Offensive der wahhabitischen Terrorachse nahe des Bab Al Mandeb

Wie das in Dubai erscheinende Blättchen „Gulf News“ jubelt, soll eine unter saudischer Führung geführte Offensive des Militärs der Vereinigten Arabischen Terroremirate, verbündeter Wahhabiten und ihren Söldnern nahe des Bab Al Mandeb die Regierung in der Hauptstadt Sanaa hart treffen, da damit bei einem weiteren Erfolg in Mocha ihr Waffennachschub aus Somalia gekappt werden könne.

Zuvor hatten die Gulf News euphorisch gemeldet, wahhabitische Söldner hätten mit einer Offensive nördlich des Bab al Mandeb die Küstenstadt Dhobab aus der Hand der Kräfte des Obersten Politischen Rates erobert, dabei mindestens 30 ihrer Gegner, überwiegend Soldaten der Republikanischen Garde des Jemen gefangen genommen und dieser Erfolg würde sie nun in die Lage versetzen, die jementische Militärbasis in den Omeri-Bergen angreifen zu können, womit nun auch bereits begonnen worden sei. Die zionistisch-wahhabitische Propaganda-Schleuder AFP meldete, bei der Offensive seien mindestens 55 Soldaten der Regierung in Sanaa sowie 13 wahhabitische Söldner ums Leben gekommen, wobei da freilich von der UNO-gestützten Fiktion ausgegangen wird, dass die Regierung des Jemen nicht in den Regierungsgebäuden in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa, sondern im Hotelzimmer des jemenitischen Ex-Präsidenten Hadi in der saudischen Hauptstadt Riad ihren Sitz hat, und die saudisch geführte wahhabitische Terrorachse nicht gegen die Streitkräfte des Jemen, sondern gegen nordjemenitische Houthi-Milizen Krieg führt. Press TV berichtete, dass die Offensive nahe des Bab Al Mandeb begleitet wurde von saudischen Luftangriffen in den Provinzen Sanaa, Saada, Marib und Taizz, wobei es einige Tote gab und zivile Infrastruktur zerstört wurde.

Wie gewohnt hat das sich aufgrund seiner vielen Petrodollars besonders stark fühlende saudisch-wahhabitische Terrorregime also mal wieder einen Waffenstillstand dazu genutzt, um eine weitere Großoffensive gegen den Jemen vorzubereiten. Die jemenitische Nachrichtenagentur Saba News meldete, dass die Luftwaffe der von den US-Zionisten unterstützten saudischen Diktatur am heutigen Montag auch schon sechs Luftangriffe auf Einwohner der Stadt Mocha sowie weitere Angriffe in anderen Gebieten geflogen ist.

Es ist das erste Mal seit vielen Monaten, dass die saudisch geführte Terrorachse mit einer Offensive im Jemen tatsächlich mal am Boden ein paar Kilometer vorwärts gekommen ist. Im Oktober 2016 sah die Lagekarte vom Jemen beispielsweise ziemlich genau so aus wie sie im Mai 2016 ausgesehen hat:

Der Krieg der saudisch geführten Terrorachse hat zu einer schweren humanitären Katastrophe im Jemen geführt, in der gegenwärtig UNICEF zufolge etwa alle zehn Minuten ein Kind an Unterernährung stirbt. Die von Zionisten dominierte sogenannte „westliche Wertegemeinschaft“ unterstützt die wahhabitische Terrorachse bei ihrem Krieg gegen den Jemen natürlich, weil sie bezüglich des Jemen wie bei Syrien aus prinzipiellen Gründen der Meinung ist, die Legitimität der Regierung eines Landes sei daran zu erkennen, dass sie ihren Sitz in Hotelzimmern im benachbarten Ausland hat und mit Al-Kaida-Terroristen unter einer Decke steckt.

Unklar ist bislang noch, ob die USA als führende zionistsiche Macht nach der Amtseinführung von Donald Trump als US-Präsident an ihrer Unterstützung für den saudisch-wahhabitischen Terrorkrieg gegen den Jemen etwas ändern, wobei Trump das, wenn er denn wollen sollte, schon am ersten Tag seiner Präsidentschaft tun könnte.

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9 Gedanken zu “Offensive der wahhabitischen Terrorachse nahe des Bab Al Mandeb

  1. „wobei Trump das, wenn er denn wollen sollte, schon am ersten Tag seiner Präsidentschaft tun könnte.“

    Ich denke nicht, dass da schnell etwas passieren wird.
    ISIS bekämpfen ist ein klarer Punkt, kann in der Öffentlichkeit nur positiv bewertet werden (auch die Freunde einer „sunnitischen Entität“ dort werden nicht laut sagen können, dass das falsch sei), und kann im Irak noch etwas retten, die Kurden als Verbündete gewinnen, wer weiß, wie es mal weiter geht in der Region.

    Yemen ist nicht in der Öffentlichkeit; und anders als die Terroristen als Söldner der Golfmonarchien, sind jenige selber nicht einfach fallen zu lassen.

    Aber der Ton sollte sich deutlich verschärfen; sollte es einen Frieden in Syrien und eine fast vollständige Zurückdrung von ISIS geben, rückt der Yemen mit seiner humanitären Katastrophe und politschen Absurdität (Übergangspräsident führt keine Wahlvorbereitung durch, Amtszeit läuft ab, tritt zurück weil er im Land auch keine Unterstützung mehr hat; und wird dann von den Saudis und der Wertegemeinschaft als Präsident präsentiert) wohl unvermeidlich in den Blick der Öffentlichkeit.

    Zu gewinnen ist ja auch für die Saudies dort offenbar nichts;als Pragmatiker könnte Trump ihnen einfach sagen, lasst den Unsinn doch sein, meine Unterstützung gibt es nicht mehr dafür.

    1. andreas

      Es gibt noch etwas anderes, was ich nicht angesprochen habe. Wenn Trump etwas zum Jemen beschließen sollte, und das wird er vermutlich, hat er im Grunde drei Richtungen, in die er gehen könnte:

      1. Er lässt den saudisch-wahhabitischen Terrorkrieg mit US-Unterstützung so weiterlaufen, oder
      2. Er verlangt von der saudischen Koalition, dass sie Frieden schließt, und macht entsprechend Druck, dass sie das auch macht, oder
      3. Er lässt den Krieg weiterlaufen, positioniert die USA aber öffentlich oder mehr oder minder heimlich auf der Seite der Regierung in Sanaa, mit dem Ziel, in Saudi Arabien einen Regierungssturz herbeizuführen, und damit dem globalen wahhabitischen Terror an der saudischen Quelle auf den Pelz rücken zu können, und ganz nebenbei für hohe Ölpreise durch den Ausfall saudischer Förderung zu sorgen, die der ihn unterstützenden US-Ölwirtschaft satte Gewinne bescheren würden.

      Alle drei Möglichkeiten sind zumindest theoretisch denkbar, wenn auch sicherlich nicht gleichwahrscheinlich.

  2. 3….

    Welche Regierungen wären denn in Saudi Arabien denkbar, nach einem Sturz der jetzigen?
    Das wahrscheinlichste dürfte ja ein „Reformprinz“ sein, der übernimmt. Gibt es einen? Oder kann der gescheiterte Kriegerprinz geläutert dazu werden, man weiß ja nie.

    Ansonsten dürfte es außer ISIS und co niemanden geben, der da ernsthaft umstürzen könnte, zumindest landesweit.

    Aber ein Abfallen der schiitischen Provinzen, der eine regionale Machtteilung, wäre schon ein gewaltiger Schritt; wenn Riad zu schwach wird, ist sowas zumindest denkbar.

    1. andreas

      „… ein Abfallen der schiitischen Provinzen, (o)der eine regionale Machtteilung …“

      Das wäre vor allem deshalb weltpolitisch höchst bedeutsam, weil die saudischen Schiiten am persischen Golf praktisch direkt auf den größten Ölfeldern Saudi Arabiens leben. Wenn die schiitischen Regionen Saudi Arabiens sich abspalten oder de facto Autonomie erlangen, wäre es nahezu bedeutungslos, wer in Riad herrscht, weil es da dann kaum noch mehr als Sand gäbe. Ohne eine wahhabitische Kontrolle über die saudischen Petrodollars, die die globale Expansion des Wahhabismus vorantreiben, würde das globale Problem des Wahhabismus vermutlich über kurz oder lang ein lokales Problem werden. Und die Kontrolle über Mekka und Medina könnte dann beispielsweise an die Muslimbrüder unter Führung von Erdogan gehen.

  3. Trump ist Israelfreundlich, daher glaube ich nicht, dass er da gross was tun eird!
    Ausserdem ist der Hafen bon Jemen extrem wichtig für Saudis Israelis und den USA, daher lassen sie es nicht zu, in Jemen zu verlieren.

  4. „Ausserdem ist der Hafen bon Jemen extrem wichtig für Saudis Israelis und den USA, daher lassen sie es nicht zu, in Jemen zu verlieren.“

    Es wäre ja kein Problem für Trump, die US-amerikanische Jemenpolitik so aufzustellen, dass dabei auch ordentliche Beziehungen zum Jemen entstehen; egal wer da regiert.
    Und da Al Kaida und der IS dort aktiv sind und auch Gebiete halten, müsste Trump sich dafür auch nicht sonderlich verbiegen, sondern einfach seine ISIS-Eindämmungs-Politik fortsetzen.

    Wie „israelfreundlich“ die Befürwortung einer Ein-Staaten-Lösung wirklich ist, wird man auch erst in der Zukunft sehen.
    Sollte es eine solche geben, im Rahmen von UNO und co., kann sie kaum auf Apartheid beruhen.

  5. @andreas
    „Es wäre ja kein Problem für Trump, die US-amerikanische Jemenpolitik so aufzustellen, dass dabei auch ordentliche Beziehungen zum Jemen entstehen“

    Das System funktioniert auf Druck / Erpressung / Drohungen von Schwächeren. Die wollen das Land haben ohne irgendwas zu zahlen, also nimmt man sich es. Ob 1er oder alle sterben, interessiert die nicht.

    1. @rf
      „Das System funktioniert auf Druck / Erpressung / Drohungen von Schwächeren. Die wollen das Land haben ohne irgendwas zu zahlen, also nimmt man sich es. Ob 1er oder alle sterben, interessiert die nicht.“

      .

      Das war bisher richtig. Seid Ost Aleppo und den Fakes bezüglich der russischen „Hackerangriffen“ nicht mehr. Hier werden die „Schwächeren“, dank unseren gemeinsamen Kampfes langsam, zu den „Stärkeren“.

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