Syrische Armee schafft Verbindungskorridor in nordostsyrische Kurdengebiete

Nach mehreren Tagen schneller Fortschritte gegen zusammenbrechende ISIS-Terroristen ist es der syrischen Armee am heutigen Montag östlich der Metropole Aleppo gelungen, einen Verbindungskorridor in die gegenwärtig weitgehend von den kurdisch geprägten Kräften der YPG beherrschten Gebiete im Nordosten Syriens herzustellen.

Am Vormittag des heutigen Montags ging dann alles ganz schnell. Zunächst nahm die syrische Armee drei ziemlich verlassene Dörfer im ISIS-Gebiet östlich von Al Bab ein, dann noch mal eins und anschließend nochmal drei hinterher, und schon war die syrische Armee an der Linie der YPG/SDF angelangt und hatte einen mehrere Kilometer breiten Korridor in den Nordosten Syriens geschaffen. Auf einer Karte sieht das etwa wie folgt aus:

Nach einer in den nächsten Stunden und Tagen zu erwartenden Verbreiterung des Korridors können die syrische Armee und die Einheiten der YPG/SDF den Korridor nutzen, um auf dem Landweg Menschen, Waren und Kriegsmaterial über Land zwischen den von der syrischen Armee beherrschten Westen Syriens und dem von den US-gestützten YPG/SDF-Kräften hin und her zu transportieren, ohne dabei von Takfiri-Terroristen beherrschte Gebiete durchqueren zu müssen.

Für die Türkei und ihre Jihadi-Proxies wirkt der Korridor hingegen wie ein Sperrgürtel gegen weitere Expanisionsabsichten von Al Bab tiefer nach Syrien hinein.

Nachtrag Dienstag: Wie Al Masdar News meldet, wird der neue Verbindungskorridor bereits in begrenztem Umfang genutzt, etwa für kurdische Familienbesuche im Aleppiner Bezirk Sheikh Maqsoud oder Heimatbesuche von in Qamashli stationierten syrischen Soldaten. Der Wille zu SAA-YPG-Kooperation bezüglich der Nutzung des Korridors scheint also da zu sein, auch wenn der Korridor natürlich noch breiter und sicherer werden muss, um ihn in großem Maßstab nutzen zu können.

Advertisements

28 Gedanken zu “Syrische Armee schafft Verbindungskorridor in nordostsyrische Kurdengebiete

  1. Super! Sehr gut! Man muss ihn natürlich halten, den Korridor, aber das scheint zu gelingen. Und dabei pisst man nicht nur den IS ans Bein sondern offensichtlich auch den Türken, hehe:

    Von HdK (facebook):
    (https://www.facebook.com/Hinter.d.Kulissen/?hc_ref=PAGES_TIMELINE&fref=nf)

    ++ Syrische Spezialeinheit wehrt türkische Angriffe ab – mehrere türkische Soldaten getötet ++

    Syrische Tiger-Kräfte und libanesische Hisbollah-Kämpfer haben die Angriffe der türkischen Armee und mit ihr verbündete Al-Kaida-Terroristen auf die nordsyrische Stadt Tadef erfolgreich abgewehrt. Arabische Medien berichten, dass Ankara diesen Angriff auf die syrischen Truppen gar nicht befehligt hätte, sondern mit der Türkei verbündete Al-Kaida-Kämpfer eigensinnig gehandelt haben sollen.

    Russische Kampfbomber haben nicht lange gefackelt und noch in der Nacht Stellungen dieser „außer Kontrolle geratenen türkischen Kämpfer“ unter Beschuss genommen und mehrere von ihnen getötet. Die türkischen Kräfte werden somit von der russische Luftwaffe zur Einhaltung der Abmachungen gezwungen.

    Ein weiterer Vorstoß türkischer Truppen in Syrien könnte sich ohnehin dem Ende zuneigen: Der letzte offene Korridor soll nämlich von der syrischen Armee und kurdischen YPG-Kämpfern vor wenigen Minuten geschlossen worden sein. Zum ersten Mal seit Jahren existiert somit eine direkte Landverbindung von Damaskus bis nach al-Hasakah oder Afrin – sowohl für die syrische Armee, als auch für die kurdischen YPG-Kämpfer – und der Bevölkerung.

    Sollten die türkischen Invasoren in Syrien weiter vorstoßen wollen, müssten sie von nun an durch von der syrischen Armee oder den YPG-Kräften beherrschtes Gebiet marschieren, womit es die Türkei dann aber mit Russland oder den USA zu tun bekommen würde.

    Die türkische Armee hat unterdessen dennoch mit Artillerie und Luftschlägen auf kurdische Stellungen reagiert und damit Washington verärgert. Bei den türkischen Angriffen sollen entgegen anderslautenden Berichte allerdings keine US-Soldaten zu Schaden gekommen sein.
    ______________________________

    Die HdK-Seite – vor allem die rote, es gibt auch noch ne grüne, welches ne Art Nachwuchsseite ist – ist meiner Erfahrung nach immer bestens und durch direkte Quellen informiert.

    1. So gut scheinen sie aber nicht informiert zu sein wenn sie Al Kaida (alias Hayat Turim al-Scham) jetzt plötzlich nach Al-Bab versetzen. Die Proxytruppen dort bestehen aus diversen FSA-gelabelten Gruppierungen sowie zuletzt auch noch Ahrar-al-Scham. Letztere wurde von den Türken aufgrund der jämmerlichen militärischen Leistung des „moderaten“ FSA-Haufens zu Hilfe geholt – um radikale Islamisten zu besiegen braucht man eben seine eigenen Islamisten.

      HST hingegen ist ganz im Gegenteil ziemlich besorgt über eine mögliche Schwächung Kampfkraft der militanten Opposition in Idlib aufgrund der vielen Rebellen welche dem Lockruf von Erdogans Dollarscheinen folgen. Es gab von HST schon Blockade von Verlegungen und andere Maßnahmen gegen Gruppierungen die sich Euprates Shield angeschlossen haben.

  2. Mit heutigen Ereignissen können alle 3 Partei zufrieden sein. Erdogan hat geschaft ein keil zwischen Kurden zu stellen. SAA hat Türkei verhindert weiter vorzurücken, und Kurden können über SAA Teritorium viel sicherer in Afrin zu reisen. Trotz das noch Nachmittag Islamisten haben paar Dörfer eingenommen, kann man sagen, dass damit ist türkische Invansion beendet. Türkei meldete Verlust von 570 ihre Islamistische Alierte und 1080 verletzte. Das macht fast 25% gesamte Truppe. Damit sind Erdogans Treume über grösse Eroberungen ausgetreumt. Wenn diese Einheiten sich nicht benehmen, könnten sie sehr sehr schnell zermalt werden. Schicksal diese Islamisten wird wahrscheinlich an irgendeinen Tisch in Genf oder Asthana geklärt.

    1. „Damit sind Erdogans Treume über grösse Eroberungen ausgetreumt. “

      Nein die fangen JETZT erst an !
      Da gab es Ereignisse die hoch Interessant sind, in diesem Zusamenhang

      1. Der Besuch von Mike Pompeo und von McCain in Ankara und beide auch in den Kurdengebieten
      2. Der „grosse“ Führer war jetzt gerade in Katar und Mekka
      3. Das die Friedenstauben aus der EU halten sich momentan raus aus Syrien ( zB Charles d.Gaulle wieder zuhause – Belgier Dänen BW fliegen nicht mehr – sollen alles gestoppt haben ) – vorallem auch in den QMedien
      4. Trumps Vorderung nach einem Syrien Plan bis zum 28.02.
      5. die türk.Moderaten torpedieren Genf – reden nicht mit der syr.Delegation und den syr.Medien
      6. angeblich brauchen die Kurden schwere Techniq führ Raqqa ( also türk.Technik )
      7. der Besuch v.Erdo in Moskau am 8.Mrz

      und als aller letztes und als wichtigstes

      8. Die Kobane – Kurden ( kP wie ich sie formal trenne zu den Afrin Kurden ) galten bis Ende Sommer als legitime Proxys der Herrenmenschen

      Das alles löst sich auf in den nächsten 14 Tagen aber Erdos Wünsche nach mehr, werden weiter gehen

      ——————————————————-

      Die Russen haben jetzt immer wieder gemeldet, dass auch neuste Technik an 3te geliefert wird. Wenn es um Lieferungen nach China und Indien gehen würde würde eine kurze Meldung reichen. Also es geht um eine ander 3te „Macht“.
      Denke Syrien
      Syr. Flieger haben ja auch die ganzen letzten Nächte Angriffe geflogen – letztes Jahr ging es 100% nicht – Nicht Nachtflugtauglich – Seit einer Woche kein Problem in der Nacht die richtigen zu treffen

      Also was jetzt kommt kann ganz lustig werden

      1. Erdogan hat zu wenig Islamiste gesammelt um eine Armee zu bilden. Verluste welche diese Einheiten erlebt haben, zeigt das Koordination zwischen türkische Armee und Islamisten nicht gut funktioniert hat, oder gab es jemand der wollte nicht, dass es gut funktioniert. Das Erdogan Türkische Armee opfert um in Raqqa einmarschieren bezweifle ich. Seine Syrische Expedition hat zu wenig Soldaten um Front zu halten und genug Ofensive Kräfte für Raqqa aufzubauen. Erdogan wird Grösse Sprüche verbreiten und andere Länder werden folgen. So wie in Frühling 1945 plötzlich alle Länder haben beigetragen Sieg über Nazi Deutschland zu errungen. In letzte 2 IS Dörfer werden dann ein Stau auf Himmel herrschen von Flugzeuge verschiedene Nationen. Und dann werden sich Sieger umarmen und am einen Tisch Zukunft bestimmen.

      2. @Zgvaca
        „Erdogan hat zu wenig Islamiste gesammelt“

        Deswegen war der Erdo auch in Katar und Mekka.
        Danach kam auch das Wehklagen aus der Idlib Region – kein Geld – Und Katar hat gemeldet, 😉 es steigt aus 😉 Ich denke die Finanzströme wurden jetzt nach Ankara umgeleitet und von dort an die Grünen direkt verteilt.

        Wieviel sind in Idlib ? 60 k ? 80k ? Was für eine Rekrutierungsmasse, die Erdo bezahlen könnte, wenn es so ist wie ich denke.

        ———————————————————————-
        „So wie in Frühling 1945 plötzlich alle Länder haben“

        Ja die ganze Geschichte klingt nach einem Analog zum II WK. Die meisten Opfer der Deutschen gab es im Osten ( dort herrschte wirklich Krieg ) aber „gekämpft“ haben angeblich alle. Wer’s nicht glaubt fragt mal Leute die in dieser Zeit Soldaten waren. An die Ostfront und in den Balkan wollte keiner versetzt werden

        Für Syrien meine ich die ganzen umflagg Geschichten von Grün nach Schwarz dann nach Grün dann nach ?? Gelb ?? oder Gelb nach Grün ?? – Wir wissen noch nicht was passieren wird.

        ——————————————-

        Ich denke die Gelben öffnen einen Korridor nach Raqqa. Das erfahren wir heute abend oder morgen – mit der „neuen“ US Nahost Strategie

        ————————–

        Und wenn es ganz schlimm kommt, dann „blocken“ die Gelben und Erdo greift aus dem Norden an zB. Nusaybin Richtung Al Hasakah ( aber das glaube ich nicht – dann hätte er alle Masken fallen lassen – der will ja die Russen noch ein wenig an der Nase rumführen )

        Wie schon gesagt die Gelben sollen ja ein Proxy sein, wir wissen es noch nicht 100% – da es Gespräche auch in Moskau gibt wo aber nix durchdringt

      3. sgr
        Geld ist keine Garantie für erfolgreiche Revolution. Erdogan hat mit Verkauf von Aleppo Ansehen Islamisten verloren. Das wird sich nicht mit paar Scheine wieder herstellen. Auch Islamisten sehen, dass Krieg vorbei ist. Da kommen keine neue Rekruten aus Balkan oder Nord Afrika. Niemand geh kämpfen in einen verlorenen Krieg. Erdogan bleibt nichts anders übrig als 2 angriffe auf Afrin zu starten um seine Islamisten loszuwerden. Dann werden „wenig agressive“ an Verhandlungs Tisch geführt.
        kurden bleiben immer noch einzige Enigma in diesem Krieg.

      4. @zgvaca sagt:

        Aleppo war auch durch die Türken nicht zu halten. Wenn ich mich recht entsinne war auch mind. 1 türk.Offiziere im letzten „Führerbunker“.

        Die Türkei ist nicht nur Erdogan. Die Türkei sind auch türk. Medien auf dem Balkan, türk Medien in den ehemaligen turk Staaten. Die Türkei sind auch „Grauen Wölfe“ und die Türkei ist auch eine HDP. Die Türkei ist Geschichte. Die Türken und all ihre medialen, politischen Facetten sind eine grosse Macht in all den ehemaligen Turkstaaten ( auch Iran durch d.Seldschuken Reich ). Das lassen unsere Mächtigen nicht einfach so fallen. Ich denke das ist ein good COP, bad COP Spiel

        Nur die Türken können all die Söldner organisieren und weiterbeschäftigen. Klar sollte jedem sein, auf diese „Leute“ ist man besonders scharf. Das sind durchgeknallte Söldner die auch auf den Mond morden würden wenn man es ihnen sagt. Diese Leute lässt man nicht nach Hause ziehen. NIEMALS. Jetzt insbesondere nicht. Man braucht sie dringend damit das „westl.Reich“ nicht noch mehr in der Versenkung verschwindet. Ich denke da nicht auf einen Angriff in Europa. Ich denke an einen Angriff auf Russland und die Iraner.

        Das bedeutet wenn wirklich in Syrien Ruhe ist dann nur weil man die Idlib-Leute woanders brauch. Aber noch ist nicht Ruhe dort. Aber sicherlich im Sommer oder Spätherbst.

        Zu den Kurden. Frage mal wer die Drecksarbeit 1921-1923 gemacht hat ( ethn.Säuberungen ). Nicht Atatürk und seine Jungtürken. Wir dürfen nie vergessen das sind dort Clanstruckturen. Einstellungen ändern sich nicht nach 100 Jahren. Die machen das was ihre Grossväter schon gemacht haben. Treue gegenüber ihrem Herren in Ankara sein. Egal ob Rot ob Grün oder Violett.

        ( Das ist keine Kritik oder Rassismus )
        Das sieht man hier in DE. Die leben 60 Jahre hier und fühlen sich Ankara näher als DE. KEINE KRITIK KEINE KRITIK an die Kurden deswegen

  3. SDF scheint auch südlich in das Gebiet von Ostalleppo vorzustoßen. Gibt es jetzt einen Wettlauf zwischen SAA und SDF westlich des Euphrats?

    1. Kurt

      „Gibt es jetzt einen Wettlauf zwischen SAA und SDF westlich des Euphrats?“

      Das glaube ich nicht, denn das wäre für beide Seiten sehr kontraproduktiv. Aber ISIS in dem Gebiet durch eine SAA/YPG- oder RUS/US-Absprache koordiniert auch von Norden anzugreifen, das wäre hilfreich, denn wenn ISIS an mehr Fronten angegriffen wird, bricht ISIS schneller zusammen und auch die Verluste der Befreier sind geringer.

      1. Na ja, recht viel schneller kann ISIS an dieser Front ja kaum noch zusammenbrechen. Es handelt sich wohl, wie im Falle des FSA Vorstoßes östlich von Al Bab, um ein rein opportunistisches Manöver um schnell noch billig ein paar Dörfer einzusacken, nachdem die SAA die harte Arbeit geleistet und der Verteidigung von ISIS das Rückgrat gebrochen hat. Ärgerlich, aber im großen strategischen Lagebild auch nicht weiter von Belang.

      2. Um mich mal noch vor Freischaltung des Kommentars selbst zu ergänzen: Laut almasdarnews leistet die SAA Artillerieunterstützung für den Vormarsch der SDF/YPG Verbände; sollte das stimmen, so ist natürlich von einer Koordination auszugehen.

  4. Johanniskraut

    Besser wäre es, wenn es gar keinen Stress mehr zwischen der Türkei und Syrien gäbe. Aber so, nun gut, wenn wir Glück haben führt die gegenwärtige Entwicklung zum NATO-Austritt der Türkei. Das wäre dann ein wirklich strategisch wichtiger Sieg für die Kräfte der multipolaren Welt, aber bis es soweit ist, wird noch eine Menge Wasser den Euphrat runterfließen, wenn es denn überhaupt dazu kommt.

    aquadraht

    Ja, es kann gut sein, dass die oben von uns verwendete Karte die Positionen der türkischen Armee und ihrer Jihadi-Proxies etwas zu vorteilhaft darstellt, denn die Karte kommt nicht von den Freunden der syrischen Armee. Angesichts des strategischen Erfolges, nach über vier Jahren endlich wieder eine nicht-jihadistische Landverbindung zwischen Damaskus und Nordostsyrien hergestellt zu haben, fallen ein paar ziemlich unbedeutende Dörfer aber ohnehin kaum ins Gewicht.

    1. Es dürften schon Recherchen laufen, wie direkt die Verbindungen der Prämierten und ihrer Darsteller (ist ja Kino) zu Al Quaida und zu Kopfabschneidern persönlich sind.

      Als ein Film der Weißhelmpropagandashow aufflog (weil einer zu blöde war, die Kamera ordentlich einzuschalten, oder es wr ein leak), gab es ja die Erklärung:

      So könnte es gewesen sein.

      Also optionale Realität, oder so. 🙄

      Dann gab es den Oscar allerdings in der falschen Kategorie.

      Vielleicht wird das noch zum Bumerang.

  5. Der Vorstoß nach Palmyra scheint ein Abbild der letzten Einnahme zu sein; warum auch nicht die gleichen Pläne verwenden, die Situation vor Ort ist ja auch die gleiche.

    Ich spinn das mal weiter.
    Danach gab es enen Vorstoß Richtung Arak, der nicht vollendet werden konnte.

    Und die Aktion in Richtung Tabqa, die von IS-Selbstmordkommandos übel zurück geschlagen wurde.

    Diese beiden Stoßrichtungen ergaben durchaus einen Sinn, und nach der Einnahme von Palmyra könnten sie auch wieder aufgenommen werden.

    Der Vorstoß nach Tabqa ergibt unter heutigen Umstnden noch weit mehr Sinn als damals; die SDF auf breiter Front nahe des nordöstlichen Euphratufers, auch um Raqqa kaum noch Hinterland.

    Im Nordwesten ist Al Bab gefallen, viele Verluste, und die SAA wird weiter vorrücken; mit dem großen Vorteil, dass die neuen Grenzlinien zur SDF fast gar nicht, und auch die zu den Türkenproxys erst mal kaum gesichert werden müssen, die neuen Gebiete reduzieren demnächst sogar gebundene Kräfte
    Um so schwerer für ISIS in Ostaleppo.

    Insgesamt ist ISIS deutlich geschwächt, sieht nicht so aus, als ob sie Mossul einfach herschenken.

    Insofern könnte eine konzertierte Aktion, SDF Richtung Raqq und Tabqa vom Norden, SAA durch die Wüste auf Tabqa und im Norden auf Deir Hafr und Maskanah, sogar relativ schnell dazu führen, dass ISIS die Kräfte aus Ostaleppo abzieht und um Tabqa und Raqqa sammeln muss.

    Und bei Palmyra wird man den Fehler wahrscheinlich nicht noch mal machen, und zumindest Arak und T3 sichern.

    Wobei Arak ein Kaff ist, alles ringsum noch kleiner, die einzige nennenswerte Stadt is As Shukhnah und schon ziemlich weit weg von Palmyra.

    Aber von dort könnte man die beiden Offensiven zusammenführen, und einen großen Teil der Landkarte wieder rot einfärben.
    Generell dürften die Offensiven gegen ISIS nicht wirklich beendet werden, sondern mit unterschiedlicher Intensität weiterlaufen.

    1. Ich habe eine kleine Bemerkung betreffend Deine Beitrags.
      Befreiung von Palmira ist in erste Phase gescheitert, weil SAA hat benachbarte Hügel nicht gesichert. Nach paar Kilometer müsste SAA damals zurückkehren und Flanke sichern. Erst dann ist man zu Palmira vorgestossen. Meine Meinung nach ist auch heute Gebiet rund um Strasse zu Palmira nicht genug breit. Aber unterschied ist, dass heute IS hat viel weniger Soldaten und viel mehr Problemen.

    1. Johanniskraut

      Sehr interessante Nachricht. Während das türkische Militär vorgestern damit begonnen hat, in der syrischen Stadt Al Bab eine türkische Militärbasis einzurichten, gibt der türkische Präsident Erdogan den Abzug des türkischen Militärs aus Syrien bekannt.

      Da scheint für die Türkei etwas nicht ganz wie erhofft zu laufen, die Frage ist bloß, was es ist. Es könnte sein, dass

      – Erdogan überraschend Einsicht gefunden hat , dass ihm die langfristige Besatzung eines Teils von Syrien nichts als Kosten und Ärger einbringt, oder
      – Erdogan plötzlich erkannt hat, dass die Türkei einen Krieg um weitere Eroberungen in Syrien gegen die USA, Russland, Iran und Syrien nicht gewinnen kann oder
      – Erdogan damit außer Kontrolle geratenen Jihadi-Proxies mit dem Abzug der sie schützenden türkischen Soldaten droht, um sie zur Vernunft zu bringen.

      Schauen wir mal, wie sich das da am Boden in Syrien weiter entwickelt.

  6. wunderbar der korridor und er wird auch schon genutzt.

    Noch besser wäre, wenn die YPG/SDF der SAA einen Korridor Richtung Deir Ez zour geben würde. Wenn größere Kampfeinheiten mit schwerem Gerät durch das SDF Gebiet so nah wie möglich nach Deir Ezzour verlegt werden können und von da einen Angriff von Norden führen um die dort eingeschlossenen Helden
    zu unterstützen und die Stadt zu befreien, wäre das großartig.
    Trotz der Erfolge vor Palmyra ist der Weg durch die Wüste zu lang und zu schwierig, da der IS in der Wüste noch stark ist.
    Tabqa und Raqqa kann man erstmal so lassen, Deir Ezzour ist wichtiger.

    1. ulrich meier

      Warten wir’s mal ab, das kann ja noch kommen. Die jüngsten Aktivitäten der SDF östlich von Raqqa in Richtung Euphrat wären eine geradezu perfekte Vorbereitung dafür, dort über den Euprat zu gehen und dann ISIS an zwei Fronten – Raqqa und Deir Ezzor – gleichzeitig anzugreifen, in Raqqa durch die SDF und in Deir Ezzor durch die SAA.

      Sollte das so kommen, könnte das schon so gut wie das Ende von ISIS in Syrien sein.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.