Syrische Armee erreicht in der Provinz Aleppo den Euphrat

Wie es gestern bereits absehbar war hat die syrische Armee am heutigen Mittwoch in der nordsyrischen Provinz Aleppo den Fluss Euphrat erreicht und auch die Versorgung der Metropole Aleppo mit Wasser aus dem Euphrat komplett unter Kontrolle gebracht.

Die Bevölkerung von Aleppo wird also nicht mehr durstig bleiben müssen.

Weiterhin hat die syrische Armee alle Dörfer nördlich des südlich der Wasserleitung in die Metropole Aleppo liegenden Bewässerungskanals aus dem Euphrat für Deir Hafr und Umgebung eingenommen. Die aktuelle Lagekarte der Gegend von @miladvisor sieht damit wie folgt aus:

Mit dem heutigen Fortschritt befindet sich die syrische Armee bereits unmittelbar nördlich der seit Jahren von ISIS-Terroristen beherrschten Jirah Luftwaffenbasis. Da die ISIS-Terroristen in der Gegend größtenteils das Prinzip verinnerlicht haben, die Beine in die Hand zu nehmen und zu flüchten, wenn die syrische Armee irgendwo auftaucht, dürfte mit der Einnahme der Basis durch die syrische Armee dann vermutlich spätestens morgen zu rechnen sein.

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49 Gedanken zu “Syrische Armee erreicht in der Provinz Aleppo den Euphrat

  1. Während der militärische Fortschritt in den spezifischen SAA- Regionen erfreulich sichtbar ist, gibt es im Schatten dieser Entwicklungen interessantes zu vermelden:
    http://breakingnews.sy/ar/article/87665.html
    Haitham Mana` a, ein echter (!) Oppositioneller der ersten Stunde, hat die Rolle De Misturas in Frage gestellt. Anders als die Mitglieder der sog. „Hotelopposition“, die allesamt ihre syrische Agenda für viele oder nicht so viele Petrodollar an die „Freunde Syriens“ verkauft haben, war Mana` a ein Mann, der seit der ersten Stunde den Dialog mit der Regierung, die Wichtigkeit der SAA für die Einheit Syriens und des syrischen Volkes und den Erhalt der Infrastruktur immer betont hat. Genau so übrigens gab er stets zu bedenken, dass wirkliche „Freunde Syriens“ nicht ausnahmslos pro- israelische in Syrien betreiben würden…
    Aus diesem Grund ist Mana` a zu keiner Zeit, und seit 6 Jahren, jemals von der „Westallianz“ eingeladen, gehört oder in irgendwelche Gespräche eingebunden gewesen. Für Nichtsyrer wäre noch verständlichkeitshalber anzumerken, dass auf syrischem Boden und im syrischen Volk eben dieser Mana` a als einziger Oppositioneller eine nennenswerte Fangemeinde hinter sich scharen kann…

    Die zweite interessante Meldung betrifft den Besuch Netanjahus in Moskau. Dort wird/soll offiziell die „Lage in Syrien“ besprochen werden, um sich „besser koordinieren zu können“…
    Man hört jedoch „Gerüchte“, wonach das – für Bibi, dem alten Zionisten – vordringlichste Thema die Rolle Irans spielen soll. Und zwar nicht alio loco, sondern seine zukünftige Rolle und Präsenz in Syrien. Ähnlich wie Russland kann nämlich davon ausgegangen werden, dassder Iran so was wie militärische Stützpunkte in Syrien etablieren wird… viel schlimmeres könnte es für israelische Hardliner nicht mehr geben. Aber so ist es, wenn man alles auf eine Karte setzt und sich verzockt hat!

    1. Da kann Bibi mit Putin labern was er will, der Iran bleibt in Syrien, wer will ih denn da und wie jemals wieder vertreiben?
      Dazu kommt das die SAA an die Hisbollah Panzer, Panzerfahrzeuge, Schützenpanzer, Raketenwerfer und Artillerie in der Größenordnung von einer ganzen Brigade übergeben hat, zwar bisher nur in Syrien genutzt zur unterstützung der SAA, aber im Bedarfsfall kann das meiste davon auch schnell Richtung Golan und Südlibanon verlegt werden.
      Man munkelt sogar etwas von der ein oder anderen Scud-B/C Rakete, 1 Tonne Sprengkopf und 300-450Km Reichweite.
      Auch dies beschert unseren „Ziofreunden“ immer stärkere Kopfschmerzen und das ist gut so.

      1. Sehr geehrter ElCommandante, dann werden aber die Flugzeuge, der Israelischen Luftwaffe, dieses alles , in Grund und Boden Bomben und Russland wird, auf Grund welcher Erpressung auch immer, dem Morden, der Israelis, auf Syrischem Staatsgebiet, weiter tatenlos Zusehen.

    2. Schöner Link 😉

      Die Russen versuchen ja, sukzessive andere Oppositionsgruppen als das „HNC“ an den Verhandlungstisch zu bringen; und das wird gelingen, welches Druckmittel haben die kämpfenden Gruppen schon noch.

      Sollte es in Ostghouta eine Aleppo-Lösung geben (Waffenstillstand und humanitäre Korridore gibt es schon),bleibt außer dem Keinkalifat Idlib, welches größtenteils von Al Quaida und anderen Terrorgruppen beherrscht wird, nicht viel übrig.

      Die werden sich strecken müssen,noch irgendwie an einen Verhandlungstisch zu kommen.

      Die Zweiteilung in Genf und Astana ist generell gut geeignet, die von den wahhabitischen Monarchien gesponsorte „Opposition“ weiter an den Rand zu schieben.

    3. @kaumi

      Ja, Bibis heutiger Besuch in Moskau ist wichtig. Gut, dass Du daran erinnerst.

      Vor ein paar Tagen las ich ein bemerkenswertes Zitat:

      „On Thursday I will meet with President Putin in Moscow. Syria and the effort to formulate an agreement there will be at the center of our conversation. In the context of this agreement, or without it, Iran is trying to establish itself permanently in Syria, with a military presence on the ground and at sea, and also a gradual attempt to open a front against us on the Golan Heights. I will express to President Putin Israel’s sharp and vigorous opposition to this possibility. I hope we will be able to reach certain understandings in order to reduce possible friction between our forces and theirs, as we have successfully done up until now.“ (http://www.thetower.org/4673-netanyahu-iran-behind-over-80-of-security-threats-facing-israel/)

      Denn mit diesem Zitat ist das angesprochen, warum wir – meiner Meinung nach zuerst – diesen Syrien-Krieg überhaupt haben.

      Ich denke, wenn die Ein-Staat-Lösung kommt – und Apartheid und weitere Landnahmepläne aufhören – dann kehrt Ruhe ein, denn dann gehen ja auch Syrien und dem Iran, die alle keine Anti-Semiten sind, auch die Argumente aus. Dann bleibt nur noch, einen „Krieg in den Betten“ veranstalten. Und da gibt es ja schon von verschiedenen Seiten verschiedenste Prognosen, wer diesen „Geburtenkrieg“ gewinnen wird. Das hat schlussendlich ein wenig was von „Make Love, not war“.

      Besten Gruß!

    4. @Felix Kl.

      Ich denke, das wird ganz und gar nicht passieren. Es sei denn, Israel geht steil und sucht eine „Endlösung“, wenn ich das mal so ausdrücken darf:
      Ein Krieg gegen den Iran, die Hamas und die Syrer… mit ungeahnten Risiken, welche Konsequenzen ein mit Vernichtungsabsicht geführter zionistischer Angriff auf arabisch-islamische Staaten – nicht unter den „Führeren – innerhalb der Bevölkerung der Nachbarstaaten, allen voran Ägypten, mit sich führen würde. Für Israel hiesse so ein Krieg, alles oder nichts!

      1. Sehr geehrte/r kaumi , das heißt der Sieg, der Achse des Widerstands, in Syrien so wie so, für die Ziofaschisten in Israel. Denn jetzt ist die EIN Staatenlösung in der Welt und wenn Syrien, soweit wieder Hergestellt ist, kommt natürlich der Syrische Golan, auf die Tagesordnung. Sie haben nur noch zwei Alternativen, entweder Steil gehen oder in einem Staat Palästina, ein Teil der gesamt Bevölkerung zu sein. Ich bin mal gespannt, für welche sie sich Endscheiden. Die Führungsgestalten, können natürlich, nach London, New York, Zürich, Berlin

  2. Erdogan liefert Waffen aan ISIS
    Nachweislich hätte ISIS über den Zeitraum von nur ein paar Monaten folgende Waffensysteme erhalten:
    TOW Panzerabwehr-Raketen, RPG-7 Granatwerfer, M-60 Maschinengewehre sowie Handgranaten und Munition.
    Ebenso Kommunikations-Ausrüstung. Laut Churkin hätten in Syrien operierende Terrorgruppen im letzten
    Jahr zudem explosives Material im Wert von 1,9 Millionen US-Dollar erhalten: «Die Gesamtlieferungen der Türkei an die Terroristen im Jahr 2015 sahen wie folgt aus: 2’500 Tonnen Ammoniumnitrat (im Wert von ca. US$ 788’700); 456 Tonnen Kaliumnitrat ($ 468’700); 75 Tonnen Aluminiumpulver ($ 496’500), Natriumnitrat ($ 19’400); Glyzerin ($ 102’500) und Salpetersäure ($ 34’000).»
    https://de.southfront.org/video-nato-miglied-turkei-liefert-lebensmittel-und-waffen-an-isis-in-syrien/

    1. Damit ist es jetzt wohl vorbei:

      Außerdem war es ein Minugeschäft wenn man das vernichtete Material in und um Al Bab davon abzieht

  3. Sehr gute Nachrichten. Wieder ein Grund für die nächste große Feier in Aleppo.

    Allerdings frage ich mich, woher die plötzliche militärische Stärke der SAA kommt. An anderen Stellen beißt sie sich wochenlang die Zähne aus. Ist ISIS schon so auf der Verliererstraße, dass sie nur noch davonrennen? Oder ist es ein Motivationsschub bei der SAA? Sind es neue Waffen, eine neue Taktik? Oder wurden einfach nur alle offensiven Eliteeinheiten auf eine Stelle geworfen? Würde mich wirklich interessieren, welche Einschätzung Leute haben, die ein bisschen mehr Einblick in die Details haben.

    1. Tiger sind neben den Deserthawks mit das bete was die SAA hat.
      Dazu kommt das sie auch das beste Material bekommen (T90, BTR-82A, Tos-1…) und das offene flache Wüstengelände die überlegene Feuerkraft der SAA & Friends incl. Luftaffe voll entfaltet.
      Und sie werden von russischen und iranischen „Beratern“ begleitet.
      Auch fliegt die SAA und RUAF konzentrierte Luftangriffe um Palmyra und im Osten von Aleppo.
      Im Westen hingegen sehr viel mehr Wald, Berge/Hügel und stark eingegrabene Terroristen, selbiges im Süden um Daraa, darum läufts hier (leider) nur sehr zäh.

    2. Man muss vorsichtig sein, militärische Fortschritte aussschließlich an schnellen Geländegewinnen festzumachen. Diese sind oftmals nur die Früchte von vorher mühsam erreichter Schwächung des Gegners. Beispiel: Bei der Rückeroberung des westlichen Qalamouns ging knapp 2 Monate lang kaum etwas vorwärts – dann klappte der Gegner aber zusammen und der Rest ging dann schnell.

      1. Stierlitz

        Welcher Artikel ist da denn gemeint? Unter dem angegebenen Link finden sich eine Reihe von Artikeln.

      2. Sehr geehrter ein partei Buch, es ist ein Artikel von Jurasymi mit dem Foto von russischem „Speznaz“, der im Syrien verstärkt seit Januar aggiert bzw. von russischem Generalstab alle Operazionnen durchführt nach dem Muster russischer Kampfhandlungen, nicht der sirischen. Seit dem läuft alles rund.

      3. Stierlitz

        Du hast immer noch nicht gesagt, auf welchen Artikel du dich beziehst.

        Stierlitz, Katzenjäger

        Sehen wir hier gerade das Werk einer ziofaschistischen Troll-Brigade unter Führung von Katzenjäger und Stierlitz? Wenn das so sein sollte, dann hagelt es hier bald Plonks.

      4. @ Parteibuch

        Ist doch ganz einfach.

        @ Stirlitz meint den ersten Artikel (Titel: Wie die Russen den Syrern das kämpfen beibringen) mit dem Foto von russischen Soldaten in Syrien (den Artikel habe ich jetzt nicht gelesen und mein russisch ist auch nicht ausreichend). Und @ Katzenjäger hat dasselbe Foto aus einem früheren Artikel nocheinmal reingestellt (vom chartophylakeion blog, um zu zeigen, dass es sich nicht um eine neue Information handelt. Die Jungs sind also schon seit 2013 in Syrien unterwegs und nicht erst seit Januar.

    3. Bei militärischen Auseinandersetzungen arbeiten alle Parteien auf solche breaking points hin. Eine Verteidigung kann Jahre ohne Bewegung halten und dann plötzlich und vollkommen zusammenbrechen, auch wenn sich nur kleinere Faktoren ändern.

      Die Situation von Daesh in Mosul ist auch in Syrien nicht ohne Wirkung. Dazu kommt, dass Daesh für die propagandistisch wertvollen Offensiven Unmengen and Menschen und Material verbrennt. Damit kommen sie zwar durch, auch kraftvoll genug, um sich eine Zeit zu halten, aber ohne einen unendlichen Nachschub einigermaßen trainierter Kämpfer ist das Suizid. Palmyra 2 war der klassische Pyrrhussieg.

      Die schwere Kriegstechnik, die Daesh einsetzt, braucht ebenfalls Training, und nicht gerade wenig, um effektiv zu sein. So langsam dürften sie auch da an Grenzen stoßen, was trainierte Panzerbesatzungen, Artillerieoffiziere etc. angeht. Die Allahu akbar brüllenden Bauern, die durch die Minenfelder gejagt, oder in VBIEDS gesetzt werden, sind immer ersetzbar. Gute Kommandeure, Artilleristen und Panzerfahrer nicht. Wenn die Meatgrinder bei Al-Bab, Palmyra, Deir Ezzor, Raqqa und auch Mosul ein Ergebnis haben, dann ist es die offensichtliche Ausdünnung der Führung und der Spezialeinheiten. Irgendwann ist dann einfach der Punkt des Zusammenbruchs erreicht, wo strategische Ziele nicht mehr sinnvoll und effektiv verfolgt werden können, auch wenn die Taktik vor Ort noch einigermaßen hinhaut.

      1. de profundis

        Bei Palmyra2 und den letzten Sturm auf Deir Ezzor ist mir spontan als Vergleich die Ardennenoffensive im WK2 eingefallen, wobei mir bewusst ist, dass dieser Vergleich doch etwas hinkt. Das menschliche Material und die Technik die dort verbrannt wurden kann bei weitem nicht nur annähernd mehr ersetzt werden.

        Selbst der Nachschub von Alluha akbar schreienden Bauern ist endlich, von (schwerer)Technik und Spezialisten ganz zu schweigen.

        Auch logistisch gesehen wird es für den IS immer schwieriger die an der Front benötigten Resourcen(falls überhaupt noch vorhanden) zu verteilen. Von den Hauptverteilungszentrum bei Mossul, Tal Afar kommt ja seit längerm überhaupt nichts mehr, da eingekesselt…..

        Ich bin mir sicher, dass Palmyra2 und Deir Ezzor die letzten größeren Offensiven des IS in Syrien waren.

        Ich denke, der Zusammenbruch des IS als strukturierte Armee ist bei anhaltendem Druck an allen Fronten sehr nah.

    4. Man darf nicht unterschätzen wieviele Kräfte 8n Aleppo freigeworfen wurden

    1. Ich finde keine Angaben über die Methodik, aber ich würde einmal annehmen dass sich die Bevölkerungsanteile auf die Vorkriegsbevölkerung in den kontrollierten Gebieten beziehen. Tatsächlich dürfte nach Berücksichtigung der durch Flüchtlingsströme verursachten Bevölkerungsverschiebungen der in von der Regierung kontrollierten Gebieten lebende Bevölkerungsanteil noch deutlich höher sein als die hier genannten 70%.

  4. Und schon soll ISIS die Luftwaffenbasis verlassen haben; nach aller Logik müsste dann Deir Hafr auch geräumt werden; so viele Straßen gibt es ja nicht, und die Gefahr der Einkesselung ist jetzt sehr groß; dabei muss der Kessel gar nicht schmerzhaft bekämpft werden, der fiele irgendwann ohnehin in sich zusammen.

    1. Die Meldung kam von Terroristenfreunden, die eigentlich nicht vorzeitig Erfolge der Regierungsseite melden; hier aber schon, Airbase umkämpft, viele Luftschläge.
      da keine Zivilisten im Weg sind, sollte es relativ schnell gehen können.

      Gestern sind sie ja bis zu einem kleinen Kanal vorgerückt, der direkt an die Basis grenzt und bis nördlich von Deir Hafr verläuft.

      Das wäre noch eine Möglichkeit für ISIS, eine Front aufzubauen, sehr viele Brücken sind ja nicht.
      Aber hinter Deir Hafr steht die SAA schön über dem Kanal, und der ist auch nicht sehr breit (Pioniereinsätze würden natürlich etwas Zeit brauchen).

    1. Hmm, mal sehen was an dieser Meldung tatsächlich dran ist. An der syrischen Mittelmeerküste werden die USA nicht ohne Einverständniss aus Damaskus anlanden können.
      Allein die Distanzen passen keineswegs mit den im Artikel genannten Zielen zusammen. Die M-777-Haubitze hat eine maximale Reichweite von 50km. Bis Rakka sind es vom Mittelmeer her aber rund 300km!!!
      Aber die Provinz Idlib liegt in Schussdistanz.

      Passend dazu eine andere Meldung aus dem Zürcher „Tagesanzeiger“. Man achte auf die Bildunterschrift.
      Zitat: „Die rund 400 Angehörigen der Spezialkräfte Marines und Army Rangers sollen «für einen begrenzten Zeitraum» die einheimischen Verbündeten im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unterstützen.“
      http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/usa-schicken-marines-nach-syrien/story/23664748

      1. MAK

        Ich würde davon ausgehen, dass die Marines von Bord gegangen sind, und sie mitsamt ihrer Kanonen nun im Kurdengebiet nördlich von Raqqa stationiert sind.

      2. @PB

        Das die US-Artillerie bereits auf syrischem Boden unterwegs ist bezwifle ich keinen Moment. Die Gerüchteküche dazu brodelte schon seit Tagen.
        Ich bezweifle eigentlich nur, dass die US-Kanonen im syrischen Regierungsgebiet angelandet, verschoben und der Stützpunkt errichtet wurde. Es spricht mehr für die türkische Mittelmeerküste und der Stationierung im Kurdengebiet. ,Aber darüber schweigt sich der verlinkte Artikel meines Vorredners vollständig aus.
        Ich schliesse auch nicht aus, dass es zwischen Russland und den USA deutlich mehr Absprachen gibt als in der Öffentlichkeit bekannt sind. Der informelle Weg dürfte über die syrische Regierung und die SDF/YPG ablaufen.
        Gut möglich, dass mit der Erstürmung Rakkas noch zugewartet wird, bis die SAA auf der westlichen Euphrat-Seite bis Rakka aufgeschlossen hat.

  5. Gibt es keine anderen Möglichkeiten, die Pumpen in Betrieb zu setzen, als den Strom vom Staudamm bei Al Tabqa.? Generatoren oder Dieselpumpen.
    Müssen die Menschen in Aleppo jetzt weiter auf Wasser warten, bis Al Tabqa
    und der Staudamm befreit wird.?

    1. ulrich

      Ohne dass ich die technischen Details da kenne: ich vermute, mobile Generatoren oder Dieselpumpen sind für die Wasserversorgung von Aleppo drei Nummern zu klein. Was gebraucht wird, ist viel Strom aus einem richtigen Kraftwerk.

      Jenseits des Tabqa-Damms dürfte das nächste richtige Kraftwerk ansonsten das „thermische Kraftwerk von Aleppo“ – eine Kohlekraftwerk – östlich von Aleppo sein. Das wurde vor über einem Jahr – deutlich beschädigt – aus der Hand von ISIS-Terroristen befreit. So wie ich die syrische Regierung kenne, dürfte dieses Kraftwerk inzwischen weitgehend repariert sein. Ich vermute, die Stromleitungen könnten auch mit recht geringem Aufwand so eingestellt werden, dass sie den Strom von dort nach Osten transportieren.

      Doch mit dem Nachschub von Kohle dürfte es da Probleme geben. Um die für einen richtigen Betrieb notwendigen Mengen an Kohle da hinzubringen, gab es mal eine leistungsfähige Eisenbahn. Doch jetzt gibt es nur eine dünne Straße durch die Terroristengebiete nach Aleppo. Sollte also Strom vom thermischen Kraftwerk von Aleppo für die Wasserpumpen nach Aleppo in Khafsa abgezweigt werden, dann dürfte das auf eine Politik von etwas mehr Wasser im Austausch gegen noch weniger Strom in Aleppo hinauslaufen.

      Besser wäre es sicherlich, die Pumpen von Khafsa wieder mit Strom vom Tabqa-Damm zu betreiben und die Eisenbahnlinie für den Kohlenachschub zum thermischen Kraftwerk von Aleppo wieder in Betrieb nehmen zu können.

      1. Nach dieser Quelle hier http://globalenergyobservatory.org/geoid/41658 wird das Kraftwerk nicht mit Kohle, sondern mit Schweröl/Erdgas betrieben, was angesichts der in Syrien vorhandenen Energierohstoffe auch Sinn macht. Leider wird es wohl mindestens Wochen, eher aber Monate dauern bis die schweren Schäden durch die Sabotage von ISIS an den Erdöl- und Erdgasfeldern bei Palmyra behoben sind.

      2. Menschmaschine

        Du hast recht. Da hatte ich was falsch in Erinnerung. Das ist ein Öl/Gas-Kraftwerk. Ich nehme alles zurück, was ich über die Kohle gesagt habe.

  6. Wir könnten sicher mit technischem Know How und Material bei der Beseitigung der Schäden und damit der Bevölkerung helfen.

    Statt dessen weiterhin Saktionen durch die Eu.

    Bei uns haben sie garade eine neue Flüchtlingsubterkunft eingeweiht. Allerdings sucht man jetzt nicht nur speziell Syrer sondern „Schutzsuchende“.

    Müsste man da nicht laut schreien? Aber wo, damit es auch gehört wird?

    1. Eigentlich gibt es ja 2 Syrien.
      1 Syrien, das mit Sanktionen belegt ist und damit Kinder Ihre Arzneimittel nicht bekommen und ein Syrien, wo in Idlib die Militärkrankenhäuser der Terroristen aus deutschen Steuergeldern bezahlt werden und Arzneilieferungen über Ärzte ohne Grenzen problemlos abgewickelt werden.

    2. mannes: schließ Dich doch der bürgerechtsbewegung „einprozent e.v.“ an, die versuchen argumentativ sachlich das dilemma aufzubereiten und damit mehr für syrien zu tun als die merkel administration mit ihren willkommensklatschern.

      ich finde, es ist wichtiger denn je, den Deutschen in mühsamen Einzelgesprächen klarzumachen, das Hilfe für Syrien vor ort essentiell ist. Nicht das hofieren und ansaugen von Deserteuren und Glücksrittern ist menschlich, sondern die Wiederaufnahme der diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zur säkularen syrischen und frei gewählten Regierung von al Assad.

    1. Syrian Army storms strategic airport in east Aleppo

      https://www.almasdarnews.com/article/syrian-army-storms-strategic-airport-east-aleppo/

      Dort versucht der IS also offensichtlich noch einmal eine Verteidigungslinie aufzustellen. Falls es einmal ein Militärflughafen war wird es dort wohl viele Bunker und Tunells geben……

      Allerdings liegt er auch deckungslo wie auf einem präsentierteller für die Luftwaffe und Artillerie.
      Bin schon mal gespannt, wie lange die Tiger Forces brauchen um den Flughafen auszuräuchern.

  7. Ivan Sidorenko mit Gerüchten, allerdings von einer Maskana Nachrichtenseite, die könnten ja etwas wissen.

    Wadha ist schon das letzte Dorf vor Maskana.

    Und auch bei Wikimapia sind östlich der Airbase schon zwei Orte der SAA zugeordnet, das heißt, der Kanal als durchgängige Verteidigungslinie existiert nicht mehr.

    Derweil ballern die Türken oder ihre Proxys mit türkischen Waffen sehr heftig auf West-Manbic, mit einigen Toten und Verletzten auf Regierungsseite.

    Das werden sich wahrscheinlich nicht alle beliebig geduldig ansehen., es gibt noch diverse offene Rechnungen, gegen die Türken ziehen dürfte so einigen gefallen.

    Könnte jetzt dort auch zu einem Krieg der Proxytruppen werden, die nicht mehr von ihrem Auftragsgebern kontrolliert werden können; Hisbollah und co gegen „FSA“, Sultan Murad und Ahrar al Sham etc.

    Passt strategisch gerade nicht, der IS ist am Wanken und sollte umgeschubst werden.
    Außerdem ist ohne Erdogan im Boot der Weg deutlich schwerer.

    1. Irgend wie spielt die Politik in Syrien kräftig mit, das macht die Sache verwirrend. Auf den ersten Blick macht das, was offiziell vom Gespräch Erdogan/Putin kommt wenig Sinn, ist realitätsfern, aber man muss wohl einiges mehr im Blick haben.
      Es geht wohl nicht um Manbij sondern um Merkel. Merkel hatte den Auftrag von den USA, die Türkei mehr an Europa zu binden, um so den Einfluss des Westens zu sichern, das hat sie mit Ihrer privilegierten Partnerschaft versaut. Und mit dem derzeitigen Streit sieht es jetzt so aus, das Merkel die Türken in den eurasischen Verbund treibt.
      Merkel ist neben den Polen – beim Baltikum bin ich mir nicht sicher, die für die Fortsetzung der Sanktionen steht. Und nun bekommt Merkel kurz vor Ihrem Besuch in Washington eine Einladung von Putin nach Moskau. Also in Merkels Haut möchte ich gerade nicht stecken und das während des Wahlkampfes und das, wo Merkel gern als Lenkerin der EU, ja der Welt gibt

    1. Eigentlich nimmt man Vorwürfe von Faschismus mit einem Lächeln hin. Aber so scharf, wie jetzt Lammert da gegen solche Behauptungen in seiner Rede vor dem Bundestag reagiert hat, macht man es nur, wenn da etwas dran ist, aber es nicht zugeben will. Bundeswehr im Inneren, Abschiebung nach Afghanistan, Ausweitung der Überwachung, Linientreue der Medien, Redefreiheit,,,, Weiß Lammert da schon mehr?

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