Syrische Armee nimmt östlich von Aleppo mehr Orte ein

Die syrische Armee ist am heutigen Donnerstag östlich der nordsyrischen Metropole Aleppo weiter gegen ISIS-Terroristen vorgerückt und hat dabei rund ein Dutzend weitere Ortschaften eingenommen.

Auf einer aktuellen Karte sieht die Frontlinie zu ISIS in Richtung Euphrat inzwischen wie folgt aus:

Von der Front nahe dem heute eingenommenen Dorf Barleen bis zur Pumpstation nahe Al Khafsa, deren Abschaltung durch ISIS-Terroristen die Einwohner der Millionenstadt Aleppo seit Wochen ohne Wasser aus dem Euphrat dastehen lässt, sind es noch rund 17 Kilometer.

Eine weitere interessante Entwicklung aus der Gegend stellte die Nachricht dar, dass die von den USA unterstützten kurdisch geprägten Kräfte der SDF/YPG heute eine Vereinbarung mit Russland erzielt haben, derzufolge die SDF/YPG mit Russland kooperieren wollen und die syrische Armee in das von ihnen beherrschte Gebiet nahe der Stadt Manbij einladen, um ihnen bei der Verteidigung des Gebietes gegen Angriffe durch die türkische Armee und ihre Jihadi-Proxies zu helfen. Demzufolge könnte die syrische Armee, wenn die Nachricht über das Abkommen stimmt und das ABkommen auch wirklich umgesetzt wird, bald in die gesamte Frontlinie zwischen den Kräften der SDF/YPG und der türkischen Armee und ihren Jihadi-Proxies westlich des Euphrat einrücken. Vorstellbar wäre dann die Präsenz der syrischen Armee in etwa folgendem Gebiet:

Sollte das wirklich so kommen, wäre damit etwas schier unglaubliches passiert: um einen Krieg zwischen den zwei NATO-Verbündeten mit den beiden größten Armeen und ihren jeweiligen Proxy-Gruppen zu verhindern, wären dann die unter dem Kommando von Wladimir Putin stehenden russischen Streitkräfte und die unter dem Kommando von Präsident Bashar Al Assad stehende syrische Armee zur Trennung der NATO-Streithähne zu Hilfe gerufen worden.

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38 Gedanken zu “Syrische Armee nimmt östlich von Aleppo mehr Orte ein

  1. Russland trennt zwei verfeindete NATO Armeen.
    Der Treppenwitz hoch 10.
    Ist schon eine verkehrte Welt .
    Fehlt nur noch eine Parodie auf die westlichen Werte und Prinzipien.

    1. Pawel

      Die Parodie liefert unser Außenministerium: Während in Mangij wichtige Weichen in Richtung Zukunft Syriens gesetzt warden, faselt unser Außenministerium von der Wichtigkeit der Verhandlungen in Genf.

  2. Nach dem Palmira befreit würde, steht SAA von grössten problemen. In diesen Wüsten Regionen welche reich an Oel sind, ist Bewölkerung sehr religiös und Wahabitismus treu. Diese bettelarme Menschen haben in letzte Jahren mitverdient an IS Oel Geschäften. Sie werden sehr motiviert sein ihre Oel Felder zu verteidigen und keine Abkommen mit Russen wird ihre Meinung ändern. Ich hoffe, dass Krieg an mehrere Fronten hat ihre Schlagkraft geschwächt und dass SAA gelingt mit wenige Verluste diese Islamisten zu vertreiben.
    Wir werden in nächste paar Tagen sehen wo geht es nach Befreiung von Palmira. Wenn SAA mit Russen richtung Deir ez Zoir vorstosst, dann sind Islamisten sehr schwach um eine neue Ofensive zu starten. Wenn aber SAA Berge um Palmira annimt und dort sich befestigt, dann ist mit IS noch zu rechnen.
    Ich persönlich denke, dass ein Vorstoss zu deir ez Zoir solte entlang Euphrat kommen oder aus kurdischen Gebiet.

    1. @zgvaca schrieb:

      In diesen Wüsten Regionen welche reich an Oel sind, ist Bewölkerung sehr religiös und Wahabitismus treu. Diese bettelarme Menschen haben in letzte Jahren mitverdient an IS Oel Geschäften.

      Diese Ölgeschäfte sind doch bereits versiegt oder kurz vor dem versiegen. Die Schmuggelroute in die Türkei ist bereits blockiert, die Anzahl der Öltanker und auch die Straßenverbindungen(geeignet für Öltanker) werden immer weniger, der IS hat kein Geld mehr und auch die Wüstenstämme werden sich nach dem Wind richten und sich dem Sieger anbiedern wenn auch für die Wüstenstämme die Niederlage des IS offensichtlich wird.

      Viel wichtiger ist es für mich, dass die SAA und die SDF den militärischen Druck auf den IS an allen Fronten aufrechterhalten kann, denn mittlerweile ist es ja offensichtlich dass der IS die verbrauchten Resourcen(Menschen und Material) nicht mehr annähernd in ausreichendem Maße ersetzen kann.

      Aus welcher Richtung dann gegen Deir Ezzor vorgegangen wird, wird sich wohl aus der dann aktuellen Frontlage ergeben.

  3. Wenn das Abkommen wirklich in Kraft treten sollte, scheinen die Kurden mehr Vertrauen in die SAA zu haben als in die Ami Truppen, die ja ach behaupteten der YPG vor den Türken zu beschützen. Wird da jemanden so langsam klar wer Freund und Feind ist?
    Nur aus Edowahn wird ich nicht schlau, was er für eigene Ziele verfolgt.
    Was die SAA zur Zeit leistet ist wirklich beachtlich, fast an allen Fronten auf den Vormarsch, so kann es weitergehen.

    1. LUKAS b

      Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, das die Idee von den Amis kommt, den sie nützt ihnen am moisten, den sie geben ihre Schutzfunktion gegenüber den Kurden an die Russen ab und vermeiden so einen offenen Konflikt mit einen NATO-Partner.

      Für die SAA ware es eventuell besser, wenn es noch in Kurdenhand bleiben würde. Hizbolla und Palestinenser könnten auch so zu Hilfe kommen. Und die SAA hat wohl immer noch Personalprobleme.
      Auf der anderen Seite sind die Kurden nicht an den Waffenstillstand gebunden.

  4. Dank russischer Unterstützung wurde von der SAA vermieden solch lässige Fehler zu machen, wie die Vernachlässigung bereits eroberten Gebietes, wie es Ost Aleppo und Palmyra ges´wesen sind., als auch syr. Posten gegen VBIED zu schützen. Beides scheint nun besser im Griff. ISIS hat damit den Schrecken verloren und muss Federn lassen.
    Nächstes Problem wird allerdings FSA als verlängerter Arm von Erdogan. Es ist die eigentliche Laus im Pelz der Syrer, es sind ***.

  5. Das wäre praktisch das bestmöglich vorstellbare Szenario:

    1. Die Amerikaner bekommen ihre PR-Kampagne und können sich sonnen, den IS vernichtet zu haben, was derzeit allem Anschein nach sogar mit entsprechenden Aktivitäten ihrerseits belegbar ist. Kann sich die Gemeinde noch erinnern, wie das noch vor zwei Monaten aussah? Ihren Einfluss auf die syrischen Kurden werden sie eh nicht ganz verlieren, sie waren schließlich über drei Jahre ganz nah bei ihnen.

    2. Erdogan bekommt die Zusicherung, dass es keinen kurdischen Staat an seiner Südgrenze geben wird. Von einem Sturz Assad hat er sich verabschiedet, und auch die „Rückholung der Turkmenen heim ins Reich“ wurde als gescheitert erkannt und abgehakt. So kann auch er seinen Euphrat-Shield ebenfalls als IS-Bekämpfungsoperation deklarieren, als Erfolg verbuchen und sich gesichtswahrend zurück ziehen. Bei der türkischen Bevölkerung hat er unverändert starken Rückhalt.

    3. Die Kurden und Syrien können ihren Versöhnungsprozess fortsetzen. Die Kurden bekommen ihre Autonomie und Syrien die Hoheit über das Staatsgebiet. Man setzt das fort, was man bereits 2011 in großen Schritten begonnen hatte.

    4. Sehr wichtig: Das seit Monaten laufende Umflaggen von IS nach Al-Scham von Al-Scham nach FSA und neuer FSA kann man auch als Teil einer Domestizierung sehen und dient (so kurios das für manche Leser klingen mag) wirksam dem Versöhnungsprozess. Aus den bewaffneten Banden werden (pseudo-)reguläre militärische Einheiten, die sich im Zuge der Befriedung des Landes geordnet auflösen lassen.

    5. Russland hat eindrucksvoll sein diplomatisches Geschick bewiesen, das ein Verstehen ALLER Partner (wie sie es selbst immer wieder betonen) beinhaltet. Das dadurch geschaffene Vertrauen, dass eben nicht hegemonial geprägt war, könnte sich langfristig als sehr positiv und friedenssichernd für die Region erweisen.

    Spannend wird sein, ob sich der tiefe Staat in der Türkei restrukturieren kann und erneut prägenden Einfluss auf die türkische Politik bekommt und auch was im Nordirak passiert. Und um es ganz rund zu machen, müsste auch Barzanis Reich zurück in einen Autonomiestatus, aber als Teil eines souveränen irakischen Staates. Die dauerhafte Befriedung des Iraks – aus sich selbst heraus und damit ohne „kreativ zerstörende“ Einflüsse von außen – ist mindestens genauso wichtig für den syrischen Frieden wie die Beendigung des Krieges in Syrien selbst.

    Große Unbekannte für mich selbst und wahrscheinlich abhängig vom Ausgang des Machtkampfes in den Spitzen der US-Politik: Wie wird sich Israel verhalten? Bislang haben sie ihre Strategie der letzten vier Jahre leider nicht verändert; also ständige Provokationen, Schaffen von Verunsicherung und verdeckte und dosierte Unterstützung von al-Qaida und IS an der Südwestgrenze Syriens.

    Herzliche Grüße an alle, ped43z

    1. @ped43z

      Na, das hört sich doch gut an. Und hier will und kann ich mal (fast) nirgends insistieren 😉
      So oder so ähnlich könnte die Entwicklung tatsächlich aussehen.
      Und dann, vielleicht der einzige kleine inhaltliche Unterschied zwischen uns, wird es in Israel sehr lange Gesichter geben. Warum?? Na, weil dre Kern der Operation „Syrische Revolution“ seitens Israels nicht nur nicht dazu geführt hat, die böse Achse Hizbullah-Damaskus-Teheran zu zerschlagen, sondern am Ende wird diese Achse sogar härter, fester und mit mehr Gliedern (Bagdad, Moskau) bestückt sein.
      Man kann auch sagen: mission failed…

      1. Solche Resolutionen sind eher virtue signalling. Dass die nicht durchkommen war vorher klar.

  6. Spinnen die Kurden?
    Es sieht so aus, dass auch Manbij kommt unter SAA kontrolle? So hat Erdogan gewonnen. Kurden bekommen Grenze an Euphrat. Ich hoffe, dass es sich nicht um ein Scherz handelt.

    1. zgvaca
      Spinnen die Kurden?

      Ich habe auf die Schnelle bei Twitter nichts gefunden, was Du meinst, aber ich ahne es.
      Wir sind uns doch sicher einig, das solche Dinge nicht Kleine Vorort-Kommandanten entscheiden. Das geht nur sehr weit oben. Und ich schätze, das die diplomatischen Kanäle zwischen Washington, Ankara, Moskau, Damaskus und wahrscheinlich Teheran heiß laufen. Und wenn Erdogan fordert, das sich die Kurden über den Euphrat zurück ziehen und er dafür sich systematisch aus Syrien verabschiedet, als Sieger über den IS und das er die Kurden zurück über den Euphrat geschickt hat.
      Auf der anderen Seite wäre es Schwachsinn, wenn die SAA das Gebiet wirklich übernehmen würde, es würde viel zu viel Personal binden, was man nicht hat. Ich glaube da eher an ein Umflaggen. Anders geht es gar nicht.
      Übrigens, das nennt man wohl Diplomatie.

    2. Da kann ich dir jetzt nicht ganz folgen?
      Wieso hat Erdogan gewonnen wenn die offizielle Armee
      Syriens im Gebiet der Kurden stationiert ist??
      Ich glaube eher, dass dies zum Zwecke der Auseinenderhaltung
      der verfeindeten Kräfte sehr wichtig ist und Erdogan keinesfalls
      irgendwelche Vorteile daraus ziehen kann, ganz im Gegenteil!

      1. Es handelt sich nicht um das „Gebiet der Kurden“ im Sinne eines kurdisch besiedelten Gebiets, sondern um Gebiet, dass die Kurden benötigen würden, um ihre 3 Kantone zu einem einheitlichen Rojava zu verbinden. Wenn das Gebiet unter Kontrolle der arabischen Syrer bleibt, hat Erdogan (vielleicht im Einvernehmen mit Rußland und Syrien) Rojava verhindert.

    3. Also ich vermute stark, dass es da hauptsächlich um oberflächliche Maßnahmen gehen wird.
      Flaggen zeigen, ein paar Uniformen, und sonst bleib talles beim Alten.

      Erdogan kann sein Gesicht wahren, eine entsprechende Lösung zu finden war nicht so einfach, nach dem Idiotengeblubber.

      Andererseits wird es ohne Einigung mit den Türken deutlich komplizierter.

      Im Moment läuft es doch wie am Schnürchen, immer wieder Selbstzerfleischungskämpfe im Dschihadistenparadies, Kalifat Idlib.
      ISIS wird an vielen Fronten zurückgedrängt.
      Jetzt gibt es schon „humanitäre Korridore“ für Ost Ghouta, eine Lösung a la Aleppo scheint nahe.

      Und mit der Einigung kann alles einfach weitergehen, man braucht vor allem ein paar Fahnen und Uniformen als Einsatz für das Grenzgebiet zu den Türkenproxys.

      Ohne die Einigung müsste man jetzt sehen, wie man gegen die Türkenproxys in Aleppo-Land vorgeht, die SDF würde ihren Vormarsch stoppen,damit wäre ISIS stark entlastet.

      Also ich finde das insgesamt einen sehr gelungenen Schachzug.

      1. Hey Leute
        Es ist sicher, dass SAA nicht ausreichend Kräfte hat um gesamte Linie zu decken. Viele Kurden werden einfach Uniform überziehen und eine Flage stellen.
        Erdogan hat in April Referendum und jetzt kann er behaupten, dass er Kurden aus Manbij vertrieben hat. Wie in jeden Krieg, am Schluss findet jede genug Argumenten um sich zu Sieger zu erklären.
        Das SAA in Dörfer rund um Manbij einmarschiert haben mehrere Quellen behauptet. Betreffend Manbij hat bis jetzt nur Russische generalstab gesagt. Warten wir ab.
        Aber, wenn mit Manbij wirklich stimmt, dann hat auch Erdogan verloren Grund sich in Syrien zu befinden. Nächste Schritt könnte sein Al Bab an SAA zu übergeben?

    4. zgvaca
      Spinnen die Kurden ?

      Halte diesen Schritt für einen genialen Schachzug.
      Aus „de facto“Verbündeten wurden offizielle . Es ist eine win-win Situation, da die YPG und die SAA die gleichen Feinde, sprich ISIS, FSA ,Al Kaida sowie die Türkei haben.
      Wunderbar, was sich für Möglichkeiten ergeben.
      Die SAA könnten von kurdisch kontrolliertem Gebiet Deir ez-Zor entsetzen oder die SAA Afrin vor der Türkei schützen usw.
      Meiner Meinung nach dürfte die Türkei total überrumpelt sein, da man schon das Ziel
      Manbij großspurig verkündet hat und von der Befreiung Rakka, was sie wohl selber nicht ernst nehmen , gefaselt haben.

  7. zgvaca

    ich glaube, du interpretierst da zu viel hinein, da werden sich wohl u .a. einige SDFler SAA-Uniformen überziehen….

    1. gute Sache, Manbidschh kommt nach Syrien zurück, wohin es gehört.
      Wenn sich die arabischen Teile der SDF umflaggen und die YPG Kämpfer
      sich dahin zurückziehen, wo sie wirklich gebraucht werden, dann ist das nur gut und wäre auch ein Modell für Afrin.
      Personalprobleme gbt es für die SAA nur dann, wenn das Ganze Gebiet gegen die Türken und ihre Proxies verteidigt werden muss.
      Es kommt jetzt darauf an, Erdogan irgendwie gesichtswahrend in die
      einzubinden. Das Problem ist, dass seine Proxies beschäftigt werden müssen.
      Vielleicht sollte man ihnen doch einen Korridor in Richtung Tabka und al Raqqa
      öffnen, damit sie sich dort nützlich machen können .

      Der Gedanke von
      @ Ped43z..das Umflaggen könne dem Versöhnungsprozeß fördern,

      ist interessant. Ich denke da ist was dran. Es kommt jedenfalls Bewegung in die starren Fronten und der ausländische Einfluss von Europa, Israel und Saudi-Arabien könnte zurückgedrängt werden.

    1. Und die Sache eskaliert immer mehr. Das ist natürlich ärgerlich

      video/1

      https://riafan.ru/643025-siriya-novosti-3-marta-2230-siriiskaya-armiya-stolknulas-s-shchitom-evfrata-v-aleppo-raznoglasiya-mezhdu-kurdami-zakonchilis-pogromami-v-al-hasake

      Aber die Hisbolah ( die die auch russ.reden ) ist in der nähe.
      War beim Angriff auf Deir Hafir heute mit dabei

  8. Leider schwere Verluste für SAA in West Aleppo nach gescheiterte Ofensive heute. Wie ich schon mehrmals gesagt habe, West Aleppo ist Granit für SAA. Dort sind Islamisten gut befestigt.

    1. Wobei ich mich frage, was das für Offensiven sind.

      Man hört ja nichts von größeren Aktionen, sieht aus wie einzelne Nadelstiche, warum geht man dort so vor?

      1. Es gab zur Zeit des Versuches des Aufbrechens der Belagerung von Ostaleppo in Südwestaleppo eine ähnliche Situation, wo hier regelmäßig einige knapp am Herzinfarkt vorbei sind. Immer wieder kleine Nadelstiche, teilweise nur ein Panzer. Häufig wurden die Nadelstiche komplett aufgerieben.
        Ziel dieser Nadelstiche ist wohl die Spionage. Man provoziert eine Gegenwehr und sieht so die Verteidigung
        In letzter Zeit scheinen auch „normale“ Truppen bei der SAA erfolgreich angreifen können (östlich Khanaser), aber für die Region nordwestlich von Aleppo müssen aber wohl definitiv die Eliten ran, Nur sind die zu 150% ausgelastet. ISIS in Ostaleppo, Osthama einschließlich Palmyra, Jetzt noch die Türken in Manbij. Also ein Angriff in Norswestaleppo steht wohl eher nicht zur Debatte. Ziel ist es wohl die Idlib-Truppen zu binden , damit man die IS-Tasche nordwestlich von Palmyra ausräumen kann.

    2. War zu erwarten, dass ISIS seine Haut teuer verkaufen wird, aber SAA ist lernfähig, hatte sich gezeigt. Sind halt übermütig geworden die Burschen.
      Taktik und Stoßrichtung ändern, dann wird es gehen.

  9. Wir müssen den 9.Mrz abwarten.
    Wenn es dazu kommt
    Momentan sieht alles auf massiven Ärger aus

    Unruhen in Al-Qamischli und Al-Darbasia, wie ich vorrausgesagt habe.
    Aber damit Fallen eben alle Masken.
    Die Annäherung war ein Possenspiel.

    Wie die Türkenproxys mit syr.Soldaten ( Verteidiger ihres Landes ) umgehen ist ein Warnsignal.

    —————————————-

    Ärger in BergKarabach ( Angriffe durch Aserbaidschan, egal ob es sitimmt oder nicht stimmt )
    Ärger in Armenien – Demos
    Ärger mit Modawien
    Ärger mit Weissrussland
    Ärger mit Ossetien – Georgien

    Die ganz breite Front gegen Russland und Syrien
    Denke in den nächsten Tagen wird Russland Zeichen setzen. Aber nach oben für neue Zeichen ist nicht viel Luft.

    ärgerlich ärgerlich ärgerlich

  10. Die Ansagen türkischer Regierungsvertreter sind klar und deutlich. Ein souveräner kurdischer Staat auf (dann ehemals) syrischem Boden wird auf keinem Fall akzeptiert.

    Turkish Defense Minister Fikri Işık on Saturday rejected all claims that PKK-affiliated PYD group represents Kurdish people in Syria, calling the claims as „a huge lie“. Speaking to reporters in the northwestern province of Kocaeli, Işık said Turkey was aware of the efforts of the PYD to create territorial sovereignty in the region, and would not allow such a thing.

    Der türkische Verteidigungsminister hat also alle Ansprüche der PYD auf territoriale Souveränität strikt als nicht zulässig klassifiziert.
    Steckt außerdem in seiner folgenden Aussage ein Funken Wahrheit?

    It is a huge lie that the PYD represents Kurds in the region. The most murderous acts against the Kurds in Syria are now committed by the PYD,

    Das also die PYD gar nicht die uns offerierte Massenbasis in der kurdischen Bevölkerung hat oder ist das wirklich nur Propaganda? Wenn ich mich recht entsinne, gab es da in den Jahren 2011/2012 einen Machtkampf, bei dem viele kleinere kurdische Organisationen zu Gunsten der seitens Barzani/USA gestützten PYD platt gemacht wurden. Vielleicht weiß jemand in der Runde mehr.

    Quelle: http://www.yenisafak.com/en/news/pyd-represents-kurds-in-syria-a-huge-lie-turkish-defense-minister-2623049

    Beste Grüße, ped43z

    1. ped43z

      Der türkische Verteidigungsminister lügt. Die PYD hat definitiv eine Massenbasis in Nordsyrien. Die unzähligen Großdemonstrationen mit Portraits von Öcalan sprechen da eine klare Sprache.

      Was aber nicht stimmt, ist, dass Barzani und die PYD sich sonderlich grün sind. Das Gegenteil ist der Fall, die PYD hat den Kräften von Barzani, darunter etwa eine extra für Syrien aus Flüchtlingen aufgebaute Truppe namens Peshmerga von Rojava, die Tätigkeit in dem von ihr beherrschten Gebiet verboten. Auch Barzanis Medien hat die PYD von der Tätigkeit in Nordsyrien ausgeschlossen.

      Spannend dürfte aber die Frage sein, ob Barzani noch eine Massenbasis im Nordirak hat. Die Vermutung ist nicht fernliegend, dass Barzani sich eben deswegen, weil er die Unterstützung durch die Massen verloren hat, um die längst fälligen Neuwahlen im Nordirak drückt.

      1. Danke für diese Informationen!
        Und es sind – aus meiner Sicht – gute Informationen. Weil, wenn sie stimmen, die Bindung der PYD zum syrischen Staat viel, viel stärker ist als zum US-Proxy Barzani.
        Die Propaganda so wie sie die Türkei betreibt, ist natürlich nachvollziehbar (von mir nicht bewertet!) und dort glaubt man wohl an das Postulierte. Porträts von Özalan implizieren die klaffende, immer wieder aufbrechende Wunde des innerpolitischen Problems der Türkei, die einen Namen hat: PKK.
        Wichtig auch die Rolle Barzani’s in seinem „Kurdenreich“. Denn wie legitim ist dieses Konstrukt eigentlich?
        Die Antwort ist nahe liegend.

        Beste Grüße, ped43z

  11. Erdogan lässt aufmarsschieren
    und schickt Panzerarmee über die Grenze nach Syrien

    offenbar will er gegen Syrien kämpfen

    1. Jawoll endlich richtige Ziele für die schicke neue russische Hardware in Syrien. Und dann auch noch nato standard. Wird wesentlich mehr spass machen dem beim in die luft gehen zuzusehen als den nusra/isis Tontauben.

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