Syrische Armee hat Quelle in Ayn Al Fijah eingenommen

Nach einem Monat schwerer Kämpfe und wiederholt von Terroristen heimtückisch gebrochenen Waffenstillstandsvereinbarungen wird nun gemeldet, dass die syrische Armee endlich die für die Wasserversorgung der Hauptstadt Damaskus essentielle Quelle in Ayn Al Fijah im Wadi Barada unter Kontrolle hat.

Um die Bewohner von Damaskus durch Wasserentzug unter Druck zu setzen, hatten Terroristen vor über einem Monat die Wasserversorgung sabotiert und leiten das in die Quelle einfließende Wasser seitdem einfach in die Straßen der Ortschaft Ayn Al Fijah.

Nun wird berichtet, dass die Terroristen sich aufgrund ihrer aussichtslosen militärischen Lage aus Ayn Al Fijah zurückgezogen haben und in einem Nachbarort auf ihre Evakuierung in die von Al Kaida beherrschte Provinz Idlib warten.

Die von Terroristen verminte Wasserquelle kann damit entmint und innerhalb der nächsten Tage repariert werden.

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26 Gedanken zu “Syrische Armee hat Quelle in Ayn Al Fijah eingenommen

  1. Befreiung diesen Dörfes hat zu lange gedauert. Jetzt ist zu erhoffen, dass gesamte Wadi Barada gereumt wird, so das diese Frontabschnitt abgeschlossen ist. Viel wichtiger sind aber 2 andere Schauplätze. Heute melden mehrere Medien, dass IS Al Bab verlässt. Das wäre schlechte Nachricht, weil das bedeutet, dass Türken werden in Al Bab einmarschieren. Vor SAA stehen noch 2 grössere Dörfer und ich glaube nicht, dass sie es schaffen vor Türken in verlassene Al Bab einmarschieren. Wenn Türken Al Bab halten, dann werden sie nicht so schnell abziehen. Ohne Al Bab werde ihre Verhandlungs Position viel schwächer ausfallen.
    Zweite Schauplatz ist Deir ez Zoir. Zur Zeit ist sehr ruhig dort geworden. Das bedeutet, dass IS ihre Wunde leckt und vorbereitet nächste Ofensive. Es wäre notwendig Strasse zu Flughaffen zu befreien und alle Positionen zurückzuerobern. Da sollte SAA nicht zu viel Zeit IS zulassen. Auch in Idlib verbreitet sich Nusra immer mehr aus. Wenn sie so weiter macht, dann werden sie SAA Positionen an Vielen Frontabschnitten bedrohen. Immerhin killen sie sich noch gegenseitig, aber mit ein Nusra Sieg wird für SAA sehr schwer sein ganze Front zu halten. jede Nennenswerte Erfolg haben Islamisten nur mit hilfe Nusra Einheiten erungen. Nusra darf man nicht unterschätzen.
    Sonst sind Ausseinandersetzungen auf einen tiefen Niveu. Bei Palmira und Damaskus sehr schwach und in West Aleppo und Daraa in Winterschlaf.

    1. Wenn Nusra den ganzen Laden weitgehend übernimmt, sind sie aber auch beschäftigt, Positionen zu halten, mit Offensiven außerhalb könnten sie sich sehr schnell überdehnen.

      Denn die Strategie, sich mit nahezu allen anderen „Rebellen“ anzulegen, birgt auch große Risiken.

      Es ist unwahrscheinlich, dass die anderen sie einfach als Führer akzeptieren, damit wäre ja jeder „moderate“ Status dahin.

      Zu Al Bab; für ISIS wäre es strategisch sinnvoll, die Stadt aufzugeben, bevor die anscheinend doch recht zahlreichen Truppen eingekesselt sind. Dort stehen sie Türken, FSA, SDF und SAA+ gegenüber, wenn sie sich auf Deir Hafr zurück ziehen, reduziert sich das.

      Kann natürlich auch sein, dass die Türken ihnen doch noch ein Angebot gemacht haben, was sie letztlich annehmen oder auch nicht mehr ablehnen konnten, für die Türken ist Al Bab sehr wichtig, sehe ich auch so. Langfristig kann Erdogan aber wenig gegen das Faktische ausrichten.

      1. Liebe anreas
        Ohne Al Bab ist Einfluss Türkei über Friedensverhandlungen viel kleiner als mit Al Bab. SAA braucht noch paar Tagen um Aran und Tadif anzunehmen. Ich rechne mindestenz 2 Woche. Dann sind sie auch in Poker um Al Bab mitendrin statt nur dabei. Aber für IS ist Al Bab verloren und wäre Ratsam Truppe zurückzuziehen und versuchen Osten zu halten. Bis jetzt haben sich IS Soldate nie einkesseln gelassen. Es ist zu erwarten, dass spätestens mit Fall von Aran sich aus Al Bab zurückziehen werden. Ich hätte zu gern Erdogan vor den Al Bab Türe gesehen während Syrische Flage dort weht.
        Ich bin sicher, dass ein Deal besteht, wer wird Al Bab befreien. Ohne diese Deal ist eine Konfrontation vorprogramiert.
        Betreffend Islamisten in Idlib. Viele diese Milizen sind Chaoten Gruppen. Wenn Nusra dort Oberhand gewinnt und diese Milizen integriert, dann hat SAA ein Problem. Es wäre Ratsam, Islamisten sich bekämpfen lassen, aber rechtzeitig Parteiergreifen um Konflikt zu verlängern.

    2. Sehr geehrter zgvaca, der Fall Al Bab, wäre doch ein Idealer Einsatz, für Fallschirm Landetruppen, wenn die Russische Luftwaffe, die Luftlandetruppen, mit den Luft-lande Panzern, dort absetzen und die ganze Aktion, von Kampfhubschraubern und von Kampfmaschinen Abgedeckt wird. Dann könnten die Syrischen Truppen, zu den Türken sagen: Wir sind schon da

      1. Nachdem sie mit den Türken zusammen bombardiert haben?

        Und so eine riskante Operation, außerdem mitten in der Stadt, man kann nicht wissen, was dort noch an Kräften zurück geblieben ist

  2. Schön.

    Wird der ganze Bereich auf der Karte dann „entgrünt“?

    Wenn die Kräfte dort frei werden: vor ein paar Wochen hatte sich ja südwestlich von Damaskus die nächste Guppe mit einem Selbstmordanschlag um Beachtung bemüht, es scheint ja Strategie zu sein, die Enklaven möglichst zu beseitigen.
    Wer mit Selbstmoranschlägen aufwartet, ist ja per Definition kein „Moderater“ und Waffenstillstandsteilnehmer.

  3. http://www.almayadeen.net/news/politics/51114/
    Die Jungs geben sich mächtig Zunder…
    Ich will nicht mehr mit dem, er will aber mit mir und wir wollen nur noch mit denen!
    Alle nach Idleb/Nord-Aleppo, so langsam erkennen auch die Letzten, was für ein ziemlich cleverer Einfall das war.
    Muhammad Al Djolani (Nusra) lehnt den Vorschlag von Ahrar u Sham zur Beendigung der Gefechte ab. Er möchte den Endsieg.
    Die „nördliche Fraktion der Bewegung Nur i Din Azzinki“ sagt sich los von seiner Mutterorganisation und erklärt seine Beitritt zur Bewegung „Filq Ascham“.
    Für und bedeutet das, die die Fascho-Islamisten mit den zig Labels sich einfach nur gegenseitig beschenken und sich zu den 70 Jungfrauen schicken. Ich finde, die SAA sollte sich da vorerst raus- halten. Es ist nicht korrekt, edle Kämpfer vom himmlischen Puff abzuhalten.

  4. Im Grunde ist es doch so: Egal ob IS oder die gesammelten Rebellengruppen – keine dieser Parteien hat eine Chance den Krieg zu gewinnen. Vielmehr waren die letzten Monate für sie katastrophal.
    Wenn mal vom Erfolg des IS in Palmyra absieht, hat es praktisch nur erhebliche Geländeveruste gegeben. Und die SAA scheint selbstbewusster und erfolgreicher als nie zuvor in diesem Krieg.
    Selbst wenn die JFS (ehemals Nusra) den internen Konflikt für sich entscheidet und alle anderen Parteien verdrängen könnte oder zum überlaufen brächte, wäre sie alleine trotzdem nicht in der Lage gegen die SAA das militärische Blatt zu wenden.
    Aber…. Was passiert wenn sich die JFS intern durchsetzt und dann nach dem einzig verbleibenden Strohhalm greift: Nämlich nach einer Allianz mit dem IS? Realistisch gesehen ist das nämlich die einzige Chance nochmal ernsthaft die militärische Initiative zu ergreifen. Und die Jabhat Fatah al-Sham (JFS) liegt von der idiologischen Doktrin ohnehin am nahesten bei der vom IS… Soll mir also keiner sagen, ich spreche hier von etwas unmöglichem.

    1. Dietmar

      „Aber…. Was passiert wenn sich die JFS intern durchsetzt und dann nach dem einzig verbleibenden Strohhalm greift: Nämlich nach einer Allianz mit dem IS?“

      Dann passiert das gleiche, wie was passiert, wenn JFS diesen Strohhalm nicht ergreift: sowohl ISIS als auch JFS werden komplett eliminiert.

    2. Wäre Clinton im Amt, und die Türken weiter auf Regime Change gepolt, wäre die Verbrüderung IS/Al Nusra eine echte Gefahr für die SAA und Alliierte.

      So sind sie immer noch sehr gefährlich, aber auf die Dauer ohne direkte Unterstützung aus den USA und einem Nachbarland nicht siegfähig.

      Aus dem Infight jetzt hört man ja schon Vereinbarungen wie: wir geben euch den Checkpoint zurück, dafür greifen wir tief in eure Munitionskiste.
      Das klingt nach zu Ende gehenden Ressourcen.

      1. @andreas

        Das klingt nach zu Ende gehenden Ressourcen.

        Genau das vermute ich auch ganz stark. Die Quellen trocknen Stück für Stück aus. Nach und nach werden die aus der Türkei operierenden Netzwerke abgebaut.

        Und was machen Menschen, die zu Banditen wurden? Sie streiten sich wie Banditen um das Greifbare.
        Aus meiner Sicht sieht das für die SAA und ihre Verbündeten auch für die Provinz Idlib immer besser aus. Ein Verzweiflungsakt der „Vereinigten Terroristen“ wird sie inzwischen jederzeit bestehen können.

        Daran sieht man zudem: Es geht nicht darum, den Terrorismus zu bekämpfen, sondern darum, ihn nicht zu füttern. Wenn zweit genanntes so weiter läuft, wie seit einigen Wochen, könnte zumindest im Westen Syriens schneller der Frieden einkehren, als wir das heute noch zu hoffen wagen.

        Herzliche Grüße an alle, ped43z

      2. Das die JFS selbst in Allianz mit dem IS nicht fähig ist den Krieg zu gewinnen, ist mir schon klar.
        Nur leider ist nicht von der Hand zu weisen, dass wenn diese Allianz zustande käme, diese den Krieg deutlich verlängern würde. Natürlich würden einige Unterstützer, Geldgeber und Lieferanten wegfallen, weil sie sich zumindest offen keine Nähe zu JFS & IS leisten wollen, aber die Geschichte hat leider gezeigt, dass noch kein Krieg wegen Mangel an Waffen ausgefallen ist.
        Die Türkei ist ja das Paradebeispiel dafür. Erst hat man nach Kräften den IS beliefert und als dieser als Karte nicht mehr ausgespielbar war, hat man jeden Kopfabschneider der willens war in den ES integriert. Und wenn JFS + IS wirklich zum Allinaz-Player in Syrien werden, wird die Türkei auch diese reichlich mit Waffen bedenken, solange sie damit die Kurden und die SAA bekämpfen. Abgesehen davon hat Erdogan hat ja nun keinen Ruf mehr, den er verspielen könnte und seine territorialen Ambitionen in Syrien hat er ganz sicher nicht aufgegeben. Von daher könnte ein Pakt zwischen JFS und IS den Frieden in Syrien ein ganzen Stück hinauszögern, mit allen unangenehmen Folgen für die Zivilbevölkerung. Von daher hoffe ich inständig, dass die SAA den Idlib-Konflikt ausnutzt, und den IS dezimiert wo es nur geht.

      3. @Dietmar Winter

        Wenn es soweit ist, dass die SAA und Verbündete nur noch ausschließlich gegen al-Nusra und IS kämpfen müssen, dann halte ich das Konzept für möglich. Die von Ihnen am Ende vorgeschlagene konsequente Vorgehensweise könnte dann zum Tragen kommen.

        Soweit sind die Dinge aber noch nicht. Viele Milizen, die formal an al-Nusra oder auch dem IS hängen, haben eine lokale Basis und existierende dörfliche Stammesstrukturen. Würde man jetzt mit der Rasenmäher-Methode vorgehen, führte das – aus meiner Sicht – zu einem Rückschlag bei der enorm wichtigen Aufgabe der dauerhaften Befriedung des Landes.

        Dieses Konzept der Befriedung kontinuierlich weiter zu führen, ist inzwischen ein starker Anreiz für Milizen, aus zu steigen. Sie können sich darauf verlassen, dass die Regierung zu ihrem Wort steht und sie menschenwürdig mit der Möglichkeit auf Reintegration behandelt.

        Die Kämpfe zwischen den Milizen und ihnen und der mächtigen al-Nusra sind auch ein Signal, dass es offenbar weitere potenzielle Aussteiger aus dem Krieg gibt; gutes Zeichen.

        Beste Grüße, ped43z

    3. Was soll sich dann ändern? Die Fronten bleiben doch die gleichen. Nusra und IS könnten höchstens Angriffe koordinieren. Wäre lästig würde aber sicher nicht das Blatt wenden.

      1. Bohnennase

        Die Nusra Front und andere Terroristen, darunter sogenannte „moderate Rebellen“, koordinieren viele ihrer größeren Attacken schon lange mit ISIS.

  5. Man fragt sich was haben die sich gedacht

    1. die Quellen zu vergiften bzw unbrauchbar zu machen
    2. Friedensangebote scheitern zu lassen

    haben die wirklich gedacht die könnten irgendwas gewinnen dabei ?

    Ohne Tabletteneinahme kann man ja nicht zu solchen Entscheidungen kommen. Mich würde mal der Tabletten-Wirkstoffe interessieren.

    „wir schaffen das“ – Klingt nach dem gleichen bzw ähnlichen Wirkstoff

    ————————————

    Die Russen haben Schwimmpanzer
    https://de.wikipedia.org/wiki/GAZ-3937
    modernisierte T 72 / T-62 nach Syrien geliefert.
    Also für Idlib,Palmira bzw AlBab werden die nicht sein.
    Ich denke RASM AN-NAFAL – KHANASER Richtung Euphrat

  6. @ Bohnennase

    Die für mich persönlich relevantesten, abgestimmten Angriffe zwischen JFS/Nusra und dem IS hat es auf der Wüstenstraße Ithriyah > Khanaser gegeben, wo sie auch durchaus Erfolg hatten und die Route kappen konnten. Spätestens nach ein Paar Tagen wurde sie aber von der syrischen Luftwaffe liebevoll in den Wüstensand eingearbeitet und zur Erhöhung der Straßenqualität anschließend nochmal mit Panzern überrollt. Hierbei muss man aber berücksichtigen, das jeweils nur Teile der Route besetzt wurden, so dass die Bereinigung noch leicht fiel.
    Bei einer breit angelegten und beidseitig vorgetragenen Angriff auf die gesamte Strecke zwischen Ithriyah und Khanaser könnte man dagegen die Versorgung von Aleppo schon deutlich länger lahmlegen. Zudem wäre die direkte Verbindung der Gebiete natürlich ein zusätzlicher Bonus für die Angreifer.
    Letztlich denke ich aber das der syrische Armee sowas sehr in de Hände spielen würde, denn die deckungslose Wüstenstraße durchs Nirgendwo wurde nicht umsonst als Route seinerzeit freigekämpft. Es dürfte wohl als sicher gelten das die syrische Luftwaffe diese Straße inzwischen liebt, weil sie dort all zu leichte kills machen kann.

    1. Die Versorgung von Aleppo ist spätestens seit der Eröffnung des Airports nicht zu unterbinden. der IS ist nicht stark genug und die Gegend so flach, dass die angreifenden Verbände sehr schnell zu Hackfleisch verarbeitet werden würden. Was das angeht bin ich ganz beruhigt. Mich interessiert eher, wie es in Der-Ezzor aussieht. Weiß jemand genaueres

  7. Die Takfiris sind weg und das Wasser fließt wieder!

  8. Ich habe eine Frage ans Parteibuch zu den Kämpfen zwischen den „Rebellen“/terroristen in Idlib.
    So weit ich es erkenn kann gibt es zwei Lager, wobei der Riss u. a. zwischen den türkisch und den von den Saudis unterstützten Militanten geht.
    Wie ist Deine Einschätzung zur Lage dort ?

    1. Tobi

      Ich würde das eher so sehen, dass es da vermutlich deutlich mehr als 100 verschiedene Lager an Terrorgruppen gibt, wobei das stärkste Lager eindeutig das Lager von Al Kaida ist und alle Terrorgruppen da zwischenzeitlich unter Problemen mit dem Waffen- und Munitionsnachschub leiden. Das führt dazu, dass Al Kaida verstärkt schwächere Terrorgruppen überfällt und deren Waffen- und Munitionsdepots plündert, um den eigenen Bedarf wenigstens teilweise decken zu können.

  9. Liebes Parteibuch, die Belagerung der kleineren Airport Tasche in Der-Ezzor scheint zumindest teilweise wieder aufgehoben zu sein. Einen größeren Puffer konnte die SAA jedoch nicht herstellen. Die Straße ist nicht zu nutzen und liegt unter Gegnerischem Feuer. Trotzdem wäre das ein Riesenerfolg. Vor ein paar Tagen noch konnte man nicht ausschließen, dass der gesamte Bereich vom IS überrannt wird. Ich würde mich sehr freuen mehr zu erfahren bzw. Hinweise wo ich aktuelle Infos bekommen könnte.

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