Terroristen in Serghaya geben endlich auf

Wie Hassan Ridha berichtet, haben die größtenteils zu Al Kaida gehörenden Terroristen im nordwestlich der syrischen Hauptstadt Damaskus an der libanesischen Grenze liegenden Städtchen Serghaya am heutigen Montag nach langen Verhandlungen endlich aufgegeben und lassen sich in die von Al-Kaida-Terroristen beherrschte Provinz Idlib evakuieren, so dass nun in Serghaya eine Versöhnungsvereinbarung mit versöhnungswilligen Einwohnern umgesetzt werden kann.

Die Evakuierung der einige Hundert Personen ausmachenden nicht versöhnungswilligen Terroristen aus Serghaya nach Idlib hat bereits begonnen.

Die syrische Armee hat damit, bis auf die terroristischen Enklaven Zabadani und Madaya, für die eine Vereinbarung auf Gegenseitigkeit mit den von Terroristen umzingelten regierungstreuen Dörfern Fuah und Kafriya in der Provinz Idlib besteht, nun die Gegend nördlich des vor drei Wochen befriedeten Wadi Barada weitgehend unter Kontrolle. Es geht mit dem Kampf gegen den Terrorismus also auch an der schwierigen Grenze zum Libanon voran.

Wie Al Masdar News mitteilt, fehlt für die Herstellung einer vollständigen Kontrolle der Grenze zum Libanon nun nur noch die Einnahme der Übergangspfade Jaroud Rankous und Jaroud Qarah.

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10 Gedanken zu “Terroristen in Serghaya geben endlich auf

  1. Ein Foto für die Götter: Fünf syrische Soldaten machen Siesta im Miltärflughafen T4 (Ost Homs) und fühlen sich sichtlich wohl inmitten gestapelter deutscher Lenkflugkörper.

    Auf dem Verpackungsrohr steht „MIS – EAC – F1 – HOT“. Schätze, das ist die Milan zum Stückpreis von ca. 7.500 € (Preis aus den 70er Jahren für den Flugkörper). Davon habe ich über 30 Stück gezählt. Danke Uschi, bitte mehr davon! Am besten auch das Foto mit allen Abgeordneten teilen.

    Es tut sich auch etwas in Damaskus. In Ost Goutha soll Quaboun befreit werden. Dort sollen die Jihadisten über ein umfangreiches Tunnelnetzwerk verfügen, mit dem das eingekesselte Ost Goutha mit der Hochburg Duma versorgt wird. Die Artillerie soll schon angefangen haben, sich warm zu schießen. Richtig ungemütlich wird es, sobald die Luftunterstützung hinzustößt. Die Operation wird geleitet vom Volksheld Colonel Ghayath Dalla, the Lion:

    Hier ist eine wunderbare Karte der Terroristengebiete im Raum Damaskus. Kennt vielleicht noch nicht jeder:

  2. Der Hauptfokus um Damas liegt sicherlich im Osten, genauer gesagt in der grünen Lunge der Region Ghouta. Daher ist es um so besser, dass die Streitkräfte nicht auch in anderen Gegenden der Hauptstadt sich in Scharmützel werfen müssen.
    Ungeachtet dessen geht es im Süden des Landes im Dreieck Golan-Daraa-Jordanien ordentlich zur Sache: http://breakingnews.sy/ar/article/86774.html
    Wieder sind Dutzende „Rebellen“ getötet worden, obgleich auch von der Eroberung einzelner kleinerer Dörfer die Rede ist, die strategisch freilich keine große Bedeutung besitzen und die im Laufe der nächsten Zeit wieder befreit werden dürften.
    Was zumindest mir in Kopf schiesst, ist das Gefühl, dass, analog des medialen Narrativs zur omnipräsenten „Bekämpfung des IS“, die schlimmsten Mitglieder der Mafiatruppe „Freunde Syriens“ weiterhin an ihrer Agenda feilen, Assad zu stürzen. Saudiarabien und Israel, wahrscheinlich die Franzosen und die Engländer, sind sicher dabei. Ich werde auch das Gefühl nicht los, dass die vorbereitenden Worte und Verbalfragmente der USA, Bodentruppen nach Syrien zu schicken so zu verstehen sind, dass sie diese Aufgabe ihrem Buddy, Saudiarabien, übertragen. Zumindest hat SA nie aufgehört zu erklären, dass bei starker Führung sie dieses „Opfer“ bringen würde, um „beim Kampf gegen den IS“ zu helfen. Jetzt kann man in arabischen Zeitungen seit Tagen vermehrt lesen, dass sie genau mit diesem Punk twieder verstärkt hausieren gehen… bliebe die Frage, ist es “ debiles Schnattern aus Gewohnheit“, oder hat die Delegation Trump bereits Kontakte und Absichtserklärungen nach Riad geschickt?!

    1. „dass die vorbereitenden Worte und Verbalfragmente der USA, Bodentruppen nach Syrien zu schicken so zu verstehen sind, dass sie diese Aufgabe ihrem Buddy, Saudiarabien, übertragen. “

      Genau das ist das wass die Amis seit einiger Zeit anstreben. Militärisch Diplomatisch und jetzt auch in der Wirtschaft, Sie halten sich offiziell raus aber halten im Hintergrund die Faden zusammen.

      Die schaffen ein Reich wo IHRE Fürsten die Drecksarbeit machen und sie nur als „UNABHÄNGIGE Instanz“ eingreifen.

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      Diplomatisch war das schon immer so,
      aber irgendwie anders in Minsk 1 und Minsk 2
      Wer glaubt das die Amis dort nicht mit entschieden haben?
      100% haben sie, aber eben nur inoffiziell

      Militärisch zB ISIS, Deutschlands EU Armee, glaube auch immernoch die Türken ( siehe Schwenk von Astana noch Genf )

      Wirtschafftlich der Ölpreiskrieg durch die Saudis, auch TTIP und CETA halten sie die Fäde von aussen zusammen ( durch Dollarbindung, Wallstreet, Rating Agenturen, Schiedsgreichte, Sanktionen, und und und )

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      Wir sehen eine Art eines neuen Reisekönigtums wo der König, Kriege führte, aber kein eigenes Heer hatte. Das stellten ihn seine Fürsten zur Verfügung. Dafür bekamen sie Kriegsbeute. Wenn sie keine Lust auf seine Kriege hatten, waren sie das Ziel des nächsten Krieges

      Unser neue König verkauft uns seine Waffen und er wird keine Soldaten mehr haben, aber viele unterwürfige Fürsten

  3. Versöhnungsvereinbarung?

    Das klingt gut. Kann das Parteibuch da noch ein wenig nachlegen? Was hat es damit auf sich? Ist das etwas Schriftliches? Kann das für diesen Fall hier einmal veröffentlicht werden?

    1. Meier

      Die Versöhnungsvereinbarungen sind im Grunde immer ähnlich: die bewaffneten Regierungsgegner geben ihren bewaffneten Kampf gegen die Regierung auf, versprechen, zukünftig nichts mehr zu tun, was die Sicherheit beeinträchtigt, und erhalten dafür im Gegenzug Amnestie und Unterstützung durch den Staat, während die Regierungsgegner, die das nicht wollen, samt ihrer Familien zu Al Kaida nach Idlib evakuiert werden.

      1. Danke für die schnelle Antwort, liebes PB. Die Frage nach der Schriftlichkeit ist noch offen. Das wird doch sicherlich so sein. Sind Dir solche Dinge im Detail bekannt? Sind solche Vereinbarungen geheim? Und für diesen Fall, warum?

      2. Meier

        Manche der Versöhnungsvereinbarungen sind vertraulich, andere nicht. Ob sie alle schriftlich oder durch schriftliches Protokoll festgehalten sind, ist mir nicht bekannt, möglicherweise funktionieren in einigen Bereichen Ehrenworte besser.

        Wir hatten hier, so weit ich mich erinnere, schon einmal so eine schriftliche Vereinbarung hier zum Wadi Barada veröffentlicht, die seinerzeit allerdings geplatzt ist. Das war einfach nur ein kleiner handschriftlicher Zettel, sehr knapp und sehr geschmiert, aber mit zwei Unterschriften drauf. Unter anderen Umständen dürften die Vereinbarungen etwas feierlicher aussehen.

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