Donald Trump nominiert Rex Tillerson als Außenminister

Der designierte neue US-Präsident Donald Trump hat am heutigen Dienstag nach tagelangen Gerüchten offiziell Rex Tillerson, den Chef des US-Ölgiganten ExxonMobil, als Außenminister der USA nominiert.

Das ist die bislang die wohl bemerkenswerteste und überraschendste Kabinett-Entscheidung von Donald Trump. Nachdem Trump zum Präsidenten gewählt worden war, hatte wohl praktisch niemand Rex Tillerson auf dem Radarschirm. Wie schwer es war, einen passenden Außenminister zu finden, lässt sich schon daran ablesen, dass der Auswahlprozess über einen Monat gedauert hat. Die zionistische Kriegslobby tobt vor Wut. Vorgeblich geht es bei der Kritik der Israel-Lobby darum, dass Rex Tillerson als US-Außenminister ungeeignet sei, weil er Träger des russischen „Ordens der Freundschaft“ ist.

Tatsächlich geht es um mehr. Als Chef von ExxonMobil gehört Rex Tillerson nicht zum Sumpf der Israel-Lobby, der die US-Außenpolitik seit Jahrzehnten dominiert. Mit der Nominierung von Rex Tillerson als Außenminister setzt Trump offensichtlich die Strategie fort, die zum jüdisch-zionistischen Komplex Wall Street gehörige zionistische Kriegslobby mit Hilfe der Ölindustrie in Washington zu entmachten und eine grundlegende Richtungswende in der US-Außenpolitik dergestalt einzuleiten, dass die US-Außenpolitik zukünftig nicht mehr von israelischen Regime-Changes-Interessen bestimmt wird, sondern dem Leitmotiv „Amerika zuerst“ folgt.

Das erste, was von Rex Tillerson dabei zu erwarten ist, ist natürlich, dass er die von führenden Vertretern der Israel-Lobby planvoll und systematisch ruinierten Beziehungen der USA zu Russland wieder verbessern wird. Rex Tillerson vom israelischen Senat als Außenminister bestätigt zu bekommen, könnte im Januar zwar noch ein harter Kampf werden, aber die gute Nachricht dabei ist, dass Trump offensichtlich gewillt ist, diesen Kampf zu führen und zu gewinnen.

Advertisements

22 Gedanken zu “Donald Trump nominiert Rex Tillerson als Außenminister

  1. ,,dass Trump offensichtlich gewillt ist, diesen Kampf zu führen und zu gewinnen.„
    Ich hoffe er hat auch die Kraft und Ausdauer.

  2. „Rex Tillerson vom israelischen Senat als Außenminister bestätigt zu bekommen…“

    Das verstehe ich nicht. Vom israelischen Senat? Ein Metapher für den israelisch dominierten Senat in den USA?

    1. Ja, der US-Kongress ist israelisch besetztes Territorium, ähnlich wie der Golan und die Westbank.

      1. Sagte nicht A. Foxman (ADL) sinngemäß, er könne innerhalb einer Stunde 40 Unterschriften aus dem Senat auf eine Servierte bekommen, wenn er wolle und egal wofür er wolle?

        Der ganze Kongress ist voller Schabbesgoy.

      2. „Ja, der US-Kongress ist israelisch besetztes Territorium, ähnlich wie der Golan und die Westbank.“

        Herrlich, dieser Satz!

      3. Hans mein Igel

        Nein, Foxman hat das nicht gesagt. Die Geschichte ist anders.

        Top-Hasbarist Jeffrey Goldberg hat 2005 im New Yorker geschrieben, Steven J. Rosen, Top-Funktioniär von AIPAC, habe ihm gegenüber zu einem angeblichen Einflussverlust der Israel-Lobby nach der Steiner-Affäre erklärt: „Siehst du diese Serviette? In 24 Stunden können wir die Unterschriften von 70 Senatoren auf diese Serviette bekommen.“

        Quelle:
        http://www.newyorker.com/magazine/2005/07/04/real-insiders

        Das wäre heute aber wohl etwas übertrieben. Bei Obamas Iran-Deal 2015 hat AIPAC es nämlich trotz intensiver Bemühungen knapp verpasst, die für eine Blockade des Deals notwendige Zweidrittelmehrheit von 67 Senatoren zusammenzubekommen. Aber für eine einfache Mehrheit, egal für was, reicht die macht von AIPAC im Senat wohl immer noch locker.

  3. Ich persönlich habe ein ganz ungutes Gefühl, die hecken doch gerade eine große Schw…..ei aus.Würde mich nicht wundern, wenn am kommenden Montag die Wahlmänner nicht Trump bestätigen.Sollte das nicht klappen, bleibt immer noch die verschwubelte Geschichte mit der russischen Einmischung, da wird sich doch etwas finden lassen und Obama kann und wird entweder Neuwahlen oder den Notstand ausrufen.Habe mir die letzte Zeit diesbezüglich unsere Medien genauer angeschaut, so wie die z.Zt. agieren, rechnen sie nicht damit, dass Trump das Amt antritt, sonst wären sie deutlich vorsichtiger.Und genau das dürfte Obama auch Frau Merkel bei seinem letzten Besuch geflüstert haben…….Wäre schön, wenn ich mich irre.

    1. Europa steckt in 2 Krisen: In einer gesellschaftlichen, die man aus der Formel Verteilung von unten nach oben gebracht werden kann und die gerade rechte Partei nach oben bringt. Dazu kommt man aus der wirtschaftlichen Krise nach der Börsenkrise einfach nicht raus. Und nun stehen in den beiden zentralen Ländern Wahlen an. Da man erkannt hat, das man kurzfristig das nicht lösen kann, versucht man jetzt den Konflikt mit Russland zu schüren. Man geht ja sogar soweit offensichtlich zu lügen und sich selbst in eine Lage zu bringen, wo keiner mehr den Aussagen glaubt. Man will wohl über die Wahlen kommen um erst mal 4 Jahre so weiter wirtschaften.

      Das das Ganz Kontraproduktiv ist, weil für ein Rohstoffarmes Land wie Deutschland ein Herumverteilen von Sanktionen mehr als schlecht ist, ist klar. Das man in D schon anfängt die Scheindemokratische Maske fallen zu lassen (Überwachung und vieles andere mehr) ist offensichtlich.
      Das da Trump nicht passt, ist klar. Nur glaube ich nicht, das man in den USA die Scheindemokratische Maske fallen lässt. Trump wird Präsident werden, aber er wird (wie Obama) an die Grenzen des Systems stoßen und am Ende gibt es ja noch die Kennedy-Lösung, ein Russe, der dann auf der Flucht erschossen wird, wird sich schon finden.

  4. Alleine die Strategieänderung in Syrien gibt zu Denken, wo derartige Änderungen ablaufen.
    Es sind die Häufung von Zufällen, wie der Türkei-Umsturz, der Verlust v. Aleppo und Damaskus, die Bomben auf Damaskus dd. Isr. was durch Trump weiter verstärkt. Hohe Verluste f.d, Saudi und Türken und eine offensichtlche Lenkung durch die USA wird erkennbar.

    1. @biersauer
      Ich weiß nicht, ob das US-Strategie ist.
      Könnte auch anders sein. Es gibt ein bestimmtes geostrategisches Interesse, das durchaus auf russischer Seite liegt. Nichts Geheimes, alles offen benannt: Nordstream, Southstream Turkstream und das hier http://wissensfieber.de/wp-content/uploads/2016/01/pipeline.bmp
      Dazu IS-Kämpfer aus Russland und dessen Grenzrepubliken. Die Rolle der NATO passt dann auch ganz gut und die Absicht das Nabucco-Pipeline-Projekt zu reaktivieren. Einfache Sache. Der Gewinner macht das Geschäft. Und das sind nach Lage der Dinge derzeit weder die EU noch die US. Aber Russland auch noch nicht. Der CEO von Exxon als Außenamtchef kommt dem WWP an der Stelle gerade recht. Und in Syrien wird sich alles in die Länge ziehen….

      1. Don Carlos

        Ich würde das genau andersherum sehen: als Exxon-Boss weiß Tillerson nur zu gut, dass die Pipelines nicht der Grund für die Kriege sind und dass sie es auch nicht wert sind.

        Die Logik, an die viele Israel-blinde friedensbewegte glauben, ist einem Ölboss kaum zu erklären: Milliarden über Milliarden für Proxy-Kriege gegen Russland und Iran ausgeben, wo dann eben wegen der Proxy-Kriege für Jahrzehnte keine Pipeline mehr sicher betrieben werden kann, und sich damit gleichzeitig riesige lukrative Projekte in Russland, Irak und Iran zerschießen, das soll sich rechnen? Nie und nimmer, natürlich nicht, aber es hilft den Tätern vom wahren Kriegsmotiv, nämlich die Unterstützung israelischen Expansionsdranges, abzulenken.

  5. Silvia Schnabel, ich glaube Trump wird Präsident. Er ist auf dem „The economist“ cover als „Judgement“ figur aufgeführt. Das will einiges heissen.

    1. Russland denkt merkantil und hat bereits lange auf Kriegsgeschäfte umgerüstet und verkauft Ölanteile. Öl ist keine Zukunft – Krieg schon.
      Clever hatte Russland die Gelegenheit Syrien zu helfen, geschickt genutzt um Kriegsmaschinen und Technologie zu forcieren. Das fällt den Amis jetzt auf den Kopf, weil sie dieses Geschäft für sich erwartet haben, sokönnen sie bestenfalls ihren surplus nach EUropa verhökern.
      Dann ist ihr Ehrgeiz mittels TOW2 den Terroristen Vorteile zu schaffen, gegen eigene Panzer und zuletzt einen LEO2 , damit gekillt, währenddem die russ. T92 solche Angriffe überstanden.
      Iran und russ. Drohnen sind ebenfalls überall im EInsatz, sogar im Jemen.

  6. In Ost-Homs deutet sich ein regelrechtes Desaster für die syrische und russische Armee an: Nach Palmyra droht jetzt auch die T-4 Basis – die letzte Luftwaffenbasis im Osten des Landes – zu fallen, dem IS sind effektive Luftabwehrsysteme und Militärtechnik in die Hände gefallen, wie Dominosteine fällt eine Stellung nach der anderen – wo bleibt die Gegenoffenive?

    1. Nur keine Panik,

      Die syrische Armee wird wohl in der Zwischenzeit genug Reserven herangeführt haben um die Angriffe des IS zurückzuschlagen und auf den richtigen Zeitpunkt für Gegenangriffe warten.

      Sollen die Terroristen doch erst mal ihr Pulver bei Angriffen auf geicherte Stellungen verschießen….

  7. Amerika zuerst …
    Nach reiflichen Zurücklehnen denke ich, dass die Erzkonservativen erkannt haben, was eine hohle Nuss ist. Nach vielen Regierungen, die aufgrund von Minderwertigkeitsgefühlen eine Unmenge an Energie und auch Kosten in eine immer dickere und alles versteckende Schale investiert haben, kommt jetzt jemand daher, der nach dem Warum fragt. Es ist ausser der Schale fast nichts mehr zu schützen, weshalb immer wieder eine Panik ausbricht, wenn an der Schale gebohrt wird.
    Die Nuss mit Inhalt zu füllen, wird sicherlich Jahrzehnte dauern.
    Das fängt damit an, dass Menschen an die Regierung kommen, die halbwegs Lobbyresistent sind. Sie müssen sich nicht mehr nach oben dienern um irgendwelche hospitality-Posten des Kapitals zu erbetteln. Eigentlich das System von Julius Caesar. Die verkrustete (Schale) Lobby bekommt damit ein Problem und wird selbst zum Hausierer.

    Eine hohle Nuss ist gut daran zu erkennen, dass sie mit allen möglichen rhetorischen, nichtssagenden Worten gefüllt wird. Aktuelles Beispiel sind die „westlichen Werte“, mit denen andere Staaten bombardiert werden, wenn sie diese nicht achten. Ja, bitte schön, sollen andere Staaten den Inhalt einer hohlen Nuss achten ?
    Ich kann nur achten, was und wen ich kenne und kein Phantom.

    Sicherlich haben jetzt andere Staaten ein Problem, die plötzlich ihre Schale selbst pflegen dürfen. Das ist revolutionär, und wehe dem Staat, der die Inhalte alle aufgebraucht oder verzockt hat. Der sollte sich einen Fusionspartner mit Inhalt suchen. Die EU ersucht aber hysterisch den Erhalt der Schale.

    Es sieht so aus, als wenn Amerika zuerst nach Inhalten suchen will. Die Zionisten werden das nicht kampflos zugestehen.

  8. Jetzt hat Trump gerade David Friedman als Botschafter für Israel bestimmt. Wie passt das denn zusammen?

    1. Rohrschacher

      J Street meint dazu: “This nomination is reckless, putting America’s reputation in the region and credibility around the world at risk.”

      Dann wollen wir mal hoffen, dass diese Risiken auch tatsächlich eintreten.

      1. Ich meine, weil David Friedman ja bekanntlich einer der bekanntesten Israel Lobbyisten überhaupt ist und die Israelische Besatzungapolitik verschärfen will. Von Trump hätte doch nicht erwartet, dass er die Israel Lobbyisten so massiv unterstützt. Wieso macht er das?

      2. Rohrschacher

        Bei den republikanischen Wählern liegt die Unterstützung für Israel nach wie vor bei rund 70%. Bei den demokratischen Wählern ist sie geringer, aber auch dominant, zumal dazu kommt, dass die Großspenden der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Clinton fast ausschließlich von der Israel-Lobby kamen.

        Durch die Macht der Lobby und die Beliebtheit Israels ist es auch zu erklären, dass Trump sich gut mit Netanjahu stellt, obwohl das „Israel-First“ der Israel-Lobby sich mit dem „America First“ von Trump beißt. Israel freut sich über die Ernennung Friedmans zum Botschafter und die Verlegung der Botschaft nach Jerusalem dürfte folgen. Praktische Konsequenzen hat das erstmal nicht. Trump macht nur offen, was all seine Vorgänger verdeckt gemacht haben, nämlich Israel bei allen Verbrechen zu unterstützen.

        Aber, wie J Street es schon richtig sagt, der Schritt birgt enorme Risiken für das regionale und globale Ansehen der USA. Und das ist auch ein Risiko für Israel. Gibt es dann wie zu erwarten demnächst Streit mit Israel, weil Israel „Amerika zuerst“ nicht akzeptiert, kann Trump seiner Basis sagen, er habe alles gemacht, um Israel zufrieden zu stellen, aber Israel habe seine Freundlichkeit missbraucht und nun müsse den israelischen Attacken auf die Souveränität der USA Einhalt geboten werden.

        Dann steht Israel plötzlich ganz allein da.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.