Syrische Armee nimmt 15 Dörfer östlich von Aleppo ein

Die syrische Armee hat am heutigen Samstag östlich von Aleppo 15 bislang zum Gebiet der Terrorgruppe ISIS gehörende Dörfer eingenommen.

@A7_Mirza stellt den heutigen Erfolg der Armee dort auf einer Karte wie folgt dar:

Der in der Gegend von der syrischen Armee langsam, aber kontinuierlich unternommene Vorstoß nach Osten dient semi-offiziell dazu, den noch 20 Kilometer weiter östlich liegenden Ort Khafsah einzunehmen und so die Wasserversorgung der Metropole Aleppo aus dem Euphrat zu sichern. Eine Karte von @miladvisor, die nicht ganz so aktuell wie die von @A7_Mirza ist, aber mehr Übersicht bietet, zeigt die Lage in der Region zwischen Al Bab und dem Euphrat:

Wie auf der Karte zu sehen ist, bringt der Vorstoß der syrischen Armee ISIS in weiten Teilen der Gebiete östlich von Aleppo in eine militärisch aussichtslose Position, so dass zu erwarten ist, dass ISIS bald die gesamten Gebiete nördlich von Deir Hafr und dem Fliegerstützpunkt Jirah aufgeben müssen wird. Ob die syrische Armee im Zuge ihres Vorstoßes gen Khafsah auch die stark befestigte Stadt Deir Hafr und den Fliegerstützpunkt Jirah einnehmen wird oder ob sie sich das für eine spätere Offensive aufsparen wird, wird sich zeigen.

Gleichzeitig macht der Vorstoß der syrischen Armee klar, dass der schnmale Streifen des noch von ISIS beherrschten Gebietes für die türkische Armee und ihre Proxies militärisch nicht breit genug ist, um durch das ISIS-Gebiet im Alleingang einen Vorstoß ins tiefere Landesinnere Syriens, etwa nach Raqqa, zu unternehmen. Würden die Türkei und ihre Proxies von Al Bab aus einen absprachewidrigen Vorstoß durch ISIS-Gebiet nach Südosten zum Euphrat unternommen, könnte die syrische Armee den türkischen Kräften durch Schließen des ISIS-Korridors zwischen den von der syrischen Armee und den von US-gestützten kurdisch geprägten YPG/SDF-Kräften beherrschten Gebieten jederzeit den Weg versperren.

Nachtrag: Vom Militärmediennetzwerk gibt es inzwischen auch eine frische Karte von der Gegend östlich von Aleppo:

Erstmal zwei Sätze vorab: Die auf dieser semi-offiziellen Karte verwendeten Ortsbezeichnungen stimmen in der ganzen Gegend häufig nicht mit den bei Wikimapia zu findenden überein, wobei bei Wikimapia teilweise je nach Sprache auch noch grob unterschiedliche Ortsnamen verwendet werden. Irgendein Scherzkeks hat Google und Wikimapia in der Gegend anscheinend mit „alternativen“ Ortsbezeichnungen gefüttert.

Ansonsten: Auf der Karte sieht der noch verbleibende ISIS-Korridor in dem Gebiet noch enger als auf den Karten von @A7_Mirza und @miladvisor aus. Die Dörfer Masrufah und Manatir al Safr an der SAA/ISIS-Front ganz im Osten stehen demzufolge bereits unter Kontrolle der Armee. Weiterhin wird der Ort Ras Al Ayn al Humur and der YPG/ISIS-Front als bereits unter Kontrolle der YPG stehend betrachtet, während Judaidah etwas nördlich davon noch unter ISIS-Herrschaft stehen soll. Tadef wird anderslautenden Gerüchten zum Trotz noch als unter Kontrolle von ISIS stehend betrachtet.

Nachtrag Sonntag Nachmittag: Nun hat die syrische Armee die Ortschaft Tadef doch eingenommen. Auf einer Karte von @A7_Mirza sieht das wie folgt aus:

Weiterhin interessant ist die Nachricht, dass die syrische Armee die ästlich von Khanasser gelegene Ortschaft Um Miyal eingenommen hat. Das kann man zwar als bessere Sicherung der nahe Khan Assir laufenden Straßenverbindung von Damaskus nach Aleppo betrachten, aber es könnte auch sein, dass die syrische Armee von dort eine neue Offensive gen Osten zum Euphrat startet, um damit sämtliche von ISIS beherrschte Gebiete östlich und nördlich von Khanasser, einschließlich Deir Hafr und Jirah Airbase, zunächst einzukesseln und anschließend unter die Kontrolle der Armee zu bringen.

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24 Gedanken zu “Syrische Armee nimmt 15 Dörfer östlich von Aleppo ein

  1. Schwarz soll jetzt relativ schnell vom Spielbrett genommen werden. Auch wenn Rot sicherlich auch viele andere Baustellen hat. Sie müssen jetzt hier dran bleiben. Alles andere ist die Begründung für grüne Kräfte, doch nach Raqqa zu maschieren. Ob von der Jordanischen Grenze aus oder doch von Al Bab. Politisch ist es derzeit billig, schwarze Gebiete zu erobern. Militärisch ist eine Gruppe, welche zu Selbstmordanschlägen jeder Zeit bereit ist, gleichwohl ein sehr harter Gegner. Die SAA muss ja die Zivilbevölkerung schonen. Sie wollen ja als Befreier und nicht als Besetzer angesehen werden.

    Ich würde ja jetzt gerne die weitere Taktik von ISIS kennen. Werden sich einige von ihnen überrollen lassen um eine „Stand Behind“-Gruppe zu bilden? Versuchen sie als Zivilisten unerkannt unterzutauchen? Sprengen sie sich zum Schluss mit jeweils möglicht vielen Gegnern in die Luft? Verlagern sie sich in andere Länder? Konnten sie rechtzeitig genügend Geld zwischen parken, um weltweit mit Anschlägen ihren Kampf weiter führen zu können?

    1. Ich vermute mal, es gibt noch genügend von diesen wahnsinnigen Koranfledderern und deren Finanziers um all Ihre Fragen mit einem Ja zu beantworten.

    2. „Ich würde ja jetzt gerne die weitere Taktik von ISIS kennen. Werden sich einige von ihnen überrollen lassen um eine „Stand Behind“-Gruppe zu bilden? Versuchen sie als Zivilisten unerkannt unterzutauchen? Sprengen sie sich zum Schluss mit jeweils möglicht vielen Gegnern in die Luft? Verlagern sie sich in andere Länder? Konnten sie rechtzeitig genügend Geld zwischen parken, um weltweit mit Anschlägen ihren Kampf weiter führen zu können?“

      Mit dem Ende des „Staats“gebietes verliert der „Staat“ natürlich einiges an Attraktivität.
      Andererseits ist die Idee in der Welt,mehr noch, die Möglichkeit wurde gezeigt.

      Da Al Quaidas Kleinkalifat mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bald wieder untergehen wird, könnte es wieder eine Einigung innerhalb eines gemeinsamen Netzwerkes geben; Terroranschläge weltweit, und wo sich die Gelegenheit bietet, werden Gebiete übernommen, unter schwarzem Banner mit weißer Schrift.

      die Stämme in Westirak und Ostsyrien, die die lokale Basis von ISIS bildeten, werden sich positionieren müssen, die meisten werden in eine mehr oder weniger distanziert-loyale Position zu den Zentralregierungen gehen, sonst dürften sie gröbere Schwierigkeiten bekommen.

      Mit ausbleibendem Sold werden die Auslandsrekruten sich neu orientieren müssen; etliche dürften desillusioniert versuchen, wieder ins normale Leben zurückzugehen (auch Topnazis waren privat ganz nette Menschen), andere wahrscheinlich Schläferzellen in den Herkunftsländern oder sonstwo bilden.
      Eine sehr scharfe Kontrolle von männlichen Einwanderern im kampffähigen Alter, die in Syrien/Irak oder auch dem Jemen waren, ist nicht rassistisch, sondern äußerst rational.

      Man könnte es den saudischen Terrorprinzen fast wünschen, wenn sich Heimkehrer mal das dekadente Feudalsystem vornehmen.

      Es wird sicher Versuche geben, Truppenteile umzuflaggen und als sunnitische „Opposition“ eine Rolle spielen zu lassen; darauf haben Assad, aber auch die Russen und Iraner sicher keinen großen Bock, und dürften das zu verhindern versuchen.

      Am Verhandlungstisch sieht es derzeit nicht sehr rosig die „Opposition“aus, deren Vertreter, auch aus der westlichen Wertegemeinschaft, werden kaum Gelegenheit haben, sich aktiv für die Reste von ISIS einzusetzen.

      Wichtig wären Erfolgsgeschichten von arabischen/muslimischen Ländern in den nächsten Jahren; jeder failed state, jede tiefe Depression oder Staatskrise treibt ISIS neue Anhänger zu.

  2. Nachdem es erst nach drei Dörfern und einem Hügel aussah, kam doch richtig Bewegung rein.

    Das Gelände bis zu den SDF-Kräften ist flach in der Karte, auch bis zum Stausee gibt es nur drei Hügel; könnte schnell gehen, aber eigentlich spielt es keine Rolle, ob zwei Tage oder drei Wochen.

    Die „Opposition“ in den Verhandlungen in Genf richtig schlecht aussehen zu lassen ist das Gebot der Woche. Die Voraussetzungen dafür sind ziemlich gut.

    1. andreas
      könnte schnell gehen, aber eigentlich spielt es keine Rolle, ob zwei Tage oder drei Wochen

      Die Meinung, das es schnell gehen kann, erwarte ich auch, nur ob man Zeit hat glaube ich nicht. Der Widerstand vom IS ist gebrochen. Jetzt könnten die Proxis relativ schnell nach Süden rücken und das will Assad wohl definitiv nicht.
      Außerdem muss sich die SDF auf einen Angriff Erdogans vorbereiten und wenn jetzt Kämpfer von der Front mit dem IS frei werden ist das sicher nicht schlecht. Außerdem wird der Weg frei für YPG und Hizbolla-Kämpfer frei, die ja schon Erfolge gegen die Türken hatten. Und deren Panzer wären sicher sehr nützlich…..
      Und träumen wir weiter: Als Ausgleich könnte SDF sich im Südwesten auf den Vormarsch nach Deier Azor konzentrieren.
      Für mich sieht es so aus, als ob Erdogan die Verabredungen zu ALBab etwas zu sehr zu seinem Vorteil ausgelegt hat und dafür jetzt den Preis zahlt.

  3. Was auf Front passiert werden wir gut von Twitter informiert. Ich finde viel interessanter, was für Gerüchte in Raum sind. Angeblich sind USA bereit Manbij mit Kurden gemeinsam zu verteidigen. Deswegen hat gestern Erdogan als nächste Ziel seine Islamisten Deir Hafer angegeben und nicht mehr Raqqa und Manbij. Diese Position von USA ist ein weitere Tritt für Türkische verbleib in NATO.
    Mässige Islamisten in Idlib wollen angeblich sich Euphrat Shield anschlissen. Damit werde Idlib nur noch Al Kaida Provinz bleiben und damit zum Abschuss freigegeben.
    In Daraa hat Regierung Republikanische Garde geschickt. Es sieht so aus, dass Daraa gereumt wird.
    Angeblich gibt Problemen zwischen iranische Milizen und NDF in Homs?
    Kämpfe in Damaskus gehen weiter zusammen mit Verhandlungen. Irgendwann werden wieder Bus Linien nach Idlib fahren.
    Auch in west Aleppo sind Kämpfe wieder aufgenommen. Regierung wird versuchen Rashdeen 4 und 5 anzunehmen.
    Bei Palmira sind SAA Einheiten nur noch 8 km von Palmira entfernt.
    In Ost Aleppo hat angeblich auch Tadef gefallen. Gesamte Raum ist fast Menschen leer und Tiger Einheiten wegen Minen Felder gehen langsam von Dorf zu Dorf. Es ist Frage ob Ziel Deir Hafer oder Assad See ist? Ich tippe auf Assad See und Kontakt mit kurdischen Gebieten. Bis jetzt hat sich IS niergendwo eingekesselt gelassen. Ausnahmen sind grösse Städten wo sie sich geopfert haben. Deswegen ein Vorstoss zu Assad See und dann nach Süden könnte IS bewegen ganze Gebiet zu reumen und sich zu Tabqa zurückzuziehen.

    1. Erdogan hat ein Problem: Da die SAA wohl Richtung SDF marschiert hat er keine Alternative mehr, wo er die notwendige Erfolge für das Referendum einfahren kann. Auf Deir Hafr hat jetzt eindeutig die SAA die Hand drauf , Das beste er geht nach Hause.

      1. Lutz
        Ich glaube auch, dass Erdogans Kriegsspiele sind mit Eroberung von Al Bab beendet. Er hat zuwenig Islamisten gesammelt um Kurden aus Manbij zu vertreiben. Viele geben ihn schuld für Aleppo. Aber er kann nicht nach Hause gehen mit leeren Händen. Jetzt wird er in besetzten Gebietbirgenwelche Lokale Regierung bilden und sich zu Beschützer diese Zonne erklären lassen. Nachher werden diese Kräfte integriert in Syrien und gewisse Autonomie bekommen. Ein Vorstoss nach Süden wird unausweichlich zu Krieg gegen SAA führen.

      2. Zgvaca
        Also ich glaube Erdogans Hauptinteresse könnte sein, in Nordsyrien das Auffanglager für Europa zu errichten und sich das gut von der EU bezahlen zu lassen. Ob das gut geht, bezweifele ich. Die Bilder die man von den Flüchtlingslager in Idlib gesehen hat, die auch von deutschen Geld errichtet wurden, waren ernüchtern. Da musste man ja Hilfsdecken direkt ans Zelt bringen. Sonst sah es eher leer aus.
        Es gibt die ersten Bilder von plündernden Proxys aus Al Bab. Und er hat wohl jetzt da so etwa einige 10000 Untertanen, das würde nicht man das ausgleichen, was Aleppo an Flüchtlingen und Toten hat.
        Wenn jetzt noch mehr Proxys nach Nordaleppo kommen, weil sie die Nase voll haben von Idlib, läuft Erdogan Gefahr, das es zu Kämpfen zwischen den Gruppen kommt. Damit kann Erdogan langfristig alt aussehen.
        Auch werden die Kurden Nadelstiche verabreichen und versuchen, sich das Gebiet zu holen.
        Also für Erdogan wäre es das Beste, er gibt die Gebiete der SAA und lässt sich als Befreier von Al Bab feiern, aber ich gebe dir Recht, das geht nicht

  4. Ein zusätzlicher Grund warum Erdolfgan seine Füße derzeit stillhalten wird, ist das Präsidialreferundum dass sein Volk noch abnicken muß. Bis zu diesem Zeitpunkt wird er ohnehin kein Abenteuer riskieren.

    Die Truppen von Al Bab dürfte der IS wohl größtenteils an die Palmyrafront geschickt haben, wo trotz großer Bemühungen und Truppenkonzentrationen der SAA in den letzten beiden Wochen kaum Fortschritte gemacht wurden.

    Andererseits ist die Gegend rund um Palmyra günstig für die Taktik SAA den IS materialmäßig und personalmäßig ausbluten zu lassen.

  5. @ndf schreibt, dass ISIS sich aus Ostaleppo zurückzieht, ohne zu kämpfen.
    Inzwischen hat die SAA auch Rasm Abid und Gharin südl. Kweirs AB erobert.
    Ich denke, Ostaleppe nörlich der Linie Deir Hafer / Jirah Airbase wird jetzt schnell
    übernommen werden und dann gehts Richtung süden.

    1. Hab Kind

      Yusha Yuseef sagt, dass die Berichte,denen zufolge die SAA Rasm Abid und Gharin südlich der Kuweires Airbase eingenommen hat, falsch sind.

  6. Am Samstag hat die SAA überrascht in welcher Breite sie voran gegangen ist. Nachdem die Türken schon gemeldet hatten, sie hätten Tadef, hat wohl die SAA rechtzeitig sich die Stadt geholt und damit wohl heute damit alle Hände voll zu tun. Gut zu lesen ist aber, das wohl auch andere KRäfte wie die Tiger gegen die IS vorgehen und damit eine gewisse Konfusion in deren Reihen ausnutzen. So soll es Kämpfe südwestlich von Deier Hafer gegeben haben und östlich von Khanaser ein wichtiges Dorf mit den Erhebungen ringsherum eingenommen wurden sein.
    Das lässt davon träumen, das die SAA im März entlang des Euphrat Staudammes nach Süden marschiert. Das Problem: irgendwann wird die IS wieder ihre Verteidigungslinien geordnet haben und Widerstand leisten

    1. Lutz
      warum etwas träumen, ws so wie so kommen wird? 😉

      Ein Vorstoß von Darra zur Grenze samt Aufmischung des MOC wäre ein Traum; auch dort sind noch etliche Al Nusra und co vorhanden, die Zerlegung wie in Idlib steht noch bevor.

      Oder eine Ausräumung der Talbiseh-Tasche, nach der Entgrünung von Ost Ghouta.

      IS ist dead man walking, ein sehr gefährlicher Gegner in jedem Gefecht, aber mittelfristig schon erledigt.

      Und sämtliche Träume der wahhabitischen Königreiche sowie diverser Geheimdienste, dort Statthalter zu installieren, haben derzeit keine wirkliche Substanz. Die Saudis selber im Kampf gegen den IS“, um dort Gelände einzunehmen?

      Das wäre nun wirklich ein Traum, der schnell zum Albtraum für die Terrorprinzen umschlüge.

      1. Andreas
        warum etwas träumen, ws so wie so kommen wird?

        weil ich gelernt habe: wenn es gut läuft für die SAA, dann kommt was dazwischen, das könnte zum Beispiel kommen:
        – Erdogan erliegt seinen Größenwahn und versucht selbst den Korridor zu erzwingen
        – die Israelischen Proxys rücken gefährlich weiter auf Daraa vor
        – Al Kaida in Idlib geht das Geld aus und sie starten einen Großangriff
        – IS konzentriert sich weiter auf Deier Azor und es wird doch noch knapp für die glorreichen Kämpfer
        …. sicher könnte man noch einiges aufzählen…

  7. >>>Deswegen hat gestern Erdogan als nächste Ziel seine Islamisten Deir Hafer angegeben und nicht mehr Raqqa und Manbij.
    >>>

    Das dumme Gelaber von Erdogan kann man wohl in vielen Fällen einfach als Dampfplauderei ablegen.
    Was hat der nicht schon alles eingenommen; mit dem Finger auf der Landkarte.

    Tadif hätten Türken und Proxys sicher vor der SAA einnehmen können, letztere hat es nicht ernsthaft versucht.

    Aber man artete einfach ab; die Abmachung war also offensichtlich klar, und Erdogan hat sich daran gehalten. Was solle er auch sonst tun, die Kräfteverhältnisse sind eben so, ein massiver Militäreinsatz könnte schnell in einer totalen Katastrophe enden. Ab und zu mal ein Toter, das wird verkraftet, massive Verluste und es sieht ganz anders aus. Und aus den Proxys ist die Luft raus.

    Mit den jetzigen Kräften wäre ein Marsch auf Manbic ein aussichtsloses Unterfangen, brächte nur alle anderen gegen die Türken auf, selbst Trumps Pläne für einen raschen Erfolg gegen den IS durcheinander.

    Die Verbindung SAA zur SDF wird hergestellt, in naher Zukunft.

    Interessanter weil unvorhersehbarer sind Al Rashdeen, Daraa, Quabun etc.

    Jede Versöhnungsvereinbarung, nach der sich Kämpfer offiziell den Dschihadisten und Terroristen in Idlib angliedern, bestätigt das Vorgehen der Regierung gegen diese Gruppen als Kampf gegen den Terrorismus.

    Das ist und bleibt das Thema bei den Verhandlungen, nach gemeinsamer Linie schon von Putin und Obama, auch Trump dürfte da keineswegs abweichen.

    Und jeder Angriff auf Al Nusra, bei dem ihre Waffenbrüder mit „moderatem“ Label im gleichen Schützengraben getroffen werden, ist Wasser auf die Mühlen der Regierung.

  8. Jetzt Berichte von 22 Toten SAAlern, und Türkenproxys sollen Tadef entern.

    Mal sehen, was da dran ist.

    1. Balkan Forum ist zimlich zuverläslich, dass Islamisten aus Euphrat Shield haben diese Vorstoss ohne Erlaubnis von Erdogan gemacht. Deswegen wird auch vorgehen gegen diese Islamisten ohne einmischung von Türkei passieren. 4. Mech Brigada ist von Aleppo richtung Tadef gegangen. Auch syrische Luftwaffe ist gestartet. Ich rechne damit, dass spätestens Morgen werden alle Einheiten an Abgemachten positionen stehen. Türkei hat 4 Soldaten verloren, weil sie sich vor paar Tage südlich von M4 befanden. Das war klare Borschaft von Russen an Türkei. Ob Türkei wieder es wagen Abmachung zu brechen bezweifle ich.

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