        Die Türken wissen es auf jeden Fall nicht, aber was sie über den teilweise mit Niederschlagung des Putsches ausgehobenen Tiefenstaat inzwischen ganz sicher wissen, ist, dass ihr „Partner“ mit dem Sternenbanner sehr ordentlich vor gearbeitet hat. Aus dieser Warte gesehen, ist die Entsendung von US-Truppen nach Nordsyrien natürlich völkerrechtwidrig. Aber vielleicht geht es ja auch um die Einhegung „Ihrer“ Kurden und damit einem Mindestschutz von US-Interessen.

        Das wiederum könnte die Offensivfreude der Türken bei ihrer – eben auch von Paranoia getriebenen – „Kurdenjagd“ merklich bremsen – und gleichzeitig zu einer kontrollierten und vergleichsweise unblutigen Übernahme syrisch-kurdischen Territoriums durch die SAA führen.

        Die Weichen sind gestellt .

        Herzliche Grüße, ped43z

  9. sehr geehrter Ped 43

    in deinem Beitrag werden ganz wichtige Punkte angesprochen.

    Zur hohen Diplomatie gehört es auch, den Gegner ernst zu nehmen, unabhängig von moralischer Bewertung. Und das gilt für Erdogan mit seiner Kurdenphobie und das gilt auch für Netanjahu und die Golanhöhen.
    Solange ein Frieden in Syrien von der Lösung der Probleme in den Nachbarländern abhängig gemacht wird, kann der Krieg noch Jahre dauern und das syrische Volk muss weiter leiden für die Interessen anderer.

  10. Um Palmyra geht es weiter gut voran, nach Norden und nach Osten schon kurz vor Arak.

    Mal sehen, ob es nur darum geht, eine Pufferzone gegen unliebsame Überraschungen zu errichten, oder ob man die Öl- und Gasressourcen sichern will;
    oder ob es doch weiter gehen soll, nach As Sukhnah. So weit ist das ja nicht, durch die Wüste, man muss sich natürlich gegen Flankenangriffe sichern.

    Von dort gäbe es dann die beiden Optionen, nach Deir ez Zur oder nach Norden Richtung Tabqah; dort dürften ja in näherer Zeit die Truppen aus Aleppo angekommen sein, es geht weiter vorwärts im Umfeld von Deir Hafr, vielleicht ist das schon weitgehend geräumt von ISIS.

    1. Wenn die SAA tatsächlich bis Sukhanah vordringen und dieses einnehmen kann, ist eine Entsetzung von Deir Ezzur tatsächlich keine Illusion mehr. Sukhanah ist auf jeden Fall groß genug, um es als Sprungbrett in welche Richtung auch immer zu nutzen. Genauso wichtig ist aber die Einnahme der Pumpstation T3 im Süden, die ebenfalls über genügend Gebäude verfügt, um sich dort defensiv an der Südflanke abzusichern.
      Die Offensive steht gegenwärtig jedenfalls auf relativ sicherer Grundlage und der IS ist durch die angespannte Lage an mehreren Fronten extrem in seinen Kräften gebunden. Und ich hoffe genug gebunden, dass die SAA hier erhebliche Nutzen daraus ziehen kann…

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