Syrische Armee rückt weiter gen Al Bab vor

Am heutigen Dienstag ist die syrische Armee weiter von Süden her auf die von ISIS-Terroristen beherrschte Großstadt Al Bab östlich der Metropole Aleppo vorgerückt.

In der letzten Nacht hat die syrische Armee ein Dorf und eine Hügelstellung südöstlich von Al Bab eingenommen, womit der letzte Versorgungsweg der ISIS-Terroristen nach Al Bab nun unter Feuerkontrolle der syrischen Armee liegt.

Wie am Nachmittag berichtet wurde, hat die syrische Armee dann auch noch die rund fünf Kilometer südlich von Al Bab gelegene Ortschaft Birat Al Bab eingenommen.

Wie die syrische Nachrichtenagentur SANA heute berichtete, hat die syrische Armee auch an anderen Fronten kleinere Fortschritte im Kampf gegen die Terrorgruppe ISIS erzielt. So hat die syrische Armee etwa den Jabbul-See einige Kilometer weiter südlich von Al Bab und etwas mehr Gelände westlich von Palmyra wieder zurück unter die Kontrolle der Armee gebracht. In der Provinz Idlib erlitt unterdessen die Terrorgruppe Al Kaida einen Rückschlag dadurch, dass ein weiterer ihrer Anführer dort durch eine Drohne eliminiert wurde.

Die internationalen Unterstützer von ISIS und Al Kaida versuchen, derweil, die Niederlagen der Terroristen auf dem Boden durch die verstärkte Verbreitung von zusammengelogener Greuelpropaganda gegen die syrische Regierung zu kompensieren. So hat die unter anderem vom berüchtigten Milliardär George Soros finanzierte britische Propagandaorganisation „Amnesty International“ in der Nacht zum heutigen Dienstag Fake News zum Schüren von Hass auf und Kriegsstimmung gegen die syrische Regierung verbreitet, die dann von den Massenmedien der zionistisch-wahhabitsichen Achse Terrors, darunter die deutsche Tagesschau, weiterverbreitet wurde. Dass die Freunde von Al Kaida damit ihr Ziel erreichen, die US-Regierung dazu zu bewegen, den mit Al Kaida als Speerspitze geführten Terrorkrieg gegen Syrien fortzusetzen, darf unterdessen bezweifelt werden. Der neugewählte US-Präsident Donald Trump hatte schließlich schon im Wahlkampf klargemacht, dass er weder die Terrorgruppe Al Kaida noch ihren Unterstützer George Soros und seine zahlreichen Lügenorganisationen leiden kann.

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44 Gedanken zu “Syrische Armee rückt weiter gen Al Bab vor

  1. @PB
    „Dass die Freunde von Al Kaida damit ihr Ziel erreichen, die US-Regierung dazu zu bewegen, den mit Al Kaida als Speerspitze geführten Terrorkrieg gegen Syrien fortzusetzen, darf unterdessen bezweifelt werden. “

    .

    🙂 Daran sind wir nicht ganz „unschuldig“.

  2. Die verzweifelten Versuche der Öffentlichkeit weiter Sand in die Augen zu streuen mit diesen Meldungen sind zu erwarten gewesen. Weiß Parteibuch etwas dazu ob sich die Türkisch unterstützen/kontrollierten Rebellen sich zurückziehn werden ?
    Oder wartet auf die reguläre Syrische Armee die nächste Front?

    1. Anna

      Es sieht alles danach aus, dass es eine genaue geografische russische Absprache mit der Türkei gibt, wer erst mal was da in der Gegend kontrollieren wird. Bislang sieht es auch danach aus, als ob die Türkei und ihre Proxies sich daran halten. Nur wo genau die Zonengrenzen in Bezug auf Al Bab sind, weiß ich nicht.

      Es geht aber seit einigen Wochen das Gerücht, dass Al Bab an die syrische Armee gehen soll und auch militärisch scheint sich die Lage zunehmend in die Richtung zu bewegen. Die Türkei und ihre Proxies haben Al Bab schon vor einiger Zeit erreicht, aber sie gehen nicht rein, und warten offenbar auf das Vorrücken der syrischen Armee im Süden von Al Bab.

      1. Reingegangen sind sie schon, sogar mehrmals, sie wurden nur jedesmal wieder von ISIS herausgeworfen. Ich nehme aber an, dass der neue Großangriff der letzte Nacht begonnen hat, erfolgreicher sein wird. ISIS muss seitdem erhebliche Verluste erlitten haben, und mit fast gekappten Verbindungslinien wird die Lage allmählich kritisch.

      2. Es gab das Gerücht, das die Autobahn die Grenze sein solle, nur al Bab läge dann auf türkischer Seite. Im Südwesten gibt es unterschiedliche Karten, wahrscheinlich wird man sich da daran halten und im Nordwesten sind die Türken drüber, aber das wohl schon vor der Abmachung.

        Die Frage ist nur, welchen Sinn macht die Eroberung von Al Bab durch die SAA? Die Kräfte sind im Kessel gebunden. Für die SAA ware es wichtiger mehr Kräfte zu binden um so Deier Azor zu entlasten und AlBab wurde ja schon seit mehreren Monaten zur Festung ausgebaut, d.h. die Eroberung wird blutig. Und die Türken erleben wohl östlich von AlBab, das ISIS bereit ist, Widerstand zu leisten.

        Bis zur Autobahn ran und dann sich um andere Probleme kümmern, aber wie bekannt, die SAA macht meist das Gegenteil, was ich schreibe…..

      3. @Lutz
        Aus meiner Sicht erfüllt das Vorrücken der SAA auf Al-Bab mehrere Ziele.
        A) die Vervollständigung des kurdischen „Korridors“ unter dem Schutzmantel der syrischen Regierung
        B) Defintive Kontrolle allfälliger Verbindungen IS-Türkei
        C) Begrenzung des Euphrat schildes, da dessen politische Zukunft alles andere als klar ist.

        AL-Bab wird vermutlich an die SAA gehen. Aktuelle versuchen die Türken und ihre Proxis es wieder einmal die Stadt einzunehmen, aber seit Wochen sind sie nicht in der Lage die wesentlich kleinere Stadt Quabasin einzunehmen, respektive werden immer wieder vertrieben. Das nebenbei noch einige türkische Leopards vernichtet und in Einzefällen an den IS- gefallen sind, dürfte die Unterstützung durch die türkische Armee auf internationalen Druck hin, erheblich eingeschränkt haben.

      4. MAK
        „A) die Vervollständigung des kurdischen „Korridors“ unter dem Schutzmantel der syrischen Regierung“

        Syrien braucht eher verträgliche Beziehungen und wie sie wissen nicht, was die Kurden in Gesamtheit wollen und es dürfte auch nicht klar sein, ob der Korridor gut für ein einheitliches Syrien ist. Deshalb bin ich nicht sicher ob die Loyalisten diesen Korridor wollen.

        „B) Defintive Kontrolle allfälliger Verbindungen IS-Türkei“

        Eine definitive Kontrolle wird es nicht geben und warum muß es gerade Al Bab sein?

        „C) Begrenzung des Euphrat schildes, da dessen politische Zukunft alles andere als klar ist.“

        Sicher ein Grund, aber wohl eher ein Schutz der Stadt Aleppo.
        Aber ein nicht zu unterschätzender Grund die Schnellstraße. Immerhin eine wichtige Verbindung zu den Enklaven in Nordostsyrien bis hin in den Iran….

        Und nicht zu unterschätzen, das der ISIS-Angriff auf Palmyra und vor allem Deier Azor das provoziert hat.

        „AL-Bab wird vermutlich an die SAA gehen.“
        Ideal wäre es wohl, wenn es an die Kurden gehen würde, sie hätten einen Platz für die Verwaltung der Gebietes westlich des Euphrats – egal im Syrischen Verbund oder in einem kurdischen Verbunds

  3. Al Bab werden Türke befreien. SAA wird noch Tadef annehmen und dann geht zu Deir Hafer. Dadurch werden Türken verunmöglichen weiter südlich vorzurücken und SAA darf ruhig zu Euphrat vorstossen. Ich rechne mit einen Türkische Angriff auf Manbij. Euphrat wird Einfluss Grenze zwischen Russland-SAA, Türken- Türkmenen, und USA- Kurden.

    1. Jetzt, wo die Türken in Al Bab einmarschieren dürfte die Eroberung von Teilen von Al Bab durch die SAA definitiv keinen Sinn machen. Eine geteilte Stadt ist schlecht für die Bevölkerung. Damit kann man Zgvaca wohl nur Zustimmen. Ob erst Euphrat (Wasserversorgung für Aleppo) oder erst Deier Hafer ist zweitrangig.

      Interessant vielleicht noch was Kurden jetzt machen (Al Bab nördlich umgehen???)

      1. Kurden werden sich nicht trauen Al Bab nördlich umgehen. Sie haben genug sorgen mit Erdogan in Al Bab. Kurden haben sich wieder schlechte Allierte ausgesucht. Jetzt opfern sie sich für Raqqa, ein Stadt in welchen Kurden nicht leben. Frontlinie welche Kurden halten gehen in Westen durch nicht kurdische Dörfer. Diese Linie zu halten wird sehr schwirig. Wahrscheinlich wird USA Druck ausüben und Kurden werden sich hinter Euphrat ziehen. In Manbij wird Erdogan einmarschieren und kurdische Gebiete westlich von Euphrat werden von FSA übernommen. SAA wird rest südlicher übernehmen. Dann wird eine neue Jalta stattfinden, wo Assad viel weniger Macht haben wird. Was in Idlib passiert ist noch fraglich. Wahrscheinlich wird Erdogan alle nicht Nusra Milizen in seinen Euphrat Schild integrieren und SAA wird freie Bahn bekommen um Idlib zu reumen. Aber Turkmenischen Dörfer werden gewisse Zugestädnisse bekommen.

      2. Wie sollte es dann mit den Gebieten östlich des Euphrats weitergehen, wenn sie die Kurden nicht halten können, ISIS ist wohl auf dem absteigenden Ast, zur SAA werden die örtlichen Kämpfer auch nicht wollen und Kleinstgebiete machen keinen Sinn….
        So bald die Kurden militärisch zu Ruhe kommen, werden wohl die interne Konflikte ausbrechen. Dies könnte jetzt bald sein, wenn es der Türkei gelingt in Al Bab den kompletten kurdischen Korridor zu verhindern.
        Sollte es der Türkei gelingen die USA-Kurden zurück über den Euphrat zu treiben, würde das wohl 2 was bedeuten.
        Die Kurden würden gespalten in Syrien in USA-Kurden und die Kurden, die unter Schutz der SAA stehen.
        Aber auch Syrien würde endgültig gespalten, getrennt am Euphrat

  4. Die M4 könnte eine „natürliche“ Grenze im Raum Al Bab bilden, die verläuft zwischen Al Bab und Tadef.

    Andererseits sieht es so aus, dass ISIS die Stadt nicht einfach aufgibt,trotz de inzwischen monatelangen Dauerbeschusses, der dort alles in Schutt und Asche gelegt hat.

    Ein Häuserkampf ist unangenehm und verlustreich, um so mehr gegen einen Gegner, bei dem quasi jeder als Selbstmörder unterwegs ist.
    Und die Türken haben sich bisher nicht sonderlich erfolgreich gegen ISIS gezeigt, gemessen an den Möglichkeiten; von den Proxys ganz zu schweigen.

    Also wenn es keine Garantien von Russland gibt,dass sie dort länger bleiben können, werden sie keine Lust verspüren, dort richtig reinzugehen.

    Derzeit sieht es ja danach aus, dass der Ring um die Stadt zugezogen und dann immer enger wird; vielleicht „spaziert“ man dann eines Tages einfach hinein.

    Nach „meinem Plan“ hätten sie die Türken nicht so tief ins Land lassen sollen; andererseits hat man sie jetzt im Boot, die Unterstützung für die Rebellen ist deutlich zurückgegangen.

    Ob die Türken nun wirklich nach Manbic gehen?
    Trump macht offenbar mit Obamas SDF-Politik weiter, die kriegen immer bessere Waffen, und rücken auch ziemlich schnell gegen ISIS vor, im Raum Raqqa.

    Könnte da natürlich auch schon längst eine Karte existieren.

  5. Die SAA wird duch die Einkesselung von Al Bab verhindern, daß der IS seine Kämpfer verlegen kann. Wer Al Bab letztlich befreit ist dann zweitrangig, aber am wahrscheinlichsten ist es wie vom Parteibuch beschrieben.
    By the way Givi wurde ermordet.

    1. Antares

      Ja, habe ich schon gehört, grässlich. RIP Givi.

      Es ist sehr klar, dass die ukrainische Junta auch durch inzwischen mehrere gezielte Morde gegen die Helden der DVR/LVR versucht, den Krieg wieder neu in Gang zu bekommen, um so USA und EU zu mehr Unterstützung der Ruine zu zwingen.

      Putin ist da dringend gefordert, dafür zu sorgen, dass da schnellstens ein Stöpsel draufkommt.

  6. Wahl in Frankreich

    Fillon wurde mit der Aufdeckung des Skandals erst mal abgeschossen (es zeigt aber auch deutlich, was „konservative Werte“ bedeuten, wenn man Frau und Kinder mit Scheinverträgen für eine knappe Million ausstattet), sieht nicht so aus, als ob er sich davon erholen kann.

    In der „sozialistischen“ Partei gibt es tatsächlich jemanden mit linken Ideen, der sich in der Vorwahl durchgesetzt hat gegen den „New Labour“-Flügel.
    Die Ideen könnten gut funktionieren: aber nur, wenn man aus dem Euro austritt.

    Derzeit sieht es so aus, als ob der Macron in die Stichwahl kommt, und diese dann auch gewinnt gegen Le Pen.

    Der labert von Aufbruch und blah; steht allerdings für ein nahezu vollständiges Weiter so!.

    Sinngemäßes Zitat aus seiner Rede (lief gerade im Fernsehen): „Die USA verlassen unter Trump ihre natürliche Aufgabe, mit uns gemeinsam für Ordnung in der Welt zu sorgen“.

    Da bleiben keine Fragen offen; wird allerdings als frische unverbrauchte Kraft verkauft.

    1. andreas

      Der Kandidat der PS, Benoît Hamon, ist offensichtlich ein falscher Fuffziger, also ähnlich wie Francois Hollande, nur vermutlich noch schlimmer.

      Er nutzt zwar gern innenpolitisch „linke“ Rhetorik und ein innenpolitisch „links“ angestrichenes Programm, gehört aber klar zur zionistisch-wahhabtischen Achse des imperialistischen Terrors. Bezüglich Syrien scheint seine „linke“ Kritik am Establishment vor allem darauf hinauszulaufen, dass Präsident Hollande den Krieg gegen Syrien nicht energisch genug vorantreibt:

      http://lelab.europe1.fr/syrie-lui-president-benoit-hamon-irait-a-alep-comme-mitterrand-a-sarajevo-2922620

      1. Das kleinste Übel in Frankreich ist Le Pen. Ich hoffe dass sie gewinnt und auf den Frexit.

    2. Ja die franz. Sozialisten haben erkannt, das, wenn alle nach rechts strömen auf der linken Seite viel Platz wird. Die dt. tummeln sich lieber da, wo sich alle tummeln…..

    3. PS und die weiteren linken Gruppierungen kanibalisieren sich derzeit gerade selber.

      Macron wird zwar von den Medien hochgejazzt, geniesst aber nur bescheidenen Rückhalt ausserhalb der Städte. Die Massenproteste und Tankstellenblokierungen sowie Nuit-debout waren direkte Folgen von Macrons Arbeit als Wirtschaftsminister unter Hollande. Dieses Gesetz heisst nicht umsonst Loi Macron (Gesetz Macron).
      Sein Steuerskandal bei der Reichensteuer, konnte er gerade noch mit einer Nachzahlung regeln. Inzwischen ist Abschaffung der Reichensteuer ((ab 1,3 Mio. Vermögen) teil seiner Wahlversprechen. Sein agestrebtes Ziel der Flexibilisierung der 35-Stundenwoche hat er auch schon wieder kassiert, weil sie negativ ausfallen würde für die Mehrheit seiner zahlreichen, jüngeren Anhänger.

      Laut meiner Nachbarin, einer Französin aus dem Süden, herrscht in Frankreich ein ähnliches Stadt-Landgefälle wie in den USA, verstärkt durch die Regionenreform die per 1.1.2016 in kraft trat. Die Regionen sind der verlängerte Arm Paris, die über die Verteilung der Gelder bestimmen. Da die Reform vorallem die ländlichen Gebiete betroffen hat, ist der Wunsch nach einer Veränderung gross. Le Pen präsentiert Wahlprogramm, das erhebliche soziale Anliegen beinhaltet die ganz in der Tradition Frankreichs stehen.
      Die aktuellen Umstände in Frankreich könnten Le Pen durchaus zur Präsidentschaft tragen. De facto wird sie dasselbe Problem haben wie Macron, bei der späteren Parlamnetswahl kaum eine ausreichende Hausmacht zu erringen.

  7. Die Stadt Al Bab, sieht ja mal wieder, nach einem perfekten Russischen Kessel aus.
    *** durch eine Drohne eliminiert wurde ***
    In sicherer Erwartung, eines Welt Tribunal, über IHREN Krieg, gegen das Syrische Volk, beseitigen die USA, immer mehr Zeugen. Aber bei dem Tribunal, werden genauso wie in Nürnberg, noch reichlich Zeugen da sein, sie werden der Gerechtigkeit, nicht Entgehen können.

    1. Nürnberg, das Kriegsverbrechertribunal, war reine Siegerjustiz. Das saß kein amerikanischer Kriegsverbrecher auf der Anklagebank. Das würde diesmal wieder genau so ablaufen.
      „Die Nürnberger hängen keinen, sie hätten ihn denn bevor.“

  8. Man sollte in Al-Bab den IS und die türkischen Proxys sich gegeneinander abkämpfen lassen. Es würde reichen Tadif zu nehmen. Al-Bab ist keine hunderte toten Loyalisten wert.

  9. #Propagandaorganisation „Amnesty International“

    Hinter die Kulissen von AI zu blicken, ist wirklich eine große Ent-Täuschung. Was habe ich AI früher geschätzt! Diese Einseitigkeit von AI nervt nur noch, gleichwohl ich Assad nicht für den Gipfel der Humanität halte.

    Die AI-Propaganda erinnert auch an die 3-Busse-Aktion in Dresden gegen Aleppo.

    Man muss es sich immer wieder einbläuen und mit Trump fragen: Warum ist ISIS nicht schon längst besiegt?

    Warum war und ist dem Westen Aleppo wichtiger als ISIS? Assad hat uns nicht auf dem Berliner Breitscheidplatz angegriffen!

    1. Meier

      Ich glaube, Amnesty war einmal eine der erfolgreichsten Propagandawaffen, die in der Weltgeschichte je entwickelt wurden. Dass Amnesty mit ihrer Lügenpropaganda so erfolgreich war, lag auch daran, dass Amnesty eine Art Polizeifunktion im westlichen Empire ausgeübt hat und ungehorsame Lakaien des Empires ebenso wegen angeblichen und echten Menschenrechtsverstößen auf die Knie gebracht hat wie geopolitische Gegner. Durch die mit dieser Masche erlangte Glaubwürdigkeit hat Amnesty ganze Generationen von Aktivisten, die wirklich etwas zum Besseren auf der Welt verändern wollten, in die Irre geführt. In gewisser Weise ist das ein bisschen so, wie Sendungen wie Monitor und Panorama der öffentlich-rechtlichen Hetzerei seit Jahrzehnten Glaubwürdigkeit verleihen, sodass viele Menschen die massenmörderische Agenda hinter der staatlichen deutschen Propaganda nicht erkennen.

      Dabei hätten bei Amnesty eigentlich bei jedem interessierten Menschen spätestens seit dem ersten Golfkrieg alle Lampen angehen müssen, wo aufgeflogen war, dass Amnesty der gemeinsam von CIA & Hill Knowlton erschaffenen Brutkastenlüge die zur Kriegsakzeptanz dringend benötigte Glaubwürdigkeit verschafft hatte. Schaut man genauer hin, hat Amnesty eigentlich praktisch jedem Krieg des Empires propagandistische Deckung verschafft, und obendrein noch dem ICC-Tribunal zur Aburteilung der Opfer.

      Insofern können wir uns geradezu glücklich schätzen, dass Amnesty sich nun so entblößt hat, dass die Tarnung fast völlig verloren gegangen ist. Was allerdings unbedingt noch zu tun ist, ist die Bevölkerung in der Breite darüber aufzuklären, wie die von Amnesty bis dato angewendete Propagandamasche funktioniert, weil die Masche sonst erneut angewendet werden kann.

      1. Das NGOs eine negative Rolle im Auftrag von gerade dem Goverment spielen und eher von GOs zu sprechen wäre, war bekannt. Das die Konrad-Adenauer-Stiftung da seine Aufgaben hat, hat man erwartet. Das Caritas und Ärzte ohne Grenzen da Ihre Funktion haben, war nicht zu vermuten. Aber man hat in Syrien wohl das komplette Programm gefahren, so dass man jetzt versteht, wieso Staaten NGOs nicht wollen. Da wohl jetzt alle anderen NGOs verbraucht sind, hat man AI entblößt.

        Das heißt wohl: Der Kapitalismus fährt sein letztes Aufgebot auf….

      2. @pb

        Danke für die Rückmeldung.

        „Durch die mit dieser Masche erlangte Glaubwürdigkeit hat Amnesty ganze Generationen von Aktivisten, die wirklich etwas zum Besseren auf der Welt verändern wollten, in die Irre geführt.“

        Ja, so ist es. Das ist ja das Perverse. Jeder kann auf der deutschen Seite von AI nach dem Stichwort „Syrien“ schauen – und wird feststellen, wie absolut (!) einseitig die Berichte sind. Wie schon gesagt: Mir ist bewusst, dass Syrien und Assad nicht die Demokratie-Vorbilder dieser Welt sind. Womöglich wird man auch Fälle bestätigen müssen, die AI jetzt auf 13.000 hochrechnet. Gleichwohl ist und bleibt der einseitige Propaganda-Vorwurf. Und das ist wirklich eine perverse Nummer. Da gibt man sich als Menschenrechtsorganisation, die die Welt im Blick hat, erwähnt dann ab und an auch die böse CIA, aber das ist alles nur Ablenkung, weil nicht die CIA in Syrien betrachtet wird, sondern anderswo, so dass bei den Gutgläubigen und Weltverbesserern der Eindruck entsteht, dass AIs Betrachtung Syriens völlig stimmig ist.

        Das Schlimme ist, dass die Menschen, die sich für das Gute in sich, in anderen Menschen, in der Welt einsetzten und dabei auf Organisationen wie AI setzen bisweilen völlig das Vertrauen verlieren, wenn sie die Umstände und Hintergründe mitbekommen – und sich dann nur noch angewidert ins Private zurückziehen oder allen Idealismus über Bord werfen …

        … oder mit dem Parteibuch weiter und an anderer Stelle für eine bessere Welt kämpfen 😉

        Beste Grüße!

    2. Lutz

      Vor einigen Jahren haben die Unterstützer quasi-staatlicher westlicher NGOs mal den Begriff GONGO etabliert, um damit missliebige chinesische, russische usw NGOs zu diffamieren, etwa wie heute westliche Lügenmedien, die unter anderem irakische Massenvernichtungswaffen propagiert haben, alternative Medien als Fake News beschimpfen. Siehe etwa:

      https://de.wikipedia.org/wiki/GONGO

      Der vom Westen propagandierte Begriff GONGO trifft dabei in Wirklichkeit auf nahezu sämtliche westliche NGOs zu, ähnlich wie der vom Westen propagandierte Begriff Fake News in Wirklichkeit die westlichen Medien recht zutreffend charakterisiert.

  10. In meiner Stadt Homs hat die syrische Luftwaffe heute den von Rebellengruppen besetzten Stadtteil Al Waer bearbeitet und einige Rebellen getötet (die Zahl schwankt je nach Informationsquelle zwischen 8 und 13).
    Nach einer relativ langen Zeit der Ruhe wurde das am heutigen Mittwoch notwendig, da aus diesem Stadtteil wieder Haun-Geschoße in den Rest der Stadt abgefeuert wurden.
    Im Rahmen einee vor Monaten angedachten „Versöhnungsaktion“ legten mehr als 300 Bewaffnete ihre Waffen nieder. Ein Rest von schätzungsweise 2000-3000 Kämpfern soll sich aber noch in Al Waer aufhalten.
    Bin mal gespannt wie das weitere Procedere sein wird. Solche Glutherde gibt es im Land auch noch woanders. Hier muss peu a peu der Löschdienst ausrücken…

    1. kaumi

      >>>
      In meiner Stadt Homs
      >>>

      Ich nehme an du bist gerade nicht dort? Hast aber noch gute Kontakte?

      Mich würde sehr interessieren, wie so eine Versöhnungsvereinbarung konkret vor Ort aussieht.
      Rücken dann Sicherheitskräfte der Regierung als Polizei ein?
      Oder übernehmen dass die „geklärten“ Kämpfer, also die Einheimischen?

      Müssen alle Nichteinheimischen raus?

      1. Hallo Andreas,

        nein, ich bin nicht in Syrien. Habe aber viele Verwandte und Freunde noch vor Ort.
        Eine „Versöhnungskommission“ verhandelt mit „Rebellenunterhändler“ die Niederlegung der Waffen und das weitere Procedere.
        Nicht ins Programm aufgenommen werden Kämpfer, die, so die offizielle syrische Verlautbarung, „Blut an den Händen haben“. Wenn das nicht der Fall ist, dürfen sie im Grunde samt ihrer Familien ihr altes Leben wiederhaben und sind frei in der Entscheidung, wegzuziehen oder dazubleiben.
        Anders verhält es sich mit den bösen Jungs: Die können, wenn es der syrischen Regierung passt, über einen Abtransport verhandeln, werden dann aber an neuer Location weiter wie Terroristen behandelt und bekämpft (siehe z.B. grüne Busse in Aleppo).
        Die in Homs, Al Waer, verbliebenen Deppen sind zum größten Teil – so wie in Rastan – Terroristen. Hier wird die maximale Verhandlungsposition also ein Abtransport aus der Region sein, um der Zivilbevölkerung weiteres Leid zu ersparen.

      2. @kaumi

        „… Nicht ins Programm aufgenommen werden Kämpfer …“

        Das bedeutet man prüft 100% die Identität der „Kämpfer“ die am Programm teilnehmen wollen. Wie ist das mit den anderen ? Die nicht am Programm teilnehmen. Gibt es da auch eine Identitätsprüfung zB an den grünen Bussen ?

        Was mich extrem interessiert sind die % In- und Auslands-Söldner

        Ich verstehe nicht warum diese Zahlen nicht veröffentlicht werden.

        zB
        in Aleppo x% aus Syrien / x% aus xxxx / x% aus yyy / usw
        davon wollten soviele am Programm teilnehmen die anderen % nach … transportiert werden usw.

        Die Zahlen sind doch mediales Gold, egal wie die ausfallen.
        kann mir nicht vorstellen, dass das Verhältnis ( Aussteiger / Söldner ) so schlecht ist. Aber selbst 1 Aussteiger rettet Leben

      3. @sr

        Deine Frage ob es eine identitätsprüfung vor der Evakuierung gibt.

        : JA die gibt es und die ist sehr zuverlässig.

        Erklärung dazu:
        Da der syrische Staat Gott sei Dank intakt geblieben ist, konnten Menschen in Rebellen Gebieten weiterhin Anzeigen gegen Personen stellen die ihre Bekannten, Freunden, Familien auf dem Gewissen haben. Zwar waren diese Täter nicht zu Fassen und außer Reichweite, aber trotzdem hatte der Geheimdienst seine Datenbank erstellt mit den Namen der Verbrecher. Am Checkpoint angekommen müssen sich Regierungsgegener ausweisen. Es wird geschaut ob diese Gräueltaten begangen hat oder nicht. Wenn jemand nicht erkenntlich ist aufgrund von fehlenden Ausweisen, dann wird anders verfahren.

        Der Kampfgeist der Terroristen ist inzwischen so weit unten, dass ihre Lust zu kämpfen und zu sterben total verloren gegangen ist. Das Parteibuch sprach oft über die Absichten der Terroristen einfach nur nach Europa zu Mama Merkel zu kommen.

      4. @sr

        Vieles, was und wie es in Syrien passiert, ist für einen Aussenstehenden, zumal Abendländler, schwer zu verstehen.
        Die großen bösen Fische und die „Leuchtmasse“ ist bereits sehr früh per Namen und Staatsangehörigkeit bekannt. Dazu kommt die „investigative“ Arbeit der SAA und deren Alliierter. Es werden Rebellen gefangen genommen (Vitalinformation), es werden Rebellen getötet, das Material, welches in deren Handys gesichert und gesichtet wird, ist wahres Informationsgold.
        Die syrische Mukhabarat ist ja nicht zerfallen. Viele Mitarbeiter des syrischen Geheimdienstes verrichten weiterhin „auf der anderen Seite“ ihre Arbeit. Aber auch die Zahl der Doppelagenten hat zugenommen.

        Eine konkrete mediale Ausschlachtung des Ausländeranteils ist nicht so einfach. Die Fluktuation über die Grenzen der Türkei, Jordaniens, des Irak, des Libanon und auch Israels ist atemberaubend.
        Das syrische Fernsehen bringt aber dauernd und regelmäßig Beiträge von der Front, in denen der sehr hohe Anteil der nichtsyrischen Söldner faktisch dargelegt wird. Auch Interviews (Verhöre) mit gefangen genommenen Ausländern werden regelmäßig per TV gesendet. Dem Syrer im Allgemeinen muss die ausländische Infiltartion und die Bestätigung dessen seit Beginn der Unruhen nicht mehr dargelegt werden. Wenn du im Sommer 2011 in der Umgebung von Hama oder Homs an einen der zahllosen Checkpoints angehalten wurdest, an dem diese Kolonialflagge (die grüne Revolutionsfahne) wehte, dann wurdest du von Schlitzaugen kontrolliert, die einen syrischen Übersetzter dabei haben mussten, um überhaupt mit den Einwohnern in Kommunikation treten konnten…

        Das Interessante ist ja, dass die syrische Bevölkerung schon zu sehr früher Zeit gecheckt hatte, was im Land abläuft und daher der Rückhalt für die bestehenden Institutionen, der Infrastruktur und der SAA zu keiner Zeit ernsthaft in Gefahr geraten war. Nur die „Freunde Syriens“ haben es nicht gesehen, denn sie waren ja das Regisseurenteam dieses Schmierentheaters, das Hunderttausenden in Syrien das Leben gekostet hat.

  11. Liebe Parteibuch
    Eine kleine Notiz am Randen von Ereignissen in Syrien. Heute hat SAA See Jaboul gesichert. Endlich ist SAA an ostliche Ufer gekommen. Ich habe gerade auf Google Earth geschaut, und dort ostlicher liegt weit und breit kein grösse Dorf oder Siedlung. das wäre eine gute Gelegenheit für nächste grösse Ofensive? Mit etwa 10-15000 Soldaten wagen an Assad See zu kommen. Dadurch wird Deir Hafer abgeschnitten und gesamte Deir Hafer Plato eigentlich besiegt. IS in Al Bab wird gezwungen bis letzte Mann in Al Bab zu kämpfen und Rest wird versuchen zu Raqqa zu flüchten. Maskaneh Plato wäre dann leicht zu nehmen und gesamte Front von IS zestört. Dann wird SAA vor Tabqa Toren stehen. Es ist nur fraglich, ob SAA so starke Einheiten durch Salzige Düne versenden kann?

    1. zgvaca

      Da glaube ich nicht dran.

      Die geopolitischen Umstände sind günstig und die SAA kann deshalb viel erfolgreicher sein, wenn sie nun im Wesentlichen Opportunitätsgewinne mitnimmt. Die SAA hat in den letzten Jahren mehr als genug schwere Offensiven geführt, von denen Dritte profitiert haben, jetzt mögen die Dritten auch mal dran sein, schwere Offensiven zu führen, von denen die SAA profitiert, während die SAA gleichzeitig Wunden leckt und neue Stärke aufbaut.

      1. 🙂 Bingo.

        „Die geopolitischen Umstände sind günstig und die SAA kann deshalb viel erfolgreicher sein, wenn sie nun im Wesentlichen Opportunitätsgewinne mitnimmt. Die SAA hat in den letzten Jahren mehr als genug schwere Offensiven geführt, von denen Dritte profitiert haben, jetzt mögen die Dritten auch mal dran sein, schwere Offensiven zu führen, von denen die SAA profitiert, während die SAA gleichzeitig Wunden leckt und neue Stärke aufbaut.“

    2. @zgvaga

      „IS in Al Bab wird gezwungen bis letzte Mann in Al Bab zu kämpfen und Rest wird versuchen zu Raqqa zu flüchten.“

      Solche Märtyrer sind die Jungs vom IS nicht. Sobald die Situation auswegslos geworden ist, ziehen sich die Brüder sang- und klanglos zurück. Deren Führung denkt miltärisch und versucht daher wie jede Miltärführung überflüssige Verluste zu vermeiden – siehe z.B. Palmyra. Ich vermute, in Kürze ist Al Bab ohne größerere miltärische Anstrengungen befreit. Einzig die Frage von wem, bleibt offen.

      Ein großes Fragezeichen setze ich allerdings hinter der Türkei. Dort kämpfen also reguläre türkische Truppen zusammen mit IS-verwandten Jihadisten gegen ihre Glaubensbrüder. Speziell die Rein-Raus-Spielchen sind mir in den vergangenen Wochen übel aufgestoßen. Zuvor haben diese Rein-Raus-Spielchen dazu gedient, um dem IS getarnt Waffen und Munition zukommen zu lassen. Ich frage mich, warum sollte es diesmal bei der ES-Offensive anders sein? Zumal die Waffenbrüder des türkischen Militars aufgrund ihrer religiös-ideologischen Linie die denkbar ungünstigsten Gegner für den IS darstellen.

      Weiterhin glaube ich, daß die Erfolge von IS gegen die Türkei / Euphrat Shield und die Verluste der Türkei durch den IS überbewertet werden. Wer der IS-Propaganda uneingeschränkt glaubt, der sollte auch der Tagesschau Glauben schenken. Ich glaube auch nicht daran, dass die größte Armee Nato-Europas Probleme damit hätte, ein Städtchen wie Al Bab einzunehmen. Das türkische Militär ist ausgeruht und vom Material her haushoch dem IS überlegen. Unerfahrenheit gegenüber den IS-Kampftechniken lasse ich dabei nicht gelten, zumal radikal islamistische Söldner an der Seite der Türkei kämpfen. Womöglich wieder ein Scheinkrieg der Türkei gegen den IS, wie wir ihn aus dem letzten Jahr zu genüge aus Nord Aleppo (Land) kennen? Mir kommt es fast so vor. Glaubhafte Bilder und Videos, wie ich sie von SAA-Fronten kenne, sind mir von türkischer Seite oder von IS in Al Bab noch nicht begegnet. Ein eroberter Leopard überzeugt mich genauso wenig, wie die Meldung von ein paar gefallener türkischer gefallener Soldaten, die man jeweils mit einer Hand abzählen kann. Der IS würde doch jeden größeren Erfolg bis zum geht nicht mehr medial ausschlachten.

      Schließlich und zuletzt stelle ich mir die Frage, wie und von woher sich der IS aktuell weiterhin versorgt. Woher kommen die Waffen, Lebensmittel, neue Rekruten usw.? Wer kauft das Öl? Von dem Maps her ist die Grenze zum Hauptversorger- und Abnehmerstaat Türkei total dicht. Ich kann mir jetzt aber nicht vorstellen, dass es Erdogan gelungen sei, seine windigen türkischen Geschäftspartner und Schlepper, die regen Verkehr mit dem IS unterhielten, auf Nulldiät zu setzen. Profit kennt keine Moral. Wie kann ein wahabitisch-zonistischer IS-Sponsor heute noch Güter in das syrische Kerngebiet des IS schmuggeln? Die Grenzen zu Jordanien und Libanon dürften inzwischen ziemlich unsicher sein und der Weg von dort in das syrische IS-Kalifat ist weit und holprig. So bleiben eigentlich nur der Irak für Restbestände / Umsiedler und die Türkei mit den altbewährten Kanälen für Neuwaren übrig. Sollten Letzere tatsächlich weggebrochen sein – was ich wie gesagt nicht glaube – dürfte der Schrumpfungsprozess von Daesh in Syrien bald an rasanter Fahrt zunehmen.

      1. IS und türkische Proxys spielen doch shon lange ein Ping-Pong-Spiel ohne sich gegenseitig weh zu tun. So lange die Proxis einen Fuss in Al Bab haben, stört es doch keinen, wenn sie weiter auf Zeit spielen. Beide Seiten bekommen Ihren Sold, man kennt die andere Seite und keinem wird ersthaft was passieren, es sei den, man schickt paar Drohnen.
        Die SAA ist froh, das die Terroristen ein schönes Leben haben und so als Gegner ausfallen
        Und wenn mal wirklich der Befehl kommt, Klarheiten zu schaffen, wird es ja keine grünen Busse geben. IS wird durch die Frontlinie sickern und dann wird Schluss sein in Al Bab.
        Ich sehe da nichts spektakuleres, außer das die Fake-News-Macher großes Geheule anstiften werden und Millionen an die armen Flüchtlinge fließen werden.

  12. Es stimmt, die SAA sollte Opportunitätsgewinne mitnehmen und Stärke aufbauen. Daher wünsche ich den großartigen Tiger Forces nicht, dass sie im Strassenkampf in AL Bab verheizt werden, nur damit die Türken das nicht bekommen. Genauso ist es mit Tabka.
    Es ist eine großartige Leistung der russischen Außenpolitik, die Türkei aus der Achse der westlichen Kriegstreiber-Wertegemeinschaft herauszulösen und die Friedensverhandlungen für Syrien mit der Türkei und dem Iran zu führen.
    Ganz ohne Zugeständnisse an die Türkei kann das aber nicht funktionieren, deswegen sehe ich die Türkei im Moment nicht als Hauptgegner.

    Gleiches gilt für die YPG/SDF. Die YPG wird nicht so dumm sein, sich
    für andere im Kampf um AL Raqqa ausbluten zu lassen und gleichzeitig Manbidsch aufzugeben.

    Ich meine die wirklich wichtige aber auch sehr schwere Aufgabe für die SAA
    wird die Bekämpfung des IS in seinem Kernland, den Wüstengebieten
    zwischen Jaboul See , Palmyra und Deir Ezz Sour. Es müßte zur Unterstützung für die dortigen tapferen Einheiten doch möglich sein, eine Nachschubroute aufzubauen.

    Sollte es später, wie hier verschiedentlich angedeutet, eine Art Jalta Konferenz geben, dann wird der Besitz von Deir Ezz Sour über den ganzen Osten
    und die Anbindung in den Irak entscheiden. Und genau den wollen die zionistisch wahabitischen Kriegstreiber unbedingt für sich haben, wie sich in der Vergangenheit immmer wieder mit Angriffen auf die SAA in Deir Ezz Sour gezeigt hat.

    Vielleicht gelingt es der SAA dann ja auch, dem IS einige von den schnellen ,
    gespendeten Toyota Geländewagen Pick Ups abzunehmen, ohne sie dabei zu zerschießen. Wie ich in Berichten gelesen habe, setzt der IS die Geländewagen in der Wüste sehr effektiv ein, und die SAA hat so etwas noch nicht.

    1. 1) Ohne die Türkei gäbe es im Norden und Osten von Syrien keinen Krieg. Um die neoosmanische Politik zurückzudrängen muss man die Proxies einen nach dem anderen vollständig vernichten, und wegen der asymmetrische Kriegführung gelingt das nur mit opportuner Kriegführung.
      2) Um die Türken auszubalancieren sind die Kurden nötig. Um die Kurden auszubalancieren werden ihnen arabische und christliche Verbündete zugeführt (Stammeskämpfer, nationalistische Ex-„Rebellen“, Sotoro- Kämpfer).
      3) Am Ende zählen nur die Kräfte, mit denen man sich zu Verhandlungen hinsetzen könnte. Nicht IS, nicht al Qaida, nicht Ahrar al Sham etc. und immer wenn die eine andere Gruppe marginalisieren, dann helfen sie bei einer künftigen gesamtsyrischen Friedenslösung. Die von der Türkei unterstützten Kräfte haben m.E. auch keine Aussicht, Gesamtsyrien irgendwann mal zu regieren. Überhaupt gibt es keine einzige Kraft, die man benennen könnte, die in freien Wahlen gewinnen könnte, außer den im syrischen Parlament bereits vertretenen Kräften.

      Ergo, Syrien gewinnt dadurch, dass man die opportunen Möglichkeiten nutzt, und Assad ist der beste Politiker, den Syrien hat, möglicherweise im gesamten Nahen Osten.

  13. Angriff der „Moeraten“ von der 1sr Costal Division in Latakia, zusammen mit Türken-Proxys.

    Gab es nicht mal einen Waffenstillstand, und eine Einigung mit Erdogan?

    Und Jund al Aqsa errichtet gerade ein zusammenhängendes kleines Kalifat.
    Na schön, so kommt die Trennung Moderate-Terroristen auch räumlich voran, bekämpft sich leichter.

  14. @kaumi

    DANKE für die Infos

    „Das syrische Fernsehen bringt aber dauernd und regelmäßig Beiträge von der Front, in denen der sehr hohe Anteil der nichtsyrischen Söldner faktisch dargelegt wird. Auch Interviews (Verhöre) mit gefangen genommenen Ausländern werden regelmäßig per TV gesendet. Dem Syrer im Allgemeinen muss die ausländische Infiltartion und die Bestätigung dessen seit Beginn der Unruhen nicht mehr dargelegt werden“

    Aber die Bevölkerung außerhalb SY brauch auch diese Informationen.
    auf deutsch und englisch und chinessisch türkisch russisch und und und
    das hätte über eine staatl.syr.Seite passieren müssen – nicht nur über so „kleine“ Seiten wie hier

    Damit hier viel mehr Menschen verstehen auf was für eine Seite sie stehen
    ( wegen ihren Politikern, Firmen und mit ihren Steuergeldern )

    vielleicht hätte dieser Krieg nur 1-2 Jahre gedauert

  15. Hassan Ridha ‏@sayed_ridha 1 Std.Vor 1 Stunde

    Hassan Ridha hat Hassan Ridha retweetet
    2 martyrs and 21 wounded after rockets hit Karam al-Loz, Armenian and al-‚Adwiyah neighbourhoods in Homs city

    Da scheinen in Homs offenbar welche ihre grünen Busse anfordern zu wollen.

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