Im Angriff von ISIS auf Deir Ezzor liegt auch eine Chance

Seit einigen Tagen gibt es einen großen Angriff von ISIS-Terroristen auf die von Regierungstruppen gehaltenen, aber seit langem von ISIS umzingelten Teile der Großstadt Deir Ezzor im Osten Syriens.

Medienberichten zufolge haben die ISIS-Terroristen da in den letzten Tagen deutliche Erfolge erzielt und den Flughafen, über den die Regierungstruppen und die rund 120.000 umzingelten Einwohner in den letzten Jahren aus der Luft versorgt wurden, unbenutzbar gemacht und von der Stadt abgeschnitten. Auf einer Karte von @PetoLucem vom Montag sieht die Lage in Deir Ezzor etwa wie folgt aus:

Die syrische Armee kämpft aufopferungsvoll gegen die anstürmenden Horden von ISIS-Terroristen, doch es gibt keinen Zweifel, dass die Lage für die syrische Armee und die über 100.000 Zivilisten in Deir Ezzor kritisch ist, was auch westliche Medien berichten. Sollten die ISIS-Terroristen die von Regierungstruppen gehaltenen Teile der Stadt erobern, ist damit zu rechnen, dass ISIS ein größeres Massaker als je zuvor anrichtet. Trotzdem liegt im Angriff von ISIS auf Deir Ezzor auch eine Chance, dass aus dem gegenwärtigen ISIS-Angriff auf Deir Ezzor ein großer Wendepunkt wird, und zwar ein ganz anderer, als ISIS und die Unterstützer von ISIS es sich erhoffen.

Donald Trump und seiner Absicht, die russisch-amerikanischen Beziehungen zu verbessern, bläst in den USA zur Zeit ein unglaublich scharfer Wind von den zionistischen Massenmedien und dem US-Kongress entgegen. Der gegenwärtige ISIS-Angriff auf Deir Ezzor gibt Trump, der in zwei Tagen Präsident wird, ein kaum zu schlagendes Argument für eine militärische Kooperation der USA mit Putin und Assad an die Hand.

Trump müsste als Präsident bloß zu Twittern:

In Deir Ezzor stehen 100.000 unschuldige Zivilisten davor, von ISIS massakriert zu werden. Assad und Putin haben größte Mühe, den Angriff der Terroristen auf Deir Ezzor abzuwehren, vielleicht schaffen sie es nicht. Ich habe als Commander in Chief heute den US-Kommandeur für Syrien angewiesen, sich mit seinen russischen und syrischen Kollegen in Verbindung zu setzen, um sie zu fragen, ob und wie wir ihnen bei der Abwehr des Angriffs der ISIS-Terroristen auf Deir Ezzor helfen können. Möge Gott der Bevölkerung von Deir Ezzor, darunter viele Christen, beistehen!

Sollte das etwa so kommen, könnten die zionistischen Massenmedien und der von Russland-Hassern dominierte US-Kongress praktisch nichts gegen die von Trump gewünschte Kooperation mit Putin und Assad machen, denn sollten sie es versuchen, kann Trump sie als Verräter brandmarken, die auf der Seite von ISIS stehen und mit ihrer starren Haltung die Ermordung von 100.000 Menschen in Kauf nehmen würden. Da würde die US-Bevölkerung klar hinter Trump stehen.

Und wenn die amerikanisch-russisch-syrische Kooperation zur Rettung von Deir Ezzor erfolgreich ist, kann Trump daraus natürlich im nächsten Schritt eine umfassendere Kooperation gegen ISIS, und später dann noch viel mehr, machen. Damit wäre Deir Ezzor dann wirklich ein gewaltiger Wendepunkt geworden.

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72 Gedanken zu “Im Angriff von ISIS auf Deir Ezzor liegt auch eine Chance

  1. Danke Parteibuch für den Bericht über die aktuelle Situation. Ich befürchte allerdings in 2 Tagen wird kaum noch etwas zu ändern sein und hoffe auf eine kurzfristigere Intervention. Der Flughafen muss wieder zurückerobert werden, koste es was es wolle…

  2. Isis zieht alle verfügbaren Kräfte in Deir zusammen, das heißt es sind an die 15.000 Isis-Kämpfer versammelt, welche nun mittels aller Macht auszulöschen sind. Die Verluste sind daher enorm und werden ISIS bald empfindlich schwächen. Auch von Palmyra werden Bewaffnete nach Deir geschickt, das sollte
    zur Rückerroberung genutzt werden.

    1. biersauer

      So ist das. Wenn ISIS nun einen Großteil der Deir Ezzor angreifenden Terroristen verliert, dann fehlen die ISIS demnächst anderswo.

      Und Trump könnte einen wunderbaren politischen Treffer landen, wenn er dem US-Militär Kooperation mit Syrien und Russland zur Rettung von Deir Ezzor befiehlt, und das US-Militär die ISIS-Terroristen dann auf Trumps Befehl und auf eine russisch-syrische Bitte hin wirklich „mit aller Macht“ zu Hackfleisch verarbeitet. Medienwirksam könnte Trump etwa gleich mehrere Staffeln B52s gegen ISIS in der Wüste vor Deir Ezzor einsetzen, dazu Dutzende Cruise Missiles, F-16, F-15, F-22, Reaper-Drohnen, also das ganze schwere Programm der US-Luftwaffe, alles, was das Herz von Luftwaffenfreunden höher schlagen lässt, und davon sehr reichlich.

      Wenn ISIS dann bei Deir Ezzor wirklich geschreddert ist, ganz gleich, ob das nun am Einsatz schwerer US-Lufttechnik lag oder nicht, dann kann Trump sich hinstellen und sagen:

      Seht ihr, so geht das. Ich hab’s Euch doch gesagt, dass ich ISIS eliminieren werde, und das zügig. Und jetzt, seht ihr, ich halte Wort. Und nachdem Deir Ezzor gerettet ist, machen wir uns jetzt daran, ISIS auch anderswo in Syrien und Irak zu eliminieren – wenn sie nicht gleich wegrennen, weil sie wissen, dass ich nun Commander in Chief bin und die Zeit, in der Terroristen von den USA mit Samthandschuhen angefasst werden, vorbei ist.

      Trump würde damit wohl prompt zum Kriegsheld werden, was ihm innenpolitisch in den USA enorm helfen würde, auch und gerade um eine weitere und weitergehende Kooperation mit Putin und Assad durchsetzen zu können.

      1. Sehr geehrtes Parteibuch, dann würde es die US Air Forces, mit den eigenen Luftabwehr Raketen, zu Schaffen bekommen. Da müsste dann, die US Air Forces, genauso respektvoll, in großen Höhen fliegen, wie die Russische Luftwaffe. Ob die Amis, Todes-mutig genug sind, von ihren eigenen Raketen, ab geschossen zu werden, möchte ich Bezweifeln.

      2. Felix

        Ja, natürlich, die US-Luftwaffe aus großer Höhe ein großes Feuerwerk in der Wüste veranstalten lassen, das war so etwa das, was ich damit meinte, was Trump befehlen könnte.

        Aus großer Höhe kann man zwar Terrorismus nicht effektiv bekämpfen, aber wenn etwa gleichzeitig starke Einheiten syrischer, iranischer und russischer Fallschirmjäger den Kampf gegen die ISIS-Belagerer von Deir Ezzor gewinnen würden, wäre das völlig zweitrangig. Trump könnte sich danach locker hinstellen, und sagen er hat extrem harsche Luftangriffe auf ISIS zur Unterstützung der syrischen und russischen Kräfte befohlen und die Schlacht gegen ISIS ist gewonnen.

        Niemand könnte das glaubwürdig in Abrede stellen, selbst die Trump gegenüber missgünstigen westlichen Massenmedien nicht, auch wenn der Kausalzusammenhang da in Wirklichkeit vielleicht etwas anders war. Die Leute würden die Massenmedien dafür auslachen. Trump könnte sagen, ich habe gewonnen, meine Taktik zur Bekämpfung von ISIS war erfolgreich und die ganzen Massenmedien sind ein Haufen verlogener und missgünstiger Neider, die mir nicht gönnen, dass mir ein Erfolg im Kampf gegen ISIS gelungen ist, so wie er Obama über Jahre nicht gelungen ist. Wenn’s anders besser ginge, warum ist Obama dann damit im Kampf gegen ISIS so wenig gelungen?

        Das wäre zwar nicht ganz richtig, aber glaubwürdig, denn wer im Krieg siegt, hat geradezu per Definition recht.

      3. so intelligent ist Trump auch wieder nicht.

        Denn sollte das Szenario so ablaufen läuft er Gefahr der nächste Kennedy zu werden.

        wie hat das Parteibuch, in seiner zurückliegenden Analyse mal geschrieben das an die 4000 Amerikanische Militärberater auf Seiten der IS kämpfen. die USA versorgt die IS mit Strategischen Truppenbewegungsmarterial der Syrischen Armee.

        erst wenn die USa ein kompletten Rückzieher aus dem Terrorkrieg gegen Syrien ankündigt und alle Militärs die in Sysreien oder für die IS kämpfen als Terroristen einstuft und diese vor einem internationalem Gericht wegen Völkermord anklagen lässt erst dann glaub ich das sich das Blatt wendet.

        Die USA, Großbritannien, mit Saudi Arabien, Israel, Katar, die die Haupttreibende Kräfte dieses blutigen Terrorkrieges sind sollen Billionen an Schadenersatz leisten und keine Möglichkeit besitzen an Wiederaufbau zu partizipieren.

        Ich denke auch das wenn wir jetzt in die Öffentlichkeit dies Schadenersatzsummen für Syrien Diskutieren werden dies in die Menschen auch ein gewisses Verantwortungsbewusstsein hervorrufen sich von der zukünftigen Belastung zu entfernen. Niemand möchte zu etwas herangezogen werden wenn er dies verabscheut, sollen die es begleichen mit ihren Vermögenswerten die dies Angerichtet haben.

        Wie hoch sollte man den Schadenersatz für das Syrische Volk ansetzen? 10 Billionen 50 Billionen 100 Billionen. Er muss so hoch sein das es weh tut.

      4. novatime

        „wie hat das Parteibuch, in seiner zurückliegenden Analyse mal geschrieben das an die 4000 Amerikanische Militärberater auf Seiten der IS kämpfen“

        Das wäre mir neu, dass wir so etwas im Parteibuch geschrieben haben sollen.

    2. Das Verhälnis Angreifer / Verteidiger ist zu gross
      Die Verluste sollen dadurch fast gleich sein.
      Pro Tag um die 50 bis 100 auf beiden Seiten ( zum heulen alles )

      Die Amis sollen sich um die Finanzen der Saudis kümmern und dann brauch der Trump auch nicht zu twittern. Glaube es auch nicht, daß er jemals sowas twittert, also Pro-Syrien. Das interessiert ihn doch nur in Bezug auf die Einwanderung und den Staatsausgaben.

      Aber Deir-Ezzor kann wirklich sehr hilfreich sein wenn ISIS Kräfte von Deir-Ezzor nach Palmira verlegt, ( denke auch deswegen die verstärkten Angriffe auf Palmira) könnte bzw kann man die minenfreie Wege / Regionen auf diesen Weg finden. Die Hoffnung stirbt als letztes

      1. Unwarscheinlich.
        Angreifer benötigen wesentlich mehr Mann und verzeichnen wesentlich mehr Verluste, vor allem gegen kampferfahrene (Rep. Garden) gut befestigte und gut eingegrabene Einheiten, wie in Deir Ezzor, die dazu täglich Luftunterstützung der syrischen und russichen Luftwaffe erhalten.
        Realistischer dürfte ein Verlustverhältnis der Terroristen gegen die Verteidiger im Bereich von ca. 3-4:1 liegen.
        Dies würde dann bedeuten das die Offensive schon in Kürze scheitern wird incl. massiver Verluste der Terroristen, gelingt es ihnen nicht bald irgendwo durchzubrechen.
        Aber selbst dann fällt die Stadt nicht schnell und ohne weiteres, denn es gibt viele Bunker, Tunnel und mehrere Verteidigungslinien.
        Auch wird gemunkelt das die Iraner eine ganze Luftlandebrigade (rd. 3.000 Mann) der Rep. Garden bereit halten, die im Falle eines Durchbruchs der Terroristen und drohenden Falls der Stadt, binnen 24 Std. über Deiz Ezzor luftlanden könnten.
        Somit, keine Panik und in Ruhe abwarten, vor allem da im Gegensatz zu Palmyra keine unerfahrenen Dorfmilizen, sondern mit die beste Einheit der SAA in Deir Ezzor ist.

  3. Das Hauptproblem in der Beurteilung der Lage liegt leider an dem Umstand, dass niemand auch nur annähernd genau beziffern kann, über welches Volumen an Kämpfern der IS momentan noch verfügt. Wenn man überhaupt was konkretes sagen kann, dann ist es wohl das, dass der Angriff auf Deir ez zor die tatsächliche Eroberung der Stadt als Ziel hat. Die Stadt war schon immer ein blockierendes Ärgernis auf der Südseite des Euphrat und eine Eroberung würde weit größere propagandistische Wirkung erzielen, als noch die Einnahme von Palmyra. Diese würde dann nicht nur den stark zurückgegangenen Zustrom an frischen Rekruten für den IS beleben, sondern würde auch einen wirklich schwerer psychologischer Schlag für die SAA darstellen, deren Elite-Truppen im Fall einer Niederlage vernichtet werden würden.
    Wobei: Mit der 104. Luftlande Brigade dürfte im Stadtkampf wohl alles andere als gut Kirschen essen sein. Diese hartgesottene Truppe dürfte selbst mit den fabulierten 15.000 IS-Kämpfern nur schwer aus dem Feld zu schlagen sein…

  4. Ich hatte irgendwo auf Twitter gelesen das den IS Gotteskriegern eine Frau und ein Haus in Deir-Ezzor versprochen wurde, wenn sie die Stadt erobern.

    Und auf

    gulf2000.columbia.edu/images/maps/Syria_Religion_summary_lg.png

    ist zusehen das rund um Deir-Ezzor relativ viele Christen lebten. Dies ist womöglich auch ein Grund für den langanhaltenden Widerstand gegen den IS in Deir-Ezzor. Wie ist dann wohl, in dem obigen Statement, die Aussage gemeint eine Frau zu erhalten? Ich befürchte, dass an den Zivilisten und Soldaten in Deir-Ezzor Gräueltaten verübt würden wenn die Stadt in die Hände des IS fällt.

    In der Hinsicht gesehen ist ein Vergleich mit Kobane möglich. Jedoch sehe ich (noch) keine Entsprechung in den westlichen Medien, also das täglich über die Gefahr berichtet wird. Bisher wurden Opfer unter den Anhängern der syrischen Regierung in den westlichen Medien kaum thematisiert. Das passt ja auch zu der bisherigen Politik des Westen gegenüber Syrien, siehe die Sanktion welche zu erheblichem Leiden in der Bevölkerung Syriens führten. Also einen medialen Druck auf den US Präsidenten zur Unterstützung der Bevölkerung in Deir-Ezzor erwarte ich nicht.

    Jedoch kann der US Präsident natürlich auch ohne medialen Druck einen Befehl erteilen die Verteidiger der Stadt zu unterstützen, ob dies (rechtzeitig) geschieht wird sich zeigen.

    1. Dirk

      Ob westliche Medien viel oder wenig über Deir Ezzor berichten, ist nicht so wichtig, damit Trump das als Chance nutzen kann, eine Kooperation mit Putin und Assad in die Wege zu leiten. Westliche Medien berichten, und sie verbreiten die Nachricht, dass in Deir Ez Zor 100.000 Zivilisten vor einem großen Massaker stehen, falls es ISIS gelingt, die Stadt zu erobern. Und das tun sie in ausreichendem Maße:

      https://www.yahoo.com/news/fears-mass-killings-advances-syrias-deir-ezzor-155939013.html

      https://www.theguardian.com/world/2017/jan/17/islamic-state-deir-ez-zor-syria-world-food-programme

      http://www.telegraph.co.uk/news/2017/01/16/syrian-rebels-agree-attend-russia-brokered-peace-talks/

      Auch die UNO hatte eine Meldung dazu:

      http://www.un.org/apps/news/story.asp?NewsID=55987

      Die dann etwa via VoA weitergetragen wurde:

      http://www.voanews.com/a/fighting-forces-un-to-suspend-food-airdrops-to-besieged-syrian-city/3679512.html

      Wichtig ist, dass die wesentlichen Fakten dabei unstrittig sind: ISIS führt eine große Offensive gegen Deir Ezzor und den mehr als 100.000 Zivilisten da droht dadurch eine große Katastrophe. Sobald Trump dazu einen Tweet absetzt, wäre die Geschichte sofort überall in den Massenmedien präsent.

  5. >>>
    Ich würde dann auch zum neuen Artikel überleiten – nur so viel: Ich stimme Andreas völlig zu, dass Der Ezzor nicht so wichtig ist, deshalb hatte ich auch an früherer Stelle schon mal geäußert, dass ich es nicht verstehe ausgerechnet dahin die Republikanische Garde mit ihrem drusischen General zu entsenden. Ihn und wie ich finde die besten Einheiten der SAA dort so ausbluten zu lassen macht mich fassungslos. Ich hoffe aber immer noch auf die ungebrochene Widerstandskraft und auf eine wie auch immer geartete Intervention…
    >>>

    Der ez Zur ist für die syrische Regierung durchaus wichtig!
    Meine Bemerkung ging um die Bedeutung im Weltmaßstab; aber auch da ist es durchaus richtig, dass es für Trump, wenn er will, ein willkommener Anlass sein kann, sehr schnell eine demonstrativ andere ISIS-Politik zu betreiben. Und die Gegenseite kann nicht ernsthaft etwas dagegen sagen, angesichts erwartbarer und schon beobachteter Greueltaten durch ISIS an der Zivilbevölkerung zieht das Argument mit der Vermeidung ziviler Opfer ja nicht.

    Wenn die Enklave fällt, sind die Bedingungen für Damaskus in Ostsyrien erheblich schlechter.
    Sobald etwas Gelände zurück gewonnen wird, können sehr schnell Truppen über den Flughafen dorthin gebracht werden, und bei der dieses oder nächstes Jahr anstehenden kompletten Aufreibung von ISIS mit Regierungtruppen und Alliierten sehr leicht die wichtigen Gebiete entlang des Euphrats zu besetzen.

    Ohne Deir ez Zur ist der Weg sehr weit, und man muss immer höllisch aufpassen, weil es auf der langen Strecke durch die Wüste überall Gelegenheit für Hinterhalte und Überraschungsangriffe gibt.

  6. Deir Ezzor mit 100.000 Einwohnern als „nicht wichtig“ zu kennzeichnen ist der syrischen Regierung lobenswerterweise noch nicht eingefallen. Nicht falsch verstehen, ich neige auch gelegentlich zum armchair generalling, aber ich kann mich meist gerade noch zurückhalten, die Ergebnisse niederzuschreiben.

    Syrien ist kein Computerspiel. Taktiken wie Deir Ezzor mal aufgeben und später gesammelt wieder erobern kann man im Nullsec(*) machen. Nur haben Capsuleers diese nette Eigenschaft, im nächsten Klon wieder aufzuwachen, die den Soldaten und Zivilisten in Syrien ärgerlicherweise abgeht. Die bleiben tot und verwundet und man kann auch keine Bots zum Ressourcenabbau schicken oder Systeme vermieten, um Verluste an Infastruktur wieder auszugleichen.

    Aleppo hat auch deshalb so lange gedauert, weil dort Kinder der Eingeschlossenen an ihrer Befreiung gearbeitet haben. Klar wäre es militärisch leichter gewesen, das ganze Gebiet flächig einzuebnen, dann zu übernehhmen und anschließend wieder aufzubauen. Nur… was wäre aus den Eltern, Geschwistern und zum Teil Ehepartnern der Soldaten geworden?

    Kurz: Ich bin mir nach allem Gesehenen ziemlich sicher, dass die SAA nicht nur rein militärisch vorgeht, sondern auch die menschlichen und familiären Dimensionen berücksichtigt, ohne die keine Versöhnung in einer eventuellen Nachkriegszeit möglich wäre.

    (*) EvE Online als Referenz

  7. Kurze Info über sehr lebhaften Balkan Forum

    In Balkan Forum wird diskutiert dass israelische Seite „Debka“ hat berichtet, dass sich in Jordanien seit Tagen intesiv unterhalten USA und Russische Offiziere über gemeinsame Befreiung von Palmira. Ich halte es für eine Fake News.

    In Syrien ist zurückgekehrt Navaf al Bashir ehmalige Abgeordnete und Mitglied syrisches Parlaments. er ist auch Führer von Stamm Bakara welche in Umgebung von Deir el Zoir lebten. Er war von erste Tagen zu FSA übergelaufen und seine Cusans führen mehrere Milizen. Er jetzt beschuldigt Nah Ost Monarchien Verswörung gegen syrische Volk zu führen und will FSa Einheiten zu SAA führen. Laut gewisse Quellen haben Saudis ihre Hilfe schon verkleinert aber Qatar liefert noch mehr als früher.

    Asthana ist für viele in Forum ein Gag für westliche Medien. Es wird eine „Türkische Arche“ gegrundet. Wer an Boot ist wird überleben. Alle andere stehen an Abschuss Liste. Richtige Ofensive werden nach Asthana anfangen.

    Paar kleine Dörfer welche SAA in Ost Aleppo eingenommen hat, sind Menschen leer gewesen. SAA ist einfach einmarschiert drin. IS fehlen langsam Soldaten.

    Und jetzt zu lage in Deir ez Zoir. Es gibt keine Panik in SAA. Bei islamistische Angriffe in Hama und Aleppo würde immer schwarze szenario gemalt. Jetzt nehmen es gelassen. Heute ist neblig und deswegen hat Luftwaffe wenig geflogen, aber Nebel haben Hubschrauber genutzt um 200 Soldaten dort zu bringen und verletzte evakuiert. IS wird hier seine Ofensive Kräfte verbrennen. Sie werden sich weiter gut eingraben wie wir sehen in Al Bab, aber Ofensive werden sie nicht mehr beginnen können. Ich hoffe, dass Helden von DEZ aushalten.

    Vielleicht schaffe ich morgen genauer zu sein.

    Liebe Grüsse

    1. zgvaca

      Es ist seit langem bekannt, dass sich russische und US-Militärs hinter den Kulissen in oder über Bagdad koordinieren. Nur, wie gut und eng die Koordination da ist, und was sie da genau besprechen, ist eines der am besten gehütesten Geheimnisse der Welt.

    2. @zgvaca
      „Laut gewisse Quellen haben Saudis ihre Hilfe schon verkleinert aber Qatar liefert noch mehr als früher.“

      Interessant und eigenartig.
      Aber wirklich wichtig

      Bei ColonelCassad schreiben sie glaube genau anders rum, Katar hat die Unterstützung seit Rostnef auf 0 gesetzt. Aber dort sind so viele Fraktionen ( Ukrainer / Russen / Kaukasier ) online schwer zu unterscheiden alles

    3. @zgvaca
      „Vielleicht schaffe ich morgen genauer zu sein.

      Liebe Grüsse“

      .

      Mach weiter und halte uns von dort auf dem laufenden damit wir uns eine Meinung bilden können.

      🙂

  8. Und wieder stellt sich wie schon in Palmyra die Frage wie sich mitten in einer Wüstenregion 5000-6000 (Palmyra) und 15000 (Deir Ezzor) in voller Kriegsausrüstung mit Waffen und Fahrzeugen versammeln können ohne das die Aufklärung das mitbekommt (offensichtlich ist der größte Teil aus dem Irak angereist und damit ist das geschehen was in Bezug auf Mosul befürchtet wurde: die USA haben ihre Proxy Truppen verlagert denn unmöglich kann der Aufmarsch allen russischen und amerikanischen Satelliten entgangen sein) und ohne das Schrott in der Wüste liegt (das ist eine etwas hügelige eher steinige Wüste in der man sich kaum verstecken kann geschweige denn Fahrzeuge oder gar Kolonnen verstecken kann) weil die Luftwaffe saubere Arbeit leistet und die Artillerie exakte Zielkoordinaten bekommt.
    Seit Jahren wundere ich mich darüber das die syrische Armee die Truppen dort so allein lässt.
    Besonders aber nach der Eroberung von Palmyra aber verstärkte sich meine Verwunderung noch weil es mir ein Rätsel ist und bleibt wie eine waffentechnisch überlegene Armee mit großer Luftunterstützung und Satellitenaufklärung durch Russland in übersichtlichem Wüstengebiet nicht in der Lage ist die Lücke nach Palmyra zu schließen.
    Auch frage ich mich warum die syrische Armee mit der gegebenen Luftüberlegenheit und der Unterstützung Russlands nicht in der Lage ist Verstärkung durch die Wüste zu bringen oder gar Fallschirmjäger an relevanten Stellen abzusetzen.
    Für mich ist das Ganze, besonders in den Wüstenregionen, nicht mehr nachvollziehbar und ich vermute, neben taktischen Fehlentscheidungen und mangelnde Kampfkraft großer Truppenteile (siehe auch der schwache Kampf um die Wasserquellen für Damaskus und die immer noch vielen Inseln der Terroristen in Homs und Hama u.s.w die Truppen binden – wovon leben diese Banden auf ihren Inseln – wie kommt Versorgung in die Gebiete?) teilweise Absicht hinter dieser Strategie die offensichtlich dazu dient für die internationale Bühne ISIS im Gespräch zu halten (man benutzt den IS aus politischen Gründen).
    Eine andere Erklärung fällt mir da im Moment nicht ein denn so schlecht kann keine Armee der Welt sein die noch dazu Unterstützung aus Russland dem Iran und dem Libanon u.s.w. hat.

    Zum Schluß ein kleiner OT Abstecher in die USA.

    Kyle Pope, Chefredakteur des Medienmagazins „Columbia Journalism Review“, hat angeblich im Namen des White House Press Corps einen Brief an Trump formuliert in dem er praktische alle „Sünden“ Trumps aufzählt und den er mit dem vergifteten Wunsch „Enjoy your Inauguration“ beendet.
    Der Feind ist damit bereits mitten im „Weißen Haus“ bevor der neue Präsident dort einzieht.
    Ich werde am Freitag und Samstag rund um die Uhr CNN eingeschaltet lassen denn ich denke das da rund um die Uhr ein sehenswerter Film laufen könnte.

    Putin sprach ja wohl nicht umsonst von einer Art Putsch im Maidan Stil – er wird wohl Informationen seiner Geheimdienste haben.

    1. Ihre Fragen habe ich schon seit Jahren. Da marschieren ein paar tausend Badelatschen Träger einfach so locker durch die Wüste und erobern mühelos Gebiete. Brauchen diese bärtigen Hippies keine Nahrung, Logistik oder sind die Halbstarken mit ihren Toyotas unsichtbar ?
      Liebes Parteibuch : Ich lese begeistert Ihren BLOG schon seit Jahren. Aber irgendwas stimmt an der ganzen „Syrien Problematik“ nicht ?!
      Frage : Wir wissen, wie die MSM lügen und verschweigen. Wir wissen auch, dass MSM praktisch niemanden vor Ort hat. Aber Berichte der alternativen Medien vom heiß geliebten Assad und dem verehrten syrischen Militär glaube ich immer weniger. Warum gibt es keine 100 tausende Volksmillizen, die man schon angeblich schon vor Jahren aufbauen wollte ? Was stinkt an dem angeblichen „Syrien Konflikt“ ?

      1. @Rheinlaender

        „Warum gibt es keine 100 tausende Volksmillizen, die man schon angeblich schon vor Jahren aufbauen wollte ? Was stinkt an dem angeblichen „Syrien Konflikt“ ?“

        .

        Es „stinkt“ sehr viel an diesem „Syrien Konflikt“. Die Volksmilizen gibt es. Allerdings haben diese mitunter die „Angewohnheit“ nur die eigenen Orte verteidigen zu wollen und mehr nicht.
        Sie gibt es in der Form der Volksverteidigungskräfte die mit der Syrischen Arabischen Armee zusammenarbeiten und auch in dieser Form hier.
        http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13951030000816
        Die gesamten gesellschaftlichen Verhältnisse vor 2011 dort und auch heute sind bei uns allen sehr verschwommen, weil wirklich unabhängige objektive Nachrichten von dort gab es vor 2011 hier nie und heute auch kaum.
        http://www.jungewelt.de/2017/01-19/012.php
        Den „Syrien Konflikt“ kann man getrost als einen „hybriden 3. WK“ bezeichnen, denn mehrere Seiten kämpfen dort gemeinsam gegeneinander bis zum letzten Syrer. Auf der einen Seite der „Westen“, die NATO und verschiedenen Golfstaaten gegen Syrien, Russland, Iran und einige noch nicht bekannte Spielern. Diesen hybriden Weltkrieg hat weder Syrien, Russland und der Iran irgendeinem Staat erklärt. Er wurde ihnen erklärt und sie haben die Kriegserklärung gemeinsam angenommen.

  9. Ich habe eine Frage und bitte euch um eine Einschätzung der Lage in Deir Ezzor und dem Osten
    Syriens.
    Können denn die Schiitischen Milizen die SAA nicht demnnächst unterstützen , sobald der westliche Teil Mossuls zumindest eingekesselt ist und der IS dann in Syrien auch aus dem Irak angegriffen wird ?

    1. Tobi

      nein, die schiitischen Kräfte westlich von Mossul sind viel zu weit weg, und auch die schiitischen Kräften flussabwärts am Euphrat sind viel zu weit weg.

      Hilfe am Boden könnte, wenn überhaupt, am ehesten von den YPG/SDF im Norden/Nordosten von Deir Ezzor aus Richtung Shaddadi kommen, von der Frontline da sind es nur ein paar Dutzend Kilometer bis nach Deir Ezzor.

      Schau mal auf diese Karte, dann siehst du das:

      https://en.wikipedia.org/wiki/Cities_and_towns_during_the_Syrian_Civil_War

      Aber, auch eine solche YPG/SDF Hilfe am Boden ist nicht nur politisch unrealistisch, sondern auch militärisch. Diese Kräfte würden bei einem Vormarsch nämlich im Osten von Deir Ezzor ankommen, und müssten dann über den Eufrat und durch die Stadt Deir Ezzor oder die von ISIS domierten bevölkerungsreichen Gebiete am Eufrat, um bis zu den eingeschlossenen Leuten in Deir Ezzor vorzudringen, weil die nämlich westlich des Euphrat eingeschlossen sind. So ein Vormarsch erscheint mir kurzfristig in militärischer Hinsicht sehr unrealistisch, selbst wenn die politischen Probleme gelöst wären.

      Militärisch am realistischsten ist Hilfe für die Eingeschlossenen aus der Luft.

      1. Eine starke Bewegung der SDF Richtung Deir ez Zur könnte schno den Druck deutlich mindern, ISIS muss ja derzeit dort quasi gar keine Truppen haben, um Stellungen zu halten.

        Wenn sie, wie es bei den letzten Vorstößen der Fall war, starke lokale Kräfte, also auch Araber, in ihren Reihen haben, dann wäre das durchaus Erfolg versprechend.

        Allerdings braucht das Vorlauf, man rennt da nicht einfach los
        Und sie haben erst ein riesiges Gebiet nordöstlich des Stausees eingenommen, soo viele sind das ja auch nicht.

  10. Und keiner kann sagen woher die Hubschrauber herkomen
    T4 oder Ostaleppo oder gar aus dem Norden.
    Bis gestern war immer zu lesen.
    Zu weit für Hubschrauber und viel zu gefährlich

    Heute sind sie da

    1. Ein Blick auf die Karte zeigt, wie gefährlich es jetzt ist, dort zu landen.

      Und das war auch vor der jüngsten Offensive gefährlich, nur nicht ganz so.

      Das Risiko muss man abwägen gegen das Risiko, keine Verstärkung hin zu bringen.
      Und wenn es neblig ist, hat man bessere Chancen gegen TOWs.

  11. Habe gestern noch bei ein, zwei Twitterquellen gelesen das ein Teil der Bevölkerung (Stammesangehörige) von Deir Ezzor nun bei der Verteidigung mitmacht.
    Klingt für mich logisch und glaubhaft.
    Ich denke in dieser Situation würden viele ähnlich handeln.

    Da allen dort klar ist was die Konsequenz beim Verlieren wäre, werden sie kämpfen wie die Löwen.

    Der IS kann nur verlieren!
    Nimmt er Deir Ezzor ein ist das ein Propagandastrohfeuer von kurzer Dauer.
    Die Tragödie wäre derart grausam das einige die Seiten wechseln MÜSSTEN.
    Allein die Gewissensbisse..

    Selbst die Mainshitmedien müssten von dem Grauen berichten und das wäre der Anfang vom Ende der Takfiriunterstützung durch Europa.
    Danach kann keiner mehr, auch nur ansatzweise mehr sagen „Assad muss weg“
    Der öffentliche Druck wäre enorm.

    D.h. auf lange Sicht bekämen sie dort unten gewaltig auf den Deckel.
    Und Wut ist ein mächtiger Verbündeter (siehe Aleppo).

    Das wäre der „worst case“. Und ich möchte ihn mir nicht vorstellen.
    Der „best case“ wäre folgender: SAA und Partner halten die Stadt, der IS verliert seine Hauptangriffsmacht und erlebt dadurch die schwesten Verluste seit langem..

    Drücken wir die Daumen!

    1. Bitte entschuldigt den Doppelpost (@Parteibuch: bitte meine Kommentare nach belieben zusammenfügen falls nötig/von Ihnen erwünscht), kleines update von der Front:

      Calmness reported on fronts in DeirEzzor
      (@sayed_ridha)

      army try to recapture power plant / Deir ez-Zor
      (@watanisy)

      Die Sichtverhältnisse scheinen für die Luftangriffe zu reichen:

  12. „…die US Air Forces, mit den eigenen Luftabwehr Raketen, zu Schaffen bekommen…“ haben die Dinger nicht Freund/Feind Kennung ?

    1. Manpads haben keine Freund Feind Kennung. Nur die großen Luftabwehrraketen. Da ist die Freund Feind Kennung in den Radaranlagen integriert. Wenn diese Anlagen dann der eigentlichen Rakete ein Ziel als „Feindlich“ und nicht als „Freundlich“ meldet dann versuch die Rakete dieses Ziel zu vernichten selbst wenn es dann ein friendly Fire sein sollte.

  13. @stiller Leser

    “ die Tragödie wäre derart grausam, dass einige die Seiten wechseln ….“

    Nein das glaube ich nicht, jedenfalls nicht hier im Westen.
    Die Leser der Mainshitmedien sind durch gezielte Desinformation
    inzwischen so verwirrt, dass sie die Taten des IS und die angeblichen Taten des
    “ Assad Regimes “ für gleich schlimm halten. Berichte über ein weiteres Massaker würden da nix ändern.
    Wenn es der SAA aber gelingt die Position zu halten und den IS zurückzudrängen, dann würden vielleicht einige die Seite wechseln.
    So war es in Kobane, die Symphatie für die YPG kam im Westen erst, nachdem Obama die Luftangriffe auf den IS im Alleingang befohlen hatte. – übrigens eine seiner besten Amtshandlungen – und dann der IS zurückgedrängt wurde.
    Wenn Trump das Parteibuch liest, dann müßte er eigentlich überzeugt sein und das richtige tun.

    Im Moment freue ich mich über die Hubschrauber, die im Nebel durchgekommen sind.
    Die YPG/SDF könnte helfen, wenn sie Norden her einen Entlastungsangriff führen, ob sie das aber wollen, weiss ich nicht. Es war sicher ein Fehler, wie nach der Befreiung von Aleppo mit der YPG umgegangen wurde, denn das sind wirklich gute und trainierte Kämpfer, die sich dort über 4 Jahre gehalten haben.

    Jetzt hoffe ich nur , dass SAA durchhalten kann und warte auf jede Nachricht von dort.

  14. Liebes Parteibuch,

    ich persönlich finde, dass man nicht allzuviel Hoffnung in o.g. These von der Chance stecken sollte. Ganz nach den Worten Imam Chameneis sollte grundsätzlich keine Hoffnung in die USA gesteckt werden, gleich welcher Präsident welche Tat auch immer vollbringt. Am Ende werden sie nie etwas tun, was der regionalen Bevölkerung nützt.

  15. >>>
    Deir Ezzor mit 100.000 Einwohnern als „nicht wichtig“ zu kennzeichnen ist der syrischen Regierung lobenswerterweise noch nicht eingefallen. Nicht falsch verstehen, ich neige auch gelegentlich zum armchair generalling, aber ich kann mich meist gerade noch zurückhalten, die Ergebnisse niederzuschreiben.
    >>>

    Man muss schon den Kontext dazu lesen, es ging um das ganz große Rad, Achse de Widerstandes und so.

    Und: ob die SAA jetzt mal eben schnell einen massiven Aufmarsch auf dem Landweg starten sollte, um Deir ez Zur zu entsetzen.

    Das wird kaum passieren, sehr riskant, verlustreich, genau das was sich ISIS wünscht; vielleicht sogar die letzte Möglichkeit, noch den Krieg zu verlieren.

    Vom Aufgeben kann natürlich keine Rede sein; das hieße ja Abzug, der kann gar nicht erfolgen.

    1. Aha, und sowas glaubst Du ernsthaft? 5000 US Soldaten in ISIS Uniformen, haha.
      Die haben sicher viel Dreck am Stecken, aber das ist ein bisschen zu absurd.

      1. Ich bin sicher, dass die Zahlen etwas überhöht sind, aber da man ja ständig davon hört, dass Special-Forces im Nahen Osten im Einsatz sind und zudem inzwischen auch ein Gespräch von Kerry beweist, dass die USA ISIS KONZIPIERT (wie auch die farbigen Revolutionen), trainiert und anschließend auch mit Waffen ausgerüstet haben, und man ja auch in Aleppo einen ganzen Bunker voll NATO-Offiziere ausgehoben hat, von denen ja nicht alle ihre Namen gesagt haben, weshalb diejenigen nicht auf den an die UNO übergebenen Listen erschienen, ist diese Version durchaus glaubhaft.
        Auch ist es möglich, dass die sog. Special-Forces US-Söldner von Blackwater & Co sind. Denn es ist inzwischen verbürgt, dass die USA für jeden offiziellen US-Soldaten im Nahen Osten mindestens 3 Söldner einsetzen um erstere zu schützen. Deswegen ist der Krieg dort für Saudis, USA, usw., ja auch so teuer… – Rechne mal 5000$ pro Monat mal 1000 – + Essen + Infrastruktur usw. das geht ganz schön ins Geld…
        Und letztendlich dient die TARNUNG auch nur wieder den USA, denn wer tot ist, den kannst du nicht mehr befragen, ob er US-Amerikaner oder Saudi ist, wer ihn bezahlt hat usw. usw. – das ist wie bei den toten Terroristen…

  16. Ich glaube nicht, dass IS Flughaffen so einfach überrennen kann. Errinern wir uns An Kuweirs Flughaffen. Dort haben 300 Soldaten 3 Jahrelang ausgehalten. Flughaffen ist in eine Festung umgebaut worden. Da sind mehrere Verteidigungslinien mit Tunelen verbunden. Grösste Verluste erleben IS diese Tagen in unzähligen Minenfelder. Soldaten wissen, dass eine Aufgabe sichere Tod bedeutet.
    Situation in Syrien und Irak ändert sich täglich und nach Asthana wird ein neue Wind in Syrien Wehen. Ob noch in 6 Monaten IS genug Soldaten hat Belagerung aufrecht zu erhalten werden wir sehen.

  17. Um die Entlastung der Republikanischen Garde in Deir Zor zu verwirklichen, wäre es doch mal Angebracht Richtung Palmyra vorzustoßen. Irgendwo könnte die Offensive des IS gegen Deir Zor mit dem Abzug von vielen Verbände aus Mossul Zusammenhängen. Darum machen die Iraqis möglicherweise so große Fortschritte in Modul. ?
    Oder es gibt möglicherweise einen Plan den IS in Deir Zor zu versammeln um ihn dort Vernichtung zu bescheren, wie vor wenigen Monaten in Aleppo Ramouseh mit Al Qaida geschehen ist.

  18. RT Deutsch äußert sich sehr klar zur Position Russlands zu den Angriffen Israels auf Hisbollah:
    https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/45480-annaherung-zwischen-russland-und-israel-syrien/
    Bedeutet das, dass auf dem Schlachtfeld Hisbollah und russische Armee nicht koordiniert arbeiten?
    Was steckt denn wohl hinter den deutlichen Annäherungsversuchen der russischen Regierung zu Israel? Ich halte das für eine sehr bedauerliche Entwicklung, ein Wechsel der Zionisten von den Freunden in den USA zu einem russischem Schutzschild wäre wohl eine Katastrophe für die Palästinenser und die ganze Welt.

    1. asmacher

      Das bedeutet, dass Russland Israel Honig um den Bart schmiert, um es Trump einfacher zu machen, sich gegen die Israel-Lobby damit durchzusetzen, mit Russland zu kooperieren.

    2. „Bedeutet das, dass auf dem Schlachtfeld Hisbollah und russische
      Armee nicht koordiniert arbeiten?“
      Das dürfte auf den Ort der „Zusammenarbeit“ ankommen.
      Staaten haben keine Freunde, Staaten haben Interessen !!
      Ich halte diesen Ausspruch für wahr und man sollte das
      unbedingt berücksichtigen !! Die Hisbollah ist kein Sympathieträger,
      aber wichtig im Häuserkampf. Für russische Interessen nützlich in
      West-Syrien, welches Russland vermutlich erhalten will. Aber warum
      sollte sich Russland in Ost-Syrien engagieren ?? Der schiitische Iran
      hat ein Interesse an diesem ununterbrochenen schiitischen Halbmond.
      Aber das Verhältnis Russlands zu Iran ist von reinem Nutzen geprägt,
      weniger von Sympathie. Auch denke ich nicht, dass Russland jetzt ein
      grosser Kämpfer für die palästinensischen Menschenrechte sein will .
      Israel ist ein Machtfaktor in dieser Region, und es ist sinnvoll sich mit
      denen abzustimmen. Russland ist ein Oligarchen-Staat wie die USA,
      und es gibt einen erheblichen jüdischen Einfluss, was nicht gleich-
      bedeutend mit „zionistisch“ ist, aber es gibt auch keinen Grund gegen
      Israel zu sein. Leben und Leben lassen, besser Handel treiben statt
      schiessen, auch in Russland muss man auf die Ökonomie achtgeben.
      Sollte sich Russland in Sachen Deir Ezzor passiv verhalten, ebenso wie
      die USA, und die Stadt an den IS fallen, gehe ich davon aus, dass
      Russland insgeheim der „Neuordnung des Nahen Osten“/Yinon-Plan
      zugestimmt hat.

      1. Hisbolla und SAA und Russen arbeiten sehr gut zusammen. So hat die SAA seinerzeit die Hisbolla im Libanon so gut trainiert, dass diese ein ganzes israelisches Panzerbatallion vernichtet haben…
        Ich bin überzeugt, dass hier alle Beteiligten die Vorgehensweise koordinieren, denn ansonsten läuft man in Gefahr, sich irgendwann einmal gegenseitig über den Haufen zu schießen…!

        Die Annäherung von Russland an Israel ist die einzige Möglichkeit auch mit diesen Verrückten ins Gespräch zu kommen um gegenseitig IM GESPRÄCH wieder auf NN (Normal-Niveau) zu kommen. Ohne Gespräch keine Deseskalation! Und da gibt es etliche Techniken, mit Hilfe derer es gelingen kann sogar mit einem Gegner wie Israel ins Gespräch zu kommen. s.a. Prof. Dr. Friedrich Glasl Wien…

  19. Diese Enklave von Deir sitzt dem ISIS wie ein Stachel im Fleisch und will das weg haben. Dazu kommt, dass Deir an der Nachschubroute von Saudi nach Raqqa liegt. Also ist die Anstrengung von ISIS groß. Der Aufmarsch erfolgte auch über viele Wochen und ist deswegen nicht gesehen worden, bzw. wurde fehlinterpretiert. Wenn ISIS seine Macht nicht verdoppeln kann, ist ein Erfolg nicht gegeben, denn die Kräfte schwinden täglich an Personal und auch Material.
    Luftangriffe werden die Entscheidung herbeiführen, sobald das Wetter umschlägt, wie jetzt. Es müssen keine großen Verstärkungen herankommen, sondern nur die Verwundeten abtransportieren, das erfolgt ebenfalls per Heli.
    Der erste große Ansturm wurde überstanden, was nachkommt ist schon schwächer.

  20. Und wir dürfen nicht vergessen, das ist ein riesiges Gebiet und die Fahrzeuge müssen nicht mal die Straßen verwenden.
    Versuch doch mal eine Kolonne in einem Gebiet zu finden, die in etwa der Größe
    Ostdeutschlands entspricht. Aufklärung hin/Aufklärung her: Wenn innerhalb einer Nacht (mit Unterstützung der Amis) eine Verlegung stattfindet, kann nur noch der Zufall helfen, eine Kolonne zu finden.

    http://www.voltairenet.org/article194913.html

    Voltairenet erklärt in diesem Beitrag, wie Daesh/Isis sich von Mosul nach Palmyra, und wahrscheinlich auch nach Deir Ezzor verlegt haben.

    „….Am 2. Dezember befahlen die USA den irakischen Truppen die Kampfhandlungen in Mosul zu reduzieren, und dann die Offensive am 11. Dezember einzustellen. Dies gestattete einer Fahrzeugkolonne, die Stadt mit einigen Panzern von Daesch zu verlassen. Mitten in der Nacht fuhren die Kolonnen nord-westwärts und haben die syrische Grenze im durch kurdische Kämpfer der syrischen demokratischen Kräfte besetzten Gebiet überschritten, welche Kämpfer von US-Spezialeinheiten koordiniert werden. Die Kämpfer des islamischen Staates haben dann Rakka ohne jegliches Hindernis erreicht, und eine Distanz von mehr als 460 km in 10 Stunden bewältigt. Und schon am nächsten Tag sind sie in Palmyra!…Die Koalition hat die zwischen Mosul und Rakka und dann nach Palmyra rollende Fahrzeugkolonne von Daesch entweder nicht entdeckt, oder aber „vergessen“, ihre russischen Kollegen darüber zu informieren. ….Die Bewegung wurde in mehreren Marsch-Kolonnen von Rakka bis zum Stadtrand von Palmyra organisiert. So wurden etwa 4 000 Dschihadisten mit (Maschinengewehren ausgestatteten) Toyota Pickups, mit gepanzerten Fahrzeugen, Artillerie und Panzern, heimlich in der Nacht, über eine Distanz von 200 km entfaltet, und haben dann direkt die Schlacht geliefert….“

    1. Ich sehe in dem

      http://www.voltairenet.org/article194913.html

      nicht eine Quelle, ob das stimmt was der Herr dort schreibt oder er es sich vollkommen aus dem Finger gezogen hat kann ich nicht beurteilen. Das jedoch Bewegungen großer Autokonvois bei der Nacht nicht bemerkt werden (können) ist ein Fehlschluss, da es durchaus Techniken gibt welche das vermögen jedoch wird scheinbar eine derartige Technik nicht in ausreichendem Maße von den Russen dort eingesetzt.

      Ich halte voltairenet für komplett unseriös seitdem die Meldungen eines polnisches Satiremagazin für Tatsachen verkaufen wollten.

  21. Die Situation in Syrien ist sehr unübersichtlich! – Es scheint zwar flach zu sein, ist aber dennoch durchzogen von Wadis und Geländewellen. Das meiste ist Wüste, die nicht wirklich kontrolliert werden kann. (so sagte mir ein Mann, der vor Ort ist und sich wohl sehr gut umgehört hat. Die meisten Bewegungen finden Nachts statt. Da sieht man selbst mit Infrarot- vom Satelliten offensichtlich nicht so viel.
    Ausserdem haben die Terroristen, dank US-Support wohl eine Taktik ausgeklügelt, bei welcher viele zu unterschiedlichen Zeitpunken über unterschiedliche Routen losfahren ums sich dann plötzlich an einem Ort – aus vielen Richtungen kommen zusammen zu ballen.
    Derartige Techniken sind praktisch nicht vorhersehbar! – Das ist wie nach einem Fußballspiel, wo plötzlich viele Autofahrer sich zu einem Autokorso zusammenfinden.

    Dann gibt es noch die Tatsache, dass diese Terroristen, als sie begonen haben ganz gezielt und planvoll größere Städte und Dörfer zu besetzen, gleich mit Maschinen angerückt sind, mit welchen sie in kürzester zeit in jedem Dorf ein unterirdisches Tunnel-System errichtet haben.
    Ost-Aleppo z.B. wurde Wochen und Monatelang durch solch einen Tunnel versorgt, bis es der SAA endlich gelang diesen zu finden und dicht zu machen. Von da ab war die Eroberung von Ost-Aleppo nur noch eine Sache von wenigen Wochen.

    Und dann ist es ja auch bekannt, dass unsere „Freunde“ aus dem Westen, genauso wie sie „unversehens“ die SAA bombardieren, genauso „unbeabsichtigt“ werfen sie dann auch mal ein paar Paletten Waffen und Munition beim IS ab.

    Der IS allein hätte gar nicht diese Ideen alle entfalten können, die eigentlich alle aus US-Thinktanks gekommen und bei diesen Leuten implementiert und umgesetzt wurden.

    DAS darf man an keine Stelle vergessen!

    1. fizzlifax aka Pollewetzer

      „Ost-Aleppo z.B. wurde Wochen und Monatelang durch solch einen Tunnel versorgt“

      Was du hier reinpostest, sieht nach Trollerei aus. Bitte höre auf damit, die Kommentarfunktion des Parteibuchs dazu zu nutzen, um hier unsinnige Märchen reinzupumpen. Sonst gibt es ziemlich bald ein Plonk.

  22. Kurze Meldungen aus Balkan Forum

    SAA weiter befreit Menschenleere Städte in Ost Aleppo.

    Heute würde ostlich von Quarantey eine Mine und klein Dorf befreit. Da hat sich Is versucht zu halten.

    Auch an Khanasser Strass würde 2 Dörfer und mehrere Hügel befreit.

    In DEZ hat heute IS keine Angriff gewagt. Ist Luft raus? Islamistische Medien berichten, dass IS vorbereitet Angriff auf Flughaffen

    In Wadi Barada haben endlich Islamisten zugestimmt evakuierung. Islamistische Twitter melden, dass laut Abmachung darf SAA Städte nicht betretten? Nicht ansässige werden mit Busen nach Idlib transportiert.

    Dort können sich entscheiden für welche Parteien sie kämpfen wollen. Heute hat Nusra Ahrar al Sham angegriefen ihnen Hauptqartier eingenommen und paar getötet. Zinki Einheiten rufen zum Einheit auf. In Idlib wird zu Brüderkrieg kommen.

    in Ost Ghuta sind diese 2 Dörfer am Rände kapitulation. Islamisten verlassen Positionen nach dem SAA Strasse abgeschnitten hat.

    Syrische regierung hat Militär Gesetz geändert und jetzt ist für Männer in besten Alter nicht mehr einfach auszureisen und Studenten müssen jetzt NDF Dienst machen. Nicht aber am Front.

    Es gibt Meldungen, dass in IS Gebieten irgendwelche Wiederstand Gruppe entstanden sind und machen Anschläge an IS Soldner.

    Syrien ist jetzt so spannend wie noch nie bis jetzt. Endlich an mehrere fronten passieren gute dinge.

  23. Hallo,

    die demokratische US-Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard, die sich früh gegen den seitens der „Freunde Syriens“ geplanten Regimechange ausgesprochen hatte, soll, so berichten arabische Quellen, zu einem „Geheimbesuch“ in Damaskus eingetroffen sein.
    Weiß die hier stets gut vernetzte Kommentatorengemeinde etwas näheres? Z.B., ob dieser Besuch privater Natur ist? Oder vielleicht die Rolle eines vorbereitenden diplomatischen Austausches einnimmt?

    1. Die Kongressabgeordnete Major Tulsi Gabbard hat sich in Syrien unter anderem mit Vertretern der syrischen Regieurng getroffen. So ein besuch ist nie privat, sondern immer politisch, auch wenn sie die Reise aus politischen Gründen möglicherweise privat bezahlt hat.

      Wichtig zu wissen ist, dass Tulsi Gabbard demokratische Hoffnungsträgerin und offenbar ein politischer Schützling von Barack Obama ist und sie Trump nach seinem Wahlsieg zu einem Gespräch besucht hat. Da scheint sich eine länder- und parteiübergreifende politische Achse gegen den von Zionisten vorangetriebenen Takfiri-Terror zu formen, was sehr begrüßenswert ist.

      1. Danke Parteibuch

        Hier noch ein kleines Schmankerl:
        http://breakingnews.sy/ar/article/85320.html
        Issam Zeitun und Sirwan Kajo, beides führende Köpfe der westl.-unterstützten „syrischen Opposition“, der eine seit 2011 in D lebend, der andere in den USA, beim jüngsten Besuch der Klagemauer und später bei einem Treffen zur Sicherheitsfragen mit israelischen Politikern…
        Genau das ist der Stoff, aus dem die Aversionen der syrischen Bevölkerung gegen die „syrische Revolution“ entspringen: Verkauf der syrischen Idee und der eigenen Identität ausgerechnet an das zionistische Regime.

  24. Der IS muss heute gut was abbekommen haben. So weit so gut. Auch einige Verdorgungsgüter könnten abgeworfen werden. Jetzt gilt es den Druck aufrecht zu erhalten und die Orks zu dezimieren. Auf jeden Fall werden sie mit aller Macht versuchen den Flughafen zu stürmen. Bevor sie ihre frisch gewonnenen Stellungen ausbauen sollte man die Verbindung wieder herstellen. Eine Frage hätte ich – vielleicht kann ja jemand etwas dazu sagen: Ich habe gelesen, dass die SAA am ersten Tag ca. 10 Panzer und SUV verloren hat. Schwere Technik kann über Luftbrücke nicht ersetzt werden. Die Belagerung geht jetzt schon 2 Jahre. Heißt das irgendwann kämpft man nur noch mit Handfeuerwaffen? Dann wären Offensive Aktionen (Ausbruch aus einem kleineren Kessel/ Öffnung einer Verbindung) nicht mehr möglich…

    1. Reinhard

      Doch, Fahrzeuge können duchaus über eine Luftbrücke geliefert werden, im Prinzip sogar schwere Panzertechnik, auch wenn es aufwändig ist.

      Bei den Verlustmeldungen aus Deir Ezzor dürfte die größte Frage sein, wieviel die Armee da in den letzten Monaten und Jahren bekommen und angesammelt hat. Das wiederum dürfte ein sehr gut gehütetes Militärgeheimnis sein.

    2. Kein Problem, BMP-1/2 sind wegen der geringen Größe und des geringen Gewichtes leicht Luftverlegbar, sogar selbst T-55/62/72 sind Luftverlegbar, wenn auch relativ schwer und aufwendig.
      An sich aber auch garnicht nötig, denn die Verteidiger benötigen lediglich genügend Munition und Distanzwaffen, wie schwere MGs, AT-Raketen, Granatwerfer, Mörser u.ä., wovon dutzende selbst ein einzelner Mi-8/17/24 Hubschrauber leicht transportieren kann.
      Das trifft auf die Terroristen (leider) selbst zu, denn wohl mind. 90% der Verluste an Panzertechnik der SAA wird durch AT-Raketen wie TOW2 u.a. verursacht, sowie weil große Teile der SAA Panzertechnik (leider) nach wie vor weder Reaktivpanzerung noch Raketenschutzgitter verfügen, obwohl letzteres leich anbringbar und preiswert zu haben ist.

  25. Was wäre wenn man die Anzahl der Übergänge (Brücken) am Euphrat weiter einschrenken würde. Könnte man dadurch nicht (zumindestens von März bis Juni) die IS-Einheiten in ihrer Zusammenarbeit (westliche und östliche des Euphrat) weiter einschrenken und diese sich zum Vorteil nutzbar machen?

  26. Nemen wir mal an, die SAA haben sich bis März zur Tabqa-Talsperre vorgearbeitet und es gäbe keine Brücken zwischen west und ost. dann könnten die SAA sich westlich des Euphrat (Wasserhöchststand März bis Juni) weiter Richtung Süden vorarbeiten. Warscheinlich würde das dann auch die Kurden unter Zugzwang setzten, so das diese östlich des Euphrat weiter Richtung Süden mitzeihen. Somit käme man sehr schnell Richtung Deir Ezzor bzw. diesen Zug könnte der IS sicher nicht ignorieren bzw. dieser müsste vorbeugen vorher Truppen von Deir Ezzor abziehen.

  27. Der IS setzt mometan alles auf eine Karte mit Deir Ezzor: Gelingt zumindest eine Teileinahme nicht, war alles für die Katz und die geschickt herangeführten Offensivkräfte sind sinnlos „über den Jordan“ gegangen.
    Der Flughafen ist eine üble Festung mit Minenfeldern und zig Verbindungstunneln, die Base der 137. dürfte ähnlich befestigt sein und die gehaltenen Teile der Stadt werden nicht weniger schwer zu nehmen sein. Wenn man dann noch bedenkt, das die diese drei relevanten Bereiche von absoluten Eliteverbänden verteidigt werden, sollte man eigentlich relativ ruhig schlafen können.
    Heute hat der IS bereits seine Angriffe im Raum Deir Ezzor eingestellt und es ist fraglich, ob er sie nochmal in der anfänglichen Wucht aufnehmen kann. Denn es brennt praktisch an vielen Frontabschnitten beim IS lichterloh. Anders als viele denken, halte ich die Theorie, dass massenhaft IS-Kämpfer samt schweren Waffen aus der eingekesselten Stadt Mossul unter US-Mithilfe zuerst nach Palmyra und jetzt nach Deir Ezzor geschafft worden, für wenig wahrscheinlich. Vielmehr glaubwürdiger und logischer ist es, dass man diese Kämpfer über die letzten Monate aus den ländlichen Gebieten von Syrien und dem Irak abgezogen und dann konzentrisch zur Offensive eingesetzt hat. So erklärt es sich jetzt auch, dass die SAA östlich von Homs Richtung der 45 vorrücken konnte, jetzt bei Palmyra Geländegewinne machen konnte, südwestlich von al-Bab mehrere Ortschaften einnehmen und an der Straße bei Kanaser Boden gut machen konnte. All diese Geländegewinne werden von der geplanten Ausdünnung der Linien des IS zugunsten der Offensiven auf Palmyra und jetzt Deir Ezzor begünstigt.
    Scheitert die Großoffensive des IS auf Deir Ezzor also, dürfte das seinen Untergang folglich erheblich befeuern…

    1. Aus militärischer Sicht ist das ein Glücksfall, denn die weit verstreuten kleinen Einheiten der Terroristen haben sich nun in großer Zahl um Deir Ezzor versammelt und verlieren täglich dutzende Kämpfer und schweres Material, dadurch das die gut befestigte Verteidigung zum Glück nach wie vor hält und die SAA und RUS Luftwaffe die Terroristen täglich bombardiert.
      Wenn das so bleibt, verlieren die Terroristen soviel Mann und Material, das sie wohl schon in 1-2 Wochen zu keinerlei ernsthaften Offensiven mehr in der Lage sind.
      Und wird dann bald Mossul, Raqa und Palmyra befreit, sind sie defacto sowohl in Syrien wie auch im Irak am Ende.
      Und sobald dies passiert, wird man auch garnicht so schnell schauen können wie dann hastig die diversen Terroristengruppen in und um Idlib ganz plötzlich zu Friedensverhandlungen bereit sein werden, wil sie dann wissen das sie dann als letzte auch noch dran sind.

  28. Anscheinend sehr fetter Luftschlag.

    Yusha Yuseef ‏@MIG29_ 9 Std.Vor 9 Stunden
    Breaking , About 110 of JFH and Zinki were killed in US AirStike On JFH camp western Aleppo , Accourding to militants media

    Von der „Koalition“?
    Ist dann wohl die Bitte, noch in Astana mitmachen zu dürfen.

  29. Ich möchte den Interessierten hier diesen Bericht des renommierten schwedische Konfliktforscher Jan Oberg, Direktor der „Transnational Foundation for Peace and Future Research“, nicht vorenthalten:
    http://termiten.net/node/623

    1. narf

      Der stellvertetende Regierungschef der Türkei hat heute auch gesagt, die Türkei sei bereit, den Frieden in Syrien wiederherzustellen, mit Assad an der Spitze des Staates:

      https://sputniknews.com/middleeast/201701201049809097-turkey-assad-syria-peace/

      Wenn damit gemeint sein sollte, dass die von Assad befehligte syrische Armee sowieso wieder die Kontrolle über ganz Syrien bekommen wird, dann würde es nahe liegen, wenn die Türkei keine Lust mehr hat, Verluste unter türkischen Truppen bei der Eroberung von Gebieten zu erleiden, die dann am Ende doch an die syrische Armee abgegeben werden müssen.

      Es stehen gerade geopolitische Änderungen an: Trump ist nun US-Präsident, und der hat den Kampf gegen „radikale islamische Terroristen“ zur größten außenpolitischen Priorität der USA erhoben. Die von der Türkei unterstützten FSA-Kräfte im Norden der Provinz Aleppo könnten möglicherweise auch unter Trumps Definition „radikale islamische Terroristen“ fallen, denn in Wirklichkeit sind die von der Türkei unterstützten FSA-Kräfte Takfiri-Jihadis, und Erdogan wird Trumps Nationalem Sicherheitsberater, Ex-DIA-Chef Mike Flynn, da sicher auch kein x für ein u vormachen können.

      1. Das würde faktisch heißen dass der Krieg in Nordsyrien/Idlib vorbei ist. Auch Mangels Versorgung. Wenn ich das richtig gelesen habe, hat Jaish al islam auch die Teilnahme an den Gesprächen in Astana abgesagt. Die Amerikaner sind auch fleißig in Idlib. Ich denke im Moment läufts gut für die Syrer.

  30. macht auf diese aktivisten, den friedensmarsch nach aleppo, aufmerksam. teilt die idee auf facebook oder twitter. die idee des friedensmarschs breitet sich derweil weiter aus. hundert menschen demonstrierten im namen des civil march for aleppo in madagaskar, weitere kamen in norditalien und polen zusammen. riesig ist das ganze noch nicht. aber vielleicht wird es ja noch zu einer internationalen bewegung?

    1. einsiedler

      Warum sollten wir das tun? Wer sind diese Leute? Was wollen sie in Aleppo?

      Es kann sein, dass sie was sinnvolles vorhaben. Es kann aber auch sein, dass es genau das Gegenteil ist. Und wenn sie für Frieden in Syrien sein sollten, warum haben sie ihren Marsch nach Aleppo dann mit einer wehenden Terroristenfahne, aber ohne syrische Fahne gestartet? Und warum unterstützen die dem Terrorismus nahestehenden westlichen Massenmedien diesen Marsch?

      Für mich riecht das nach einer dubiosen Facebook-Geschichte im Soros-Muster, wo die wirklichen Ziele hinter einem Versuch, eine Welle zu starten, erst nach und nach bekannt werden.

      1. Außerdem ist Aleppo schon befreit. Aber sie können doch nach Mosul gehen oder Der Ezzor. Die Initiatoren dieser Gruppe haben, wenn ich mich recht erinnere, im Dezember diese Idee gehabt und wollten damals Ost-Aleppo zu Hilfe eilen, um die Menschen vor dem „Diktator Assad und den russischen Flugzeugen“ zu retten. Entweder wissen sie wirklich nichts über den Krieg in Syrien und den Terroristen dort, oder sie sind tatsächlich ein Soros-Abklatsch.

    2. einsiedler

      Verstehe mich nicht falsch. Vielleicht ist der Marsch für Aleppo wirklich eine nette Aktion für den Frieden. Aber als ich persönlich da war und mir die von den Massenmedien unterstützten Leute mit ihrer Terroristenfahne selbst angeschaut habe, hat das auf mich keinen guten Eindruck gemacht.

      Ich lasse mich aber gern mit guten Argumenten vom Gegenteil überzeugen.

  31. Auf gar keinen Fall den „civil march for aleppo“ unterstützen. Die Initiatoren sind entweder politisch unerfahren und naiv oder für unsere heiß geliebten „moderaten Kopfabschneider“ – beides geht überhaupt nicht!

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