Brexit – ein Märchen wird wahr

Manchmal irren wir uns im Parteibuch gern. Dass es wirklich einen Brexit geben wird, hatten wir nicht geglaubt, auch nicht nach der Volksabstimmung zum Brexit, und andere auch nicht. Doch nun sieht es ganz danach aus, dass das notorisch russophobe englische Königreich die EU wirklich auf eigenen Wunsch verlassen wird.

Wunderbar! Die europäischen Statthalter der fünf Augen des globalen US-Empires gehen von selbst. Das angelsächsische Königshaus kann besseren Beziehungen Kontinentaleuropas zu Russland zukünftig nicht mehr im Weg stehen. Die City of London kann Kontinentaleuropa zukünftig nicht mehr mit ihrer neoliberalen Ideologie überziehen. Und ausgerechnet die konservative Brexit-Gegnerin Theresa May führt auf ihren hochhackigen Schuhen den britischen Marsch zum Brexit an.

Es klingt wie ein Märchen, was wahr wird. Durch den Brexit verliert die City of London ihren Vorzugszugang auf den europäischen Märkt und kontinentaleuropäische Finanzhaie übernehmen das Geschäft. Dadurch braucht die City dringend neues Geschäft. Der neue US-Präsident bietet der City als Ausweg an, ihn dabei zu unterstützen, ihre Kumpane von Wall Street und die zionistische Lobby zu crashen. Das Ergebnis eines solchen Machtkampfes zwischen der City und Wall Street würde sein, dass sie beide geschwächt werden, und realwirtschaftliche Industrien wie die Ölwirtschaft gegenüber der Fake Ökonomie von Wall Street, Silicon Valley und Co gestärkt werden. Das verkommene angelsächsische Empire und die Achse des wahhabitisch-zionistischen Terrors wären damit erledigt.

So dürfte oder könnte ein vernünftiger Plan nach dem Brexit aussehen.

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22 Gedanken zu “Brexit – ein Märchen wird wahr

  1. Ich kann immer noch nicht glauben, daß das trojanische Pferd in der EU der Yankees, England, die EU verlassen wird. Da wird noch irgendwas passieren damit das nicht passiert.

  2. Ein großer, weiterer Schritt zur Beendigung der Weltherrschaft der Globalisten. Und im März geht es weiter, und im April, und im Mai…Sehr gut!

  3. @Parteibuch

    Vor lauter Vorfreude hast Du wohl vergessen, den Grund Deiner Euphorie im Artikel zu benennen. Gut, geschenkt. Weiß in Kürze eh jeder: das britische Paralament hat für das BREXIT-Gesetz gestimmt. Es kann natürlich auch sein, dass mir mal wieder erläuternde Graphiken aufgrund meiner Browser-/AddOns-Einstellungen beim PB nicht angezeigt werden (Anm.: trotz aller manueller Freigaben, bekomme ich z.B. etliche Maps nicht angezeigt) .

    Als gut getunerter PB-Leser glaube ich aber erst daran, wenn es soweit ist, weshalb ich jetzt noch nicht in Freudentänze ausbreche.

    Als Ex-Frankfurter wird mir aber Angst und Bange. Die Frankfurter Börse wird dann wohl DIE Börse in Europa. Weiterhin steigende Mieten und Marschrichtung „Londoner Verhältnisse“. Doch was tut man nicht alles für den Zusammenbruch der wahhabitisch-zionistischen Achse. Dafür bin sogar wohlweislich in die Provinz gezogen. Ich bitte, mir meine regionalen Empfindlichkeiten zu verzeihen, doch ich hatte die unheimliche Entwicklung meiner Heimatstadt im Urin, obwohl mir bei meiner Auswanderung das Parteibuch und der wahhabitisch-zionistische Terror noch gänzlich unbekannt war. Wohl denn. Ich lasse mir einen gefüllten 12er-Bembel importieren, sobald die EU-Mitgliedschaft der Briten Geschichte ist.

  4. Fake Ökonomie von Wall Street, Silicon Valley und Co

    Sicherlich hätte Marx heutzutage dieser Lügenwirtschaft „Zur Kritik der politischen Ökonomie“ die allergrößte Aufmerksamkeit geschenkt.

    Der Brexit ist wahrscheinlich der Anfang vom Ende der EU.

  5. Ich war auch einer von Denen, die nicht an den *Vollzug* des Brexits glaubten.

    Vor allem die oben angesprochene macht der CoL war es, die mich zweifeln ließ…

    Und dieser Kampf ist noch nicht vorbei.

  6. Könntet ihr Links zu Quellen Posten, die erklären, wie man sich die britische Einflussnahme auf die europäische Wirtschaft vorstellen kann?

    Bin da leider recht ahnungslos.

    1. Kalle

      Ich habe da gerade keinen passenden Link zur Hand, aber hier ist zum Beispiel britischer Einfluss beschrieben aus der Sicht derjenigen, die ihn für gut halten:

      http://www.telegraph.co.uk/business/2016/05/17/europes-capital-markets-union-is-lost-without-britains-constrain/

      Eine unregulierte Finanzbranche bringt natürlich auch Korruption epischer Ausmaße mit sich, denn schließlich können Banken ihre gigantischen Finanzwetten besser gewinnen, wenn ihnen bezahlte Politiker dabei helfen.

      Weiterhin ist Britannien Mitglied der fünf Augen, wo Kompromat gesammelt wird, wohl nicht zuletzt, um Einfluss durch Erpressung zu bekommen:

      https://en.wikipedia.org/wiki/Five_Eyes#Domestic_espionage_sharing_controversy

      Weiterhin ist Britannien seit Ewigkeiten bis heute immer wieder die wesentliche Kraft in der EU, die Spannungen mit Russland vorantreibt:

      https://www.rt.com/uk/363631-britain-russia-sanctions-syria/

      Polen und Balten sind zwar ähnlich russophob, doch im Vergleich zu Britannien fehlt es ihnen an Gewicht.

  7. Wie wird sich dann Schottland verhalten? Werden Sie den zweiten Anlauf schaffen um ihrerseits einen Ausstieg aus Großbritannien zu erreichen?

    1. Kurt

      Dass Schottland – und vielleicht sogar Nordirland – das „Vereinigte Königreich“ nach dem Brexit verlässt, um als selbständige Staaten in der EU Mitglied zu sein, kann tatsächlich passieren. Das letzte schottische Unabhängigkeitsreferendum ging nur recht knapp für London aus, und die schottische Ablehnung des Brexit ist sehr groß.

      London sperrt sich zwar gegen ein neues schottisches Unabhängigkeitsreferendum, aber wenn die Schotten wirklich raus aus UK wollen, dürfte es schwer für England werden, sie aufzuhalten. Ähnliches gilt im Grunde auch für Nordirland, wobei da allerdings noch der kaum verheilte Nordirlandkonflikt zu berücksichtigen ist.

      1. Nordirland wird das Vereinigte Königreich keinesfalls verlassen. Die 6 Counties existieren (ohne die fehlenden 3 Counties von Ulster, die zur Irischen Republik gehören) nur aus dem einen Grund, weil die protestantische Mehrheitsbevölkerung unbedingt auf Gedeih und Verderb, auch mit Waffengewalt, zum Englischen Königreich stehen will. Eine biologische Lösung (Erhöhung des irischen Bevölkerungsanteils auf natürlichem Weg bis zur demokratischen Mehrheit) nimmt noch Jahrzehnte in Anspruch. Das irische Geschäftsmodell ist unter den gegenwärtigen Umständen auch nicht in der Lage, den Unionisten attraktiv vorzukommen.
        Der Nordirlandkonflikt ist eigentlich ein Konflikt um Teilhabe. Das kann niemals heilen, außer die Unionisten geben freiwillig Teile der Kontrolle des Staates auf.

  8. So wie die Schweiz mit ihren hunderten bilateralen und multilateralen Abkommen schon lange im Brexit existiert und es immer noch unzählige gibt die glauben man können einfach die Grenzen dicht machen sollte es mal anders kommen. Aber das werden andere Nationen auch tun sollte es den nationalen Eliten an den Kragen gehen.

    Besonders finster wird es werden wenn sich gewisse konservativ nationalistische Ströungen durchsetzen die von sozialen und solidarischen Systemen noch viel weniger halten als die neoliberalen Verfechter es heute tun…

    Sollten es die aufkommenden linken Strömungen nicht schaffen die Arbeiter und Mittelklasse den klassischdn Werten der Arbeiter- und Mittelklasse abziholen dürften sich die Brexitanhänger bald in typischen Leibeigenschaftsverhältnissen wiederfinden… ausgetauscht wird so eine pervers asoziale Globalisierung gegen eine noch asozialere Nationalisierung bei der Münzen, Flaggen, Obrigkeiten, Hymnen, Sprachen und Regionales stärker sind als Aufklärung, Bildung, und liberale Werte wie sie einst den ursprünglichen Liberalen politischen Strömungen Ende des 19 Jahrhunderts eigen war…

    Wichtiger als nationalisierungen sind Selbstverständlichkeiten welche der Arbeiter- und Mitteklasse ohre Wertschötzung und Wohlwollen ind Stolz bringen… anstatt das Joch neoliberaler Märkte und Vorstellungen des Menschen.

  9. Für die EU wäre es besser gewesen die Steueroasen Luxennburg /NL oder Irland hätten die EU verlassen. Aber da hätten sich sofort andere gefunden.

    Das erste nach der Zypernkrise (Schuldenschnitt) sollen ja Briefe aus Frankfurt an die Kunden (Russen) gegangen sein.

    Hörensagen

    1. Ich kenne jemanden, der selbst Geld in Zypern liegen hatte.
      Er erzählte mir, er sei kontaktiert worden, dass man sein Geld – bei Zahlung eines gewissen Prozentsatzes – rechtzeitig sicherstellen könne.
      Er sei allerdings nicht auf dieses Angebot eingegangen und habe dadurch saftige Verluste erlitten.

      1. @Schweigen ist nicht imme

        War ja ein Schuldenschnitt zu Lasten der Einlagen ( Bail In )

        “ ….. saftige Verlust …. “
        Dann muss der aber auch massiv Geld gehabt haben. Die hatten ja Obergrenzen.

        Ich kenne auch einen der dort Geld hatte.
        Der ist hier in DE von Bank zu Bank gefahren und hat überall 1000 EUR abgehoben. In einer Stadt mehrere Banken mehrere Tage immer überall 1000 EUR. Das hat wirklich funktioniert. Verstehe ich bis heute nicht.

        Im wurde auch Hilfe angeboten, er hat sie auch abgelehnt ( woher wieso warum – muss ich nochmal nachfragen ) Aber er hat 100% sofort Nachrichten von deutsch.Banken bekommen ( ob vorher oder nachher kP )

        ————————————

        Das Problem an dem Schnitt war, er hat das restl.Geld erst nach 1 oder 2 Jahren bekommen. Will nix verteidigen aber er hatte das Geld in Zypern wegen Russland Geschäften. Die Russen brauchten Garantien, Garantiebanken waren glaube nur in Zypern.

        Diese Russland-Geschäfte haben „irgendjemand“ nicht gepasst und dann eben das Stopschild mit Geldverlust. Jetzt machen nur die Grossen die Geschäfte dort

        Dumm gelaufen.

        Aber das was wirklich passiert ist,
        hat man den GEZ Hanseln nicht erzählt

  10. Märchen

    Die meisten Märchen zeichnen sich durch eine klare Trennung von guten und bösen Figuren aus.
    Und am Ende geht es gut aus, also „das Gute“ gewinnt“, oder wird belohnt für seine Gutheit, und das böse bestraft (oft drastisch).

    Unter diesen Gesichtspunkten muss sich zeigen, ob der Brexit zum Märchen wird.

    Schon die Identifizierung von Gt und Böse ist nicht so einfach.

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    Die europäischen Statthalter der fünf Augen des globalen US-Empires gehen von selbst. Das angelsächsische Königshaus kann besseren Beziehungen Kontinentaleuropas zu Russland zukünftig nicht mehr im Weg stehen. Die City of London kann Kontinentaleuropa zukünftig nicht mehr mit ihrer neoliberalen Ideologie überziehen.
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    Das wären also die Bösen. Und die bestrafen sich selbst mit dem Austritt?
    Und die Rest-EU sind dann die Guten?

    Ich sehe auch, dass es durch den Brexit eine Chance für Europa gibt. Mit den Briten wären Schritte in die richtige Richtung kaum zu erwarten.

    Andererseits stellt sich beim Rest (der EU- Eliten) eine Wagenburg-Mentalität ein, Helm festzurren, weiter so: wir müssen unsere Politik (nur) besser erklären, „die Menschen mitnehmen“.
    Manche wollen etwas ändern; allerdings in verschiedene Richtungen.

    Man kann vieles an der EU kritisieren; das größte Problem ist der Euro, eine Währungsunion zwischen Hart- und Weichwährungsländern (Frankreich etwa in der Mitte) kann nicht funktionieren, die Preise laufen einfach relativ schnell sehr weit auseinander.

    Der Brexit kann Euro-kritischen Parteien in anderen Ländern Auftrieb geben.
    Allerdings sind die meisten eher „Europa-kritisch“

    Dabei böte eine veränderte EU auch Chancen, die Lebensbedingungen der gemeinen Europäer zu verbessern.
    Nur steht zu befürchten, dass so lange am Euro festgekrallt wird, bis das Ende mit einem ganz großen Knall kommt, dann wird es erst mal ziemlich übel, gerade auch in den Exportfetischismusländern.

    1. andreas

      Das größte Problem der EU ist zweifellos ihr permanenter Expansionsdrang gen Osten, der ein wesentlicher Faktor bei den Kriegen gegen Jugoslawien, in Georgien und in der Ukraine war, aber auch zu den Kriegen in Moldawien und Armenien beigetragen hat. Diese Expansion hatte auch mit deutschen Bestrebungen nach einem deutschen Einflussgebiet zu tun.

      Aber noch stärker waren die Kräfte der angelsächsischen Achse USA-Britannien, die diese Expansion vorangetrieben haben mit dem Ziel, Russland dadurch zu schaden und zu schwächen und Kooperationen der EU mit Russland zu sabotieren. Beim Putsch in der Ukraine wurde das besonders deutlich. Die aggressive Haltung der EU gegen Russland wurde außerhalb der EU von den USA – allen voran die Neocons – und innerhalb der EU insbesondere von Britannien – auch da allen voran zionistische Seilschaften – forciert. Mit dem britischen EU-Austritt stehen einer deutlichen und dauerhaften Verbesserung der Beziehung zu Russland zwar in der EU noch einige Atlantiker, Zionisten, Polen und Balten im Weg, doch die haben ohne Britannien weder genug Gewicht noch eine Alternative, um eine Verbesserung der Beziehung zu Russland und dauerhaften Frieden an der EU-Ostgrenze zu verhindern. Gut und böse sind hier nicht die richtigen Kastegorien. Der Austritt Britanniens verbessert die Möglichkeiten, zu Frieden im Osten zu kommen, ganz erheblich. Das ist der wesentliche Punkt dabei.

      Wenn es darüberhinaus noch zu weiteren positiven Effekten kommt, wie dass die insbesondere von Britannien vorangetriebene neoliberale Ideologie in der EU geschwächt wird, und danach sieht es derzeit aus, dann wäre das natürlich auch nur zu begrüßen. Und wenn sich in Folge des Brexit mit der City of London und Wall Street zwei der Hauptzentren der permanenten westlichen Aggressionskriege gegenseitig auseinandernehmen und so ihre Fähigkeit verringern, weitere Aggressionskriege zu entfesseln, wäre das ein wie Hauptgewinn für den allergrößten Teil der Menschheit.

      1. @Parteibuch

        Deine Worte höre ich wohl, aber mein Gefühl/Einschätzung sagt mir etwas ganz anderes. Die aktuelle deutsche Politik ist doch schlichtweg darauf ausgelegt, nahtlos den Platz den das UK freimacht zu besetzen, das volle Programm. Wenn das Realität wird (die Chancen stehen gut dafür), bleibt auch eine Ostorientierung/Verbesserung der Beziehungen zu Russland ebenso ein Wunschtraum, wie er es jetzt darstellt.
        Die Chancen stehen gut, weil innerhalb der EU gerade versucht wird die Gemeinschaft auf eine gemeinsame Strategie einzuschwören. Es geht zwar vordergründig im verlinkten Artikel um die EU-Schweiz-Beziehungen, interessanter sind aber die Vorgänge innerhalb der EU die zu einer gemeinsamen Strategie führen soll. Die Strategieverabschiedung soll noch vor dem Wahlreigen in diversen Mitgliedsländern und dem Brexit erfolgen.
        Ich glaube kaum das sich Russland mit solchen „Vorgaben“ auf eine stärkere Zusammenarbeit einlassen wird.
        https://www.nzz.ch/schweiz/eu-erklaerung-zur-schweiz-die-institutionelle-frage-rueckt-ins-zentrum-ld.144983

        Die EU selber ist aktuell weniger ein Problem, sondern es ist vielmehr der Euro. Es wird entscheidend davon abhängig sein wer in Frankreich Präsident wird. Macron( weiter so) oder LePen ( die Eurofrag kommt auf den Tisch). Frankreich ist aber für den Euro als „Weltwährung“ entscheidend, da Frankreich ein ganzes „Währungsgebiet“ mit fixer Kursbindung (die früheren Kolonien) beinhaltet.

  11. Durch CETA, welches ja offensichtlich mit allen Mitteln durchgedrückt wird werden die britischen Großbanken und exportorientierten Großunternehmen weiterhin alle Vorteile des EU-Binnenmarktes genießen.

    Man gründet ganz einfach eine kanadische Filiale…..
    Oder sehe ich da etwas falsch?

    p.s. Die Queen ist ja noch immer das kanadische Staatsoberhaupt, wenn ich mich nicht irre..

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