Kampfhandlungen zur Befreiung des Wadi Barada wiederaufgenommen

Nachdem eine Vereinbarung zum Waffenstillstand geplatzt ist, weil Terroristen sich ihrer vereinbarten Evakuierung nach Idlib verweigerten und Techniker angegriffen haben, die die von Terroristen sabotierte Wasserversorgung von Damaskus reparieren sollten, haben die syrische Armee und ihre Partner am heutigen Sonntag die Kampfhandlungen zur Befreiung des Wadi Barada vom Terrorismus wiederaufgenommen.

Mindestens zwei Kommandeure der Terrorgruppen im Wadi Barada kamen seitdem bei den wiederaufgenommenen Auseinandersetzungen ums leben. Wie ein Video des Militärmedienzentrums zeigt, hat die syrische Armee bereits die Kontrolle über eine Bergstellung, von der aus sie die wesentliche Einrichtung zur Wasserversorgung von Damaskus in Ain Al-Fijah überblicken kann:

Wie umfangreich die wiederaufgenommenen Kampfhandlungen im Wadi Barada sein werden, ist noch unklar. Denkbar ist durchaus, dass den Terroristen im Wadi Barada in naher Zukunft einfällt, dass sie die am Freitag geschlossene Waffenstillstandsvereinbarung eigentlich doch ganz prima finden und sie viel lieber grüne Busse hätten, die sie nach Idlib evakuieren, als von gelben Bulldozern bestattet zu werden, womit die Kampfhandlungen dann wohl, wenn die Terroristen das ernst meinen, jederzeit wieder eingestellt werden könnten. Für den Fall, dass die Terroristen sich anders entscheiden sollten, hat die syrische Armee allerdings bereits weitere Verstärkungen an die Fronten des Wadi Barada verlegt, mit denen sie, wenn nötig, die Befreiung des Wadi Barada komplett militärisch durchführen kann.

10 Gedanken zu “Kampfhandlungen zur Befreiung des Wadi Barada wiederaufgenommen

  1. Es hat mich ohnehin gewundert, wie man mit den Terroristen, die die Wasserversorgung für mehrere Millionen Menschen gefährden, einen Waffenstillstand schließen kann, solange sie noch vor Ort sind
    _zu allererst muss die Wasserversorgung gesichert sein!

    1. Der Waffenstillstand beinhaltete ja gerade die Herstellung der Kontrolle durch die syrische Armee und die Wiederherstellung der Wasserversorgung. Wenn die Terroristen wie bei dem letzten Waffenstillstand sagen, OK, ihr habt gewonnen, kommt rein, wir hören auf zu kämpfen, und das dann auch einhalten, dann gibt es natürlich keinen Grund mehr zu kämpfen. Nur, wenn die Terroristen sich dann nicht an ihr Wort halten, dann muss eben doch gekämpft werden, bis die Kontrolle da ist oder die Terroristen es ernst meinen mit dem Waffenstillstand und ihrer Evakuierung und das ist, was gerade geschieht.

  2. „…. Für den Fall, dass die Terroristen sich anders entscheiden sollten…..“

    Die „armen“ sind genauso durcheinander wie ihr Herrchen….
    siehe letzten Artikel
    „schmierenkomoedie-von-massenmedien-und-us-geheimdienstchefs-gegen-trump-und-putin“

    Wenn die keine Waffen hätten und nicht an Schalthebeln sitzen würden, könnte man ja mittleidig lachen darüber aber so hat man Probleme mit diesen Typen

    Man könnte den Typen auch dieses Video zeigen.

  3. Da bewerben sich doch glatt die nächsten, um nach Wadi Barada an der Reihe zu sein.

    ——-

    10 hours ago – 36°23′N 37°39′E
    Euphrates Shield forces seized control over Zammar and Asfar Tepe, East to AL Bab

    Sagen Livuamap mit Verweis auf eine türkischsprachige Quelle.
    Das wäre schon ein ganzes Stück östlich von Al Bab.

    Die SDF haben ihren Vormarsch dort vollständig abgebrochen, und stehen nun kurz vor dem Tabqa-Damm; der ist strategisch zwar nicht ganz so wichtig als der Tishreen- Damm, der ja für hundert Kilometer die einzige Euphrat-Querung darstellte, aber sehr dicht an Tabqa und auch nicht weit weg von AL Rakka, also eigentlich wichtiger als Al Bab für ISIL.

    Andererseits kann man in AL Bab dem ehemaligen Unterstützer Türkei ordentlich ärgern, und vor allem auch offizielle Soldaten einer Nato-Armee töten, das dürfte auf einer Hitliste der Terrormiliz ziemlich weit oben stehen.

  4. OT

    http://norberthaering.de/de/27-german/news/746-washington-und-indiens-bargeld#weiterlesen

    Sehr guter Beitrag zur Beleuchtung der Initiativen zur Abschaffung des Bargelds (womit verschiedene Ziele verfolgt werden, Geschäft, absolute Kontrolle, Möglichkeiten zur finanziellen Repression).

    In einem Land, wo über die Hälfte der Menschen kein Bankkonto hat und 97% der Transaktionen in bar stattfanden, mit einem Schlag 80% des umlaufenden Bargeldes über Nacht für ungültig zu erklären: so einen Plott würde man als Drehbuch wegen offenkundiger Absurdität einfach ablehnen, in einer normalen Welt.

    1. Es gehört eigentlich nicht hier her (Syrien), aber ich bin schon
      ziemlich verwundert über Hr. Modi bzw. sein „Vertrauen“ in
      altbewährte US-Institutionen, um mit so einem Bargeld-Gauner-
      Stück gegen sein Volk zu operieren. Oder möchte jemand behaupten,
      Hr. Modi sein hier nur ein kurzzeitiges Zweckbündnis mit US-Interessen
      eingegangen – stehe aber sonst voll hinter dem BRICS – Konzept, von
      der US-Dominanz unabhängiger zu werden ? Meine Befürchtung, dass
      sich global die Eliten doch ziemlich einig sind, was eine Weltordnung
      anbetrifft, scheint sich zu bestätigen. Geld regiert eben doch die Welt,
      und diejenigen, die das Geld-System steuern setzen sich durch.
      Wie soll da das arme Syrien auf Dauer widerstehen … ?

      1. … das können die Syrer nicht allein. Daher immer wieder der Appell, schließt euch an alles an, was man irgendwie Widerstand nennen kann. Denn niemand kann sich sicher sein ob er nicht der Nächste ist. Es wird auch zu uns kommen, es wird zu jedem kommen, früher oder später.

  5. Josie Ensor ‏@Josiensor 5 Min.Vor 5 Minuten
    US CJTF confirms to me special forces raid did take place in Deir Ezzor yesterday. Seems to have been a hostage rescue operation

    Wer wurde da befreit?

    Nachdem die so aufgebauschte NSyA so gekracht ist, gibt es ja verschiedene Aussagen, dass die im Hintergrund trainiert werden, um ISIS-Gebiete „von innen“ zu nehmen; wenn sie dann Teil des Waffenstillstands sein wollen, udn warum sollten sie nicht, blieben doch große „grüne Flächen“ auf der Karte für die Verhandlungen.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.