Syrische Armee schiebt Terroristentasche in Aleppo weiter zusammen

Nachdem die syrische Armee in Aleppo zwei Tage weniger offensiv gegen die noch in Aleppo verbliebenen Terroristen vorgegangen ist, um dadurch die Flucht von Zivilisten zu erleichtern und für einen geregelten Ablauf von Kapitulationen von Terroristen zu sorgen, schiebt die syrische Armee den Rest der Terroristentasche am heutigen Sonntag weiter zusammen.

Das Militärmedienzentrum teilte mit, die syrische Armee habe eine zuvor nich umkämpfte Gegend südlich der Zitadelle unter Kontrolle gebracht, sie mache gute Fortschritte beim Vormarsch von Ost nach West in den Bezirken Bab Al Maqam und Karm Al Dada und veröffentlichte dazu folgende Karte:

Die Karte zu der Nachricht ist etwas seltsam, weil einerseits auf der Karte der Bezirk Saliheen als noch unter der Kontrolle von Terroristen ausgewiesen wird, andererseits die zugehörige Nachricht jedoch besagt, dass die syrische Armee bereits im westlich davon liegenden Bezirk Karm al Dada deutliche Fortschritte macht. Yusha Yuseef meldete heute zur Lage in Saliheen, dass die syrische Armee da gegenwärtig die letzten Positionen von Terroristen stürme, was durchaus realistisch erscheint.

Deshalb erscheint im Moment auch die Karte von Islamic World News, auf der Saliheen weitgehend der syrischen Armee zugerechnet wird, realistischer zu sein als die des Militärmedienzentrums:

Ansonsten geht in Aleppo das Gerücht, die syrische Armee hätte den meisgesuchten Kinderköpfer der Zankis gefasst. Mal schauen, ob sich das bewahrheitet.

Zu Palmyra im Osten der Provinz Homs, wo anscheinend mehrere Tausend ISIS-Terroristen eine Offensive gestartet haben, lässt sich nunmehr sagen, dass vieles dafür spricht, dass die syrische Armee dem Angriff absichtlich „sehr elastisch“ entgegentritt, um es wie schon in Ramouseh und im Bezirk Al Assad in Aleppo auszunutzen, dass Terroristen sich in der Vorwärtsbewegung recht sauber von der sie sonst umgebenden Zivilbevölkerung trennen lassen.

Wie schon in Ramouseh und Al Assad misinterpretieren die Terroristen und ihre Unterstützer diese Taktik der Armee, die sich in Aleppo als ausgesprochen erfolgreich herausgestellt hat, als Schwäche der Armee und großen Sieg der Terroristen.

Nachtrag 16:45h: Inzwischen meldet das Militärmedienzentrum die Bezirke Saliheen und Bab Al Maqam als befreit und hat dazu eine neue Karte zur Lage in Aleppo veröffentlicht:

Die Karte deckt sich nun weitgehend mit der von Islamic World News. Bis zur Hajj-Brücke, die in etwa ds Zentrum des verbliebenen Terroristengebietes sein dürfte, sind es nur noch knapp einen Kilometer.

Nachtrag 16:55h: 24 Resistance Axis meldet, dass die syrische Armee in Aleppo gegenwärtig den Bezirk Jallum südwestlich der Zitadelle stürmt.

Nachtrag 21:00h: Folgendes Video soll die syrische Armee heute beim Vorrücken auf der Hauptstraße im Bezirk Seif Al Dawlah zeigen:

Maytham meldete, dass die syrische Armee und ihre Partner den Bezirk Jallum eingenommen haben.

Nachtrag 23:00h: Yusha Yuseef hat auch eine neue Karte von Aleppo veröffentlicht:

Da sieht es so aus, dass die syrische Armee gegenwärtig ungefähr die Hälfte von Sheikh Saeed kontrolliert und auf der Achse Bab Maqam von Osten her bis auf weniger als 800 Meter an die Hajj-Brücke rangekommen ist, Jallum jedoch noch von Terroristen beherrscht wird.

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45 Gedanken zu “Syrische Armee schiebt Terroristentasche in Aleppo weiter zusammen

  1. Palmyra ist gefallen, Southfront spricht von massiven Fehlern der syrischen Armeeführung vor allem in Palmyra selbst, das sieht nicht wie Taktik aus….

    1. Der Angriff wurde abgewehrt und jetzt ist ISIS 7 km von Palmyra entfernt. Leider gibt es immer wieder Widerspruch in den Nachrichten.

      1. Wie Al.Masdar News gerade meldet haben die IS Banden in Palmyra mehrere Panzer und diverse, auch russische , Fahrzeuge erbeutet.
        Das lässt folglich nicht auf einen geordneten und gewollten Rückzug oder gar eine Falle schließen.
        Al Masdar redet von einer Blitzoffensive.
        Das kann aber nicht sein weil der Angriff sich ja schon vor Tagen abzeichnete.
        Auch wenn diese Banden mit Sicherheit vom Ausland ferngesteuert werden und daher genaueste Kenntnisse über Positionen und Stärke der „Verteidiger“ hatten und auch wenn es einen Sandsturm gab, dann stellt sich immer dringender die Frage wie sich tausende im total ungedeckten Nichts organisieren können (es braucht für Panzer und Fahrzeuge Benzin, Munition und Ersatzteile u.s.w. und dazu braucht es eine Infrastruktur die bis weit ins Ausland reicht) ohne dass das die Aufklärung das mitbekommt.

        Diese sogenannten Verteidiger, die zudem ihre Fahrzeuge aufgegeben haben, (ist man zu Fuß schneller bei der Flucht?) die haben ihren Kameraden in Aleppo, ganz im Sinne der Weltverbrecher, einen Bärendienst erwiesen.
        Es ist aber nicht das erste Mal das die syrische Armeeführung total versagt hat und das die „Verteidiger“ sich nicht gerade Tapferkeitsorden verdienen.
        Es stellt sich auch die Frage ob es immer noch Verräter in den Reihen der Armee/Milizen gibt die bewusst den Aufmarsch der IS Banden in der Wüste übersehen haben.
        Auch ein gewolltes Spiel der Regierung halte ich durchaus für möglich denn es fällt im Laufe der Jahre auf dass man IS international zu eigenen Zwecken nutzt um sich selbst besser als Opfer verkaufen zu können?
        Tatsache ist jedenfalls das der Kampf der SAA gegen den IS. noch dazu in der Wüste ohne das die Banden Deckung oder Zivilisten als Schutzschilde haben, auffällig zaghaft vor sich geht.
        Das steht zumindest im totalen Kontrast zum bisher erfolgreichen Häuserkampf im urbanen Aleppo.

        Fazit diese Niederlage past leider nicht zu den bisher eher guten Nachrichten aus Aleppo.
        Auch befürchte ich das die Banden in Idlib bald wieder im Auftrage ihrer Bosse im Ausland zuschlagen und die Aufklärung wieder versagt.

    2. Torsten,

      nicht gleich in Panik geraten, Aleppo ist wichtiger. Die Zivilisten sind evakuiert. Wenn der IS die Stadt übernimmt, dann übernimmt er eine menschenleere Stadt die dann mit massiven Waffen Einsatz wiedergewonnen werden kann.
      https://de.sputniknews.com/politik/20161211313719183-daesh-vormarsch-palmyra-oasenstadt-evakuiert/
      Das war übrigens nur weil die USA plötzlich in Raqqa einen Waffenstillstand hat. Ein Schelm der böses dabei denkt.
      https://de.sputniknews.com/politik/20161211313717806-is-rakka-palmyra-reserven/

    3. Meine Quelle sagen auch, dass Palmira verloren ist. Angeblich haben nicht alle Soldaten geschafft sich zurückziehen und jetzt noch vereinzelt kämpfen sie verzweifelt. Kommando Struktur hat total versagt. Ein Grösse Niederlage in erste Linie für Russland welche an Befreiung von Palmira gedrängt hat. Palmira ist zu weit aussen und es war nicht genug Kräfte da um sie abzusichern.

    4. Der Angriff auf Palmyra schien von langer Hand sehr gut geplant zu sein, an dem bis zu 4. bis 5.000 (!) Terroristen am Sonntagfrüh in einer zweiten Welle beteiligt gewesen waren…Das wirft natürlich die Frage auf, auf wessen Planung das Ganze zurück ging…Es zeigt sich immer klarer inwieweit tief verstrickt die Geheimdienste der USA, Englands Türkeis und Israels mit ISIS sind. Die ganze Zeit wird einem weiß gemacht, dass der Westen insbesondere die USA die ISIS bekämpft, auf der anderen Seite können die Halsabschneider einfach mal von Mosul und Raqua unbehelligt mal rüber mit mehren Tausend Kämpfern mit schwerem Gerät nach Syrien „pilgern“…Von wegen mal 50.000 Kämpfer in den letzten Jahren getötet…ISIS ist ferngesteurt – und zwar durch das doppelte Spiel der Briten, Amerikaner und Isaraelis darüber gibt es keine Zweifel mehr…einzig Hoffnungsschimmer für Palmyria ist der aktuelle Bericht von Ziad Fadel von http://syrianperspective.com, dass die SAA zusammen mit ihren russischen Partnern die Lage erkannt haben, und jetzt in Palmyra zum „vernichtenden“ Gegenschlag ausholen, so wie von ihm berichtet…
      Skepsis bleibt jedoch bei dessen teilweise sehr pro-syrischen SAA-Schönfärberei angebracht, da die meisten Medien übereinstimmend berichten, dass die SAA sich weitgehend aus Palmyra zurückgezogen hätte, der mühsam erringte Sieg im Frühsommer 2016 wäre somit für die Katz gewesen…echt bitter!

      http://syrianperspective.com/2016/12/isis-smashed-in-palmyra-british-imbeciles-humiliated-syrian-army-advances-into-more-areas-of-east-aleppo-killing-dozens-of-rodents.html#comments

      http://tass.com/world/918534

    5. Meldung des russischen Kommandos betreffs Palmyra und betreffs der Luftangriffe (64 Angriffe) gegen die Banden die Palmyra gestürmt haben bei Al-Masdar News:

      „They destroyed 11 tanks and infantry fighting vehicles, 31 vehicles carrying large-caliber automatic guns, more than 300 militants,“ the ministry said.

      Es ist auf Al-Masdar News (Kommentare) zudem die Rede davon das es ca. 4000 Terroristen sein sollen (angeblich auch welche die aus Mosul entkommen sind) die dort von diversen Seiten aus angreifen.

      Wie kommen die mitten in der Wüste (dort gibt es nur wenige Siedlungen mit wenigen Gebäuden und keine sonstige Deckung.)?
      Warum gibt es keine Minengürtel um relevante syrische Stellungen und warum gibt es keine Scharfschützen und Stellungen auf Hügeln, Dächern u.s.w..
      Ich kann nicht verstehen wie man bei Waffenüberlegenheit und bei totaler Luftüberlegenheit mitten in der Wüste nicht bemerken kann wenn sich dort mehr Terroristen mit schweren Waffen sammeln als es Einwohner im Umkreis von 50 km und mehr gibt.
      Die Armee braucht immer Tage, Wochen oder gar Monate und Jahre um einen Ort zu erobern und sie verliert ihn häufig innerhalb weniger Tage oder gar innerhalb Stunden.

      Ich kann das in Anbetracht von bald 6 Jahren Krieg nicht als raffinierte Taktik erkennen (ohne Hisbollah, Russland und Iran wäre Syrien längst verloren).
      Ich kann dort nur schlechte Aufklärung und schlechte Kampf-und Verteidigungstaktik erkennen und einen Generalstab der immer noch nicht richtig begriffen hat das es sich hier nicht um eine offene Feldschlacht handelt sondern um Banden, Partisanen, Terroristen die man anders bekämpfen muß.
      Es gilt jetzt mit aller Macht und ohne weitere Rücksicht Aleppo voll unter Kontrolle zu bringen und Aleppo Richtung Idlib weiter abzusichern und bei Palmyra endlich eine Verteidigung aufzubauen die nach der Befreiung von Idlib zum Angriff auf IS Gebiet taugt.
      Fazit
      Palmyra ist trotz der ärgerlichen Entwicklung im Moment strategisch nicht so wichtig.
      Für mich gilt weiter Aleppo zu befreien und danach Idlib zu erobern.
      Der IS sollte in der Wüste bei richtiger Kampfführung und in Anbetracht der Waffenüberlegenheit, Lufthoheit und russischer Aufklärung und dann eigentlich der leichtere Aufgabe sein.
      Vielleicht gelingt es ja den angeblich 4000 IS Terroristen bei Palmyra ihr Waterloo zu bescheren. um dann den Weg frei zu haben.
      Ich will es mal hoffen.

      1. Offensichtliche strategischnFehler der SAA, dieses heranziehende Heer nicht erkannt!
        Solche Bewegungen sind vom Sattelit erkennbar, auch nachts, da war einfach die „intelligence“
        auf Uralaub. Auch bei Südaleppo war es schon so. Es fehlt auch an Befestigungen.
        Monate sind seit der Einnahme vergangen und blieben unbenutzt.

      2. „Wie kommen die mitten in der Wüste (dort gibt es nur wenige Siedlungen mit wenigen Gebäuden und keine sonstige Deckung.)?
        Warum gibt es keine Minengürtel um relevante syrische Stellungen und warum gibt es keine Scharfschützen und Stellungen auf Hügeln, Dächern u.s.w..
        Ich kann nicht verstehen wie man bei Waffenüberlegenheit und bei totaler Luftüberlegenheit mitten in der Wüste nicht bemerken kann wenn sich dort mehr Terroristen mit schweren Waffen sammeln als es Einwohner im Umkreis von 50 km und mehr gibt.“

        Zum Beispiel in den 160 von den US zerstörten Tankwagen (!!!) – genialer Schachzug. Also Einfälle hammse, die ISIS-„Verehrer“. Und nachdem die – vermute ich mal – aus dem Irak nach Syrien kamen und dann bei Geklegenheit „entladen“ worden sind, ging es los und während des Kampfes erzielte Ami einen „beachtlichen Erfolg“ beim Beschi – äääh…- Bekämpfen des DAESH, indem 160 Tankwagen zerstört werden konnten.

        Wo ich das herhabe? Al masdar news, aus dem Kommentar eines Users namens Dashbag sux. Dieser versuchte mittels OSINTH was herauszufinden. Fand auch irgendwie etwas und schrieb (er ist lt eigenen Angaben Legionär ais Frankreich gewesen mit Erfahrung), daß für einen gewöhnlichen Tankwagen mit Öl es sehr, sehr kleine – viel zu kleine – Explosionen seien.

        Rätsel gelöst… noch irgendwelche Fragen?

        – Konrad Fitz –

    6. Gestern wie das alles im Gange war, trieben sich laut militarymaps-info jede Menge US-Drohnen dort im Raum Palmyra rum – schön verteilt auf das gesamte Aufmarschgebiet von DAESH.

      Mein Gedanke war impulsiv „Ei gucke! Das ist DWER Beweis, das US ISIS bewußt in ihren Aktionen mit Logistik, Waffen und Intelligenz unterstützt!“. Wie damals in Deyr ez Zor.

      Dazu paßt die Ankündigung, daß mit Aleppo noch lange kein Krieg zu Ende sei.

      Dazu paßt, daß man ISIS nach Syrien aus Mossul lassen wolle.

      Ich würde die Drohnen unter allen Umständen elektronisch kommunikativ ausschalten. Was haben die Amidrohnen zu diesem Zeitpunkt und überhaupt da zu suchen?

      Moloch läßt zunehmend alle Hüllen fallen und die wahre Fratze wird sichtbar.

      – Konrad Fitz –

    7. Dürfte ebenfalls Missverständnisse vorliegen, denn die ISIS ist nachts stark angeschlagen und das geht derzeit so weiter. Ein Verlust von 300 Kämpfern und zig Kampffahrzeugen ist kein Sieg.

  2. Die Angaben des syrischen Militärs, dass beim Übertritt ca. 1200 Personen (Zahl von Samstag) der polizeilichen Überprüfung zugeführt wurden, wird auch indirekt von Al Jazeera bestätigt.

    Natürlich mit Druck auf die Tränendrüsen, dass es eine humanitäre Katastrophe ist, wenn Familien auseinandergerissen werden. Übersetzter Wortlaut vom UN-Menschenrechtssprecher Rupert Colville: „Angesichts der schrecklichen Aufzeichnungen von willkürlicher Inhaftierung, Folter und Verschwinden, sind wir natürlich zutiefst besorgt.“

    http://www.aljazeera.com/news/2016/12/hundreds-men-east-aleppo-missing-161209111507380.html

    Wichtig scheint mir nur der erste Absatz zu sein, dass ernsthaft versucht wird, die Spreu vom Weizen zu trennen.

  3. Zitat Parteibuch
    „Zu Palmyra im Osten der Provinz Homs, wo anscheinend mehrere Tausend ISIS-Terroristen eine Offensive gestartet haben, lässt sich nunmehr sagen, dass vieles dafür spricht, dass die syrische Armee dem Angriff absichtlich „sehr elastisch“ entgegentritt, um es wie schon in Ramouseh und im Bezirk Al Assad in Aleppo auszunutzen, dass Terroristen sich in der Vorwärtsbewegung recht sauber von der sie sonst umgebenden Zivilbevölkerung trennen lassen.“

    Und dachte doch glatt das die Terroristen ohne Zivilisten anmarschiert sind und ihre Angriffe starteten.

    Wenn man Zivillisten und Terroristen voneinander Trennen möchte hätte man die Terroristen auch bekämpfen können bevor sie die Stadt eingenommen haben. Wobei ich mal hoffe das den Terroristen keine Zivilisten und/oder regierungstreue Soldaten durch den Rückzug der Armee in die Hände gefallen sind.

    Auch hier stellt sich mir die Frage wo war die Aufklärung? Eine gute Aufklärung ist für die Russen doch weit preiswerter an Material, Menschenleben und besser für die Publizität als Bomben auf sich in Städte eingenistete Terroristen zu schmeißen.

    Desweiteren dachte ich, dass die Regierungsseite technisch (Flugzeuge, Hubschrauber, Fahrzeuge) besser ausgerüstet sei als die Terroristen, wie kann dann innerhalb von mehren Tagen nicht ausreichend Verstärkung herbeigeschafft werden?

    Kurzum für mich schauen die jetzigen Vorgänge um Palmyra nicht wie starke der Regierungsseite sondern wie deren Schwäche aus.

  4. Danke zunächst einmal für die recht guten nachrichten aus dem operationsgebiet aleppo stadt. allerdings was palmyra angeht war /binich der meinung das die (voreilige) befreiung zwar gute pr (und diplomatische „entlastung“ für die rf -für viele einwohner auch willkommen ) aber MILITÄRISCH ein FEHLER war. dadurch wurden die syrischen kapazitäten weiter unnötig zerklüftet die syrischen streitkräfte ohne operationelle tiefe von 3 seiten exponiert. die gefahr für den syrischen staat ging und geht nicht primär von den „herren der wüste“ aus (wenn sie nicht gerade von ihren herren in die spur geschickt werden). es sollten von daher palmyra strategisch aufgegeben und eine neue harmonisierte stark befestigte front gegen die halsabschneider gebildet werden. primat haben jetzt aleppo, duma, sowie die takfiris von hama fernzuhalten. und auch ein weiteres nördliches ausbreiten des gleichen packs (hier mit türkischer unterstützung) verhindert bzw diese gruppierungen zerschlagen werden. DANACH zu gegebener zeit sollte in breiter front mit massiven reorganisierten kräften und ALLEN mitteln des modernen krieges dieses westliche /us konstrukt isis /daesh (auf voller breite) zerschmettert werden.

  5. Liebes Parteibuch,
    auch andere wie hier

    versuchen den Verlust von Palmyra (und der Öl- und Gasfelder in Ost-Homs) schönzureden!
    Ist es deswegen tatsächlich so?

    Es mag eine (oft von Iranern verwedete) Taktik sein den Gegner ein Stück kommen zu lassen damit
    er die Deckung verläßt und in einem ihm nicht vertrauten Gebiet kämpft.
    Aber dafür dürfen keinesfalls Kämpfer und Zivilisten geopfert werden geschweige denn viel Infrastruktur, Munitionsvorräte etc. verlieren ….
    Nicht mal der Flughafen wurde gehalten, nicht mal die Zitadelle und einige wichtige Anhöhen ….
    Wenn man alle wichtigen Punkte verliert ist es eben eine Niederlage ….
    Und: Der IS kam auf offenen Gelände, war nicht mit Zivilisten vermengt …. Da hätte er entscheidend
    dezimiert werden müssen ….
    Es spricht einiges daß es mehrheitlich IS-Kämpfer aus dem Raum Mossul waren, die USA mögen
    diese Aktion unterstützt haben, es entschuldigt aber nicht massive einige Fehler.
    So viele starben dieses Jahr für die Wiedereinnahme vom Palmyra durch SAA und Verbündete, das zersetzt die Moral wenn so schnell alles aufgegeben und verloren wird.

    Für die Moral: https://www.youtube.com/watch?v=FebvTi2fzcE

    Eine Niederlage ist kein verlorener Krieg, aber aus Niederlagen muß man lernen und
    zuallerst erkennen daß es eben eine Niederlage ist ….

    1. chl schrieb:
      Eine Niederlage ist kein verlorener Krieg, aber aus Niederlagen muß man lernen und
      zuallerst erkennen daß es eben eine Niederlage ist ….

      —-

      Das ist aber etwas was in einigen Gegenden der Welt (nicht zuletzt in NO/MO) in vielen Länder aus kulturellen Gründen nicht gegeben ist.
      Niemals eine Schwäche zugegen.
      Niemals einen Fehler eingestehen.
      Immer das Gesicht wahren.
      Immer neu taktieren und immer neue Bündnisse schließen.
      Immer wieder alte Freunde verraten.
      Speziell in der arabischen Stammeskultur gilt Jemand als Held wenn es ihm gelingt andere zu belügen und zu betrügen und ihn über den Tisch zu ziehen.
      Wer sein Wort hält gilt oft als dumm und naiv.
      Man neigt dort dem Sieger zu.
      Daher ist es unbedingt wichtig das die Schlacht in Syrien auch militärisch gelöst wird denn dann verraten die Gegner ihre Ziele und sind auf einmal voll beim den Siegern als ob es nie anders gewesen wäre.
      Diese ausgeprägte Verräterkultur zum jeweiligen eigenen Vorteil ist besonders im gesamten Raum NO/MO ein Riesenproblem.

      Bei uns gibt es natürlich auch Verrat und Taktieren aber das bei weitem nicht so ausgeprägt wie in anderen Gesellschaften.
      In unsere Gesellschaft (besonders in Mittel-, und Nordeuropa – USA: teilweise Erbe aus Europa) aber gehört der Zweifel und das Lernen aus Niederlagen eher zur errungenen Kultur was teilweise auch unseren bisherigen technischen und gesellschaftlichen Vorsprung erklärt.
      Diese Vorteile unserer Gesellschaft aber drohen durch die Politik der letzten Jahre ernsthaften Schaden zu nehmen.

      Soweit persönlichen Erkenntnisse/Einschätzungen zur Lage im Allgemeine und Besonderen.

  6. Meldungen, die Bevölkerung sei komplett aus Palmyra Stadt evakuiert worden, scheinen inzwischen bestätigt zu werden; wie ein aktuelles Video der US-Terroristen[1] selbst zeigt, haben die US-Terroristen nichts als leere Straßen erobert, also buchstäblich auf Sand gebaut und sind nun jederzeit bei Bedarf von der Luftwaffe zu bearbeiten, wohl besser bevor ihre Herrschaften dort den Luftraum sperren könnten alias „Flugverbotszone zum Schutz der Zivilisten“. US-Drohnen zur Beobachtung sollen schon gestern vor Ort gewesen sein, als die erste Angriffswelle abgewehrt werden konnte, danach jedoch die Truppen zum Perimeter zurückgezogen worden sein sollen.

    [1] https://twitter.com/JACM212/status/808002608304717824

    Fares Shehabi, Abgeordneter im Parlament von Aleppo, 11. Dezember 2016:

    „Die NATO-Beteiligung am IS-Angriff auf Palmyra ist auffällig offensichtlich, doch nichts wird die vollständige Befreiung von Aleppo verzögern!“

    „50.000 aus Ost-Aleppo befreite Geiseln und kein einziger dieser Menschen, mit denen wir sprachen, hat von „Weißhelmen“ gehört! Sie sind Geister!“

    „Die „Fassbombenopfer“sind zurück im Leben und beeilen sich, Mützen in den Farben der Flagge Syriens zu bekommen. So bricht NATOs Tempel der Lügen zusammen in Aleppo.“ https://twitter.com/ShehabiFares/status/806940824877629440

    – Fares Shehabi, Twitter:

    Offenbar freut sich Reporter Hosein Mortada, persönlich einen der „guten alten grünen Busse” steuern zu dürfen, die letzten Terroristen aus Aleppo hinauszubefördern: https://twitter.com/HoseinMortada/status/807230184650838016

  7. Um einen Angriff mit 5000 Kämpfern auf Palmyra abzuwehren hätten dort mindestens 1500-2000 Soldaten stationiert sein müssen. Problem ist allerdings dass Palmyra selbst nur zu halten ist wenn man die Anhöhen in der Umgebung nicht verliert. Soviel Truppen konnte man wohl nicht entbehren und muss nun aus der Not (Rückzug) eine Tugend (Luftangriffe auf Terroristen) machen.

  8. Es ist frustrierend zu sehen wie Palmira verloren geht. Spätestens heute soll jeden klar sein, dass Assad diese Krieg nie gewinnen kann. Ich bin mir sicher, dass Aleppo befreit wird in nächsten paar Tagen oder Wochen. SAA schafft es auch Ost Ghutta zu befreien wie auch Rastan bei Homs. Vielleich schaffen sie noch ein Abkommen in Daraa zu vereinbaren aber dann ist auch Schluss mit SAA Möglichkeiten. Idlib ist voll mit Islamisten und mit Türkei in Rücken wird da nichts gehen. Bei Al Bab haben sich Türken ihre Teil von Küchen schon genommen und von da ohne irgendwelchen Grösszügigen Abkommen werden sie nicht abweichen. Bis Euphrat werden USA und Kurden zu sagen haben. SAA wird gezwungen sein ein grösse Teil von Soldaten in Latakia, Hama, Aleppo und Homs zu halten so das nie genug Kräfte gesamelt werden zu Raqqa oder Deir el Zoir vorzudringen. Ich nehme an, dass Syrien wird geteilt.
    Heute haben Russen alle ihre Unfähigkeit gezeigt. Trotz Luftübermacht nehmen ihnen IS Palmira vor den Nase weg. Es kann nicht sein, dass 4000 Kämpfer unbemerkt sich Palmira nähern kann.
    Und bei Aleppo geben Russen wieder 48 Stunde Islamisten Aleppo zu verlassen. Hätten USA Iraqer gegeben 48 Stunde um damals Bagdad oder Kabul zu verlassen? Hätten Amerikaner überhaupt über solche Forderungen verhandelt? Vielleicht werden Russen moralische Sieger, aber militärisch werden sie eine grösse Niederlage davon tragen. Ganze Welt hat gesehen, dass paar unfàhige EU Politiker und eine US Regierung bei Abgang immer noch Russen zu jede Kompromis zwingen können. Und jetzt werden alle Islamistische Komadanten schön gemütlich sich in ein Bus sitzen welche sie in Idlib fährt und dort werden sie wie Helder empfangen. Ein schwarze Tag für alle Menschen welche sich ein andere Welt wünschen.

    1. @zgvaca
      „Heute haben Russen alle ihre Unfähigkeit gezeigt.“

      die schwarzen Söldner fahren Jeeps,
      also brauchen diese Ratten keine Strassen.

      Bewaffnung
      1 schweres Maschinengewehr
      oder Raketenwerfer bzw. Granatwerfer drauf

      Die Dinger sind extrem mobile , genial für 1en Partisanenkrieg
      Und diees Pack hat Luftaufklärung vom feinsten

      Das hat NIX mit Unfähigkeit zu tun

    2. @zgvaca:
      „Trotz Luftübermacht nehmen ihnen IS Palmira vor den Nase weg.“
      Luftübermacht kann kein Gelände besetzen, erobern oder sichern! Das Märchen von der alles bestimmenden Luftwaffe bekommt man wohl nicht mehr aus den Köpfen.

      „Es kann nicht sein, dass 4000 Kämpfer unbemerkt sich Palmira nähern kann.“
      Es geht, wenn man clever ist. Dem IS Dummheit unterstellen, ist nicht hilfreich. Palmyra war an drei Seiten offen wie ein Scheunentor. Dort bestand schon länger Gefahr einer Einkreisung. Dem IS Dummheit unterstellen, ist nicht hilfreich. Manchmal ist es besser Gelände aufzugeben, als sinnlos Menschenleben zu opfern für die „Ehre“.

  9. Palmyra zu verlieren ist in erster Hinsicht eine propagandistische Niederlage. Die SAA hat vor Ort keine sehr kampfkräftigen Truppen. Selbst in Überzahl wären sie dem Daesh kaum gewachsen. Der Fehler der fehlenden Minenfelder wiederholt sich leider auch ständig. Es ist Schade um die dutzenden Toten auf syrischer Seite. Das untergräbt die Moral, vor allem wenn sich auch noch bewahrheiten sollte, dass Truppen am Flughafen zurückgelassen wurden. Sei es wie es sei, am Ende ist es ein Kaff in der Wüste – nichts kriegsentscheidendes und vor allem nicht dauerhaft in der Hand des IS.

  10. >>>Ich kann nicht verstehen wie man bei Waffenüberlegenheit und bei totaler Luftüberlegenheit mitten in der Wüste nicht bemerken kann wenn sich dort mehr Terroristen mit schweren Waffen sammeln als es Einwohner im Umkreis von 50 km und mehr gibt.
    >>>

    Wie lange braucht man denn mit dem Toyota für 50, 100 oder auch 200 Kilometer?

    ISIS greift ständig irgendwo an, meist sind das kleine Aktionen, auch mal kleine Eroberungen, und dann Rückzug.

    Insofern kann man vielleicht die Entscheidung, im nach hinein natürlich Fehlentscheidung, nicht ausreichend Verstärkung heranzuführen, einordnen; wenn ISIS mit so viel Mann auftaucht, und hunderte Tote in Kauf nimmt, kann man das nicht überall verteidigen.

    Palmyra als Symbol einzunehmen war vielleicht wirklich zu früh.

    Wobei erst mit Euphrat Schild (Rückzug aus großen Teilen Nordaleppos) und der Aktionen gegen diverse irakische Städte einerseits viele Kräfte bei ISIS frei wurden, andererseits unbedingt ein Erfolg her musste, egal zu welchem Preis.

    Was man allerdings auch hätte wissen können, auf Regierungsseite.

    Fakt ist, die Wüste (mit Ausnahme von Deir Ezzur) ist derzeit nicht sehr dringend.

    1. Nein Palmyra kam damals nicht zu früh, sondern war ein propagandistischer Erfolg, der damals auch nötig war. Und bisher wurde es auch gehalten. Dass der IS nun 5000 Kämpfer aufbieten konnte, um es zu erobern liegt halt an seinen riesigen Gebietsverlusten im Irak. Dort wurde ja auch weniger gekämpft und dafür mehr die Flucht ergriffen. Palmyra wäre jetzt sicher auch haltbar gewesen, aber dafür hätte man tausende kampferfahrene Soldaten von wichtigeren Fronten abziehen müssen. Und das war es einfach nicht wert. Der temporäre Verlust von Palmyra wird noch vor weihnachten vergessen sein, wenn die komplette Eroberung der Stadt Aleppo verkündet wird.

      1. Bohnennase

        Mir erscheint es wenig plausibel, dass die vier oder fünf Tausend zum Sturm auf Palmyra eingesetzten ISIS-Terroristen vornehmlich Iraker sind. Für viel plausibler halte ich es, dass es vornehmlich Teile der im Osten der Provinz Homs aktiven wahhabitischen Stämme sind.

        Da laufen seit einger Zeit mit russischer Hilfe lokale Versöhnungsverhandlungen und es gibt da Hunderte von kleinen Orten, wo das lokal erfolgreich war. Doch ein wesentlich Problem dabei ist, dass ein Teil der Mitglieder der Wüstenstämme da tief radikal wahhabitisch und wirklich extremistisch ist und nichts als Krieg will. Und, so wie ich das vermute, haben sich genau diese Teile nun aufgemacht, erneut Palmyra zu erobern, ähnlich wie Terroristen in Idlib sich aufgemacht haben, „die Blockade von Aleppo“ zu brechen und dabei erstmal Ramouseh erobert und anschließend Minyan und Al Assad erobert haben.

        Das sah da zunächst auch für viele nach schockierender Inkompetenz der syrischen Armee aus, doch inzwischen zeigt es sich, dass das Verhalten der syrischen Armee da strategisch durchaus geschickt und durchdacht war und dass die Terroristen sich mit diesen Offensiven strategisch enorm geschwächt haben. Ähnliches erwarte ich nun auch im Osten der Provinz Homs, wo nun Palmyra als Fliegenfänger für die Terroristen dient.

        Dennoch ist so eine Taktik für die syrische Armee natürlich nicht einfach umzusetzen, und ein paar Fehler passieren immer und sind im Anti-Terror-Kampf schnell tödlich. Da wird man sicher in einiger Zeit lernen, was gegenwärtig Propaganda ist und was da wirklich an Fehlern passiert ist. Aber generell würde ich vermuten, dass die Terroroffensive gegen Palmyra nach einigen Wochen unter großen Verlusten auf Seiten der Terroristen scheitert und dieses Scheitern der Terroristen dann die Basis für eine weitergehende Befriedung der ganzen Region im Osten der Provinz Homs legt.

      2. Wer dachte, dass Wallstreets Washington seine IS/Al Kaida-Söldner nicht aus Mossul im Irak nach Syrien vertreiben will statt sie zu bekämpfen, wurde spätestens seit Washingtons jüngstem Angriff auf die offiziell US-verbündete irakische Armee, die Washingtons IS-Söldner wohl tatsächlich bekämpft hatte, eines Besseren belehrt. Die RF hat Washington bereits vor Wochen vor diesem kaum zu übersehenden Vorhaben gewarnt, daher können in Syrien erwartende Aufmärsche von IS-Terrorsöldnern dort niemanden wirklich überrascht haben. Also warum sollte Palmyra keine Taktik sein? Alle Zivilisten evakuiert, syrische Armee zurückgezogen und ein paar Gebäude, die wenig später wieder aufgebaut sein könnten. Dafür Tausende dieser menschenhassenden islamisch getarnten US-Faschos der IS-Massenmörder für eine überraschend und massiv eingesetzte Luftwaffe in Palmyra auf dem Präsentierteller. Leicht zu bekommender Käse ist eine Falle, sagt die erfahrene Maus.

      3. Ich weiß nicht, ob Palmyra so wichtig ist, das man es sofort wiederholen sollte. Wichtig sind die Erdgasfelder nordwestlich. Politisch wird der Druck groß sein, militärisch eher weniger aus den bekannten Gründen.

        Nach Aleppo dürfte das Umland von Damaskus ganz oben stehen, alle Inseln beseitigen und so Kräfte frei setzen (und politischen Druck nehmen).
        Wenn die Lage in Al Bab geklärt ist (in Besitz der YPG) wird es auch interessant den IS von Norden her auf zu rollen entlang des Euphrats. Für Palmyra auch wichtig: die Tasche zwischen Hama und Palmyra ausräumen bevor man sich wieder Palmyra widmet.

        Es könnte aber der politische Druck groß sein das Weltkulturerbe zurück zu holen. Heißt: Es ist vieles möglich….

  11. Als was man den Angriff und die Einnahme Palmyras wirklich werten kann, wird sich nach meiner Einschätzung erst die nächsten Tage, ev. Wochen zeigen. Insbesondere während des Anmarsches und des 1. Tagesdes Angriffs soll ein Sandsturm die Überwachung eingeschränkt haben, wobei das nur teilweise die komplette Einnahme erklären würde.
    Palmyra selber hat aus militärischer Sicht wenig Bedeutung. Symbolische Bedeutung hat der Ort wegen seiner Ruinen (letztlich nichts als ein Haufen alter Steine, Sorry) und wirtschaftliche Bedeutung haben die Öl- und Gasquellen der näheren und weiteren Umgebung, wobei sich das auch über den Handel kontrollieren liesse.

    2 Szenarios sind dabei denkbar als weitere Entwicklung auf die Widereroberung Palmyras“. Entweder ist eine Syrische Angelegenheit oder aber, es ist ein Deal zwischen den USA und Russland. Wobei die Grenze fliessend sein dürfte.

    Als Antwort auf Palmyra müsste bei Stärke der SAA rasch ein Gegenangriff erfolgen. Sei es bei Palmyra selbst (eher unwahrscheinlich) oder aber nordwestlich von Aleppo von Deir Hafir bis zum Euphrat (wahrscheinlicher). Möglich wäre auch das die Kurden verstärkt ar Rakka vorstossen (sehr wahrscheinlich).
    Dann wäre die Palmyrafront DIE Möglichkeit gewesen, den IS an seinen Fronten zu verteilen. Ob mit oder ohne Mitbeteiligung der USA wird ohne Kenntniss der Diplomatie- und Militärinternas schwierig zu beurteilen sein. Den USA und ihren Verbündeten käme einer Entlastung der Mossulfront ganz passend, nach dem die Ar-Rakka- Offensive ins Stocken geraten ist.

    Eine Bewertung der aktuellen Vorfälle rund um Palmyra in einem Gesamtkontext „IS/Dschiadisten und Syrien“ ist derzeit unvollständig.

  12. die Ereignisse in Palmyra zeigen folgendes.

    Es gibt einen Zusammenhang zwischen den Raketen auf den Militärflughafen von Damaskus
    und dem Angriff auf Palmyra

    Über den IS werden seit Monaten, seit der Einnahme von Manbidsch, gezielt falsche Informationen verbreitet. So soll er geschwächt und so gut wie besiegt sein, und Mossul werde von nur 3000 Kämpfern verteidigt.!!
    Und jetzt tauchen am Sonntagmorgen in einer zweiten Angriffswelle plötzlich und unerwartet
    4 bis 5000 Kämpfer mit schweren Waffen vor Palmyra auf , nachdem die russische Lufwaffe bereits am Samstag die erste Angriffswelle abgewehrt und 300 Kämpfer getötet hat.
    Von Mossul bis Palmyra sind es ca. 700 km durch die Wüste, und ich habe nichts davon gehört,
    das es in Mossul keine IS Kämpfer mehr gibt.

    Hier passiert etwas Neues, sehr Gefährliches, und das ist nicht mehr die Handschrift von Obama oder Erdogan, da hat jemand Anderes das Kommando übernommen.

    1. Der IS hat ja auch sicher nicht nur 10000-20000 Mann, sondern sicher mindestens 100000 Kämpfer. Definitiv mehr als man uns weissmachen will.

    2. „Hier passiert etwas Neues, sehr Gefährliches, und das ist nicht mehr die Handschrift von Obama oder Erdogan, da hat jemand Anderes das Kommando übernommen.“

      Eine saudisch-israelische Führung? Nicht ganz unbegründet, muss ich ehrlicherweise zugeben. Diese Linieist vorhanden und die Provokationen durch Israel nehmen zu.
      Sollte dem tatsächlich so sein, dann mache ich mir ernsthaft Sorgen, denn da wäre ein 3.WK möglich.

  13. Es ist etwas viel Spekulationen im Raum.
    Wir werden sicher bald alles wissen.
    Palmyra zu erobern war für die Russen Prestige.
    Ausserdem mussten die zeigen das sie auch den IS bekämpfen.
    Die mussten sich damals ja rechtfertigen warum sie nur die moderate ,,Opposition “ angreifen. Das der IS jetzt Palmyra angreift , liegt wohl daran, daß die westliche Wertegemeinschaft den IS gesagt hat, macht eine Entlastung in Palmyra.
    Vielleicht fallen die Syrer und Russen darauf rein, schicken Truppen dahin und retten Aleppo. Man weiß nicht was in den kranken Hirnen so vorgeht.

  14. Wer sich einerseits zu recht über die Propaganda von angeblich 250.000 Zivilisten in Aleppo aufregt, sollte doch bitte nicht auf die Propaganda von daherfabulierten 5000 IS-Kämpfern reinfallen. Wenn man bedenkt, dass die Quellen sich nicht mal einig darüber sind, wer die Stadt momentan überhaupt hält, dann sollte man erst recht daran zweifeln, ob den Angaben über die Stärke des Angreifers der Realität entsprechen.

    Die Verteidigung von Palmyra haben hauptsächlich überalterte Einheiten der NDF übernommen, deren Kampfkraft fraglos gering ist. Die NDF ist zwar vollmundig als Teil der syrischen Armee ausgewiesen, ist aber zu weiten Teilen von der Qualität her mit besseren Dorfschützern gleichzusetzen. Das solche Einheiten keine effektiven Gegenangriffe setzen können, dürfte auf der Hand liegen.
    Im Prinzip haben in Palmyra an „echtem“ Militär nur geringe Teile der 11. Panzerdivision gelegen und das die ohne qualitativ ansprechende Unterstützungstruppen da nichts reißen können, ist folglich nicht verwunderlich.
    Unter dem Strich braucht der IS also sicher keine 5000 Kämpfer, um angesichts der dürftigen Verteidigung dieses Wüstenörtchen zu erobern.
    Erstmal sollte man ohnehin abwarten, welche Lage sich nach Legung des Kriegsnebel ergibt. Sollte der IS Palmyra wirklich erobert haben, ist wohl kaum zu erwarten, dass er es lange halten können wird.
    So den die syrische Führung überhaupt an einer schnellen Rückeroberung interessiert wäre. Denn es gibt wahrlich lohnendere und vor allem strategisch bedeutsamere Angriffsziele als Palmyra.

  15. ISIS soll in Palmyra etliche Panzer und Militärfahrzeuge erbeutet haben. Der Rückzug der SAA war wohl doch nicht so geordnet, wie anfangs behauptet.
    Wenn ich Fotos von Kommandeuren teetrinkend auf der Couch im Operation Room sehe, hab ich immer meine Zweifel über Disziplin und Kampfmoral auf der Führungsebene. Warum soll es da bei der Truppe anders aussehen?
    Ich dachte, die Russen hätten mittlerweile auch für eine bessere Stabsarbeit bei der SAA gesorgt. Es bleibt wohl noch viel zu tun, auch ändern sich Menschen nicht so schnell.

  16. Es ist in Saudi bereits der Deutsch Kamerad aktiv und bildet Chargen aus. Merkel und PatronenUschi sind also dort verheiratet. Nachdem die Saudis von den Jemeniten gehörige Schläge einstecken müssen und die saudische Kriegskassa schrumpft ist eine Planungsänderung
    am Tisch und diese beginnt auch in Syien zu wirken.
    Offenbar soll Russland damit gezwungen werden sich in diesem Raum mehr zu angagieren, was mit der Beendigung der Bombenangriffe auf Deir beabsichtigt war, soll also wieder angeheizt werden und wäre im Sinne einer Strategie Saudi gegen den Iran denkbar. Damit wären aber eine größere Truppenaufstocckung der Saudis die Folge! Werden wir sehen!

  17. Wenn es so aussieht, und da markito als glühender Assad-Hasser das auch sagt sollte es stimmen, ist das Ende sehr nahe.

    Der nördliche Teil wird sich nicht lange halten bei so vielen Fronten und der Gefahr der Abschnürung, da dürten wieder etliche „surrendern“, sollen in den letzten 24 Stunden schon wieder über 700 gewesen sein.

    Frohe Weihnacht für Aleppo.

    1. @andreas „Der nördliche Teil wird sich nicht lange halten bei so vielen Fronten und der Gefahr der Abschnürung“

      Die Karte spiegelt auch optisch genau die Ausgangssituation bei Palmyra wieder, und die gleichen strategischen Gedanken hatten auch die dortigen Angreifer. Das Versäumnis der syrischen Armee war nicht die mangelnde Aufklärung, sondern die sträflich versäumte Frontbegradigung nach Einnahme von Palmyra. Ich erinnere mich noch, dass die russischen Berater vor der Befreiungsaktion von Aleppo diese Begradigung wollten, aber Assad verfügte, dass Aleppo absoluten Vorrang hat. Der IS hatte somit alle Zeit, einen Großteil der Angriffsmasse schleichend in die umliegenden Ortschaften zu bringen um dann die Regenzeit (kein Staub) abzuwarten. Eine bessere Feldaufklärung hätte ob der Übermacht lediglich eine rechtzeitige kampflose Räumung ermöglicht.
      Es war kein Fehler von Russland, da am Ende nur Syrien selbst die Entscheidung trifft. Darauf wurde in letzter Zeit auffällig wiederholt hingewiesen.

      Nun wirds postfaktisch:
      Dass der Reketenabschuß von Israel jetzt einen Sinn als Startschuß bekommen hat, scheint mir auch kein Zufall zu sein. Ich wunderte mich sowieso, warum teure Raketen ins Niemandsland gefeuert werden. Die meteorologisch angriffsgünstigen Daten wurden somit per Rakete übermittelt, und für die Startinformation sorgten dann die syrischen Medien. //Ende Bauchgefühl.

      Nun hat daesh 3 strategische Optionen. Stossrichtung nach Homs und Deir ez-Zor und Nachschub über das „neutrale“ Jordanien. Mal schauen, wie die Prioritäten gesetzt werden.

  18. Die Armee Syriens befreit immer mehr Stadtteile:

    „Wer die syrischen und russischen Armeen der Bevorzugung Aleppos und des Aufgebens von Palmyra beschuldigt, sollte bedenken, wozu ISIS dorthin geschickt wurde und von wem. „Wir geben euch eine Pause. Es steht euch frei nach Palmyra zu gehen und keine Sorge, wie versprochen werden wir euch nicht angreifen.“ Das ist die Art, wie die NATO den IS-Terroristen hilft.“

    – Fares Shehabi, Abgeordneter im Parlament von Aleppo, 12. Dezember 2016

    https://twitter.com/ShehabiFares

  19. Hier noch ein Video (leider bei YouTube) aber in LiveLeak eingebettet die auch zensurieren. Kann aber noch keine Vergleich zu anderen Videostreamingseiten machen.

    http://www.liveleak.com/view?i=157_1481526772

    ///

    Real News from Syria from a embedded Canadian journalist.

    image: http://edge.liveleak.com/80281E/u/u/ll2/attention.gif
    Part of channel(s): Syria (current event)

    It appears her story is different that Western medias story on Syria

    Read more at http://www.liveleak.com/view?i=157_1481526772#1lVSJ74jqOkICkJp.99

    ///

    Ich finde die junge Frau ist mit vollem Herzen dabei und berichtet aus eigener Hand aus Syrien. Autonom und unbehelligt durch Syrien… spricht Sie an einer Konferenz (wie immer ignoriert von den Vertretern der MSM) der UN.

    In englischer Sprache… weiss halt nicht wie man das einbettet.

  20. Mal bitte die Kirche im Dorf lassen. Der Verlust von Palmyra ist zwar bedauerlich, insbesondere für die örtliche Bevölkerung und die Moral der NDF, aber letztlich eher symbolisch. Viel wichtiger ist die anstehende Befreiung von Aleppo von den Terrorbanden, die offenbar gute Fortschritte macht. Danach kann man immer noch Elitetruppen nach Palmyra schicken.

    Wie weit Realitätsverlust und Verblödung in den hiesigen Qualitätsmedien inzwischen fortgeschritten sind, zeigt der neueste Rundumschlag von Jihad-Julian in der BLÖD-Zeitung, der schon fast satirische Züge trägt:

    http://www.bild.de/politik/ausland/aleppo/aleppo-marsch-49090318.bild.html

    Merke: Dümmer geht immer.

  21. Ob die syrisch/russische Aufklärung wirklich die Vorbereitung der IS hätte erkennen müssen, darf bezweifelt werden. Der IS ist ja nicht in einem Konvoi von
    Deir El Zorr über die Wüste gekommen. Den Konvoi hätte man gesehen.
    Palymira ist von drei Seiten umzingelt, und der IS hat diese 3 Seiten über mehrere Wochen gezielt für einen Angriff mit Einheiten aus der näheren Umgebung verstärkt sowie aus Einheiten von Raqqa und Mosul, die über Wochen in kleineren Einheiten oder gar einzelne Fahrzeuge in die Umgebung Palmyras gesandt wurden.
    Der Angriff war dann ziemlich schnell und die Verteidiger – auch wenn sie von diesem Angriff erfahren haben sollten – hätten ihn nicht abwehren können. Die Gegend um Palmyra ist einfach zu offen und die Verteidiger zu wenig.
    Wenn die Zeit kommt, wird die SAA sich Palmyra wiederholen und dann aber auch zu Deir El Zorr durchmarschieren.

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